Beiträge von auratico

    Clive Maund mit einer umfänglichen Darstellung der aktuellen Situation beim Gold aus seiner Sicht.
    Interessant vor allem die vielen Charts, darunter auch der Hulbert-Gold-Sentiment-Chart, der zuletzt in Rekordausmaß auf Pessimismus pur ausgeschlagen hat, was für Maund ein extrem bullishes Signal ist.


    Grundtenor: Der Boden ist erreicht, in mehrfacher Hinsicht.


    http://www.clivemaund.com/gmu.php?art_id=68&date=2013-05-19


    Nach meiner Erinnerung war der Hulbert Gold Sentiment Chart schon einmal in diesen Regionen, nämlich um Mai 2012 herum. Damals ging es danach zügig von ca 1540/Oz bis gegen 1800/Oz hoch und dann nach längerem Geholpere eben wieder herunter auf die heutige Lage.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man','index.php?page=Thread&postID=858152#post858152']


    Hmm ja. Nicht nur dort, sondern manches mal auch im großen Bild. Als er noch in Haft saß, wies er verschiedentlich auf den Untergang aller großen Imperien und ihrer Währungen hin, von Rom über das Vereingte Königreich bis: ja,..... zur USA. Mag Zufalll sein, oder üblicher US Superpatriotismus nicht, jedenfalls klingt seit längerem das Hohelied des US Dollar.


    Er geht immer noch davon aus, vielleicht sogar mehr denn je, dass auch die USA unter der immensen Schuldenlast einknicken werden. Er sagt nur, dass es sie zuallerletzt erwischen wird, vor allem aufgrund des Reservestatuscharakters des USD, der schier unglaublichen globalen und eben nicht nur nationalen Verschuldung in USD. Diese Verschuldung bleibt und wird bei einem steigenden Dollar zum Alptraum für die globalen Kreditnehmer von US-Dollars aus dem Füllhorn der letzten QE-Programme, auch wenn es endlich in den BRICS-Ländern ernsthafte Versuche gibt, den US-Dollar zu umgehen. Das sind erst Anfänge.


    Armstrong hasst, natürlich auch aufgrund seiner eigenen Erfahrungen, das US-Justizsystem, die Hegemonie der Wall Street Boys, die unsägliche Totalüberwachung und fortschreitende Entmündigung der Bürger in USA. Ein glühender Patriot sieht anders aus. Wenn irgend, dann würde er sich wohl als Verfassungspatriot sehen wollen.


    Ebensowenig behauptet er, dass es an den Finanzmärkten keine verdeckten Manipulationen gibt. Ganz im Gegenteil, sie sind allgegenwärtig, auch aus seiner Sicht, nur eben nicht im Ganzen trendentscheidend, sondern sie sichern den Big Boys in unredlicher Weise ihre Extraprofite, in beiden Richtungen. Dass es seit Jahren möglich war, sehr sehr oft den in Asien frühmorgendlich steigenden Goldpreis in New York wieder einzufangen, gehört z.B. dazu, ebenso die Libor-Manipulationen. Das hat aber den Goldpreis dennoch nicht daran gehindert, im Laufe der Jahre von $ 250 auf $1.900 anzusteigen.


    Die verzweifelten Aktionen der Notenbanken kann man schwerlich als versteckte Manipulationen bezeichnen. Die liegen ja öffentlich vor in all ihrer traurigen Dramatik, bis hin zu der immer größeren Wahrscheinlichkeit von weiteren Enteignungsaktionen à la Zypern.


    Es bleibt halt für einen interessierten (und eben auch investierten) Zeitgenossen wie mich weiterhin von Bedeutung, in welchen
    Zeiträumen sich die ganzen politisch-ökonomischen Entwicklungen vollziehen. Und einer wie Armstrong lehnt sich da weit aus dem Fenster. Das haben andere auch getan, aber wenn es nach denen gegangen wäre, stünde der Goldpreis längst in den von Armstrong erst für später avisierten Höhen.


    Und deswegen greifen solche Einwände mE einfach zu kurz:


    http://der-klare-blick.com/2013/04/silbernews-18-04-13/


    Aber, wie hieß es früher zu WG-Zeiten: Gut, dass wir darüber gesprochen haben.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='woernie',
    Wenn auf dieser Basis also eine Gruppe mit Marktmacht wie die Manager großer US Fonds das Gegenteil dessen macht was eigentlich erwartbar wäre und unisono und quasi auf Knopfdruck agiert , nämlich innerhalb von Tagen ( !!! ) , dann scheint mir der Verdacht, dass da einvernehmlich gehandelt wurde nicht gänzlich von der Hand zu weisen.


    Es würde mich brennend interessieren, woernie, woher Du wissen willst, dass "die Manager großer US Fonds" unisono und auf Knopfdruck gehandelt haben. Die erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Daten zum Verhalten der Marktteilnehmer auf dem Goldmarkt im ersten Quartal beziehen sich alle auf die Zeit kurz vor dem Absturz im April und umfassen exakt die ersten drei Monate des Jahres. Innerhalb dieser drei Monate VOR dem Absturz hat der massive Abfluss von Gold aus den ETFs begonnen. Die späteren Daten aus der Zeit des Absturzes wird man erst in drei Monaten sehen und dann mit großer Wahrscheinlichkeit weitere große Abflüsse feststellen, und ja, heftig konzentriert natürlich auch während dieser Tage im April.


    Zitat

    Bleibt abzuwarten ob das ein Volltreffer war. schließlich ist der Mai ist noch nicht vorbei.


    Aus nachvollziehbaren egoistischen Gründen würde ich es gerne sehen, wenn er falsch läge. Leider ist die Wahrscheinlichkeit gering.


