Beiträge von auratico

    Das ist doch mal ein interessanter Chart. Hier sieht man die physischen Goldauslieferungen sowohl an der Comex als auch an der Goldbörse in Schanghai, dazu noch eingetragen die jährliche Weltgoldproduktion. Das Fazit ist eindeutig: In China wird fast eine Weltjahresproduktion physisch ausgeliefert, in New York gerade einmal 10%. Papiermäßig wohl eher umgekehrt.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Ist ja prinzipiell gut und richtig, wenn auch mal Goldbären der Medien zu Wort kommen, aber dann mit triftigen Argumenten.


    Bulle oder Bär - egal in welchem Markt - ist völlig gleichgültig. Es zählt nur, wer richtig liegt mit seinen Einschätzungen und Handlungen. Die wichtigste Regel überhaupt. Wer sich nicht daran hält und ideologisch getrieben handelt, wird früher oder später ausgebootet werden. Nicht nur Goldbären, auch Goldbullen reden und schreiben bisweilen einen solchen Stuss zusammen, dass man glauben könnte, beide Parteien seien zusammen in Disneyland zur Schule gegangen.


    Hier nun sind die Bullen am Werk - in Jinan in der ostchinesischen Provinz Shandong am 11 Juni. Zehntausend Leute stürmten die Goldverkaufsstelle. Es gab allerdings Promotionpreise 20% unter dem normalen Preis. Wäre interessant zu wissen, ob so etwas hierzulande auch funktionieren würde:


    A crowd of customers waits in front of a gold store to shop during a promotion, in Jinan city, East China’s Shandong province on June 11, 2013


    http://usa.chinadaily.com.cn/c…6/12/content_16611576.htm


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='*Edelweiss*'
    Singapur...die neue Schweiz


    die letzte Bastion der auf dem Rückzug befindlichen Schwarzgeld-Anleger


    Es geht hier nicht um Schwarzgeld (versuche einmal, heute in Singapur einfach ein Konto zu eröffnen ohne steuerliche Abklärung - no way), sondern um die legale Lagerung von Wertgegenständen, allem zuvor Gold. Interessant natürlich vor allem für sehr wohlhabende Leute aus dem asiatisch-pazifischen Raum und darüber hinaus für all jene, die inzwischen es für möglich halten, dass die fiskalisch völlig kaputten Länder der sog. westlichen Welt sogar wieder von Goldkonfiszierungen oder Goldhandelsbeschränkungen in Form von Monstersteuern o.ä. träumen sollten.

    Zitat


    Singapur wird einen "Einlauf" bekommen wie die Schweiz, da reicht dann schon aus, wenn
    ein US Flugzeugträger im Pazifik nur Kurs auf den Zwerg nimmt.


    Lächerliche Militär-Phantasie aus vergangenen Tagen. Es gibt kein Problem zwischen USA und Singapur, dem asiatisch-pazifischen Finanzzentrum schlechthin. Dagegen ist Delaware ein finsterer Ort der Steuervermeidung bzw. wohl auch Hinterziehung.


    Zitat

    ein Land wo der private Besitz von Satelliten-Schüssel verboten ist und wo die Medien zensiert
    werden, ist sicherlich das beste Land um seine Schätze zu deponieren.


    Sag das mal der Deutschen Bank und all den anderen Großbanken, die seit Jahrzehnten dort tätig sind. Die Anzahl von Satellitenschüsseln hat nichts mit der Sicherheitslage eines Landes und dessen Institutionen zu tun.


    Und eine Info ganz speziell für Dich: Der Platzhirsch im Goldttransport- und Lagerbusiness mit Singapur ist "Malca amit" aus Israel.


    Grüße


    auratico

    wie schafft man denn seine physischen Unzen nach Singapur und wohin dort?


    Ganz einfach den Krempel nehmen, beim Zoll anmelden, sofern es mehr als € 10.000 wert ist, wovon auszugehen ist( bei Abflug aus der Schweiz entfällt die Deklationspflicht). Dann ins Flugzeug nach Singapur steigen und dort direkt ohne weiteren Kontakt mit irgendwelchen Zollbehörden im Zollfreigebiet sich völlig legal safemäßig einmieten. Natürlich nicht, ohne sich zuvor telefonisch oder per online sachkundig gemacht zu haben, weil sie anscheinend seit einiger Zeit, vor allem nach den Ereignissen in Zypern, regelrecht überrannt werden von Kundenwünschen aus der ganzen Welt.


