Beiträge von auratico

    Jeder Tag, an dem die Öffentlichkeit etwas mehr Einblick bekommt in die Geschäftspraktiken von Goldman Sachs, ist ein guter Tag, weil ein Tag in der Tradition der Aufklärung. Goldman Sachs wird wohl in nächster Zukunft inmitten einer epochalen Finanzkrise, die sie ganz wesentlich mitorchestriert haben, bald wieder Monstergewinne und Monsterboni vermelden. Das geht natürlich nur, wenn das FBI Goldmans High Speed-Trading-Spielzeuge so gut beschützt wie das Lager in Guantánamo.
    Das Video ist wirklich sehenswert und wirft Fragen auf, die endlich auch die gleichgeschaltete, verschnarchte deutsche Finanzpresse sich zu eigen machen sollte. Dass so etwas auf Bloomberg zu sehen ist, verstehe ich noch nicht so ganz, aber es ist ein sehr gutes Zeichen:


    Bloomberg is coming down hard on Goldman


    The video linked below is a must-see piece of journalistic skepticism. The duo at Bloomberg News are discussing the recent alleged theft of trading code by a former Goldman employee Sergey Aleynikov who moved to a hedge fund called Citadel. Their commentary is incredulous. Their tone seems to ask: “Is the Government working for Goldman now?”


    Here are a few gems:


    “What is Goldman Sachs doing with this trading code that could manipulate the markets?”
    “And Goldman got on the phone to the Justice Department and got them so fast to nail this guy, it’s almost – you wonder if they have a red line to the government.”
    “It is amazing within one day of Goldman calling they had FBI agents at his driveway doing surveillance. The next day they arrested him…”
    “It’s interesting that the prosecutor from the testimony that I’ve read, it almost sounds as if he’s working at Goldman Sachs.”


    http://maxkeiser.com/2009/07/1…market-manipulation-code/


    http://www.creditwritedowns.co…campaign=creditwritedowns


    grüsse


    auratico

    Die Konzentrationsbewegungen bei den OTC-Derivaten gehen unvermindert weiter. 97% aller Derivate werden von nur fünf Banken gehalten. Wer außer ihnen, die allesamt als "too big to fail" (und auch "too big to jail) anzusehen sind, sollte sich noch ungestraft in diesem unregulierten Segment ausbreiten können?
    Wer wissen will, wo die wahre, in keiner offiziellen Statistik auftauchende Umlaufgeschwindigkeit zu finden ist, dann hier, im nach wie vor sich ausweitenden Schattenbankwesen.
    Das Nominalvolumen dieser in wenigen Händen konzentrierten Derivate liegt bei ca. 600 Billonen $ (amerik. "trillions"), das jährliche Wachstum über die letzten 6 Jahre liegt bei 34, 5 %:


    Bank of America has total credit risk in this sector to the tune 169 percent of its capital; Citibank, 216 percent; JPMorgan Chase, 323 percent; HSBC Bank USA, 475 percent; Goldman Sachs, a whopping 1,048 percent, or over TEN times its capital.


    “Many cash and other capital markets operations in these banks are marginal in terms of return on invested capital, suggesting that banks beyond a certain size are not only too risky to manage — but are net destroyers of value for shareholders and society even while pretending to be profitable …


    “No matter how good an operator of commercial banks JPM CEO Jamie Dimon may be, his bank is doomed without its near-monopoly in OTC derivatives — yet that same OTC business must eventually destroy JPM and the other large dealers. Seen from that perspective, the rescues of Bear Stearns and AIG were meant to protect not investors nor the global markets, but rather to protect JPM, GS and the small group of dealers who benefit from the continuance of their monopoly over the OTC derivatives market.”


    http://www.moneyandmarkets.com/the-great-lie-of-2009-5-34534


    grüsse
    auratico

    Es wäre auch zu schade gewesen, wenn die filmreife Schmuggelaktion um die vermeintlichen Milliardenbonds in Chiasso so sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden würde.
    In Asien wird weiter gemutmaßt, was es mit dieser scheinbar so bizarren Aktion wirklich auf sich hatte, zumal einer der Schmuggler der Bruder des ehemaligen Vizechefs der japanischen Zentralbank sein soll. Sollten die Bonds zur Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIS), der Zentralbank der Zentralbanken in Basel, gebracht werden, um dort als Unterpfand für die vielerorts aufgebrachten Pläne zu einem anders gewichteten Weltwährungssystems zu dienen?
    Schön, dass diese amüsante Verschwörungstheorie doch noch etwas weitergeht. Der ursprüngliche Verbreiter der Nachricht, der doch recht windige Radiomann Hal Turner, sitzt inzwischen in Haft - ziemlich undurchsichtig die ganze Sache, genau wie es sich für solch eine deftige Verschwörungsgeschichte gehört. Also:


    » 06/30/2009 13:13
    ASIA-ITALY
    Everything suggests that the American bonds seized at Chiasso are real


    Official U.S. sources continue to say they are fakes, but there is no news that American experts have inspected them in person. Arrested for another matter, the director of a U.S. radio who says the bonds are real and Japan was trying to sell in Switzerland, not trusting the ability of the United States to honour its debt.


