Beiträge von auratico

    Für die sonst beim Handelsblatt üblichen Argumentationsmuster ist das weiter unten Verlinkte schon eine geradezu abenteuerliche Abweichung.


    Interessant auch der erinnernde Hinweis, dass für den jüngsten Goldpreiscrash, der ja eine Abwertung der weltweit vorhandenen Goldbestände um viele hunderte Milliarden USD oder Euro mit sich gebracht hat, gerade einmal 750 Millionen Einsatz als Sicherheitsmargin nötig waren. Ein unglaubliches Geschäft !


    Hier also der Herr vom Handelsblatt:

    Geheime Goldpolitik


    Gold ist der einzig sichere Hafen außerhalb des Finanzsystems. Um diesen für Anleger unattraktiv zu machen, könnte der jüngste Goldpreiseinbruch bewusst herbeigeführt worden sein. Ein Kommentar.


    Man muss nicht zu den für Verschwörungstheorien anfälligen Zeitgenossen gehören, um zu erkennen, dass ein steigender Goldpreis im aktuellen Umfeld nachlassendes Vertrauen in die großen Reservewährungen und in die Sicherheit von Bankeinlagen dokumentierte – und dass weder Regierungen noch Zentral- und Geschäftsbanken daran ein Interesse haben. Ein schockartiger Goldpreiseinbruch wie zuletzt signalisiert vielleicht nicht unbedingt eine heile Finanzwelt, er verbreitete bei Anlegern und Sparern aber Verunsicherung und wirft bei ihnen die Frage auf, ob Gold tatsächlich taugt als sicherer Hafen außerhalb des fragilen Finanzsystems.


    (...)Direkt zum Handelsstart drückten Verkaufskontrakte über insgesamt 100 Tonnen Gold den Goldpreis an die technische Unterstützung bei 1540 Dollar je Feinunze. Die an dieser Marke zahlreich platzierten Stoppkurse wurden dann etwa zwei Stunden später ausgelöst durch eine zweite virtuelle Verkaufswelle über 300 Tonnen Gold im rechnerischen Gegenwert von 15 Milliarden Dollar.


    Um an der Comex diese Goldmenge virtuell zu bewegen, genügen bereits 750 Millionen Dollar, die als Sicherheit hinterlegt werden müssen. Das schaffte jede Investmentbank problemlos, allen voran Goldman Sachs. Deren Analysten hatten schon vor Monaten begonnen, das Ende der Goldhausse öffentlichkeitswirksam vorauszusagen. Zuletzt riet die Bank ihren Kunden, auf fallende Preise zu spekulieren. Mit Erfolg, wie sich zeigt.


    http://www.handelsblatt.com/fi…-goldpolitik/8078608.html


    Grüße


    auratico

    Kaum zu glauben. Der oben verlinkte Bericht ist jetzt FNAL.


    Die offenen Kontrakte von Gestern sind sogar weniger geworden. JPM ist LONG :hae:


    Cyberworky, könntest Du diese Sache vielleicht noch mit einigen weiteren Bemerkungen erläutern ?
    Bedeutet dies, dass es JPM in diesen 2 irren Handelstagen gelungen ist, ihre Shortpositionen beim Gold soweit geradezu im Fluge glattzustellen, dass sie nun sogar netto long, dass sie auf die Bullenseite gewechselt sind ?


    Beim Silber kann ich mir das kaum vorstellen, da war das Verhältnis zuvor noch viel extremer mit all den aus der Bear Stearns-Konkurmasse übernommenen Shorts. Sind die etwa auch wie beim Gold derart rapide von JPM abgebaut worden ?


    Grüße


    auratico

    sehr interessanter Beitrag hier von proaurum


    http://www.proaurum.de/home/ak…kw16/gameover_Edelmetalle


    Er sagt, er habe den Crash nicht vorhergesehen und deshalb auch nichts aus seinen eigenen Beständen verkauft. Dass die Firma gehedged ist, sollte auf jeden Fall als Vorzug gesehen werden gegenüber den kleinen Klitschen, die nach einem heftigen Preisverfall den Rollladen oft für einige Zeit nicht mehr hochziehen ("wegen Krankheit geschlossen ...") oder einfach nichts mehr rausrücken.


