Beiträge von auratico

    Martin Armstrong verwahrt sich dagegen, dass er so oft als Gold-Basher verunglimpft wird, nur weil er ein anderes Zeitfenster für den nächsten heftigen Anstieg der Goldnotierungen (über das inflationsbereingte Hoch aus den 80ern hinaus, also über USD 2.300/Oz) hat als so viele Gold Bugs, die schon seit Jahren jeden nächsten Moment die Hyperinflation über den USD hereinbrechen sehen. Er hingegen bleibt bei seiner Prognose: Die USA erwischt es zuletzt mit dem einsetzenden monetären Vertrauensverlust, zuerst seien Japan und die Eurozone an der Reihe:


    For gold to back off, shake the weak players out of the trees, is a necessary and healthy thing that MUST take place to rejuvenate the market for the next blast to REAL highs. Even when there was a gold standard, inflation rises and falls and then gold moves opposite declining with inflation as assets rise against gold, and it rises in value during deflation as the dollar does today. There is NEVER a period when anything is ever fixed forever. Even behind the Berlin Wall there was a black market for West Germany marks and dollars.


    Some rant and rave and call me a gold basher.


    (...)A REAL analyst NEVER says only buy – that is a salesman. If gold does not constantly go up, it is a plot of some dark force for otherwise they would be right. STOP blaming everyone else for your failure to grasp the global economy. This is about MAKING money – not donating it to the banks who will sell based upon the technicals. Gold will rally. But that will NOT be until Europe and Japan melts down. Look for the real rally after 2015.75.


    http://armstrongeconomics.com/…eally-made-new-highs-yet/


    Grüße


    auratico


    Diese Meldung ist doch nicht mehr als ein verspäteter unfreiwilliger Faschingsscherz auf dem journalistischen Niveau einer Schülerzeitschrift.
    "Ein namhafter deutscher Automobilhersteller hortet gewaltige Mengen an Silber in einer Fort Knox-ähnlichen Hochsicherheitsanlage in den schweizerischen Bergen."
    Keine Namen, keine Belege. Es darf gelacht werden.


    Dass aber ein ansonsten profunder Geist wie Jim Sinclair einen solchen Stuss inzwischen weiterverlinkt, wirkt bedenklich.
    Da liegen wohl einige Nerven blank.


    Grüße
    auratico

    Der gleiche Artikel spricht auch von wahrscheinlich wieder ansteigender Goldnachfrage in China und Indien für 2013.


    Siehe z.B. heute -Rekordumsätze für Gold an der Börse in Shanghai. Gut, da lagen nun einige handelsfreie Feiertage dazwischen, aber immerhin:

    China And India Demand Returns - SGE Volume Jumps to Record


    Shanghai Gold Exchange


    Gold volumes for the benchmark cash contract on the Shanghai Gold Exchange soared to a record today (see chart below), as the market re-opened after the New Year’s week long holiday and bargain hunters started buying.


    The volume for bullion of 99.99% purity exceeded 22,000 kilograms (22 metric tons), according to data compiled by Bloomberg. Prices fell 2.8% to 327.25 yuan/gram ($1,630.29/oz) as of 5:04 p.m. Singapore time.


    “Chinese investors returned to the market today after the holiday, and the slump in gold prices in the past week provided great incentive for buying as many Chinese are still holding a bullish outlook on gold,” Qu Mingyu, a trader at Bank of China Ltd., the 4th largest lender by assets, commented today.


    The return of demand in Asia was not limited to China as demand in India was also seen overnight.


    http://www.goldcore.com/goldco…s-sge-volume-jumps-record


    Grüße


    auratico

    Zettel verkauft und physisch rein? Hat Soros doch schon mal gemacht.


    Die rechtliche Konstruktion des GLD-ETF (und analog dazu des Silver SLV) ist für den normalen Anleger unfassbar komplex, bestimmt mit Absicht. In vielem erinnern die Statuten (z.B. auch in Hinblick auf die juristische Immunität des Personals) verdächtig an den rechtlichen Rahmen des etliche Jahre später konzipierten europäischen "Rettungschirms" ESM.


    ABER: Für Großinvestoren (wie z.B. Soros und Paulson) des GLD dürfte ihr Engagement dort sehr nahe an eine vollständige physische Absicherung herankommen, da die physische Hinterlegung (nach LBMA-Standard) in sog. "baskets" im Umfang von jeweils 100.000 Unzen Gold (500.000 Oz bei Silber) erfolgt.


