Beiträge von Bluesbeobachter

    Lupus

    Ich bin Krankenpfleger, eigentlich Fachpfleger Anästhesie/Intensiv,

    aber aus Alters- und Gesundheitsgründen im Bereich Psychiatrie tätig.

    Überwiegend hab ich mit psychosomatisch erkrankten Mitbürgern ab 18+ zu tun, mit den unterschiedlichsten Erkrankungen und Biographien.

    Meine Tätigkeit besteht überwiegend aus Zuhören, Reflexion, Kategorisieren, Teambesprechungen mit den Therapeuten und einfach nur da sein, Ansprechpartner für Alle und zu jeder Zeit.

    Da kommt schon mal viel Ungemach rüber, oft auch Dinge, die man nicht hören mag oder die die Vorstellungskraft sprengen.

    Was zum Geier ist Hoppelpoppel? 🤔

    Wodrauf ich hinauswollte, ich denke, unsere Generation ( ich bin 60+) hat noch arbeiten und deren Wertschätzung kennengelernt.

    Was ich momentan beobachte ist neben einer kontinuierlichen Enthirnung der Schüler auf Kretin-niveau eine unglaubliche Bequemlichkeit sich handwerklich nicht mehr zu betätigen. Ich hab früher auch ganze Bibliotheksreihen gelesen, gehämmert, geschraubt, gebastelt, von Vattern schweißen, maurern, renovieren gelernt, mit dem jugendlichen Kosmos Chemiekasten Experimente gestartet, Sport gemacht, mit Kumpels dem Punk persönliche Impulse im örtlichen Musikbunker verpasst, Mädels angebaggert, usw.

    Heutzutage seh ich das kaum noch.

    Ich hab meiner Tochter gesagt, sie kann jeden Typen mitbringen, den sie mag, aber sobald der einmal „ Isch “ sagt, fliegt der raus.

    Woran liegt das, daß die Menschen so teilnahmslos doof und bequem geworden sind? Das ist ein unglaubliches Massenphänomen, eine regelrechte Seuche. Es hängt irgendwie mit dem Hang zur Depression zusammen, den ich beobachten kann. Da ist irgendwas mit den Gehirnen der Folgegenerationen geschehen.

    Die halten sich teilweise ja für elitär, besonders cool, wenn sie ne Glühbirne wechseln können.

    Ich bin von Dumpfsinn umgeben und kann mich dem nicht entziehen.

    Schon beruflich nicht.

    Der Mindestlohn für einen Rentenpunkt ( ca 40.00€ Gegenwert) liegt aktuell bei 50.493,00 €/Jahr. Das entspricht bei einer 40/Stundenwoche ca 26.30€/h.

    Nur mal so.

    Ich versuche mir grad die Gesichter eines Chefs vorzustellen, wenn diese Antwort oben kommt bei der Frage nach dem Gehaltswunsch.

    Oder hat jemand eine sinnvolle Erklärung, warum ich für weniger Geld arbeiten soll, mit der Aussicht auf weniger Rentenanwartschaft.

    Das Rentensystem läuft geradewegs in eine Armutsspirale.

    Die Generation nach uns ist die gearschte, wenn sie nicht vorsorgt. Und ich bin mir sicher, jede Vorsorge wird zukünftig gegengerechnet werden.

    Cool down,

    hier wird halt grad gut gepokert.

    Die, mit Realwerten, sind abgesichert.

    Die Zocker dürfen sich auf ein paar nette Wochen freuen.

    Silberne Sterne zeichnen sich ab, der Sherrif guckt sich die Fremden in der Stadt an und überlegt an wievielen Tischen gleichzeitig gespielt werden darf. Die Gold-dollars werden grad rauskatapultiert, obwohl, missen möchte sie keiner (Hinterhand).

    Hier scheints darum zu gehen, wer sich durchsetzt…

    Naja, letztlich ist mir ein niedriger Verlust erträglicher als ein totaler.

    Und wenn ich merke, daß mein Gewinn auch nur noch stattfindet, wenn mein Gegner es will…?

    Dann mach ich doch den Kobayashi-Kirk und änder lieber die Regeln als mich vorführen zu lassen.

    Solange ich weiß, was ich habe, lass ich mich nicht nervös machen, ist meine Mikroanlegerstrategie.

    Ich kann nichts verlieren wenn ich vorher drauf verzichtet hab.

    Und Zeit hab.

    Und unabhängig bin.