    Man sollte übrigens, wenn schon von Sentimentsveränderungen die Rede ist, auch einmal einen Blick auf das Silber werfen, das inzwischen von Höchstständen um die 50 Dollar/Oz auf 20 Dollar herabgesunken ist. Von den Minen gar nicht zu reden, da kann es wahrscheinlich gar nicht mehr weiter runter gehen. Vielleicht hat sich das auch Herr Soros gedacht mit seinen paar Milliönchen Investment in Minen-Calls. Da ist ein kleiner technischer Rebound von 20% allemal drinnen von dem total ausgebombten Niveau ausgehend - und dann haut er die Sachen wieder raus.
    Einmal ganz abgesehen davon, dass das eine Summe ist, die er seiner jungen Frau normalerweise wohl zum Feiertagsshopping auf die Kreditkarte lädt.


    Und was hatte unser böser Marty zum Silber angemerkt, Anfang April 2013:


    "In silver, we have TWO Weekly Bearish Reversals at 2641 and 2654. If they give way, silver will drop first to $23 zone and if that gives way, look for $17. Keep in mind that everything is HIGHLY volatile."


    Aber eben auch: "Shaking the tree and getting the diehards out, will create a fresh base from which to rally. The longer they hold in there, the longer the decline like Japan."


    Diese Sicht fand und finde ich sehr interessant, werde das einfach weiterverfolgen statt dem ewigen Gejammer über Manipulation hier und dort.
    Aus Armstrongs Perspektive war es nicht gut für den Goldpreis, dass der Jahresschluss 2012 höher lag als 2011 und sich damit die Korrektur nach hinten verschob:


    "That allowed the extension for a 3-year correction to move into 2015. Had 2011 remained as the intraday and highest annual closing, then a correction of 2 years would have been 2013 with a max into 3-years for early 2014. The higher closing at the end of 2012 without electing a bullish reversal expands the time line.


    What appears to be shaping up is an extension in the overall market. The $4000-$5200 target zone has not changed. A rally up to that area is still within the bounds of normal technical rally. "


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='woernie','


    Gestatten dass ich grinse ? [Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif][Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif][Blockierte Grafik: http://www.my-smileys.de/smileys3/00009147.gif]


    Ein 'Sentimentwechsel' würde ja bedeuten, dass auf Basis fundamentaler Veränderungen ein Meinungsshift stattgefunden hat/hätte. Komisch. Keiner von uns Deppen hier hat diese 'fundamentale Veränderung' gerafft...aber all die oberschlauen Fondsmanager haben genau rechtzeitig die Reissleine gezogen. Smart Money ? Oder veilleicht doch eher ein Rundmail vom Cheffe bei der FED ?


    Ich brauche fürwahr keine Nachhilfe in Semantik, um mir erklären zu lassen, was ein Sentimentwechsel (noch dazu deutlich als vorläufig mit Fragezeichen versehen) ist und was nicht. Natürlich bedarf ein Sentimentwechsel, ein kürzerer zumal, eben nicht unbedingt einer "fundamentalen Veränderung", deshalb gibt es ja auch Fundamentalanalyse und Sentimentanalyse. Nicht jeder Seitensprung führt zu Trennung.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Sentimentanalyse


    Hat sich eigentlich jemand auch derart eingehend rührend mit Blackrock, Northern Trust usw. beschäftigt, als diese damals ihre Anteile am Gold ETF erworben haben ? Haben sie damit damals absichtlich kollektiv den Goldpreis in die Höhe getrieben - analog zur jetzigen unterstellten Situation in die andere Richtung ? Wann sind sie eingestiegen ?
    Mit einem erheblichen Teil wohl deutlich über $ 1.300/Oz und viele bei ca. $ 1500, das weiß man von den vielen Stoplosses, die es bei dieser Marke gab. Um keine Verluste zu machen, sind sie raus, zurück an ihre geliebten Devisenmärkte, wo sich just zur gleichen Zeit mit Yen-Shorts und Nikkei Calls ein Riesenreibach machen ließ. Die Computer taten ein Übriges und gegengehalten hat niemand.


    Und nun muss Physisches geliefert werden.
    Wenn es denn stimmen sollte, wie doch manche glauben, dass wir nun vor einer entscheidenden Aufspaltung zwischen physischen und "papierenen" Goldmärkten stehen, dann wären die zuletzt getätigten Fonds-Verkäufe doch sogar positiv zu sehen. Wenn ...


    Das Gold war ja nicht gerade auf einem Höhenflug, als sich etliche Großanleger der Fonds zuletzt davon getrennt haben. Es kam schon seit zwei Jahren nicht vom Fleck, auch die Volumen waren zuletzt sehr gering. Die QE-Aktionen der Zentralbanken haben, anders als von etlichen Goldkäufern befürchtet, die Verbraucherpreise nur sehr mäßig, dafür jedoch die Aktien- und die großstädtischen Immobilienpreise mächtig in die Höhe getrieben.
    Vermögenswerwalter sind, sofern erfolgreich, bekanntlich nur an Profiten und der Vermeidung von Verlusten interessiert. Sie haben, anders als Fundamentalisten ("An der Aktie führt kein Weg vorbei !" oder "Nur Gold ist echtes Geld" etc.) keine Liebesaffäre mit irgendeiner Anlageklasse, weder mit Aktien noch mit Gold. Ein Hedge Fonds fühlt sich selbstverständlich auch mit fallenden Kursen pudelwohl, wenn man sich zuvor in der richtigen Richtung positioniert hat. Und zwar mit Währungen, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen usw. Und unter anderem auch mit Gold.


    Das ist zwar banal und darf als bekannt vorausgesetzt werden, wird aber offenbar von manchen in emotionalen Phasen mitunter übersehen, wenn wieder einmal rituell alles Unbill auf die bösen, bösen großen Fonds abgeschoben wird, die dem Kleinanleger völlig gleichgültig sind, solange sie die gleiche Anlagestrategie verfolgen wie er selbst. Goldman Sachs und der medial allgegenwärtige George Soros machen oft die Klappe auf und verzapfen etwas, ohne dass sich daraufhin die Märkte bewegen.