    Ganz anders mit den eigenen Beständen ist das hingegen bei seinem ungleich größeren Kollegen Eric Sprott. Der gibt zeitnah vor jedem großen Crash - diesmal sogar als exakte Punktlandung - größere Mengen an Anteilen am Sprott Physical Silver Trust in den Markt, stets abgewickelt über seine Wohlfahrtsstiftung.
    2011 direkt vor dem Silberabsturz Material im Wert von 34 Millionen kanadischen Dollar und zuletzt bis vor einigen Tagen direkt vor dem jüngsten Absturz Silber im Wert von 46 Millionen Dollar. Eric Sprotts Wohlfahrtsorganisation hat interessanterweise das mithin beste Timing in der ganzen Edelmetallbranche. Sie will mit den Erlösen aus dem perfekt getimeten physischen Silberverkauf offiziell nun ausgebombte Silberminenwerte kaufen und natürlich auch Charity machen.


    Also besser nicht sosehr zuhören, wenn Eric Sprott wieder einmal etwas aus dem Minensektor empfiehlt (dann hat er wohl gerade eingekauft), sondern aufpassen, wenn und wann der Edelmetallmultimillionär über seine Charity-Abteilung etwas verkauft. Danach knallt es auffallend häufig.


    http://www.theglobeandmail.com…st-units/article11157109/


    Grüße


    auratico

    Im Nachhinein, aber eben nur dann, ist es natürlich klar ersichtlich: Was da ab September/Oktober 2012 ablief, war eben keine Konsolidierung, wie sie Gold-Optimisten durch die darauffolgende längere Seitwärtsbewegung um Oz 1600 herum - als Aufbau von Momentum für einen Ausbruch nach oben - erkennen wollten. Sondern es war das langsame Anrichten zum Schlachtfest durch kursschonende Akkumulierung von Shortpositionen vor dem großen Knall durch alle vermeintlichen Unterstützungslinien hindurch.


    Das Pulver für Nachschusspflichten dürfte völlig verschossen sein bzw. war wohl überhaupt kaum da. Die Broker übernehmen mit Zwangsliquidierungen das Zepter aus den Händen der insolventen, übertölpelten Terminhändler und hauen alles in Ramschmanier als Nachlassverwalter raus. Und wenn die Comex-Lagerhäuser, wie zuletzt mitunter berichtet wurde, tatsächlich spärlich befüllt gewesen sein sollten (was im Abwärtstrend aber ohnehin nicht weiter verwunderlich wäre), so sollten sie sich nun aus den abverkauften Beständen der ETFs außerhalb der Terminmärkte wieder günstig befüllen lassen. Und ob dabei überhaupt Eile geboten ist ?


    Ja, ja im Nachhinein … monatelang boomende Aktienmärkte bei sinkenden oder seitwärtslaufenden Edelmetallmärkten. Japan lanciert ein epochales, sogar die Fed in den Schatten stellendes Quantitative Easing und der Goldpreis macht, anders als zuvor, keinen Muckser mehr. Shadows on the wall … aber schlauer ist man eben immer nur danach, außer wenn man in der langen ungewissen Seitwärtsphase eine Bestandabsicherung mit Puts vorgenommen hat.


    Was mir aber eher Kopfzerbrechen macht: Man gewinnt doch auch nach Jahren weiterhin den Eindruck, das DIE das bei Bedarf immer noch, wieder und wieder, machen können, mal früher, mal später. Und die Gewinne fallen in Milliardenhöhe stets innerhalb von ganz wenigen Tagen ins Körbchen. Den bankrotten Regierungen, den luftbuchenden Notenbanken und der dauersubventionierten Finanzindustrie kommt das alles in verräterisch-unheilvoller Union sehr zupaß. Auf den Wirtschaftsseiten der Presse wird das Ganze medial gerade voller Besserwisserstolz passgenau parallel dazu abgefeiert.


    Alle sind´s , so scheint es, zufrieden - alle außer, ja außer ….



    Grüße


    auratico


    PS. In seiner Haut möchte ich derzeit nicht stecken – Jim Sinclair - denn zumindest zeitlich als Mr. Gold lag er nun schon lange deutlich neben der Spur.


    Doch er bleibt wacker:” There is no question that this take down is a play by the bullies of finance to accumulate gold cheap, and then take it to $3500. The only downside is that gold will now trade $500 at a time with major violence on the up and down.”


    http://www.jsmineset.com/2013/04/15/jims-mailbox-1234/

    Zitat

    quote='isognix'


    AHA ! Und jetzt müssen wir nur 300 Dollar zahlen und schon werden wir reich. Anders werden wir leider verarmen. So ist das ohne Fachwissen über die 8.6 Pi Frequency.


    Ist so ähnlich wie die Mail aus Nigeria, wo man noch 1000 Dollar überweisen muss damit das Millionenerbe überwiesen werden kann.


