Beiträge von auratico


    Was daran soll nicht rechtens sein ? Jeder kann seine Ware verkaufen wie und an wen er will. Terminbörsen sind nur eine mögliche Form als Clearingstelle mit offiziellen Preisfeststellungen. Die Minen hatten ja in den vergangenen Jahrzehnten oft mehrere Jahresproduktionen an die Bullion-Banken im Voraus verkauft.


    Möglicherweise werde diese nun, angesichts solcher in dem von dir verlinkten Artikel beschriebenen Praktiken, wieder versuchen, den Minen mehrjährige Hedge-Deals vorzuschlagen. Außerdem ist dies zuerst mal nur eine vereinzelte Meldung, deren Verifizierung noch aussteht. Ferner ist deine Aufregung wenig verständlich, denn eigentlich wäre eine derartige Praxis, sofern die denn wirklich so abläuft, doch tendenziell bullish für den Goldpreis, da damit den Bullionbanken zusätzliches Gold für ihre Hebelgeschäfte entzogen wird. Man müsste aber das Ausmaß dieser Direktgeschäfte kennen, ehe absehbar wird, wo dies hinführen kann.


    Grüße


    auratico

    Top of the Tops:


    Jim Sinclair gestern auf http://www.jsmineset.com



    Auch interessant auf der Seite von Sinclair: Anscheinend gehen vor allem asiatische Notenbanken, angeführt von China, dazu über, Gold mehr und mehr nicht mehr über eine Terminbörse wie die Comex zu kaufen, sondern sie klopfen direkt bei den Minenunternehmen an die Türe

    PHP

    - nicht unähnlich der wöchentlichen Gemüsekiste vom Ökohof.


    http://www.jsmineset.com/2011/…-historic-bottom-in-gold/


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    '
    Artikel in Fortune , von Nin-Hai Tseng..., mit einigen bärischen Argumenten. Das ist gut so, je mehr Pessimismus verbreitet wird, umso besser, zumal Artikel in Fortune oder FTD zu Gold durchaus als Kontraindikatoren dienen können, wurde hier bereits vor Jahren erörtert.


    Das ist aber kein polemischer Haudrauf-Artikel, sondern versammelt nüchtern einige Argumente bzw. Positionen mit Bezug auf den jüngsten Preisrückgang beim Gold und der Tatsache, dass zumal in den vergangenen Monaten sich der ansonsten bei der Allgemeinheit so beliebte Status von Gold als dem sicheren Hafen in schwierigen Zeiten als fragwürdig erwiesen hat. Stattdessen hat die Welt eine (noch) andauernde Rally von Staatspapieren aus USA und Deutschland gesehen. Und darüber hinaus eine immense Volatilität, die jenen, die diese mitbestimmen können, satte Handelsgewinne beschert hat.


    Weil das Jahr 2012 ansteht, versucht man sich verständlicherweise an einem Ausblick für eben dieses Jahr. Es könnte aber durchaus auch so sein, dass die kommenden Monate noch von einem weiteren Durchwursteln wie bisher bestimmt sein werden. Und: Wohin wird all die zu erwartende „freigesetzte“ Liquidität, die dem Finanzsektor zur Verfügung gestellt wird, hinwandeln?


    In den letzten Wochen hat sich das Gold - wie übrigens phasenweise schon oft, aber eben nicht immer - analog zum USD und den Aktienmärkten bewegt.
    Mich erstaunt selbst nach so vielen Jahren als Beobachter (und Teilnehmer) des Finanzgeschehens immer wieder aufs Neue, wie weit sich so manche Stimme am Jahresende aus dem Fenster lehnt mit den diversen Prognosen.
    Auch Martin Armstrong glaubt nicht, basierend auf seinem komplexen, nicht rein ökonomisch ausgerichteten „Confidence-Modell“, dass das Gold bereits 2012 einen neuen Höhenflug antreten wird, sondern erst danach, wenn das Scheitern der diversen Rettungsaktionen offenkundig sein wird.
    Er glaubt – ziemlich starker Tobak -, dass der Goldpreis in den ersten Monaten des kommenden Jahres stark unter Druck kommen wird, wenn man das laufende Jahr nicht mit über ca. $1705/Oz
    beschließt.