    Zitat

    Was ich mir vorstellen könnte, wäre , dass an diesen Überlegungen von Armstrong etwas dran ist: http://www.propagandafront.de/1163800/di…-radar-hat.html


    Was bedeutet es, dass an "diesen Überlegungen von Armstrong etwas dran ist" ? Würde mich sehr interessieren. Armstrong geht ja von einer gehörigen Dollar-Rally aus, die zahllose Kreditleichen zurücklassen wird (wegen der im Rahmen der Fed-Geldschwemme in USD aufgenommenen Schulden von unzähligen ausländischen Wirtschaftssubjekten) und auch die US-Exportwirtschaft in die Knie zwingen würde.


    So schrieb er denn in dem von Dir oben verlinkten Artikel im März:


    "Wir treten jetzt in eine relativ interessante Phase ein, da wir auf den finalen Einbruch bei Gold warten, zur selben Zeit aber damit zu rechnen ist, dass noch mehr Kapital aus Europa in Richtung USA fließt, was dazu beitragen wird, dass der US-Aktienmarkt explodiert und im Mai wahrscheinlich ein Hoch ausbilden wird, während sich ebenfalls für Mai ein erstes Euro-Tief abzeichnet." War ein Volltreffer, wieder einmal.


    mit fundamentalistisch nicht aber kurzfristig sentimentveränderten Grüßen


    auratico


    Die Bad Debts explodieren überall in der Euro-Peripherie, nicht nur in Italien. In Spanien steigt die Zahl der ausfallgefährdeten, nur noch teilweise oder gar nicht mehr bedienten Kredite (non performing loans - NPL) in rasantem Tempo an.
    Klarerweise wollen die Südländer dieses Problem über die Bankenunion lösen, bei der dann allem zuvor deutsche Sparguthaben für die Rekapitalisierung des völlig übergroßen dysfunktionalen Bankensektors am Mittelmeer herangezogen werden sollen. Spätestens dann müsste jeder in Deutschland, der Sparvermögen in Form von geldmarktnahen Anlagen hat, schreiend auf die Straße springen. Noch scheinen die wenigsten zu ahnen, was da gerade vorbereitet wird, leider, wie meistens im bisherigen Verlauf der europäischen Misere.


    Draghi gibt sich generös und sagt mit seinem satanischen Lächeln, er werde den ganzen Schrott zwar gerne in die Bücher der EZB nehmen, aber eben nur gegen Garantie, dass ihm die solventen Länder der Eurozone im Fall der Fälle, sprich Ausfall, den toxischen Müll wieder abnehmen. Ein Aberwitz, wenn das alles so kommen sollte.


    Man beachte im untenstehend verlinkten Artikel die Grafiken mit den sinkenden deutschen ausfallgefährdeten Krediten und den davoneilenden aus den PIGS-Ländern. Zum Fürchten ...für den Bürgen.


    Europe's EUR 500 Billion Ticking NPLTime Bomb


    http://www.zerohedge.com/news/…lion-ticking-npltime-bomb


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Yep, kaufen, wenn die Kanonen donnern


    Nicht immer und überall, bei Gold hingegen war es bisher eindeutig die richtige Strategie. Die Sache mit dem fallenden Messer ist aber genauso richtig. Keine Eile ...


    Zitat

    Zum Ein-und Ausstieg wird an der Börse aber nicht geklingelt. Die richtigen Zeitpunkte erwischt niemand genau und ist letztlich auf seine eigene Entscheidung angewiesen.


    Die Betonung sollte aber gleichermaßen auf Einstieg wie auf Ausstieg liegen. Es gibt auch so etwas wie einen Wiedereinstieg - z.B Silber von $ 5 auf $ 50, wer da alles behielt, ist selber schuld.
    Wer nicht nur geahnt hat, dass das Gold die 2000/Oz im ersten Anlauf nie und nimmer schaffen würde, sondern auch entsprechend gehandelt hat, ist ein guter Market Timer, atmet mit den Märkten und nicht mit irgendwelchen verfestigten Ideologien. Die wenigsten schaffen das freilich, von ihnen aber sollte man lernen.


    Zitat

    Hier habe ich bewußt darauf hingewiesen, daß es sich bei Moriarty um „seine Sicht“ handelt. Wenn ich zurückblicke, hat der alte Haudegen Moriarty in der Vergangenheit mit seinem Timing allerdings recht gut gelegen ...


    Wer in die von ihm beworbenen und ausführlich vorgestellten/bereisten Goldminenprojekte investiert hat, ist heute mit Sicherheit ein armer Wicht, sofern es sich um maßgebliche Summen gehandelt haben sollte.


    Zitat

    ...was ich auch hier für uns alle hoffe, aber mehr noch, daß wir dem Tief bei Gold recht nahe gekommen sind.


    Hoffe ich genauso, weil eben dementsprechend investiert. Aber eben nur Hoffnung, weil deutlich tiefere Notierungen nun natürlich nicht mehr ausgeschlossen werden können. Dafür ist nun seit 2011 wirklich zuviel charttechnischer und sentimentbezogener Schaden angerichtet worden. Ohne Schock von außen wird es wohl nicht, von kurzzeitigen Shorteindeckungsrallys einmal abgeshen, maßgeblich nach oben gehen angesichts des derzeitigen Zentralbank-Geldregens, dauer- und zwangshaft installierten "Rettungsaktionen" zulasten von Sparern, Steuerzahlern und Mittelschichtlern im Schlagschatten eines wohligen Börsenfeuerwerks.


    Zitat

    An ähnliche Situationen denke ich gern zurück, bei den vielen Bedenken, als Gold bei 450, 650, 1000 $ oder so etc korrigierte.