    Au weia, natürlich nicht ! Niemand muss irgendwohin etwas überweisen, außer gezwungenermaßen immer mehr zu Herrn Schäuble. Nur, es gibt, gerade hier in Deutschland, gar nicht so wenige Leute, die vor ca. zweineinhalb Jahren, als die Notierungen sehr hoch waren, ihr Geld erst dann, spät also, in Edelmetalle investiert haben und nun jeden Rückschlag automatisch und nachgerade hysterisch auf Manipulationen zurückführen wollen, nicht jedoch den vorausgegangenen fulminanten Anstieg in den zurückliegenden Jahren, den sie verpasst haben.


    Ich selber glaube, als älterer Hase, nach wie vor, dass diese Entscheidung in Richtung Edelmetalle die richtige war. Mir persönlich könnte es eigentlich egal sein, weil ich seit 2003 physisch dabei bin, damals vielleicht auch mit einigem Glück, weil das Geld dafür gerade da war. Aber was soll einer denken, der seit dem Einstieg nur Seitwärtsbewegung oder Niedergang erlebt hat ?


    Der Verweis auf jemanden wie Martin Armstrong dient vor allem dazu, die eigene Position und das Timing kritisch zu überdenken - wann was gemacht wird, wann ich wo investiere und warum. Und natürlich darum, die Edelmetalle von ihrem Fetischcharakter zu befreien – es ist eine Weise, zu investieren oder vorzusorgen, aber eben alles andere als eine Autobahn zu garantiertem Reichtum, nur weil die Welt "in einer Krise" ist.


    Und wenn Du Dich noch so deutlich über eine solche Position wie die von Armstrong lustig machen willst: Er hat bisher, 300 Dollar hin oder her (die ich nie bezahlt habe), zeitlich richtig gelegen, ganz im Gegensatz zu den Daueroptimisten und Feierabendinvestoren, deren Prognosen und Erklärungen ich schon seit Längerem nur noch in der Pfeife rauche. Die sind, zumal was ihr Timing angeht, weitgehend disqualifiziert – er nicht.


    Und ja, verschaff Dir etwas Einsicht in die leichtfertig verballhornte „8.6 Pi Frequency“, hochinteressant und anregend - mit Mails aus Nigeria hat das freilich wenig zu tun, dafür aber viel mit eigener geistiger Anstrengung und langjähriger Erfahrung im Investment-Dschungel, innerhalb und außerhalb des Edelmetallsektors.


    Grüße


    auratico

    In Zeiten, da die ökonomisch und fiskalisch versagenden Regierungen hinter dem Geld (und bald wohl auch: Gold) der Bürger her sind wie selten zuvor - und man annehmen darf, dass wir uns erst am Anfang einer Reihe konfiskatorischer Massnahmen befinden -, ist es dennoch falsch, naiv von einem stetig steigenden Goldpreis auszugehen. Schon gar nicht wegen vermeintlicher "Hyperinflation". Die kann es nicht geben, solange die Allermeisten damit beschäftigt sind, mühsam die nötigen Kröten fürs Überleben vor dem Zugriff der immer ruchloser vorgehenden Regierungen als Handlanger der Finanzindustrie zu erarbeiten und zu retten. Das jedenfalls ist die aktuelle Lage. Wie das in mehreren Jahren dann aussieht, sollte den Regierenden die Macht entgleiten, ist eine andere Sache.


    So mancher "Goldbug" mit Hyperinflationsszenarien im Kopf hört ihn nicht gerne, den Martin Armstrong, während weltweit mit dem ganzen Quantitative Easing doch - neben dem Füttern der Aktienmärkte - vor allem deflatorische Bilanzreparatur zugunsten der Finanzindustrie betrieben wird, bei kalter Enteignung der Sparer und Steuerzahler:


    Martin Armstrong


    Join the Real Goldbug Movement


    It is time to really understand what makes gold and silver rise and fall. Enough of the nonsense about HYPERINFLATION. Even the Bible instructs that there is a TIME for everything and that includes a TIME to BUY and a TIME to SELL. Never trade anything from a buy only position. Governments are committing suicide by trying to confiscate everything.


    We are headed NOT into HYPERINFLATION, but massive DEFLATION as government hunt down assets and drive the economy underground. There is no historical precedent for the sales jobs pitched by the so called Goldbugs. It is time to stop being the schmucks that buy every high from the bankers and start waking up to the reality of why precious metals are really needed and how to survive this economic implosion.


    It is time to comprehend TIME.


    http://armstrongeconomics.com/…he-real-goldbug-movement/


    Grüße


    auratico


    Kann das jemand erklären?


    Es gibt sowohl Anstiege als auch Preisverfallszenarien bei durchaus geringem Volumen. Heute aber war anders, da sind gewaltige Volumina im Spiel gewesen. Zuerst eine kleinere Verkaufswelle zum Auskundschaften, ob es funktionieren könnte, ob sich Widerstand regt. Es gab aber keinen Widerstand. Und dann später noch einmal der erfolgreiche Generalangriff bei hohem Volumen. Beim Gold wie beim Silber.


