Beiträge von auratico

    auratico:


    Ich hatte natürlich bei Backwardation die "klassische Form" der Backwardation des Futurepreises im Hinterkopf. Dass man die Gold Lease Rates auch meinen könnte, war mir neu. Macht aber Sinn! Also habe ich schlampig gelesen oder die Autoren haben schlampig formuliert?


    Genaugenommen geht es vielmehr um die GOFO-Rates, die ja deshalb so interessant sind, weil es sich dabei nicht um langlaufende Ewig-Leasinggeschäfte mit z.B. Zentralbanken, sondern um kurzlaufende Gold/Dollar-Swaps handelt. Es liegt dabei insofern eine Backwardation vor, als Gold gegenwärtig nur mit einem Aufschlag gegen USD geswapt werden kann, Gold als hinterlegbare Sicherheit- in der Form handelbarer, zertifizierter 4oo Oz-Barren - also einen höheren Hinterlegungswert hat als die dem Spotpreis entsprechenden Dollars. Eine negative GOFO-Rate bedeutet, dass Leute mit USD aktuell dringend Gold brauchen und bereit sind, bis zur Rückgabe dem Goldhalter als Sicherheit die USD des Spotpreises zu hinterlegen und eine Prämie obendrauf zahlen. Im "Normalfall" bei GOFO-Transaktionen ist es umgekehrt: jemand mit Gold braucht kurzfristig Dollars und spart sich durch die Goldhinterlegung als Sicherheit etwas an Zinsen für die kurzfristig ausgeliehenen Dollars.


    Grüße
    auratico

    Ich kann vielleicht der Argumentation des Autors nicht wirklich folgen, aber ich frage mich schon ganz extrem was es für einen Unterschied macht ob ein Kontrakt 30 Tage oder 60 Tage in Backwardation ist?


    Ich glaube, dass ein Teil der Verwirrung um den Begriff und die aktuelle Bedeutung von „Backwardation“ auch von der Verwendung des Ausdrucks gerade im angelsächsischen Sprachraum herrührt, wo er oft synonym sowohl für die „klassische“ Situation der Futures auf den Terminmärkten als auch für negativ gewordene Lease Rates verwendet wird. In der gegenwärtigen Situation wird eher Letzterem Aufmerksamkeit zuteil, wenn es z.B. mehr kostet, sich Gold für 30 Tage denn für 60 Tage zu leihen.


    Das vor allem erregt die Aufmerksamkeit im Camp mancher Goldbeobachter, welche davon ausgehen, dass dies aus ihrer Sicht auf eine grundsätzliche Situation hinweisen kann, die man dann, sofern zutreffend, als zunehmende physische Knappheit beschreiben könnte. Deshalb auch ist es vor allem interessant, nicht so sehr als kurzzeitig aufflackerndes Phänomen. Es ist an sich nichts Ungewöhnliches, dass in einer Phase, in der plötzlich sehr viel Material eines Stoffes die Warenhäuser verlässt – was derzeit beim Gold der Fall ist – Backwardation und negative GOFO-Rates die Folge sind. Die Backwardation hat es bezeichnenderweise ja auch in den letzten Monaten immer wieder mal gegeben bei stark fallenden Goldpreisen. Isoliert betrachtet ist die Aussagekraft durchaus beschränkt.


    Und hier jedoch, bei den GOFO-Rates, liegt vielleicht Dein Verständnisproblem, wenn Du sagst, dass das doch alles geldmäßig kaum eine Rolle spielt, denn natürlich gehen steigende Leihgebühren sehr wohl ins Geld, vor allem, wenn man, wie manche Goldoptimisten, davon ausgeht, dass dies nur ein erster Indikator für einen grundlegenderen Trendwechsel sein könnte, mit dem sich dauerhafte Lieferschwierigkeiten ankündigen würden. Demzufolge würden dann die Lease-Rates in einer Backwardation-Situation immer weiter sich verteuern für den Leihnehmer, bis hin zu einer Situation, wo ihn die Leihgebühren für das physische Gold und dessen Beschaffungskosten überfordern und er die Segel streichen müsste. Darum geht es jenen Goldbugs, die mitunter etwas voreilig sind, wenn sie wieder einmal ein Backwardationchen entdeckt haben und dann gleich schon wieder einmal den Zusammenbruch der Comex an die Wand malen, aber auch hier gilt eben, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht.


