Beiträge von auratico

    „Not only has the average Chinese housewife, perhaps the most frugal and cautious species of savers in the world, probably never heard of Goldman Sachs and their call for $1,000 gold—if she had, she would think: 垃圾! (Rubbish!) :D (Blödsinn)


    Dies ist eine klischeehafte und unzutreffende Beschreibung der sog. typischen chinesischen Hausfrau, zutreffend vielleicht am ehesten für die armen ländlichen Gegenden, wo gar nichts zum Investieren übrig bleibt außer einige Rücklagen für medizinische Behandlung und Ausbildung der Kinder.


    In den Großstädten, da, wo auch die große Goldsause abgeht, ist die chinesische Hausfrau vielleicht knauserig mit dem Taschengeld für ihren Mann. Es sind aber oft die Frauen, die größere Investments sogar ganz ohne Rücksprache mit ihren Ehemännern abwickeln. Dazu gehörten auch die riesigen Verluste am chinesischen Aktienmarkt der letzten Jahre, wo die chinesischen Frauen kräftig hingelangt haben, und vor allem im Immobilienbereich kennen sie kein Halten und versuchen ihr Glück total auf Pump, manchmal sind da ganze Schwestern- und Cousinenschwärme als hochverschuldete Familiengeschwader im Immobiliensektor unterwegs.


    Man kann nur hoffen, dass sie es mit dem Golderwerb anders halten, aber eine Gewissheit ist das im modernen, hektischen China von heute nicht. Die Leute sind eher glücksritterhaft unterwegs, ohne finanzielle Bildung und durch die lange maoistische Zeit auch oft von alten traditionellen Hausregeln im Umgang mit Geld abgeschnitten.


    Grüße
    auratico

    Denke ich auch obwohl er momentan etwas auf die Mütze bekommt



    Im Grunde hält sich nur der Euro gut gegen den USD. In den asiatischen Schwellenländern wie Indonesien und Malaysien verlieren die dortigen Währungen rapide gegen den USD.


    Die jüngsten enormen Käufe von US-Staatsanleihen durch Japan haben einen alarmierenden Beigeschmack, denn sie ergeben nur dann wirklich Sinn, wenn es demnächst in Asien, angeführt von China, zu einem gewaltigen Crash kommt. Und es sind nur die Japaner, die in diesem riesigen Ausmaß (52 Milliarden allein im vergangenen Monat) US-Schuldverschreibungen kaufen, die anderen stoßen die US-Bonds nach wie vor ab und überlassen es der Fed, sich der US-Schulden zu bemächtigen.
    Wissen die Japaner mehr als andere ?

    Angst vor dem Asien-Crash: Japan kauft massiv US-Staatsanleihen


    Warum die japanische Zentralbank US-Anleihen in diesem Umfang gekauft hat, ist unklar. Eigentlich bräuchte sie jeden Dollar, um japanische Anleihen zu kaufen, damit die Zinsen für diese nicht steigen. Denn bei einer Schuldenquote von weit über 200 Prozent würde dies den japanischen Staatsbankrott bedeuten.


    Einer der Gründe könnte darin bestehen, dass in Asien die Angst vor einem Crash umgeht. Der ehemalige Lehman-Banker Patrick McDonald sagte der Zeitung Finanz und Wirtschaft:


    „Die gleichen Entwicklungen, die wir 2007 in den Vereinigten Staaten beobachtet haben, zeichnen sich gegenwärtig in Asien ab. Alle Warnsignale, die damals beim Lehman-Crash aufgeleuchtet sind, deuten darauf hin, dass in China bereits in den kommenden sechs Monaten die nächste Bombe hochgehen wird…Die Kreditklemme wird in China beginnen und sich dann über Indonesien und Japan auf die gesamte Region ausbreiten… Das gegenseitige Vertrauen unter den Banken ist in Asien am Zusammenbrechen. Gut beobachten lässt sich das beispielsweise an den Repo-Märkten, am Handel mit Geldmarktpapieren oder am Interbankenzins Sibor. Alle diese Indikatoren weisen ein ähnliches Muster auf, wie es sich Ende 2007 und Anfang 2008 in den USA zeigte.“


    http://deutsche-wirtschafts-na…massiv-us-staatsanleihen/


    Grüße
    auratico

    POG...Whats going on ??? :thumbup:


    Die Fed bleibt, wie ohnehin zu erwarten war, bei ihren monatlichen massiven Anleihekäufen, das QE geht also wohl bis zum Ende der Amtszeit von Bernanke so weiter und die wahrscheinliche Nachfolgerin Frau Yellen gilt ebenso als Befürworterin weiterer Monetarisierungen.


    Der USD verliert gegen den Euro, deshalb ändert sich vorerst nichts am Euro-Goldpreis. Wichtig natürlich, ob der Sprung des Goldpreises nur ein rasches Short-Covering von eiligen Spekulanten ausdrückt, die in den letzten Tagen short gegangen sind, oder ob es zu einer nachhaltigeren Erholung in der nächsten Zeit kommen wird.


    Grüße
    auratico

    Hier ein interessantes Interview mit Karen Hudes, die früher bis zu ihrem Rauswurf eine der führenden Juristinnen bei der Weltbank war und auf deren Einlassungen hier im Forum schon mehrfach verwiesen wurde.
    Von besonderem Interesse scheint die von mir im untenstehenden Auszug fett markierte Aussage, derzufolge die - im Moment allerdings heftig angeschlagenen - BRICS-Staaten im Rahmen ihrer zunehmenden bi- und mulilateralen Handelsverträge unter Umgehung der bis dato üblichen Fakturierung auf der Basis des USD anscheinend Gold verwenden, um offene Beträge bei Gegenbuchungen auszugleichen.


    Das habe ich noch nie gehört, und es wäre wichtig zu erfahren, ob es auch wirklich bereits zutrifft und durchgeführt wird oder ob das noch oder nur im Planungsstadium sich befindet. Wer mehr weiß, bitte in dieser Sache posten.