    Die Architektur stellt jeden James Bond-Film in den Schatten und der Ort ist dutzendfach gesichert. Dort werden auch Kunstwerke aus aller Welt eingelagert, z.B. von Auktionshäusern wie Christie´s. Und jetzt ist ja bekanntlich auch die Deutsche Bank auf den Geschmack gekommen.
    In Singapur lagern derzeit ca. 1% der weltweiten privaten Goldbestände und die Regierung hat deutlich gemacht (u.a. durch Verzicht auf die zuvor eingehobene Mehrwertsteuer beim EM-Kauf), dass sie in Zukunft 10% anpeilen.


    http://www.singaporefreeport.com/


    Das Ganze ist natürlich hauptsächlich etwas für high net worth individuals, denn ein kleines persönliches Safechen für vielleicht 5kg kostet im Jahr schon 810 USD. Da wird wohl so mancher deutsche Kleininvestor dann doch lieber noch ein weiteres Versteck im Garten suchen oder mit dem eigenen Safe vorlieb nehmen oder eben gar das Schließfach.


    Günstiger ist in Singapur die Lagerung bei:


    http://www.certissecurity.com/safedeposit/location.php


    http://www.certissecurity.com/safedeposit/box_price.php


    Zwei Jahre Gratislagerung in Singapur gibt´s bei:


    https://www.bullionstar.com/vault/


    Die meisten wirklich vermögenden Menschen machen das aber in der Regel über zumeist in der Schweiz ansässige Firmen, bei denen sie Kauf, Transport und ggf. Verkauf oder Rücktransport abwickeln. Als Deutscher müsste man dann wohl zuvor ein - natürlich steuerlich abgeklärtes - Konto in der Schweiz eröffnen, um das alles abzuwickeln.


    http://www.malcaamit.com/


    https://www.globalgold.ch/en/program/storage_locations/


    http://www.swisspreciousmetals.com/


    Anonym einlagern geht auch in Österreich:


    http://www.vg-edelmetalle.com/verwahren


    Und die Einlagerungsmodelle von ProAurum und anderen in Zürich dürften ohnehin den meisten bekannt sein.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote Edel Man
    In Ländern, wo inzwischen die Mehrheit der politischen Systeme mit Multimillionären oder Beamten und Angehörigen des öffentlichen Dienstes besetzt ist, ist die „Herrschaft des Volkes“ ad absurdum geführt.


    Es gibt aber keine anderen Länder mehr, wenn es sie denn je gegeben haben sollte. Ad Absurdistan allerorten.
    Denn: "Demokratie ist die Volksherrschaft nur in den Händen eines politischen Volkes, in den Händen eines unerzogenen und unpolitischen Volkes ist sie Vereinsmeierei und kleinbürgerlicher Stammtischkram."


    Walther Rathenau, Reichsaußenminister


    Tut mir leid, aber nach vielen Lebensjahren gilt leider: Nihil est incertius vulgo. Odi profanum vulgus et arceo. In cunctis domina pecunia est. Proximus sum egomet mihi.


    War früher auch mal anders drauf ...


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='bettelmann',


    vor 29 Min (20:07) - Echtzeitnachricht
    Und weiter heißt es ...Der indische Finanzminister Palaniappan Chidambaram hat Banken dazu aufgerufen ihren Kunden von Gold-Investments abzuraten


    Das allein ist nicht neu, weil er das schon seit Monaten mit Verweis auf das ausufernde Handelsdefizit verkündet und auch schon etliche Appelle an die Bevölkerung Indiens gerichtet hat, die Goldkäufe einzustellen. Auch hat er eine Erhöhung der Zollgebühren für Gold durchgesetzt.

    Zitat


    Und noch eines ...Reuters: Die indische Zentralbank hat die Banken des Landes dazu aufgefordert, kein Gold an Privatkunden mehr zu verkaufen.


