Hannich bzw die Freigeldanhänger allgemein tappen leider in dieselbe Falle, in die auch schon die Anhänger der Geldmengensteuerung getappt sind .
Wie Reinhard Deutsch richtig schreibt:
Sie gehen davon aus, dass in der Gleichung Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit = Output * Preis eine Kausalität dergestalte enthalten wäre, dass man durch die Manipulation einer der Variablen genau eine andere in eine bestimmte Richtung treiben könnte.
Anders ausgedrückt: Man weiß: M*v = Y*p. Man versucht nun eine Variable rechts zu erhöhen, indem man eine links erhöht unter der Annahme, dass die anderen konstant bleiben.
Die Freigeldanhänger sind der Meinung, sie könnten Y erhöhen, wenn sie dafür v erhöhen bzw. dafür sorgen, dass v nicht fällt. Sie setzen stillschweigend voraus, dass p dabei schon konstant bleiben würde.
Die Anhänger der Geldmengensteuerunmg sind der Meinung, sie könnten Y erhöhen, indem sie M erhöhen. Sie bemerken immerhin, dass daduch auch p ansteigt. Dass p auch ansteigt ist eigentlich ein Übel. Aber sie definieren, dass es ok ist, wenn p ein bisschen ansteigt. Der Öffentlichkeit erzählen sie das Gegenteil. Sie sagen es liegt an den bösen Unternehmern, dass p ansteigt und man müsse daher eine Institution schaffen, die versucht, p künstlich niedrig zu halten. Dabei verheimlichen sie, dass diese Institution dafür verantwortlich ist, dass M ständig ansteigt und sich dies irgendwann auch auf p auswirkt.
Dass Hannich das Gold hasst, ist klar. Er möchte wie alle Freigeldanhänger das Papiergeld, das heute von den Banken geschaffen wird und für das sich der Staat und die Unternehmen aufgrund der Zinsen immer mehr verschulden, durch eins ersetzen, das sich der Staat selbst schafft und daher auch keine zinsen zahlen müsse. Diese geld bleibe nur dann im Umlauf, wenn es bestimmte Anforderungen erfüllt z.B. sich kontinuierlich abwertet.
Dieses Zwangsgeld funktioniert natürlich dann und nur dann, wenn neben der Anforderung, dass die nicht manipulierten Variablen konstant bleiben, sämtliche Konkurrenz unterdrückt wird. Die größten Konkurrenten sind zum einen der Boden (also z.B. Grundstücke) auf die jemand ausweichen könnte. Also muss man eine Bodenreform durchführen und sämtliche Landbesitzer enteignen.
Der zweite Konkurrent ist das Gold. Da man an das Gold aber nicht so leicht ran kommt wie an den Boden (der ist ja im Grundbuch und das Gold nicht), ist es unzweckmäßig alles Gold mit Gewalt einzusammeln. Statt dessen wendet man denselben Trick an wie die Vertreter des Papiers: Gold verbal zu killen.
Damit dis gelingt, muss es natürlich beim Publikum schlecht gemacht werden. Und genau dazu dient der oben verlinkte Artikel. Die Argumente sind zum Teil den Anhängern der Papiergeldsteuerung geklaut, werden dadurch aber auch nicht besser. Die Freigeldanhänger 'argumentieren' z.B. damit, dass Gold Deflation bedeuten würde und die wäre schlecht, siehe Wirtschaftskrise 1929-1932. Sie übersehen dabei, dass genau diese Krise nicht durch das Gold an sich ausgelöst wurde, sondern durch die Aufweichung des Goldstandards in den 1920ern bzw. durch die Papiergeldanhänger (die erst durch Verschuldung viel zu viel Geld erzeugt haben und dann sahen wie dieses sich wieder auflöste, was zu Preisverfall führte). Es wird klasissch Ursache und Wirkung verwechselt, hier sogar wie ich denke vorsätzlich.
Die Ursache für ein Dilemma, das man zu verantworten hat, schiebt man allzu gern dem Feind in die Schuhe.
Aber in einem gebe ich Hannich recht. Ein goldstandard ist doof. Es müsste ein Gold-Silber-Standard her 
Eine Anmerkung noch: die Goldanhänger sehen die Gleichung folgendermaßen:
Sie unterscheiden zwischen 2 Szenarien: a) M bleibt gleich, b) M steigt leicht aber nach oben begrenzt an (z.b. 1-2% p.a., weil jedes Jahr neues Gold gefördert wird).
zu a)
sie wissen: M ist konstant. Daraus folgt, dass dann wenn v steigt, Y*p im selben Maße steigt. Das selbe gilt, wenn v fällt. Sie gehen weiter davon aus: Wenn p steigt, lohnt es sich auch Y ansteigen zu lassen und umgekehrt. Steigt p eine zeitlang, führt das dazu, dass p erst mal noch weiter steigt. Im selben Maß wie Y*p steigt, steigt auch v. Aber irgendwann gibt es so viel von Y, dass p anfängt zu fallen (ergibt sich aus Angebot und Nachfrage, Überproduktion). Fällt p, lohnt es sich weniger Y zu erhöhen bzw. es lohnt sich sogar es zu senken. Dann fällt auch erst mal p weiter. v fällt im selben Maß wie Y*p fällt. Irgendwann dreht sich das wieder um und es lohnt sich wieder Y anzuheben, da p niedrig ist (viele Güter sind knapp und billig). Der prozess geht von vorn los.
Die Goldanhänger wissen nicht genau, wann p steigt und wann es fällt. Sie wissen auch nicht, wann Y steigt oder fällt. Sie maßen sich auch nicht an, p oder Y steuern zu können. Aber sie vertrauen darauf, dass Y und p immer abwechselnd ansteigen und wieder abfallen ohne dass sie etwas zutun müssten. Desweiteren wissen sie, dass Y langfristig steigt und p daher langfristig fällt. Sie sind aber der meinung dass das nicht dazu führt, dass langfrstig auch Y fällt, da der, der über die Erhöhung von Y entscheidet, in der regel nicht so langfristig denkt und es ihm auch egal ist, da sich p langfristig auf alle güter bezieht und somit neutral ist und weil es zwischdndurch ja immer wieder ansteigt.
zu b)
ist ähnlich wie a) nur dass M leicht ansteigt. In dem Maße wie M ansteigt, fällt p langfristig weniger. Was nicht negativ ist, sondern sich neutral auswirkt.