Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='LongDongSilver'


    Die Aktien fallen... also muss AU (und AG) auch nach unten! Schließlich sollen die Bond-Käufer nicht verschreckt werden.


    Richtig. Nachdem man in den letzten zwei, drei Wochen überall verbreiten liess, dass die Aktienrally so nicht wird weitergehen können, muss den Investoren eine Alternative angeboten werden. Es geht darum, die immensen weiteren Bondemissionen so hinzubekommen, dass es den Dollar nicht zerreisst. In der Tat ist das die allergrösste Herausforderung an die Notenbanken und alle Spindoktoren, die man sich nur vorstellen kann. Entscheidend dabei ist, dass man die Wellenbewegungen im Griff hat: als die Aktienmärkte im vergangenen Jahr einbrachen, stiegen die Bonds und boten damit eine Alternative. Als sich danach die Aktienmärkte wieder erholten, fielen die Bonds bis vor kurzem.


    Nun geht es darum, wieder alle in die Bonds hineinzubringen. Das Gold muss während dieser Manöver als unberechenbarer Geselle mit heftigen Schwankungen wahrgenommen werden, unfähig, eine veritable Alternative zu sein. Ausserdem bleibt es offenkundig weiterhin keine allzuschwere Aufgabe, die Comex-Preise mit konzertierten Aktionen zu bewegen. Wie leicht zu erkennen ist, lagen die grossen Spekulanten mit ihren massiven Shortpositionen der letzten Wochen wieder einmal auf der richtigen Seite und haben die kleinen Spekulanten auf der Long-Seite, die eigentlichen "schwachen Hände", ein weiteres Mal aus ihren Positionen gedrängt.


    Mir scheint, niemand vermag wirklich einigermassen genau zu sagen, in welchem zeitlichen Rahmen sich die Dinge entfalten werden. Wenn man die letzten Monate seit dem offiziellen Ausbruch der Krise sich betrachtet, könnte man zu dem Schluss kommen, dass jeder dieser Subtrends jeweils einige Monate dauert. Für die Notenbanken und Regierungen ist das kostbare Zeit.


    Das gilt auch vor allem für die ausländischen Halter von US-Bonds, also in der Hauptsache China, Japan, Russland etc. Diese müsssen in der nächsten Zeit versuchen, ihre langlaufenden Bonds zunehmend in liquide Kurzläufer zu überführen, ohne dass die Kurse allzu stark einbrechen. Langlaufende Bonds mit höheren Zinsen werden dann für US-Investoren ( natürlich hauptsächlich die Pensionsfonds) interessant, wenn sich die inländische Kaufkraft des Dollars abschwächt. Wieder einmal wird es wohl so sein müssen, dass es für einen heftigen Aufwärtsschub beim Gold ein schockähnliches Ereignis bräuchte. Stattdessen aber erstarken die grossen US-Investmentbanken, deren Anleihen immer niedrigere Risikospreads aufweisen, während sie auch noch ihre Tarp-Gelder zurückzahlen. Auch die verbliebenen Hedge Fonds laufen wieder prima. Solange diese Psychologie vorherrscht, wird es nicht einfach sein für den Goldpreis. Nur eine globale Haltung, die die langfristigen US-Verbindlichkeiten wieder als aberwitzig und jenseits aller Rückzahlbarkeit auffasst, könnte mit dieser Unentschiedenheit Schluss machen.


    Goldman Junk Credit Nightmare Shared With Morgan Stanley Fades


    June 22 (Bloomberg) -- The bond market is falling in love again with Goldman Sachs Group Inc. and Morgan Stanley and, for the first time in more than nine months, is giving these Wall Street icons a chance to close the gap with JPMorgan Chase & Co.


    Now, bondholders are accepting the smallest difference in yield for the New York-based banks’ bonds relative to Treasuries since before Lehman Brothers collapsed. Goldman Sachs and Morgan Stanley, which were among 10 banks that last week repaid loans from the U.S. Treasury, are emerging from the credit freeze with lower leverage and a stronger competitive position.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601009&sid=aAfpm.etB2wY


    grüsse
    auratico

    Zitat

    Quote Minos: Tatsächlich werden meines Erachtens plötzliche Fluchtbewegungen aus Währungen letztlich das System sprengen, heftige Fugationen eben, und jetzt hoffe ich mit dieser Wortschöpfung in die Geschichte einzugehen.