    Grüße


    auratico

    Ich muss sagen, dass es mich schon seit geraumer Zeit extrem ankotzt, Meldungen über Backwardation zu lesen. In 100% der Fälle werden aber keine Fakten genannt. Obwohl es sehr einfach wäre?
    Ich persönlich finde es extrem schade, dass auch solche Seiten noch genügend Klicks finden!


    Backwardation und negative GOFO-Sätze beim Gold sind nur von Interesse, wenn diese Situation länger andauern sollte und die Kontrakte am langen Ende erreichen würde. Mir scheint auch, dass mit dem Begriff mitunter viel Schindlunder getrieben und Hysterie verbreitet wird. 2008 war schon einmal eine solche Situation, und es hat sich bald wieder eingerenkt. Wer davon überzeugt ist oder auch nur hofft, dass der Goldpreis demnächst einen mächtigen Satz nach oben machen wird, wird aber logischerweise auch dieses Doppelphänomen (neg. Gofo+Backwardation) im Auge behalten und eben sehen wollen, ob es nicht nur episodisch bleibt, sondern auf eine längerdauernde Lieferkrise hinweisen könnte. Wird sich alles in Bälde aufklären.


    ist es wirklich so, dass es zu der ganzen Angelegenheit keine vernünftigen Angaben gibt ?


    http://monetary-metals.com/a-picture-of-gold-availability/


    zu GOFO:


    http://www.acting-man.com/?p=24578


    Grüße


    auratico

    Für einen Reuters-Artikel zu Gold ist dieser hier erstaunlich interessant. Es wird darin nachgefragt, unter Bezugnahme auf diverse Stimmen, was die gegenwärtig hohe Nachfrage nach physischer Auslieferung, sollte dieser Trend andauern, zu bedeuten hat. Ebenso die - auch hier im Forum schon mehrfach erwähnte - derzeitige Situation einer Backwardation zumal bei den nächstliegenden Kontrakten kommt zur Sprache. Alles nur eine kurzzeitige Unpässlichkeit wie 2008, als sich die extremen Ausschläge sowohl bei der physischen Nachfrage als auch bei der Backwardation ziemlich bald wieder normalisiert hatten ?
    Nix Genaues weiß man nicht, kann man auch im Vorhinein nicht wissen, nur ahnen.


    Einige Passagen der zitierten Aussagen:


    "What is happening now is that the absolutely inevitable 'run' on the 100:1 leveraged bullion banking system is truly underway."


    "More and more people want their gold today, at a higher price, no matter that they can buy a future much cheaper," said Guillermo Barba, economist at the New Austrian School of Economics in Mexico.


    "The actual message of the backwardation is that there is behind the curtains a lack of confidence in the fiat monetary system, a de facto rejection of paper money by some people who prefer the real money (gold and silver)," said Barba.


    "The bullion banks want to get gold back into contango and stop the movement of the remaining inventories by shaking the market lower, using paper leverage to do so," wrote Naylor-Leyland.


    Und zu guter Letzt noch eine Aussage vom vergangenen Donnerstag von einem, der behauptet, dass, wenn es um Gold gehe, er ohnehin nur Bahnhof verstehe, wie alle anderen auch. Es ist Ben Bernanke vor dem Senat:


    "Nobody understands gold prices, and I don't really pretend to understand them either."


    Warum allerdings, wie einmal in dem Artikel zitatweise/gerüchteweise erwähnt wird, angeblich derzeit Goldminen physisch Gold ankaufen, um vermeintliche neu eingegangene Hedgingverpflichtungen (mit fremdem Gold ? ) zu erfüllen, erschließt sich mir nicht. Das klingt eher ziemlich gaga und riecht nach der pöhsen Cabal.


    http://uk.reuters.com/article/…old-idUKL1N0FP1CB20130719


    Grüße
    auratico



    http://uk.reuters.com/article/…old-idUKL1N0FP1CB20130719

    Mich würde interessieren, wer die 18,5 Mrd. Dollar Schulden auf der Gegenseite gehalten hat? Ob da die ein oder andere Bank größere Beträge abschreiben muss? Oder sind es eher (Pensions-)Fonds und "Kleinsparer", die nun eine schwarze Null auf ihrem Depotauszug sehen?


