Das ist wie die Legende von der sauberen Windenergie..
Klar kann man die Vertikale für die Lebensmittelproduktion nutzen, dies ändert an der Situation aber nicht viel. Vertikale Treibhäuser und Tierzucht wird seit langem in vielen Ländern betrieben. Umfassend betrachtet werden dadurch aber nur Probleme konzentriert, bzw. sogar neue geschaffen.
Die Pflanzen Aufzucht in Treibhaustürmen benötigt die selbe Menge an Luft, Sonne, Wasser, ist aber energieintensiver und hat einen weitaus höheren Düngemittelaufwand. Einfach ausgedrückt spart man an Anbaufläche, benötigt aber zusätzliche Flächen für die Schöpfung/Erzeugung der Hilfsstoffe.
Im Bereich der Tierzucht scheitern diese Konzepte bereits im Ansatz.
Im heimischen Garten erscheint sicher vieles sinnvoll, aber selbst bei deinen Erdbeerampeln wirst du einen weitaus höheren Wasserbedarf im Vergleich zu einem Beetanbau haben. Eine Ampel ist nicht das Problem, aber wenn jeder dies tun würde und es in die Hunderttausende geht, würde es zum Problem.
Alles was in Richtung Selbstversorgung geht ist erstmal sinnvoll, doch erst wenn du von deinem 2-4? Personen Haushalt auf eine 20-40 Köpfige Gruppe gehst, wirst du die auftretenden Probleme als solche erkennen.
Insbesondere bei der Versorgung mit tierischen Proteinen sind die 20 Personen die Mindestzahl.
Ich gönn dir deine Erdbeeren, doch von kleinen heimischen Hobbyanbauten auf die Versorgung einer Gruppe oder einer Bevölkerung zu schließen wird nicht funktionieren.
Du solltest aber auch sehen, was du mit den Erdbeeren erreichst und welcher Aufwand, Ernährungsnutzen für die Handvoll Beeren benötigt wird?
Der Platzbedarf für die Ernährung eines Menschen wurde vielfach ermittelt und ist interessanterweise global sehr ähnlich. Wir kommen hier auch auf ähnliche Werte, wobei eine Betrachtung von weniger als 20 Personen aus technischen Gründen scheitert.
Auf die nutzbare Fläche von DE bezogen kommt man dann auch rund 10 Mio. Menschen - ist also nicht meine Schätzung.