    Hier z.B. beim Juni-Kontrakt für Gold gut zu erkennen:


    http://jessescrossroadscafe.bl…wn-portrayed-on-june.html


    Grüße


    auratico

    Es war m.E. eine Kette von Pleiten : Minenschließung in SA, Finanzierung nicht mehr machbar, riesige Schulden etc, letztlich Verweis von der NYSE und Flucht in Chapter 11 - Konkursschutz, so in etwa...


    Verweis von der NYSE gab es nicht, sondern sie suchten selbst darum an, nachdem sie noch zuvor gewaltige Kapitalerhöhungsaktionen durchgezogen haben. Great Basin ist nur ein weiteres Beispiel für die abenteuerlichen, abschreckenden Verhältnisse im Goldminensektor. Millionen Unzen im Boden und dennoch bankrott, außerdem gerüchteweise jene Minengesellschaft mit den meisten naked shorts am Hals von allen.


    Goldminen sind leider vorerst immer noch nur zum Zocken geeignet (man könnte sich genausogut eine andere Branche aussuchen, wie z.B. Biotech-Start Ups etc.) Die soundsoviel Unzen im Boden sind über Jahre hinweg völlig unwichtig, werden einfach übergangen, weggeshortet etc. Es tauchen immer neue Namen auf, die in der "investment community" eine Zeitlang herumgereicht werden, dann verschwinden sie für Jahre wieder im Niemandsland.


    Wann sind Edelmetallminenaktien längerfristig abseits von Zockereien interessant ? NUR wenn sie, wie andere florierende Unternehmen auch, schöne Dividenden zahlen, wie das früher selbstverständlich war. Die einzige in meinem Portfolio, die diese Voraussetzung in den vergangenen Jahren brav (über)erfüllt hat, ist KGHM. Und dort besteht eben der polnische Staat als einflussreicher Großaktionär darauf, dass ordentlich was rüberkommt. Das ganze Gerede von den vielen Unzen im Gestein - ich kann es einfach nicht mehr hören in dieser von Obergaunern beherrschten Branche, die jede Gruppe von Amateurzockern auf Jahre hin problemlos in Grund und Boden shorten kann.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Pandadler'
    "Gold futures on Wednesday dropped almost 2% as Goldman Sachs cut its price forecast on the metal, the dollar strengthened, equities rallied and Federal Reserve officials offered mixed signals on the duration of its bond-buying program."


    Ob Goldmans Prognosen einen wesentlichen Enfluss haben, ist unwahrscheinlich. Schließlich geben sie diese seit Jahren alle paar Wochen zum besten und lagen häufig daneben.


    Viel entscheidender sind die inzwischen auch schon im Monatsrhythmus auftauchenden Gerüchte, dass die Fed ihre Bilanzverlängerungen im Rahmen des Quantitative Easing herabfahren bzw. einfrieren könnte. Dabei wird stets von Kontroversen innerhalb des Fed-Gremiums gesprochen, und absolut verlässlich fällt daraufhin der Goldpreis wie ein Stein - für jeden Trader mit politischem Instikt ein gefundenes Fressen -, ehe es dann wieder heißt, dies sei nur angedacht worden und bis auf Weiteres werde man mit den Ankaufprogrammen fortfahren.

    Schluss mit der Liquiditätsparty? Fed hat langsam genug


    Das milliardenschwere Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen hat offenbar immer weniger Freunde innerhalb der US-Notenbank Fed. Wie aus dem jüngsten Sitzungsprotokoll der Fed hervorgeht, wollen einige Notenbanker so schnell wie möglich aus dem Programm aussteigen. Wegen eines Versehens wurde das Protokoll früher als erwartet veröffentlicht.


    http://www.n-tv.de/wirtschaft/…enug-article10451341.html


    Grüße


    auratico

    Edit: Ist der Tausch hier bei uns überhaupt möglich? Die Scheinchen sehen aus wie Monopoly Geld?


    Natürlich nicht, es dürfen keine Yuan/Renmimbi außer 20.000 RNB ein- oder ausgeführt werden. Die Währung ist für ausländische Privatleute auf Reisen überhaupt nicht frei konvertierbar. China ist eine totale Cash-Gesellschaft. Der größte Schein ist lediglich 100 Yuan. Steig in einen Aufzug in einem Business-Hotel in Shanghai, Leute steigen zu auf dem Weg nach oben, sie nicken kurz einen Gruß, während sie in Rekordtempo einen halben Meter Bargeld zählen auf den wenigen Etagen bis zum Ausstieg.