    AsiaNews had also received similar reports: one of the two Japanese arrested in Chiasso and then released is Tuneo Yamauchi, is the brother of Toshiro Muto, until recently vice governor of the Bank of Japan.


    One more element in favour of the bond’s authenticity is found in the securities, which in the June 4 statement, the GdF termed "Kennedy Bonds” with photos provided. These photos reveal that the securities under discussion are not bonds but Treasury Notes, because they are securities that can be immediately exchanged for their worth in goods or services and because they are devoid of interest coupons. One side carries a reproduction of the image of the American president, the reverse side that of a spaceship. From confidential, usually well-informed sources, AsiaNews has learned that this type of paper money was issued less than ten years ago (in 1998), although it is difficult to know whether those seized in Chiasso are authentic. But the fact that the release of this particular State Treasury was not completely in the public domain tends to exclude the possibility of counterfeiting. It highly unreasonable to suppose that a forger would reproduce a State Treasury not commonly in circulation and of which there is no public knowledge. For this reason, it can be concluded that the 124.5 billion dollars divided in 249 bonds of 500 million each are authentic. These titles, although referred to as "Federal Reserve Notes" are actually bonds, because they accrue interest and are redeemable at maturity. But one question remains unsolved regarding them. It is somewhat hard to understand why the securities, which were from the outset indistinguishable from the original to the GdF, all have their coupons. Any ordinary investor, even a state, would have cashed in the interest coupon every year, so as not to lose purchasing power.


    http://www.asianews.it/index.p…=15648&geo=&theme=&size=A


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Tja, die Märkte haben immer recht! Wobei interssanterweise der Dollar weniger gewinnt; es ist auch momentan viel Psychologie im Spiel, immer zuzeiten der G 8 Meetings.


    Es geht eigentlich nur noch um Psychologie, und zweifellos wird im Moment kurzfristig damit die meiste Kohle gemacht. Die grossen Häuser wissen doch im Vorfeld eines solchen Gipfels, dass es auf dem aktuellen Gipfel dann heißt:


    USA und Europa wollen Debatte über Dollar kippen


    "Es wäre ein Affront gegen Russland und China: Die beiden Großmächte wollten den G-8-Gipfel als Bühne nutzen, um die Vormachtstellung des Dollar in der Weltwirtschaft zu kritisieren. Doch laut Entwurf der Tagesordnung soll das Thema gar nicht besprochen werden."


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635017,00.html



    Zitat

    Das denke auch ich, daß uns größeres Ungemach an den Aktienbörsen bevorsteht, orinellerweise laufen die Goldaktien derzeit vorweg. oder nehmen etwas davon vorweg.
    Andererseits haben sie in diesem Jahr nahezu ALLE anderen Anlagen ausperformt....


    Bisher war es überaus spannend zu sehen, wie die Kurse der Goldminen stets in beiden Richtungen Vorläufer der mittelfristigen Bewegungen bei den Standardaktien waren. Wenn dies diesmal wieder so sein sollte, wird der ohnehin angeschlagene und weiterhin "verwundbar" aussehende HUI noch stärker gemetzelt werden, ehe die Standardmärkte folgen werden. Fix ist nix, aber wundern würde es mich überhaupt nicht mehr. The more you see...


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='auratico',
    Schon wird wieder zurückgerudert - das dürfte dem Dollar am Montag einen Push geben, wenn es keine Finte ist.


    Tja, nun ist es genau so gekommen. Die US-Bonds steigen heute kräftig, während die Spreads der Credit Default Swaps bei Unternehmensanleihen ebenfalls deutlich zulegen.
    Wieder einmal findet ein Rückzug in die US-Anleihen und damit in den US$ statt, zulasten von Aktien und Rohstoffen samt Gold, das ohne jede Gegenwehr nach unten durchgereicht wird.


    Wenn man Daytrader wäre und dies vielleicht gar noch an Goldman Sachs´High Speed-Tradingdesk, müsste man schon nachgerade dämlich sein, sich diesem bislang so verlässlichen Muster zu verweigern. Hinzu kommen die jüngsten zahllosen rhetorischen Beteuerungen zum US$ im Rahmen des G8-Gipfels trotz der vormaligen Unkenrufe aus China und Russland.
    Die ganze Sache geht also einfach in die nächste Runde: Die bisherigen Gewinne am Aktienmarkt sollen in USD gesichert werden. Damit fühlt man sich gegen einen immer wahrscheinlicher werdenden spätsommerlichen Bärenmarkt bei den Aktien gewappnet.


    Im Grunde handeln fast alle so, auch die vermeintlichen langfristigen Goldfreunde unter den Vermögensverwaltern, z. B. Puru Saxena. Er geht davon aus, dass es in den nächsten Wochen zu einem weiteren deflationären Geschehen an den Aktienmärkten kommen wird, worauf dann natürlich wieder neue monetäre Aktionen der Fed zu erwarten sind. Bis dahin wird das Geld in US-Bonds geparkt. In diesem Sinne hat sich bislang eigentlich nichts geändert hinsichtlich des US-Dollar. Das Muster funktioniert fast reibungslos und müsste den grossen Adressen wie Goldman & Co in ihrem perfekten Teamplay wohl saftige Gewinne bescheren, indem sie es verstehen, die Arbitragegewinne der kleinen Marktteilnehmer abzurasieren.