    DAS allerdings hat nun eine ganz neue Qualität, wobei man wissen müsste, was unter einer Aufforderung, kein Gold (gemeint sind offenbar lt. Reuters Goldmünzen) mehr an Privatkunden zu verkaufen, gemeint ist. Ist es eine folgenlose Bitte oder wird es nachgerade in ein regelrechtes Verbot des Goldverkaufs durch Banken münden ?
    Die Meldung passt irgendwie zu jener von neulich, dass man in Frankreich seit zwei Wochen kein Gold mehr per Post versenden darf.


    (Reuters) - The Reserve Bank of India has advised banks against selling gold coins to retail customers, Finance Minister P. Chidambaram said on Thursday, a day after he raised gold import duty to try to ease pressure on India's bloated current account deficit.


    http://www.reuters.com/article…old-idUSD8N0E900920130606


    http://www.handelsblatt.com/fi…zu-viel-gold/8312070.html


    Grüße


    auratico

    In Frankreich soll es nun, nach einem Gesetzesdekret vom 21. Mai d.J., verboten sein, Geldscheine, Münzen und Edelmetalle per Post zu versenden, also auch jede Art von versichertem Paket mit einer Lieferung von Gold oder Silber. Dies nun, nachdem schon seit September 2011 jeder Goldkauf über € 450 nur noch per Banktransaktion erlaubt ist.


    In September 2011, the French government took all measures to limit anonymous cash purchases of gold and silver Since then, every purchase of bullion with a value of more than € 450 per bank transfer happen. With the new law since June 1 this year in force is also sending by post of banknotes and precious metals restricted.


    http://silverdoctors.com/franc…r-in-the-mail/#more-27530


    Der Gesetzestext im Original:


    “L’insertion the billets de banque, the pièces et de metaux precieux est interdite dans les envois postaux, y compris dans les envois à valeur déclarée, lesson envois recommandes et les envois faisant l’objet de leur formalités attestant dépôt et leur distribution. “


    Betrifft das nun ausschließlich den staatlichen Postdienst in Frankreich oder gilt das auch für private Paketdienste ?


    Grüße


    auratico

    Zitat

    ' quote LeFabrizio',
    Es ist durchaus möglich, dass uns die Minen demnächst wie Ende 2012 mit Zahlen "erfreuen" werden, die sinkende Gewinne oder gar Verluste ausweisen.


    In Australien zumal ist die Lage eindeutig grottenschlecht: "Falling commodity prices hit Aussie miners the hardest: profits fall 49%"
    PwC's annual report of global trends also shows that global miners profits fell 49% to $68 billion last year, driven by weak commodity prices and cost pressures, with Australian companies hardest hit because of higher labour charges.


    Das sind harte Bandagen, von den Kursverläufen natürlich seit Monaten vorweggenommen und eingepreist. Das wird zu Minenschließungen führen, Notverkäufen von Beteiligungen etc. Danach erst kann ein neuer Anlauf nach oben unternommen werden. Die ganz Eiligen greifen jetzt zu und haben es hoffentlich in den letzten Monaten unterlassen, in fallende Messer zu greifen. Wer sich jedoch nicht im Besitz einer Glaskugel wähnt, hat im derzeitigen Umfeld noch mehr als genug Zeit, sich eventuell wieder im Minensektor zu positionieren.


    http://www.mining.com/falling-…st-profits-fall-49-86720/

    Wenn es denn stimmen sollte, dass sich die physischen Goldmärkte von den Terminmärkten, allen voran natürlich die Comex in New York, zusehends abkoppeln (werden), müssten nun nach den tatsächlich imposanten Schnäppchenkäufen Im Gefolge des letzten Absturzes des Goldpreises vom April weitere konstante Anschlusskäufe in die Sommermonate hinein stattfinden.


    Da das mit Abstand größte Kaufinteresse wie üblich aus Asien kam, namentlich Indien und China, wird entscheidend sein, ob die dortigen Käufer, die mit ihren Käufen auch weitverbreiteten kulturellen Gepflogenheiten folgen (Gold für die Braut sowohl in Indien als auch in der chinesischen Mittelschicht) sich nun weitgehend für 2013 eingedeckt haben.
    Bis vor wenigen Tagen noch mussten in Indien pro Unze 20$ Aufschlag auf den Spotpreis bezahlt werden, nun sind es nur noch 4$.