    Spätestens bis März 2012 sollten wir wissen, ob sich da nicht einer kräftig vertan hat:


    "The real reason is people want to be optimistic and are not ready to accept that the world is crumbling.
    This is why gold is falling. The weekly closing below $1605 will confirm what is coming down the pike. There just has to be a cleaning out of tired longs who have been sitting there counting their profits like chickens based upon
    unfertilized eggs. All the indicators have been warning that a correction is coming. The fundamental mantra
    about fiat currency is getting old. The market is poised for retest of the 1225-1325 area going into 2012 which
    is the key support."


    http://www.inflateordie.com/fi…h%20Gold%2012-15-2011.pdf


    Grüße
    auratico


    Der letzte wirklich heftige Einbruch beim Goldpreis war der damalige Fall auf $ 750, was 25% vom zuvor erreichten Hoch entsprach. Wenn es in dem derzeit so schwach verteidigten Umfeld wieder so kommen sollte, ausgehend vom Jahreshoch bei $ 1920, wären dies $ 1440.


    Jede isolierte Betrachtung des Goldes ist sinnlos. Die Umgebung zählt: Rekordverkäufe von US-Schatzanweisungen (brachten den Anlegern auch 10% Kursplus dieses Jahr), der Euro unter 1.30, USD-Index wieder über 80 (beides wichtige historische Benchmarks), Preisstürze bei allen Industriemetallen, schwache Aktienmärkte - das ist die entscheidende Mischung, verbunden mit der - wahrscheinlich dennoch bald durchbrochenen - Ankündigung der Fed, vorläufig kein weiteres QE zu inszenieren (ohne das wird der Goldpreis sich nicht erholen können) - und einer enormen Not nach Dollars bei den europäischen Pleite-Banken, die sich inzwischen über 24h-Swaps finanzieren, wobei diese transatlantischen Übernachtmärkte fast schon die Rolle von Zentralbanken übernommen haben. Das ist die entscheidende Melange, während Europa wie besoffen dahintaumelt.


    Es gibt immer wieder Phasen, wo das ganze Mainstream-Gebrabbel vom Gold als vermeintlich sicherer Hafen sich zurecht als Makulatur erweist. Gold ist bei einem Systemzusammenbruch eine hervorragende Wahl und eine zumeist gute Wahl bei Geldflutung, wo es zusammen mit den Aktienmärkten hochgeht. Wer schon länger dabei ist, kann sich wahrlich nicht über die Performance beklagen und sollte eigentlich zufrieden sein.


    König ist allerdings der, welcher zumal mit einem Teil seiner Mittel wie ein Tiger auf all diesen Marktschwankungen nach oben und unten mitreiten kann - man denke nur daran, wie vorhersehbar inzwischen so viele Tagesbewegungen auf den Aktienmärkten sind in Bezug auf die unmittelbar vorangegangenen Äußerungen von Politikern und Notenbankchefs, während die bezahlten "Anal-ysten" immer noch mit ihren alten Kennziffern herumspielen wie Kinder mit den Schäufelchen im Sandkasten. Das gilt auch für Charttechnik.


    Und hier noch nur ein Bauchgefühl allerdings: Armstrong könnte recht haben. 2013/2014 dürfte fürs Gold dann mächtig die Post abgehen.
    Ein preisgekrönter deutscher Dokumentarfilmer namen Marcus Vetter dreht übrigens gerade einen Film über den genialen Ex-Knasti.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='tut.anch.amun','index.php?page=Thread&postID=753868#post753868']Hallo auratico,
    hier gibt es etwas ähnliches zu lesen ...