    Auszug:


    Karen Hudes war Juristin bei der Weltbank. Als sie die USA darauf hinwies, dass die Weltbank ihre Bilanzen manipuliert, wurde sie gefeuert. Als Whistleblowerin beschreibt sie, wie die Eliten einander erpressen. Sie vertritt die Ansicht, dass die gigantische Korruption im Finanzsystem die Welt in den Abgrund reißen wird. Die rätselhaften Entwicklungen des Goldpreises sind für Hudes ein ein Beleg, dass das System bereits im Crash-Modus läuft (...)


    Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Manchmal hat man den Eindruck, dass die Zentralbanken die Kontrolle verloren haben. Ist das möglich?


    Karen Hudes: Das Ende des Gold-Leasings ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt einen allmählichen Wandel bei der Kontrolle des internationalen Finanzsystems. Eine Analyse der Finanzmärkte zeigt, dass die Finanzen der Welt in den Händen von nur wenigen Investmentfonds, Banken und Konzernen sind. Die acht größten US-Finanzinstitute (JP Morgan, Wells Fargo, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, U.S. Bancorp, Bank of New York Mellon und Morgan Stanley) werden zu 100 Prozent von zehn Aktionären kontrolliert. Vier Unternehmen sind bei allen Entscheidungen immer dabei: BlackRock, State Street, Vanguard und Fidelity. Zudem besteht die Federal Reserve aus zwölf Banken, die von einem Direktorium aus sieben Leuten repräsentiert werden, und die aus den Vertretern der „Großen Vier“ bestehen, die wiederum in allen anderen Institutionen vertreten sind. Kurz gesagt: Die Federal Reserve wird von vier Konzernen kontrolliert: BlackRock, State Street, Vanguard und Fidelity.


    Diese Konzerne verlieren gerade die Kontrolle im Verhältnis zur wirtschaftlichen Stärke der BRICS-Nationen: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika und bald auch Indonesien und der Irak.


    Diese Nationen machen mehr als 25 Prozent des internationalen Handels aus und haben sich nun darauf geeinigt, den Handel durch ein Tauschsystem zu finanzieren. Sie verwenden Gold, um die Unterschiede auszugleichen, die nach Gegenbuchungen verbleiben. Sie haben sich darauf geeinigt, eine neue Entwicklungsbank zu gründen, die einen Ausweg aus dem ungeliebten Dollar bieten wird. Nun stellt sich für die Finanz-Elite die Frage: Kann der Dollar unter diesen Umständen als internationale Reservewährung überhaupt weiterbestehen?


    Das ganze Interview unter:


    http://deutsche-wirtschafts-na…iten-zerstoeren-die-welt/


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='LuckyFriday'


    Lassonde und andere stierige Gold-Kühe könnten schlicht übersehen, dass die Welt in eine gewaltige Deflation gleitet, wie es sie noch nie gegeben hat.


    Siehe red. Teil Goldseiten heute; Interwiew mit Antal Fekete, ersten Teil. Er hat eine gewisse, nicht sehr schmeichelhafte Meinung über Manager von Goldminen.


    Stagflation scheint mir das wahrscheinlichere Szenario, ganz gewiss aber nicht die so oft für USD oder Euro von apokalyptisch orientierten Goldfantasten an die Wand gemalte Hyperinflation. Hohe - reale - Arbeitslosenraten, Minilöhne, jahrelanges Durchwursteln usw. werden für immer größere Teile der Bevölkerung in USA und Eurozone auf längere Zeit die bestimmenden Faktoren sein, während die Mieten in New York, München & Co (also dort, wo es noch einigermaßen gut bezahlte Arbeit gibt) weiterhin durch die Decke gehen werden.


    Feketes Sicht auf die Führungsqualitäten von Goldmanagern ist grosso modo zutreffend, wobei es freilich wie überall auch dort Ausnahmen gibt. Bei ihm kommt als persönliche Kränkung noch hinzu, dass er damals erhebliche Teile seiner Altersvorsorge nach seiner Emeritierung bei Barrick angelegt hatte, was freilich keine so gute Idee des eher theoretisch versierten Professors war. Seitdem lässt er keine Gelegenheit aus, die tatsächlich erbärmliche Performance des Barrick-Managements zu verhöhnen. Währungstheoretische Erkenntnisse zu haben und zu formulieren und erfolgreiches reales Investieren bleiben verschiedene Sphären, Kränkungen sind dabei nahezu unausweichlich, wenn die relative Ruhe des Vorlesungssaals mit dem rauen Börsenalltag sich vermengt.


    Grüße


    auratico

    Der Yuan auf dem Weg zur Weltwährung[/url]


    Das entscheidende Hindernis, das dem Status des chinesischen Yuan als einer möglichen zukünftigen Reservewährung noch riesengroß entgegensteht, findet sich in dem von Ersatzkasse verlinkten Artikel erwähnt: Zu einer Reservewährung gehören ein in Jahrzehnten entwickelter, für Investoren transparenter Anleihe- und Kreditmarkt sowie ein funktionierender Aktienmarkt.


    Nichts davon gilt auch nur ansatzweise für den Yuan, der allerdings als binationale Handelswährung (zwischen China und Australien, zwischen China und Südkorea, zwischen China und BRICS etc.) mit in Einzelstückmanier je eigens zugeschnittenen Verträgen rapide an Bedeutung gewinnt. Eine globale Reservewährung jedoch ist etwas völlig anderes. Dort laufen die Leute hin, wenn wieder einmal Feuer am Dach ist. Diese Rolle erfüllt nach wie vor der USD, wobei es einerlei ist, ob einem das privat-ideologisch zuwider sein mag oder nicht. Es ist schlicht und ergreifend seit Jahrzehnten ein Faktum.


