Die Erklärung Schoigus lässt wenig Zweifel daran, dass wir in die Endphase des Ukraine-Kriegs eintreten, der auf die Ukraine beschränkt ist, und möglicherweise auf einen umfassenderen Krieg mit unvorhersehbaren Folgen sowohl für die Europäer als auch (endlich) für die Amerikaner zusteuern.
Was Äußerungen von Schoigu angeht, sollte man m.E. keine voreiligen Schlüsse ziehen. Gilt auch für andere.
Zunächst ist er mitverantwortlich dafür, daß Unmengen von Material und Treibstoff nahezu unbehelligt an die Front gelangten und dies weiterhin tun, obwohl eine frühzeitige Zerstörung möglich wäre und weniger russische Opfer kosten würde. Es gibt aber noch mehr Ungereimtheiten. Pyakin und neuerdings auch Prigoschin bezeichnen ihn offen als Verräter. Und ohne die Wagners wäre das ziemlich böse ausgegangen für die Russen.
Da wird im nachhinein noch eine Menge rauskommen, schätzungsweise ist de Wagnergruppe Putins Trumpf im Ärmel gewesen, mit dem niemand im Westen gerechnet hat. Weiteres Indiz für gründliche, vorausschauende Vorbereitung.
Davon abgesehen: rote Linien kündigt man nicht groß an, man schlägt zu und hinterher kann man ja sagen, dort war eine rote Linie. Gilt im Großen wie im Kleinen. Was Schoigu macht, ist doch eher eine Einladung an Selenski, es nochmal so richtig krachen zu lassen. Die Entscheidungszentren der Ukraine sind bekanntlich in London und DC, da braucht man keine Brille. Und dort warten die Endzeitkleriker sehnsüchtig darauf, daß endlich russische Raketen kommen.