    Wenn irgendwo auf der Welt eine Kommune oder ein Staat pleite geht, kann man auch ohne jede weitergehende ökonomische Kenntnisse zuerst einmal aufs Geratewohl davon ausgehen, dass die Hypo Real Estate und damit der deutsche Steuerzahler mit von der Partie ist. Und das ist natürlich nun auch im Falle von Detroit so, womit sich wieder einmal bestätigt, dass die mit Abstand unfähigsten Banker eindeutig ganz genau hier in eben diesem Land anzutreffen sind. Es gibt schier keinen einzigen Schuldenschlund auf dieser weiten Welt, wo Hypo Real Estate und Konsorten nicht dabei wären:


    Eine Milliarde Detroit-Anleihen liegen in Europa


    Die US-Autostadt Detroit ist pleite und sitzt auf einem Schuldenberg von 18 Milliarden Dollar. Allein eine Milliarden Euro schlummert in Papieren europäischer Banken. Angaben macht nur die HRE.


    Die Insolvenz der Stadt Detroit wird auch in Deutschland eine Bank beschäftigen: Die Bad Bank der Hypo Real Estate – die FMS Wertmanagement – sitzt noch auf 200 Millionen US-Dollar an Anleihen der Pleitestadt.


    http://www.welt.de/wall-street…hen-liegen-in-Europa.html


    Grüße
    auratico

    ... wird derzeit in Dubai praktiziert. Dort zahlt die Regierung angesichts wohlstandsbedingt rasant zunehmender Fettleibigkeit und Diabeteserkrankungen ihren Bürgern für jedes während des Ramadan abgespeckte Kilogramm Fett ein Gramm Gold.
    Im Zuge der Völkerverständigung könnte sich auch Herr Gabriel als Staatsgast zur Golddiät im Wüstensand anmelden und damit bei der Repatriierung des deutschen Goldes mit gutem Beispiel vorangehen ...


    Dubai offers gold to fight obesity epidemic


    Dubai's government will pay residents in gold for losing those extra pounds as part of a government campaign to fight growing obesity in the Gulf Arab emirate.


    The 30-day weight-loss challenge was launched on Friday to coincide with the Muslim holy month of Ramadan, when the faithful refrain from eating and drinking during daylight hours.


    For every kilogram dropped by August 16, contestants who register from Friday can walk away with a gram of gold, currently worth about $42, Dubai's civic authority announced as part of its 'Your Weight in Gold' initiative.


    http://in.reuters.com/article/…old-idINDEE96I0AY20130719


    Grüße
    auratico

    ?)


    Das ist doch der Punkt: Nach meinen Informationen wird die gesamte Minen Neuproduktion vom Markt aufgesaugt, derzeit kauft China und Indien allein zusammen etwa die Hälfte.
    Also nochmals: Ohne genauere Zahlen ist dies m.E. wieder einmal ein propagandistisches Goldbashing interessegesteuerter Medien, mal lästerlich angedacht


    Sollte sich der Goldpreis nicht demnächst spürbar erholen, kann es sehr wohl sein, dass das leidige Hedging aus den 90ern und beginnenden Jahren des ersten Jahrzehnts wieder in größerem Stil beginnt. Bei hochverschuldeten Minengesellschaften - und das sind eben viele - wird es sogar ganz bestimmt darauf hinauslaufen. Die erwähnte Petropavlovsk mit gut einer Milliarde $ Schulden ist ein solches Beispiel, hat sich aber schon vor einem Jahr deutlich über dem gegenwärtigen Goldpreis gehedged, sodass deren Strategie im Moment sogar voll aufgeht. Für all jene, die nun bei diesen niedrigen Preisen neu in ein Hedgingprogramm einsteigen müssen, sieht es dann allerdings düsterer aus.


    Hinzukommt, dass, wie in dem zitierten Artikel erwähnt, diese Hedgingprogramme in der Regel über die Köpfe der Aktionäre hinweg beschlossen werden (auch das eine Wiederholung aus den 90ern), sodass es für Investoren wieder enorm wichtig wird, dass sie über die Hedgingbücher bzw. Hedgingabsichten der jeweiligen Minengesellschaften genau Bescheid wissen, ehe man einen Kauf tätigt.


