Beiträge von txlfan

    @Pibe de Oro
    Wenn die Möglichkeit, das Ding umherrollen zu können, für Dich existentiell ist, alles gut.


    Ansonsten zahlst Du bei der EP500, wenn man mal großzügig 1500€ für die Elektronik rausrechnet, 750€/kWh. Das ist viermal soviel, wie bei einzeln gekauften LiFePO4-Zellen und ungefähr fünfmal soviel wie bei EFB-Bleiakkus. Je nachdem, wie man einkauft, kommen andere Zahlen raus, aber jenseits von Gut und Böse. Und wenn es bei der Haltbarkeit böse Überraschungen geben sollte, wäre das ordentliches Lehrgeld.


    Wobei für den Selbstbau das entsprechende Know-How vorhanden sein bzw. erworben werden muß. Aber was nützt eine Blackbox, die man nicht versteht, im Krisenfall? Genau dann kannst Du ja nicht davon ausgehen, daß Du das reklamierst und (schnell) Ersatz bekommst, wenn es rumzickt. Und im Nicht-Krisenfall ist das Ding ein hübsches Statussymbol, aber mehr auch nicht. Kannst nen Blumentopf draufstellen.



    @DarkMatter
    Gerade gelesen, ich werde mal weiterbrüten. Aber ich merke schon, wie ich mich gedanklich immer mehr vom Lithium verabschiede. Was hältst Du denn von dem Teil, bin ich gestern drüber gestolpert: https://www.batterie-industrie-germany.de/big-professional-solar-dc-95602-efb-12v-100ah-c100. Wäre eine günstige Basis, für einen ersten Testballon.

    p.s.2: ….und ich es schon witzig finde, daß sich in Dir jetzt DIE finale Moralinstanz findet.

    Falls das ernst gemeint gewesen sein sollte, keine Sorge. In der Richtung kommt von mir erstmal nix mehr, ich gebs auf. Und was den Terminus angeht, der stand ja nicht umsonst in Gänsefüßchen.


    Falls jemand Beispiele für interessante Kommunikationspannen sucht, sind die letzten Seiten aber nicht schlecht.

    ur die Zeit dafür haben wir heute nicht, denn die Technik in die wir investieren muss für die Zukunft tauglich sein. Also können wir auf eine alte beherrschte Technik setzen oder ein Risiko eingehen...

    Ähnliche Gedanken gehen mir auch durch den Kopf, von daher finde ich Deine Ausführungen sehr hilfreich. Du schreibst, daß man als Lebensdauer um die 10 Jahre ansetzen kann. Was habt ihr für Akkus? Naß, Vließ, Gel? Da liegen ja preislich auch Welten dazwischen.


    In der Tat bin ich hin-und-hergerissen. Einerseits klingen die Lithium-Daten allzu verlockend, andererseits stehen sie eben nur auf dem Papier. Und sie leiden, wenn sie im Sommer über Wochen bei hohem Ladezustand quasi im eigenen Saft kochen. Bei Bleiakkus ist es umgekehrt, die fühlen sich genau dann richtig wohl. Noch dazu gibts Bleiakkus quasi an jeder Ecke zu kaufen, wenn mal was ist. Bei den Lithiumakkus braucht es halbwegs gute Handelsbeziehungen und Wechselkurse nach Fernost. Vorerst jedenfalls.


    Bleibt die Frage, was die Typen in den o.g. Videos umtreibt. Die ballern sich die Hütte ja nur so voll mit den Chinaakkus. Reine Influenzer? Naive Überzeugungstäter mit zuviel Kohle? Irgendwas dazwischen? Das blöde ist ja, es gibt tausend tolle Sachen im Netz und man kann fast niemandem über den Weg trauen.

    Moin,


    ok, jetzt seh ich's auch. Kann sein, daß ich diesbezüglich etwas auf der Leitung stand weiter oben. Ich versuche solche Spitzen normalerweise auszublenden, ist ja eh nicht immer einfach, rauszufiltern, was die Leute meinen.


    Aber wenn man genau hinschaut: die Frage, nach der fundamentalen Begründung ist ja fast schon bösartig. Es gibt genug Leute, die sich mit solchen subtil verpackten Provokationen die Zeit vertreiben. Muß keine Absicht gewesen sein, aber das Nachhaken stützt den Verdacht. Ich vermute mal, daß z.B. Nebelparder über die Frage nach der fundamentalen Begründung für die EW-Technik auch nicht besonders erfreut gewesen wäre. Ansonsten sehe ich es nach wie vor so, daß die "Beschwerdeführer" selbst auch keine Engel sind, wenn bestimmte Trigger berührt werden. Aber lassen wir das.


