Beiträge von HIghtekki

    das problem am KGV ist, dass es auf schätzungen beruht.


    im anhang ein beispiel dafür wie sehr ein kauf basierend auf dem KGV in die hose gehen kann:


    us steel hatte in den ersten 20 jahren des 20. jh. das KGV immer weiter reduziert. zwischen 1920 und 1929 lag es immer so zwischen 20 und 25. 1929 kam dann der absturz um über 90%. das KGV lag trotzdem nicht unter 10. grund: die schätzungen waren viel zu hoch. das kann diesmal auch wieder der fall sein, wenn durch irgendein ereignis die gewinne plötzlich einbrechen nutzt ein niedriges KGV nicht wirklich viel.


    ich würde noch auf die gewinnspanne achten, das verhältnis zwischen EK und FK sowie ob das produkt auch in der krise gesucht sein würde (z.b. nahrung o.ä.). und natürlich ob das unternehmen im fall des falles in der lage ist das produkt in der billigversion herzustellen (oder ob man es sich nur leisten kann wenn man viel geld hat).


    bei hoher spanne gibts auch bei bröckelndem umsatz noch gewinn. bei hoher Ek quote ist es nicht so schlimm wenn ein paar forderungen ausfallen...bei gesuchten produkten kann der umsatz nicht komplett weg brechen.

    platin SOLLTE nicht ersetzt werden, es wurde schon ersetzt. und zwar bis 2001. daher gab es damals ja auch den starken anstieg auf über 1000 $ je unze beim palladium. ob platin oder palladium verwendet wird kommt immer auf den preis an. platin ist ca. 1,5 mal so 'ergiebig' (bei katalysatoren) d.h. man braucht 1,5 mal so viel palladium wie platin um das selbe ergebnis zu bekommen. insofern wäre es eigentlich ok wenn platin ungefähr 1,5 mal so teuer wäre wie palladium. wäre es teurer dann würde es sich lohnen auf palladium umzustellen. 2001 trat natürlich das gegenteil auf da hier sogar das palladium wesentlich teurer war als platin...die umstellung geht nur nicht so schnell und die preisveränderungen treten daher verzögert auf.


    aktuell ist platin mehr als 3 mal so teuer wie palladium bzw. palladium kostet nur 28% von dem was platin kostet. der chart im anhang zeigt, dass dieses verhältnis historisch tief ist. bis wir wieder so eine 'blase' haben wie 2001 dauert es noch ein bisschen. wenn also palladium wirklich unter 150 fallen sollte dann geht das aus dieser sicht her nur wenn auch gleichzeitig platin stark einbricht. 800$ wären da das minimum. das ist natürlich theoretisch möglich. ich finde aber der autor macht es sich zu einfach wenn er sagt die substitutionen zwischen platin und palladium würden keine rolle spielen und seine flagge wäre wichtiger. ich denke die industrie die sich entscheiden muss welche der beiden metalle sie nachfragt kümmert sich weniger um die flaggen sondern eher darum wie sie kosten sparen kann.


    übrigens ist palladium ca. 2,2 mal so häufig in der erdkruste zu finden wie platin. im durchschnitt der letzten jahrzehnte war wie die grafik zeigt platin ca. 2,2 mal so teuer wie palladium. passt doch ;)

    es hat vor einiger zeit bei den hedgefonds genauso funktioniert. ich erinnere mich noch als es hieß in steag hamatec wären hedge fonds die den kurs nach unten treiben würden. ich fragte mich wieso. es wurde dann klar wieso: mit ihre eigenen verkäufen bringen sie andere kleinanleger dazu ebenfalls zu verkaufen. das drückt den kurs weiter und sie verdienen dran. das selbe könnte bei minen sein die gold verkauft haben das sie sich bei der zentralbank geliehen haben. für die kann einzu hoher goldpreis starke verluste bedeuten. also wird regelmäßig neues gold geliehen und neu geschüttet. so lange bis die zentralbank nix mehr verleiht oder verleihen kann. dann könnte der zeitpunkt kommen zu dem die shorties gar nicht anders können als sich einzudecken um den verlusten zu entgehen. dann steigt der preis auch ohne crash.

    Zitat

    Original von GOLD_Baron
    Wo gibts eigentlich die Silberzehner?


    Wäre eine Maple Leaf Silber im Notfall wirklich soviel mehr wert, dass man damit illiquid wird, wenn man keine herben Einbußen hinnehmen will..?


    ich hole sie bei der volksbank. sie haben aber nicht immer so viele da wie man möchte.