    Der chinesische Anleihemarkt z.B. ist schon für chinesische Akteure ein völliger Witz, da komplett vom Zuruf der Politik abhängig. Noch ist die Vorstellung, dass dort in absehbarer Zeit Billionen von zuvor in USD notierten Schuldtiteln zirkulieren sollen, reine Zukunftsmusik. In 15 Jahren mag das dann schon anders aussehen. Eine globale Reservewährung ist mit der derzeit in China herrschenden Politik unmöglich, eine sich zunehmend internationalisierende ad hoc-Handelswährung hingegen sehr wohl. Derzeit rangiert der Yuan, immerhin die Währung der zweitgrößten Volkswirtschaft, irgendwo um Platz 16 herum als Transaktionswährung bei internationalen Handelsabschlüssen. Dagegen ist selbst der Schweizer Franken, die Währung eines Landes mit ca. 8 Millionen Einwohnern, ein Volumenstitan.


    Hochinteressant aber ist das Akkumulieren von Gold durch China als vetrauensbildende Maßnahme noch vor der Etablierung eines funktionierenden Anleihemarktes - quasi als Vorleistung und Hinweis für die Zukunft.
    Eine andere mögliche Erklärung für die starken Ankäufe von Gold durch die chinesische Notenbank könnte man aber auch darin sehen, dass man damit wunderbar, ohne auf dem internationalen Parkett permanent als unfair kritisiert zu werden, notorische Handelsbilanzüberschüsse abfedern kann, denn Gold gilt in jeder Handelsbilanz offiziell als eine Ware unter vielen. Das hätten auch die Japaner in den 80ern machen sollen, anstatt ihre damaligen Handelsüberschüsse neben US-Schuldverschreibungen zu Fantasiepreisen in marode Hollywoodstudios und Golfresorts in USA zu stecken.


    Grüße
    auratico

    Es sieht so aus, als sei eine bedeutende Welle von Shorteindeckungen im Gange; das könnte sehr wohl der Grund für den derzeitigen Anstieg der Notierungen sein. Es fließt auch wieder Geld in den GLD-ETF.

    Gold Shorts Cover At Fastest Pace In 13 Years


    Gold shorts covered an enormous 23,518 futures contracts last week - the equivalent of 2,351,800 ounces of gold. With JPMorgan appearing to be calling everyone (here and here) to get their hands on gold to deliver, it seems our concerns over a short-squeeze are starting to solidify. The last time shorts collapsed at this fast a rate was in the 1999/2000 period which saw a considerable 33% squeeze ramp in gold prices over the space of 3 weeks in the fall of 1999. Notably, the gold short position still remains huge compared to historical values - having fallen back only to the previous all-time record high levels (i.e. plenty of room for moar squeeze). In addition to this surge in covering, Gold ETFs saw their first inflows in 2 months.


    http://www.zerohedge.com/news/…ver-fastest-pace-13-years


    Grüße
    auratico


    China


    A rise of 20% overall, comprising a 22% increase in investment and a 19% growth in jewellery.
    The Chinese market continues with a strong demand, consumers investing in bars and coins as an inflation hedge.
    tered with a 40% growth in bars and coins plus a 6% rise in jewellery – the first increase since Q3 2005...."
    l


    Die Frage bleibt, was die chinesische Regierung mittelfristig vorhat, ob es tatsächlich einen Plan gibt, den Yuan mit dem Hinweis auf die bis dann akkumulierten Goldbestände als eine internationale Reservewährung fit zu machhen. Immer wieder wird die Vermutung geäußert, dass die offiziellen chinesischen Zahlen zu den Goldreserven der chin. Zentralbank grobe Untertreibungen darstellten:


    China continues to hoard gold en masse. In June, China imported 104.6 tonnes from Hong Kong. That would bring China's gold imports from Hong Kong to 1,160 tonnes since the beginning of this year. Officially, China reports its total gold holdings at around 1,000 tonnes. Yet speculation is widespread that it could be holding somewhere between 7,000 to 10,000 tonnes, surpassing the United States' 8,113 tonnes. China is apparently preparing to adopt an impending gold standard.


    So it is not a surprise that China is building up its gold reserves in preparation for a big bang revolution of the global financial system.


    We are now seeing a battle in the gold market, which reflects a broader currency war. The central planners are holding down the gold prices, while China, Russia, India and other central banks and funds are accumulating physical gold in preparation for a big change. This seesaw battle will continue until the great unravelling.


    http://www.nationmultimedia.co…ld-standard-30212197.html


    Grüße
    auratico

    Seit Wochen schon häufen sich die Berichte über die abnehmenden Bestände ( vor allem allocated ) der offiziellen Comex-Lagerhäuseer. Oft wird dieser Umstand einfach als bedrohlich für die Betreiber ( JP Morgan & Co ) und als potenziell bullish für den Goldpreis betrachtet, weil man dabei der einfachen Vorstellung folgt, dass dann ja bald schier gar nichts mehr in den Lagern sein müsse. Physisch jedoch bleiben die Auslieferungsgesuche an der Comex da, wo sie seit Jahren im Durschschnitt sind, nämlich bei ca. 2%. Daran hat sich in dem ganzen Preisverfallsszenario der letzten Monate nichts geändert. Die allermeisten Aktionen in den Comex-Warenhäusern bestehen ja nur darin, dass sich die Besitzverhältnisse in den diversen Kategorien ändern.


    Hier eine Sicht auf diese Dinge vom Gold-Blogger acting man. Für ihn taugen die ganzen Zahlen über die Comex-Bestände vielmehr als Sentimentanzeiger für die westlichen Goldmärkte: Während der Goldpreis steigt, müssen für die vielen Shortpositionen an der Comex entsprechende physische Bestände vorhanden sein und umgekehrt. Die Bullionbanken haben aber in den vergangenen Wochen ihre Shortpositionen der letzten Jahre drastisch reduziert und damit auch ihre etwaigen Lieferverpflichtungen.