    Danke tut, genau so etwas habe ich gesucht, weil meine Vermutungen in diese Richtung gingen. Der Goldpreis läßt sich mit echten oder vermuteten Verkäufen bzw. Verleihungen durch Zentralbanken im Moment wieder einigermaßen kontrollieren, die Leasingraten sind so niedrig wie seit 1998 nicht mehr. Die Frage wird sein, wie viel güldene Firepower noch vorhanden ist. Sollen doch die Asiaten sich ihr Engagement für die Eurozone mit Gold absichern lassen, anstatt dass bankrotte Euro-Geschäftsbanken mit geleastem Gold künstlich aufgepäppelt werden.


    „Der Goldpreisrückgang verlief so schnell und heftig, so dass einige Investoren spekulierten, dass Zentralbanken inklusive der Federal Reserve aktiv Gold verkauft haben."


    Dass allerdings die Fed nicht direkt Gold verkaufen kann, sondern nur Herr Geithner, wissen wir - wird in dem Artikel auch noch erwähnt. Interessant daran aber bleibt, dass man den Goldpreis damit wieder (mit Gerüchten oder echten Handlungen der Notenbanken) saftig bei Bedarf nach unten treiben kann. Diesmal nur kurzfristig ?


    Grüße
    auratico

    Die enormen Liquiditätsengpässe vor allem der europäischen Banken (die in Wahrheit natürlich auf mangelnder Solvenz beruhen und nicht nur auf kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten) führen zu immer größeren Problemen bei der Qualität der hinterlegbaren Sicherheiten bei anstehenden Repogeschäften.


    Mich würde sehr interessieren, ob jemand aus dem Forum Genaueres darüber weiß, in welcher Form die Geschäftsbanken nun – offensichtlich schon wieder wie früher – ihre Goldbestände verleihen, um an frisches Geld zu kommen, in diesem Falle an USD. Nahezu alle Derivattransaktionen, inklusive CDS u.ä und die damit verbundenen etwaigen Nachschusspflichten lauten auf USD. Es wäre wichtig zu erfahren, ob nun in größerem Ausmaß Gold verliehen bzw. auch verkauft werden muss, um anstehende Verbindlichkeiten in USD zu begleichen.


    Und ist es darüber hinaus vorstellbar, dass die Notenbanken, die zuletzt vornehmlich als Käufer von Gold in Erscheinung getreten sind, in der Not auf die Verkäuferseite wechseln werden, um für ihre nationalen Geschäftsbanken, die ihre Reserven ja wieder einmal panisch bei der EZB unterstellen, mehr USD auftreiben zu können ? Letzteres glaubt übrigens auch Martin Armstrong.


    Ein Artikel im englischen „Daily Telegraph“ (ist allerdings das publizistische Sprachrohr der Londoner Finanzindustrie) von heute erwähnt, dass die Banken der Eurozone Gold inzwischen als Sicherheit aufbringen müssen, da ihnen andere hinterlegungsfähige Sicherheiten mehr und mehr fehlen:


    “Many banks, including some French, Italian and Spanish lenders, have already run out of many of the acceptable forms of collateral such as US Treasuries and other liquid securities used to finance short-term loans and have been forced to resort to lending out their gold reserves to maintain access to dollar funding.”


    http://www.telegraph.co.uk/fin…the-edge-of-collapse.html


    Grüße
    auratico

    Bitte beachten, es läuft erst Februar 2013 aus. Bis dahin dauert's ja noch ein Weilchen.


    Stimmt, das hatte ich in der Eile übersehen. Ist also für heutige Verhältnisse schon ein Langzeitprogramm und für die elektronische Notenpresse der Fed bedeutet dies Überstunden für die nächsten Monate.

    Auf n-tv : "Händler : EZB kauft italienische Staatsanleihen." Grüße.


    Entscheidender jedoch die soeben verkündete Absenkung der Dollar-Swapraten durch die Fed und das Liquiditätskonzert aller Zentralbanken. Sofort danach ist alles hochgeschossen: Dax, Euro, Gold und Silber, Rohstoffe.
    Interessant zu sehen, ob das nur ein Strohfeuer sein wird oder zumindest bis Februar anhalten wird, wenn dieses Programm auslaufen soll. Die "Märkte" werden dann sofort auf Verlängerung drängen. Kommt jetzt das globale Quantitative Easing und damit der Crack Up Boom ?


