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Zitat von woernie
Nur weil Armstrong es 'klarstellt' muss es nicht stimmen. Warum sollte Armstrong im Alleinbesitz der Wahrheit sein ?
Es geht doch nicht darum, ob er im „Alleinbesitz der Wahrheit“ ist, obwohl ihm geldhistorisch kaum einer das Wasser reichen kann, sondern wo und ob er mit seinen Erläuterungen recht hat bzw., wichtiger noch, wo diese Gedanken aufgegriffen werden können im Zusammenhang mit Überlegungen zu Geld, Gold, Gesellschaft.
Und : Wo ist der Gegenbeweis, woernie? Er sagt hier und an anderer Stelle, dass Geld (z.B. FIAT-Geld, z.B. Geld als Gold) gegen andere Vermögenswerte im Laufe der Zeit historisch abgewertet hat (gegen Aktien, gegen Immobilien, auch gegen Gold als Asset nach und damit außerhalb der verordneten Geldfunktion etc.). Dieser kurze Artikel ist ein Plädoyer für Vermögenswerte, inkl. Gold (das von seinen inflationsbereinigten Höchstständen noch weit entfernt ist, während der Dow seit 1980 von 1000 auf 16.000 Punkte zugelegt hat).
“Grasp the understanding between assets and money. Why should you care in what you make the most money. The object here is to survive. Open your mind and see the world for what it is – a giant melting pot of assets v money everywhere.”
Was er den sog. “Goldbugs” vorwirft, ist ihr Glaube an einen stabilen monetären Wert des Goldes, wenn es denn einmal wieder (unwahrscheinlich angesichts der dazu notwendigen Mengen) offizielles Geld sein sollte. Geld, in welcher Form auch immer, steigt und fällt gegen Vermögenswerte, abhängig von etlichen, sich ändernden Umständen. Die Vorstellung, man könne Geld (nochmals: in welcher Form auch immer) irgendwo in einen Tresor legen, um es 30 Jahre später mit erhaltener Kaufkraft herauszuholen, ist irrig. Zufällig geschehen kann es freilich schon. Was ich in den Tresor legen kann, in der Hoffnung zumal, später darauf werthaltig zurückgreifen zu können sind Anlagewerte wie Gold, Silber, Diamanten, Anteilscheine, von mir aus auch Kunstwerke etc. Und wer ganz optimistisch oder auch ganz schön blöd ist, stapelt darin 30 Jahre lang das immer gleiche Bündel Banknoten als Geld.
Ist das richtig oder ist das falsch:
“Money has historically been many things and gold is only one of them. The issue is always the fact that money (regardless of what it is) rises and falls.”
Es ist richtig.
Ist das richtig oder ist das falsch :
“Gold is a commodity and resides on the asset side of the balance sheet. The Goldbugs tout the German Hyperinflation and somehow pretend that only gold survived when in fact it was all assets. Indeed, the replacement currency that stopped the hyperinflation was backed by real estate – not gold.”
Es ist richtig.
Tangible assets survive because they are revalued in terms of the coming new currency. Our problem is not WHAT IS MONEY, but it is the DEBT.
In einem neuen Geldregime, das früher oder später nach dem Scheitern des gegenwärtigen, auf Totalüberschuldung basierenden, kommen wird, könnte Gold, ein seit Jahrhunderten geschätztes, nicht beliebig vermehrbares Asset, als disziplinierener Pfeiler durchaus eine Rolle spielen, eine wohlgemerkt - als Partialdeckung.
Aus meiner Sicht als jahrelanger Goldhalter gibt es hingegen kaum unerträglichere „Goldbugs“ als jene, die glauben, sie hätten das „kaputte Geldsystem“ nach dem hektischen Erwerb von 10 Unzen Gold in letzter Minute endgültig begriffen und müssten nun nur noch auf den Zusammenbruch warten, um dann mit ein wenig Gold in der Hand die ganze Straße aufkaufen zu können wie in einem Wildwestfilm. Widerlich und unfassbar dumm überdies.
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Zitat von woernie
Der Artikel ist ein klares Plädoyer für 'intangible Money' , für digitales, elektronisches Plastikgeld und die Abschaffung von Bargeld! Begründung ? Die Zeiten haben sich geändert.
Dass der elektronische Zahlungsverkehr abgeschafft wird und man wieder in den Satteltaschen das Gold aus den Bergen direkt in den Saloon bringt und alle Transaktionen bar abwickelt, ist unwahrscheinlich und völlig absurd (Nebenbei gefragt: Ist das wirklich der Wunsch der sog. „Goldbugs“ ? )
Dass man auch in Zukunft z.B. mittels einer Prepaid-Karte, wie es sie prototypisch-archaisch als Telefonkarte schon seit Jahrzehnten gibt, die Benutzungsrechte an irgendeiner Dienstleistung erwirbt, ist hingegen angesichts der kommunikationstechnologischen Entwicklungen weitaus realistischer und würde selbst in einem vollends goldgedeckten Währungssystem keinen Deut anders sein – elektronisch abgerechnete Goldwechsel, und ob das nun von einem Handy aus geschähe, ist dabei völlig gleichgültig. Sonst müsste man eben zu den Amishen auswandern oder eine eigenen Stammesverband gründen.
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Zitat von woernie
Mit diesem Artikel hat sich Armstrong in eine Reihe mit anderen Systemlingen a la Handelsblatt Dummbaddel Oliver Stock etc. gestellt.
Ein Systemling klingt anders: “We are in the middle of a collapse in the economic structure upon which society was formed post-war. All governments are collapsing.They are fighting as nasty as they can desperately trying to hold on to their fleeting power (…) This is becoming a serious concern and is the reason why Homeland Security in the USA is buying tanks and Obama has put the word out to buy just about every bullet out there to prevent the citizens from being able to rise up against government. “
PS Armstrong hat u.a. deswegen so lange im Knast gesessen, weil er sich geweigert hat, dem Gericht die geforderten Goldmünzen auszuhändigen.
Grüße
auratico