    Meine Erfahrung übrigens nach mehreren Aufenthalten war interessanterweise, dass die mir bekannten wohlhabenden Menschen viel mehr in ultrateure antike, bearbeitete asiatische (Halb)Edelsteine (Mondstein, seltene Jadeformen aus vergangenen Jahrhunderten etc.) investieren denn in Gold, zumal nach außen hin - zhen guì de bao shí. Ein Bekannter legte für solch ein unscheinbares Teil nach einem entspannten Mittagessen umgerechnet € 65.000.- hin, fast wie ein Digestiv. War schwer beeindruckt als totaler Laie und Jadeignorant.


    Grüße


    auratico

    @ woernie


    Nein, Woernie, ich bin nun wirklich alt und abgebrüht genug, um nicht mehr irgendeines glühender Fan zu sein. Wenn ich ab und zu Armstrongs Einlassungen hier zitatweise ins Forum stelle, dann doch vor allem deswegen, weil er sehr wohl eine hochinteressante Persönlichkeit ist und seine Prognosen auf einer hochkomplexen Methodik beruhen, die vor allem zyklische Aussagen trifft, jenseits von ganz kurzfristigen Ausblicken (die er sehr wohl in der notwendigen Schwebe hält).


    Und ja, zugegeben, auch um ein wenig wider den bequemen Stachel zu löcken, man sei ja mit Gold automatisch auf der richtigen Seite und könne von dann an alles aus einer vermeintlich abgehobenen Warte betrachten - ein gewaltiger Fehler, wie auch jeder längerfristig orientierte Goldmineninvestor in den vergangenen Jahren feststellen durfte, der mit jeder x-beliebigen Standardaktie weit besser gefahren wäre. Vor allem aber geht es darum, auch die Rolle des Goldes in einen politischen und ökonomischen Kontext zu stellen, der sich ändern kann.


    Und einmal nebenbei gefragt, ganz ohne Fanboy zu sein : Womit lag er denn so daneben in den letzten Monaten, Jahren ? Mir fällt wirklich nichts Gravierendes ein, bitte sehr um Gegenbeispiele, wenn es denn die Zeit erlauben sollte.


    Und zu 2017: Er sagt seit längerem, dass das Vertrauen in die staatlich kontrollierten Geldregimes unter der Ägide des USD ab ca. 2015 zerbröseln würde, inklusive Goldpreisanstieg. Ab 2017 wäre dann lediglich eine parabolische Phase. Diese gegenwärtigen Schwankungen des Goldpreises weit unter USD 2000/Oz sind ja auch wirklich Pipifax, das macht jede Aktie ständig und viele Währungen ebenso.


    Vielleicht aber müsste ich einfach nur hier einmal aus argumentationshygienischen Gründen den längst fälligen Thread „Verfall des Euro“ eröffnen, damit die Perspektiven ausgeglichener werden - allein es fehlt mir die Zeit dazu. Aber gerne demnächst etwas mehr zu dem Thema.


    Grüße


    auratico

    Klar sind die Probleme der USA fast dieselben mit einem riesigen Unterschied: Die haben EINE Regierung, eine akzeptierte Weltwährung, ein Volk, eine Nation, eine Meinung und sprechen eine Sprache. Denen traue ich viel eher eine Lösung der Probleme zu als dieser Kakophonie aus nationalen Politikdarstellern und nicht-demokratisch-legitimierten EU-Bürokraten wie von Rumbuy oder Barroso. Wie stümperhaft da rumgemurkst wird sehen wir seit nunmehr Jahren. Und genau das wird den Unterschied machen imho.


    Und deshalb wieder einmal, zur Überprüfung der eigenen Position, ein Verweis auf einen Spielverderber in Sachen Euro und rasanter Goldpreisanstieg:


    "Sollten wir beim Euro einen Tagesschlusskurs über der Marke von USD 1,2866 sehen, wird er sich ein klein wenig erholen und die bärische monatliche Umkehrmarke von USD 1,2975 testen, die [im März] getroffen wurde. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Rally länger als bis Ende nächste Woche anhalten wird.


    Selbst Gold fällt, weil der Dollar der einzige Ort ist, wo das Big Money hingehen kann. Ich habe versucht, zu erklären, dass das offene Interesse bei Gold-Futures in New York derzeit bei gerade einmal USD 75 Milliarden liegt. Das ist nichts im Vergleich zu den USD 17 Billionen an ausstehenden Staatsschulden.