    Nur solche baskets als jeweils geschlossene Einheiten à 100.000 Oz sind bei Bedarf in physische Lieferung umwandelbar. Ein Soros kann sich beim Kauf jederzeit von den jeweiligen für den GLD-Trust autorisierten Brokern die physische Auslieferung von "allocated gold" garantieren lassen, sofern es sich um mindestens ein basket von 100.000 Unzen handelt.


    Für die Millionen Kleinanleger der ETFs hingegen werden diese baskets dann entsprechend der jeweiligen Anlagesumme zerschnitzelt, ohne dass später eine Einlösepflicht in physische Ware bei Bedarf bestünde.
    Ein Soros ist also immer bei Bedarf sehr nahe an der physischen Ware dran, das immergleiche Gerede von Zettel vs. physische Ware stimmt bei den Großanlegern der ETFs nicht. Es sind allein die Millionen gutgläubiger Anleger mit weniger als 100.000 Unzen Gold (also fast alle), die im Fall der Fälle durch die Finger blicken würden. Diese sollten den Prospekt besser lesen, nicht Soros oder Paulson.


    Zum Nachrecherchieren über GLD und SLV für alle, die das in den vergangenen Jahren immer noch nicht gemacht haben sollten:


    http://solari.com/articles/Precious_Metals_Puzzle_Palace/

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Zurück zum Gold Spaniens. Ein größerer Teil davon stammte noch möglicherweise aus den Raubzügen der Konquistadoren und Folge 1503 - 1660 in Südamerika... Mir liegen da keine verläßlichen Zahlen vor, nach einer Quelle waren es 185 000 kg Gold und 16 000 000 kg Silber .


    Nein, das ab dem 16. Jahrhundert aus Südamerika eingeführte, u.a. geraubte Gold aus der Zeit der Konquistadoren war im Spanien des frühen 20. Jahrhunderts längst verbraucht, vor allem für den Flottenbau und die vielen Seekriege.
    Das Moskau-Gold stammte vielmehr aus Handelsüberschüssen ab dem 19. Jahrhundert (Handelschiffbau, Kohle etc.) und verdankte sich auch der Tatsache, dass Spanien im 1. Weltkrieg neutral blieb und keine Kriegsfolgekosten zu tragen hatte.


    Die Stückelung bestand aus handelsüblichen zeitgenössischen Goldmünzen, vor allem englischen Münzen und US-Gold Eagles:


    "15,571 sacks of gold were opened, and 16 different types of gold coins were found inside: pounds sterling (sovereigns or half sovereigns) (70% of the total), Spanish pesetas, French francs, Louis, German marks, Belgian francs, Italian liras, Portuguese escudos, Russian rubles, Austrian schillings, Dutch guilders, Swiss francs, Mexican pesos, Argentine pesos, Chilean pesos, and an extraordinary amount of U.S. dollars."


    Grüße
    auratico

    Interessant auch die Erwähnung, daß Russland 1941 seinen Rekord an Goldvorräten hatte und sich nach WW2
    dank derer sich schnell erholen konnte. ;)


    Damit hat es ohnehin eine kuriose Bewandtnis. Wer sowohl für Geschichte als auch für Gold sich interessiert, dem sei das Studium der Ereignisse um das sog. Moskau-Gold empfohlen. Stalins Unterstützung der Republikaner im spanischen Bürgerkrieg war alles andere denn eine rein politisch oder ideologisch motivierte. Er ließ sich die Waffenlieferungen an die Franco-Gegner völlig überteuert in Gold bezahlen, was dazu führte, dass 1936 mehr als 500 Tonnen Zentralbank-Gold von Spanien in die Sowietunion (Odessa) verschifft wurden. Das war meines Wissens nach der größte bekannte Goldtransport der jüngeren Geschichte.


    In deutscher Sprache gibt es nicht allzuviel Informationen dazu, deshalb hier ein Verweis auf den sehr ausführlichen, interessanten englischsprachigen Artikel zur Sache bei Wikipedia:


    http://en.wikipedia.org/wiki/Moscow_gold


    Grüße


    auratico

    Auch ich denke, dass es wichtig ist, im Zusammenhang mit so entscheidenden Fragen wie der Zukunft des internationalen Währungssystems, den wahrscheinlichsten Szenarien etc. immer wieder mal gegensätzliche Standpunkte durchzudenken bzw. vorzustellen, um sich dann sein eigenes Bild zu machen. Ich tue das hier in Bezug auf den USD mitunter, indem ich auf die Überlegungen von Martin Armstrong verweise, so auch heute.