    Meiner Ansicht nach nicht ganz vergleichbar, da wesentlich kürzer. Der Höchststand liegt nun schon zwei Jahre zurück und wir fahren schon wieder nach unten - noch zumindest. Bei den damaligen Korrekturen haben sich z.B. viel weniger Anleger aus den mit physischem Gold unterlegten ETFs zurückgezogen, was nun völlig anders ist. Die laufen ja in Scharen davon und hin an die Börsen, zuletzt vor allem nach Tokio.


    Zitat

    Noch schlimmer als etwas zu teuer gekauftes Gold wäre, bei dem nächsten Anstieg nicht mit von der Partie zu sein. Und wer Gold besitzt, wäre schlecht beraten, es jetzt noch zu verkaufen.


    Schon, schon, aber wir sind ja ohnehin schon lange dabei, also auch beim nächsten Mal wieder, wann immer das auch sein wird. Fragt sich nur, wer außer den resoluten chinesischen Hausfrauen dann mit uns neu in der goldenen Dschunke sitzen wird.


    Grüsse


    auratico


    Ich kann falsch liegen, aber dennoch glaube ich trotz allem, dass sich zum einen eine Produktionsverminderung der Minen bei Kursen von 1.150 bis 1.300 USD positv/stützend auf den POG auswirken wird und zum anderen denke ich, dass es nach wie vor genügend Menschen und Institutionen wie Zentralbanken Asiens etc. finden werden, die ihr Goldkauf-Pulver noch längst nicht verschossen haben.


    Da 90% des je geförderten Goldes noch vorhanden ist, können bei fallenden Preisen die Produktionskosten der Minen für den Goldpreis eine ganze Weile lang sehr wohl eine untergeordnete Rolle spielen. In den 80er und 90er Jahren machten ganze Legionen von unrentabel gewordenen Minen dicht und der Goldpreis und das allgemeine Kaufinteresse blieben trotzdem für viele Jahre niedrig.


    Wie lange die im Preisaufschwung zu kurz gekommenen asiatischen Privatanleger bei nun fallenden Notierungen noch an die Schalter stürmen, bleibt abzuwarten, für den Spotpreis hat es eingeschränkte Bedeutung, wenn auf der anderen Seite bereitwillig große Mengen abgestoßen werden. Und die chinesische Zentralbank deckt sich nach Eichhörnchenart auch gerne jahrelang zu günstigen Preisen ein, wenn sonst kein weiteres Kaufinteresse besteht.


    Aus meiner Sicht heute mit etwas Abstand noch wichiger als vor einigen Wochen, als mir der gefährliche Zusammenhang erstmals aufgefallen war, den man nun als - vorläufigen ? - Sentimentwechsel deuten könnte: Die japanische Zentralbank beginnt nach 20 Jahren Deflationspolitik mit einer epochalen Geldmengenausweitung jenseits von Fed-Dimensionen und der Goldpreis verharrt unbeeindruckt bzw. geht später in den Sturzflug über, während der japanische Aktienindex um 80% zulegt und die anderen Weltbörsen ebenfalls haussieren, gleichfalls der USD.


    Die Schlussfolgerungen als Anleger muss jeder selbst ziehen, vor allem kein Brett vor dem Kopf kultivieren - durchaus eine Gefahr bei manchen Goldbugs mit Realitätsverweigerungssymptomen, denen dadurch so manche andere, oft jahrelange Anlage- bzw. auch Absicherungsmöglichkeit (Put) entgeht, wenn man alle Eier in ein Nest legt und glaubt, die Märkte und politischen Fliehkräfte "zu durchschauen".



    Grüße


    auratico

    Nun ja, wenn diese Etfs solche Mengen an Gold verkaufen können, dann müssen Sie es ja auch vorher gekauft haben und somit erheblich zur Goldrally beigetragen haben. Oder sehe ich das falsch?


    Natürlich ist das so. Ohne die angelsächsischen Gold-ETFs wäre der Goldpreis in den vergangenen Jahren wohl kaum derart gestiegen, aber sie sind nur ein Rädchen im Getriebe. Aber wie auch die Apple-Aktie werden die Gold-ETFs wesentlich von Hedge Fonds bestimmt. Die großen ETFs dürfen offiziell nicht am Goldterminmarkt mit Futures operieren, sondern erwerben laut Eigendarstellung physisches Gold, das aber für den einzelnen Anleger im Fall der Fälle nicht erreichbar ist, sondern in Form von börsengehandelten Aktienanteilen vorliegt.


    Hedge Fonds bleiben, von Ausnahmen abgesehen, verlustreichen Anlagen nicht treu, d.h. sie haben kein Sitzfleisch, das sich so mancher Fundamentalinvestor leistet, der glaubt, auf lange Sicht richtig zu liegen. Die Treuhhänder der ETFs, oft selbst große Banken, verkaufen dann das physische Gold aus den ETF-Anteilen in den Markt, jetzt also aktuell besonders nach China. Zweifler sehen das anders und glauben, dass mit den offiziell ausgewiesenen Lagerhausbeständen manipuliert werde (eligible und allocated gold).


    Momentan liquidieren die Fonds und auch andere Kurzfristinvestoren ihre Edelmetallpositionen aus den ETFs und tragen das Geld u.a. in den bis vor wenigen Monaten dahindümpelnden japanischen Aktienmarkt im Zuge der Abenomics, was japanische Aktien um 80% in die Höhe getrieben hat.