    Das weltweite Kapital ist jetzt in Angst und Schrecken versetzt worden. Ich habe die ganze Zeit davor gewarnt, dass die USA die letzten sein würden, die stürzen. Und das hat rein gar nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun, sondern basiert ausschließlich auf mühevollen Nachforschungen und dem historischen Ablauf der Ereignisse.


    http://www.propagandafront.de/…lang-lebe-der-dollar.html



    Und aus der gleichen selbstbewussten Feder:


    "The metals are still pointing higher but that is 2017. The Goldbugs blame me because they cannot admit error. This is not a religion. It is a market. The object is to survive, not donate your money to the banks who trade this stuff based upon the technicals."


    http://armstrongeconomics.com/…04/silver-beware-of-2640/


    grüße


    auratico

    In der für England wichtigen Tageszeitung "Daily Telegraph" lese ich gerade, dass die Goldhändler seit dem Ausbruch der Krise in Zypern eine Verdopplung der Verkäufe von Goldmünzen melden. Das wäre ganz schon happig - hat jemand noch etwas dazu erfahren/gelesen ?

    Cypriot bank crisis boosts demand for gold


    The Cypriot banking crisis reminds even the most trusting savers that not all banks or jurisdictions are safe – and is boosting demand for gold, bullion dealers claim.


    Daniel Marburger, a director of Jewellers Trade Services Partners (JTS) said demand for gold coins has doubled since the Cyprus crisis began, with 1oz Gold Britannia coins being the most popular within the United Kingdom, and 1oz Gold Maple Leaf coins the most popular in other markets.


    http://blogs.telegraph.co.uk/f…s-boosts-demand-for-gold/


    Grüße


    auratico


    Edit:
    Meldung dazu in deutscher Sprache gefunden:


    http://www.goldreporter.de/zyp…rosbritannien/gold/31305/

    Zitat

    quote='Edel Man',


    Viele Kluge Köpfe auch bei uns sahen vor Jahren die Parität, die wir ja vor Jahren mehrfach hatten....


    i.Ü. werden die BRICS weiter daran arbeiten, daß es dem USD nicht zu wohl ergeht...


    Wenn es jedoch in Richtung Parität laufen sollte, kann nicht länger vom "Verfall des Dollar" geredet werden, sondern vom Gegenteil.


    Die Initiativen der BRICS hin zu eigenen Fakturierungsverbänden unter Umgehung des USD ist ohne Zweifel eine für die Zukunft wichtige Richtungsänderung, die aber in der gegenwärtigen Situation nur etwas dämpfend auf einen weiteren Anstieg des USD wirken sollte.


    Dass die USA im Moment keinen echten Wirtschaftsaufschwung erleben, dürfte auch vielen klar sein, die dennoch nun ihr Geld wieder einmal in USD überführen. Dies geschieht einzig aus der Überlegung heraus, dass es anderswo noch schlimmer kommen wird. Es ist eher wie bei einer Schönheitskonkurrenz in einer Leprakolonie. Währungseinschätzungen beruhen vor allem auf Vertrauen und auf Erwartungen über die zukünftigen Entwicklungen (in diesem Falle also über die Zukunft der USA), nicht allein auf Angaben über die gegenwärtigen Arbeitslosenzahlen oder Immobilienpreise.


    Ein US-Statistiker außerhalb des Mainstreams wie J. Williams hat zweifellos seine Meriten, obwohl er seit Jahren schon die Hyperinflation über die USA hereinbrechen sieht. Aber wie sähen die entsprechenden Statistiken für die Eurozone aus, wer macht sich die Mühe, in diesen europäischen Lügendschungel mit ähnlich realistischen Zahlen einzudringen ?


    Mir scheint es alles andere als abwegig, dass die Anlage- und Pensionsfonds (und die machen die Musik) auf die chaotische, entscheidungsgehemmte Politik der Eurozone wieder einmal mit Kapitalumschichtungen in Richtung USD reagieren werden. Wo sonst könnten Abermilliarden in relativ kurzer Zeit absorbiert werden ? Unter den Blinden ist der Einäugige König.


    Sehr drastisch hier ausgemalt, lesenwert, auch wenn man anderer Meinung sein sollte:


    http://www.propagandafront.de/…wahrung-hat-begonnen.html


    Grüße
    auratico

    Die FAZ berichtet:


    Zypern will seine Goldreserven verpfänden


    http://www.faz.net/aktuell/wir…verpfaenden-12122648.html


    Das sollte der angeschlagenen Glaubwürdigkeit etwas auf die Sprünge helfen und überhaupt bei großen Schulden Schule machen, wie früher selbstverständlich. Griechenland sollte diesem Beispiel am besten gleich morgen folgen, dito Portugal und Spanien. Gold als hartes verpfändbares Gut kehrt zurück in den internationalen Schuldendienst und Zahlungsverkehr anstatt hohler Politikerphrasen von zukünftigen Wachstumsraten und irrationalen, uneinlösbaren Rückzahlungsversprechen. Noch ist das nur ein Anfang, aber damit bekommt man in Zukunft bei allen solventen Staaten Kredit (China, Singapur, Russland etc.), wenn man denn schon so dumm gewirtschaftet hat, dass man an die eigenen Goldreserven ran muss. Lehrmeister Gold ...