    Da möchte ich mithalten und melde postwendend an: Stagflagfugation. Zugegeben, es gibt elegantere Wortschöpfungen, aber die der Krise vorausgehenden und die folgenden Wortmonster sehen auch nicht besser aus.


    Keine erbauende Sonntagslektüre, aber wohl korrekt in der Diagnose:


    Towards an Inflationary Depression
    A macroeconomic review


    by Bob Chapman


    This deflationary contraction in the supply of money and credit due to the exposed loan, mortgage and derivative fraud is a strong undertow to our economy which threatens to drag it out to sea until it runs out of air and drowns. The Fed must therefore inflate and swim for shore, or die. And inflate they will. We can absolutely guarantee it. Obama will go down in history as the King of Stagflation, as he joins forces with the inimitable Gordon Brown, the King of Fire-Sale Gold.


    We now have the Fed increasing total money and credit (M3) at a rate of 18% while our GDP is contracting at a rate of minus 6%. That is a 24% differential, and that means that the amount of goods and services being produced has an ever-growing supply of money chasing after it, money and credit that is growing at a pace that is 24% more than the pace at which goods and services are growing. Based on all the foregoing, we'll give you three guesses as to what the outcome will be somewhere down the road when the Fed's ever-burgeoning money blob starts chasing after a shrinking supply of goods and services.


    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=14030


    grüsse


    auratico

    Gerade in einem anderen Thread entdeckt, gehört aber zumindest aus Archivzwecken auch hier herein - Marc Faber:


    "Es ist richtig, dass wir im Moment gewaltige Überkapazitäten haben. Und es gibt auch gewisse Güter, deren Preise fallen. So machen die in Indien jetzt ein Auto für 2.500 Dollar. Aber das hat nichts mit Deflation zu tun, sondern mit technischem Fortschritt. Die Lebenshaltungskosten der Menschen steigen, so die Ausgaben für Gesundheit; Bildung oder Versicherungen. Ich kenne keinen, dessen Versicherungsprämie gefallen ist. Weil die Versicherer so viel Geld verloren haben, müssen sie es sich jetzt ja zurückholen. Mein Eindruck ist, dass die Inflation tatsächlich so bei vier Prozent liegt.


    Wiwo: Deflationisten argumentieren, das nachlassende Kreditwachstum spreche gegen Inflation.


    Das Kreditwachstum geht aber nur im Privatsektor zurück, die Regierungen dagegen haben es stark erhöht. Im System insgesamt steigt die Liquidität. Die amerikanischen Ökonomen, angeführt von Notenbankchef Ben Bernanke, wollen keine Deflation. Die Fed kann ihre Bilanzsumme noch gewaltig erhöhen. Und wir wissen nicht, was da außerhalb der Bilanz gemacht wurde. Die können beliebig Geld drucken und die Staatsdefizite erhöhen."


    http://www.wiwo.de/finanzen/in…400536/#comment-new-entry


    grüsse


    auratico

    The ONLY major player still borrowing money in big amounts was the United States Treasury Department (line 3), sopping up $1,442.8 billion of the credit available — and leaving LESS than nothing for the private sector as a whole.


    Yep, und ausnahmsweise erkennt Weiss hier weiter unten, nachdem er dem Oberdollarbullen in seinem Stall, Jim Crooks, mit der Befolgung von dessen Ratschlägen man sich in den vergangenen Monaten privatkonkursreif geschossen hätte, still und leise den Laufpass gegeben hat, was dies alles in weiterer Folge bedeutet:


    Can Mr. Bernanke take even MORE radical steps? Can he trek where no other modern-day central banker has ever gone before?


    Not without shooting himself in the foot! It still won’t be enough to avert a continuation of the debt crisis. Indeed, all it can accomplish is to kindle inflation fears, drive interest rates even higher, and actually sabotage any revival in the credit markets.