    Da die ganze Hedgerei erst jetzt wieder so richtig losgehen dürfte, ist es wohl noch zu früh, wenn man glaubt, hier gleich auf der Stelle verlässliches Zahlenwerk erwarten zu können.
    Nochmals, es hängt alles an der Goldpreisentwicklung der nächsten Monate. Wenn sich ein veritabler Bärenmarkt entwickeln sollte bis ins Jahr 2014 oder gar noch länger, dürfte das Hedging auf breiter Front wieder in die Branche einziehen. Dass trotzdem die gesamte Goldproduktion rasch vom Markt absorbiert wird, spielt dabei keine Rolle, denn die - in diesem Falle niedrigen - Preise z.B. an der Rentabilitätsgrenze werden bis jetzt jedenfalls eindeutig immer noch von den Terminmärkten bestimmt.
    Es gibt allerdings Leute, wie z.B. Jim Sinclair, die davon ausgehen, dass sich der physische Markt und der Terminmarkt für Gold demnächst aufspalten werden. Dies aber ist gegenwärtig eine reine Spekulation, die noch nicht der aktuellen Lage entspricht, während das Hedging sehr wohl wieder spürbar aufkommt. Viele Minenwerte sind kapitalschwach und werden so leicht zu billigen Übernahmeopfern und fallen dann vielleicht genau in jene Hände, die Edel meistens als Cabal bezeichnet. Ein Goldpreis über $ 1.600/Oz würde das Problem aus der Welt schaffen.


    Grüße


    auratico

    Detroit,das ehemalige Zentrum der US-Autoindustrie,meldet Konkurs an..."Chapter 9"


    Bezeichnend....


    Das war seit langem abzusehen und kommt daher nicht überraschend, auch weil es in USA im Gegensatz zu hierzulande keinen Länderfinanzausgleich oder Übernahme von kommunalen Schulden gibt. Ganz wichtig auch für das Eingeständnis, dass man pleite ist, war für Detroit das ehrliche Einrechnen der zukünftigen Pensionsverpflichtungen und siehe da: Game over. Auch dies wird in Deutschland nicht gemacht, sondern man agiert ganz so, als ob sich das alles schon irgendwie irgendwann wie von einer guten Fee orchestriert einfinden werde.


    Im Vergleich zu Berlin ist das nun offiziell bankrotte Detroit nur von einer lauen Schuldenbrise getroffen.


    Bezeichnend, bezeichnend, bezeichnend:


    Berlins Schulden - doppelt so hoch wie gedacht


    Offiziell hat Berlin rund 61 Milliarden Euro Schulden. Der tatsächliche Wert soll jedoch bei rund 130 Milliarden Euro liegen: Wie der Bund der Steuerzahler ausgerechnet hat, drücken die Hauptstadt bis 2050 Pensionslasten von bis zu 69 Milliarden Euro - und die sind bislang nicht berücksichtigt worden.


    http://www.morgenpost.de/berli…-so-hoch-wie-gedacht.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Wir diskutieren und unterstellen bzw spekulieren hier inzwischen darüber, wie ein Dritter sein Depot hätte optimieren können, das ist sehr fiktiv, ohne die wahren Beweggründe des Betreffenden zu kennen.
    Ron Paul hat iÜ.diversifiziert, und zwar in Pharmaaktien, (er ist Mediziner) und ist in einer indischen Firma Partner mit hohem Einkommen, das ist sicherlich noch solider und effektiver als Aktientrades.


    Edel, Du hast sein Depot hier eingestellt, und das offenbar nicht zum ersten Mal. Der Mann ist ja nicht irgendwer, sondern auf politischer Ebene in USA seit Jahrzehnten die Galionsfigur schlechthin der Befürworter einer Rückbesinnung auf die Tugenden des Goldes. Außerdem, obwohl von Berufs wegen Kinderarzt, gibt auch er oft - mit reichlich durchmischter Treffergenauigkeit - seit Jahren Prognosen darüber ab, was ökonomisch dann und dann geschehen werde - und er hält Goldminenaktien im Millionenbereich. All das soeben Genannte inkl. der Erwähnung hier im Forum rechtfertigt mE sehr wohl eine Replik über das "Portfolio eines Dritten". Nicht alle Menschen, die auch diese Minenwerte durch Dick und Dünn gehalten haben, sind immer noch Millionäre.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Ausserdem kümmerts ihn bei einem Jahreseinkommen von 1 MIO $ wohl kaum, wenn das Wertpapierdepot im Wert stark schwankt.
    Was hätten wir PM Bugs denn anderes tun sollen ? Mit Goldmann Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank oder US Bonds oder gar den surrealen Doof Jones Aktien im Depot zB. könnte ich jedenfalls keinen Frieden finden.


    Wem es aus Reichtumsgründen egal sein kann, wie sich sein Wertschriftendepot entwickelt, ist nicht eben ein interessantes Beispiel für Investoren, denen die Millionen nicht gerade zufliegen.