    Grüße
    auratico

    Ganz ähnliches Thema:


    Kann mir jemand erklären, wie es wirklich ist? Wie sichert sich ein Emittent von Papiergold ab?
    Ich möchte beim nächsten Gespräch eine überzeugendere Antwort geben


    Edel hat ja schon einige wichtige Punkte in seiner Antwort hervorgehoben. Auch ist zu unterscheiden zwischen einem reinen Indexfonds, der in der Regel als klassisches "Papiergold" immer über Gold-Futures (und den entsprechenden kostenverursachenden Absicherungssgeschäften je nach Fähigkeit und Bonität des Emittenten, die man als Anleger aber nicht kennt) abgewickelt wird - und einem ETF wie dem GLD, der nach Eigenaussage nicht in Futures, sondern in physisches Gold investiert.


    Einen Gold ETF einfach zur Gänze als "Papiergold" zu bezeichnen, ist also irreführend und dennoch hat er, wie ein Indexfonds, schon insofern viel mit "Papier" zu tun, als er nämlich voll steuerpflichtig ist, was gegenüber dem persönlichen, anonymen und legalen Besitz von physischem Gold schon Grund genug sein sollte, das gesamte Konstrukt zu meiden.


    Die offiziellen Haltegebühren mögen auf den ersten Blick relativ gering erscheinen, aber man erwirbt als Käufer ja kein physisches Gold (das macht stattdessen der Emittent als Treuhänder/Sponsor des ETF, dessen grundsätzlichem Geschäftsrisiko man ebenso ausgesetzt ist), sondern nur einen Anteil an einer börsengehandelten Konstruktion. Da Gold bekanntlich keine Zinsen bringt, werden laufende Unkosten des ETF durch den Verkauf von Gold aufgebracht, was natürlich das Gesamtanlagevolumen entsprechend schmälert. Das werden aber die wenigsten Anleger wissen. Ferner bestimmt der Emittent eines ETF ganz eigenmächtig, wann dieser aufzuzlösen ist, z.B. weil eine bestimmte im Prospekt genannte Investitionssumme unterschritten wird. Das Allerproblematischste aber wurde schon einmal erwähnt: der normale Anleger kommt grundsätzlich niemals (z.B. bei Auflösung des Fonds oder nach einem großen Anstieg), auch nicht gegen eine etwaige Auslieferungsgebühr, bei Bedarf je an physisches Gold heran, während dies Großanlegern in Tranchen von jeweils 100.000 Oz sehr wohl möglich ist. Zumindest beim eindeutigen Marktührer GLD ist das so, bei Sprott oder anderen Anbietern kann es sehr wohl eine Auslieferungsmöglichkeit gegen zumeist sehr hohe Gebüren un nur an ausgesuchten Orten geben.


    Grüße


    auratico

    3 interesting charts
    How Japanese Hyperinflation Could Turn The Dollar Into Toilet Paper
    Now the American crisis -- America would be in trouble since it would probably lose its second largest debt buyer.


    Die Leichtfertigkeit, mit der so oft seit Jahr und Tag auf das Phänomen der Hyperinflation verwiesen wird, ist selbst schon inflationär.
    Bislang ist noch nie eine global wichtige Währung in eine Hyperinflation (was etwas völlig anderes ist als Inflation) eingetreten. Dies waren immer Marginalwährungen (inkl. das kaputte Deutschland der Weimarer Republik), während weltweit wichtige Währungsräume hingegen vielmehr in Deflationskrisen geraten sind (USA der Depressionszeit, England und in den letzten zwanzig Jahren bekanntlich Japan).


    Es geht doch bei den ganzen nun sich anbahnenden "Währungskriegen" vor allem darum, wer am längsten durchhält - dass also andere zuerst KO gehen. Und um das, was wirklich geschieht, nicht um Wunschvorstellungen à la: Die bösen, bösen USA mit ihren Riesenschulden werden zuerst in die Knie gehen.
    Wo ist der global akzeptierte riesige Schuldenmarkt außerhalb des USD, der in Krisenzeiten die Geldflüsse auffängt ? Nirgends. Das war bis vor Kurzem noch der harte japanische Yen. Und jetzt: das Geld fließt wieder in den USD bzw. natürlich sehr sichtbar in die Aktienmärkte. In die Eurozone bestimmt nicht, vor allem nicht in näherer Zukunft, wenn die Lage in Südeuropa sozial und politisch erst so richtig explosiv wird.