    Caldera: Laß diese Ausschmückungen doch mal weg, versuchsweise wenigstens. Ist ja auch Weihnachten bald. :saint:

    Bevor ich's vergesse, es gibt einen m.M.n. sehr gelungenen Text aus 2005 über die verschiedenen Typen und Befindlichkeiten der Bleiakkus: Der Bleiakku, seine Lade- Entladetechnik und Ladeautomaten zum optimalen Laden. Da es um Grundsätzliches geht, ist das m.E. nach wie vor aktuell.


    Der springende Punkt ist, daß einem klar sein muß, auf was sich die Kapazitätsangaben beziehen. Der Nennwert versteht sich als C100, d.h. bei einer Entladung über 100 Stunden. Bei einem typischen Akku mit z.B. 12V/280Ah, an dem man schon ordentlich zu schleppen hat, wären das 2,8A oder rund 40W, die man als Dauerlast ziehen darf, wenn man die Nennkapazität abrufen will. Alles darüberhinaus bedeutet, daß man weniger als die rechnerischen 3,4kWh rausbekommt. Die sind eh theoretisch, denn auf die angegebenen Zyklen 1500 bis 2000 Zyklen kommt man nur wenn man nicht unter 50% entlädt, so daß in der Praxis vielleicht 1,5kWh an schonend nutzbarer Kapazität übrigbleibt.


    Lithiumakkus, sind, was die Entladeströme und -tiefe angeht sehr viel weniger zimperlich und werden typischerweise mit 4000 bis 6000 Zyklen beworben. Von der Tendenz her dürfte klar werden, warum Lithiumakkus gefühlt viel potenter sind, als Bleiakkus. Bei gleicher Nennkapazität, läßt sich aus einem Lithiumakku sowohl strom- als auch kapazitätsmäßig einfach mehr rausholen. Legt man Letzteres zugrunde, bleibt vom Kostenunterschied nicht mehr viel. Wobei der gerätemäßige Aufwand beim Lithium deutlich höher ist, das muß man natürlich reinrechnen.


    Soweit die Theorie. Ganz traue ich dem Braten noch nicht. Wie es in der Praxis aussieht muß sich dann ohnehin zeigen.

    Je nach Zellentyp kommst du dann schnell auf weit über 1000 Zellen!

    Damit wir nicht zu weit aneinander vorbeireden: mir schwebt eher was in der Art vor, wie es z.B. hier angeboten wird (gibts auch anderswo). Solche Zellen haben um die 300Ah, so daß das von der Anzahl recht überschaubar wird.
    Ich beschäftige mich schon eine ganze Weile damit und sehe durchaus die Vor- und Nachteile der beiden Welten.


    Zur Frage, ob "man" 10kWh braucht: was die Zukunftserwartungen betrifft, gehe ich nicht von der Apokalypse aus, rechne aber für die nächsten Jahre mit einem unzuverlässigen Stromnetz. Vielleicht nicht ganz so schlimm, wie in Südafrika, aber die Richtung geht m.E. dorthin. Und die Kosten/kWh werden auch deutlich steigen.


    Meine Überlegung ist, daß, wenn ich mit dem Mist schon anfange, will ich auch einen Alltagsnutzen davon haben. Also irgendwas in der Gegend von 2kW peak aufs Dach und ein ordentlicher Akkupack. Das sollte in den Sommermonaten eine weitgehende Selbstversorgung ermöglichen. Einspeisen ins öffentliche Netz werde ich nicht, weil ich die Bürokratie nicht will. Überschüsse wandern ins Warmwasser.


    Aber hübsch eins nach dem anderen. Ich habe auch keine übertriebene Eile damit. Aufgrund obiger Überlegungen wird der Akkupack als erstes kommen. Aber zunächst muß eine Grundsatzentscheidung für die Technologie fallen. Es gibt da ja eine ganze Menge Videokanäle die sich mit dem Thema befassen. Da muß man sich auch erst mal eine Meinung bilden, inwieweit das alles belastbar ist, was da erzählt wird, oder ob mehr das youtube-Geschäftsmodell im Vordergrund steht. Ich nenne mal als Beispiel:


    https://www.youtube.com/c/AndreasSchmitz18650/videos
    https://www.youtube.com/c/MeineEnergiewende/videos


    Alles nicht so einfach.