    Mit Gold als Rückversicherung gegen einen Systemcrash musste man in den vergangenen Jahren keine Anteile von Finanzmafiabanken erwerben, um ruhig schlafen zu können, sondern nur ganz einfache brave Arbeitstiere, die ihrer Aufgabe nachkommen, nämlich konkurrenzfähige Produkte mit Gewinn zu produzieren und auf den Märkten loszuschlagen. Und wem es jetzt nach einer langen Rally zu heiß wird, kann ja vekaufen und sich wieder im ausgebombten, nun günstigen Goldminensektor umsehen. Die letzten Jahre hingegen gehörten den stinknormalen Aktien, diese haben ihren Käufern große Freude gemacht.


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/bayer-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/adidas-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/sap-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/google-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    Grüße
    auratico


    Was selbst mich erstaunt, keine Rede von physischen Edelmetallbeständen, ausschließlich Aktien ! Aber vielleicht hat selbst er vor den US Behörden gewisse Geheimnisse. =)


    Physische Goldbestände müssen in USA auch nach der neuesten Reform (Facta) nirgendwo automatisch angegeben werden, sofern es zu keinem Verkauf kommt. Gold wird z.B. von der Steuerbehörde IRS gesehen wie Schmuck oder Gemälde; das sind keine "financial assets" aus der Sicht der Behörden, sehr wohl aber Vermögenswerte, die im Falle zivilrechtlicher (Scheidung etc.) oder anderer Auseinandersetzungen (Konkurs, Steuerschulden etc.) herangezogen werden können, soweit deren Besitz bekannt ist bzw. dann eben angegeben werden müssten, da sonst Meineid vorläge. Ein Gold-Indexfonds hingegen wäre sehr wohl ein zu deklarierendes financial asset, ebenso wie natürlich Aktien.


    Ron Pauls Gesamtportfolio ist enorm einseitig und die Quittung dafür hat er im vergangenen Jahr bekommen. Ein bisserl Google & Co hätte auch dem Dr. Paul nicht geschadet zur Schadensbegrenzung.


    Grüße
    auratico

    Stephan Bogner, Analyst bei Rockstone Research and CEO Elementum International, in einem Interview mit The Gold Report, hält dieses Engagemant jetzt für richtig.
    Vorab: Bogner war vor Jahren aktives Forenmitglied als „bognair“ (Beruf: Fight Anti-Gold-Cabals ^^ ) Ging später zum Silberforum des ehem silberinfo.de als Moderator „Gold“, bevor er o.a. Tätigkeiten übernahm.


    Das Problem mit diesen jungen dauerenthusiastischen "Goldexperten" (in diesem Falle Uniabschluss 2004) ist, dass sie keine bzw. nur eine ganz geringe Lebenserfahrung als Investoren mit all dem dazugehörenden Auf und Ab haben. Sie erkennen zwar intellektuell die Verwerfungen des gegenwärtigen Systems, ziehen aber mitunter voreilige Schlüsse aus diesem Umstand, weil sie glauben, über eine Art sechster Sinn zu verfügen, was von mir aus das Vorrecht der Jugend sein mag, in finanziellen Dingen aber rasch gefährlich werden kann.


    Deswegen auch rät er dazu, die Cashquote auf Null zu halten und bei Cashbedarf einfach Minenwerte zu verkaufen. Da hat man schon besser gelacht. Dass Minenwerte jetzt billig sind, ist richtig und hoffentlich auch ohne "Experten" ersichtlich. Für manche Leute jedoch sind Goldminenwerte eigentlich immer günstig und kaufenswert, weil sie im Grunde davon leben, dies zu sagen.


    Markttiming lernt man eben nicht an der Uni und schon gar nicht im Handumdrehen, wie man an Herrn Bogners Äußerungen hier auf den Goldseiten leicht erkennen kann.
    So ließ er sich bereits im Herbst 2012 mit fast identischem Tonfall vernehmen - und lag freilich falsch damit. Als Safeverwalter in der Schweiz ist er wohl eher in seinem Element:


    25.09.2012 09:00 Uhr | Stephan Bogner
    Die stärkste Aufholjagd von Goldaktien seit 1980ern (hat just begonnen)


    "Dies würde bedeuten, dass Goldaktien derzeit vor einem neuen und relativ starken Aufwärtstrend stehen und den beachtlichen Goldpreis-Anstieg von 1600 USD auf knapp 1800 USD während den letzten Wochen in den Schatten stellen."


    http://goldseiten.de/artikel/1…rn-hat-just-begonnen.html



    Grüße
    auratico

    ... auf Festanstellung - auch beim Handelsblatt.