    Schon Vater Weiss, mit der Great Depression als ökonomischer Jahrhunderterfahrung auf dem Buckel, sah während der gesamten 70er und 80erJahre hindurch immer nur das Deflationsgespenst. Und Sohn Martin hat lange Zeit, unfähig, die wahre Agenda der Fed wirklich zu begreifen, ins gleiche Horn gestossen. Aber für die Fed wird weiterhin gelten: You ain´t seen nothin´ yet.
    So langsam, nach drei Jahrzehnten Deflationsprognostik, kommt das auch bei moneyandmarkets.com an.


    Gary North schon vor etlichen Jahren:


    I first heard someone predict imminent price deflation in 1967. The forecaster was J. Irving Weiss. His prediction was made at the very first gold investment conference, sponsored by Harry Schultz. I attended that conference. Mr. Weiss’s prediction was wrong. But he never changed his mind.


    His son, Martin Weiss, continued the same theme after his father retired. He was sure that deflation was imminent.


    grüsse


    auratico


    was daran falsch?


    Nichts daran ist falsch. Vor allem, wenn die verwendeten Begrifflichkeiten zuvor abgeklärt werden, denn sonst redet man endlos aneinander vorbei. Wenn z.B. unter Inflation nicht ein Ausweiten der Geldmenge verstanden wird, sondern einzig ein Ansteigen der Verbraucherpreise (unter Vernachlässigung etwa von Blasen in zahllosen Assetklassen), dann wird man unter Deflation auch nur einen mitunter sehr kurzfristigen Rückgang der Verbraucherpreise verstehen wollen.


    Einem deflatorischen Kollaps der privaten und gewerblichen Schuldenausweitung (= die eigentliche Deflation) folgt erstmal eine Phase sinkender Preise, ehe das Schuldenregime der öffentlichen Haushalte und die Notenbanken diese Rolle übernehmen müssen. In einem ungedeckten Fiat-Geldregime mit Weltreservestatus wird darauf die Notenpresse angeworfen (das kann sich z.B. Lettland ohne Rückfall in Vormauerzeiten nicht erlauben), deren Wirkung natürlich erst nach eine gewissen Zeitverzögerung einsetzt.


    In der gegenwärtigen Situation zeigt der Ölpreis, obwohl der USD noch bei ca. 80 im USDX steht, an, wohin die Reise trotz stagnierender bzw. deutlich fallender Konjunktur gehen wird. Mit etwas Verzögerung werden in wenigen Monaten oder nur Wochen die Nahrungsrohstoffe diesem Weg des Öls folgen. Gerade die USA an vorderster Front werden die Geldmenge trotz fröstelnder Wirtschaft noch weiter drastisch erhöhen müssen, was sich schon aus den ungeheueren unbesicherten Zahlungsverpflichtungen der nächsten Jahre (Medicare, Pensionsverpflichtungen etc.) ergibt. Ihre bisherigen ausländischen Gläubiger werden wohl kaum weiterhin im notwendigen Ausmass US-Schuldverschreibungen kaufen, um die Krankenhausrechnungen und Pensionsschecks der im Konsum nun drastisch eingeschränkten US-Bevölkerung zu bezahlen. Auch eine anziehende Sparrate wird daran wenig ändern, weil zu spät und die Beträge viel zu gering sind. Die seit Jahresanfang bereits um 28% gefallenen Kurse von 30jährigen US-Bonds, was bei Staatsanleihen schon fast Erdrutschcharakter hat, sprechen hier eine deutliche Sprache. Sie sind nun am unteren Ende eines 20jährigen Aufwärtstrends angekommen. Ein spürbares Unterschreiten dieser Marke würde früher oder später einen brutalen Abverkauf einläuten. Hier wird bis aufs Messer gekämpft werden.