    Goldbaron


    damit ist gemeint, dass künstlich das geld knapp gemacht wird mit dem effekt dass sehr viele von denen die schulden haben diese nicht mehr zahlen können. das führt 1. dazu, dass die banken die beliehenen sachwerte einstecken kann und 2. führt es dazu, dass sachwerte zu tiefstkursen zwangsversteigert werden. damit nimmt man den leuten ihre realgüter. wenn die preise dann am boden sind kauft man sie billig ein und inflationiert dann die schulden. so einfach ist das wenn man geld erzeugen und wieder vernichten kann.


    wenn du zur zeit noch silberzehner nimmst...was dann später?
    ich hab beides :D und das hab ich auch nicht vor zu ändern. aktien übrigens auch, gibt dividende die man wieder in EM stecken kann o.ä. falls der crash erst 2010 kommt kann man mit aktien vorher noch verdienen. muss man nicht unbedingt drauf verzichten. und wenn sie fallen ist das auch nicht so tragisch wenn man nicht nur aktien hat. die kurse werden nicht an einem tag 99% einbrechen. und falls doch steigt EM so stark dass das wieder ausgeglichen wird.

    das stimmt schon. aber für den fall dass es eine währungsreform nach dem crash gibt und die währungen wieder auf gold basieren ist die bewertung eine ganz andere. um wieder eine 100% deckung hin zu kriegen würde der preis so stark steigen dass das gold ein mehrfaches von dem 'wert' ist was es heute gerechnet in papier 'wert' ist. und hier wäre es wichtig dass es in D liegt und nicht in den USA.


    in der vergangenheit waren oftmals die währungen und länder wirtschaftlich stark die viel gold besaßen.

    das problem ist, dass in der bundesbankbilanz ein posten gold- und goldforderungen existiert, also nicht erkennbar ist wie viel wirklich physisch vorliegt. das würde manager von normalen unternehmen in den knast bringen aber die bundesbank darf das.


    beim verkauf würde der erlös vermutlich ebenso versickern wie der erlös der umts lizenzen. wo ist der eigentlich? man hat nie mehr was davon gehört...

    wenn das in der bild gestanden hätte wären die kommentare sicher anders.


    ich denke aber das denkvermögen vieler leute wird hierzulande sehr unterschätzt. vor allem von den politikern (was an deren eigenem denkvermögen liegt).


    aber: je mehr leute so denken und je mehr leuten aufgeht dass es immer mehr papier gibt und dass es eigentlich nichts wert ist solange der staat es nicht dazu zwingt, desto geringer wird das vertrauen...dann stellt sich das womit hier viele rechnen irgendwann von ganz allein ein. ohne zutun der politiker und ohne deren macht was dran zu ändern.


    irgendwie wünsch ich mir die bundesbank zurück statt der ezb. in diesem fall zeigt sich mal wieder wie wichtig es ist dass sie nicht nah der pfeife des staates tanzt.

    Zitat

    Original von Oskar
    HIghtekki


    Scheint durchaus interessant zu sein dein Beitrag.


    Ich habe aber nach dem 3. Abschnitt aufgegeben zu lesen. Vielleicht solltest du es mal mit Groß-Klein-Schreibung und mit Satzzeichen versuchen. Kürzere Sätze wären auch gut.


    jetzt besser? ;)

    Hannich bzw die Freigeldanhänger allgemein tappen leider in dieselbe Falle, in die auch schon die Anhänger der Geldmengensteuerung getappt sind .


    Wie Reinhard Deutsch richtig schreibt:
    Sie gehen davon aus, dass in der Gleichung Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit = Output * Preis eine Kausalität dergestalte enthalten wäre, dass man durch die Manipulation einer der Variablen genau eine andere in eine bestimmte Richtung treiben könnte.

    Anders ausgedrückt: Man weiß: M*v = Y*p. Man versucht nun eine Variable rechts zu erhöhen, indem man eine links erhöht unter der Annahme, dass die anderen konstant bleiben.


    Die Freigeldanhänger sind der Meinung, sie könnten Y erhöhen, wenn sie dafür v erhöhen bzw. dafür sorgen, dass v nicht fällt. Sie setzen stillschweigend voraus, dass p dabei schon konstant bleiben würde.