    What Do Declining COMEX Inventories Signify?

    August 7, 2013 | Author Pater Tenebrarum


    Conclusion:


    The proper conclusion therefore should be: the decline in inventories simply mirrors the bear market and is a coincident indicator of it. It can only be considered bullish if an argument can be fashioned that the decline in gold's price and the associated decline in GLD holdings and COMEX inventories have been excessive and will therefore change direction again (note again that the change in inventories as such should not matter to gold's price at all – apart from the fact that it doesn't matter where exactly the gold is stored, the amounts involved are too small relative to the market's total size. As noted above, one can at best regard them as reflections of investor sentiment). In other words, one must expect that the opinion of market participants will change again in the future, and that gold demand in toto, including its most important element, namely reservation demand, increases again.


    Such an assessment cannot be made by watching changes in inventories at specific warehouses.


    http://www.acting-man.com/?p=25191


    Grüße


    auratico

    Zitat

    Zitat von woernie


    Nur weil Armstrong es 'klarstellt' muss es nicht stimmen. Warum sollte Armstrong im Alleinbesitz der Wahrheit sein ?


    Es geht doch nicht darum, ob er im „Alleinbesitz der Wahrheit“ ist, obwohl ihm geldhistorisch kaum einer das Wasser reichen kann, sondern wo und ob er mit seinen Erläuterungen recht hat bzw., wichtiger noch, wo diese Gedanken aufgegriffen werden können im Zusammenhang mit Überlegungen zu Geld, Gold, Gesellschaft.


    Und : Wo ist der Gegenbeweis, woernie? Er sagt hier und an anderer Stelle, dass Geld (z.B. FIAT-Geld, z.B. Geld als Gold) gegen andere Vermögenswerte im Laufe der Zeit historisch abgewertet hat (gegen Aktien, gegen Immobilien, auch gegen Gold als Asset nach und damit außerhalb der verordneten Geldfunktion etc.). Dieser kurze Artikel ist ein Plädoyer für Vermögenswerte, inkl. Gold (das von seinen inflationsbereinigten Höchstständen noch weit entfernt ist, während der Dow seit 1980 von 1000 auf 16.000 Punkte zugelegt hat).


    “Grasp the understanding between assets and money. Why should you care in what you make the most money. The object here is to survive. Open your mind and see the world for what it is – a giant melting pot of assets v money everywhere.”


    Was er den sog. “Goldbugs” vorwirft, ist ihr Glaube an einen stabilen monetären Wert des Goldes, wenn es denn einmal wieder (unwahrscheinlich angesichts der dazu notwendigen Mengen) offizielles Geld sein sollte. Geld, in welcher Form auch immer, steigt und fällt gegen Vermögenswerte, abhängig von etlichen, sich ändernden Umständen. Die Vorstellung, man könne Geld (nochmals: in welcher Form auch immer) irgendwo in einen Tresor legen, um es 30 Jahre später mit erhaltener Kaufkraft herauszuholen, ist irrig. Zufällig geschehen kann es freilich schon. Was ich in den Tresor legen kann, in der Hoffnung zumal, später darauf werthaltig zurückgreifen zu können sind Anlagewerte wie Gold, Silber, Diamanten, Anteilscheine, von mir aus auch Kunstwerke etc. Und wer ganz optimistisch oder auch ganz schön blöd ist, stapelt darin 30 Jahre lang das immer gleiche Bündel Banknoten als Geld.


    Ist das richtig oder ist das falsch:


    “Money has historically been many things and gold is only one of them. The issue is always the fact that money (regardless of what it is) rises and falls.”


    Es ist richtig.


    Ist das richtig oder ist das falsch :


    “Gold is a commodity and resides on the asset side of the balance sheet. The Goldbugs tout the German Hyperinflation and somehow pretend that only gold survived when in fact it was all assets. Indeed, the replacement currency that stopped the hyperinflation was backed by real estate – not gold.”


    Es ist richtig.


    Tangible assets survive because they are revalued in terms of the coming new currency. Our problem is not WHAT IS MONEY, but it is the DEBT.


    In einem neuen Geldregime, das früher oder später nach dem Scheitern des gegenwärtigen, auf Totalüberschuldung basierenden, kommen wird, könnte Gold, ein seit Jahrhunderten geschätztes, nicht beliebig vermehrbares Asset, als disziplinierener Pfeiler durchaus eine Rolle spielen, eine wohlgemerkt - als Partialdeckung.


    Aus meiner Sicht als jahrelanger Goldhalter gibt es hingegen kaum unerträglichere „Goldbugs“ als jene, die glauben, sie hätten das „kaputte Geldsystem“ nach dem hektischen Erwerb von 10 Unzen Gold in letzter Minute endgültig begriffen und müssten nun nur noch auf den Zusammenbruch warten, um dann mit ein wenig Gold in der Hand die ganze Straße aufkaufen zu können wie in einem Wildwestfilm. Widerlich und unfassbar dumm überdies.


    Zitat

    Zitat von woernie
    Der Artikel ist ein klares Plädoyer für 'intangible Money' , für digitales, elektronisches Plastikgeld und die Abschaffung von Bargeld! Begründung ? Die Zeiten haben sich geändert.


    Dass der elektronische Zahlungsverkehr abgeschafft wird und man wieder in den Satteltaschen das Gold aus den Bergen direkt in den Saloon bringt und alle Transaktionen bar abwickelt, ist unwahrscheinlich und völlig absurd (Nebenbei gefragt: Ist das wirklich der Wunsch der sog. „Goldbugs“ ? )
    Dass man auch in Zukunft z.B. mittels einer Prepaid-Karte, wie es sie prototypisch-archaisch als Telefonkarte schon seit Jahrzehnten gibt, die Benutzungsrechte an irgendeiner Dienstleistung erwirbt, ist hingegen angesichts der kommunikationstechnologischen Entwicklungen weitaus realistischer und würde selbst in einem vollends goldgedeckten Währungssystem keinen Deut anders sein – elektronisch abgerechnete Goldwechsel, und ob das nun von einem Handy aus geschähe, ist dabei völlig gleichgültig. Sonst müsste man eben zu den Amishen auswandern oder eine eigenen Stammesverband gründen.