    Noch wird jeder Anstieg sofort wieder, wie heute, ohne nennenswerten Widerstand gnadenlos abverkauft, was gerade am Monatsende ein schlechtes Schwächesignal darstellt. Der Wiederanstieg über USD 1400/Oz war sogleich wieder eingefangen.


    Bleiben die asiatischen Käufer bei der Stange oder war´s das erstmal ?


    Der Generalsekretär des chinesischen Goldverbandes (China Gold Association), Zhang Bingnan, lässt jedenfalls über Bloomberg verlauten: „ Dieser hektische Kaufrausch beim Gold von April bis Anfang Mai wird sich nicht wiederholen.“


    Nix genaues weiß man (noch) nicht, aber ohne weiterhin kaufwillige Asiaten wird es wohl nichts werden an der physischen Front.


    Grüße


    auratico

    Aber können sie auch Latein? :hae: Ist "pro aurum" wirklich so gemeint oder ein Grammatikfehler?


    Haha, endlich fällt das, nach all den Jahren, noch jemandem auf. Natürlich können sie kein Latein, aber es sind redliche und erfolgreiche Kaufleute, die früher als Angestellte bei der Berliner Bank gewerkelt haben. Ob sie Latein können, ist da nebensächlich. Nun ja , ein wenig peinlich ist es vielleicht schon, aber es gilt im Geschäftsleben : Facta, non verba.


    Klar, es müsste Pro Auro heißen, aber was soll´s ?


    Und jetzt noch, ganz böse schon am Morgen, für die Altphilologen unter den Goldforisten: Auratico (also ich, eigentlich korrekt: Auraticus) non aurum habere praeclarum sibi videre dixit, sed iis, qui haberent aurum, imperare. Auro pulsa fides, auro venalia juro, aurum lex sequitur, mox sine lege pudor.


    Tja, Properz hat nicht nur Liebeslyrik verfasst ... statt aurum einfach pecunia, also Geld einsetzen, und schon sind wir mitten in der Gegenwart.


    Auri sacra fames


    Valete


    auratico

    Zitat

    quote='Neo


    Passt ganz gut zur Diskussion USD -EUR: Artikel von Armstrong




    Diesen Artikel hatten wir hier schon mehrfach in der Mangel.


    Fest steht, dass Mr. Armstrong inzwischen davon ausgeht, dass die Eurozone durch in Bälde stattfindende, der Öffentlichkeit noch verheimlichte, neue schwerwiegende Schuldenschnitte in den südlichen Euroländern und Bankenrekapitalisierungsaktionen im Zuge der Bankenunion in eine heftige Deflation bzw. Stagflation eintreten wird.


    Die politische Kaste Deutschlands werde, um nicht als Zerstörer der Euroidee dazustehen, so Armstrongs Überzeugung, am Euro festhalten, auch wenn der Preis dafür im eigenen Land ein immenser sein sollte. Und in eben dieser prognostizierten Situation käme dann den USA und dem USD, trotz der dortigen Problemlage, ein entscheidender strategischer Vorteil zu (Kapitalflucht nach USA, Reservewährungsstatus etc.).


    Nur die – allerdings nahe – Zukunft nach der deutschen Bundestagswahl wird zeigen, ob er damit richtig liegt oder ob er seine prognostischen Fähigkeiten in diesem Fall überschätzt hat.


    „The heat is on and the EU is starting to recognize that what purpose is there for government if there is no federal depositors insurance system? Eventually, the EU will be forced to go beyond debt restructuring of the countries within the Eurozone, and there will be no choice BUT to reach the realization that there MUST be new Eurobonds that no doubt will be supported by austerity policies across Europe to make Germany happy.”


    http://armstrongeconomics.com/…th-a-major-turning-point/


    Grüße


    auratico

    Wenn es nach den Wünschen der kaufwilligen Zentralbanken gehen sollte, die nach allmählicher Diversifikation zum USD streben, kann der Goldpreis gar nicht lange genug auf gedrücktem Niveau bleiben, am liebsten wohl jahrelang.