    Und mit diesen knallharten Infos unter dem Arm dann ab zum Goldhändler des Vertrauens.


    Gewinnmitnahmen drücken Goldpreis


    Frankfurt


    Gewinnmitnahmen haben dem Goldpreis am Freitag zu schaffen gemacht. Das Edelmetall verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 1275 Dollar je Tonne, nachdem der Preis seit Wochenanfang knapp fünf Prozent zugelegt hatte. Die Aussicht auf eine doch länger anhaltende US-Geldschwemme hatte den Goldpreis zuletzt gestützt. „Problematisch für Gold ist dagegen der Umstand, dass die wichtigsten US-Aktienindizes gestern auf Rekordständen geschlossen haben, was erneute Umschichtungen von den Gold-ETFs in Aktien zur Folge haben könnte“, prognostizierten die Analysten der Commerzbank.


    http://www.handelsblatt.com/fi…n-goldpreis-/8489520.html


    Bin schon unterwegs mit Anhänger, empfehle rasche Nachahmung


    Grüße
    auratico

    Turk weist darauf hin, dass Gold für die nächsten drei Monate in Backwardation ist. Goldhalter sind nicht interessiert daran, die Prämie für sofort verfügbares Gold einzukassieren, sondern behalten es. Das Risiko, dass ein sofort erhältlicher "billigerer" Kontrakt für Lieferung drei Monate später nicht beliefert werden könnte, halten sie für zu gross...


    Er hält dies für gefährliche Zeichen an der Wand! Er ist allerdings Betreiber von "goldmoney", sodass von ihm keine nur irgendwie negativen Kommentare zu Gold zu erwarten sind.


    Turk sagt viel und schreibt viel, wenn der Tag lang ist. Ob er wohl selbst mit Investitionsentscheidungen auf die Backwardation-Theorie setzt ? Da hätte er schon ganz schön viel böses Fiat-Geld verbrannt ...
    Gestandene Trader halten nicht viel davon:


    "It does appear that once again we have that gold backwardation talk emerging. Keep in mind that all those proponents of that theory cost their devotees a tremendous amount of money the last time they were proclaiming a bottom based on that occurrence."


    http://www.jsmineset.com/2013/…gold-pops-higher-in-asia/


    Grüße
    auratico

    wird snowden Kanzler oder was gibt es wichtiges heute? freitag ist erst morgen.


    Das war wieder einmal Bernanke gestern abend. Er sagte, dass die Fed an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten werde, was man auch als QE-Fortsetzung interpretiert hat - im Gegensatz zu den Äußerungen von letzter Woche. Für Trader ein Traum dieses immer hilfloser anmutende YoYo. Man muss nur immer direkt nach den jeweiligen Statements von Bernanke für eine kurze Weile mit dem nachfolgenden Stimmungsflow mitgehen und einen raschen Abstauber machen.


    Grüße
    auratico

    ... aus Gold seit 2005, trotz der zuletzt höchst unerquicklichen Goldpreisentwicklung. Das ist global die wahrscheinlich beste Wertsteigerung in der Bilanz der von einer Nationalbank gehaltenen Reserven. In diesem Fall jene von Venezuela, das schon früh unter Chavez damit begonnen hatte, große Teile seiner Dollarbestände in Gold umzuwechseln.


    Das Handelsblatt folgert nun daraus, dass es diese „Goldwette“ sei, die das Land in arge Bedrängnis bringe.
    Venezuela ist bestimmt ein Land mit etlichen strukturellen Problemen, aber wie sähe wohl der Wert der Währungsreserven seit 2005 aus, wenn diese statt aus Gold nur aus Dollars, Euros und Yen bestanden hätten ?
    Vielleicht nehmen die Chinesen den Venezuelanern zur Begleichung ihrer dollarbasierten Anleihen einige Barren ab und begleichen die Rechnung mit USD ?


    Goldwette bringt Venezuela in Not


    Venezuela wollte sich von der „Diktatur des Dollars“ befreien. Unter Präsident Hugo Chavez begann das Land, seine Währungsreserven in Gold zu tauschen. Das rächt sich jetzt. Dem Land droht das Geld auszugehen.


    http://www.handelsblatt.com/fi…-inflation/8475252-2.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    Zitat von »Rhein-Main-Gebiet«
    @ Edel Man, Du schreibst immer das Gegenteil vom Handelsblatt, wem soll ich nun glauben


    Der Dollar ist König (....)


    Zitat HB: "...Signal dafür, dass die US-Wirtschaft auf dem Vormarsch ist, seit das Arbeitsministerium einen über Erwarten starken Anstieg der Beschäftigung im Juni meldete.


