Danke für den Artikel, hatte ich noch nicht gesehen...
Ich finde er beschreibt ganz gut, was derzeit in den urbanen Zentren so abgeht. Eine Gymnasiallehrerin (ok, mit Erbschaft) kauft eine Wohnung für 650 000 €.... was mal 1,3 Mio DM gewesen sind.
Als es diese 1,3 Mio DM gewesen sind, hatten die meisten Leute höhere Realeinkommen als jetzt, viel niedrigere laufende Kosten (keine Handyverträge, viel niedrigere Benzinpreise, viel niedrigere Heizkosten usw usw...
und wären niemals im Traum auf die Idee gekommen soviel für eine Wohnung zu bezahlen.
Hier in Düsseldorf sieht es mit den Preisen derzeit recht ähnlich aus. Auch mit den Leuten, und den zugehörigen Einkommensklassen nebst Ersparnissen, die im Moment in solche Immobilien gehen.
Als "Besserverdiener" ins Millionenobjekt gehen ?
Wenn man bedenkt wieviel die Menschen durchschnittlich gespart haben, wieviel sie verdienen (ich meine das bürgerliche Lager: Ärzte, Rechtsanwälte usw...), und welche Objekte zu welchen Preisen derzeit
blitzschnell weg (= verkauft) sind, dann habe ich da so meine Zweifel, dass die ganze Sache am Ende gut gehen wird. Ich hoffe wirklich für die Käufer, dass sie entweder den Preis bar auf den Tisch legen können,
oder wenigstens innerhalb der Zinsbindung das ganze Ding bezahlt kriegen. Glaube fehlt mir sowohl beim Einen, als auch beim Anderen.
Wir haben künstlich niedrig gehatene Zinsen, wodurch auch eigentlich absurde Preise plötzlich (und vielleicht nur vorübergehend ? ) finanzierbar werden.
Wir haben eine schwindende Mittelschicht und generell eine schrumpfende Bevölkerung. Dazu noch einen Staat der im Große und Ganzen zielmlich pleite ist, und an einem pleite-Europa dranhängt.
Keine Ahnung, ich nehm das Gold 