Ein Punkt wird offenbar nicht verstanden. Weder Lithium, Kupfer oder Kobalt dienen neben ihrer industriellen Funktion als Wertaufbewahrungsmittel.
2020 betrug die Gesamtnachfrage für Silber ca. 27.800 Tonnen, der Investmentanteil waren 6.200 Tonnen. Das sind knapp 4 Mrd. $ Investmentnachfrage jährlich bei 20 $ die Unze.
Zum Vergleich: nur die Appleaktie hat in den letzten 3 Wochen einen durchschnittlichen Tagesumsatz (!) von 12 Mrd. $ gehabt. Mit zwei Tagesumsätzen der Appleaktie kann man also bequem den gesamten (!) Silbermarkt kaufen.
Zum Vergleich auch noch in Zahlen die Kupfer- und Silbernachfrage 2020:
Kupfer 25.000.000 Tonnen
Silber 27.800 Tonnen
Der Silbermarkt ist von der Größe her also ein Witz. In dem Moment, wo sich die physische Investment-Nachfrage auch nur verdoppelt, explodiert aber nicht nur der Preis, sondern geht auch das verfügbare Angebot für die Industrie zurück. Mit zunehmendem Preis, der bekanntlich der stärkste Magnet für Investoren ist, verstärkt sich der Effekt entsprechend. Und wenn dann irgendwann Lockheed Martin dem Pentagon mitteilen muss, dass Produkt x aufgrund von Silbermangel leider nicht lieferbar ist, wird man sicherlich nicht so tun, als wäre das egal.
Dass derartige, auch angesichts des aktuellen Zusammenbruchs der Lieferketten absolut naheliegende Szenarien als Spinnerei durchgeknallter Silberbugs abgetan werden verrät mir nur eins: das wir noch nichtmal am Beginn eines Bullenmarktes sind.