    Noch agiert die Druckerpresse versteckt, weil sie noch sozusagen in einem Binnensystem operiert. Denn noch wird ja bei dem ganzen Manöver so getan, als hätten die von der Fed aufgekauften Pseudoassets der Banken (die die Erträge dieser Schrottdeals umgehend in funkelnde frische M1-Monsterreserven verwandelt haben) längerfristig einen Wert in der Nähe des gezahlten Nominalwertes. Wenn die Fed dann beim fehlgeleiteten Beginn der so innig herbeibeschworenen „Erholung“ der Märkte bzw. bei Fälligkeit des toxischen Schrotts sich dessen wieder entledigen wird müssen, wird sich zeigen, dass die dafür erzielbaren Preise unterirdisch sein werden und dass sie eigentlich Kuhscheisse erworben haben. Erst dann wird im vollen Wortsinne gedruckt werden müssen.


    Der jüngste Kauf der Fed von US-Bonds im Umfang von 300 Milliarden ist dabei nicht mehr als ein findiges Ablenkungsmanöver, um von der längst vollzogenen Monetisierung von Schrottpapieren aller Art in ungleich grösserem Ausmass abzulenken. Die Summe der Bondkäufe ist hoch genug, um in der Öffentlichkeit ein wenig Stirnrunzeln auszulösen („Monetisierung! Gefahr !), doch noch weit davon entfernt, panische Inflationsängste bei der breiten Masse auszulösen. Was die Fed mit Fannie, Freddie und unzähligen anderen Anleihen macht, ist ungleich wichtiger als ein einmaliger Ankauf von 300 Milliarden US-Bonds. Anders als beim laut proklamierten Kauf der Staatsanleihen weigert sich die Fed beharrlich, Auskunft zu geben über den anonymen Billionenschrott, mit dem sie ihre Bilanz aufgebläht hat.


    Die Wahrscheinlichkeit einer Hyperinflation ist durch den vollzogenen deflatorischen Kollaps nicht geringer geworden. Dies scheint auch die Ansicht des "Alternativstatistikers" John Williams zu sein:


    "The official actions likely have advanced the timing of the hyperinflation to the much nearer future, perhaps within the next year or two. Since September 2008, the Federal Reserve has been attempting to debase the U.S. dollar at an extraordinary pace, and such now is recognized widely among the major U.S. trading partners."


    http://www.shadowstats.com/article/hyperinflation


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Tollar',

    Wer sind die Glaeubiger, wer sind die Schuldner ?


    Inflation beguenstigt die Schuldner, Deflation beguenstigt die Glaeubiger. Die Frage ob Inflation oder Deflation wird sich daran klaeren lassen, wer mehr Macht hat.


    Der Staat wird zum ultimativen Schuldner und kann sich nur durch Inflation nominell entschulden. Die Zwangsverlierer in der Inflation sind dann, in Ermangelung von kreditvergebenden Geschäftsbanken, die Steuerzahler und die jetzigen Sparer, die man bestimmt nicht mit einer langandauernden Deflation "begünstigen" wird. Dieser Prozess ist jedoch erst in einem frühen Stadium, was die Deflationisten nicht erkennen wollen, wenn sie triumphierend glauben, darauf verweisen zu müssen, dass die Notenpressen derzeit gar nicht mit der Schuldenzerstörung mithalten können. Das wird sich ändern.


    Ferner ist es höchst zweifelhaft zu glauben, die sogenannte "Hochfinanz", z.B. in Form der wallstreethörigen Fed, könne angesichts des bereits vollzogenen Desasters immer noch ad libitum bestimmen, was weiter geschehen wird wie in einem perfekt durchdachten Verschwörungskrimi. Das einzige, was sie jetzt noch tun können, ist Zeit gewinnen, um ihre Klientel so lang wie nur möglich zu beschützen, um in dieser Zeitspanne mit allerlei als diverse Rettungspakete getarnten Aktionen deren Verbindlichkeiten und wertlosen Papierschrott zu Phantasiepreisen in dem grösstmöglich politisch durchsetzbaren Ausmass auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Man gibt ihnen damit auch die Zeit, sich neu zu positionieren (Unternehmen zum Spottpreis aufkaufen, ohne deren Verbindlichkeiten übernehmen zu müssen, Rohstoffefutures wieder hochtreiben etc.) Genau davon waren die vergangenen Monate bestimmt. Wie lange das noch so weitergehen wird, kann freilich nur ein Prophet sagen. Auf die Richtung aber kommt es an.