    Jo, mag sein.
    Aber gebunkert hatte ich bis dato nie nichts.
    Ich musste wohl irgendwann sparsam leben, da ich nach einer Scheidung zum Ehegattinnenunterhalt verpflichtet wurde, inklusive der üblichen Zahlungen fürs Kind.
    Mein persönlicher Nettotagessatz waren ca. 2€ pro Tag für die Selbstversorgung.Aber ich muß sagen, das hat mir geholfen, mit Geld sehr gezielt umzugehen und eine persönliche Toleranz zum Thema Normalverdiener zu entwickeln.
    Um dann noch trotzdem ein nettes Leben zu haben, waren die obigen Sparüberlegungen ganz gut, quasi an der Realität erprobt.
    Das ganze ist mittlerweile vorbei, meine Tochter erwachsen.
    Aber der Haushaltsdraht ist geblieben.
    Das führt mittlerweile dazu, daß ich trotz nichtmehrleistender Unterhaltszahlungen auf meinem Haushaltslevel geblieben bin, meine Tochter und meine Lebensgefährtin sich wundern, wie ich den Krempel schaffe, beide haben einen eigenen Haushalt zu bestreiten.
    Was ich damit sagen will, meine persönliche Krise war eine ziemlich gute Schule für das Heute, ich fühle mich gewappnet und vorbereitet.
    Es ist die innere Einstellung, die uns stark macht oder schwächt.
    1000 Packungen Nudeln nutzen nichts, wenn ich nicht die Küche und die Freunde habe, die mit mir kochen.
    Im Rudel bin ich mehr, als die Summe der Einzelnen,
    als Einzelner weniger als ein Fußpilz, egal wie hartnäckig ich mich fühle.
    Bb

    Oh, Sonderangebote zu diesen Konditionen hab ich hier ( Duisburg,Köln)öfters.
    Speziell Edeka bietet hier täglich an entsprechenden Tischen Ware vergünstigt an, teilweise verfallsbedingt ( Joghurt, Desserts, vegetarische Produkte), teilweise einfach nur als Stimmungsmacher ( Nescafe classic, vorher 7,49€ > 5,49€), Barilla Nudelpaletten 99 Cent/ 500g Packung Cappellini/ Spaghettini etc.
    Schlechte Erfahrungen hab ich mit Fischkonserven gemacht, wenn deren Haltbarkeit ablief, die wurden dann gerne matschig, auch wenn sie eẞbar waren.
    Da meine Frau und Tochter mittlerweile seit über 15 Jahren vegetarisch ( NICHT vegan, Eier, Käse, Joghurt usw. sind erlaubt) leben, hab ich mir als Familienkoch mittlerweile vegetarische Küche angewöhnt.
    Übers Kochen hab ich eigentlich gelernt, ökonomisch zu kochen und zu essen.
    In der Kochplanung reicht zB. eine mittelgroße Kartoffel pro Person, eine Handvoll Gemüse, wers mag ca 150 g Fleisch, Fisch, Ei dazu.
    Das wichtigste ist der Geschmack und der hängt von den Gewürzen ab!
    Als bequemer FastFood-Koch hab ich mir angewöhnt, entsprechende Grundsoßen -pasten vorzubereiten.
    Das gute daran ist, ich weiß was drin ist und ich weiß wie ich das ganze benutzen kann!
    Ich hab eine Grundsoße Tomate, Thunfisch, Käse-Knoblauch, Türkisch, Indisch, Asiatisch, jederzeit zur Verfügung. Dazu kommt einfach eine Auswahl an Gewürzmischungen für den Alltag, selbstzusammengestellt wenn kein Vorbild existierte.
    Die Sößchen lassen sich alle sehr gut literweise vorbereiten und in 0,2 Gläsern abfüllen und einlagern, 0,1 liter als menge pro Person berechnen, 0,2 liter als Lagermenge, das ist ein guter Maßstab.
    Reis, Nudeln, Kartoffeln lassen sich gut besorgen, erstere auch lagern, schmecken aber nach nix, ebenso diverse Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Aubergine, etc.
    Meine Erfahrung aus diversen Zeltlagern und Campingaktionen hat gezeigt, daß der Anspruch an den Geschmack in der selbstorganisierten Küche gerne sinkt und angenehm überrascht wird, wenns trotzdem schmeckt!
    Aktuell bereite ich mich vegetarisch vor, ist einfacher.
    Aber trotzdem und vielleicht gerade deswegen freue ich mich immer über so leckere Kleinigkeiten wie echte Landjäger, eine gute Krakauer, Debrecziner.
    Aber die sind anders gehändelt als das Vorratsessen!
    Die Pasten und Grundsoßen halten übrigens ca 1 Jahr im Kühlschrank ohne Geschmacksverlust, die eingemachten Soßen haben nie länger als 1 Jahr überlebt, einfach weils auch bequem war, würden aber wahrscheinlich wesentlich länger halten.
    Bb