Beiträge von DarkMatter

    7 x 400 W - Module sind bereits installiert

    Bist momentan nicht der Einzige, der eine solche Anlage plant oder im Bau hat...


    Bei dieser Anlage kannst du im Betrieb einen Ladestrom (24V PB-Block) von über 200A rechnen. Hört sich erstmal gut an, wird aber zum Problem, wenn du einen geeigneten Laderegler oder eine Batterie suchst.
    Denn bei 50A ist da Schicht im Schacht, zumindest wenn du nicht auf eine kommerzielle, komplizierte und teure Technik zurückgreifen willst. Einzige Chance ist eine Gebäude-Pufferbatterie auf Lithium-Basis, mit all den Nachteilen, die du dann für teures Geld mit kaufst.
    Bleisäure-Batterien könntest du zwar auch nehmen, aber dann bekommst du Schwierigkeiten mit den Solarpanelen. Denn wenn die Batterien voll sind, muss die von ihnen produzierte Leistung - Leerlauf mögen diese nicht so sehr.
    Die in der Praxis am Einfachsten zu handelnden Inselanlagen liegen um die 800W Panelleistung und reichen für die meisten im Fall der Fälle benötigten Verbraucher aus. Notfalls kann man auch 2 getrennte Anlagen mit 800W aufbauen, aber darüber wird es dann schnell kontraproduktiv.


    Soweit nur zur technischen Seite, deine konzeptionelle Seite lass ich am außen vor - Krise ist kein Abenteuer mit aufrechterhaltbarer Komfortzone [smilie_blume]

    Welche Typen ist gar nicht so einfach zu beantworten, da wir dann von Handelsmarken und eben nicht Herstellern spreche. Eine gute Adresse waren früher die hochwertigen PB-Linien von Panasonic, die heute vom früher eher durchschnittlichen Hersteller Yuasa weitergeführt werden. Mittlerweile wurden auch die Gehäusefarben angepasst was für die Praxis heute noch mehr Probleme bedeutet wenn man wissen will welcher Akku aus welchem Werk kommt. Bei anderen Herstellern verhält es sich ähnlich.


    Aber zur Frage von @txlfan: Welche Typen verwenden wir heute?
    Wir fahren heute zweigleisig, mit LiFePO4 eines kleinen deutschen Konfektionärs (Jubatec LFP12-20CC) und mechanisch baugleichen und direkt austauschbaren Bleiakkus von Yuasa (REC22-12 (VRLA), YTX20H-BS (Wartungsfrei), Y50-N18L-A-CX(klassische offene Säure)) Die 12V Akkus haben eine Kapazität vom 20Ah können in den Anwendung 1:1 getauscht werden.
    Für Solarinseln sind noch die alten Panasonic 12V/100Ah in Blöcken zu 24V/200Ah (4800Wh) im Einsatz. Diese werden heute ebenfalls baugleich von Yuasa weiterproduziert.


    Die 12V/20Ah haben wir auf verschiedenen Gründen als Kompromiss zwischen Leistung,, Gewicht und mechanischen Abmessungen gewählt. Wobei die LiFePO4 zwei Vorteile bieten: Leicht, haben nahezu keine Selbstentladung und sind mechanisch sehr robust - Also für sehr portable, raue und/oder seltener genutzte Anwendungen, zumindest so lange die aufwendige Ladetechnik verwendbar ist. Ist eine reine Komfortlösung.
    Die Bleitypen sind sind dafür robuster und benötigen als wartungsfreie und offene Bleiakkus keine spezielle Ladetechnik. Hier reicht im Notfall auch eine einfach Messung der Klemmenspannung und auch eine Ladung an einem Solarmodul ohne Regler ist möglich. Damit sind diese nahezu sehr flexibel und unverwüstlich. Der große Nachteil ist dass diese nur schwierig portabel einsetzbar sind und auch der Transport etwas schwieriger ist.