    So, jetzt muß ich mich aber mal in die Küche begeben und den Kochlöffel schwingen. Ich wünsche allen schon mal ein schönes Adventswochenende.

    Wenn ich sehe, wie lange die LiFePO4-Akkus in der Praxis halten ist das lächerlich - oder schlicht Schrott.

    Da hört man ja die unterschiedlichsten Sachen. Ich habe diverse Werkzeugakkus mittelhäufig im Gebrauch und finde, es geht eigentlich. Beim Laptop begrenze ich die Maximalladung auf 75%, was einen deutlichen Effekt hat.


    Was ich gern wüßte, inwieweit sich die Erfahrungen mit den kleinen Li-Ionen-Akkus auf große LiFePO4-Akkus übertragen lassen. Diesbezügliche Zweifel haben mich bis jetzt davon abgehalten mir einen stationären Akku hinzustellen. Ich denke da an 10-15kWh, um notfalls einige Tage ohne den Krachmacher auszukommen.


    Da kommt für mich nur Selbstbau aus importierten Zellen in Frage. Wo aber auch die Gerüchteküche brodelt, daß z.T. gebrauchte Zellen aus Fahrzeugakkus umgelabelt werden. Wäre aus chinesischer Sicht vorstellbar, ist aber von hier aus schwer/nicht zu beurteilen. Mit Bleiakkus will ich es nicht machen, ist mir zu groß/schwer. Brandgefahr kann ich nicht beurteilen, habe aber Respekt. Der Pack würde wohl in ne Betonkiste in den Garten kommen.


    Diese Powerstations finde ich zwar cool, aber hoffnungslos überteuert, was kWh/€ angeht. Außerdem möchte ich auch einen Lerneffekt haben, und der ist bei so Selbstbauprojekten am größten.

    Ok, schieben wir mal den Kostenfaktor nach hinten. Es ging mir eher um die technische Seite, gibt es da irgendwas Besonderes zu beachten? Meine Überlegung dazu war ja, dass ich mit zwei unterschiedlichen Treibstoffen flexibler bin.

    Das ist soweit schon richtig. Es ist ja der gleiche Motor, wie beim Nur-Benziner, aber eben zusätzlich mit dem Klapperatismus für Gasbetrieb. Dem Motor wird das egal sein, mit was er läuft. Wenn Du beide Optionen nutzt, braucht er etwas mehr Zuwendung, speziell vor längeren Stillstandszeiten (Sprit sollte nicht im Vergaser bleiben, kann verkleben).


    Aber da gibt es hier sicher welche, die sich besser auskennen. Ich selbst hätte auch eine Nur-Gas-Variante gekauft.


    Was nicht schadet, ist vorher die Leistungsaufnahme der zu betreibenden Geräte zu messen oder wenigstens fundiert abzuschätzen und einen reichlichen Aufschlag zu machen. Motoren, egal nun Kühlschrank, Pumpen, Brenner, brauchen einen wesentlich größeren Anlaufstrom, als die Nennleistung vermuten läßt. Im Zweifel sich diesbezüglich beraten lassen, von nem Bekannten ein vergleichbares Aggregat zum Probieren ausleihen, o.ä.

    Lohnt es sich, ein Kombigerät (Gas und Benzin) zuzulegen?

    Kostet halt bei gleicher Leistung ein gutes Drittel mehr, von daher ist es Ansichtssache, ob es sich "lohnt".


    Ich habe einen kleinen Champion mit Gas/Sprit, wobei die Überlegung die war, daß die Gasseite (hoffentlich) weniger verdreckt und man weniger Arbeit mit reinigen hat, wenn es kurz gelaufen ist und dann wieder für lange Zeit eingemottet wird. Gas ist auch unkomplizierter bei Langzeitlagerung. Aber ob das dann alles auch so ist, muß sich noch zeigen.