    Weinberg von der Commerzbank heute:


    "Der Goldpreis ist gestern den fünften Tag in Folge gefallen und hat erstmals seit knapp vier Wochen wieder unter der Marke von 1.400 USD je Feinunze geschlossen. Neben einem festeren US-Dollar belastet der fortgesetzte Höhenflug der Aktienmärkte, welcher Anleger von Gold in Aktien umschichten lässt. Zu erkennen ist dies an anhaltenden Abflüssen aus den Gold-ETFs. Deren Bestände verringerten sich gestern um weitere 5,5 Tonnen. Seit Quartalsbeginn belaufen sich die ETF-Abflüsse mittlerweile auf 236 Tonnen. Bereits im ersten Quartal waren ETF-Verkäufe von 177 Tonnen laut World Gold Council dafür maßgeblich, dass die Goldnachfrage um 13% gegenüber dem Vorjahr auf ein 3-Jahrestief von 963 Tonnen gesunken ist. Die Schmucknachfrage und die Nachfrage nach Münzen und Barren sind zwar um 12% bzw. 10% gestiegen. Dies konnte die Verkäufe bei den ETFs aber nicht ausgleichen, zumal auch die Zentralbanken 5% weniger Gold kauften als im Vorjahresquartal. "


    Grüße


    auratico

    Quelle dass die "wie verrückt" kaufen und Erklärung, warum diese (angebl.) hohe Nachfrage den Preis nach unten statt nach oben treibt.


    Aktuell z.B. heute im Handelsblatt dazu:


    Chinas Gold-Nachfrage steigt auf Rekordwert
    16.05.2013, 13:24 Uhr


    Während der Goldpreis weiter sinkt, setzen chinesische Anleger mehr und mehr auf Goldbarren bei ihrer Kapitalanlage und treiben die Nachfrage auf einen neuen Höchststand. Der Grund dafür liegt bei Chinas Führung.


    http://www.handelsblatt.com/fi…f-rekordwert/8216348.html


    Grüße


    auratico

    Bloomberg mit einigen aktuellen Zahlen über das Verhalten von Großaktionären des SPDR-Gold ETF in den vergangenen Monaten. Der von den Medien stets in den Vordergrund gerückte George Soros ist da eher ein kleiner Fisch, wenn auch rhetorisch natürlich einer der Rädelsführer. Von den großen Adressen hielt wohl einzig John Paulson die Stellung, aber eben mit horrenden Verlusten für die Anleger seines Goldfonds. Insgesamt haben die Gold- ETFs bisher in den vergangenen Wochen 42 Milliarden USD Wertverlust erlitten.


    Blackrock als weltweit größter Vermögensverwalter hat seine Anteile am Gold ETF mehr als halbiert, so auch Northern Trust, wo insgesamt Anlegergelder im Umfang von 810 Milliarden USD verwaltet werden:


    Northern Trust cut its SPDR stake by 57 percent to 6.9 million shares, according to a filing dated May 1. The asset-management company, as a custodian, holds assets without discretion over how they are invested, Doug Holt, the head of global corporate communications, said yesterday in an e-mail.
    “We made one change to our global tactical asset allocation policy this month: eliminating our tactical position in gold,” Jim McDonald, chief investment strategist in Chicago at Northern Trust, which oversees about $810 billion, said in a report on March 13.


    http://www.bloomberg.com/news/…ore-bear-market-drop.html


    In der nächsten Zeit wird es sehr darum gehen, ob der physische Gold-Winterschlussverkauf in Asien anhält oder nicht. Haben die meisten, die vorhatten, nach einem Preisrutscher sich physisch einzudecken, dies dann bereits getan oder warten sie angesichts der erneut auftretenden Volatilität vielmehr auf noch tiefere Kurse ?


    Grüße
    auratico

    Zutreffend realistische Einschätzung hier auf Goldseiten.de:


    "Der Rutsch unter 1400 ist wie erwartet gekommen. Jetzt befinden wir uns im Sell-Off-Gebiet. Wenn jetzt kein Kaufdruck in den Markt kommt, stehen uns wieder Tage mit 4-5% Verlust bevor.


    Wenn Gold andernfalls die Unterstützung bei 1370, spätestens 1360 aber verteidigen kann besteht die Möglichkeit einer Bodenbildung.


    Es geht jetzt um alles oder nichts!


    Kommt es nun dazu, dass die Preise bei 1370 oder 1360 nach oben abprallen, wäre das ein Achtungserfolg der Bullen. Zu größeren Käufen sowie Eindeckungen von Leerverkaufspositionen dürfte es dann bei einem anschließenden Stundenschlusskurs oberhalb 1400 kommen.


    Die Bullen müssen jetzt beweisen, dass sie noch bei Kräften sind - denn die Eröffnung der COMEX steht erst noch bevor. Ein Stundenschlusskurs unter 1360 würde den Ausblick tiefrot verfärben und alle technischen Warnlampen hell aufleuchten lassen. Dann stünde die langfristige Unterstützung bei 1315 USD so kurz vor dem Wochenschluss zur Disposition."


    http://goldseiten.de/artikel/1…um-Alles-oder-Nichts.html


    Die Notierungen vom Apriltief werden erneut in Angrifff genommen, wieder wie gewohnt in raschen Schritten. Die Erholung nach dem Crash hat sich nun also als dead cat bounce erwiesen und es geht zurück zur hässlichen Crashmarke. Beim Silber sieht es schon ziemlich dramatisch aus, beim Gold werden es schon die allernächsten Tage zeigen - Comex-Eröffnung heute tatsächlich eine spannende Sache.
    Der US-Dollar hingegen bärenstark gegen den japanischen Yen, während Japans Inflationspolitik mit auf das Jahr gerechneten 3.6% Wachstum schon die ersten Lorbeeren umgehängt werden, auf längere Sicht vielleicht zu Unrecht, aber im Moment eben enorm wichtig als Thema.


    Ganz wichtig in dieser Situation: Geistig dicht dranbleiben an dem, was wirklich geschieht und sich nicht an Wunschträume halten. Wundercharts von selbsternannten Goldpropheten à la James Turk & Co ignorieren und sich anlagestrategische Freiräume offenhalten.


    Grüße


    auratico

    Aber die MSM und viele kluge Köpfe haben vzw. den Niedergang Europas und des Euro im Blickfeld...