    Meine Empfehlung ist immer ein Satz aus je 2 Batterien LiFePO4, VLR und Y50, dazu ein Ladegerät von Hirsch (SH3-160) und elektromechanisches Messgerät (analoges Zeiger-Multimeter Metrahit 2A, oder etwas vergleichbares).
    Damit hat man eine solide, sichere und flexible Basis, die eigentlich alle Bereiche Abdeckt und auf der man je nach persönlichem Bedarf aufbauen kann. Zusätzliche Schaltregler für 1-30V, USB-Lader bekommt man in der Bucht oder beim Ali für 10-20€. Es ist jedoch besser für Neuanschaffungen gleich auf Geräte mit externer Kleinspannungs-Stromversorgung zu setzen, aber so lange man andere Geräte hat sollte man diese weiternutzen. Notfalls mittels Wechselrichter an zwei Akkus in Reihe oder Parallel.

    Es gibt einfach seriöse angaben und die Marketing-Traumwelt.


    Während zu Bleibatterien sehr viele Daten aus der Praxis vorliegen, sind die Angaben zur Lithiumtechnologie nur geschätzte Werte. Wenn ich unsere Bleiakkus betrachte, dann haben diese laut Datenblatt eine Lebensdauer von 2000 Zyklen bei Entladungen um die 20% (1500 bei 25%, dann stärker fallen auf 300 bei 80%) und eine generelle Lebensdauer von 10-12 Jahren. Diese Werte kann ich heute ziemlich bestätigen.
    Der Hersteller existiert heute nicht mehr, aber das Unternehmen welches die Produktion übernommen hat, gibt heute bei 1200 Zyklen bei 30% an, was recht nahe an den ehemaligen Angaben liegt.


    Die Angaben von Lithiumakkus reichen von 4000 - 10000 Zyklen und irrwitzigen Angaben, aber dabei ist die Lithiumtechnologie aber selbst Datenblatt sehr sensible was Umgebungstemperatur und Lade-/Endladeströme betrifft.
    Aber mal im Ernst, bei täglichem Zyklus sind das 11-27 Jahre und wie lange ist die Technologie auf dem Markt? die ersten Handys mit Lithiumakku kamen um erst 1997 auf den Markt (Siemens S4, etc.).
    Und wie lange war damals die Lebensdauer? Häufig nur 1-2 Jahre, hab die Akkus damals ja oft als Ersatzteil verkauft.


    @txlfan "Soweit die Theorie. Ganz traue ich dem Braten noch nicht. Wie es in der Praxis aussieht muß sich dann ohnehin zeigen."


    Nur die Zeit dafür haben wir heute nicht, denn die Technik in die wir investieren muss für die Zukunft tauglich sein. Also können wir auf eine alte beherrschte Technik setzen oder ein Risiko eingehen...
    Auch dies ist aber in der Praxis eher Theorie, denn wir werden sogar beider Technologien im Vergleich haben, wenn mir den Lithium-Systemakku vom Akkuschrauber, etc, an der Bleibatterie der Solarinsel laden.



    Aus der Praxis (2018-2021):
    Wir haben über 4 Jahre in unserer Funkrunde einen Vergleich zwischen LiFePO4 und Bleiakku für die Funkanwendung gemacht. Der Standardakku hierfür war über Jahrzehnte ein 12V/17-22Ah Bleiakku für den es auch eine vergleichbare LiFePO4-Version mit 12,8V/20Ah gibt.
    Abmessungen sind identisch, Kosten und Gewicht jedoch nicht:
    LiFePO4: 250€, 3,3kg
    Bleiakku: 100€, 6,7kg