    Puru Saxena zu dem von ihm selbst praktizierten Rein und Raus:


    It is my contention that we will get neither hyperinflation nor deflation.


    What is more likely is that over the coming months, we will get another deflationary scare. Any sell-off in the markets later this year will be met by an even larger stimulus from the policymakers and this will ultimately result in high inflation.


    So, I maintain my view that due to the unprecedented policy responses around the globe, the world’s economy will face high inflation over the medium to long-term. And the general price level will double over the coming decade.


    This near-term vulnerability in the markets is the reason why I have recently liquidated our ‘long’ positions in resources and emerging markets and gained a heavy exposure to long dated US Treasuries. In my view, a defensive investment stance is prudent at this juncture as it will protect our capital and allow us to profit from the expected contraction. Once the pullback in the markets is complete, I will liquidate our positions in US Treasuries and re-invest our capital in our preferred holdings in energy, materials, mining and emerging Asia.


    http://news.goldseek.com/GoldSeek/1247061600.php


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Xaver',
    Es zeugt nicht gerade von verständnissvoller Empathie, was Du da von Dir gibst. Alle haben einmal "klein" angefangem, sich hier zu äußern, ihre persönliche Meinung einzubringen. Ein wenig mehr Verständnis wäre da wohl angemesen. Immerhin sind alle Chat- Mitglieder interessiert an den Gegebenheiten. Ein wenig mehr Respekt und Hilfe sind jederzeit wilkommen statt Schelte für vermeintliche Unwissenheit.


    Kapiere überhaupt nicht, was diese uralte Kamelle von mir aktuell hier zu suchen hat. Ausserdem hat mich der vermeintlich "kleine" Poster (mit dem ich mich übrigens immer sehr gut verstanden habe, woran sich bis heute nichts geändert hat) damals in der Hitze des Gefechts einfach vera....t. Er hatte übrigens auch, werter Xaver, unter einem anderen Namen, mit Abstand die meisten Postings, vielleicht 10.000, was weiß ich. Also von wegen klein angefangen... Nach kürzester Zeit war klar, wie der Hase läuft. Alles vollkommen harmlos und eher ein Schabernack, zumal in meinen Augen.
    Deswegen in aller Eindringlichkeit: bitte das Forum nicht mit solchen, völlig willkürlich aus dem Zusammenhang gerissenen Sachen aus der Steinzeit verstopfen.
    So, das war´s auch schon mit dieser Petitesse und damit hat es sich dann.


    mit der Bitte, diese hoffentlich einmalig bleibende persönliche Einlassung ohne jeden Goldbezug zu entschuldigen


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Daß dabei auch er Lehrgeld bezahlte, verrät ein weiterer Aphorismus:


    "Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt."


    Allzuviel Lehrgeld kann es nicht gewesen sein. Schopenhauer war extrem hart im Umgang mit seinen Schuldnern:


    "Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt."


    Aus einem Brief an einen Schuldner:


    "Ihre Kinder werden mir noch hier (Berlin) in brillianten Equipagen vorbeifahren, während ich als ein alter abgenutzter Universitätslehrer (Schopenhauer ging dann jedoch 1831 als Privatgelehrter nach Frankfurt) auf der Straße keuche: Glück und Segen dazu, sobald Sie mir nichts schuldig geblieben sind."


    Nie für Geld gearbeitet


    http://wissen.spiegel.de/wisse…l?id=40606018&top=SPIEGEL



    mit philosophischen Grüssen


    auratico

    Freunde kamen, Freunde gingen...


    „Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.“ =)
    Arthur Schopenhauer



    Schopenhauer: "Die Alchemisten in ihrer Suche nach Gold entdeckten viele andere Sachen des grösseren Wertes."


    Schopenhauer hatte es übrigens in Sachen Geld faustdick hinter den Ohren und sah in der finanziellen Unabhängigkeit (er musste nie zum reinen Lebenserwerb arbeiten) die Voraussetzung für geistige Unabhängigkeit:


    Heißgeliebtes Geld


    Der Vater zwang Arthur Schopenhauer zu einer Bank- und Kaufmannslehre in Danzig und Hamburg und versüßte ihm diesen bitteren Beruf durch eine Europareise. Der Philosoph wollte aber unbedingt in die Wissenschaft und brach nach dem Tode des Vaters die ungeliebte Kontortätigkeit ab. Unnütz vertan war diese Lehrzeit nicht. Selten hat sich ein Philosoph so gut im Bankgeschäft ausgekannt und sein Vermögen über unruhige Zeiten hinweg gesichert und vermehrt. Das Werk Schopenhauers, der die Suche nach Lebensfreude und Glück als nichtige Illusion abtat, ist gespickt mit Ausführungen zu Geld, Kapital, Zinsen und Obligationen. Den Bankiers, bei denen er Geld deponiert hatte, misstraute er grundsätzlich. Er kannte keine Nachsicht gegenüber den Ausflüchten und Winkelzügen mancher Vermögensverwalter. Misstrauen und Habsucht warf ihm auch die eigene Mutter vor.


