Irgendein Kahn von Hapag Lloyd auf jeden Fall. Der hat auch bei den Kampfhandlungen etwas abbekommen.
Das mag sein, interessant an dem Artikel der Nachdenkseiten fand ich halt die ganzen verschachtelten Zuordnungen aus steuerlicher, seefahrtsrechtlicher, staatenrechtlicher und vertragsrechtlicher Sicht. Nur weil da irgendwo in diesem Konvolut mal der Begriff "deutsch" auftaucht, heißt das ja noch lange nicht, daß die BRD die Gorch Fock dahin entsenden muss zur heiligen Rettungsmission.
Für mich sieht das ganze so aus, daß die ganzen Kähne da alle liegenbleiben weil das Risiko nicht mehr versicherbar ist.
Rechtlich gesehen ist die Straße von Hormus offen, wird aber behandelt wie blockiert, da die iranischen Revolutionsgarden da ein Auge drauf haben.
Es scheint, daß die Passagen für bestimmte Länder wie zB. China, Indien, Türkei unter Zuhilfenahme diplomatischer Kontakte möglich ist, was auch immer das heißt ( kleiner Obolus an irgendwen?).
Die großen Reedereien wie Hapag Lloyd, Maersk etc. liegen vor Ort, unter anderem wohl auch deswegen, weil die Kriegsrisikoprämie von 0,2% ( bezogen auf den Ladungswert ) sich spontan auf irgendwo zwischen 1%-5% erhöht hat, teilweise müssen die Prämien auch alle 7 Tage verhandelt werden.
Im Artikel der NachDenkSeiten ist die Zuständigkeit bzw. die Zuordnung eines Frachters beispielhaft dargestellt.
Heißt im Klartext, ein Frachter der Reederei Hapag Lloyd ( Besitzer unter anderem Chinesische Reeder, Kühne und Nagel mit Hauptsitz in der Schweiz (steuerrechtlich wichtig) ), tuckert mit größtenteils philippinischer Besatzung unter der Flagge Liberias oder Antiguas o.ä. ( vertrags- und arbeitsrechtlich wichtig, steuerrechtlich für die Besatzung) durch den Kanal, und weil der Besitzer von Kühne und Nagel nun mal eine deutsche Abstammung hat ( Hamburg, übrigens zweitvermögendster Bürger der BRD mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden € ), soll eine wie auch immer geartete Zuständigkeit Deutschlands gegeben sein…
Find ich nicht.
Da dieser Frachter seine Gewinne auf die Reeder verteilt, denke ich, dürfen die Länder die deren Steuern erheben auch das finanzielle Risiko übernehmen, wenn sie meinen auch unter diplomatischer und/oder militärischer Begleitung.
China traue ich diesbezüglich einiges zu, ob die Schweiz ihre diplomatischen Kontakte, unter Androhung ihrer berittenen Gebirgsmarine, spielen läßt, weiß ich nicht.
Aber für mich ist Deutschand da raus aus der Nummer.
Wer es versteht seine finanziellen Ströme unter Umgehung des deutschen Fiskus durch derartige Verschachtelungen zu maximieren, darf von dieser Seite keine Hilfe erhoffen.
Leid tuts mir vor allem wegen der Besatzungen, die da an Bord festsitzen.
Während deutsche Touristen aus diesem Gebiet evakuiert wurden, interessiert das Schicksal dieser Menschen keine Sau, am allerwenigsten irgendwelche Politiker oder Finanziers.
Grüße Bb