    Einen heftigeren Gegner des korrupten US-Finanzsystems - mit seinen „too big to fail“-Institutionen an der von echter Strafverfolgung befreiten Spitze - als Martin Armstrong kann man sich kaum vorstellen. Und dennoch glaubt er, dass der USD und der US-Aktienmarkt trotz US-Schuldendilemma bis auf Weiteres die gesuchte Fluchtrichtung bleiben wird, wenn es denn andernorts in großen Währungszonen brenzlig wird (aktuell z.B. der Yen). Die total verunsicherte Eurozone hat selbst immense Probleme inkl. großer Mitglieder mit drittweltartigen Arbeitslosenraten und grauenhaften Wachstumsaussichten. Die Kapitalmärkte in China sind noch in keiner Weise bereit (auch wenn sich das in geraumer Zeit ändern sollte), große Währungsbewegungen aufzunehmen. In Armstrongs Sicht wird es den USA erst NACH den anderen Staatsschuldenelephanten (Europa, Japan), um 2016 herum, an den monetären Kragen gehen.


    Markige Aussagen, wie gewohnt. Er wird sich daran messen lassen müssen. Bislang aber hatte er meistens recht:


    If you ever wondered why the Dow Jones has rallied when all these domestic forecasters predict the collapse of the dollar and the Dow, the simple truth is they are so biased and married to this scenario of 1929 that they cannot see the nose in front of their face. They fail to grasp that history is like lightening - it NEVER strikes twice in the same spot the same exact way.


    The number one rising concern in Japan is national security. This is what is forcing capital to leave and to invest in the ONLY place capable of absorbing huge amounts of money – USA. Europe is hanging together by a shoe-string. If Merkel loses in September, forget it – the Dow will soar to record highs going into 2015.75 and the dollar rally will wipe out every dollar bear on the street who only look at domestic issues. There will be NO PLACE to put money but the USA – NO PLACE!


    (…) We have been warning that the Sovereign Debt Crisis would begin in Europe, then spread to Japan, and only then at the end of everything will we see it hit the USA come 2016. So for the dollar bears and Dow bears, they will be consistently wrong for they never look at the world – only 1929 scenarios domestically.


    http://armstrongeconomics.com/…-russia-dow-dollar-bears/


    Grüße


    auratico

    In den heutigen Meldungen vom "unerwarteten" Rückgang des US-Handelsdefizites im letzten Quartal findet sich als interessantes Detail der Hinweis, dass auch stark angestiegene Goldexporte zu diesem Kurswechel geführt haben:


    "Friday's data showed U.S. exports surged by $8.6bn during the month, boosted by sales of industrial supplies, including a $1.2bn increase of non-monetary gold."


    http://www.telegraph.co.uk/fin…icit-narrows-sharply.html


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Bürgerrechtler'


    wef dies hast Du nicht alleine übersehen. Ging mir bis auf den Hinweis gestern Abend auch so. :D


    Aber berichtet wurde darüber reichlich:


    Ja, und zwar hier im Forum bereits am 24. Januar im Minenbereich im Faden zu KGHM von (hüstel,hüstel...) meiner Wenigkeit.


    wef


    Es wurde die Vermutung geäußert, dass die HSBC mit dem Silber aus Polen ihre Silber ETFs absichert bzw beliefert, wozu sie als Custodian ja verpflichtet sind. Dennoch dürfte es so sein, dass der Deal nur durch die Pflichtmeldung aus Polen aufgrund des hohen Volumens in der Höhe von 10% des Kapitals von KGHM an die Öffentlichkeit gelangte. Wo und in welcher Menge HSBC sonst noch auf Silber-Einkaufstour geht, erfährt man ansosnten nicht. Aber wahrscheinlich dürften sie noch ähnliche Deals mit anderen größeren Silberproduzenten haben.