    Schopenhauer hielt ein anständiges Vermögen für unerlässlich, um sorgenfrei philosophieren zu können. Das Lob des Geldes durchzieht seine Schriften: „Das Geld ist die menschliche Glückseligkeit in abstracto; daher, wer nicht mehr fähig ist, sie in concreto zu genießen, sein Herz an dasselbe hängt.“ Nach Schopenhauer ist die Sehnsucht nach Geld eine vernünftige menschliche Regung: „Dass die Wünsche der Menschen hauptsächlich auf Geld gerichtet sind und sie dieses über alles lieben, wird ihnen oft zum Vorwurf gemacht. Jedoch ist es natürlich, wohl gar unvermeidlich, das zu lieben, was… jeden Augenblick bereit ist, sich in den jedesmaligen Gegenstand unserer so wandelbaren Wünsche und mannigfaltigen Bedürfnisse zu verwandeln… Geld allein ist das absolut Gute.“ Berühmt geworden ist die schopenhauerische Sentenz: „Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.“ Schopenhauer sprang mit Bankiers, die ihn bei der Vermögensanlage berieten, mitunter recht ruppig um und prüfte jedes Angebot gründlich. Seine Kapitalmarktkenntnisse übertrafen bisweilen die der Bankiers. Er war zu Recht darauf stolz, kein weltfremder Philosoph zu sein.


    grüsse
    auratico

    Mit der üblichen Verspätung kommen nun die ertsen Meldungen auf Deutsch zu dem angeblichen Datenklau bei Goldman Sachs:



    Programmierer kopiert Goldman-Code
    von Greg Farrell (New York) und Christine Mai (Frankfurt)
    Cybercrime an der Wall Street: Ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank soll sensible Daten gestohlen haben, die Millionen Wert sind. Dritte könnten nun Zugang zu dem Code bekommen, Goldman bei Geschäften zuvorkommen - und den Markt manipulieren.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…-Goldman-Code/536921.html


    Millionen-Code von Goldman Sachs geklaut
    (6) 7. Juli 2009, 13:28 Uhr
    Das FBI nahm den ehemaligen Angestellten der weltgrößten Investmentbank auf einem New Yorker Flughafen fest. Der gebürtige Russe mit amerikanischem Pass wird verdächtigt, streng geheime Computercodes gestohlen zu haben. Die Spur des Verbrechens führt nach Deutschland.


    http://www.welt.de/wirtschaft/…oldman-Sachs-geklaut.html


    Geheimsoftware von Goldman Sachs kopiert
    Kategorie: VERBRECHEN07.07.2009|Erstellt um 13:46 Uhr
    Datenskandal bei der US-Investmentbank Goldman Sachs: Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft einem Ex-Mitarbeiter des Unternehmens vor, den Quellcode für eine geheime Wertpapierhandelssoftware kopiert und auf einen Server in Deutschland übertragen zu haben.


    http://futurezone.orf.at/stories/1614075/


    Köstlich auch die unbedarften Formulierungen der Sommerparaktikanten in den Redaktionen - in diesem Falle FT.de. Oder ist es vielleicht Absicht? Dann Chapeau!


    Also erst durch einen Diebstahl der Softwaredaten würde die Möglichkeit entstehen, die "Märkte auf unfaire Weise zu manipulieren"? Und Goldman hingegen benutzt die Software wahrscheinlich dazu, die besten Kreditbedingungen für Hilfswerke in Krisenzonen auszurechnen.


    "Die Bank sieht die Möglichkeit, dass jemand, der dieses Programm nutzen kann, es einsetzen könnte, um die Märkte auf unfaire Weise zu manipulieren", sagte Assistents-Staatsanwalt Joseph Facciponti laut einem am Montag veröffentlichten Mitschnitt der Verhandlung.


    Schlägt in die gleiche Kerbe:


    "Sollte jemand Zugang zu dem Code bekommen, könne er ihn benutzen "um die selben Strategien anzuwenden und könnte damit bei bestimmten Aktien schneller sein und Geld wegnehmen, das normalerweise Goldman gehören würde..."


    grüsse
    auratico

    Schön, dass es hier zu fast jedem Thema einen Thread gibt. Den hier hätte man besser pflegen sollen.
    In den letzten Wochen häufen sich in USA sehr kritische und mitunter blendend recherchierte Artikel, die sich mit der über die Jahrzehnte angeschwollenen Marktmacht von Goldman Sachs und all den damit verbundenen politischen Hintergründen beschäftigen. Die sollte man hier schon ein wenig archivieren. Die deutsche Presse ist dafür entschieden zu dumm bzw. unfähig.


    z.B.:


