hallo
ich würd gern noch weitere überlegungen hier aufstellen die gold als geld betreffen...
anfangen soll das ganze bei einer fiktiven welt in der es (noch) KEIN geld gibt. es wird alles getauscht und das ist - wie bekannt - extrem mühselig. alles was getauscht wird hat einen bestimmten nutzen der den 'preis' bestimmt der gezahlt wird, ausgedrückt in einheiten eines anderen gutes z.b. 3 kühe gegen ein pferd o.ä. (sorry an die landwirte falls das unsinn ist ;-).
nun entsteht die idee dass es doch sinnvoll wäre statt gut A gegen gut B zu tauschen irgendeine 'zwischengut Z' einzuführen, das genau standardisiert ist, das jeder kennt und es würde dann erst A gegen Z getauscht und wenn dann irgendwann gut B in reichweite ist, wird Z gegen B getauscht. es wird vorgeschlagen ein metall zu verwenden und die einheiten die standardisiert werden, in gramm anzugeben. es werden also aus dem metall kleine stücke angelegt die alle gleich groß, gleich schwer sind und sofort zu erkennen sind. es wird dann ein 'preis' ausgehandelt, z.b. dass A gegen 3 einheiten von Z abgegeben wird und man dann für 4 einheiten von Z das B bekommt. dies orientiert sich in etwa an dem wert den das metall vorher schon hatte, z.b. abgeleitet aus dem nutzen den es als schmuck stiftet.
das ganze funktioniert ziemlich gut. es wird einfach immer metall gegen sachgut getauscht, man kann das metall auch aufbewaren, da man in der zukunft ja erst das erwünschte gut zu tauschen braucht. damit muss jemand der A produziert hat und B haben will nicht erst immer warten bis B verfügbar ist, sondern kann A sofort abgeben und B dann irgendwann bekommen. dazu müssen die stücke natürlich unverderblich sein und relativ knapp (sand o.ä. wäre unsinn). edelmetall würde dies erfüllen, eignet sich also.
nun könnte - wie hier schonmal vermutet wurde - durchaus der fall auftreten, dass es 'zu wenig gold' (hier stellvertretend für das edelmetall) gibt. das bezieht sich aber nicht auf die menge sondern wenn dann auf die anzahl der stücke. wenn es sich bei unserer welt um ein großes land mit vielen tausend menschen handelt dann kann man eine menge von 1000 goldstücken durchaus als 'zu wenig' ansehen. Der grund liegt einfach darin, dass dann wenn einer sein stück hortet gleich 1/1000 des goldes aus dem umlauf gerät. wenn viel gehortet wird könnte durchaus die situation entstehen, dass güter abgegeben werden würden, aber eben kein 'gegen-gut' da ist, das ausgetauscht werden könnte. denn wenn man z.b. von 1 stück je qkm ausgeht dann kommt das durchaus hin. in diesem fall müsste man wieder zum tausch zurückkehren. ABER: man könnte dieses problem auf zweierlei arten lösen: die 1. liegt darin, dass das gold einfach schneller umlaufen muss, d.h. sobald der eine es hat, muss er es schon abgeben, dann fließt das gold also schneller von person A nach B und entsprechend fließen auch die realgüter schneller und damit fließen mehr gewichtseinheiten je zeiteinheit. das würde den tausch effizienter machen. eine andere möglichkeit besteht aber darin, einfach die stücke kleiner zu machen und ihnen einen 'höheren preis' zu geben. beides hätte denselben effekt, nämlich dass je zeiteinheit mehr einheiten der realgüter den besitzer wechseln würden.