    Die Anhänger der Geldmengensteuerunmg sind der Meinung, sie könnten Y erhöhen, indem sie M erhöhen. Sie bemerken immerhin, dass daduch auch p ansteigt. Dass p auch ansteigt ist eigentlich ein Übel. Aber sie definieren, dass es ok ist, wenn p ein bisschen ansteigt. Der Öffentlichkeit erzählen sie das Gegenteil. Sie sagen es liegt an den bösen Unternehmern, dass p ansteigt und man müsse daher eine Institution schaffen, die versucht, p künstlich niedrig zu halten. Dabei verheimlichen sie, dass diese Institution dafür verantwortlich ist, dass M ständig ansteigt und sich dies irgendwann auch auf p auswirkt.


    Dass Hannich das Gold hasst, ist klar. Er möchte wie alle Freigeldanhänger das Papiergeld, das heute von den Banken geschaffen wird und für das sich der Staat und die Unternehmen aufgrund der Zinsen immer mehr verschulden, durch eins ersetzen, das sich der Staat selbst schafft und daher auch keine zinsen zahlen müsse. Diese geld bleibe nur dann im Umlauf, wenn es bestimmte Anforderungen erfüllt z.B. sich kontinuierlich abwertet.


    Dieses Zwangsgeld funktioniert natürlich dann und nur dann, wenn neben der Anforderung, dass die nicht manipulierten Variablen konstant bleiben, sämtliche Konkurrenz unterdrückt wird. Die größten Konkurrenten sind zum einen der Boden (also z.B. Grundstücke) auf die jemand ausweichen könnte. Also muss man eine Bodenreform durchführen und sämtliche Landbesitzer enteignen.


    Der zweite Konkurrent ist das Gold. Da man an das Gold aber nicht so leicht ran kommt wie an den Boden (der ist ja im Grundbuch und das Gold nicht), ist es unzweckmäßig alles Gold mit Gewalt einzusammeln. Statt dessen wendet man denselben Trick an wie die Vertreter des Papiers: Gold verbal zu killen.


    Damit dis gelingt, muss es natürlich beim Publikum schlecht gemacht werden. Und genau dazu dient der oben verlinkte Artikel. Die Argumente sind zum Teil den Anhängern der Papiergeldsteuerung geklaut, werden dadurch aber auch nicht besser. Die Freigeldanhänger 'argumentieren' z.B. damit, dass Gold Deflation bedeuten würde und die wäre schlecht, siehe Wirtschaftskrise 1929-1932. Sie übersehen dabei, dass genau diese Krise nicht durch das Gold an sich ausgelöst wurde, sondern durch die Aufweichung des Goldstandards in den 1920ern bzw. durch die Papiergeldanhänger (die erst durch Verschuldung viel zu viel Geld erzeugt haben und dann sahen wie dieses sich wieder auflöste, was zu Preisverfall führte). Es wird klasissch Ursache und Wirkung verwechselt, hier sogar wie ich denke vorsätzlich.


    Die Ursache für ein Dilemma, das man zu verantworten hat, schiebt man allzu gern dem Feind in die Schuhe.


    Aber in einem gebe ich Hannich recht. Ein goldstandard ist doof. Es müsste ein Gold-Silber-Standard her :D


    Eine Anmerkung noch: die Goldanhänger sehen die Gleichung folgendermaßen:


    Sie unterscheiden zwischen 2 Szenarien: a) M bleibt gleich, b) M steigt leicht aber nach oben begrenzt an (z.b. 1-2% p.a., weil jedes Jahr neues Gold gefördert wird).


    zu a)
    sie wissen: M ist konstant. Daraus folgt, dass dann wenn v steigt, Y*p im selben Maße steigt. Das selbe gilt, wenn v fällt. Sie gehen weiter davon aus: Wenn p steigt, lohnt es sich auch Y ansteigen zu lassen und umgekehrt. Steigt p eine zeitlang, führt das dazu, dass p erst mal noch weiter steigt. Im selben Maß wie Y*p steigt, steigt auch v. Aber irgendwann gibt es so viel von Y, dass p anfängt zu fallen (ergibt sich aus Angebot und Nachfrage, Überproduktion). Fällt p, lohnt es sich weniger Y zu erhöhen bzw. es lohnt sich sogar es zu senken. Dann fällt auch erst mal p weiter. v fällt im selben Maß wie Y*p fällt. Irgendwann dreht sich das wieder um und es lohnt sich wieder Y anzuheben, da p niedrig ist (viele Güter sind knapp und billig). Der prozess geht von vorn los.
    Die Goldanhänger wissen nicht genau, wann p steigt und wann es fällt. Sie wissen auch nicht, wann Y steigt oder fällt. Sie maßen sich auch nicht an, p oder Y steuern zu können. Aber sie vertrauen darauf, dass Y und p immer abwechselnd ansteigen und wieder abfallen ohne dass sie etwas zutun müssten. Desweiteren wissen sie, dass Y langfristig steigt und p daher langfristig fällt. Sie sind aber der meinung dass das nicht dazu führt, dass langfrstig auch Y fällt, da der, der über die Erhöhung von Y entscheidet, in der regel nicht so langfristig denkt und es ihm auch egal ist, da sich p langfristig auf alle güter bezieht und somit neutral ist und weil es zwischdndurch ja immer wieder ansteigt.