    Grund der Tests war die immer wieder geäußerte lhöhere real nutzbarer Leistung der LiFePO4s Dabei zeigte sich, dass mit dem LiFePO4 bei geringer Sendeleistung rund 30% länger Betrieb ermöglichte, mit steigender Leistung fiel er dann aber zunehmend zurück und wurde ab etwa 50W sogar schlechter wie der Bleiakku.
    Nachdem nur 6 der über 40 LiFePO4 länger als 3 Jahre in der Anwendung überlebten, ist die Lebensdauer vor allem hinsichtlich des 2,5fachen Preises indiskutabel. 4000+ Ladezyklen [smilie_happy]
    Was am Ende blieb, war der Vorteil des geringeren Gewichts, was bei Rucksacktransport sicherlich nicht unerheblich ist und ich werde LiFePO4's auch weiterhin hierfür nutzen.
    So viel zur Realitätstreue von theoretischen Datenblattangaben...



    Der Hype um die Lithiumakkus hat sich in diesem Jahr in der Funkszene jedoch ziemlich gelegt, was sicher nicht nur an den hohen Akkukosten lag. Wenn man bisschen über andere Anwendungsbereiche in die Foren schaut ist das Bild recht ähnlich. Der Wunderakku wird überall langsam von der Realität eingeholt, aber für einige Bereiche ist er mMn dennoch ein gute Wahl.
    Im Fall des Standardakkus ist es auch kein Problem, da ich problemlos zwischen den beiden Technologien wechseln kann. Aber auch wenn ich die Lithiumtechnologie nicht als krisensicher betrachte, werde ich mich dieser nie ganz verschleißen können. Denn Systemakkus kann man nur schwer ersetzen und wenn dann mit größeren Nachteilen..

    Ich denke man muss einfach nach den Anforderungen der Zeit und vorgesehenen Nutzung unterscheiden.


    In normalen Zeiten spricht nichts gegen die Nutzung von HighTech und Gimmicks, Männer sind halt oft auch Technikbegeistert (ich ja auch ^^ ).


    Aber heute sind leider keine normalen Zeiten.
    Heute zählen einfache und beherrschbare Technik, Zuverlässigkeit und Flexibilität in der Anwendung, auch wenn das Einschränkungen an anderen Stellen und weniger Comfort bedeutet.
    Ein Bleiakku benötigt nunmal keine große Ladetechnik und kann auch mit einem "menschlichen Regler" problemlos geladen werden. Die Puls- und Hochstromfähigkeit macht diese Ideal für die heute benötigten Anwendung und kann sogar deren Lebensdauer verlängern.


    @Cheep
    Die 18650 sind LiIonen Akkus, keine LiPo's! - Diese haben idR. eine Management-Elektronik im Kopf der Zelle, ist zumindest in der EU. vorgeschrieben. Solange diese noch eine Restladung haben besteht wenig Gefahr, aber bei vollständiger Entladung (Selbstentladung beachten!) können die Dinger schnell zum Brandstifter werden.

    @txlfan bei Lithium-Akkus muss du zwei Ausführungen unterscheiden:
    Die LiIon, die auf Grund ihrer Brennbarkeit, bzw. dass man diese nur schwer löschen kann, nicht ungefährlich sind und die LIFePO4 die nicht so brennbar sind. LiPo-Akkus lass ich mal außen vor, da diese für die Anwendung weniger geeignet sind.
    Von der Technik sind beides Lithium-Akkus mit ähnlichen Schwachstellen, denn ohne Einzelzellen Management geht da nichts!