    Grüße


    auratico

    Anders als so mancher Konkurrent hat sich die gute alte Silbertante KGHM aus Polen im vergangenen Jahr prächtig entwickelt. Die üppigen Dividendenausschüttungen betragen wieder 50% vom Gewinn ( Zloty 14,9 per share, also € 3,60, ein Vielfaches mehr als noch 2010 !) - die möglichen Sorgen um einen allzu gierigen, einseitigen Zugriff des polnischen Staates waren demnach unbegründet.


    http://www.finanzen.net/chart/KGHM_Polska_Miedz


    KGHM ist bekanntlich ein Riesenbetrieb, demnächst wohl auch im Bereich Fracking aktiv.
    Vorerst aber glänzt man weiterhin als einer der weltweit größten Silberproduzenten und als weltweit zweitgrößte Silberraffinerie.


    Nicht ohne, was sich die HSBC als Deckung für ihre Silber-ETFs da physisch von KGHM im Laufe eines Jahres so zusammenkauft für fast 900 Millionen USD:


    HSBC has quietly moved into acquiring large amounts of silver bullion.


    The bank has secured another deal to buy silver bars from KGHM which brings their total purchases of silver from KGHM alone in the last 12 months to $876 million or PLN 3.65 billion.


    KGHM is one of the largest producers of silver in the world and is the second-largest producer of refined silver in the world.


    http://www.wealthwire.com/news/metals/4450


    Grüße


    auratico

    "Gold und Silber Short Squeeze ?"


    „...King World News is pleased to break the news first in the world for our global readers that the World Gold Council has now confirmed the Chinese are going to back the yuan with gold


    l


    King World News ist immer recht marktschreierisch unterwegs, also solche Meldungen bis zur weiteren Bestätigung besser cum grano salis nehmen. Dass die Chinesen jedoch jetzt schon wesentlich mehr Gold als offiziell angegeben haben, dürfte schon dem gesunden Menschenverstand einleuchten. Es ist unmöglich, dazu verlässliche Zahlen vorzulegen und Angaben zu machen.


    Spektakulär allemal bleiben die jüngsten Meldungen zur rasch anwachsenden Rolle Chinas in Bezug auf die globale Silberproduktion und im Silber-Terminhandel.


    Falls noch nicht gepostet - und sonst eben zur nochmaligen Erinnerung:

    China Playing a Major Role in Global Silver Market


    New Report Explores Dramatic Changes in Last Decade


    (Washington, D.C. – December 13, 2012) China’s role in the global silver market has dramatically changed over the past decade. Once a small player in the global market, China today is the world’s leading market for both physical investment and paper trading of silver futures and other similar products, and is the second largest silver fabricator today.


    http://www.silverinstitute.org…-in-global-silver-market/


    Grüße


    auratico

    In Vietnam sollen über 30% der Haushalte in irgendeiner Form Gold besitzen. Schon seit Längerem sind die lokalen Spot-Preise deutlich über dem internationalen Niveau, während die Landeswährung Dong beständig abwertet. Ähnlich wie Indien und in gewisser Weise auch die Türkei, versucht die vietnamesische Regierung nun, die Leute von ihrem Gold zu trennen.


    Die Banken sind angewiesen, bis Mitte des laufenden Jahres jegliche Goldverwahrung für ihre Kunden einzustellen und auch keine mit Gold besicherten Kredite mehr zu vergeben und keine Kredite für den Ankauf von Gold mehr zu gewähren bzw. die bestehenden aufzulösen. Den Kunden, die Gold haben, bleibt nur, ihr Gold anderswo zu lagern bzw., was die Regierung durchsetzen möchte, ihr bei der Bank lagerndes Gold in ein Bankguthaben in der Landeswährung einzutauschen.


    Es wird sehr interessant sein zu verfolgen, was solche Regeln in traditionell goldaffinen Ländern für den inoffiziellen Handel - von privaten Deals über Schwarzmarkt bis hin zum Schmuggel - auf längere Sicht bedeuten werden. Gold wird dann mehr und mehr eine hochgehandelte Parallelwährung außerhalb des offiziellen Sektors (was übrigens der Prognose von Martin Armstrong entsprechen würde).


    http://www.tuoitrenews.vn/cmli…anding-gold-loans-1.97110


    Grüße


    auratico

    Es scheint, dass nun auch immer mehr der kleineren und mittleren Hedgefonds in physische Edelmetallinvestments drängen -an der Stelle der bislang üblichen Anlagen in Gold- und Silberderivate und verwandter ETFs. Noch vor einiger Zeit hätte es kaum ein solcher Hedgefonds gewagt oder gewollt, ein Drittel des Anlagevermögens in physischem Gold zu halten. Der hier angekündigte Lagerort bleibt dennoch etwas kurios:

    Pacific Group setzt auf Gold wegen Geldschwemme


    Die auf Finanz- und Vermögensplanung sowie Beratung spezialisierte The Pacific Group traut der Geldschwemme nicht. Sie setzt auf physisches Gold.