    Dass die US-Wirtschaft „auf dem Vormarsch“ sei, ist bei Lichte besehen ein völliger Unfug. Und doch ist der USD relativ stark (außer gegen den chin. Yuan, hingegen gegen so gut wie alle Währungen inkl. Edelmetalle deutlich gestiegen und z.T. auf Rekordhochs). Viele können diesen scheinbaren Widerspruch nicht verstehen, weil sie sich nicht für die realen Kapitalströme interessieren. Der USD ist derzeit stark und könnte es noch eine ganze Weile bleiben, weil nun schon seit etlicher Zeit einfach sehr viel Kapital nach USA fließt, das nicht nur in kurzlaufenden Treasury Bills geparkt wird, sondern auch in die Aktienmärkte fließt. Umgekehrt fließt viel Kapital aus den Schwellenländern (Brasilien, Türkei, Russland etc.) ab – in Richtung Dollarraum. Das muss einem nicht gefallen, ist aber so. Punkt.


    Zitat

    Quote Edel Man


    DEM sollten wir nicht glauben, sondern vertrauen, nämlich John Williams von Shadowstats. Real schrumpft die US Wirtschaft.
    JS sagt wohl zu recht: Williams ist ein „must have“.


    Meine persönliche Meinung zu der Verlässlichkeit von John Williams´ Privatstatistik will ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Die Wahrheit dürfte wohl irgendwo zwischen den extrem geschönten offiziellen Zahlen und seinen liegen.
    Äußerst wichtig aber ist zu wissen, dass die offiziellen Zahlen für Deutschland kaum weniger schöngefärbt sind als jene aus den USA., wo viele der zuletzt gemeldeten Jobs extrem schlecht bezahlt sind, Zeitarbeit, Halbtagsjobs etc.


    Kommt einem bekannt vor ?
    Von 47 Millionen Haushalten in Deutschland zahlen 23,5 Millionen keine Einkommenssteuern, während die Privatverschuldung dank Immobilienboom bei 1,57 Billionen Euro angelangt ist. Der Verdienst reicht trotz der von Regierung und Mainstreampresse hochgejubelten Beschäftigungslage, die, wie in USA, immer mehr dauerhaft prekäre Arbeitsverhältnisse von Halbtagsjob bis Hartz IV-Aufstockung trotz Vollzeitjob aufweist, nicht aus, um über die Bemessungsgrundlage zu kommen
    Nur ein gutes Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland besteht noch aus regulären Vollzeitjobs früheren Zuschnitts. Die Lage im restlichen Euroraum darf als bekannt vorausgesetzt werden. Die in den Schattenbanken und offiziellen Bilanzen der Großbanken versteckten ausfallgefährerten Schulden des europäischen Bankensektors sind atemberaubend in der Höhe mehrerer Billionen Euro. Die nächsten Runden des Quantitative Easing werden von der Eurozone ausgehen müssen - nach der Bundestagswahl freilich.


    Die USA wollen gar keinen exporthemmenden starken USD, er wird ihnen ihnen trotz der eigenen Monumentalverschuldung derzeit von den internationalen Kapitalströmen förmlich aufgezwungen. Eine baldige Umkehrung dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Dennoch bleibt die Tirade von der angeblich breitgefächerten Erholung der US-Wirtschaft ein Ammenmärchen, ebenso wie die Vorstellung, die Eurozone könnte sich aus ihren schwerwiegenden Verwerfungen mithilfe der eingesetzten Wahnsinnsinstrumente à la ESM und Bankenunion befreien. Diese Konstruktionen gehen felsenfest davon aus, dass Deutschland auf ewig den Zahlmeister geben wird/kann. Und ja, vielleicht glaubt das die notorisch lethargische und geopolitisch unbedarfte deutsche Wählerschaft ja selbst. Wahrscheinlicher aber ist, dass sie einfach zwischen Bundesliga, Mallorcaurlaub und anderweitiger Medienberieselung noch nicht im vollen Umfang begreifen kann, was es wirklich geschlagen hat.


    Verfall des US-Dollar ? Dies ist (und muss) ein relativer Begriff (bleiben).


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Libertad999','index.php?page=Thread&postID=864634#post864634']Ok......dann hast Du US- Dollar, tauscht die in Peso auf dem Schwarzmarkt, und wenn Du das Auto wieder Verkaufst musst Du es dann definitiv in Dollar verkaufen! Sonst musst Du ja wieder die Peso in Dollar tauschen. Der Wechselkursgewinn in die andere Richtung existiert nicht!