    The Great American Bubble Machine


    Matt Taibbi on how Goldman Sachs has engineered every major market manipulation since the Great Depression


    http://www.rollingstone.com/po…ican_bubble_machine/print


    Ein Forum zum Thema:


    http://forums.somethingawful.c…read.php?threadid=3159732


    Und nun gestern wieder grosse Aufregung in der US-Bloggerszene, weil anscheinend ein russischstämmiger Ex-Angestellter von Goldman namens Aleynikov den Code zu deren goldener Cashkuh, dem automatisierten Programmhandel, mitgehen hat lassen. Bekanntlich liegt Goldman in diesem Segment des ultraschnellen Prgogrammhandels mit Riesenabstand an der Spitze. Ihre Macht, zumindest kurzfristig die Kurse in allen nur denkbaren Asset-Klassen zu beeinflussen (z.B. auch dann short zu gehen, wenn es dem Durchschnittsanleger nicht möglich ist) dürfte ein Faktum und keine wilde Verschwörungstheorie sein. Und eben die "Kunst", von diesen Schwankungen mehr als andere zu profitieren. Mal sehen, was aus dieser Russenstory samt FBI-Einsatz noch werden wird:


    A Goldman trading scandal?


    Posted by: Matthew Goldstein


    http://blogs.reuters.com/comme…-goldman-trading-scandal/


    Sunday, July 5, 2009


    Is A Case Of Quant Trading Sabotage About To Destroy Goldman Sachs?

    Posted by Tyler Durden at 5:48 PM


    Major developing story: Matt Goldstein over at Reuters may have just broken a story that could spell doom for if not the entire Goldman Sachs program trading group, then at least those who deal with "low latency (microseconds) event-driven market data processing, strategy, and order submissions." Visions of swirling, gray storm clouds over Goldman's SLP and hi-fi traders begin to form.


    http://zerohedge.blogspot.com/


    Eine relativierende Gegenstimme:


    Goldman Sachs: No Global Financial Espionage Story Here


    http://seekingalpha.com/articl…ge-story-here?source=feed


    die bisher aktuellste Meldung zu der Sache:


    Former Goldman employee accused of cyber-theft


    http://www.ft.com/cms/s/0/8795…abdc0.html?nclick_check=1



    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Auf diese Weise vermute ich zunächst weitere heiße Luft ...


    Sieht ganz danach aus. Schon wird wieder zurückgerudert - das dürfte dem Dollar am Montag einen Push geben, wenn es keine Finte ist. Oder gehört das wieder in die Kategorie der Übersetzungs- und Interpretationsdifferenzen zwischen USA und China?
    Nun, ein Vize-Außenminister wird ja des öfteren eingesetzt, um die harten Aussagen der ersten Riege rhetorisch zu entschärfen:


    China Says Dollar to Remain Leading World Currency


    Published: July 5, 2009


    ROME (Reuters) - Chinese Vice Foreign Minister He Yafei said on Sunday the U.S. dollar would continue to be the world's leading reserve currency for years to come.


    "The U.S. dollar is still the most important and major reserve currency of the day, and we believe that that situation will continue for many years to come," He told a news briefing in Rome before this week's Group of Eight summit.


    Beijing has floated the idea of an alternative to the dollar as global reserve currency and wants the topic broached at the summit starting in Italy on Wednesday.


    http://www.nytimes.com/reuters…it-china-dollar.html?_r=1


    grüsse
    auratico

    Singh adviser Tendulkar said that big dollar holders face a “prisoner’s dilemma” in terms of managing their holdings. “That’s why I’m telling them to do this,” he said.


    Nur: wie werden sich die Gefangenen verhalten?
    Wenn sie diesmal nicht ernst machen und nur ein wenig die Muskeln spielen lassen in dem üblichen Gipfelgemurmel, sind die USA weiterhin fein raus. Dies scheint auch die - zumindest publizistische - Meinung der amerikanischen Seite zu sein.


    Edel, erinnerst du dich an die Zeitangaben des von Jim Sinclair so ernst genommenen Martin Armstrong? Da hieß es bekanntlich, dass bis gegen spätestens 5. Juli 2009 ein Wendepunkt im übergeordneten Vertrauensbarometer (wenn ich das einmal so salopp ausdrücken darf) eintreten soll. Natürlich würde eine nachhaltige Forderung der Gläubigerstaaten an die USA zur Neuorientierung des globalen Währungssystems genau einer solchen epochalen Wendemarkierung entsprechen - dies freilich aber nur, wenn es nicht nur heisse Luft bleibt, sondern von nun an DAS beharrliche monetäre Dauerthema. Selbstverständlich müsste dies dem Dollar einen heftigen Schlag versetzen.
    Es bleibt also die Frage: Was werden die Gefangenen tun?


    "Zwei Gefangene werden verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Die Höchststrafe für das Verbrechen beträgt fünf Jahre. Wenn die Gefangenen sich entscheiden zu schweigen, reichen Indizienbeweise nur dafür aus, um beide für zwei Jahre einzusperren. Gestehen sie jedoch die Tat, erwartet beide eine Gefängnisstrafe von vier Jahren."


    http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma


    Und auch dann geht die Sache natürlich weiter und es stellt sich die Frage: Wer mit wem?