    Zitat

    Zitat von woernie
    Mit diesem Artikel hat sich Armstrong in eine Reihe mit anderen Systemlingen a la Handelsblatt Dummbaddel Oliver Stock etc. gestellt.


    Ein Systemling klingt anders: “We are in the middle of a collapse in the economic structure upon which society was formed post-war. All governments are collapsing.They are fighting as nasty as they can desperately trying to hold on to their fleeting power (…) This is becoming a serious concern and is the reason why Homeland Security in the USA is buying tanks and Obama has put the word out to buy just about every bullet out there to prevent the citizens from being able to rise up against government. “


    PS Armstrong hat u.a. deswegen so lange im Knast gesessen, weil er sich geweigert hat, dem Gericht die geforderten Goldmünzen auszuhändigen.

    Grüße
    auratico

    Zitat

    Zitat von woernie


    Und ich habe ausdrücklich NICHT von beliebig vermehrbarem FIAT Geld gesprochen, welches ja durch beständiges exzessives Ausweiten der Geldmenge gegen weniger exzessiv vermehrbare Assets verlieren muss.


    FIAT-Geld, das früher im deutschen Sprachraum übrigens – allerdings wertungsneutral verstanden – manipuliertes Geld genannt wurde, ist nur beliebig vermehrbar/manipulierbar, wenn dies politisch zugelassen wird. Genau so, wie man sich ein möglichst ideales Geldsystem mit Goldstandard ideell zusammendenken kann, ist dies grundsätzlich auch mit FIAT-Geld, das sich an Produktivitätsfortschritten u.a. orientiert, möglich, z.B. die D-Mark in den 50er und 60er Jahren.


    Zitat

    Zitat von woernie


    Bei einer relativ konstanten Geldmenge (Gold) in Relation zur Menge der handelbaren Assets , wird es eben nicht so sein, dass nach 100 Jahren alle Wohnungen, also die in attraktiven Lagen genau wie die in den unattraktivsten Lagen, deutlich teuerer geworden sind, also die vorhandene Gold (Geld-) Menge deutlich weniger Wohneigentum kaufen kann.


    Warum sollte das so sein? Die Nachfrage regelt die Preissteigerungen. In – aus welchen Gründen auch immer – als zunehmend begehrenswert empfundenen Regionen sinkt die Kaufkraft des Geldes gegen Immobilien wegen der dort steigenden Preise, egal ob unter einem Goldstandard oder FIAT. Das war von Berlin bis New York auch unter dem Goldstandard so. Es ändern sich nur die Nominalsummen. Bei einem Wochenlohn unterm Goldstandard von 50 Dollar bleibt die Unternehmervilla in Bestlage für 2 Millionen genauso unerschwinglich wie 100 Jahre später bei 1000 Dollar Wochenlohn und 30 Millionen für die Villa.

    Zitat


    Zitat von woernie


    Das was Armstrong als zwangsläufigen Verlust von Geld gegen Assets beschreibt ist meiner Meinung nach der Inflationierung geschuldet, somit auf FIAT bezogen.


    Nein, wie er in dem Satz zuvor klarstellt: „When gold was money, it then declined against real estate and stocks.“


    Zitat

    Zitat von woernie


    Was die Warenkörbe anbelangt, sollten die bei relativer Geldmengenkonstanz sogar stetig preiswerter werden auf Grund von stetigen Produktivitätsfortschritten.


    Die Seegrundstücke am Starnberger See sind auch durch Produktivitätsfortschritte unter einem Goldstandard nicht vermehrbar. Und warum sollte z.B die Aktie eines Unternehmens bei Produktivitätsfortschritten (und höherer Profitabilität) gar preiswerter werden – gegen Gold als Währungseinheit oder FIAT ? Dies bezieht sich auf Deine Definition von Korb als diverse Assetklassen wie Immos, Aktien etc. beinhaltend.


    Ganz nebenbei: Ein interessantes Fundstück für währungsgeschichtlich Interessierte aus der Frühzeit der BRD in Bezug auf Gold- und FIAT-Diskussionen, Ausgleich von Handelsdefiziten innerhalb Europas etc. findet sich in einem guten Spiegel-Artikel von 1953. Schon damals vertrauten die Griechen ihren Drachmen nicht und versuchten stattdessen an noch umlaufende goldene Sovereigns zu gelangen:


    GOLDWÄHRUNG
    In einer andern Welt wieder


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25656855.html


    Grüße


    auratico

    Zitat

    Zitat von »auratico«


    The mantra of Goldbugs has been that paper money is worthless and only gold is money. ... WHATEVER is money moves opposite of assets.


    http://armstrongeconomics.com/armstrong_economics_blog


    Zitat


    quote woernie
    Der letzte Satz kommt mir etwas platt vor. Das 'Gleichnis' von der römischen Toga/dem heutigen Herrenanzug den man zu jeder Zeit um eine Goldunze kaufen konnte/kaufen kann käme demnach doch arg ins Wanken.


    Der Vergleich mit der Toga ist ja auch, sofern er stupide und zusammenhanglos mantramäßig wiederholt wird, ein aufgelegter Blödsinn. Als bildhafter Hinweis darauf, dass Gold, anders als diverse Währungen, immer einen gewissen Wert behalten hat, ergibt er Sinn, vor allem gegenüber krankhaft staatsgläubigen Zeitgenossen.


