Schon seit dem offiziellen Ausbruch der Subprime-Krise vor gut zwei Jahren ist weithin bekannt, dass vor allem Goldman Sachs (aber auch Deutsche Bank u.a.) noch bis zuletzt eifrig Hypothekenverbriefungen zum raschen Weiterverkauf geschnürt hatte, nur um gleichzeitig auch in gewaltigem Ausmaß mit Kreditausfallderivaten auf den Niedergang dieser von ihnen selbst zusammengezimmerten Vehikel zu spekulieren.
Dies alles, obwohl sie die betreffenden Hypotheken nicht mehr oder nur in geringem Ausmaß noch selbst hielten. Man spekulierte also auf den Ausfall von Finanzprodukten, die man soeben selbst brühwarm verkauft hatte. Die Rechnung dafür bekamen dann bekanntlich die Steuerzahler in Form des inzwischen 180 Milliarden schweren Bailouts des Skandalversicherungskonzerns AIG zu spüren.
Gaaaanz langsam erst kommt in diese Sache nun juristisch Bewegung, was natürlich ein wichtiges Signal ist. Allerdings muss man leider befürchten, dass nicht viel dabei herauskommen wird, wenn z.B. die SEC sich dieser Angelegenheit annehmen sollte. Es dürfte nicht so leicht sein, jemandem juristisch beizukommen, der bekanntlich "Gottes Werk auf Erden" verrichtet. Goldman wird bestimmt den Standpunkt vertreten, dass es sich dabei nur um ein marktübliches Vorgehen gehandelt habe. Dennoch:
Goldman Sachs and Others Investigated for Betting Against Securities They Created
“The simultaneous selling of securities to customers and shorting them because they believed they were going to default is the most cynical use of credit information that I have ever seen,” Sylvain Raynes, an expert in structured finance at R & R Consulting in New York, told The New York Times.
The schemes are now being investigated by Congress, the Securities and Exchange Commission and Wall Street’s Financial Industry Regulatory Authority.
http://www.allgov.com/ViewNews…rities_They_Created_91227
Grüße
auratico