    China ? Die sind noch meilenweit von einem hochentwickelten internationalen Anleihemarkt entfernt.
    Also sei hier wieder einmal der Spielverderber Martin Armstrong zitiert - der Artikel heißt übrigens "Beware the Dollar Rally":


    Those that keep pointing to China as replacing the dollar know nothing about the issue. Keep an eye on the dollar because there is a hell of a lot more behind it. The yuan has risen to number 13 as a PAYMENT currency.
    That is not a RESERVE currency nor is it possible to become a RESERVE currency. That requires a deep debt market for other nations to keep their “reserves” in. The dollar cannot be replaced as either a RESERVE currency or as the leading INVESTMENT currency until there is an international reform of the monetary system and deep free market to absorb capital. Creating monetary reform becomes possible ONLY when the dollar rises to give the US politicians a nose bleed. Nobody will do anything until they are COMPELLED to act. Politicians act in their self-interest – not for the benefit of society.


    The dollar is rising against Japan and a lot of places no one is paying attention to. We are in a global capital contraction phase and it is on the move to the dollar because there is greater political instability elsewhere. DO NOT fall into the short dollar trap. That is nonsense spun by people who look only at domestic fundamentals.


    http://armstrongeconomics.com/…ng_economics_blog/page/2/


    Grüße


    auratico

    Für US-Bürger, die ihr Gold außerhalb der USA aufbewahren (wollen), wird es nun nochmals enger. Nachdem schon seit einiger Zeit so gut wie keine schweizerische Bank aus nachvollziehbaren Gründen mehr bereit ist, US-Bürgern ein Konto einzurichten, kündigt nun auch noch der globale Branchenführer für Wertaufbewahrung (mit Firmensitz Zürich/Kloten) seinen US-Kunden. Das Gold muss nun raus aus den Tresoren.


    RED ALERT: World’s biggest gold storage company dumps US citizens


    ViaMat, a Swiss logistics company that has been safeguarding precious metals since 1945, is literally the gold standard in secure storage.


    They have vaults from Switzerland to Hong Kong to Dubai, and they count among their clients some of the largest mining companies in the world. They know what they’re doing.


    And now they’re dumping US citizens.


    ViaMat does a great deal of business within the United States. As such, the company is heavily exposed to the insane US regulatory environment.


    http://www.sovereignman.com/im…-dumps-us-citizens-10958/


    Grüße


    auratico

    „...Es ist ein Boden.“


    Eine weitere Meinung dazu, wieder einmal von M. Armstrong:


    The key support on the weekly level in gold lies at 15795. A weekly closing below that will eventually be followed with a test of the 14100 to 14600 level. This is the bottom of the channel where gold should eventually test. The time for a rally in gold remains after 2015.75.


    http://armstrongeconomics.com/2013/02/21/gold-15795/


    Grüße


    auratico


    Es ist absolut beeindruckend, wie Jim Sinclair nun das unvergleichliche Gewicht und die ganze Expertise seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit den Edelmetallmärkten in dieser schwierigen gegenwärtigen Lage (Standardaktien machen reich, Goldaktien arm) in Stellung bringt. Denn er lehnt sich inzwischen so enorm weit aus dem Fenster mit seinen Vorhersagen, dass er im Grunde seine vielbesuchte Webseite und seine Kommentare unverzüglich einstellen müsste, wenn Folgendes nicht geschehen sollte:


    "My birthday is March 27th. By that time this decline in gold will be old history. This decline is purely to take your positions away from you, certainly in shares which today trade at historic discounts to their assets."


    Er sagt eindeutig - und hier wird er von seinen tausenden Lesern beim Wort genommen werden -, dass sich bis Ende März 2013 der gegenwärtige Fall der Edelmetallpreise (und das absolut katastrophale Verhalten der Minenaktien) als ein großer Wash Out, ein letztes Abschütteln der ängstlichen Hände und Hirne erwiesen haben wird, wie er es schon einmal in den 70ern vor dem großen Boom der Edelmetalle erlebt hat, als die starken Hände Gold und Goldaktien günstig vor dem großen Run an sich genommen haben.


    Er setzt hier seinen ganzen Ruf aufs Spiel, denn wie gesagt, andernfalls müsste er in Zukunft schlechterdings eigentlich abdanken. Als Goldpapst wurde er ja schon oft genug bezeichnet, nun wird es also ernst. Die Spannung steigt, während Gold und Goldminen ( noch ? ) mit Schmackes nach Süden absacken. Chapeau !


    Grüße


    auratico (nur Goldküster und nicht Goldpabst)