    Aus der Verlautbarung der Fed von heute:


    These central banks have agreed to lower the pricing on the existing temporary U.S. dollar liquidity swap arrangements by 50 basis points so that the new rate will be the U.S. dollar overnight index swap (OIS) rate plus 50 basis points. This pricing will be applied to all operations conducted from December 5, 2011. The authorization of these swap arrangements has been extended to February 1, 2013.


    http://www.federalreserve.gov/…ss/monetary/20111130a.htm


    Grüße


    auratico

    Die China Agricultural Bank mit über 300 Millionen Privatkunden lanciert einen neuen Goldfonds, mit dem man auch kleinste Summen bzw. Mengen ansparen kann. Der Auszahlmodus ist entweder Cash oder physisch:


    China’s Agricultural Bank Starts New Gold Mutual Fund in China in Effort to Bring Gold to the People.


    Investors can have set amounts from their cash savings directly deposited into the gold mutual fund. As their amount of gold holdings increase over time they can keep these savings in paper gold on deposit or withdraw gold bars. All investors no matter what their purchasing power should have access to Gold savings stated the manager from ABC.


    http://www.thechinamoneyreport…bring-gold-to-the-people/


    Grüße
    auratico

    Wenn man sich mit Bezug auf Gold überhaupt mit Elliott-Wellen und Verwandtem beschäftigen möchte, dann reicht es aus, sich mit den Gedanken des brillantesten Kopfes in diesem Feld zu konfrontieren, also mit Alf Field. Dieser meldet sich, im Gegensatz zu so vielen anderen bezahlten Finanz- und Wellenschwätzern, nur ganz selten ausführlicher zu Wort, vielleicht alle zwei Jahre mal.


    Supertext, auch menschlich berührend diesmal.


    Für ganz Lesefaule ein winziges Zitat:


    "Once this correction has been completed, Intermediate Wave III of Major THREE will be underway. This should be the largest and strongest wave in the entire gold bull market. The target for this wave should be around $4,500 with only two 13% corrections on the way."


    http://www.jsmineset.com/2011/…vember-2011-by-alf-field/


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='koc',


    zum thema das der osten cleverer ist ;)
    hab letzte woche mitbekommen das die türkei 10% der währungsreserven in gold umschichten will !
    den link hab ich nicht dazu !


    Die türkische Zentralbank verfolgt den Plan, dass die türkischen Geschäftsbanken hinkünftig 10% ihrer Verbindlichkeiten in türkischer Lira mit Gold absichern können, was gegenüber Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen schon seit einiger Zeit möglich ist.


    Gold wird hier also zur Freisetzung von zusätzlicher Liquidität eingesetzt. Wenn das um- bzw. fortgesetzt wird, beständen in der Folge sogar mehr als nur 10% der türkischen Währungsreserven in Gold - was aber für sich genommen keine aufsehenerregende Quote wäre. Der Liquiditätseffekt ist hier entscheidend - Gold als liquide Kreditabsicherung, ein Miniminigoldstandard sozusagen.


    Diese neuen Regelungen (ca. 50 Tonnen Gold als akzeptierte Reserven bei den Geschäftsbanken) würden ca. 3 Milliarden (USD) zusätzliche Liquidität im türkischen Bankensektor bedeuten.


    Grüße
    auratico

    Der Artikel erhielt ein Update: "Based on unofficial statements by the CME, it appears that the exchange has gone the way of inviting more risk by lowering Initial to meet existing Maintenance margin across the board."
    Demnach wird die initial auf die maintenance gesenkt, ist aber (noch) nicht offiziell. Wenn das passiert also eher eine Einladung. Bis Montag werden wir es wissen.
    Viele Grüße,
    Statist


    So habe ich das auch verstanden, nämlich dass nun der Eingangsmargin herabgesetzt wird. Ist aber schon merkwürdig, wie die CME unablässig an den Bedingungen der Terminkontrakte herumwerkelt. Es geht wohl darum, die Kunden vom Pleitebroker MF Global zu gewinnen mit einem Lockangebot.