    Wie alle Akkus sind diese wenn sie aus der Produktion kommen nicht vollkommen gleich und die unterschiede muss die Differenzen eben eine Elektronik ausgleichen. Damit beginnt auch das große Problem, denn die Zellen haben eine Nennspannung von etwa 3,6V und Kapazitäten zwischen 3 und 20Ah. Um daraus einen 12 oder 24 Volt Akku zu machen braucht du 4 bzw. 8 Zellen in Reihe und die Kapazität erreichst du durch Parallelschaltung von diene Zellenkolonnen..
    Je nach Zellentyp kommst du dann schnell auf weit über 1000 Zellen!
    Wenn sich die Betriebsdaten durch Gebrauch/Alter zu weit voneinander entfernen kommt die Elektronik der Zellen immer mehr an seine Grenzen und plötzlich fällt der Akku komplett aus. Hierzu bekommst du idR keine Vorwarnung, da sich eine Welle innerhalb des Zellenverbandes bildet, wodurch die Elektronik die Zellen nahezu gleichzeitig abschalten. In jedem Fall irreparabler Totalschaden, da durch den Vorgang häufig auch noch brauchbare Zellen geschädigt werden.


    Bleiakkus sind sicher etwa 2-3mal so schwer und 50% größer, aber dies ist eine solide, robuste und beherrschte Technik, die ohne Elektronik und umfangreiche Schutzmaßnahmen auskommt. Bei einer stationären Lösung, z.B. im Keller ist das auch keine große Sache und 10kWh wären nur ein etwa raumhohes, 1m breites Schwerlastregal.
    Was du auch nicht vergessen darfst, ist der Umstand dass Bleiakkus 10 Jahre und länger nutzbar sind, während Lithium-Akkus eben nur rund 4 Jahre halten. Ist natürlich alles Nutzungsabhängig, aber die Bleiakkus meiner Solarinsel sind nun schon im 12 Jahr am Laufen und haben hinsichtlich der Kapazität rund 20% verloren.


    Ob man die 10kWh wirklich braucht, oder ob dies vollkommen überzogen ist, muss jeder für sich beurteilen. Hierbei gibt es viele Dinge zu beachten, um dem Akku ein gefälliges Lade-/Entlade-Szenario zu bieten, was wiederum zu einer langen Lebensdauer führt. Vielleicht sind dann auch zwei Teilanlagen die besser Wahl?
    Solarladung macht keinen Krach und ist zumindest im Sommer interessant und im WInter kannst du eine Teilanlage auch recht schnell laden. MIt einem Ladegerät etwa 200-400 Wh/h mit einem Ladeaggregat etwa das 800-1600 Wh/h, je nach Akkublock

    Weil gerade die Rede davon ist: Lithium-Akkus leiden, wenn sie vollgeladen über lange Zeit herumliegen.
    Es empfiehlt sich hier einen Kompromiß zu suchen, z.B. 3/4 voll laden.

    Lithiumakkus haben lediglich den Vorteil eines guten Kapazität/Gewicht-Verhältnisses, ansonsten aber nur Nachteile.
    Wenn es um Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit geht, sollte ein Akku immer möglichst einfach aufgebaut sein. Akkus die Elektronik zum Betrieb benötigen, beinhalten immer auch eine Schwachstelle.
    Wenn ich sehe, wie lange die LiFePO4-Akkus in der Praxis halten ist das lächerlich - oder schlicht Schrott.
    Nutze selbst einige LiFePO4 12V/6Ah für die Funktechnik und bin schon froh, wenn mal einer mehr wie 2 Jahre durchhält. Aber hierfür ist das geringe Gewicht praktisch, wenn auch nicht zwingend nötig.- Wenn ich mich auf einen Akku verlassen muss, werde ich immer auf Blei setzen.


    Lagerung bei Teilladung ist eine Möglichkeit die Lebensdauer etwas zu verlängern, aber bewirkt auch keine Wunder. Im praktischen gebrauch bleibt ohnehin nur 20-100%

    Lohnt es sich, ein Kombigerät (Gas und Benzin) zuzulegen?

    Aus meiner Sicht nicht... aber das muss jeder für sich entscheiden.


    Ich sehe primär zwei Gründe die aus meiner Sicht dagegen sprechen:
    - Die Kosten für ein Kombigerät liegen etwa 30-50% über einem Monofuel-Aggregat
    - Der Verbrauch ist bei Kombigeräten nicht unwesentlich höher, da man konstruktiv immer Kompromisse eingehen muss.