    Nur wer das internationale Geschehen ständig im Blick hat und in Relationen/vergleichenden Zusammenhängen denken kann, wird von so manchen Entwicklungen nicht mehr übermäßig überrascht sein. Die enorme Binnen-Fixiertheit auf die USA und den US-Dollar ist der blinde Fleck zahlreicher ansonsten durchaus kluger Köpfe (Sinclair, Williams etc.), die dadurch aber eben auch zunehmend zu falschen Schlussfolgerungen und vor allem völlig falschem Timing veranlasst werden. Sie glauben, es komme alles wieder wie in den 70er Jahren, beim Gold und beim USD. Wenn es nach Williams´ shadowstats ginge, befänden sich die USA längst in der von ihm seit vielen Jahren prognostizierten Hyperinflation. Stattdessen steigt der USD unverdrossen trotz QE zusammen mit den Akteinmärkten.


    Die Hyperinflation findet nicht im größten, privilegierten Währungsvehikel statt, sondern wieder einmal an der Peripherie. Argentinien ist wohl wieder bald so weit. Und was machen die Leute ? Genau das, was ihnen beim letzten Mal geholfen hätte und was Frau Kirchner auch diesmal wieder verbieten möchte - sie kaufen wie wild die Großwährung USD, und zwar nur Cash. Inzwischen horten sie ca. 50 Milliarden USD in Banknoten, vor dem letzten Argentinien-Crash waren es noch 20 Milliarden.


    Argentines Hold More Than $50 Billion in U.S. Currency


    So it seems safe to say that today Argentines hold probably well more than $50 billion, and well more than one in every 15 dollars. (This is why the government of Cristina Kirchner is so furiously digging at the country’s undeclared wealth. Not to bring home what Argentines hold abroad, but to uncover some of those dollars Argentines have—literally—at home.)


    http://www.businessweek.com/ar…t-heres-how-we-know#r=rss


    Grüße


    auratico


    Zurück zum sehenswerten Chart und Polny: Demnach fällt das Goldtief auf kommenden Montag oder Dienstag, 14.05. mit einem FINALEN TIEF.....


    Da hat einer aber sehr viel Vertrauen in seine Charts. Zum Glück muss man nicht lange warten, um zu sehen, ob er Recht behält. Schön wäre es jedenfalls.


    Und was sagt unser bad boy Martin Armstrong dazu ? Er meint vor allem, dass, sollte der Goldpreis am Jahresende 2013 unter $ 1310/Oz stehen, eine jahrelange Durststrecke bevorstehen würde. Aber eben nur dann ...


    QUESTION: You mentioned back in 2011 that either gold fell in a normal correction of 2 to 3 years and if the market fought against that trend it could extend into 2016 with a 5-year bear market. Is that still possible since you were correct about the drop after a 13-year high?


    ANSWER: Yes. That will depend upon the annual closing for 2013. Yes we have seen the back of gold broken for the bounce is what we call a dead-cat-bounce. The major support is 1310. A closing below that level for 2013 will warn that we could see a 5-year bear market creating a cycle inversion establishing a low in 2016 rather than a high in 2017. That would push the high off into 2024 with the culmination of the full 31.4 year cycle that would then line up with 2032. The more you fight the trend, the longer you extend the cycle. That is what happened to Japan.


    (...) Markets are fueled ALWAYS by the majority being wrong. That is what reverses the trend be it bullish or bearish. Can gold decline for 5 years? – ABSOLUTELY. Can it bottom in 2013 and rally for the 37-year target in 2017? Of course.


    You must realize that a collapse in Europe/Euro and a further decline in the yen, are likely to force the dollar to record highs as was the case in 1985 when the national debt also rose by 300% with a rising dollar. You cannot judge the increase in the supply of the dollar solely based on old theories of domestic supply and demand. This is a global economy. The demand is measured by INTERNATIONAL capital flows not by the Federal Reserve. Sorry – it is a new world and it is time to observe the real trends not antiquated theories that no longer apply.


    http://armstrongeconomics.com/…sible-5-year-bear-market/


    Grüße


    auratico

    Zumindest die Stapelweise der Barren bis zur Decke ist durchaus eine Überlegung auch für den Eigengebrauch wert.
    Eine Video-Reportage von National Geographic über die Fed, am Anfang vor allem über die Goldlager in der Liberty Street 33 in New York. Im Kommentar heißt es dazu, dass die Hälfte der US-Goldreserven in Fort Knox, Kentucky, liege und dass sich insgesamt 25% weltweiten Goldreserven der Notenbanken unter der – physischen - Obhut der Fed befänden.


    Wie auch immer man zu der ganzen Frage bzgl. Fed und Goldreserven stehen mag, so ist das doch ein interessanter Blick in den Keller, schon allein der Räumlichkeiten wegen.


    http://www.youtube.com/watch?f…er_embedded&v=_1NNEgmNc8k



    Grüße


    auratico


    China macht Ernst mit der Internationalisierung seiner Währung: 2017 dürfte der Coup kommen, der die globalen Finanzmärkte umwälzen wird. Für Peking geht es dabei um Macht, sagt eine Finanzexpertin. [/i]


    So wird es kommen. Auch das Timing dürfte ungefähr hinkommen. Wenn China einen tiefen Schuldenmarkt für internationale Anleger etablieren kann, ist dies dann tatsächlich eine Revolution. Bevor es aber so weit sein wird, werden im Falle weiterer, erwartbarer Verwerfungen an den Finanz- und Aktienmärkten die dann abgezogenen Summen wieder vorübergehend im nach wie vor hochliquiden US-Schuldenmarkt zwischengelagert.


    China geht, anders als etwa in Umweltbelangen (die große Schwachstelle der letzten Jahrzehnte), sowohl beim Erwerb von Goldbeständen als auch bei der schrittweisen, strategischen Internationalisierung der Währung den richtigen Weg. Das völlige Gegenteil der zerrissenen, heillos zerstrittenen, unfähigen Eurozone.


