Für die sonst beim Handelsblatt üblichen Argumentationsmuster ist das weiter unten Verlinkte schon eine geradezu abenteuerliche Abweichung.
Interessant auch der erinnernde Hinweis, dass für den jüngsten Goldpreiscrash, der ja eine Abwertung der weltweit vorhandenen Goldbestände um viele hunderte Milliarden USD oder Euro mit sich gebracht hat, gerade einmal 750 Millionen Einsatz als Sicherheitsmargin nötig waren. Ein unglaubliches Geschäft !
Hier also der Herr vom Handelsblatt:
Geheime Goldpolitik
Gold ist der einzig sichere Hafen außerhalb des Finanzsystems. Um diesen für Anleger unattraktiv zu machen, könnte der jüngste Goldpreiseinbruch bewusst herbeigeführt worden sein. Ein Kommentar.
Man muss nicht zu den für Verschwörungstheorien anfälligen Zeitgenossen gehören, um zu erkennen, dass ein steigender Goldpreis im aktuellen Umfeld nachlassendes Vertrauen in die großen Reservewährungen und in die Sicherheit von Bankeinlagen dokumentierte – und dass weder Regierungen noch Zentral- und Geschäftsbanken daran ein Interesse haben. Ein schockartiger Goldpreiseinbruch wie zuletzt signalisiert vielleicht nicht unbedingt eine heile Finanzwelt, er verbreitete bei Anlegern und Sparern aber Verunsicherung und wirft bei ihnen die Frage auf, ob Gold tatsächlich taugt als sicherer Hafen außerhalb des fragilen Finanzsystems.
(...)Direkt zum Handelsstart drückten Verkaufskontrakte über insgesamt 100 Tonnen Gold den Goldpreis an die technische Unterstützung bei 1540 Dollar je Feinunze. Die an dieser Marke zahlreich platzierten Stoppkurse wurden dann etwa zwei Stunden später ausgelöst durch eine zweite virtuelle Verkaufswelle über 300 Tonnen Gold im rechnerischen Gegenwert von 15 Milliarden Dollar.
Um an der Comex diese Goldmenge virtuell zu bewegen, genügen bereits 750 Millionen Dollar, die als Sicherheit hinterlegt werden müssen. Das schaffte jede Investmentbank problemlos, allen voran Goldman Sachs. Deren Analysten hatten schon vor Monaten begonnen, das Ende der Goldhausse öffentlichkeitswirksam vorauszusagen. Zuletzt riet die Bank ihren Kunden, auf fallende Preise zu spekulieren. Mit Erfolg, wie sich zeigt.
http://www.handelsblatt.com/fi…-goldpolitik/8078608.html
Grüße
auratico