    Inflation ist das monetäre Phänomen steigender Geldmengen, das sich nicht von Anfang an schon in stark steigenden Verbraucherpreisen querbeet äussern muss, sondern - wie in den letzten Jahren - sich auch in steigenden Assetpreisen aller Couleur ausbreiten kann, sofern die Möglichkeit zur Nachschuldnerei besteht. Deflation ist der Zerfall dieser Schuldinstrumente. Keinesfalls ist die logische Konsequenz eines deflationären Kollapses der Schuldinstrumente (= aktuelle Gegenwart) immer eine darauf folgende, langandauernde Verbraucherpreisdeflation.


    Japan ist praktisch zur Gänze im Inland bei seiner alten Bevölkerung (die jüngeren tragen immer noch die Schulden aus der Bubble-Zeit ab) verschuldet und war während der letztvergangenen Jahre eine hochlaufende Exportmaschinerie. Japan ist kein Musterbeispiel für den Verlauf deflationärer Prozesse, zumal dort der exorbitante Verfall der Asset-Preise keinesfalls von der nur sehr mäßigen Verbraucherdeflation (man nehme nur die hohen Fahrpreise u.ä. als Beispiel) aufgefangen wurde. Die über hohe Sparguthaben verfügende ältere Generation brauchte dort die ihnen angetragenen Kredite nicht, sondern lebte als Rentner und Sparer gut mit der Deflation. Eine solche schuldenfreie ältere Generation gibt es in USA nicht bzw. sie ist vernachlässigbar klein und superreich. Die USA hingegen sind im Ausland verschuldet. Solche Schulden müssen irgendwann weginflationiert werden.


    Bei einer klassischen, langen Preisdeflation essentieller Güter dürfte z.B. der Ölpreis nie und nimmer auf dem gegenwärtigen Niveau von ca. 70$ stehen. Das Öl wird also nun als gute, im buchstäblichen Sinne "liquide" Währung gesehen, nicht als frühlingsgrüner Indikator einer Konjunkturerholung. Das gilt auch für medizinische Dienstleistungen, die keinen Penny billiger werden, wie sich an den Sätzen eines jeden Pflegeheimes oder einer Zahnarztrechnung ablesen lässt. Die steigenden Hypothekenzinsen in England und USA, die die BOE und Fed, trotz quantitative easing in epischem Ausmass, nicht unter Kontrolle bekommen, sprechen die gleiche Sprache. Die US-Hypothekenzinsen werden fleissig weiter anziehen, mehr als die Löhne. Ob da die Schuldner dann auf der richtigen Seite sitzen?


    Ebenso ist es kein Geheimnis, dass 95% aller Hyperinflationen eine saftige Deflation mit der Zerstörung der auf Schuldenbasis erworbenen Vermögenswerte vorauslief - wenn wir von dem jüngsten Fall in Zimbawe einmal absehen wollen. Mir scheint eine Hyperinflation als Folge der gegenwärtigen Situation wesentlich wahrscheinlicher zu sein als Inflation oder Deflation. Hyperinflation ist nicht etwa einfach eine gesteigerte Inflation, sondern ein Währungsereignis, d.h. der unkontrollierbar anwachsende Vertrauensverlust in das jeweilige Papiergeldsystem insgesamt. Das ist kein Vorgang mehr, den eine Notenbank mit ihren im Vergleich dazu bescheidenen Mitteln dann noch steuern könnte.


    Ausserdem: die aus den USA kommenden Zahlen zum Arbeitsmarkt, Inflation etc. sind durch die Bank falsch, weil bis zur völligen Unbrauchbarkeit von höchst dubiosen Parametern durchsetzt, wie John Williams (http://www.shadowstats.com) seit Jahren beharrlich nachweist.