    Wenn man auf ein größeres Aggregat setzt ist eine Kombilösung u.U. vielleicht zweckmäßig - Nur bereits an dieser Stelle scheiden sich die Geister/Konzepte..


    Ich setze auf kleine unabhängige Stromquellen um ein Maximum an Flexibilität und Ausfallsicherheit zu erreichen. Mehrere kleine Geräte bieten eine hohe Flexibilität im Treibstoff, als auch hinsichtlich der Portabilität.
    Im Bereich von 1-2kW bekommt man Geräte die sehr kompakt, leise und leicht genug sind, um auch mühelos transportiert werden zu können. Andererseits sind diese auch nicht so teuer, dass man sich nicht für jeden beabsichtigten Treibstoff etwas anschaffen könnte...Und wer hat schon existenzielle EInzelverbraucher mit über 2kW ?


    Wie weit man überhaupt auf elektrischen Strom setzt ist ein andere wichtige Frage. Wichtig ist bei mir der Weiterbetrieb der Kühl-/Gefriertechnik benötigt, also für etwa 6 Wochen oder rund 100 Betriebsstunden. Danach nur noch für die Kommunikation/Funk und paar Taschenlampen, etc. Dafür benötige ich nicht zwingend ein Aggregat, ein solar-/wind-/Wassergeladener Akkulader reicht völlig aus. Mit 12V/20Ah komme ich etwa 1 Woche aus - Mit 4 Batterien ein Monat.. Für die Notlampen setze ich auf Lithium-Batterien CR123, die sehr lange halten und ausreichend lagerfähig sind.
    Weitere elektrische Verbraucher, die im Notfall unbedingt gebraucht würden, haben wir nicht.


    Was das Thema elektrische Jalousien angeht, würde ich diese in den genutzten Räumen immer geschlossen halten und den Rest zwischen offen und halb geschlossen stehen lassen. Eben so, dass in die Nutzräume noch etwas Licht kommt...

    Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, daß wir in den nächsten Jahren Verhältnisse bekommen, wo man gezwungen wird, über seine Grenzen hinauszuwachsen.

    Davon rede ich schon recht lange, also seit die Entwicklung vor gut 10 Jahren ihren unausweichlichen Verlauf annahm... und uns muss klar sein, dass auch das Forum hier schnell obsolet werden kann.
    Entweder wir finden schon heute Möglichkeiten gewisse Grenzen für jeden Beteiligten sicher auszudehnen oder manch einer wird eher früher wie später sehr alleine da stehen... aber sorry, dann ist das halt so..


    Hätte dir gerne PN geschrieben, geht aber leider nicht :evil:

    Nicht nur das, man sollte sich auch bewusst sein, dass all die schönen HighTech-Geräte dann große Probleme machen können - Glühbirne statt LED-Leuchte/Leuchtstoffröhre!


    Heute hat fast jedes Gerät ein internes Schaltnetzteil, das an einem Aggregat große Probleme machen kann. Mit einem Inverter hat man vergleichsweise wenig Schwierigkeiten, muss dann aber in der Leistung einschränken.
    Mit einem Konventionellen Aggregat muss man eben wissen was man tut und Aufmerksam sein.


    Ohne Kenntnisse in der Technik der Verbrennermotoren sowie ein gut gefülltes Betriebsmittel- und Ersatzteilelager wird man auch keine lange Freude am Aggregat haben. Ölwechsel interfalle im Auge behalten und idese sind weitaus kürzer wie beim PKW!

    Moin,..
    ich glaube, wir kommen gerade zu tief in die Elektrotechnik und nur noch wenige können hier fachlich korrekt mitgehen. Andererseits muss man auch sehen, dass vieles was jetzt auffällt schon seit langem so ist und bisher auch kein Problem war.