    In der Statistik, der Spieltheorie und der Entscheidungstheorie bezeichnet das Sekretärinnenproblem (auch bekannt als Heiratsproblem) die Zielstellung, aus einer Reihe nacheinander betrachteter Kandidaten unterschiedlicher Qualität den besten auszuwählen. Dabei ist eine Ablehnung unwiderruflich.[/url]


    http://de.wikipedia.org/wiki/Sekret%C3%A4rinnenproblem


    grüsse


    auratico

    Der Autor hält eine - allerdings dann letzte - Dollarrally bis ca. 90 im USDX für möglich, ehe der Abwärtstrend wieder zügig eingeschlagen wird. Sein Argument u.a.: Das Gold konnte von der letzten Dollarschwäche nicht entsprechend profitieren. Dies sei eine Situation, in der häufig der fundamental schwächere Markt (also der USD) nochmals eine Rally hinlege.
    Im englischen Original ist das dann ein: intra market negative divergence signal


    Inflation And The Dollar


    The dollar still has time to move higher and the action in the bond markets is suggesting that it should move higher as the bond markets appear to have put in an intermediate bottom that could result in them rallying for up to 9 months and thus a rally in the bond markets should drive the dollar higher.


    We are not expecting the dollar to mount another long term rally; this rally will be the last strong rally for sometime to come. Once this rally is over (current targets are now in the 88-90 ranges, but it could rally as high as 92), we expect the dollar to resume its long term down trend and shed up to 60% of its value. As long as the dollar can remain above 78 the picture will remain somewhat bullish, a close above 82.50 for 3 days in a row or a weekly close above 83 will turn the hourly, daily, and maybe even the weekly trends bullish.


    One rather strong bullish factor for the dollar is the fact that when it traded to new 6 moth lows, gold did not respond by trading to new highs; this is a rather strong intra market negative divergence signal and usually such signals indicate that the weaker market (in this instance the weaker market is the dollar) is going to mount a rally.


    http://www.gold-eagle.com/editorials_08/tacinv062609.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    Was die Nachfrage anbetrifft: Die CRIMEX ist inzwischen nicht mehr imstande, ordentlich ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen.
    Mal sehen, ob ich diese Info von heute noch herbeibrowse...


    Man muß gar nicht mehr als "Kenner" so wild in reinen Fachportalen herumbrowsen, um inzwischen auch in Medien, deren Leser gemeinhin gar nicht wissen, was die Comex ist, auf gut recherchierte Artikel zu eben diesem Thema zu treffen. Noch vor kurzem wäre es doch kaum möglich gewesen, einen Artikel wie den unten verlinkten in dem einflußreichen linksliberalen Online-Portal "Huffington Post" zu finden. Hier wird in klaren Worten der Sachverhalt beschrieben, ohne daß die Leser schon erhebliches Vorwissen mitbringen müssen. Nachtigall, ick hör dir trapsen:


    Where's The Gold?


    What does it all mean? First, there are indications that the seller side of futures contracts (such as Deutsche Bank in April) are having a difficult time making good on their commitments. Second, the information reported by the Comex regarding physical inflows and outflows is looking more and more like a convenient fiction. Third, there is some doubt as to whether there is gold in inventory -- as there absolutely should be -- to match existing warehouse receipts. Fourth, the Comex warehouse is one of the most secure forms of gold investment in the world. If they can't be trusted, what does that say about ETFs, pooled accounts, futures, forwards, options, and all the other forms of "paper gold" out there? Fifth, if it becomes clearer that there is no physical supply to meet physical demand, the dollar price of gold could go much higher.


    http://www.huffingtonpost.com/…es-the-gold_b_216896.html


    grüsse
    auratico

    Videointerview in englischer Sparche mit Evy Hambro (Sohn von Minenbesitzer Peter Hambro) vom milliardenschweren BlackRock Gold Fonds (der alte Ml Gold Miners Fonds). Er sieht den Goldpreis bald über $ 1000 mit dem Hauptargument, dass die Produktionszahlen nicht mit der Nachfrage mithalten können. Der Fonds hält bekanntlich praktisch nur Minenwerte und kein physisches Gold im Portfolio. Alter englischer Geld/Goldadel:


    Video: Gold: Can it breach $1,000 an ounce?


    Evy Hambro, the manager of the £2bn BlackRock Gold and General Fund, talks about all things gold-related to Telegraph TV's Robert Miller and tells him why the precious metal will reach $1,000 again.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…breach-1000-an-ounce.html


    grüsse
    auratico

    Hier wieder ein aktueller Artikel zu Archivzwecken zum Thema dieses Fadens. Gary North argumentiert, dass die Banken allesamt Spareinlagen akzeptieren und verzinsen müssen. Ihre derzeit exzessiven Reserven werden nicht in den Tresoren bzw. bei der Fed bleiben. Er stellt "10 Fragen an die Deflationisten" zusammen:


    Ten Questions for Those Forecasters Who Predict Inevitable, Systemic Price Deflation
    Gary North


    June 25, 2009


    Banks cannot make money with vault cash. They do not make enough money with excess reserves. It's a holding operation.


    They can make money lending the U.S. government money. They can buy bonds. If they face bankruptcy as a system, the Federal Reserve System and Congress can simply compel them to buy bonds.