    Was scheinbare Deflation in einer von Abwertungswettkämpfen der Papierwährungen befeuerten Zeit ist, zeigt sich z.B. im rezessionsgeplagten England - und das steht auch noch in einer staatstreuen und neuerdings auf den Deflationszug aufgesprungenen Zeitung wie dem "Daily Telegraph" zu lesen:


    Middle-class inflation twice official rate, as petrol and mortgages prices jump


    Published: 7:00AM BST 17 Jun 2009


    According to an analysis of the official figures for the Daily Telegraph by Capital Economics, middle class consumers experienced prices rising by 5.3 per cent on an annual basis in May.


    This is more than twice the official Consumer Prices Index – the Government's preferred measure of inflation, which dipped from 2.3 per cent in April to 2.2 per cent in May, the Office of National Statistics said on Tuesday.


    Middle class families are suffering from an inflation rate more than twice the official level, as the price of petrol, mortgages and alcohol all creep up in price.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…ortgages-prices-jump.html


    grüsse
    auratico


    Gerade mit den vollständig zertrümmerten Goldaktien waren leicht Kursvervielfachungen möglich, und das beste kommt noch -- später,gewiß.
    Mal anders formuliert: Soviel, wie in den letzten Monaten Profit erzielt wurde, ist kaum noch zu verlieren, meine Meinung....


    Das stimmt. Einige Kästen Bier liessen sich mit Junior-Aktien in den vergangenen Monaten schon machen. Kein Wunder, dass da der eine oder andere auch mal Gewinne realisiert. Hier die bescheidenen Kursgewinne einiger weniger von Dutzenden ähnlichen Minenwerten seit dem Hosenscheissertotalabverkauf vom vergangenen Herbst:


    Shield Mining: 900%,; Golden Odyssey: 950%; Appleton Exploration: 3050%; Marum Resources:720%; Pelangio: 1500%; Australian Solomons: 1400%; Helio Resources: 400%;
    Sandfire Resources: 1480%; Olympus Pacific: 687%; Azteca Gold: 2300%; Claude Resources: 575%; Nevsun: 360%; Keegan Resources: 832,6%; Shandong Gold: 303,8%; Moto Goldmines: 604,5%; Queenston Mining: 551,1; Centerra (Produzent): 606.4%


    Zitat

    Zitat Milly: In den letzten Monaten konnte man viel verdienen - konnte ja, aber wer hat das schon? Und wer hat das schon ohne die noch viel fürchterliche Talfahrt im Herbst mitzumachen?


    Mag sein. Es ist aber dennoch wichtig, darauf hinzuweisen, denn vielen ist immer noch nicht bewusst, was da abgelaufen ist -nämlich eine Monsterrally im Zeitraffertempo.


    Liste:
    http://www.mineweb.com/mineweb…age66?oid=84988&sn=Detail


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Tollar', Eine wilde Spekulation lautet auch, dass die vermeintlichen Japaner in die Schweiz geschickt wurden, um so diskret und anonym US-Staatshilfen ueber auslaendische Banken in US-Finanzinstitute zu schleusen.


    Das ist vollkommen ausgeschlossen. Die USA könnten Tonnen von Papier unbehelligt in nahezu jedes Land der Erde transportieren, dazu braucht man nun bestimmt nicht zwei vertrotttelte "Men in Black" um die Fünfzig im Regionalzug mit einer Aktentasche und doppeltem Boden. Da ist es selbst noch wahrscheinlicher, dass es sich dabei um Nordkoreas kapitalismuskritischen Beitrag im Bereich der Performancekunst zur gerade eröffneten Kunstbiennale in Venedig handelt.


    Spass beiseite: Dass dies z.B. ein amateurhaft ausgeführter Coup aus Nordkorea ist, vielleicht auch unter Mitarbeit der Mafia, mittels dessen einfach Verwirrung in Bezug auf den Handel mit hochnominalen US-Bonds insinuiert werden soll, ist ungleich wahrscheinlicher. Die Denominationen der vermeintlichen Schatzpapiere sind ja derart hoch, dass die ohnehin nur zwischen Notenbanken gehandelt werden können bzw. einen meterdick über Jahre hinweg dokumentierten Schwanz hinter sich herschleppen müssten.