    @txlfan deine neuentdeckte Messleidenschaft in Ehren, aber nur mit dem Messen ist es halt nicht getan und alleine die Erklärung deiner Messergebnisse würde wahrscheinlich das Forum hier sprengen. Nachdem dir bisher nichts passiert ist und dich deine Bohrmaschine nicht getötet hat, nimm es einfach als gegeben, denn sie wird dich sicherlich auch in Zukunft leben lassen.


    Die Sache mit der 16A Sicherung hat etwas einfacher zu erklären:
    Dazu musst du dein Aggregat mal von der anderen Seite betrachtest. - Denn was solle denn machen? - Es soll elektrische Energie liefern und zwar für Geräte bis etwa zur Nennleistung des Aggregats. Nun ist es aber so, dass deine Geräte im Einschaltmoment, ähnlich wie ein Motor im Anlauf wesentlich mehr Leistung benötigt, als wenn er auf seiner Nenndrehzahl läuft. Entsprechend nimmt er in der Hochlaufzeit auch wesentlich mehr Strom auf, ohne davon Schaden zu nehmen.
    Der Generator in deinem Aggregat ist im Prinzip nichts anderes als ein umgedrehter Motor und die Nennleistung des Aggregats ist die Dauerleistung dieses Generators. Eine kurzzeitige Überlastung schadet ihn auch nicht. Was aber geschieht ist, dass die Spannung an der Steckdose dabei sinkt.
    Der 16A Automat löst bei einem Kurzschluss bei etwa 125A aus und schützt so den Generator vor Beschädigung, lässt aber andererseits zu, dass du den Generator moderat überlasten kannst.


    Das Problem auch hier im Forum ist, dass viele glauben ein Aggregat ist nichts anderes wie eine alternative Stromversorgung fürs Eigenheim. Doch bei vielen erdachten Szenarien ergeben sich völlig andere Einflussgrößen und lediglich ein normaler Stromausfall entspricht einigermaßen der Vorstellung die sich aus dem Begriff AEV - Alternative Energieversorgung ableitet..
    Ich möchte jetzt nicht zu tief ins Detail gehen, aber für Szenarien, die über den einfach Stromausfall hinaus gehen, sind vollkommen andere Betrachtungen angebracht und nötig, denn dann versorgt das Aggregat nicht mehr die gewöhnliche Hausinstallation sondern ein separates häuslichen Stromnetz.

    Eine wichtige Sache zum Einsatz von Inverter-Aggregaten: Honda EU10, EU22 und ähnliche.


    Einige werden sich einen Abgasanschluss wünschen und sind über den Mondpreis des Originalteils verärgert.


    Die heutige Diskussion um die Problematik der Restspannung vom Ausgangsfilter gegen Erde führt dazu, dass diese auch der Motor und Auspuff anliegt. Normalerweise ist das Auspuffrohr im Gehäuse versenkt und nicht so leicht zu berühren, wenn aber ein selbstgebastelter leitfähiger Abgasschlauch dort anliegt, liegt die Spannung auch am Abgasschlauch und der ist idR. frei berührbar!
    Es ist keine elektrisch gefährliche Spannung, aber Sekundärunfälle durch den Schreck sind dennoch möglich.
    Der Original-Abgasschlauch ist konstruktiv so gelöst, dass hier keine Verbindung entstehen kann.


    Bitte einfach beachten oder konstruktiv entsprechend lösen :thumbup:

    wie erkennt denn dann ein Aggregat einen Erschluss, wenn es eine "Floating Null" hat ??

    Erstmal danke für die Blumen.. :thumbup:


    Unsere Diskussion gründet sich auf die Tatsache, dass so ein Inverter-Aggregat eigentlich ein klassischer Stromerzeuger mit nachgeschaltetem Schaltnetzteil ist. Am Ausgang wird die vom Schaltregler auf der Ausgangsspannung verbleibende Hochfrequenz gefiltert. Einen kleinen Teil lässt man jedoch durch und der wird zur Erkennung eines Erdschlusses verwendet.
    Der Hintergrund für diese Lösung sind die im Vergleich zu einem Isolationswächter geringeren Kosten.


