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quote='woernie','
Gestatten dass ich grinse ? [Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif][Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif][Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif]
Ein 'Sentimentwechsel' würde ja bedeuten, dass auf Basis fundamentaler Veränderungen ein Meinungsshift stattgefunden hat/hätte. Komisch. Keiner von uns Deppen hier hat diese 'fundamentale Veränderung' gerafft...aber all die oberschlauen Fondsmanager haben genau rechtzeitig die Reissleine gezogen. Smart Money ? Oder veilleicht doch eher ein Rundmail vom Cheffe bei der FED ?
Ich brauche fürwahr keine Nachhilfe in Semantik, um mir erklären zu lassen, was ein Sentimentwechsel (noch dazu deutlich als vorläufig mit Fragezeichen versehen) ist und was nicht. Natürlich bedarf ein Sentimentwechsel, ein kürzerer zumal, eben nicht unbedingt einer "fundamentalen Veränderung", deshalb gibt es ja auch Fundamentalanalyse und Sentimentanalyse. Nicht jeder Seitensprung führt zu Trennung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sentimentanalyse
Hat sich eigentlich jemand auch derart eingehend rührend mit Blackrock, Northern Trust usw. beschäftigt, als diese damals ihre Anteile am Gold ETF erworben haben ? Haben sie damit damals absichtlich kollektiv den Goldpreis in die Höhe getrieben - analog zur jetzigen unterstellten Situation in die andere Richtung ? Wann sind sie eingestiegen ?
Mit einem erheblichen Teil wohl deutlich über $ 1.300/Oz und viele bei ca. $ 1500, das weiß man von den vielen Stoplosses, die es bei dieser Marke gab. Um keine Verluste zu machen, sind sie raus, zurück an ihre geliebten Devisenmärkte, wo sich just zur gleichen Zeit mit Yen-Shorts und Nikkei Calls ein Riesenreibach machen ließ. Die Computer taten ein Übriges und gegengehalten hat niemand.
Und nun muss Physisches geliefert werden.
Wenn es denn stimmen sollte, wie doch manche glauben, dass wir nun vor einer entscheidenden Aufspaltung zwischen physischen und "papierenen" Goldmärkten stehen, dann wären die zuletzt getätigten Fonds-Verkäufe doch sogar positiv zu sehen. Wenn ...
Das Gold war ja nicht gerade auf einem Höhenflug, als sich etliche Großanleger der Fonds zuletzt davon getrennt haben. Es kam schon seit zwei Jahren nicht vom Fleck, auch die Volumen waren zuletzt sehr gering. Die QE-Aktionen der Zentralbanken haben, anders als von etlichen Goldkäufern befürchtet, die Verbraucherpreise nur sehr mäßig, dafür jedoch die Aktien- und die großstädtischen Immobilienpreise mächtig in die Höhe getrieben.
Vermögenswerwalter sind, sofern erfolgreich, bekanntlich nur an Profiten und der Vermeidung von Verlusten interessiert. Sie haben, anders als Fundamentalisten ("An der Aktie führt kein Weg vorbei !" oder "Nur Gold ist echtes Geld" etc.) keine Liebesaffäre mit irgendeiner Anlageklasse, weder mit Aktien noch mit Gold. Ein Hedge Fonds fühlt sich selbstverständlich auch mit fallenden Kursen pudelwohl, wenn man sich zuvor in der richtigen Richtung positioniert hat. Und zwar mit Währungen, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen usw. Und unter anderem auch mit Gold.
Das ist zwar banal und darf als bekannt vorausgesetzt werden, wird aber offenbar von manchen in emotionalen Phasen mitunter übersehen, wenn wieder einmal rituell alles Unbill auf die bösen, bösen großen Fonds abgeschoben wird, die dem Kleinanleger völlig gleichgültig sind, solange sie die gleiche Anlagestrategie verfolgen wie er selbst. Goldman Sachs und der medial allgegenwärtige George Soros machen oft die Klappe auf und verzapfen etwas, ohne dass sich daraufhin die Märkte bewegen.
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Was ich mir vorstellen könnte, wäre , dass an diesen Überlegungen von Armstrong etwas dran ist: http://www.propagandafront.de/1163800/di…-radar-hat.html
Was bedeutet es, dass an "diesen Überlegungen von Armstrong etwas dran ist" ? Würde mich sehr interessieren. Armstrong geht ja von einer gehörigen Dollar-Rally aus, die zahllose Kreditleichen zurücklassen wird (wegen der im Rahmen der Fed-Geldschwemme in USD aufgenommenen Schulden von unzähligen ausländischen Wirtschaftssubjekten) und auch die US-Exportwirtschaft in die Knie zwingen würde.
So schrieb er denn in dem von Dir oben verlinkten Artikel im März:
"Wir treten jetzt in eine relativ interessante Phase ein, da wir auf den finalen Einbruch bei Gold warten, zur selben Zeit aber damit zu rechnen ist, dass noch mehr Kapital aus Europa in Richtung USA fließt, was dazu beitragen wird, dass der US-Aktienmarkt explodiert und im Mai wahrscheinlich ein Hoch ausbilden wird, während sich ebenfalls für Mai ein erstes Euro-Tief abzeichnet." War ein Volltreffer, wieder einmal.
mit fundamentalistisch nicht aber kurzfristig sentimentveränderten Grüßen
auratico