Wir haben schon einige Male Pilze angebaut - in Tüten/PE-Flaschen, auf Ballen und auch auf speziellen Substrat. Der Anbau ist nicht so einfach, wie dies immer dargestellt wird und innerhalb einer Wohnung auch nicht empfehlenswert. Aber wenn man einen geeigneten Raum und den Dreh raus hat, sind die Ernten erstaunlich.
Nach einigen Jahren mit unterschiedlichen Sorten und Anbauarten hatten jedoch 2 gravierende Probleme:
Die Pilze wachsen zu schnell bzw. über zu kurze Zeit. Der Verzehr würde dann täglich Pilze essen bedeuten, was keinen Sinn macht. Dies lässt sich zwar etwas entschärfen in dem man zeitversetzt und in kleinen Gebinden startet, aber dennoch ist die Ausbeute einfach zu viel und der überwiegende Teil muss getrocknet oder eingemacht werden.
Die Beschaffung des Substrats war bei den ersten Versuchen noch einfach, ist aber heute zu einem sehr großem Problem geworden. Durch die rückläufige Produktion und Gastronomie wird es immer schwieriger brauchbares Substrat, bzw. die Grundstoffe dafür zu bekommen. Ein Anbau in schwierigen Zeiten ist nahezu unmöglich, da man zu sehr von externen Quellen abhängig ist.
Letztlich haben wir den Anbau aber eingestellt, weil es hier in der Gegend jedes Jahr viele Pilze gibt, die schmackhafter und auch vielfältiger als ein Eigenanbau sind. Die keinen Anbau benötigen und quasi nebenbei eigesammelt werden können.
Der Eigenanbau war zwar praktisch, aber auch aufwendig und brachte aus meiner Sicht letztlich keine Vorteile.