    The deflationist must argue: "The Federal Reserve System would never do such a thing. Also, Congress would never do such a thing. Besides, no President would sign such a law, no matter how large the Federal deficit gets."


    Ha, ha, ha. And, I might add, ho, ho ho.


    I am not arguing that price deflation is impossible. If the Federal Reserve stops buying assets, or especially if it sells assets, there will be a depression and price deflation. The FED might do this if its economists believe that hyperinflation is more destructive than price deflation. That is a policy issue.



    http://www.garynorth.com/public/5119.cfm


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Tollar'
    Fuer das Betonieren von Inflationswetten ist es eben noch zu frueh.


    Ja, weil man sich dann anmassen würde, den zeitlichen Ablauf der Dinge genau prognostizieren zu können. Und doch liegt eben darin schon ein intellektueller und vor allem investitionstechnischer Reiz verborgen. Man muss ja auch handelnd die Konsequenzen aus den eigenen Überlegungen bzw. Überzeugungen ziehen.


    Tollar, ich finde die Ausführungen auf Jesse´s Café Américain zu Inflation und Deflation stets interessant, allerdings entspricht eben etliches davon meinen eigenen Überlegungen und somit ist eine gewisse Voreingenommenheit nicht zu leugnen. Vielleicht findest du ja mal die Zeit, da ein wenig hineinzublicken.


    So entspricht etwa der Anfang des ersten hier zitierten Absatzes, so will mir scheinen, deiner wiederholt geäusserten Überzeugung, dass sich die jetzigen Cashbesitzer ihren Reichtum nicht weginflationieren lassen werden und auf absehbare Zeit ein deflationäres Schuldensklaventum errichten werden. Ich halte mit Jesse dagegen, dass sich das politisch nicht wird durchsetzen lassen. Es geht also nur um Wahrscheinlichkeiten, denn in einem gesteuerten Fiat-Geldregime bleiben nur diese beiden Möglichkeiten - Inflation oder Deflation:


    There is a technically possible, rather conspiratorial line of thought that suggests that the wealthy elite who control the central government would opt for deflation in order to enhance their personal cash assets, driving the rest of the US into a form of debt serfdom. The probable response from the public would be in the tradition of the storming of the Bastille or the Winter Palace.


    Almost all money issuing entities will choose inflation if they have the option. Sometimes they lose control of the process, the confidence game, and fall into a more serious and pernicious inflation and even hyperinflation. But this is not 'the norm.'


    Our own Fed is rather arrogant these days, fully confident they know how to stop inflation given the Volcker experience. This may cause them to fall into a serious policy error on the inflationary side. In many ways our fate is no longer in their hands, but in those of our creditors, such as the Chinese and the Saudis.


    Paul Volcker gave the odds of inflation in the current crisis as 99% for, allowing only for a serious policy blunder against it.


    http://jessescrossroadscafe.blogspot.com/


    grüsse


    auratico

    Gutes Interview mit Christopher Whalen in der FAZ. Auszug:


    Das Grundproblem ist, dass die großen Banken wie JP Morgan, Goldman Sachs und andere nicht überleben können ohne die Subventionen, die sie vom Over-The-Counter-Markt erhalten. Dort sind die Renditen höher als in allen anderen Marktsegmenten. Sollten wir wirklich ernst machen wollen mit Reformen, so müsste es bei diesen Banken zu Veränderungen kommen - sie müssten kleiner werden.


    Was heißt das, „sie können nicht überleben“?


    Im Kern zahlen alle amerikanischen Finanzmarktteilnehmer eine Subvention an diese Banken, um sie liquide zu halten. Diese sehen nominal betrachtet zwar optisch profitabel aus, auf risikoadjustierter Basis jedoch verlieren sie Geld. Tatsächlich sind das parasitäre Unternehmen.


    Kann man den von den großen Banken vorgelegten Zahlen trauen?


    Nein, auf keinen Fall. Sie sind frisiert wegen der verbrieften Produkte, die sie noch in den Bilanzen haben. All der toxische Müll, von dem sie vorgeben, ein Dollar Nominalwert sei noch 80 Cents wert, ist im Kern totes Kapital. Sie werden nie wieder Anleger finden, die sie kaufen. Sie geben nun vor, sie nicht verkaufen zu wollen, da sie so „werthaltig“ seien.


    Sie erklärten zu Beginn, die Vorschläge der amerikanischen Regulierung seien pures Blendwerk. Was müsste denn getan werden?


    Man sollte den so genannten OTC-Markt für derivative Finanzinstrumente regulieren. Im Kern muss man die Credit Default Swaps verbieten - und schon hat man die systemischen Risiken gelöst.


    http://www.faz.net/s/Rub48D1CB…Tpl~Ecommon~Sspezial.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='tut.anch.amun'
    Nun ja, Aufschwung sieht anders aus, das riecht schon mindestens nach Depression a'la 1930er.