    Ein gutes Geschäft in einer Richtung reicht vorerst, um die Inflation einigermaßen abzufedern. Wer weiß schon, was in fünf Jahren sein wird.


    Zitat

    Luxuskarossen gehören auch bei uns zu einem Sachwert mit sehr stabilen Werterhalt, da muss man nicht nach Argentinien schauen.


    Definitiv nicht. Beim Händler vom Hof gefahren und schon sind 20 % perdu. Auch die hohen Unterhaltskosten drücken bei großen gebrauchten Limousinen auf den Preis. Das waren oft Firmenwagen oder die Autos von reichen Privatleuten.
    Die Situation in Argentinien, wo es teilweise nach Kapitalsverkehrskontrollen ja nunmehr sogar auch schon in Richtung Zwangsbewirtschaftung geht (siehe Links von Bürgerrechtler), ist eine andere.


    Gesuchte rare Oldtimer als Sammlerstücke - das ist hierzulande und in den USA wieder eine ganz andere Geschichte. Diese befinden sich, wie auch moderne Kunst, derzeit in einer Art Crack Up-Boom, wie Marc Faber zu recht festgestellt hat.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Libertad999', Nomineller Beschaffungswert!? Bin ich jetzt überfordert mit. Wohl auch sehr stark vom Gebrauch des Fahrzeuges abhängig wie hoch nach ein paar Jahren der Wert dessen dann noch ist.


    Die Inflation ist über die Jahre so hoch, dass ein gut gepflegtes Auto dann als Gebrauchter sogar mehr kosten kann als zur Zeit der Anschaffung ...


    Luxuskarossen als Schutz vor Inflation
    21.05.2013, 12:28 Uhr


    Die Inflation beutelt Argentinien. Die Einwohner haben jetzt ein Mittel gegen den Wertverlust ihres Geldes entdeckt. Sie kaufen Luxuskarossen. Deutsche Automarken profitieren von der Flucht in Sachwerte.


    Argentinier, die über Dollar- Guthaben verfügen, können die Autos etwa zum halben Preis kaufen, wenn sie ihre Mittel am Schwarzmarkt tauschen. Der offizielle Wechselkurs beträgt 5,2330 Peso je Dollar, der inoffizielle etwa zehn Peso je Dollar.


    „Es gibt viele Menschen, die erstmals Autos im oberen Preissegment kaufen, die Minis gegen Mittelklassewagen eintauschen“, sagt Ignacio Monteserin, Verkäufer bei einem Mini-Cooper-Autohaus von BMW in Buenos Aires. „Es ist generell praktisch, einen Luxuswagen zu besitzen, wegen der hohen Differenz bei den Wechselkursen. Man erhält ein Qualitätsprodukt, das den Geldwert im Laufe der Zeit bewahren wird.“


    http://www.handelsblatt.com/fi…or-inflation/8223196.html


    Gold schützt nicht vor inflation, sondern vor Hyperinflation, d.h. dem Zusammenbruch der Währung und des Regierungssystems.


    Grüße
    auratico


    Gold-Bullen auf dem Vormarsch
    Handelsblatt vom 08.07.2013

    New York Gold hat seinen Ruf als „sicherer Hafen“ und als „Krisenwährung“ scheinbar nicht verloren. Gold-Händler sind derzeit so positiv zu dem Edelmetall eingestellt wie seit etwa einem Monat nicht mehr. Die jüngste Regierungskrise in Portugal hat wieder Befürchtungen aufkommen lassen, dass sich die europäische Staatsschuldenkrise verschärfen könnte. Außerdem lässt der massive Preiseinbruch die Nachfrage nach Schmuck anstiegen.


    Das Handelsblatt schreibt buchstäblich jeden Tag etwas anderes zum Gold, da werden im Tagesrhythmus Bullenmärkte beerdigt, um kurz darauf wieder anzumerken, dass es aber doch vielleicht wieder anders kommen könnte usw. Wegen der 125. Regierungskrise in Portugal hingegen, wie der Sommerpratikant in der Redaktion glaubt, wird das Gold inzwischen ganz bestimmt keine Richtungsänderung vornehmen. Ägypten ist da schon ein anderes Kaliber, weil es die ganze Region in eine Dauerkrise stürzen kann. Dies hilft aber erfahrungsgemäß zuerst einmal immer dem bösen USD.


    Grüße


    auratico