    Die durch einen früheren Händler von PaineWebber gegründete Vermögensverwaltungsboutique The Pacific Group schichtet rund einen Drittel der Hedge-Fund-Assets in physisches Gold um, wie Bloomberg berichtete.


    Der Grund ist das Misstrauen gegenüber der Geldschwemme, die durch die Gelddruckerei vieler Regierungen entstanden sei. The Pacific Group geht deswegen eine Wette auf einen steigenden Goldpreis ein.


    Der in Hongkong domizilierte Asset Manager von The Pacific Group beabsichtigt den Kauf von Goldbarren im Wert von 35 Millionen Dollar, die über die London Bullion Market Association oder anderen internationalen Märkten gehandelt werden können, wie William Kaye Gründer und CEO, gegenüber Bloomberg sagte.


    Das Gold soll im Hongkong International Airport eingelagert werden.


    http://www.finews.ch/news/fina…ic-group-hedge-fund-gold-


    http://www.bloomberg.com/news/…-fund-assets-to-gold.html


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Tuareg',


    USA: Neugeschaffene Stellen ex Agrar Dezember 155.000, erwartet wurden 145.000, nach zuvor 146.000.


    USA: Arbeitslosenquote Dezember 7,80%, erwartet wurden 7,70%, nach zuvor 7,70%.


    Es ist schon erstaunlich, wie die Fed dieses eigentlich so leicht durchschaubare Spiel immer wieder aufs Neue durchziehen kann. Man erwähnt gleichsam beiläufig, dass man QE eventuell aussetzen werde (was suggeriert, dass bessere Arbeitsmarktzahlen vorliegen werden), obwohl dies beim Stand der Dinge gänzlich unmöglich ist. Damit wird eine vermeintliche Stärke vorgegeben, an die kein Mensch wirklich glaubt, natürlich auch nicht die Gold-Futurehändler, die dies aber zumindest auf Tagesbasis als sichere Bank nehmen können für einen heftigen Short-Einsatz. Der Fed ist dies natürlich mehr als nur recht, dennoch bleibt ein Erstaunen zurück über die unglaubliche Vorhersehbarkeit dieses Zusammenhangs. Diese Arbeitsmarktzahlen jedenfalls drücken bestenfalls das normale Bevölkerungswachstum aus, keinesfalls die so herbeibeschwörte "Big Recovery".


    Gold und Silber bleiben dennoch bis auf Weiteres Manövriermasse im YoYo-Modus, wahre Stärke sieht anders aus.


    Grüße
    auratico

    Der fast legendäre Elliotter Alf Field, hier seit Jahren zitiert, mit aktueller Goldprognose vom 3.01.2013, erschienen bei Jim Sinclairs jsmineset.com und goldseek.com


    Das Wesentliche kurz übersetzt und zusammengefaßt:


    --- „Es gibt genügend Indizien..., daß die Korrektur ab $1797 beendet ist...
    --- Eine Unterschreitung von $ 1636 würde diese Analyse offenbar wertlos machen und eine Überdenkung erfordern.


    - - Man muss im Moment leider feststellen, "es gibt genügend Indizien, dass die Korrektur ab $ 1797 NICHT beendet ist." Ansonsten könnte der Goldpreis nicht in zwei Handelstagen gleich wieder wie ein Stein um $ 40 Dollar fallen. Dies geschieht in der letzten Zeit vor allem nachbörslich, auffallend ...