    Grüße
    auratico

    Ein Londoner Trader berichtet. wie die Chinesen weiterhin in aller Seelenruhe nach der Eichhörnchenmethode ihre Goldbestände erweitern. Jede Drückung wird freudig begrüßt und ausgenützt auf dem unumkehrbaren Weg, den das Gold von West nach Ost nimmt. Man erinnere sich, dass ein analytisches Schwergewicht wie Martin Armstrong die allesamt in den kapitalistischen Ländern an den Trading Desks geschulten chinesischen Staatstrader der chinesischen Notenbank für die besten und umsichtigsten der Gegenwart hält:


    Gold and silver bounced off of the lows today because of massive buying from the Chinese. A trader out of London told King World News, “The price discount in gold is the most welcome thing to the entire Eastern Hemisphere. The Chinese are buying very relentlessly because they know what is going to happen. We had a major, major physical buy order today. The Chinese bought a massive amount of physical today at the lows.”


    “They (the Asians) are aware of how tight physical supply is and they buy in London towards the fix because they know there is an 80% chance the commercials will take it down and they will get a better price. The Asians sit there and say, ‘Bring it on because we’ve got some orders to fill.’ They just want out of their dollars.


    The commercials are doing some surgical moves at key times during the day. This is an attempt right now to get the tech funds and momentum traders into going short. But guess who’s down there competing to buy along with the physical orders? The commercials, the same ones who kicked off the selling. The commercials want out of their shorts....


    “What we are seeing now is this consolidation pattern where the commercials are getting out of their short positions whenever possible. All the while they are squeezing fresh shorts. They take the metals down, make the charts look bearish to bring in fresh shorts and later they squeeze them out of their positions on a rally and pocket the money.


    As I said earlier, we had a major physical buy order today. The Chinese bought a massive amount of physical today at the lows and that is why the market turned where it did because of the intensity of Chinese buying.


    Having said that, most of the physical orders are sitting under the market now. There are major buy orders that did not get triggered yet and they sit between $1,585 and $1,605. We are talking about massive tonnage.”


    http://kingworldnews.com/kingw…Amount_of_Gold_Today.html


    Grüße
    auratico

    Inwieweit steht es um den Sachverstand dieses Bloggers? Bloggen kann ja am Ende Jeder - aber steckt er auch in der Materie?
    Nicht das ich jetzt daran zweifele - möchte den Wahrheitsgehalt jedoch gern besser beurteilen können.
    Ich hoffe, der Blogger kennt die amerikanische Eigenart, die Mrd. in der Regel als Billionen zu bezeichnen.


    In dem den Blogs zugrundeliegenden Bericht von Bloomberg wird zwar der Sachverhalt erwähnt, also die -versuchte - Verschiebung von Derivativpositionen (offenbar CDS auf Euroschulden) in Bankbereiche mit Garantie durch die Einlagesicherung FDIC, doch von 75 Billionen (engl. Trillions) ist dort nicht die Rede. Aber auch ohne jede Angabe der Höhe wäre der Vorgang, so er denn durchgewunken werden sollte, fast zu unglaublich, um wahr sein zu können.


    Wer da mehr wissen sollte, bitte unbedingt posten.


    http://www.bloomberg.com/news/…erivatives-to-bank-unit.h


    Grüße


    auratico

    Fleißig, fleißig beim Abbau des Pharaonengoldes. Steigerung von 67% gegenüber dem Vorjahresquartal. Kurs scheint günstig. Cashkosten/Oz sollen bei USD 550 liegen:


    Centamin Egypt Limited is pleased to announce its preliminary production results from its Sukari Gold Project in Egypt for the quarter ended 30 September 2011.
    Total gold production for the quarter was 50,539 ounces, a 67% increase from the corresponding quarter last year and a 5% increase
    on the previous quarter’s production.


    http://www.centamin.com/wp-con…uctionUpdate11Oct2011.pdf


    In 2011, the mine is estimated to produce 200-210,000 ounces of gold at a cash cost of approximately US$550 per ounce.


    http://www.centamin.com.au/


    Grüße
    auratico

    Wenn Armstrong von "Eurobonds" spricht, meint er aber etwas anderes als "die Europäer".
    Z.B. in "The Rise and Fall of the Euro"(21.Aug.2011), Seite 8, erläutert er sein Konzept m. E. plausibel.