    Bei klassischen Aggregaten kommt dagegen ein normaler Isolationswächter zum Einsatz. Bitte nicht über den Begriff stolpern: Ein Isolationswächter überwacht die Isolation eines Stromnetzes gegen Erde, was nur die entgegengesetzte Betrachtung eines Erdschlusswächters ist. Die Überwachungsfunktion ist prinzipiell die Selbe, nur die Kontaktgabe ist unterschiedlich.


    Mal schön eine fachlich Diskussion hier zu führen und keine Schande @A190 ich weis auch nicht alles :saint:

    @txlfan doch, diese Geräte gibt es, nur diese haben keine Schukosteckdosen, sondern verpolungssichere Steckvorrichtungen beispielswese nach CEE-Norm. Also die Blauen aus dem Campingbereich, bzw. die Roten für 400V-Drehstrom. Oder werden eben als ortsfeste Geräte gleich fest verdrahtet, wie @Salorius II Aggregat.


    Dies sind dann keine tragbaren keinen Inverter-Aggregate mehr, sondern spielen in ganz anderen Leistungsklassen.


    Eine Aufnahme bilden Aggregate für den militärischen Bereich, die teilweise trotz potentialgebundenem Netz mit Schukosteckdosen ausgestattet sind. Dann ist jedoch der N-Leiter markiert oder ein entsprechendes Bezeichnungsschild angebracht. Die Schhukosteckdosen haben dabei teilweise einen Schutzlieterstift anstatt der gebräuchlichen Feder, der eine Polung erreicht
    Diese Aggregate sind jedoch recht selten in Privathand zu finden..

    @A190 und @txlfan ihr habt beide Recht..
    Wenn man an einem Inverter-Aggregat oder auch einer Powerstation die Anschlüsse L und N gegen den Schutzleiterkontakt misst, so liegt dieser messtechnisch potentialseitig immer dazwischen. Ist das gleiche wie bei einen Schaltnetzteil/Steckernetzteil der Schutzklasse 1 (Schutzerdung).


    Wer misst, misst Mist !


    Die Ursache liegt einfach im Ausgangsfilter des Inverter-Aggregats oder Netzteils. Misst man im laufenden Betrieb ist der Effekt verschwunden. Der Ausgang des Geräte ist potentialfrei und hat keine direkte Verbindung zu einer Erde. Im Fall eines Inverter-Aggregats oder einer Powerstation ist dies auch logisch, denn wo sollte ein Kunststoffgehäuse geerdet sein?
    Diese Geräte können nur ein potentialfreies IT-Netz am Ausgang bilden.


    Diese Ausgangsfilter werden benötigt um die EMV-Richtlinien zu erfüllen und stellen eine kapazitive Verbindung zum Erdpotential her. Wird dann im Betrieb einer der beiden Leiter geerdet. wird der eine Kondensator überbrückt und die Erdung über den Verbrauchers genutzt.


    Die Thematik geht denke ich zu tief in die Elektrotechnik, als dass diese ohne ausreichende Grundkenntnisse hier für jeden verständlich zu erklären wäre.


    Ein Inverter-Aggregat oder eine Powerstation kennt weder Erdung noch Phase und Neutralleiter. Es sind einfach zwei Drähte zwischen denen die 230V anliegen und abhängig vom geerdeten Verbraucher ist mal der eine mal der andere der Neutralleiter (IT-Netz).


    Der Schukostecker hat ja auch kleine Polung und kann in beiden Richtungen eingesteckt werden damit wird mal der eine, mal der andere Kontaktstift zum Neutralleiter bzw. zur Phase.

    ob die Heizung nicht in irgendeiner Pumpe oder nem Potentialausgleich doch wieder N und PE verbindet...