    -- "Eine Unterschreitung von $ 1636 ..." Diese rückt aber stündlich mit Riesenschritten näher, sehen wir mal morgen, ob sie hält. Sollten die Jobzahlen in USA "besser als erwartet" ausfallen, dürfte es weiter bergab gehen. Festzustellen bleibt allemal, dass Gold und Silber derzeit wieder einmal Jongliermasse in Händen der Finanzmarktakteure sind. Es fehlt jeder entschiedene Widerstand, deshalb diese buttermesserartigen Absacker ohne großen Anlass. Wichtig bleibt, sich nicht ideologisch zu verhärten, sondern ständig auf der Hut zu bleiben, also auch andere Märkte im Blick zu behalten und ggf. zu traden. Gold kann man aussitzen, aber nur, wenn man bei anderen Anlagen, allen voran Aktien, Bewegung zeigt.


    Grüße
    auratico

    Athen erzielte im letzten jahr einen ''Primärüberschuss'' von 2,3 Milliarden Euro, aber ohne Einrechnung der Schuldzinsen. So muss es sein man kann auch tiefrote Zahlen in Grüne verwandeln wenn man, nur die richtigen Rechenkünste an den Tag legt.


    Der Primärüberschuss verdankt sich vor allem der Tatsache, dass die griechische Regierung ihre Rechnungen bei Krankenhäusern, Sozialversicherungsträgern etc. nicht bezahlt bzw. verschleppt bis zum unweigerlich nächsten Riesenbailout, den man intern nach der deutschen Bundestagswahl im Herbst 2013 anvisiert.


    Die faul gewordenen Kredite (non performing loans - NPL) bei den im Grunde völlig kaputten griechischen Banken sind zuletzt um satte 50% angestiegen - komplett aussichtslos.


    Die griechischen Banken, z.B. die Ekathimerini Bank, geben viel freimütiger zu, was geschehen wird, während die deutsche Systempresse bestimmt bis zur Wahl brav den Mund halten wird:


    "However, unless the growth of new NPLs is contained, banks may need yet another recapitalization process at the end of 2013, the same sources say."


    http://www.ekathimerini.com/4d…site2_1_02/01/2013_476702


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='CARLOZ',
    1988 haben sie es mit 100% Steuer auf den Spot versucht.Für Landeswährung konnte man damals bis zu 75% plus auf den Spotpreis, in Bombay, für einen Philharmonika, relativ leicht bekommen.Wir waren zu fünft und jeder hatte einen dabei.


    Den Philharmoniker gibt es seit 1989.


    Zuletzt, vor der Welle der jüngsten Zollveränderungen bzgl. Goldimporten in Indien ab Frühjahr 2012, lag der Zoll bei 2%, das ist kein Vergleich mit den Zeiten von Indira Ghandi etc.


    März 2012: "Die Indische Regierung hebt deshalb den Einfuhr-Zoll auf Gold kräftig an. Wer ein Kilo Gold importiert zahlt neu 2000$ pro Kilo. Das ist eine Verdoppelung des Einfuhr-Zolls von 2% auf 4%."


    http://www.goldfritz.net/2012/…gold-29032012-indien.html


    Nachtgrüße


    auratico

    Kein Blatt vor den Mund nimmt der neue indische Finanzminister, der inzwischen ganz offen erklärt, dass er über Wege nachdenkt, um die Goldimporte nach Indien (2011/2012 im Wert von 56,2 Milliarden USD) abermals (nach den zuletzt eingeführten Zollgebühren zwischen 4% und 10%) zu verteuern und damit zu verringern. Der traditionellen Affinität der Inder zu Gold sei das dauerhafte Außenhandelsdefizit Indiens vor allem geschuldet. Deswegen soll nun erneut interveniert werden, obwohl die heftigen Gebühren schon zu einem Rückgang der Goldimporte um ca. 30% geführt haben.


    Interessant auch, wie offen in geradezu planwirtschaftlicher Manier davon gesprochen wird, dass die indische Regierung versucht, die Investoren vom Golderwerb weg und dafür hin zu den Aktienmärkten und anderen "Finanzinstrumenten" zu bringen ("Currently, the government is also making efforts to channelise investor money into equities and other financial instruments to reduce demand for the yellow metal.").


    Aus China kommen solche Töne bisher nicht, ganz im Gegenteil. Aber Schäuble wäre es natürlich ohne weiteres zuzutrauen, dass er Gefallen findet am Modell der indischen Goldverteuerungssteuer, weil ihm eben inzwischen schlechterdings alles zuzutrauen ist.


    Der unten verlinkte Artikel enthält einige wichtige Zahlen hinsichtlich des indischen Goldmarkts:


    NEW DELHI: The government is considering steps to reduce gold import by making it more expensive, Finance Minister P Chidambaram said today.