    Diese junge chinesische Analystin namens Ronrong Huo mit leicht philosophischen Anwandlungen sagt:


    "Die Regierung geht sehr vorsichtig vor. Sie handelt wie jemand, der zu Fuß einen unbekannten Fluss überqueren will: Er tastet sich langsam voran, sucht stets Halt auf festen Steinen. China will auf jeden Fall die Fehler vermeiden, die andere Länder gemacht haben, beispielsweise Brasilien, das seine Währung zunächst völlig liberalisiert hat und dann in mühevoller Kleinarbeit einen Schutzzaun errichtete, um der Verwerfungen Herr zu werden. Aber gleichzeitig weiß Peking: Die Bedeutung einer Währung hat auch stets etwas mit der Macht eines Landes zu tun. Die Regierung wird daher ganz sicher dafür sorgen, dass sich die internationale Bedeutung der Währung der Größe der Wirtschaft anpasst. Denn schon heute ist China ja die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt."


    Allerdings, wenn die heimatliche Kreissparkasse solch apartes Personal im Audrey Hepburn-Retrolook gehabt hätte, hätte man mir früher wahrscheinlich auch gebrauchte Socken als renditeträchtige Anlageklasse andrehen können. Wie spricht man das eigentlich aus ...Rongrong Huo ?


    Grüße


    auratico

    Und hier die andere Seite: Karen Hudes, die 20 Jahre als Beraterin und Anwältin bei der Weltbank gearbeitet hat und inzwischen eine vehemente Kritikerin des - aus ihrer Sicht - völlig korrupten und dem Untergang geweihten Weltfinanzsystems ist. Sie glaubt, dass Gold in Zukunft eine wesentliche Rolle im Rahmen einer zukünftigen globalen Währungsordnung spielen wird und dass man die jüngsten Schritte einiger BRIC-Länder zur Umgehung der Vorherrschaft des USD gar nicht wichtig genug nehmen kann:


    A major shock to that centralized power base, according to Karen, was the recent move by BRICs nations leaders to bypass the World Bank for their financing needs, by establishing their own development bank. “As the BRICs [nations] economic power grows,” she explained, “they’re not going to be strangled anymore through the grabbing [of] their resources…So their decision to start their own development bank was their way of letting [world] governments know…that its time to end this corruption.”


    http://bullmarketthinking.com/…ing-for-paper-currencies/


    http://kahudes.net/


    Grüße


    auratico

    Warren Buffett, der einst mit Silber bei USD 4/Oz ein recht unglückliches Händchen bewies, hat anläßlich der vor einigen Tagen abgehaltenen jährlichen Investorenversammlung von Berkshire wieder einmal seinen Anlegern und sonstigen Bewunderern vom Goldkauf abgeraten. Unbestritten bleibt, dass wer in den frühen 60er Jahren für 150 $ bei Buffett Aktien gekauft und gehalten hat, heute Millionär ist.


    Warren Buffett, Chairman of Berkshire Hathaway, expressed reservations about gold as an investment:


    “When we took over Berkshire, it was selling at $15 a share and gold was selling at $20 an ounce. Gold is now $1483 and Berkshire is $162,900."


    “If it went to $800, I wouldn’t be a buyer,” Buffett, the chairman and chief executive officer of Berkshire Hathaway Inc., told reporters in Omaha, Nebraska, on May 2. “It just sits there, and you hope somebody pays you more for it.”


    http://www.bloomberg.com/news/…dities.html#disqus_thread


    Grüße


    auratico

    Beim jüngsten panikartigen Rückgang der Edelmetallnotierungen hat es zahllose Akteure an der Comex förmlich zerrissen, da sie ihre Nachschusspflichten nicht mehr bedienen konnten und/oder wollten.


    Im Vorfeld des letzten großen Aktiencrashs 2008 drang es kurz vor Ausbruch desselben sogar bis in die Mainstream-Medien durch, dass der Anteil von fremdfinanzierten bzw. hochgehebelten Marktakteuren in schwindelnde Höhen gestiegen war. Die Anleger waren mit ihren Margin-Konten „all in“ gegangen, ohne entsprechende Cashreserven zu halten, um etwaigen Margin-Forderungen wirksam begegnen zu können.


    Es scheint, dass sich eine ähnliche Situation, zumal auf den Aktienmärkten (und wohl auch bei Junk Bonds) wieder anbahnt, während die Margin-Accounts der Goldspekulanten hingegen bereits rasiert wurden, ein mächtiges Deleveraging in diesem relativ kleinen Segment des Gesamtmarktes zuletzt stattgefunden hat.


    Damit soll nicht gesagt sein, dass unmittelbar wieder mit einem heftigen Aktiencrash zu rechnen ist; denn diesmal setzen die Anleger an den großen Aktienmärkten ganz darauf, dass die Notenbanken, allen voran die Fed, ihre nun schon mehrjährige Krisenmechanik weiterhin anwenden werden und allzu große Verwerfungen an den Aktienmärkten mit weiteren Geldfluten abfangen würden. Selbst die Dauerdeflationsinsel Japan ist inzwischen auf diesen Kurs eingeschwenkt. Auf diesen entscheidenden Umstand konnten die Marktakteure 2008 noch nicht setzen, niemand wusste im Vorfeld, was denn genau die Notenbanken nach dem Crash im Gefolge der Lehman-Pleite tun würden.


    Dennoch ähneln sich die auf Pump getätigten Volumen der Aktienspekulation vor der Krise 2007 und jetzt frappant.
    Beim Gold müsste ein entsprechender Chart überhebelter Tradingkonten inzwischen eine empfindliche Korrektur aufweisen.


    http://www.counterpunch.org/wp…/2013/04/whitneygraf.jpeg



    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    Tja, der eine $ 50.000, der andere $ 900 in schon 2 Wochen. Armstrongs Prognose werden wir ja schon bald bewerten können.