welche der möglichkeiten kämen nun in frage? auf jeden fall muss es irgendeinen anreiz geben. solang das gegen-gut, also in dem fall das gold, nur seinen eigentlichen inneren wert besitzt, der sich z.b. aus seiner funktion als schmuck ableitet, gibt es eigentlich keinen wirklichen grund warum jemand sein gold schnell wieder abgeben sollte. man könnte versuchen durch irgendwelche tricks einen schnelleren umlauf zu erzwingen (siehe hier z.b. freigeld) aber zwänge funktionieren nicht wirklich. es käme also die andere möglichkeit in frage: das gold muss einen 'höheren preis' bzw eine höhere 'kaufkraft' bekommen. wichtig: dies muss freiwillig passieren und nicht durch zwang oder irgendein gesetz. und es würde passieren. einen höheren preis könnte es dadurch erzielen, dass sein nutzen ansteigt. es müsste also neben dem nutzen, dass es schön aussieht und dass man in gewisser weise werte damit über längere zeit aufbewahren kann, noch ein weiterer dazu kommen. und das ist die eigenschaft liquide zu sein. d.h. es muss möglich sein sein gold innerhalb kürzester zeit in standardisierter form irgendwie wieder abzugeben, also damit etwas zu kaufen, was insgesamt die zahlungsflüsse effizienter macht. erreicht wird dies durch die genannte 'aufwertung'. d.h. also man teilt die goldstücke einfach z.b. je in 100 stücke und schon hätte man 100.000 statt 1000 die jeweils einen 100 mal so hohen preis haben als sie ihnt hätten, wenn gold einfach eine ware wäre. wieso würde das funktionieren? jemand der güter herstellt und daran interessiert ist, diese schnell abzusetzen und schnell damit etwas anderes zu kaufen, der würde in der eigenschaft des goldes liquide zu sein einen großen zusatznutzen sehen. vor allem zeitersparnis und weniger suchkosten. diesen zusatznutzen wäre er bereit zu bezahlen, also mehr realgüter für gold anzubieten. das ganze hätte für ihn auch relativ wenig risiko, wenn das alle so machen und er für sein gold entsprechend auch wiederum die 100-fache menge dessen bekommen würde, was er sonst bekommt. am anfang wird der zusatzwert vll. noch relativ gering ausfallen, aber wenn sich zeigt, dass es sich insgesamt lohnt diesen zusatznutzen zu bezahlen, weil gütertausche effizeitern sind, dann wird mit zunehmender effizienz auch der zusatznutzen und damit der 'preis' des goldes ansteigen. und zwar so lange bis der güteraustausch eine gewisse geschwindigkeit erreicht hat, die als optimal angesehen werden kann.
wenn man das von einem etwas anderen blickwinkel betrachtet, könnte man überlegen was da eigentlich genau vor sich geht. am anfang entspricht der 'preis' des goldes genau dem nutzen den es als schmuck o.ä. stiftet. würde er sich innerhalb sehr kurzer zeit wie angesprochen stark erhöhen, dann wären die profitöre davon diejenigen, die das gold zu diesem zeitpunkt hielten. sie würden nämlich den differenzbetrag an kaufkraft für sich kassieren. i.A. nimmt diese rolle ein herrscher oder auch der staat ein. bei der frage wer diese differenz nun zu zahlen hat, stellt sich raus, dass man das nicht so genau sagen kann. der herausgeber des 'geldes' das mit einem zusatznutzen ausgestattet ist, ist im grunde schuldner gegenüber denen die es zum ersten mal 'gekauft' haben, sie geben ihre forderung dann an den nächsten weiter etc. und so wird die einlösung der 'schuld' immer weiter in die zukunft verlagert. das problem hieran ist, dass die höhe und der einlösungszeitpunkt nicht feststehen...es ist eine art schneeballsystem, das aber durchaus auf unbestimmte zeit weiter funktionieren kann. man könnte immerhin noch definieren, dass ja ein zusatznutzen entstand (durch den herrscher) der von der allgemeinheit bezahlt wird. mit so einer situation kann man also durchaus leben.