    Wo der Spotpreis gegenwärtig wohl wäre, wenn es nicht die massiven Käufe der Zentralbanken auch nach dem jüngsten Rückschlag gegeben hätte ?


    Russland deckt sich mit riesigen Goldbeständen ein


    "Moskau nutzt den Preisverfall des Goldes und stockt seine Bestände auf. Sie liegen nun fast bei 1000 Tonnen. Zugleich ziehen sich Investoren aus dem gelben Metall zurück.


    Besonders großen Gold-Hunger hatte Russland. Die Zentralbank des Riesenreiches stockte ihre Bestände im April um 8,4 Tonnen auf. Damit setzt Moskau seinen Kurs fort, zur Spitzengruppe der Goldhalter aufzuschließen. Noch vor zehn Jahren waren die russischen Reserven im internationalen Vergleich unbedeutend. Das hat sich gründlich geändert. Mit 990 Tonnen des gelben Metalls stellt das Land heute die Nummer sieben der staatlichen Goldbesitzer, nur knapp hinter der Schweiz mit 1040 Tonnen."


    http://www.welt.de/finanzen/ge…n-Goldbestaenden-ein.html


    Grüße


    auratico

    Der indische Finanzminister Chidambaram hat einen inständigen Apell an seine Landsleute gerichtet, sie möchten sich doch bitte endlich von ihrer "unkonrollierten Leidenschaft für Gold" lossagen und lieber in die diversen "financial instruments" investieren, die Indien sonst noch zu bieten habe. Er schägt dem Wahlvolk stattdessen inflationsindexierte Anleihen vor und verweist darauf, dass die vielen Goldimporte im Umfang von zuletzt jährlich USD 50 Milliarden die Handelsbilanz extrem belasten:


    "Have faith in our financial sector. Unfortunately, we have difficulty shedding our old habits and put our money in gold ..."


    "The uncontrolled passion for gold must be contained," Chidambaram said and reeled out data to show how increasing gold imports are hurting the Current Account Deficit (CAD). People should rather switch to financial products to funnel their savings, the Minister said and added the soon to be launched inflation indexed bonds is a very lucrative option.


    http://www.indianexpress.com/n…m-to-countrymen/1120501/0


    Grüße
    auratico

    Durch diesen Artikel bin ich nach langer Zeit wieder auf POG gestoßen: http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=43304
    Was ist hier passiert?


    Neben den Riesenschulden ist vor allem eines geschehen, was mE kein gutes Licht auf POG wirft, und ich weiß nicht, ob sich Peter Hamro in der von Dir erwähnten Präsentation dazu geäußert hat. Denn: Petropavlovsk schließt mit einem umfangreichen Hedging-Programm wieder an die unseligen Praktiken der 90er Jahre an. Angesichts des nun stark gefallenen Goldpreises könnte man natürlich sagen, dass es zumindest kurzfristig richtig war, denn, sofern ich mich recht erinnere, haben sie schon im letzten Jahr damit angefangen, als der Goldpreis noch weit höher lag.


    55% ihrer zukünftigen Goldproduktion ist für 2014 bei $ 1.408/Oz vorausverkauft. Immerhin scheinbar nicht darüber hinaus, aber da müßte man sich sachkundig machen.
    Wird das nun wieder Schule machen ? Ich weiß es nicht.


    Sollte es den gesamten Sektor der Goldminen wieder aus der Depression herausheben, wird POG wohl auch davon profitieren, wenn man sich den katastrophalen Kursverlauf von den einstigen Höhen herab vergegenwärtigt.


    Grüße


    auratico

    Für die nächsten Jahre spielt m.E. Frankreich die wichtigste Rolle, die französischen Banken sind im Verhältnis zur Landesgröße gigantisch und spielen fleißig im Carry Trade Markt mit. Da könnte ein überraschender Knall herkommen.


