Zitatquote='Edel Man','index.php?page=Thread&postID=858152#post858152']
Hmm ja. Nicht nur dort, sondern manches mal auch im großen Bild. Als er noch in Haft saß, wies er verschiedentlich auf den Untergang aller großen Imperien und ihrer Währungen hin, von Rom über das Vereingte Königreich bis: ja,..... zur USA. Mag Zufalll sein, oderüblicher US Superpatriotismusnicht, jedenfalls klingt seit längerem das Hohelied des US Dollar.
Er geht immer noch davon aus, vielleicht sogar mehr denn je, dass auch die USA unter der immensen Schuldenlast einknicken werden. Er sagt nur, dass es sie zuallerletzt erwischen wird, vor allem aufgrund des Reservestatuscharakters des USD, der schier unglaublichen globalen und eben nicht nur nationalen Verschuldung in USD. Diese Verschuldung bleibt und wird bei einem steigenden Dollar zum Alptraum für die globalen Kreditnehmer von US-Dollars aus dem Füllhorn der letzten QE-Programme, auch wenn es endlich in den BRICS-Ländern ernsthafte Versuche gibt, den US-Dollar zu umgehen. Das sind erst Anfänge.
Armstrong hasst, natürlich auch aufgrund seiner eigenen Erfahrungen, das US-Justizsystem, die Hegemonie der Wall Street Boys, die unsägliche Totalüberwachung und fortschreitende Entmündigung der Bürger in USA. Ein glühender Patriot sieht anders aus. Wenn irgend, dann würde er sich wohl als Verfassungspatriot sehen wollen.
Ebensowenig behauptet er, dass es an den Finanzmärkten keine verdeckten Manipulationen gibt. Ganz im Gegenteil, sie sind allgegenwärtig, auch aus seiner Sicht, nur eben nicht im Ganzen trendentscheidend, sondern sie sichern den Big Boys in unredlicher Weise ihre Extraprofite, in beiden Richtungen. Dass es seit Jahren möglich war, sehr sehr oft den in Asien frühmorgendlich steigenden Goldpreis in New York wieder einzufangen, gehört z.B. dazu, ebenso die Libor-Manipulationen. Das hat aber den Goldpreis dennoch nicht daran gehindert, im Laufe der Jahre von $ 250 auf $1.900 anzusteigen.
Die verzweifelten Aktionen der Notenbanken kann man schwerlich als versteckte Manipulationen bezeichnen. Die liegen ja öffentlich vor in all ihrer traurigen Dramatik, bis hin zu der immer größeren Wahrscheinlichkeit von weiteren Enteignungsaktionen à la Zypern.
Es bleibt halt für einen interessierten (und eben auch investierten) Zeitgenossen wie mich weiterhin von Bedeutung, in welchen
Zeiträumen sich die ganzen politisch-ökonomischen Entwicklungen vollziehen. Und einer wie Armstrong lehnt sich da weit aus dem Fenster. Das haben andere auch getan, aber wenn es nach denen gegangen wäre, stünde der Goldpreis längst in den von Armstrong erst für später avisierten Höhen.
Und deswegen greifen solche Einwände mE einfach zu kurz:
http://der-klare-blick.com/2013/04/silbernews-18-04-13/
Aber, wie hieß es früher zu WG-Zeiten: Gut, dass wir darüber gesprochen haben.
Grüße
auratico