    Nicht nur die Sozialhilfe in USA explodiert, sondern auch die Boni der Investmentbanken. Es gibt sehr wohl Aufschwung zu vermelden, nur eben nicht auf dem Arbeitsmarkt für die breite Masse. Man rechnet inzwischen mit einem Rekordjahr bei den grossen Investmentbanken, weil die Primary Dealers durch die Provisionen aus dem Verkauf der US-Schuldverschreibungen unglaubliche Einkünfte haben. Teile der bisherigen Konkurrenz (z.B. Lehman) sind verschwunden, sodass sich der Kuchen auf immer weniger Teilnehmer verteilt, was schliesslich auch Zweck der Übung war. Gleichzeitig hat Goldman Sachs bekanntlich über 10 Milliarden an nicht rückzahlbaren Steuergeldern aus der AIG-Rettungsaktion bekommen.


    Klar, dass da wieder die Korken knallen. Interessant auch, was sich die Leute in USA so alles gefallen lassen müssen. Nicht dass es hierzulande wesentlich anders wäre, nur solche Meldungen müssten doch eigentlich das Blut in den Adern der gebeutelten Steuerzahler zum Kochen bringen. So sehen die Folgen einer steuerfinanzierten "Marktbereinigung" aus:


    Investmentbanking: Es locken die fettesten Boni aller Zeiten


    Der Kampf gegen die Finanzkrise macht es möglich, dass Investmentbanken so viel verdienen wie noch nie. Auch der Geldregen für die Angestellten dürfte in die Geschichte eingehen.


    An der Wall Street und in der Londoner City atmen die Bankangestellten auf. Denn die Rückzahlung großer staatlicher Hilfspakete macht es möglich, dass in diesem Jahr doch noch Bonuszahlungen ausgeschüttet werden. Wie es aussieht, wird es der wärmste Geldregen aller Zeiten. So erwartet die Bediensteten von Goldman Sachs das größte Bonusprogramm in der 140 jährigen Firmengeschichte, berichtet die englische Wochenzeitung "Observer".


    Goldman Sachs war eine von jenen Banken, die Mittwoch vergangener Woche ihre milliardenschweren Support-Zahlungen an die US-Regierung zurückgaben. Die Rückzahlung von Goldman Sachs belief sich auf zehn Milliarden Dollar. Bereits wenige Tage später wurden die Mitarbeiter von Goldman Sachs informiert, dass sich die Geschäftsausssichten der Bank außerordentlich verbessert hätten, die Bonuszahlungen steigen würden. Es könnte sogar passieren, dass sich das Jahresergebnis 2009 als das profitabelste aller Zeiten erweise. Die Detailergebnisse zum zweiten Quartal gibt es zwar erst im kommenden Monat, doch es zeichne sich bereits ein Wachstumssprung ab.


    Staatsschulden sind einträgliches Geschäft


    Warum geht es den Banken gerade in der Wirtschaftskrise so gut? Der "Observer" zitiert David Williams von Fox Pitt Kelton, der die Branche analysiert: "Es zeichnet sich ab, dass dies das beste Jahr in der Geschichte für jene Investmentbanken wird, die die Kreditkrise einigermaßen unbeschadet überlebt haben." Gerade der staatliche und unternehmerische Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise beschert den Investmentbanken dabei die Rekordgewinne. Denn irgendwer muss den Firmen und Staaten ja dabei helfen, das Geld über den Anleihemarkt aufzustellen. Williams: "Diese Banken sind Zwischenhändler im Anleihenmarkt, auf dem Regierungen und Firmen derzeit Milliarden an neuem Geld aufstellen. Und es gibt einen Mangel an Wettbewerb, der bedeutet, dass sie nun enorme Summen für ihre Dienstleistungen verlangen können." Demzufolge wächst der Umsatz also nicht nur in Folge eines erhöhten Finanzierungsbedarfs, sondern auch als direkte Folge der Marktbereinigung im Banken-Sektor.


    http://www.wirtschaftsblatt.at…ternehmen/379148/index.do


    grüsse
    auratico

    Jede Art von Inflation wird sich innerhalb kürzester Zeit in Deflation umkehren - und wird noch schlimmer als zuvor sein. Das kann man 2 Mal machen - aber dann wird man die Situation akzeptieren MÜSSEN, dass es keinen Ausweg daraus gibt.


    Ambrose Evans Pitchard vom einflussreichen "Daily Telegraph", dem Sprachrohr der Londoner City, tadelt jene Hedgefondsmanger, die nun in London einen "Hyperinflationsfonds" auflegen wollen. Fairerweise gibt er zu, dass die gleichen Leute im vergangenen Jahr mit ihrem "Black Swan Fonds" einen Gewinn von 234 % eingefahren haben:


    Don't believe the hyperinflation hype - dare to make cuts


    London asset managers 36 South are launching a "hyperinflation fund" for those convinced that money-printing by central banks around the world must lead to Weimar or Zimbabwe soon enough.


    Flush from last year's 234pc rise in their Black Swan Fund, they are betting that quantitative easing and war-time deficits have sown the seeds of inflation reaching "10pc, 15pc, 20pc, or more". They capture the mood of the times, but are they right?


    Where will the inflation impulse come from given that capacity use is at a post-war low of 68pc in the US, and nearer 60pc worldwide? The immediate threat is wage deflation.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…---dare-to-make-cuts.html


    grüsse
    auratico