    Dieser Umstand ist in der Finanzberichterstattung hierzulande ein Tabuthema. Anstatt sich ständig psychologisierend mit den Launen des M. Hollande zu beschäftigen, sollten die Berichterstatter einmal einen beherzten Blick auf das Innenleben der völlig überdimensionierten französischen Zombie-Banken und ihr von Carry Trades und Derivatenswaps völlig abhängiges Geschäftsmodell werfen. Diese refinanzieren sich seit Jahren nun schon vornehmlich im unregulierten außerbörslichen Schattenbankbereich über die sog. STEP-Kredite, die sie in Europa quasi als Monopolist in Anspruch nehmen und über den Umweg der französischen Zentralbank bei der EZB abladen.


    Da sind gut und gerne ständig 450 Milliarden Euro im Feuer. Dass die Deutsche Bank auf ihre Art ebenfall ein riesiges Derivate-Exposure hat, ist hinlänglich bekannt und wird zurecht als Gefahr angesehen. Die Franzosen haben so etwas aber gleich in mehrfacher Ausführung, bei einer wesentlich schwächeren Wirtschaft im eigenen Land. Deshalb auch der Wunsch nach einer Bankenunion lieber heute als morgen.


    http://www.dangerous-finance.e…pean-papers-step/?lang=de


    http://de.wikipedia.org/wiki/Short_Term_European_Paper


    Deswegen darf man skeptisch bleiben, ob es in Euroland wirklich zu einer drastischen Einschränkung bzw. Regulierung des in Euroland 30 Billionen (amerik. Trillions) USD (ja, die meisten Derivate haben den USD als Verrechnungseinheit) schweren Schattenbankenwesens kommt – wie gestern einige US-Finanzblogs (u.a. Zerohedge und Jim Sinclair) gemeldet hatten. Da wird es – so kennt man Euroland – dann natürlich unzählige Ausnahmen geben, gerade für die Franzosen, sodass sich in der Sache und an dem enormen Risiko für den Fortbestand der Eurozone nichts entscheidend ändern wird. Wenn es denn anders käme, umso besser, aber das wird abzuwarten sein.


    Ein Grundlagenpapier der Europäischen Kommission dazu gibt es zwar, aber das kann und wird natürlich in jede gewünschte Richtung bis zur Beschlussfassung abgeändert werden:


    http://www.openeurope.org.uk/C…s/Pdfs/2013shadowbank.pdf


    Grüße


    auratico

    This is, in the final analysis, more evidence that the Euro in whatever form it ends up, two or one, will take ascendancy over the dollar, :huh: certainly if these proposal become solid action.
    The new currency arrangements will not be made by Washington but rather by Euroland and the BRICS....“


    Ja, das ist durchaus möglich. Aber: Allein die hier von JS gemachte Einschränkung ist von kardinaler Bedeutung: "in whatever form it ends up, two or one".


    Das klingt so wie nebenbei eingeworfen, als wäre das eine Petitesse, dabei könnte genau dieser dafür notwendige Prozess in Euroland zuerst einmal zu Volksaufständen oder ähnlichem führen.
    In der jetzigen Form wird der Euro nicht überleben, außer die Deutschen akzeptieren eine dauerhafte Transfer- (und nicht nur Haftungs-)union von zuvor noch nie gesehenem Ausmaß. Dagegen war die Abwicklung der DDR mit den bis auf den heutigen Tag jährlichen Kosten von gut 100 Milliarden Euro ein Kindergeburtstag.


    So, und nun endlich Abgang in die lokale Mikrobrauerei, wo sie sich seit letzter Woche an einem Ale versuchen. Give it a try.


    Grüße


    auratico

    Wie der fallende Yen den Goldpreis beeinflusst


    Dollar Index Nears Three-Year High, Plunging Yen Has Hurt Gold


    hier der Chart mit Yen und Gold


    In aller Unbescheidenheit, aber auf diesen elementaren Zusammenhang versuche ich seit Wochen hier im Forum hinzuweisen, freilich unter Zuhilfenahme entsprechender Artikel und Charts. Das QE-Programm Japans ist enorm, doppelt so umfangreich wie das der Fed, bei einer Bevölkerung von 120 Millionen, einer rasant alternden überdies.


    Die Folge davon sind - neben einem blasenhaften Anstieg des Nikkei und der japanischen Immobilienfonds - anhaltende Verkaufswellen des Yen gegen den USD. Der Goldpreis begann deutlich zu sinken ab der Ankündigung der Abenomics, das ganze erste Quartal über schon gab es täglich, praktisch ohne Ausnahme, ständige Abflüsse aus den Gold-ETFs, bis hin dann zum anschließenden Wasserfall im April.


    Deshalb sei diese wichtige von Dir verlinkte Grafik hier noch einmal direkt eingestellt.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Da wären wir schon zu zweit, besser gesagt zu dritt. Meine Frau, mit der ich mich gern und oft selbst solche Dinge unterhalte, ist schon lange überzeugt, daß A. sich sehr verändert hat.
    Daß ich das so empfinde, habe ich kürzlich in einer Diskussion mit Auratico im Goldfaden geäussert.


    Frauen haben ja oft ein feineres Gespür für so etwas. Wäre interessant zu erfahren, worauf genau sich Deine Frau hier bezieht.


    Einige verstreute Anmerkungen zu Armstrongs Aussagen:


    Armstrongs währungsbezogene Hauptaussage im Verlauf der gegenwärtigen Dauerkrise ist tatsächlich eine kesse Prognose – und man sollte sie unbedingt zur Kenntnis nehmen und für sich ohne jede Emotion abwägen. Ich selbst kann mit all diesen emotionsgetränkten Blicken auf die ökonomischen Ereignisse schon lange nichts mehr anfangen, weil dadurch sowohl der politische Verstand als auch das eigene Anlageverhalten (Stichwort: Wunsch statt Wirklichkeit) Schaden nehmen kann.


    Man muss ganz klar sehen, dass Armstrong inzwischen von einem Scheitern der Eurozone ausgeht. Das ist sein gutes Recht, und damit steht er nun weißgott nicht allein auf weiter Flur. Dass er das in seiner Zeit im Gefängnis noch nicht so gesehen hat, kann man ihm, so denke ich, auch nicht groß zum Vorwurf machen. Da ist ja nun einiges geschehen in der Zwischenzeit bzw. eben nicht geschehen, was aus seiner Sicht hätte getan werden müssen, um die Fehler in der Konstruktion der europäischen Einheitswährung zu korrigieren.


    Er glaubt z. B., dass eine gemeinschaftliche Währung in Europa ohne einen gemeinsamen Schuldenmarkt auf Dauer grundsätzlich zum Scheitern verurteilt ist. Dies aber hätte VOR der Implementierung des Euro geschehen müssen und nach einer harten Bilanzprüfung eines jeden Landes - und danach dann eine Schuldenpolitik mit Eurobonds nach BIP-Größe und anderen Regeln, wozu auch ein regelmäßiger Saldenausgleich gehören müsste, wie er auch unter den US-Bundesstaaten üblich ist, die bekanntlich nicht füreinander haften.


    Armstrong glaubt, dass das chaotische Weiterwursteln in der Eurozone mit Zypern als paradigmatischem Enteignungsmodell für weitere Aktionen (Spanien zuvörderst) zu einem Abfließen von Anlegergeld aus Europa in großem Stil führen wird, zu Kapitalverkehrskontrollen und anderen Hindernissen für freie Investitionen.
    Ein erheblicher Teil dieser gewaltigen Summen, so seine Überzeugung, wird in den größten und liquidesten Schuldenmarkt der Welt fließen, in die USA, und zwar trotz der dortigen bereits existierenden hohen Schuldenlast. Er glaubt, dass dies dann den USD in für die USA extrem unangenehme Höhen treiben wird, keinesfalls ein glücklicher Umstand. Die USA - Armstrong sieht sie nur als diejenige mit dem kleineren Buckel unter all den Heiratskandidatinnen aus der Leprakolonie an.


    Und wenn all diese Ereignisse ihren Lauf genommen haben werden, dann sieht er einen Goldpreis von $ 4000/Oz für realistisch an in einigen Jahren. Aber wer seine Sachen ein wenig kennt, weiß ja, dass er in einigen sehr großen und etlichen kürzeren Zyklen argumentiert. So glaubt er, dass ein längerer Zyklus begonnen hat, der eine generelle Abwendung von Vertrauen in staatliche (Zahlungs)Versprechen beinhaltet und damit grosso modo eine Hinwendung zu privatwirtschaftlichern Aktivitäten, wie sie an den Aktienbörsen ihren Niederschlag finden – kurzum, die nächsten Jahrzehnte würden demzufolge eher den Aktienmärkten gehören und nicht mehr den Staatschuldenmärkten, die sich als unfinanzierbar erweisen werden.


    Ich denke, man sollte Armstrong weiterhin im Auge behalten, sprich seine Thesen zur Kenntnis nehmen und an der Realität überprüfen. Um ehrlich zu sein, von meiner ökonomie- und goldbezogenen „Leseliste“ musste ich in den vergangenen Monaten etliche streichen, weil sie einfach zu oft falsch lagen, was bedeutet, dass in ihrem Denken und Urteilen zu viele Fehler vorliegen, aus Starrsinn wohl zumeist, aus einem Unvermögen, angesichts veränderter Umstände die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Vor allem, was die zeitliche Dimension der Abläufe angeht.


    Grüße
    auratico


    Bernanke hat gesagt, was alle hören wollten und dementsprechend setzt sich die Aktienrally fort. Gold ist eingefangen und spielt derzeit keine große Rolle, weil sich anderswo wieder viel Geld auf die Schnelle verdienen läßt. Man borgt sich per Carrytrade japanische Yen zu 0.4 %, die in wenigen Monaten überdies 30% an Wert verloren haben (eine enorme Ersparnis bei der Rückzahlung) und steckt dieses Geld dann entweder in italienische Staatsanleihen zu 4% oder eben in Aktien, oder auch in japanische Immobilienfonds, welche zuletzt innerhalb weniger Wochen um 100% zugelegt haben.


    Wie lange das gutgeht, weiß freilich wieder einmal niemand, aber das ist eben der derzeitige Killertrade. Die Sache endet erst dann, wenn QE aufhören sollte bzw. die Käufer von japanischen Bonds einen Inflationsausgleich einfordern. Aber schon bei Zinsen von nur 2,5 % müsste Japan dann schon seine gesamten Steuereinnahmen komplett für den Schuldendienst aufwenden.


    Der letzte Absturz des Goldes hat in Wahrhheit mit der Ankündigung und dann verstärkt mit der epochalen Implementierung der Abenomics begonnen. Man konnte bzw. kann jetzt wieder in kurzer Zeit einen raschen Schnitt machen. Das lassen sich die in den diversen Gold ETFs investierten Hedge Fonds nicht zweimal sagen.


    Sehr gut in einfachen Worten untenstehend im Video erkärt von Christine Hughes, die bis letztes Jahr ein Fondsvolumen von 3 Milliarden Dollar verwaltet und nun eine eigene Gesellschaft gegründet hat.


    Mit Goldbezug: 11:45 bis 14: 40


    http://www.planbeconomics.com/…-christine-hughes-of.html


    Und deswegen auch lag falsch im Timing, wer, von ganz ähnlichen Überlegungen bzgl. Japan ausgehend, dann schon im Januar verkünden zu können glaubte:

    Die Schuldenbombe, die zu einem Ansturm auf Gold & Silber führen wird


    http://www.propagandafront.de/…d-silber-fuhren-wird.html


    Grüße


    auratico

    - Gerüchteweise steht Moody´s davor, die USA herunterzuraten.


    - Fakt hingegen ist wohl, dass der heutige Rebound bei den Edelmetallen auf dem Terminmarkt mit sehr hohen Volumen abgelaufen ist, beim Silber 82% über dem 100-Tage-Schnitt.


    UPDATE 1: Chatter of a potential US downgrade from Moody's is being blamed (but that news out hours ago)


    UPDATE 2: Silver futures trading volume 82% higher than 100-day average


    http://www.zerohedge.com/news/…lver-inverse-baumgartnerd


    Bloomberg News
    U.S. Faces Downgrade in 2013 Without Budget Deal, Moody’s Warns


    http://www.businessweek.com/ne…budget-deal-moody-s-warns


    Grüße


    auratico