    Auf dem Land in meiner Heimatregion liefen die Bauern am Sonntag noch in den 60er Jahren mit den diversen während der Kriegs-und Nachkriegszeit gegen ein paar Kilo Kartoffeln (nicht Gold) eingetauschten feinsten englischen Anzügen in die Kirche. Die ebenfalls vorhandenen teuren Armbanduhren blieben aus Bigotterie in den Schubladen. Die vererbten Grundstücke jener Familien in dieser – zugegebenermaßen wohlhabenden – Region sind heute Millionen wert und werden nach Lust und Laune an die Generation der abhängig beschäftigten Doppelverdienerfamilien verkauft, die sich dafür auf 35 Jahre hin verschulden müssen.


    Zitat

    quote woernie
    Nach meinem laienhaften Verständnis der Geldtheorie kann 'Geld' gegen einen Korb der zur Verfügung stehenden Assets (Real Estate/Stock...) nur dann an Wert verlieren, wenn seine Menge (Geldmenge) schneller wächst als der Korb an handelbaren Assets.


    Ein von Regierungsstellen zusammengewürfelter Warenkorb ist unbrauchbar, da interessegeleitet. Natürlich verliert Geld, gerade derzeit, massiv an Wert gegen Immobilien in Lagen, wo Menschen sein wollen oder aus Erwerbsgründen sein müssen und gegen Anteile an Produktivvermögen, also Aktien.


    Zitat

    quote woernie


    – we are headed into a very dangerous black hole where government destroys the entire economy in pursuit of taxes.


    Yes ! Aber was genau in dem schwarzen Loch alles drin sein wird wissen wir (noch) nicht. Womöglich auch eine Prise 'Hyperinflation'.


    Eine „Prise Hyperinflation“ gibt es nicht. Inflation hat mit Hyperinflation nicht allzu viel zu tun. Hyperinflation ist die Folge eines total zusammenbrechenden Währungsregimes, die völlige Abkehr der Menschen vom staatlich vorgegebenen Geldsystem, die zwischenzeitliche Flucht in direkten Warentausch und Sachwerte. Dies geschah in den vergangenen Jahrhunderten ausnahmslos immer in global gesehen kaum bedeutenden, peripheren Währungen, die es zerrissen hat, inklusive dem kaputten Deutschland der Zwischenkriegszeit. Den USD und auch den Euro würde eine Hyperinflation zuletzt treffen, während andere Währungen längst über dem Jordan wären, weil die Kapitalflüsse in die Richtung des geringeren Übels geflossen wären.


    Mit dem „schwarzen Loch“ meint Armstrong vielmehr einen politischen Gesamtzusammenhang aus Korruption, zukünftiger Brutalbesteuerung (was deflationär wirkt wie auch die absehbaren Bail-Ins à la Zypern), staatlichen Schuldenexzessen , faschistoider Totalüberwachung und dem unübersehbaren Versagen des Rechtsstaates angesichts der zunehmenden Unantastbarkeit der scheinkapitalistischen Kleptokraten des Finanzsystems, denen eine Horde abhängiger Politiker und Bürokraten unterwürfigst zuarbeitet. Sollte dieses System zusammenfallen, käme auch die große Stunde des Goldes.


    mit ventilatorunterstützten Grüßen


    auratico

    ... gegen einen Zusammenbruch des gegenwärtigen monetären Regimes - und gegen ausufernde Besteuerung. Aber es wird und wurde von anderen Anlageklassen geschlagen. So argumentiert bekanntlich Martin Armstrong, hier wieder einmal mit einer Einlassung:


    Tangible v Intangible Money – Why Times Have Changed


    The mantra of Goldbugs has been that paper money is worthless and only gold is money. That is pretty much like saying the earth is still flat. Money has historically been many things and gold is only one of them. The issue is always the fact that money (regardless of what it is) rises and falls and everyone since the time of Hammurabi have been trying to create the perfect world where assets rise and you make money, yet at the same time money does not decline in purchasing power. This is just impossible and the problem is the fool who is too scared to invest so he wants to hold only cash and then complains where it buys less and says that is evil and not fair.


    Gold is a commodity and resides on the asset side of the balance sheet. The Goldbugs tout the German Hyperinflation and somehow pretend that only gold survived when in fact it was all assets. Indeed, the replacement currency that stopped the hyperinflation was backed by real estate – not gold. Understanding what we face is the real key. Owning real estate, stocks, and gold is a diversified portfolio. They all rise against the decline in purchasing power of money regardless what it is. When gold was money, it then declined against real estate and stocks. WHATEVER is money moves opposite of assets.


    Up to now, gold has been the WORST performing asset within that class. Just to match the 1980 high adjusted for inflation gold needs to be $2300. The Dow Jones was 1,000 and today we are approaching 16,000. If gold has performed in the same manner it should have reach $14,000. Gold will rally sharply as a hedge against government. We are not headed into hyperinflation – we are headed into a very dangerous black hole where government destroys the entire economy in pursuit of taxes.


    http://armstrongeconomics.com/armstrong_economics_blog/


    Grüße


    auratico

    Während oft die Daten der New Yorker Future-Börse Comex herangezogen werden, um mehr oder weniger zutreffende Rückschlüsse auf die Konsequenzen für die Goldmärkte daraus abzuleiten, bleiben die Gold-Clearing-Aktivitäten an der Londoner LBMA weiterhin auf Rekordniveau. Die nun veröffentlichten Daten bis Juni 2013 besagen, dass während eines gut zwanzigprozentigen Preisverfalls ab Januar die physische Nachfrage am Handelsplatz London umgekehrt um 39% zugelegt hat:


    On a six month comparison from January to June 2013, even though the gold price fell by 20.7% over the period, demand for gold shot up by 39%.