    zu b)
    ist ähnlich wie a) nur dass M leicht ansteigt. In dem Maße wie M ansteigt, fällt p langfristig weniger. Was nicht negativ ist, sondern sich neutral auswirkt.

    http://www.value-stocks.com/mo…/article.php?storyid=5220


    hierzu ein paar anmerkungen:


    Zitat

    Wir hatten vor einer Woche darauf hingewiesen, dass an den Rohstoffmärkten noch mit einer Fortsetzung der Korrektur zu rechnen ist, vermutlich bis weit ins kommende Jahr hinein.


    Diese Meinung vertreten wir schon seit Juni und haben sie auch im aktuellen Heft nochmals dezidiert begründet (wenngleich unsere Begründung zugegebenermaßen nicht sehr „mainstreamig“ ist, Stichwort „stofflos versus stoffhaft“). Natürlich kennen wir nicht die Zukunft, aber wir deuten einfach die Zeichen, die sich an den Märkten ergeben. Das tun übrigens viele Marktbeobachter nicht, viele suchen sich einfach nur die passenden Argumente und Nachrichten zu ihrer bereits vorgefassten Meinung. Und dann kommen dabei eben diese schlechten Prognosen heraus, die wir jeden Tag irgendwo lesen können.


    1. klar hinterher hat immer jeder drauf hingewiesen :D
    2. ich würde eher sagen die preferenz von stoffhaltig gegenüber nicht stoffhaltig (papier) ist nicht wirklich mainstream. mainstream ist eher das gegenteil.
    3. die erste vorgefasste meinung ist: papier ist immer was wert weil der staat sagt, dass es so ist. die zweite vorgefasste meinung ist: ok papiergeld ging shconmal kaputt aber heute ist alles anders. heute gibt es die notenbanken :D


    nun zur potenziellen umkehr die auf dem chart gesehen wird (rote linie)


    im anhang als vergleich mal ein chart von 1993-1995 des XAU. und das schaut wie eine umkehr aus oder? schulter kopf schulter...aber was geschah? 1 jahr später notierte der XAU fast 50% höher. also nix mit umkehr.


    Zitat

    Gerade eben komme ich von einer USA-Reise zurück. Und als aufmerksamer und interessierter Mensch habe ich natürlich die Stimmung dort zu erhaschen versucht. In zahlreichen Gesprächen und beim Lesen amerikanischer Zeitungen verstärkte sich mein Eindruck von der Anlegerstimmung noch weiter: Nicht nur wir Europäer sehen vieles kritisch, nein, auch die Amerikaner sorgen sich um ihre Konjunktur, um die überzogenen Immobilienpreise und die überteuerten Aktienmärkte


    und was tun anleger und investoren die ihre eigenen (häuser)preise kritisch sehen? sie verkaufen. und was taten die hightech investoren nachdem im frühsommer 2000 die blase geplatzt war und der nemax schon von 9000 auf 6000 gefallen war? sie verkauften. viele wurden auch dazu gezwungen. eine gegenposition zu haben ist ja manchmal ganz gut. aber gegen den negativen trend zu setzen lohnt sich eher wenn die preise tief sind und nicht wnen sie hoch sind (häuser etc.)


    zum nachfolgenden palladium chart...ok es KÖNNTE sein dass sich da noch eine flagge ausbildet. aber man KÖNNTE darin auch ein W sehen oder? man sollte nicht schon irgendwo formationen herbeisehen wo sie sich noch gar nicht ausgebildet haben.


    kontron zu kaufen ist schon ziemlich mutig. nachdem die aktie in 3 wochen 25% gestiegen ist. aber wer nicht wagt der nicht gewinnt ;)

    in den letzten 2 jahre hätte man auch mit einigen aktien sehr gutes geld verdienen können. hab ich gemacht, dann zum teil verkauft und den erlös ins gold gesteckt. genauso wenig wie man nur aktien/anleihen und kein gold haben sollte finde ich es auch nicht sonderlich sinnvoll NUR gold zu haben. gute unternehmen werden auch die krise überleben. auch 1929-1932 gingen nicht alle unternehmen pleite.