    Da ist aber einer richtig begeistert. 8o


    Ich habe meine Zweifel, ob der Kugelhaufenreaktor der Weisheit letzter Schluß ist. Jedenfalls hat er die prinzipiellen Nachteile aller Reaktoren mit festen Brennelementen bei geringerem Wärmedurchgangskoeffizienten an das Helium, als z.B. bei Wasser- oder gar Flüssigmetallkühlung. Dadurch extreme "Verdünnung" des Brennstoffs erforderlich, dadurch sehr großen Anlagen, dadurch starke Einschränkung bei der Materialauswahl, dadurch niedriger EROI. Daß die im Vergleich zum DFR nochmals höhere Temperatur das aufwiegt, sehe ich nicht. Wobei meine Meinung aber keine Rolle spielt. Mich hat allerdings die Argumentation von Armin Huke in seinem Vortrag zum DFR von 2015 überzeugt.


    Was die Natriumgeschichte angeht: vermutlich haben die Amis nichts anderes an Ideen greifbar, ich kann mir jedenfalls vorstellen, daß echtes und aktuelles Know How dort auch nicht gerade im Überfluß vorhanden ist. In den Nachkriegsjahren haben sie das ja importiert, das dürfte jetzt schwieriger sein

    In Bürlün klappt aber auch garnix. :pinch:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Am besten umpflügen. Aber auch dann kann noch viel schiefgehen.

    Vorerst wohl nicht mehr. Pünktlich zu Weihnachten kommt sie wieder - die gute alte Westwetterlage (ab 9:15). :boese:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Nachdem dir bisher nichts passiert ist und dich deine Bohrmaschine nicht getötet hat, nimm es einfach als gegeben, denn sie wird dich sicherlich auch in Zukunft leben lassen.

    Davon gehe ich aus, wir mögen uns. :love: Allerdings finde ich es schwer erträglich, wenn ich Dinge in meinem Umfeld nicht nachvollziehen kann. Kapazitive/ohmsche Verbindung gibt es keine, somit bleibt ja nicht mehr viel. Egal.


    Was die Grenzen des technisch Zumutbaren in so einem Faden angeht, kann man drüber streiten. Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, daß wir in den nächsten Jahren Verhältnisse bekommen, wo man gezwungen wird, über seine Grenzen hinauszuwachsen. Was tun, wenn die Stromabschaltungen zur Regel werden? Man kann ja nicht ständig Handwerker/Fachleute holen, man muß es z.T. selber werden.


    Themen wie Hauseinspeisung, Selbstbau von (Solar-)akkus, ggf. Sammelbestellung der Chinazellen, Reparatur/Pflege von Notstromaggregaten, Wechselrichtern usw. würden m.E. durchaus hier hineinpassen. Und was spricht dagegen, etwas tiefer ins Detail zu gehen? Außer die damit verbundene Schreibarbeit versteht sich, aber vieles gibt es ja schon, Links können auch weiterhelfen.

    Hat jemand den fugi gestern ganz angehört?

    Nee, gar nicht erst angefangen.


    Mag ja sein, daß der Middelhoff den einen oder anderen "Fehler" eingesehen hat. Aber wenn das jetzt zu einer neuzeitlichen Saulus-zu-Paulus-Geschichte aufgeblasen wird, geht das doch etwas weit.


    Seine Leistung bestand ja m.E. hauptsächlich darin, daß er bei Bertelsmann mit der AOL-Beteiligung Glück hatte. Danach war er der Starmanager und es wurde ihm überall der rote Teppich ausgerollt. Aber immerhin, andere schaffen nicht mal das und können trotzdem jahrelang ihr Unwesen treiben.


    Diese BWLer mit der großen Klappe sind doch die eigentliche Seuche (Anwesende natürlich ausgenommen, hust).

    Es gibt ein Paper zum HTR-PM von 2016, zeigt einige Details. Scheint wirklich vom AVR in Jülich abzustammen. Erstaunlich, daß die Chinesen das Konzept aufgreifen. Ich meine mich dunkel erinnern zu können, daß die Kugelhaufenreaktoren durch die Bank massive Probleme hatte, z.B. ungleichmäßiger Durchströmung wg. zerbrochener Kugeln, dadurch Hitzenester, noch mehr zerbrochene Kugeln und solche Dinge. Jedenfalls scheint es nicht trivial zu sein, in so einem Gebilde für stabile Verhältnisse zu sorgen.


    Aber die Chinesen werden Gründe haben. Evtl. steckt der Wunsch dahinter, die ganzen bekannten Ansätze selbst nachzuvollziehen, um hinterher auf einer eigenen Erfahrungsbasis aufzubauen, die man dann nicht mehr unbedingt jedem auf die Nase bindet. Genügend Manpower haben sie, um ihr eigenes Ding zu machen. Theoretisch jedenfalls.


