Bluesbeobachter
Ich denke, das ist ein Zirkelschluss. Die von Dir beschriebenen Zustände MUSS man als Wähler erkennen und spätestens bei der nächsten Wahl entsprechend handeln. Wenn man das nicht tut, landen wir wieder bei "träge & fett".
Der Vergleich mit einem Zirkelschluss ( aussage a ist wahr weil aussage a wahr ist ) ist gar nicht mal so weit weg von der Realität, bestätigt aber eigentlich die von mir prognostizierten Ergebnisse.
Durch die mittlerweile immer weiter weltweit auftretenden Wahlmanipulationen erkenne ich, daß die Wahl an sich lediglich ein Mittel zum Zweck ist, den Wähler zu entmündigen und ein vielleicht vorgegebenes Wahlergebnis zu legitimieren.
Den Begriff " Stimmabgabe " darf man in diesem Zusammenhang ruhig wörtlich nehmen.
Der Bürger gibt seine Stimme ab und hat nach der Wahl gefälligst die Klappe zu halten.
Was viele nicht verstehen ist die juristische, gesellschaftliche Konstruktion hinter diesem Vorgang und was das für Konsequenzen hat.
Geht man einen Schritt weiter und prüft den prinzipiellen Wert solchen Tuns, kommt man irgendwann auf den Trichter, es geht um Macht und deren Legitimation. Der Bürger/Wähler wird durch die Konstruktion eines Wahlvorgangs in den Zustand versetzt, zu glauben, er sei am Ergebnis der Wahl irgendwie beteiligt mit der Schlussfolgerung, für die Konsequenzen auch verantwortlich zu sein.
Und da wirds spannend.
Der Bürger wird also in eine Haftung für etwas gezwungen, deren Ursache er generell und persönlich nicht zu verantworten hat, während die Entscheider sich auf ein merkwürdiges Privileg (lex privatis) berufen, nämlich daß die von ihnen tatsächlich getroffenen Entscheidungen nicht von ihnen zu verantworten sind, weil sie ja den " Willen der Wähler, Volkswillen " vertreten, der ja durch Stimmabgabe sich in den Entscheidern kulminiert und manifestiert.
Aus dem monarchischen " von Gottes Gnaden " wird ein " im Namen des Volkes, Gesetzes, der Revolution " was auch immer.
Deus lo vult wird zu Vox Populi umstilisiert.
Eine wie auch immer geartete höhere Instanz übernimmt die absolute Führung und unterwirft die sich freiwillig Fügenden sowieso, die eher Unwilligen mit Drohungen und Strafen.
Das ist im Groben der Mechanismus hinter dem Wahlprinzip.
Dieser Mechanismus funktioniert auf der ganzen Welt gleich, nur immer unter anderen Vorzeichen.
Der Gag des Einzelnen besteht im Grunde genommen darin, sich selbst einordnen und bewegen zu können.
Wähle ich und gebe meine Stimme öffentlich ab oder werde ich öffentlich gewählt und sammle Stimmen.
Die Lex Privatis entsteht aus den Möglichkeiten dazwischen, aus dem nichtöffentlichen Teil, aus Spezialwissen und persönlichen Kenntnissen, die man nicht mit der Öffentlichkeit teilt.
Und jetzt übertragen wir diese Erkenntnis aufs Tagesgeschehen und schauen uns um.
Dieses System KANN NUR EXISTIEREN, wenn es Trägheit, Fett und Faulheit fördert.
Wir erleben gerade die Eskalation eines systemischen Dilemmas, das vorgibt die Individualität zu fördern und gleichzeitig alles dafür tut um jeglichen individuellen Gedanken im Keim zu ersticken.
Wir sind gefangen in einer Kretinokratie, die ihre Macht aus dem Durchschnitt erhält.
Der Leistungserbringer sorgt für den Auftrieb, der Leistungsverweigerer für den Abstieg.
Im Durchschnitt wird ein Mittelwert projiziert, der jegliche Eigeninitiative und Motivation abwürgt.
Der Leistungserbringer bringt demotiviert weniger Leistung, da sie ja nicht honoriert wird, der Leistungsverweigerer erbringt sowieso nix, wird aber trotzdem noch belohnt.
Da liegt der eigentliche Zirkelschluss.
Durch Wahlen KANN sich dieses System nicht ändern, sie sind das absolut super funktionierende Verarschungssystem.
Grüße Bb