Alles anzeigenSeit ich aufs Land gezogen bin, habe ich mir schon einen gewissen Ruf zugelegt...
- der ist aus der Stadt vor den linken Zecken abgehauen...
- der gibt sich mit irgendwelchen Junkies und armen Schweinen im Dorf ab und behandelt die auch noch wie Menschen, welche wir nicht mal mit dem Arsch anschauen würden!
- den hab ich schonmal bei der Tafel gesehen
- den hab ich schonmal Sperrmüll durchwühlen gesehen
- der fährt alle paar Jahr mit ner anderen Schrottkarre rum
- der ist immer woanders, schläft mal hier mal dort, als ob der überall zu Hause wäre
- psst... ich hab gehört der ist obdachlos.
Und ja, ich lebe auch tatsächlich so und es ist ne geniale Lebensart, sobald man die richtigen Leute zusammen hat. Helfe aus, wenn jemand meiner Leute gerade in Not ist und gebe bereitwillig Lebensmittel ab, die ich ganz "offensichtlich" nur bei der Tafel und aus der Tonne zusammengerauft haben kann oder bei meinen Streifzügen in einem verlassenen Gartenschuppen gefunden habe, sind ja schon 8 Jahre überfällig. Und alles kommt doppelt und dreifach zurück, obs nun Einladung zum Abendessen ist oder ein Platz zum übernachten, Feuerholz, irgendwelche praktischen Klamotten oder einfach nur schöne Orte, die man gezeigt bekommt. Selbst Darlehen werden beglichen, wenn man Geduld hat oder alternative Formen der Rückzahlung akzeptiert.
Ihr alle wisst, das Geld ist bald bedeutungslos und ihr werdet nicht genug Zeit und Möglichkeiten haben, es sinnvoll für euch alleine auszugeben. Kauft euch teure Geräte, mehr EM als ihr wirklich braucht, Vorräte nur für euch selbst und wundert euch dann, wenn ihr es mit der Angst zu tun bekommt.
Hört sich zumindest spannend an. Als Konzept für einen allein könnte ich mir sowas bedingt vorstellen, aber mit Frau und Kind hätte ich glaub ich Schwierigkeiten.
Oder versteh ich das jetzt miß?
Grüße Bb