jetzt mal weiter überlegt, was wäre wenn nun die wirtschaftsleistung des landes steigen würde. mal unterstellt, dass die goldmenge gleich bleibt, würde das dazu führen, dass über kurz oder lang wieder 'zu wenig' gold vorhanden wäre und man wieder das selbe problem hätte wie vorher. man müsste wiederum entweder die fließgeschwindigkeit erhöhen oder aber der preis des goldes würde steigen (die preise der realgüter gemessen in gold entsprechend fallen). was würde das bedeuten? im falle, dass die fließgeschwindigkeit steigt, würden je zeiteinheit mehr realgüter umgesetzt, das bedeutet also, dass einfach das was mehr produziert wird, auch gekauft wird. im anderen fall hätten wir einen preisverfall der realgüter (überproduktion) was ja dem preisanstieg des goldes gleich käme. für eine gewisse zeit wäre sicher die zunehmende fließgeschwindigkeit denbar, aber irgendwann ist 'der markt gesättigt' und dann bleibt nur noch der ausweg über den verfall der güterpreise. dies hätte aber zwangsläufig den effekt, dass es nun attraktiver würde, das gold zu horten und weniger zu produzieren bzw. zu investieren, da man ja damit rechnen muss, dass man am ende weniger raus bekommt als man erwartet. dies würde zum einen zu weiteren preisrückgängen führen und wenn diese weit genug fortgeschritten sind, würde es auch einen produktionsrückgang geben (damit würde die überprokdution wieder abgebaut). dies hätte nun den umgekehrten effekt wie weiter oben. die realgütermenge würde im vergleich zur goldmenge sinken, man würde sich also der situation annähern, dass 'zu viel' gold da ist. dies könnte zum einen durch eine sich verlangsamende fließgeschwindigkeit ausgeglichen werden (was die produktion noch weiter reduziert), zum anderen aber auch durch einen rückgang des preises des goldes bezüglich der realgüter. und nun haben wir die situation, dass es plötzlich gar nicht mehr so attraktiv ist, sein gold zu horten, da es ja weniger wert wird. ab einem bestimmten punkt ist das gold im verhältnis zu den realgütern so teuer, dass es sich lohnt wieder zu konsumieren und zu investieren. ein rückgang des preises des goldes der einem ansteigen der preise der realgüter gleichzusetzen ist, führt also nach einer gewissen zeit automatisch dazu, dass wieder mehr produziert wird.
hier beginnt das spiel von vorne.
anzunehmen wäre hier noch, dass im laufe einiger auf und abschwünge langfristig die produktion und damit die kaufkraft des goldes steigen würde, denn es gibt immer mehr güter, die damit erworben werden können. es lohnt also durchaus auch, das gold einfach hinzulegen und abzuwarten ohne angst haben zu müssen, dass es sich entwertet. das bietet ein hohes maß an sicherheit und führt tendenziell dazu, dass nur dann konsumiert und investiert wird, wenn es gerade sinnvoll ist.
das dumme an dieser sache ist, dass den herrschenden dies eigentlich gar nicht passt. erstens gibt es da diese dummen zyklen, die immer wieder automatisch in einen abschwung führen, zweitens sinken regelmäßig die steuereinnahmen und es gibt regelmäßig ein ansteigen der arbeitslosenzahlen. man müsste also irgendwie dafür sorgen, dass die zyklen ausgeschaltet werden und die leute alles kaufen was irgendwie produziert wird, damit es gar nicht erst zu abschwüngen kommt. wie aber vorgehen, wenn das gold diese zyklen automatisch hervorruft?
die idee: steuerung der geldmenge. wie wir eben gesehen haben, gibt es irgendwann das dilemma, dass 'zu wenig gold' vorhanden ist, dies also zu einem erhöhten goldpreis, damit zu fallenden realgüterpreisen und damit zum abschwng führt. man könnte nun also einfach versuchen dieses fallen der preise zu verhindern. und zwar in dem man dem fehlen des geldes vorbeugt, indem man seine menge künstlich erhöht. dadurch würde es nicht zu preisverfall und damit auch nicht zum rückgang der wirtschaft kommen. da aber ein anwerfen der druckerpresse ev. dazu führen könnte, dass das geld seine funktion verliert (da das vertrauen verloren geht), muss eine andere lösung gefunden werden. am besten eine, bei der sich die geldmenge in gewisser weise der wirtschaftstätigkeit anpasst. die lösung lautet: geld = schulden. d.h. immer dann wenn schulden gemacht werden um damit zu investieren oder zu konsumieren, steigt automatisch die geldmenge, was dafür sorgt, dass hiervon nicht zu wenig vorhanden sein kann. zudem es genug für die herrschenden da, um sich einen teil davon abzuzweigen, ohne dass es sehr auffällt.
aber geht das so einfach und vor allem: geht es immer so weiter?