    Das sind ja keine Publikumsbonds für Hinz und Kunz, sondern institutionelle Monsterpapiere, bei denen die papierene Ausfertigung doch bedeutungslos ist. Und wenn es gar stimmen sollte, dass bei den konfiszierten Bonds auch solche dabei sein sollten, die es in dieser Stückelung (die Kennedy Bonds) gar nie gegeben hat, ist die Sache ohnehin klar. Die begleitenden Bankpapiere können (und sind es wohl auch) ebenso falsch sein wie die Papierbonds. Ähnliche Vorgänge hat es ja in der Vergangenheit schon zuhauf gegeben. Alles andere wäre eine unglaubliche Sensation, eigentlich undenkbar die ganze Sache. Aber natürlich gilt auch hier: Sag niemals nie.


    grüsse
    auratico

    Jim Sinclair wieder einmal in Alarmstimmung: er will gehört haben, dass es im Moment bei mehreren grossen Goldbarrenlagerstätten (die Tresore der diversen ETFs ? ) nach dem jüngsten Vorfall bei der kanadischen Münze nun zu rigorosen Überprüfungen gekommen ist, ob die dort gelagerten Mengen den Angaben entsprechen. Er meint, dass man sein Gold, falls noch irgendwo bei Finanzinstitutionen eingelagert bzw. "verbürgt", nun auf jeden Fall auch von scheinbar sicheren Adressen abziehen sollte. Schon ein wenig komisch, wie alarmistisch dieser alte Hase in den letzten Wochen geworden ist. Ob er wieder einmal Recht hat?


    I have heard rumors for some time, but today it was confirmed to me, that the Canadian mint’s present problems are not unique and that other depositories (vaults) have had an army of auditors descend on them in the last two weeks. Some of these depositories have names so famous that it would scare the hell out of you. The repercussions would be drastic if they turn out to be troubled.


    Why take the risk?


    I suggest to you now that you take delivery of all gold held in vaults and depositories on your behalf, but this time even from the most prestigious.


    http://www.jsmineset.com


    grüsse


    auratico

    Russland will US Staatsanleihen verkaufen
    Russland will den Anteil von US-Staatsanleihen an seinen Währungsreserven reduzieren. Umschichtung in Sonderziehungsrechten (SZR) des IWF geplant.


    Dies ist zuerst einmal blosse Putinsche Kampfrhetorik, denn zwischen Wollen und Können liegen hier immerhin noch eine halbe Billion Dollar. Ob sie bereit sind, denen adieu zu sagen?


    Interessant, wie heute trotz der fallenden Anleihenkurse nach der Auktion für die 10jährigen US-Schatzanleihen sich der Dollar wieder erholt. Das scheint weniger eine - naheliegende - Stützungsaktion zu sein für die noch in dieser Woche anstehende weitere Auktion der 30Jährigen morgen. Diese haben nun im Verlauf des Jahres schon 28% (!) verloren, bei den Zehnjährigen stehen immerhin 11% Verlust zu Buche, was für den ansonsten trägen Kursverlauf von US-Schatzanleihen aberwitzige Bewegungen darstellen, wie auch schon zuvor das Hochlaufen der Kurse.


    Vielmehr: auch heute wieder mit 35% ausländischem Käuferanteil (= Notenbanken) keine Spur von Kaufzurückhaltung aus dem Ausland. Natürlich hilft dieses andauernde Kaufinteresse aus dem Ausland trotz fallender Kurse der erworbenen Anleihen dem Dollar. Würde mich gar nicht wundern, wenn auch die Russen wieder dabei waren, während sie von ihren Sonderziehungsrechten schwafeln. Irgendjemand aus dem Ausland ausser den Chinesen und Arabern muss dieses Zeugs ja noch gekauft haben und weiterhin kaufen.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Hast gut in einige Sräds hineingeguckt !


    Aber ganz eindeutig! Das sieht ja fast wie ein virtueller Goldseitenfonds aus.