    Und er hält eben nichts von der Vorstellung eines Goldstandards, weil damit in keiner Weise gewährleistet wäre, so zumindest seine Meinung, dass sich die korrupten Polit- und Finanzoligarchen der Bankencabal daran halten würden, d.h. sie würden, wie auch in der Vergangenheit schon oft geschehen, dennoch viel mehr Geld in Umlauf bringen und alle Vereinbarungen, Verträge etc. brechen unter der Berufung auf "force majeure", also höhere Gewalt. Früher war das fast immer gleichbedeutend mit Krieg, heutzutage eben als (noch) eine Art Finanzkrieg inkl. fiskalischer Ermächtigungsgesetze und des schrittweisen Übergangs in einen - staatsrechtlich gesehen - Ausnahmezustand ohne absehbares Ende.


    Armstrong sieht Gold als die bestmögliche Versicherung gegen einen massiven, sich steigernden Vertrauensverlust gegenüber unfähigen Regierungssystemen am Rande des Kollaps, nicht als Geld:


    "Gold is a hedge. Leave it alone. We don’t need government getting their dirty hands on it. Hello! What’s the problem!"


    http://www.inflateordie.com/fi…%20Rates%2010-08-2011.pdf


    Grüße


    auratico

    Hier ein Link zu einem aktuellen Radiointerview (in englischer Sprache) mit dem schillernden Finanz- und Zyklenguru Martin Armstrong. Äußerungen zu Gold ab Minute ca. 18:10.


    http://kingworldnews.com/kingw…0/2_Martin_Armstrong.html


    Er bleibt bei seiner seit Langem bekannten Einschätzung, dass der Goldpreis in den nächsten Jahren aufgrund der überbordenden Verwerfungen der Finanzmärkte bzw. der weiter irrlichternden Staatsverschuldungen bis mindestens $ 5.000/Oz hochschießen werde.


    Euro wie auch US-Dollar sind in der gegenwärtigen Form nicht zukunftsfähig. Der Euro könnte vor dem Dollar in die Hölle gehen - dies würde wohl zu einer vorübergehenden technischen Stärke des Dollars führen (Ich persönlich glaube, diese Phase beginnt gerade - Anm. auratico). In diesem Fall könnte man von einem schwächeren Goldpreis für 2012 (bis vielleicht 1400/Oz, wenn ich das richtig verstanden habe) ausgehen, falls mehrfach Monatsschlusskurse unter 1605/Oz sich einstellen sollten.


    Die "Blow Up"-Phase des Goldes würde dann später einsetzen, wenn die Zweifel sich wieder stärker auf die USA verlagern und die großen Anlagesummen mit Vehemenz auf die Seite des Goldes rutschen - wie bei einem Schiff mit wechselnder Schlagseite.


    Interessant auch, dass Armstrong immer wieder betont, dass der Euro ohne gemeinsame Eurobonds grundsätzlich, von Anfang an, gar nicht habe funktionieren können. Ohne eine solche gemeinsame Anleihebasis sei es so, wie wenn z.B. einzelne amerikanische Bundesstaaten einfach willkürlich Dollars herausgeben würden. Allerdings hätte man eine gemeinsame Anleihestruktur natürlich unbedingt vor/bei der Einführung der Gemeinschaftswährung machen müssen.