    As the LBMA commented on Wednesday:


    “demand for gold has increased by 39% since January, buoyed by strong physical demand particularly from China and India which has more than offset sales by ETF funds in the western economies“
    June gold clearing figures broke a new record for millions of ounces transferred with on average 29 million ounces transferred (cleared) per day in the London Market, improving on the previous multi-year record of 28.2 million ounces transferred per day which was reached in May.


    https://www.goldcore.com/goldc…aring-turnover-statistics


    Grüße


    auratico

    Eine ausführliche Diskussion auf tfmetalsreport über den Gold-ETF-Platzhirsch GLD.
    Hat er von Anbeginn an mit geleastem Gold der Bank of England und der der Schweizer Nationalbank operiert ?


    Wichtig ist sich daran zu erinnern, dass der GLD schon IMMER nur Großanlegern die Möglichkeit eingeräumt hat, die Aktienanteile bei Bedarf in physisches Gold umzutauschen. Das haben wohl auch etliche gemacht, vor allem in der Nähe der Höchststände, als das Investitionsvolumen des GLD immer größer wurde und die Notierungen höher lagen als der Goldpreis. Es gibt Kenner der Gold-ETF-Szene, die glauben, dass das smart money beim GLD immer das Gegenteil der vielen Kleinanleger ohne Auslieferungsanspruch macht und sich von diesen quasi den Goldtresor füllen lässt.


    --GLD was "funded" with gold leased out (sold) by the BoE and SNB.
    --With everything going on, not only are those entities no longer willing to provide supply, they're actually taking their gold back before it's too late.
    -- Holders like Paulson and Soros are the "fly in the ointment" as they have a GLD claim on the same gold that the BoE and SNB claim as their own "leased" assets.
    -- We are witnessing a managed, slow-burn "run" on the London vaults, where supposed "allocated" gold rests for entities worldwide but this gold has instead been leased out, not only to the GLD, but sold into the market and currently dangling around the necks and wrists of Asians as well as being recast into 1Kg Chinese bars.


    http://www.tfmetalsreport.com/…orensic-investigation-ssj


    Grüße


    auratico

    -
    Als Nebenbemerkung: Meiner Quelle zufolge sollen unter dem Kreml möglicherweise 20.000 Tonnen Goldreserven liegen. Sie besitzen Gold, das so alt ist wie der Vatikan. Die Orthodoxe Kirche hat große Reserven in Moskau.


    Dream on Jim ! Ich lese ihn immer noch gern, aber mehr zur Unterhaltung, denn Spannungsbögen aufbauen, das kann er weit besser als die anderen Gold-Newsletter-Schreiber. Creative Writing at its best. Früher hatte ich mir noch ab und zu die Mühe gemacht, mit ihm nach Panama in einen Mailkontakt zu treten, wenn er wieder mal die aberwitzigsten Zahlen und "Infos" seiner diversen anonymen Quellen in freier Improvisation durcheinandergewirbelt hat und Silber wieder einmal kurz davor war, in der kommenden Woche "dreistellig" zu werden.
    Muss den ganzen Artikel noch durchlesen. Wann, sagt er, implodiert die Deutsche Bank ? Haben seine Quellen einen Zeitraum genannt ?


    Grüße
    auratico

    Alasdair Macleod von Goldmoney.com wartet im Gespräch mit Max Keiser (ab ca. Minute 18 ) mit einer brisanten Beobachtung auf, immer vorausgesetzt, dass sich diese auch anderweitig bestätigen lässt.
    Ihm zufolge verbuchte, wie den jetzt veröffentlichten Daten entnommen werden kann, die Bank of England aus dem von ihr im Kundenauftrag gehaltenen Gold ab Frühjahr 2013 einen Abgang von rund 1.400 Tonnen – was eine völlig ungewöhnlich hohe Zahl darstellt. Macleod hält es für sehr wahrscheinlich, dass es dieses – verleaste - Gold war, mit dem Shorteindeckungen während des Goldpreisverfalls im Frühjahr ermöglicht wurden und das natürlich irgendwann in die Tresore der Bank zurückkommen müsste. Aber woher sollte eine solche Menge Gold in physischer Form herkommen ?


    Weiter vorne in dem Gespräch, ab ca. Minute 13, spricht er über die auch hier im Forum zuletzt thematisierten Begriffe Backwardation und GOFO, die Rolle der Comex und Aussagen von Jim Sinclair.


    http://www.maxkeiser.com/2013/…port-jihadist-safe-haven/


    Grüße


    auratico

    Diese Info ist sehr bemerkenswert: GFMS-- die es tatsächlich am besten wissen müßten -- widerspricht einer Rückkehr der Goldproduzenten zu vermehrtem Hedgen, wie sie gegenwärtig diskutiert wird: In ihrer Vorschau dehedgen diese weiter wie bisher, trotz des scharfen Preisverfalls.


    Für Aktionäre ist es eine gute Nachricht, wenn die meisten Minenwerte noch stark genug sind, dass sie bis auf Weiteres nicht auf Hedgingverträge angewiesen sind, die ohnehin nach einem derart rapiden Preisverfall wie seit April 2013 ziemlich schlechte Bedingungen enthalten würden angesichts der derzeit tiefen Notierungen. Effektives Hedging müsste vor einem solchen Ereignis eingeleitet werden.
    Allerdings sollte man die Relationen im Blick behalten. 11 Tonnen Dehedging von allen Minen zusammen ist nun auch wieder nicht so viel, wenn man bedenkt, dass allein das Hedgebook von Petropavlovsk Lieferverpflichtungen im Umfang von 12 Tonnen vorsieht, allerdings zu einem - aus heutiger Sicht - guten Preis.


    Grüße
    auratico


    China könnte die nächste Wirtschafts- oder Finanzkrise nutzen, um der Welt am Tag X die Verlautbarung zu machen: "Wir besitzen 10.000 Tonnen Gold und machen den Renminbi als goldgedeckte Währung für alle frei zugänglich." Damit die Glaubwürdigkeit dieser Aussage steigt, dürften die Chinesen diesen Bestand durch eine westliche, unabhängige Instanz prüfen lassen und zugleich die Goldreserven der westlichen Zentralbanken in Frage stellen, die sich dieser Prüfung standhaft widersetzen.