    "Demand for gold must be moderated... We may be left with no choice but to make it more expensive to import gold. The matter is under government consideration," he told reporters here.


    http://economictimes.indiatime…/articleshow/17853404.cms


    Grüße


    auratico


    Edit: Sehe gerade, dass die FAZ die Sache auch schon aufgegriffen hat:


    http://www.faz.net/aktuell/fin…r-besteuern-12012364.html

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Wenn wir sehen, wie die Goldkabale :) immer wieder imstande ist, den Goldpreis "zu beinflussen", mag man die immer größer werdende Zuversicht von "Mr.Gold", Jim Sinclair kaum teilen.


    Sinclairs Problem besteht darin, dass er sich in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder zu zeitlich und preislich viel zu eng gefassten Prognosen hat verleiten lassen, was seiner Glaubwürdigkeit, die eher in seinem scharfen Blick auf die ökonomischen und politischen Verhältnisse insgesamt beruht, nicht eben zuträglich war. Inzwischen hat er es wohl aufgegeben, sich zeitlich festzulegen, was auch richtig ist, wenn man schon zu oft danebenlag.


    Auch den - wichtigen - Blick auf die Aktien- und Anleihemärkte lässt er mehr und mehr schleifen. Wo, wenn Gold z.B. $ 3.500/Oz erreicht haben wird, würden dann die Aktienindexe stehen, wo die allgemeinen Lebenshaltungskosten ? Als isolierte Zahl ohne Berücksichtigung der anderen Anlageklassen (mit Ausnahme des USD, den er in die Hölle fahren sieht), ist das zuwenig, gerade wenn man wie er gerne mit prophetischer Geste auftritt.


    Da Sinclair z.B. davon ausgeht, dass es sowohl in USA als auch in der Eurozone noch viel mehr "quantitative Lockerungen" geben wird, um einen Totalkollaps des Systems zu verhinden und die korrupten Bilanzen der Banken aufzufangen, ist es nur logisch, wenn griechische Anleihen zuletzt um 80%, portugiesische um gut 50% zugelegt haben. Wer die gekauft hat, der hat das "System", die "Kabale" etc. wirklich begriffen. Ich befand mich nicht unter den Käufern.


    Wesentlich zutreffender waren bisher die zeitlichen Ausblicke von Martin Armstrong, der das matte Abschneiden des Goldpreises für 2012 richtig vorhergesehen hatte. Er glaubt, dass ein Jahresschlusskurs (2012) des Goldes unter 1570/Oz (was ja nicht geschehen ist )für die nächste Zukunft 2013 eine noch offene Flanke nach unten darstellen würde, ehe der Aufwärtstrend wieder Fahrt aufnehmen wird. Von Hyperinflation will er auch nichts wissen, stattdessen Stagflation mit steigenden Preisen bei stagnierendem ökonomischem Umfeld:


    "System closing support for 2012 lies at 1570. A closing above 1570 is neutral. A closing below 1570 will open the door to test the top of the channel before resuming the uptrend. There will be NO HYPERINFLATION. These governments are creating a Draconian conclusion and will not simply print for the bondholders, will have nothing to do with them under that scenario. This is STAGFLATION, rising costs due to tax increases with declining economic growth."


    http://armstrongeconomics.com/…2/gold-for-year-end-2012/


    Grüße


    auratico

    Das ist ja gar nichts. Die Schweiz dürfte im Bereich 80 % sein. Und dies alles nur, um aus dem Schweizer Franken ebenfalls eine Schrottwährung zu machen.


    Aber bestimmt nicht die eigenen Schulden, sondern eben Euro und USD. Dennoch kommt mir dieser Wert erstaunlich vor, selbst für die kleine Schweiz. Die genauen Zahlen dazu würden mich bei Gelegenheit einmal interessieren. Da der USD immer noch die globale Reservewährung ist, muss man das bei jedem Blick auf die Geldpolitik der Fed berücksichtigen, auch wenn das jetzt banal klingt. Und das viele Gold von anno dunnomal habt ihr Eure Politiker ja für lau verkaufen lassen, ein bis heute aberwitzig anmutender Vorgang, auf Druck der USA hin geschehen, wenn ich mich recht entsinne.


    Grüße
    auratico