    In einem anderen Zusammenhang hat Armstrong erzählt, dass er - vor seinem tiefen Fall und der langen Haftstrafe - europäische Entscheidungsträger vor der Einführung des Euro mehrfach auf dieses strukturelles Manko hingewiesen habe. Denn mit der Einführung des Euro für z.B. Griechenland hätten sich nicht nur die aktuellen bzw. zukünftigen Refinanzierungskosten für Griechenland verbilligt, sondern im Umkehrschluss seien auch die bereits zuvor jahrzehntelang angehäuften, noch in inflationären Drachmen aufgenommenen Schulden durch den Eurobeitritt nachträglich im gleichen Maße aufgewertet worden.


    Grüße


    auratico

    Grundsätzlich optimistisch für den Goldmarkt bleibt der langjährige Goldexperte Jim Sinclair, auch wenn er ganz zuletzt nicht immer wirklich richtig lag bzw. die als wichtige Marke empfunden $1780/Oz nach einigem Hin und Her dann brutal nach unten gerissen wurde.


    Weniger als schlimmstenfalls 1584 Dollar pro Unze sieht er nicht kommen, ehe der Bullenmarkt dann wieder richtig Fahrt aufnehmen könnte :


    Market situations like this will be found to have held and created bear traps in several instances of similar pattern action over the past 30 years WITHOUT having continued further down to first major support. The current corrective pattern over the past 23 trading days strongly implies that the move below $1690 would continue on down to the core at $1665 at minimum as first bottom, and in the extreme to $1615, but not below $1584. This will happen prior to exhaustion and a return to the full bull trend.


    So far the remaining successive levels of $2450/$2510; $2850/$2900, and $3280/$3330 are not affected.


    http://www.jsmineset.com/2011/…l-create-large-bear-trap/


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='wolfinvest','
    Und diese Liquiditätskrise ist seit Juli bereits abzusehen ... zufällig also genau seit dem Ende von QE2.


    Richtig. Nur: Zufällig ist hier ganz nichts. So wie die Aktienkurse (übrigens korrekt beobachtet: zusammen mit dem Goldpreis) exakt mit den ersten QE-Programmen gestiegen sind, so sind sie mit dem Auslaufen von QE 2 zuerst in hohe Volatilität übergegangen. Und nun, da Bernanke vorerst kein weiteres QE verkündet hat, sondern nur eine Anleiheumschichtungsaktion, brechen die Kurse von Aktien, Rohstoffen inkl. Edelmetalle auf breiter Front ein.


    ALLES ist nur noch liquiditätssgetrieben. Die sogenannten Märkte zeigen der Fed nun, was geschieht, wenn sie nicht pariert und machen ernst mit der Deflation. Sie wollen ein QE 3 sehen und zwar bald. Gleichzeitig steht Bernanke unter einem enormen politischen Druck durch die Republikaner, die ihm eine weiteres QE inzwischen quasi als Hochverrat anrechnen wollen.
    Eine Vermutung: Bernanke versucht, ein weiteres QE erst dann durchzuziehen, wenn die krisengeschüttelten Europäer ein solches mit Bankenkapitalisierungen, ESFS u.ä. schon begonnen haben werden.


    Schwierig eine nüchterne Einschätzung für den Goldpreis zu finden, da er alle möglichen Unterstützungsmarken nach unten erneut wie Butter durchschneidet und von Safe Haven im Moment, da wieder einmal Cash King ist, in der Marktpanik keine Rede sein kann. Ich würde es da mit Armstrong halten und meinen, dass Schlusskurse unter $ 1605/Oz dann eine längere (ca. 1 Jahr) Schwächephase einläuten würden. Jedes weitere QE hingegen treibt auch den Goldpreis wieder hoch. Die Grundfrage für den längerfristigen Goldanleger bleibt also unverändert, ob man von weiterer Liquiditätserzeugung durch die Notenbanken ausgeht oder nicht. Fürs erste jedenfalls stellen die großen Adressen ihr Geld wieder bei Schäuble & Co unter, mit Minizinsen zwar, dafür mit schönen vorläufigen Kursgewinnen.


    Grüße
    auratico