    In D wurde das ja auf halben Weg abgewürgt. Und mit jedem woken Jahr wird es schwerer an die früheren Zeiten anzuknüpfen. Man müßte ja erst wieder die Fachbereiche an den Unis zum Leben erwecken. Vieviel Vorlauf braucht das? 10+ Jahre bevor man überhaupt anfangen kann? X/

    Die Milliampere müssen auch erstmal fließen und es kommt auch auf die Dauer an. Die 30mA bei den FIs kommen nicht von ungefähr. "Normal" eine gewischt ist weit von den 30mA weg. Zumindest wenn man sich an die Regel hält: immer eine Hand in der Hosentasche.


    Ich will da nichts bagatellisieren, aber ein wenig Realismus sollte auch sein


    @DarkMatter: wenn man was spürt, müßte der Widerstand unter 500kΩ liegen, ggf. auch kapazitiv. Würde mich wirklich interessieren, was sich da messen läßt.


    Davon abgesehen es gibt immer wieder Sachen, die man nicht unbedingt erwartet. Ich habe z.B. sone Bohrmaschine mit Getriebegehäuse aus Metall aber zweipoliger Anschlußleitung. Da liegen bei hochohmiger Messung je nach Tagesform zwischen 20 und 70V an. Frequenz kann man auch messen. Duspol einpolig piepst, zweipolig gegen Erde bleibt er still. Widerstand ist außerhalb (meines) Meßbereichs, d.h. >2000MΩ. Spüren tut man nix, aber staunt, wenn der Duspol piepst. Wird wohl irgendwas induktives von der Drehzahlelektronik sein.


    Mein Inverter hat diverse LED´s um Unbehagen anzuzeigen... darunter auch Overload... wenn er nen Kurzschluss hat, oder zu viel Leistung angefordert wird, geht er in Overload und schaltet den Ausgang ab...das ist dann sozusagen die Sicherung.

    Bei meinem ist tatsächlich ein 16A-Automat verbaut, obwohl er nur knapp 9A Dauerleistung schafft. Da bin ich gespannt. Theoretisch könnte es durchaus sein, daß die Elektronik kurzzeitig so überlastbar ist, daß er per Schwungmasse für einige Millisekunden die 16A topt. Dann werde ich mich vor ihm verbeugen und den Hut ziehen, aber ich will es erstmal sehen.


    Im Grunde müßte man die Dinger eh auseinanderbauen und schauen was drin ist. Aber man will ja die Garantie...



    Noch ein Nachtrag (eigentlich wollte ich ja keinen Roman schreiben).


    Ich Habe nachgemessen, die Kondensatoren am Inverterausgang sind 20nF. Das erklärt natürlich einiges. Mit 1/2πfC kommt man bei 50Hz auf einen Blindwiderstand von 160kΩ. Was bei halber Spannung m.E. nur für ein sanftes Kitzeln reicht. Aber wenn man es nicht erwartet und Angst hat, für einen Schreck reicht es allemal. Zum Vergleich: diese altmodischen Phasenprüfer (Schraubenzieher mit Glimmlämpchen) haben i.d.R. 820kΩ, da merkt man eigentlich nix, außer vielleicht man ist überempfindlich.


    Es gibt da ein hübsches Diagramm, was die Gefahrenabschätzung erleichtert (für Wechselstrom, Gleichstrom wird besser vertragen):


    [Blockierte Grafik: https://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Ftse1.mm.bing.net%2Fth%3Fid%3DOIP.pqp996-Ay7xFrq81GnHz1gHaEe%26pid%3DApi&f=1&ipt=61218106ba6048b7aa09f960bb4bc7547296de50428935c5977b47c1844bee57&ipo=images]



    Vielleicht noch was zu der weiter oben erwähnten besonderen Gefahr durch 50Hz. Daß höhere Frequenzen unkritisch sind, dürfte mit dem Skineffekt zusammenhängen, der den Strom in einem Leiter nach außen drückt, also auch von der Herzgegend fernhält. Die 16⅔Hz vom Bahnstromnetz sind vermutlich noch kritischer. (?)



    So das wars jetzt aber auch.



    Ich fand den obigen Austausch sehr hilfreich, hat mich meinem gelben Champion näher gebracht.