nein. denn es hat merkliche folgen. zum einen ist es natürlich NICHT so, dass allgemein das preisniveau hoch gehalten werden kann. es ist eher so, dass die preise im durchschnitt steigen, für gewisse güter aber sinken sie dramatisch (dort wo gnadenloser konkurrenzkampf herrscht, die deflation hat hier schon begonnen), während sie für andere ansteigen. preise für immobilien z.b. sind hierzulande tendeziell am fallen, ebenso vor allem die preise für arbeit (da wo das nicht geht, werden halt leute entlassen). auf der anderen seite steigen preise für energie und z.b. nahrung sowie für abgaben an den staat. und nicht zu vergessen: die preise für assets also z.b. aktien. insgesamt handelt es sich hierbei also um gravierende preisverzerrungen, die durch die überschäumende liquidität ausgelöst werden. durch das künstliche nierdighalten der zinsen werden natürlich auch unsinnige investitionen gefördert und es 'fließt' geld und preise werden künstlich hoch gehalten, wo schon längst die bereinigung eingesetzt hätte. das führt dann zu den qualitativ immer schlechteren aufschwüngen, also aufschwüngen die eigentlich keine sind, wo die arbeitslosenzahlen kaum sinken usw.
daraus lässt sich des weiteren ableiten, dass für ein aufrechterhalten des 'scheinaufschwungs' eine immer weitere verschuldung unumgänglich ist. der staat kann also eigentlich gar nicht anders als sich immer weiter zu verschulden um das wachsen der geldmenge zu garantieren, solange dies nicht irgendwelche unternehmen tun.
was das scheinbare wachstum angeht: dies kann man aufrechterhalten, indem man einfach alle gütertransaktionen mitzählt, wo irgendwie das neu geschaffene geld eine rolle spielt. z.b. auch die verwaltung ebendieses. leider führt aber die tatsache, dass durch die immer größere verschuldung trotz geldmengenwachstum ein immer größerer teil des geldes für 'sinnlose investitionen ohne mehrwert' ausgegeben wird (geldverwaltung, zinsen etc.) dazu, dass es bei den realen gütertransaktionen wiederum fehlt. was aber dann niemand bemerkt (außer an immer mehr rabatten und immer mehr werbung). das führt dann dazu, dass es so aussieht als hätten wir wachstum aber in wirklichkeit sind das künstliche dienstleistungen mit künstlich geschaffenem geld.
ein weiterer großer nachteil liegt darin, dass der 'zusatznutzen' des geldes langfristig immer mehr abnimmt, da seine menge ja nicht konstant bleibt sondern i.d.R. viel stärker wächst als die realgüter. als werterhaltung ist solches geld natürlich nicht geeignet.
genau den zustand haben wir heute leider. und ich denke es führt kein weg an einer allgemeinen bereinigung vorbei. spricht eine massive deflation bzw. depression. die die schon längst hätte kommen müssen aber immer raus gezögert wurde. anfangen könnte dies dadurch, dass aufgrund der hohen schuldenlast doch irgendwann die preise an so vielen stellen anfangen zu sinken, dass nicht mehr gegengesteuert werden kann. wenn man in diesem fall nicht die druckerpresse anwirft, dann wird irgendwann der abschwung überall sichtbar werden. dann nährt die depression die depression. in diesem fall wirken zwei gegensätzliche kräfte. zum einen müsste das geld weniger wert werden, da ja die reale produktion geringer wird. auf der anderen seite wird aber die geldmenge geringer (wenn schulden ausfallen) bzw. sie kann geringer werden und last not least wird es attraktiver geld zu horten, wenn die realgüterpreise fallen. wahrscheinlich würde in diesem fall der 2. punkt überwiegen. und zwar so lange bis die depression zu ende ist. dann sind die realgüter spottbillig und in geringer menge vorhanden und es hat sich eine riesige menge an geld angehäuft. geht dieses wieder in investitionen und den konsum so kommt es zu einem drastischen anstieg der preise und wenn dieser schnell genug geht, könnte das vertrauen in das geld schwinden und es wäre ein währungsschnitt o.ä. nötig.
wir hätten also die im ausgangstext angeführte situation: erst deflation, dann inflation.