    Er sagt hier, um das korrekt wiederzugeben, dass, sollte die Latte von S 1158 noch einmal gerissen werden (wobei es nicht darum geht, wann genau, sondern OB überhaupt), DANN würde der weitere Weg bis hinab auf S 907 in ca. 2 weiteren Wochen absolviert werden. Keinesfalls schließt er eine oder mehrere vorangehende Gegenrallys aus bzw. erwartet diese sogar.


    Er sagt auch nicht, dass es so kommen wird, sondern er operiert mit einem System von Wahrscheinlichkeiten um bestimmte wesentliche Marken herum, kurz- mittel - und längerfristiger Art. Deswegen sieht er sich z.B. die Wochenschlusskurse an und interpretiert sie entsprechend.
    Für ihn war sehr entscheidend, dass Gold an der $ 2000-Marke gescheitert war, seitdem erwartet er die nächste Etappe des Anstiegs eben deutlich später als viele Permabullen.


    Es geht ihm auch nicht einfach um eine fetischisierende, isolierte Betrachtung von Gold, sondern um das Gold als ein Akteur in einem Zusammenhang mit dem gesamten ökonomischen, politischen, psychologischen (Stichwort: Vertrauen der Anleger, weiterer Finanzakteure, breiteres Publikum) Geschehen im Lichte zyklischer Abläufe, von denen er annimmt, ihnen weitgehend "auf die Schliche " gekommen zu sein. Das mag einigermaßen vermessen sein, aber darunter gibt er es eben nicht.


    Zitat

    Daß er hohe extrem Goldpreisprognosen als „wahnsinnig“ bezeichnet, lasse ich unkommentiert.


    Als "wahnsinnig" wurde seine - korrekte - Vorhersage fallender Notierungen aber auch schon von jemandem anderen bezeichnet, am 27. Januar 2013, nämlich Jim Sinclair:


    " I also cannot see gold doing worse than chopping into the $1700 range.


    If there is anything correct to his bearish prediction, which I doubt, it would take this action to a chop between $1650-1764, but I think we are now moving into the $1700-2111 range.


    Martin Armstrong is the master at the long term cyclical events. To abandon gold now to try and buy it cheaper in 60 to 90 days with the world of finance in the condition it is in, is in my mind MADNESS."


    http://www.jsmineset.com/2012/…trongs-latest-prediction/


    Und ja, genau das "Wahnsinnige" ist geschehen, man konnte Gold 60 Tage später deutlich billiger als zuvor erwerben.


    Vielleicht sollte man mit dem Begriff madness überhaupt etwas pfleglicher umgehen, aber beide Herren sind wohl eher von der Sorte Platzhirsch.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    Edel zitiert GEAP:


    Die anderen Staaten stehen nicht vor vergleichbaren Problemen; denn keine andere Volkswirtschaft genießt das Privileg, Wirtschaftsraum einer internationalen Leit- und Reservewährung zu sein;


    Stattdessen genießt Deutschland das Privileg, Zentralbürge einer dysfunktionalen Gemeinschaftswährung zu sein, die meilenweit davon entfernt ist, je die Funktion einer Reservewährung übernehmen zu können, obwohl das durchaus das Fernziel war.


    Man muss sich bei den Prognosen von GEAP, die sich ja ausdrücklich als Antizipations-Think Tank verstehen, immer auch vor Augen halten, dass sie als Sprachrohr französischer Politeliten fungieren. Deshalb auch sehen sie seit etlichen Jahren Großbritannien und USA buchstäblich jede Minute unmittelbar vor dem Untergang stehen, während die Eurozone ihrer Logik zufolge aus jeder Eskalationsstufe für die Zukunft wie ein Phönix aus der Asche gestärkt hervorgeht.


    Nie ein kritisches Wort von GEAP zu der aberwitzigen, brandgefährlichen Konstruktion der „Rettungsschirme“ EFSF und ESM, bei denen zusehends insolvente Länder für sich selbst bürgen sollen bzw. sich ohnehin schon ganz offiziell teilweise aus den Reihen der Bürgen verabschieden, wie zuletzt Zypern, zuvor schon Irland, Portugal und Griechenland.


    GEAP sagt z.B. ganz unverblümt und in französisch-spätkolonialistischer Manier, dass Frankreich die Eurozone militärisch durch seine Atomwaffen beschütze. Zwischen den Zeilen ist deutlich zu erkennen, dass sie dafür eintreten, dass Deutschland im Gegenzug diese Rolle im ökonomischen Bereich - als dauerhafter Zahlmeister der Eurozone - akzeptieren soll. GEAP sieht in den USA parallel zum prognostizierten Untergang des US-Dollar Bürgerkriegsszenarien aufziehen, ohne auch nur einen Augenblick daran zu denken, dass diese in der von struktureller Rekordarbeitslosigkeit geplagten, von wachsenden wechselseitigen Ressentiments geprägten Eurozone viel wahrscheinlicher sind.


    Dass sie sich seit Jahren durchaus auch für Gold interessieren, ändert dennoch nichts an dieser extrem einseitigen europhilen Ausrichtung. Aber vielleicht haben sie ja wirklich recht, und die Deutschen werden nach dem sukzessiven Wegfall von immer mehr ESM-Mitbürgen tatsächlich brav und munter die ihnen von den Club Med-Ländern fix zugedachte Rolle als ewiger Big Spender im „Friedensprojekt Europa“ übernehmen. Meine Hand würde ich aber darauf nicht verwetten wollen.


    Ich selber bleibe bei meiner Meinung, dass alle Welt beim nächsten Crash wieder in den Dollar flüchtet. Nicht weil dieser in so makelloser Verfassung wäre, sondern mangels Alternativen. Gold wird zuerst einmal, wie schon 2008, dann wieder mitabverkauft, weil man Cash braucht, und zwar in der verfemten Leit- und Reservewährung.


    Grüße


    auratico