    Da gibt es ganz sicher eine Erdverbindung,. was aber bei einem kleinen Aggregat kein Problem ist. Diese Geräte sind ohnehin schutzisoliert und auf welchem Potential der Motor/Generator im Inneren dann läuft ist ja unerheblich.
    Eine Powerstation wir hierbei scheitern, da die Stromaufnahme einer Heizung recht beachtlich ist.


    Ernsthafte Probleme und Schäden drohen nur bei einem Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Netz, wenn andere Netzwerke (EDV, Satanlage, etc.) aus beiden Netzen gleichzeitig versorgt werden. Durch den heute standartmäßigen Einsatz von Schaltnetzteilen kommt es dann schnell zu Potentialdifferenzen - Ein Betrieb aus zwei Ersatzstromversorgungen wäre natürlich auch sehr gefährlich.


    Wie gesagt handelt es sich nur um eine Notlösung für einzelne Strompfade während eines Stromausfalls.

    Kleinere Stromaggregate, Powerstations, etc. haben immer ein IT-Netz, zumindest solange man es nicht erdet (die Regel). Ab mittleren Leistungen sind die Aggregate immer geerdet, weil häufig ohnehin stationär.
    Soweit sind wir sicher einer Meinung.


    Aber was hat der LS-Schalter in der Verteilung denn mit dem Aggregat zu tun, welches an einer Trennstelle nach dem LS-Schalter einspeist?


    Nochmal zur Erklärung, wie die Lösung in vielen Installationen realisiert ist:


    Der Abgang vom LS-Schalter wird aufgetrennt und auf eine Steckdose neben der Verteilung gelegt. Die vorher vom LS-Schalter abgehende Leitung wird inkl. N und PE auf einen Schukostecker geführt, der im Normalfall in die Steckdose gesteckt ist.
    Bei einem Stromausfall wird der Schukostecker dann von der Steckdose auf das Aggregat o.ä. umgesteckt.


    Nachdem die Lösung idR. mit kleinen Aggregaten oder einer Powerstation genutzt wird, ergibt sich dann ein von der Hausinstallation unabhängiges IT-Netz im Haus. Wie bereits geschrieben geht es dabei um eine Notlösung für festinstallierte Geräte wie Jaölousien, etc.
    Bei einem geerdeten Aggregat oder einem Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Netz gibt es natürlich einiges mehr zu beachten, aber das geht weit über die Notlösung und auch den Horizont der meisten Elektriker hinaus.

    @A190 geh mal bitte etwas nach oben [smilie_blume]


    Das was du ansprichst ist, die Hausinstallation anstatt aus dem öffentlichen Netz durch ein Aggregat zu versorgen. in diesem Fall hast du Recht, aber darum geht es aktuell nicht!


    Es geht nur um Jalousien und einige Stromkreise, die im Notfall separat versorgt werden sollen. Dafür ist die Verteilung nicht relevant. Im Prinzip könnte man das Haus so auch gleichzeitig aus dem öffentlichen Netz und einem Aggregat, Powerstation oder Solarinsel versorgen.
    Da die Stromkreise immer nur aus einer Quelle versorgt werden können ist dies gefahrlos und eben auch von völligen Laien sicher anzuwenden. Lediglich der Einbau der Steckdosen sollte durch eine Fachkraft erfolgen.

    Ich verstehe das eh nicht.

    Hätte Russland vor den Konflikt zu gewinnen, wäre dies schon längst geschehen... und hätte der Ami mit seiner Nato vor die Ukraine zu befreien ebenso.
    Aber beides wird nicht geschehen, weil dies eben keine der beiden Parteien will!


    Über die Hintergründe spekuliert es sich gut, aber darüber zu reden ist heute ja verboten [smilie_blume]
    Ich sag nur Corinna ging und die Ukraine wurde heiß... was für ein Zufall aber auch :hae: