Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Denn wenn es so wäre, wie so oft dargestellt, daß der US Dollar das Maß aller Dinge sei, würden diese Leute eher den mühsam erworbenen Dollar behalten, anstatt ihn in Gold zu konvertieren....



    Wie bereits erwähnt, müsste man dazu wissen, wie es um den Golderwerb dort aktuell bestellt ist, nachdem Gold und Silber so stark gefallen sind. Dazu gibt es aber keine Zahlen, sondern nur Mutmaßungen.


    Da der legale Erwerb von USD im Land aberwitzig teuer und beschränkt ist - es ist ein reiner Phantasiekurs mit Monsteraufschlag - verwenden die Leute, die zu halbwegs normalen Bedingungen z.B. über Verwandte im Ausland an USD gekommen sind, diese Dollars, wechseln sie schwarz mit Gewinn in Pesos, um dann damit etwa einen in Pesos regulär ausgepreisten BMW zu erstehen. Damit hat man zum einen einen Gebrauchswert für den Alltag, und dieses Auto soll sich dann, so wird berichtet, auch nach einigen Jahren noch zu einem Preis über dem damaligen nominellen Beschaffungswert wieder verkaufen lassen, womit sich die in der Zwischenzeit aufgelaufene Inflation halbwegs einfangen läßt. Dass die sehr reiche Oberschicht dort auch Gold kauft bzw. seit Generationen besitzt - davon kann man ausgehen, aber das ist eigentlich nichts Besonderes.


    Grüße


    auratico

    Die Unterschiede zwischen den konstruierten Papiergoldpreisen des Goldkartells und einigen physischen Handelsplätzen werden immer absurder.


    Das Beispiel Argentiniens eignet sich nicht, um von "physischen Handelsplätzen" zu sprechen, da es sich bei reinem Gold nach der letzten Schnapsidee von Frau Kirchner inzwischen um einen Schwarzmarkt handelt. Auch müsste man wissen, wie es dort jetzt mit aktuellen Goldkäufen aussieht, nachdem Gold und Silber stark gefallen sind und der USD gerade für Argentinier gewaltig aufgewertet hat.


    In Argentinien darf inzwischen offiziell nur noch die Banco Cuidad Gold in kleinen Mengen verkaufen, aber kein 999, sondern 996. US-Dollars zu kaufen ist im Land jedoch auch nicht möglich. Ohne USD aber gibt es auch kein reines Gold auf dem Schwarzmarkt. Bis vor kurzem fuhr man rüber nach Urugay, um dort am Geldautomaten US-Dollars zu ziehen, was jetzt, so ist zu hören, auch nicht mehr geht. Die Argentinier lieben den USD, nicht die USA. Wer in Argentinien, wie in dem von Edel verlinkten Bericht, Gold bei einem Stand von USD 1.700 gekauft hat, um der Inflation zu entgehen, steht jetzt mit nassen Hosen da.


    In Pesos kann man nicht sparen, auch bei Immobilien wird längst wieder unter der Hand in USD verhandelt. Wer Dollars besitzt, wechselt auf dem Schwarzmarkt in den stark inflationierenden Peso und kauft sich damit sofort Güter, von denen man sich einen ungefähren Werterhalt erwartet, z.B. deutsche Autos der gehobenen Klasse.


    Viele Argentinier sehen ihr Land auf den nächsten Staatsbankrott zusteuern und kaufen mit jedem verdienten Peso, der nicht für die Lebenshaltungskosten draufgeht, Dinge, die sich später ohne allzu großen Wertverlust wieder veräußern lassen sollten. Mit den deutschen Autos sind sie bisher ganz gut davongekommen, mit dem Gold zuletzt leider nicht. So hoffen die dortigen bisherigen Goldbesitzer, wie auch hierzulande, dass es bald wieder aufwärts geht mit dem Goldpreis. Noch ist es nur eine Hoffnung.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Äusserst interessante Einschätzung von John Williams, die völlig und 180 ° von der utopisch optimistischen MSM abweicht!


    Er sagt nur das, was er seit Jahren sagt und was nach seinen früheren Aussagen schon längst hätte eintreten müssen, was aber nicht geschehen ist - Hyperinflation des USD. Er ist Statistiker, der im Grunde sagt, was alle wissen, nämlich dass die Regierung mit ihren offiziellen Angaben lügt. Dies geschieht überall, nicht nur in USA.


    Sein jahrelanger Riesenfehler ist die extreme Focusierung allein auf die USA und den USD, fast so, als sei dies eine Binnenwährung. Der USD ist als Reservewährung nach wie vor das Maß für die anderen, und wenn es wieder irgendwo mächtig kracht, folgt prompt darauf die Flucht in den USD, selbst wenn die Lage dort alles andere als gut ist.
    China hat nicht einmal einen funktionierenden Kapitalmarkt, in der Eurozone ist absolut nichts gelöst und aus den Schwellenländern fließt im Rekordtempo Kapital ab. Nur aus einer solchen globalwirtschaftlichen Perspektive heraus lohnt es sich überhaupt, sich zum USD zu äußern.


    Großer Dollarabverkauf - gegen was denn ? Das sagt er nicht dazu in seinen ewigen Visionen einer Hyperinflation, die anderswo eher eintreten wird als in den ebenfalls herabgewirtschafteten USA.


    Heilsame Schweizer Nüchternheit dagegen und mit tadellosem Track record als Investor, nicht Newsletter-Schreiber:


    http://www.wiwo.de/finanzen/ge…fata-morgana/8432470.html


    Grüße


    auratico

    Sorry, aber das überzeugt mich (noch) nicht, ich lerne jedoch gerne hinzu. Klingt ein wenig nach weder Fisch noch Fleisch. Was soll das genau bedeuten:


    Zitat

    Quote ghost_god


    Durch das clearing wird der forward effektiv zum future


    Durch eine Clearingstelle abgerechnete Gold- Forward-Kontrakte sind und werden dadurch keine Futures und können – jedenfalls normalerweise - mit solchen auch nicht an einer Börse verrechnet werden. Möglicherweise lässt sich durch eine andererseits bestehende Comex-Future-Goldposition eine Margin-Änderung erzielen.

    Zitat


    Quote


    Hab persoenlich keine Erfahrung damit nur fiel mir Dein falsches statement auf, dass es an der LME keine Gold futures gaebe. Direkt dort handeln kann man sie aber vermutlich nicht.


    Aber wo kann man sie denn handeln wenn nicht an Ort und Stelle ? Entweder gibt es an einer Börse Gold-Futures oder eben nicht. Die LME sagt: Bei uns nicht. Im Gegensatz zu einer Future-Position ist ein Forward nicht handelbar bzw. wenn ja, seit wann denn ? Das Clearing eines Gold-Forward-Kontraktes stellt doch nur die Solvenz der Vetragsparteien sicher, und dass irgendwo ein Goldbestand, wahrscheinlich unallocated, vorliegt. Ein Forward-Kontrakt unterliegt auch keiner sich während der Laufzeit ändernden Preisstruktur.


    Richtig und für den gesamten Zusammenhang sehr, sehr wichtig, aber keinesfalls neu ist die Tatsache, dass beim Clearing eines Gold-Forwards durch eine Institution wie LCH.Clearnet keine hundertprozentige Liefergarantie entsteht, sondern „in cases of severe market disruption that the delivery of gold does not occur“ gibt es nur Cash plus eine Entschädigung zum Aufbau einer Ersatzposition. Es stellt sich hier die alles entscheidende Frage, wann eine „schwerwiegende Marktstörung“, die die physische Auslieferung verhindert, vorliegt und wer darüber befindet.


    Aber kam das bisher schon einmal vor ? Das wäre der richtige Stoff für all diese professionellen Edelmetallschreiber, während an der Comex derzeit immer noch – anders als in Shanghai – bei nicht mehr als 2% aller Future-Kontrakte die physische Auslieferung beantragt wird.


    Viele Goldbugs glauben ja, dass genau dieses Szenario in Zukunft eintreten wird: Gold würde es dann demzufolge keines mehr geben bei den bisherigen Vertragsstellen, stattdessen einen Scheck und fromme Wünsche für die Zukunft.


    Ich glaube aber weiterhin, dass das Forumsmitglied bullionbulls/Jeff durch diese doch vehementen, spekulativ bleibenden Unklarheiten über das LME-Lagehaussystem in seiner jüngsten, im Internet nun schon weitverbreiteten Einlassung hier für mehr Verwirrung als nötig gesorgt hat. Und zwar, indem er einfach ohne weitere Recherche unterstellt, die seit Jahren schwelenden Konflikte bei der Auslieferung von Basismetallen über die LME-Vertragspartner seien einfach umstandslos auf den Bereich der Edelmetalle übertragbar, obwohl das getrennte Metallwelten sind. Dass die Situation als solche hochinteressant und wichtig ist, will ich gar nicht bestreiten, ganz im Gegenteil. Eben deshalb müsste man eine genaue, faktenbasierte Untersuchung für den Bereich der Edelmetalle unternehmen.


    Nur: Die weltweit seit Jahren überlangen Lieferzeiten für Basismetalle aus den LME-Vertragslagerhäusern (mitunter 200 Tage und mehr) existieren ja trotz voller Lagerhäuser bzw. eben weil diese Lagerhäuser (von denen sich Goldman Sachs zuletzt einige gekauft hat) die Ware - hauptsächlich Kupfer und Aluminium - nur schleichend herausrücken, während sie gleichzeitig ihren Kunden saftige Lagergebühren verrechnen, während diese auf die Auslieferung ihrer vertraglich zugesicherten Ware warten.


    Die LME hat mit vielen dieser Lagerhäuser rund um die Welt nur Verträge über deren tägliche Mindestauslieferungsmengen abgeschlossen. Allzu oft bleibt diese zugesicherte Mindestauslieferung auch schon die Maximalauslieferungsmenge. Jeder weitere – unfreiwillig bezahlte - Tag im Lager von Goldman Sachs bringt denen Geld. Das ging zuletzt sogar so weit, dass ein Lagerhaus (ich weiß nicht mehr welches, vielleicht eines von Goldman oder JPM) frech behauptet hat, sie kämen mit der Auslieferung nicht nach, weil die Auslieferungsarchitektur, also z.B. Tore und Rampen, nicht mehr Lieferungen zuließen. Umgekehrt scheint es aber an der gierig Material aufnehmenden Einlieferungsseite kein logistisches Problem zu geben.


    Siehe dazu z.B. zuletzt:


    http://uk.finance.yahoo.com/ne…come-first-133217149.html


    Grüße


    auratico mit einer Tasse arabica

    Auratico, you are wrong... People can trade LME gold futures. Any gold forward traded under joint LBMA and LME standards can be passed to LCH.Clearnet for clearing and hence can be transformed into an LME future. So do your homework to speak with your words... Don't know the delivery rules for these LME Gold futures though.


    Wäre in der Tat interessant zu wissen, wie über die OTC-Clearingstelle LCH.Clearnet ein an der LME handelbarer Goldfuture entsteht. Bitte posten.
    In meinem Archiv findet sich:


    "A senior executive at the LME says the exchange has no plans to launch trading in gold futures alongside its existing offering of base metals futures and options products. ..."


    http://www.commodities-now.com…-launch-gold-futures.html


    Grüße


    auratico


    Die Kupfer(Silber)Lagerstätten liegen nicht in Polen sondern in Schlesien. Polen selbst hat fast gar kein Silber.
    Das es nicht deutsches Silber ist, liegt an den Folgen des 2.Weltkriegs, haben wir also indirekt Österreich zu verdanken. ;)


    Niederschlesien, um genau zu sein. Die Bergbautradition dort reicht über 1000 Jahre zurück. Die Lagerstätten der heutigen KGHM liegen vor allem im nördlichen Riesengebirge. Immerhin der weltweit siebtgrößte Kupferproduzent und der zweitgrößte Produzent von raffiniertem Silber.


    Goldabbau gab es früher in dem Gebiet zwischen den Flußläufen von Kactawa (Katzbach) und Bóbr (Bober).


    Grüße


    auratico

    Edel,
    Bei den Ländern frage ich mich, wieso:
    - Polen wenig fördert, aber noch 70 Jahre Reserven hat


    Wenn in diesem Zusammenhang von Polen die Rede ist, ist im Grunde immer nur die KGHM gemeint. Als riesiger Kupferproduzent fördert sie auch als Beiprodukt im großen Stil Silber. So ist diese Ressourcenschätzung zu verstehen. Dies gilt auch für etliche andere Länder, wo ähnliche geologische Verhältnisse herrschen. Wenn man dort noch z.B. Kupfer für 70 jahre annimmt, dann eben auch das mitgeförderte Silber.


    Grüße


    auratico


    edit: uups, das hat Edel eigentlich schon erwähnt. Egal. KGHM übrigens hat immer superfette Dividenden gezahlt. Leider, so vermute ich als Aktionär, wird das dieses Jahr nüscht werden.

    Auf Englisch, weil eine Antwort auf einen Beitrag von bullionbulls:


    Zitat

    quote='bullionbulls


    If anything, I should have ADDED more to this commentary about the fraud in these other metals markets as well...


    Because of the importance of the matter, it is absolutely necessary not to come up with sensationalist rumours but with hard facts. The LME, owned by a Chinese company based in Hongkong, has contracts with a network of 765 warehouses in 36 locations worldwide and does not sell any gold or silver on its own. But they are storing hundreds of thousands tons of an industrial metal known as copper. The delivery chain and wholesale logistics of industrial metals with shiploads of material is totally different from the storage of gold. Some of these warehouses may or may not store also gold or silver on behalf of other customers like local refiners or, who knows, even the LBMA.


    If you want to do a favor to the gold community please get your research done properly. It is not the time for more rumours from precious metals newsletter writers with no first hand knowledge at hand.


    So how much gold in the form of London delivery bars is withdrawn from the LBMA warehouses, gets melted down into 1kg bars, stamped anew and is leaving the Western system with direction China forever without even saying goodbye to the London guys ? THIS would be a useful information, but not some unfunded speculations based on a Bloomberg report that is merely dealing with base metal logistics without even mentioning gold or silver at all.


    Sincerely


    auratico

    Zitat

    quote='bullionbulls','
    Fraud Confirmed: 100-Day Delay To Take Bullion Delivery In London
    As with these failures to deliver by the LME; cash settlement represents another category of bullion default. The LME can’t supply the metal, and so it buys off buyers with large bribes to ward-off the official bullion-default which becomes more inevitable by the day...


    Essentially, the purchasers of futures contracts at the LME who request to “take delivery” of the metal they have purchased are simply given a new futures contract instead of the metal they now legally own.


    The LME does not sell any gold or gold futures. If you are into copper and you have a problem getting your stuff, send them a note. And do your homework over there in Canada.


    Where does this information come from, what are the sources ? Since when is the LME supposed to deliver any gold ?
    To whom ? When ? Why ?


    Grüße


    auratico

    "Sie bringen das Lächeln zurück in die Gesichter der Goldanleger", sagt der Interviewer in diesem Telefoninterview mit Jim Sinclair.
    Dieser wird in seinen kurzfristigen Prognosen wieder erstaunlich konkret - an Selbstbewußtsein hat es ihm ja nie ermangelt.
    Schon in diesem Sommer sieht er etwa ab Juli eine kräftige Erholung des Goldpreises, angetrieben von einer zunehmenden Aufspaltung zwischen den Terminmärkten und dem anhaltend starken physischen Kaufinteresse.


    Auch bleibt er bei seiner Meinung, dass der Comex das physische Gold bald ausgehen wird. Das hat man als interessierter Zeitgenosse zwar in den vergangenen Jahren immer wieder mal vernommen, aber es ist doch erstaunlich, wie sicher er sich diesmal ist. Er glaubt an eine weitere Verschärfung der Krise des westlichen Finanzsystems noch in diesem Jahr, das mit einem Goldpreis über $ 1650 enden werde, so Jim Sinclair, der an einer Stelle pointiert sagt: I live with gold, I am gold.
    Ja, und auch die Minenwerte (gemeint sind schuldenfreie, gut geführte mit starken Ressourcen im Boden) sieht er demnächst auf Erholungskurs.


    Dennoch sagt auch er, dass im Falle eines großen Aktiencrashs, da dann wieder einmal alle anderen Assets zur Bedienung der Nachschusspflichten liquidiert werden, auch Gold, zusammen mit allem anderen vekauft würde, bevor es durch die nächste folgende QE-Dröhnung wieder hochkäme. Wenn Bernanke im nächsten Jahr als Chef der Fed zurücktritt, werde der oder die Nachfolger(in) sofort mit dem Gelddrucken weitermachen.


    http://www.youtube.com/watch?f…dded&v=GNjAg9x1_s8#at=475


    Grüße


    auratico

    Aktien kann man als Stücke selber verwahren.


    ich weiß nicht, wie die Sache bei Euch in der Schweiz gehandhabt wird, aber in Deutschland ist das bei vielen girosammelverwahrten Aktien mit Globalurkunde nicht möglich. Zumindest besteht meines Wissens nach keine rechtliche Verpflichtung seitens des Emittenten, solche Effekten anzubieten, obwohl es fallweise möglich ist.


    Und dass es so etwas z.B. für kanadische Minenwerte im Klitschenstadium gibt, wäre mir vollkommen neu.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Aus meinem Archiv eine Übersicht der gesamten Goldanlagen, die früher bereits 14 % betrugen, sh.Grafik


    In Indien, dem - noch - größten Goldimporteur ohne jede eigene Goldförderung, liegt die Goldanlagequote bei 10% der Ersparnisse: " Dies entspricht dem Niveau der Bankeinlagen und übertraf zwischen 2008 und 2011 somit die Börseninvestitionen von Privatanlegern um das 11-fache."

    Vor drei Wochen war dann, natürlich auch hier im Forum, zu lesen:


    "Laut Bekanntgabe der indischen Regierung am Montag beliefen sich die Goldimporte im Mai auf 162 Tonnen, die doppelte Menge des monatlichen Durchschnitts in 2011, was Reuters zufolge ein Rekordjahr in Bezug auf indische Kapitalzuflüsse war. Am Dienstag stoppte die Regierung alle neuen Importe, die nicht vollständig in bar bezahlt wurden oder Wiederausfuhren von Schmuckherstellern darstellten.


    Am Mittwoch wurde die Einfuhrsteuer von sämtlichen Goldimporten auf 8% ihres Wertes erhöht."


    http://gold-journal.de/index.p…achfrage-zu-druecken.html


    Gleichzeitig stieg der USD gegen die indische Rupie auf ein Allzeithoch. Gewiss wird es in Indien nun vermehrt zu Goldschmuggel kommen, doch werden sich diese Maßnahmen zur Eindämmung der Goldimporte bestimmt niederschlagen:


    "The Rupee has fallen sharply against the US dollar as volatility rises. The current account deficit jumped largely because India’s gold purchases rose from 90 tons to 300 tons as the price collapsed. But this led to India imposing more tariffs on the importation of gold stopping the buying and contributing to the collapse in gold prices. The goldbugs still are yelling about manipulations and paper gold sales, but the largest cash buying is having a massive impact upon the currency. It does not matter that they are buying an asset that can be resold compared to importing consumer goods. The rupee is decline as part of the dollar bull market.


    The US dollar is in a bull market that may last until October 2015


    The dollar is rising rather sharply around the globe. The rise in India has impacted gold sharply and this is putting tremendous pressure on Switzerland where the central bank stands to lose a fortune between gold and the Euro.


    http://armstrongeconomics.com/…-try-to-stop-dollar-rise/


    Grüße


    auratico

    Geld entsteht mit einem Tastendruck innerhalb von Teilreservebanken. Diese erhalten von ihren Kunden Einlagen - und diese sind dann das Eigenkapital der Bank (= du gibst der Bank einen Kredit und trägst dafür ein Ausfallrisiko). Und mit diesem Eigenkapital als Sicherheit können die Banken ein Vielfaches an Kredit bei der Notenbank aufnehmen und dieses als Kredit verleihen. Sie schaffen dadurch häufig das Zehn- und noch Mehrfache Ihrer Einlagen


    Die Kundeneinlagen zählen natürlich nicht zum Eigenkapital einer Bank, sondern zu deren Verbindlichkeiten. Bei lt. Basel II acht Prozent Eigenkapital können mit den restlichen 92% der mit Risiken behafteten Forderungen (u.a. die Kundeneinlagen) dann Kreditvergaben weit über diese Kundeneinlagen und das haftende Eigenkapital hinaus getätigt werden.


    kannst Du mir als Laien mal sagen wie ich meine Aktien so personalisiere, dass das nicht möglich ist? Ich erinnere mich, dass Du irgendwo mal geschrieben hast, dass man sich die Aktien auf den eigenen Namen ausstellen lassen soll oder so? Wie geht das konkret? Ist man dann geschützt?? ODer nur Aktien depots bei Sparkassen?


    Sehr interessantes Thema. Wenn es hier im Forum einen Gesellschaftsrechtler geben sollte, der darüber Bescheid weiß, wäre das sehr hilfeich. Alles hängt natürlich von der Verwahrungspraxis der depotführenden Institution ab, und es ist gut möglich, dass es hier bei den Volks- und Genossenschaftsbanken sowie bei den Sparkassen eine eigene Sammelverwahrung gibt, die z.B. im Falle eines Großcrashs deutlich sicherer als bei einem Online-Broker ist.


    Nach meinem, allerdings laienhaften Wissensstand ist es inzwischen, nach mehreren Reformen des Wertpapiergesetzes, NICHT mehr möglich (nach § 9a III 2 DepotG) aus Dauerglobalurkunden, d.h. Sammelurkunden der Banken, ein Recht auf die individuelle Herausgabe von Einzelurkunden als Effekten abzuleiten.


    Interessant ist die Sache auch insofern, als z.B. jemand wie Jim Sinclair nach den jüngsten Skandalen bei US- Brokerhäusern wie MFGlobal kaum mehr ein anderes Thema kennt in seinen täglichen Hinweisen an seine Blog-Gemeinde (allerdings vor allem nachdem seine Goldpreisprognosen zuletzt zeitlich so danebenlagen).
    Er führt jetzt eine Kampagne mit dem Ziel, dass sich Aktionäre im US-Anlegerraum ihre Aktien, wie früher einmal üblich, aushändigen lassen. Dann müsste man sich aber wohl auch, ebenso wie früher, selbst um Dividenden, Aktienmäntel, Kapitalerhöhungen usw. kümmern. Back to the roots und raus aus einem kollabierenden Bankensystem oder publizistische Panikmache ?


    Es geht dabei natürlich um die - für Aktionäre in der Eurozone entscheidende - Grundfrage, ob bei den zu erwartenden massiven Bankenpleiten bzw. Bankenumstrukturierungen nicht noch ganz hässliche Detail ans Tageslicht kommen könnten, die nicht nur die Halter von größeren Sparkonten, sondern auch die Aktiendepots betreffen würden, von denen es immer heißt, sie seien unantastbares Sondervermögen außerhalb des Zugriffs der depotführenden Banken. In den USA war dies definitiv nicht der Fall. Die Anlegergelder wurden von den scheinbar nur vermittelnden Brokerhäusern kreativ und widerrechtlich für andere Zwecke verwendet und sind nun futsch, darunter auch Gelder, die vermeintlich in Gold-ETFs investiert wurden und doch ganz anderswo landeten - prominentes "Opfer" war z.B. Gerald Celente.


    Grüße


    auratico

    Eric Sprott mit einem – alles andere als unplausiblen - Erklärungsversuch, warum die massiven Rückgänge bei den Gold-ETfs auf längere Sicht kein schlechtes Zeichen für den Goldpreis sein müssen. Das in den letzten Monaten (schon ab Januar 2013, um genau zu sein) von den dazu laut ETF-Statuten befähigten Großanlegern (allerdings nicht nur Bullion Banks, wie Sprott seltsamerweise schreibt) abgezogene physisch hinterlegte Gold der ETFs wandert seitdem mit einer satten Arbitrageprämie von mitunter 50 USD/Oz über Spot bzw. ETF- Anteilschein nach Shanghai. Das kann natürlich nicht ewig so weitergehen, wenn keine entsprechend billige Ware neu auf den Markt kommt.


    Man sollte bei einem wie Sprott, der sich so gern als Alternative zu den großen bösen Buben der Bullion Banks inszeniert, aber nicht vergessen, dass Anleger bei seinem eigenem Goldfonds auch erst ab einem großen Delivery Bar von 12,5 kg (und weiter nur in dieser Stückelung) und gegen weitere Gebühren eine physische Auslieferung erwirken können. Vielleicht schickt er selbst schon Gold Richtung Fernost.


    http://www.sprott.com/markets-…enough,-bullish-for-gold/


    Grüße


    auratico

    Der nach jedem massiven Preisverfall (jedoch auffallenderweise nie zuvor) auftretende „Whistleblower“ Andrew Maguire, von dem es immer heißt, er wisse, was sich an den physischen Märkten in London tue, weiß von den jüngsten Ereignissen zu berichten. Mit Vorsicht zu genießen wie alles im Goldsektor, was von Leuten kommt, die oft falsch liegen und die Zeichen unablässig zu optimistisch deuten, aber es sei dennoch hier kurz mitgeteilt:


    - Die am letzten Donnerstag umgeschlagene Menge sei die größte des Jahres gewesen, vielleicht sogar die größte in zwei Jahren. Käufer seien vor allem Zentralbanken gewesen.


    - Am Freitag dann “ were immense amounts of paper gold hitting the market, yet there is absolutely zero physical gold for sale and nothing but buy orders in the wholesale market.”
    Die Geschichte mit den physisch leergefegten Märkten wird seit Jahren immer wieder wiederholt. Hoffentlich – für die Besitzer von physischem Gold - stimmt sie dann auch einmal wirklich.


    - Auch nicht weiter verwunderlich ist, dass er nun ein Tief beim Goldpreis erkennen will – wie auch schon zuvor, als der Preis noch bei 1500/Oz lag. Es sei nun an den Bullion Banks, deren Short-Wetten aufgegangen sind, den Preis nach oben zu treiben:
    “I still maintain we marked a historic bottom on Thursday and aside from some misplaced margin gaming, the risk now is actually to the shorts. The power (to move prices higher) is all in the bullion banks’ hands and will be exercised at a time of their choosing, which, given the structural shifts and global imbalances, I believe is imminent.”


    Wenn man sich den wieder einmal völlig ausgebombten Minensektor ansieht, könnte ich mir eher vorstellen, dass die Minen wieder derart unter Druck geraten, dass sie wie früher auf Jahre hin gewaltige Vorverkaufsverträge mit den kreditgebenden Banken zu Niedrigpreisen abschließen müssen.


    http://kingworldnews.com/kingw…ift_In_Physical_Gold.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='*Edelweiss*',
    Anmerkung Edelweiss:
    ganz zu schweigen von seinen Empfehlungen 2011, buy Gold Hyperinflation in 2012


    Er war interessant als eine Stimme, die die offiziellen Zahlen anzweifelt bzw. nachrechnet, auch wenn es eine Binsenweisheit ist, dass wohl so gut wie keine Regierung korrekte Zahlen vorlegt. Als selbsternannter Makroökonom und Prognostiker ist Herr Williams von shadowstats hingegen eine komplette Fehlbesetzung, worauf hinzuweisen ich mir schon des öfteren erlaubt habe.

    Dollarstärke, Goldpreisentwicklung, Flucht der Investoren aus den Schwellenländern zurück in den Dollar hingegen wieder einmal richtig vorausgesagt von:


    Gold – The Tree Must be Shaken


    Posted on June 20, 2013 by Martin Armstrong


    The number one story has been that the Fed is printing money, it will be worthless, and you have to buy gold. Sorry – way too simplistic. This has been said by the vast MAJORITY becoming one of the most common pieces of investment advice of recent years – just buy gold.


    The Goldbugs have claimed that gold is the only true currency and it will protect you against the ravages of out-of-control government money printing. But that is just not happening. The Fed has shown what will happen when it stops the QE program. Bernake also said if he sells anything, it will NOT be the mortgages. This, the Treasuries will go first and hence the rise in interest rates.


    Gold began its recent decline precisely on target with the Direction Change of 06/17. Look for volatility to start to rise tomorrow into Monday. It will now take a daily closing back above 1400 to stabilize gold. This implies we have lower to go.


    http://armstrongeconomics.com/…-the-tree-must-be-shaken/


    Grüße


    auratico

    Der große Altmeister RR ist (auch) überzeugt, daß die letzte Goldrückerei dem Zweck diente, daß die in die Enge getriebenen Goldbanken Gold und Silber billig kaufen konnten. Diese „Abzocke“ sei nun vorbei.


    Woher will der greise Russell wissen, dass es das schon gewesen ist ? Seit Beginn der großen Krise funktioniert seine zuvor weitverbreitete Dow-Theorie, die von Vorgängen wie den jetzigen heillos überfordert ist, nicht mehr. Das gleiche gilt für fast alle seiner Prognosen aus den letzten Monaten. Er hat seine Meriten, gewiss, aber in der letzten Zeit darf man bei allem Respekt anmerken: He lost his marbles.
    Den Grund dafür vermute ich in der extremen Fixiertheit auf die USA, die mangelnde Fähigkeit, in der heutigen Zeit die gesamte Weltökonomie und Politik in den Blick zu nehmen, nicht nur USA-Europa, USA-China usw. Das war früher zu Russells Hochzeiten auch nicht unbedingt im gleichen Maße notwendig, jetzt allerdings schon.


    Aus dem GLD als weltgrößtem Goldfonds, der, anders als viele hier und anderswo glauben, sehr wohl durch physisches Gold gedeckt ist (das sich aber nur Großanleger physisch ausliefern lassen können, zur Zeit sogar mit schönem Arbitragegewinn wie auch Herr Soros weiß), fließen weiterhin große Mengen ab. Er steht jetzt wieder da, wo er nach dem großen Abverkauf vom April aufgeschlagen ist. Wenn diese Marke nach unten gerissen werden sollte, könnte der Spotpreis durchaus noch einmal weiter korrigieren. Immer noch war die Korrektur 2008 deutlich heftiger als bisher die gegenwärtige. Das wird jetzt noch einmal ausgetestet. Vielleicht kommt danach endlich die herbeigebetete Gegenrally.


    Auch ist nach der Rede von Bernanke heute klar, dass die Märkte dennoch von einem Zurückfahren (in welchem Ausmaß auch immer) der QE-Programme durch die Fed ab Herbst ausgehen. Ansonsten hätten die Aktienmärkte einen heftigen Freudensatz gemacht und das Gold wohl auch ein entsprechendes Hüpferchen. Einen Sprung nach oben machte hingegen der USD, der übrigens gegen Schwellenländerwährungen wie die türkische Lira und den brasilianischen Real mächtig zugelegt hat (Vierjahreshoch).


    Grüße


    auratico

    Martin Armstrong scharfzüngig wie gewohnt mit einer Einlassung aus den letzten Tagen. Er hält ja bekanntlich die Wahrscheinlichkeit einer hyperinflationären Entwicklung als Folge der gegenwärtigen epochalen Krise für nahezu unmöglich für einen großen Währungsraum.
    Ganz im Gegenteil, so glaubt er, werden die Regierungen nicht einfach bis zum Sankt Nimmerleinstag Geld drucken, das im Moment noch ohnehin nur dazu dient, kaputte Bankbilanzen auf Kosten der Allgemeinheit aufzuhübschen.
    Sondern, um an der Macht zu bleiben, werde vielmehr immer noch aggressiver versucht werden, den Bürgern und Steuerzahlern auch noch den letzten Groschen abzujagen – mit allen nur denkbaren Mitteln und deflationären Vermögensbeschneidungen.
    Ferner glaubt er, Euro gegen Schweizer Franken zu verkaufen wäre weiterhin eine gute Wahl.


    Goldhaltung (er meint Münzen, nicht die leicht verfolgbaren Barren im Kilobereich) wäre demnach keinesfalls oder eben nur recht bedingt Schutz vor Inflation (Aktien dafür besser geeignet), sondern vor allem eine international etablierte Wertspeicherung außerhalb des Systems. Er glaubt ja auch, dass Gold früher oder später „in den Untergrund“ gehen wird, d.h. das bevorzugte Tauschmittel für Transaktionen wird, wenn die Auflösungserscheinungen des jetzigen Finanzsystems epidemisch werden – in einigen Jahren spätestens.


    Auszüge:


    „Der Überwachungswahn der Staatskrake ist ein historisch zuverlässiger Indikator, dass der Kollaps der Gesellschaft nah ist. Sollten wir nicht zur Besinnung kommen, kann die Lage ohne Weiteres in ein Mad-Max-Szenario eskalieren, bei dem sogar der Wert von Edelmetallen zusammenbricht und Nahrungsmittel zum ultimativen Wert werden (…)


    … der Staat wird gegenüber seinem eigenen Volk immer argwöhnischer, weil ihm zunehmend die Kontrolle entgleitet. Wir haben unsere Regierung, die das Volk repräsentiert, verloren und die „freie Presse“ wird nun so interpretiert, dass es ihr „frei“ steht, über alles zu berichten, außer über die Wahrheit.
    Das ist auch der Grund, warum keine große Wirtschaft jemals in die Hyperinflation abgetaucht ist. Dies würde bei einem voll entwickelten Land – nicht das revolutionäre Deutschland (Anm. v. auratico: gemeint ist das zerissene Deutschland der Weimarer Republik) – nämlich voraussetzen, dass die Regierung einfach Geld druckt, um ihre Schulden zu bedienen. Derlei hat aber nie stattgefunden! Die Regierungen werden immer Jagd auf Sie machen, Ihre Vermögenswerte stehlen und die gesamte Wirtschaft einfach in einem schwarzen Loch versenken (…)


    Ich kann es gar nicht deutlich genug sagen: Keine Hyperinflation!
    Die Regierungen attackieren die Edelmetalle jetzt mit aller Gewalt. Die US-Regierung hat die Scheideanstalten dazu verpflichtet, jede eingehende wie auch ausgehende Lieferung zu erfassen – wer, wohin und wann. Darüber hinaus habe ich darauf hingewiesen, was der Sinn und Zweck von Edelmetallmünzen ist:
    a) Schutz vor der Regierung, nicht vor der Inflation, und
    b) ein Mittel, das es einem ermöglicht, Vermögen von dem aktuellen Währungssystem in eine neue Währung hinüberzuretten (sollten wir die Lage noch retten können).“


    http://www.propagandafront.de/…aft-steht-kurz-bevor.html


    Grüße
    auratico


    PS. Derzeit wird anscheinend von einer deutschen Produktionsfirma ein Film über Martin Armstrong gedreht mit dem Titel „The Forecaster“, der später auch bei arte gezeigt werden wird.


    http://www.bukerapictures.com/de/filme/the-forecaster