    In den englischsprachigen, also fürs Ausland bestimmten Medien in Russland und China zumal häufen sich die - offiziell freilich unbestätigten - Spekulationen über eine zukünftige Gold- oder Teilgolddeckung des chinesischen Yuan/Renminbi. Dies wäre ein derart einschneidender Schnitt, der auch für China zuerst einmal enorme Turbulenzen brächte (bevor dann langfristig die Vorteile evident wären, nämlich ein Entkommen aus den gegenwärtigen gefährlichen Spekulations- und Boom-und-Bust-Phasen), sodass man sich das Ganze in nächster Zeit eigentlich nicht wirklich vorstellen kann.


    Ein Beispiel für die Berichterstattung in diese Richtung:

    China reportedly planning to back the yuan with gold

    July 17, 2013 Marina Maksimova, special to RBTH Asia Pacific


    Recent media reports suggest that Beijing is considering backing the yuan with gold. This decision, if taken, will likely affect China's economy and may trigger a new wave of the global economic crisis. For Russia, however, such a scenario may have its benefits.


    According to media reports of early July, the People's Bank of China is mulling the possibility of phasing out the dollar as the reference currency for the yuan exchange rate, and to start using gold as the reference point.


    The reports have not been confirmed officially, but analysts are warning that the step, if taken, will weaken the yuan and destabilise China's already troubled economy, ultimately provoking a new bout of the economic crisis worldwide.


    Beijing's possible move to back the yuan with gold would not be meant as a strategic measure to strengthen the national currency and increase its attractiveness as an investment medium. Rather, it would be a flaunt aimed at demonstrating to the world (and to the USA in particular) that China is capable of taking the risks associated with a departure from the dollar standard. Experts warn however that, apart from benefiting no-one, such a decision may actually have catastrophic consequences.


    http://rbth.asia/business/2013…yuan_with_gold_47997.html


    Grüße


    auratico


    "..Negative GOFO = When the nearby future gold price exceeds the spot future gold price.


    This time it is terminal."


    Das ist falsch, es ist schlicht und ergreifend falsch, was Jim Sinclair da so formelhaft schreibt !


    Jetzt bin ich wirklich sehr gespannt, ob er sich hier sich nicht bald gezwungen sieht, diese Äußerungen zu korrigieren bzw. genauer zu erläutern anstatt dieser vielen Hundefotos der letzten Zeit. Die Grafik zeigt ja nur die Comex-Futurekurve, wo man sehen kann, wie sich der Goldpreis in den vergangenen Jahren nach den allseits bekannten Rückschlägen, bei denen dann unter anderem auch die GOFO-Rate kurzzeitig negativ wurde, wieder erholt hat.


    Aber: Was hat denn die GOFO-Rate mit den Comex-Futures zu tun ? Backwardation über die Future-Kurve kann, muss aber nicht mit negativen GOFO-Rates einhergehen (die man dann auch, wie schon in einem anderen Posting beschrieben, als eine Form von Backwardation bezeichnen könnte, aber die GOFO-Rate regelt Gold/Dollar-Swaps, kurzfristige Leihgeschäfte zwischen Gold-und Dollarhaltern, wie sie vor allem als OTC-Geschäfte in London getätigt werden, keine Goldfutures). Man kann an der GOFO-Rate vor allem erkennen, wie teuer es ist, sich kurzfristig Dollar gegen Gold zu leihen und umgekehrt.
    Die übergeordnete Gold-Lease-Rate (GLR) setzt sich dann bekanntlich zusammen aus: GLR = Libor – GOFO.


    http://www.goldpriceoz.com/some-terms-about-gold-rates.html


    Damit ich mit meiner deutlichen Meinung in dieser Sache angesichts einer „Goldgröße“ wie dem ansonsten sehr wohl geschätzten Jim Sinclair nicht gar so allein auf weiter Flur dastehe, habe ich rasch nach Verbündeten gegoogelt.
    Und siehe da, im fernen Australien sieht man die Sache ähnlich:


    Slow Loris Larry said...


    jsmineset.com for July 23rd 2013 has a post that has the following definitions:


    GOFO = Gold forward rates, the difference between cash gold and future gold.


    Backwardation = Negative GOFO


    Negative GOFO = When the nearby future gold price exceeds the spot future gold price.


    All three are patently incorrect!


    Anyone who has been following this post should be able to easily identify the errors, but let me point them out.


    GOFO does NOT measure gold prices, it indicates the relative interest costs of borrowing US dollars versus borrowing gold for set periods: GOFO = LIBOR - GLR (Gold Lease Rates). Positive GOFO simply indicates that it is more expensive to borrow dollars than to borrow gold.


    Backwardation is NOT the same as negative GOFO. Backwardation occurs when the price per ounce for a COMEX futures contract is less than the reported 'spot price' of gold, and especially when that difference extends over a number of future months, which cost proportionally less as the time increases. As the addendum to this post clearly demonstrates, negative GOFO can exist without actual backwardation in gold futures prices or inversion of GOFO rates, which is a different matter entirely.


    Negative GOFO simply indicates that it is more expensive to borrow gold than to borrow dollars. The jsmineset definition of Negative GOFO would serve as a simple definition of contango in gold futures prices, which is the normal situation, so it is ass-backwards as a definition of backwardation in futures prices.


    One would not have thought that the dear old 'Santa' of gold could possibly get all of such definitions so confused and horribly WRONG.


    Wed Jul 24, 12:24:00 AM GMT+1


    http://screwtapefiles.blogspot…ive-gofo-significant.html



    Grüße


    auratico


    PS. Falls jemand ein Abo bei dem sehr guten Chartservice von Sharelynx hat, wäre es toll, wenn man die Charts der hier besprochenen Materie bereitstellen könnte. Werde mich am Abend, falls Zeit vorhanden, mal im Internet auf die Suche begeben.