jetzt zurück zur ausgangsfrage: was passiert mit dem goldpreis?
wie wir gesehen haben hängt der preis eines gutes sehr stark davon ab, inwiefern das gut als 'geld' genutzt wird. in diesem fall liegt er sehr viel höher als der preis der sich sonst ergeben würde. zudem muss man noch unterscheiden zwischen gütern, die 'nur' der wertaufbewahrung dienen, aber noch mit transaktionskosten behaftet sind sowie dem risiko, dass ihr preis gegenüber anderen gütern mit einer funktion als 'zahlungsmittel' schwankt sowie diesen zahlungsmitteln selbst. zahlungsmittel meint hier, dass keine transaktionskosten vorhanden sind.
ich würde es so einschätzen, dass gold im moment durchaus eine funktion als wertaufbewahrung hat, aber nicht die des zahlungsmittels erfüllt, zumindest nur in begrenztem umfang. gemeinhin geht man zum münzhändler, kauft gold und tauscht es wieder in euro wenn man was damit kaufen will.
da dies den nutzen aber extrem einschränkt, könnte man hieraus ableiten, dass der nutzen dann stark steigen würde, wenn eine zahlungsmittelfunktion vorhanden wäre, d.h. wenn man mit gold selbst überall zahlen könnte und die preise in gold und nicht in euro o.ä. angegeben würden. in diesem fall würde aber auch der preis stark ansteigen, genauso wie in der situation ganz am anfang wo der goldpreis so lange steigt, bis damit schnelle zahlungen möglich sind.
dass der goldpreis aktuell steigt, liegt denke ich daran, dass seine funktion als wertaufbewahrung neben euro und dollar unterschiedlich eingeschätzt wird. bei einer krise ist der bedarf nach dieser wertaufbewahrung höher, ebenso wenn der dollar schwächelt. aber es geht doch nicht über diese funktion hinaus. anders wäre es wenn man mit gold wirklich wieder bezahlen könnte.
ich denke ob der goldpreis in einer deflation steigt oder fällt hat sehr viel damit zu tun, inwieweit man gold als alternative zum dollar ansieht und inwieweit es eine gewisse zahlungsmittelfunktion haben könnte. würde der goldpreis fallen, so hieße das ja, dass die eignung des goldes hierfür als weniger gut eingeschätzt würde. vor allem für ausländer stellt sich bei einem abschwung sowie einer deflation aber die frage inwieweit der dollar noch der werterhaltung dienen kann und ob er nicht gefährdet ist in einer dann folgenden hyperinflation zu enden. wenn dies vorhergesehen wird, könnte das dazu führen, dass ausländer sehr frühzeitig wohlweislich in gold umschichten und wenn gold dann als geeigneter angesehen wird die erwähnten funktionen zu erfüllen inkl. der tatsache, dass für manche güter nur noch gold angenommen wird, so würde dies zu einem ansteigen führen.
die meinung, gold würde bei deflation zwangsläufig fallen, hängt sehr mit der denkweise zusammen dass gold lediglich irgendein gut ist und keinerlei geldfunktion erfüllt.
um es auf den punkt zu bringen: es heißt in der deflation würde geld mehr wert (kaufkraft). je mehr gold geld ist, desto eher sollte auch das gold mehr und nicht weniger wert werden.
natürlich ist es so, dass auch gold von niemand angenommen werden MUSS und es auf dem vertrauen basiert, dass man den zusatznutzen bezahlt bekommt. Aber im gegensatz zu einem verfall irgendeiner währung bei der es immer eine alternative zum ausweichen gibt, gäbe es zum gold im zweifel keine alternative ohne die wirtschaftstätigkeit komplett abzuwürgen und zum tausch zurückzukehren. Deshalb wird gold (oder ev. Och silber) immer die letzte verbliebene ‚währung’ sein, wenn alle anderen sich aufgelöst haben. Denn es ist knapp (aber nicht zu knapp), liquide, teilbar, standardisierbar und erfüllt so die geldfunktion am besten. Einziges manko wäre ev. Die handhabung bzw. aufbewahrung (was wahrscheinlich dazu führte, dass die leute irgendwann was anderes abzeptiert haben: aus bequemlichkeit).
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