    Die grösseren Kaliber unter den Produzenten kann man aber auch in Deutschland einfach und sicher handeln, da hohe Umsätze, z.B. einen meiner Favoriten, den Kupferriesen Freeport Mc Morgan (besitzt auch die weltweit grösste Goldmine) -FPMB.DE


    Interessante solide Produzenten im Depot sind ferner Iamgold (IMG.TO) und Kinross (K.TO) und seit einiger Zeit wieder Northgate Minerals (NXG). Die sind aber alle zuletzt sehr gut gelaufen und nahe der Höchststände, also wird der Stop fein nachgezogen.


    Die erwähnte US Gold habe ich auch noch, allerdings damit seit Jahren immer noch im Minus, denn an die kam ich damals durch die Übernahme von Nevada Pacific, und dann ging´s sauber runter mit US Gold im Eiltempo, Mc Ewen hin oder her.


    Den einen oder anderen Australier sollte man bei einer Depoteröffnung auch in Erwägung ziehen, nicht zuletzt auch, wenn man glaubt, dass der AUD sich wesentlich beser als der USD entwickeln wird. Meiner Ansicht nach ein blitzsauberer Wert in diesem Bereich: Medusa (MML.AX) - ist aber auch kein Geheimtipp mehr.


    grüsse
    auratico

    Es bleibt dabei: die 80 beim USDX bilden wohl für etliche Zeit weiterhin die entscheidende Demarkationslinie für die "Battle Royal". An dieser Stelle geht es um´s Eingemachte in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Aussenwertes des US-Dollars, und deswegen erleben wir nun auf diesem Niveau diese hohen täglichen Volatilitäten beim Dollar und beim Gold in US-Dollar.


    Die internationalen Zentralbanken sind weiterhin bereit, auf diesem Niveau in grossem Stil US-Schulden aufzukaufen und diese Linie zu verteidigen. Nur: China kauft nicht mehr wie zuvor allein US-Schulden, sondern inzwischen auch ganz offiziell Gold und Rohstoffbeteiligungen, um die eigene Währung langfristig zukunftssicher und für seine Rohstofflieferanten immer attraktiver werden zu lassen.
    Bei dem im Titel dieses Threads anvisierten Kursziel von 61 beim USDX sähe die Sache dann wohl schon anders aus. Ob dann immer noch so viele US-Bonds absetzbar wären? Wohl kaum.


    http://3.bp.blogspot.com/_H2De…EMFLxiXA/s1600-h/DXLT.PNG


    grüsse
    auratico

    Trotz Minizinsen am kurzen Ende bringt die Fed die alles entscheidenden Hypothekenzinsen nicht herunter - von 4,75% vor einigen Wochen auf nunmehr 5,45% angestiegen.


    Boris Sobelev verweist darauf, dass die meisten Goldkäufer im Gold nach wie vor einen Schutz vor Inflation sehen, sodass sich die Kursentwicklungen für Gold und inflationsgeschützte Anleihen, von kurzfristigen Ausreissern (wie z.B. im Februar 2009) abgesehen, sehr ähnlich verhalten.


    Er sieht den Kampf gegen die kommende Inflation als jetzt schon, da noch etliche Stimmen von einer langandauernden Deflation ausgehen, als verloren an und will in dem jetzigen Geschehen beim Gold eine Konsolidierungsphase vor dem nächsten - dann von Inflationsängsten getriebenen - Preisaufschwung erkennen:


    The ability of the Fed to control the mortgage market is practically non-existent and despite its attempts, the MBA refi index fell by 43% in the past four weeks. Liquidity is shrinking again. How could one believe that the Fed could soon afford to begin fighting inflation?


    What does all of this mean for gold and gold stocks?


    The market views gold above all else as an inflation hedge. Providing excellent evidence for this is an almost ideal correlation between inflation-protected TIPS and gold.


    Soon the illusions about the Fed's intent to begin fighting inflation will disperse and gold's correction will end. What we have been witnessing in the gold market in the past 15 months is a long-term bullish consolidation. The most probable resolution to this gold consolidation is the beginning of a new bull phase in the next several months.


    http://www.321gold.com/editorials/sobolev/sobolev060909.html


    grüsse


    auratico

    Trotz Minizinsen am kurzen Ende bringt die Fed die alles entscheidenden Hypothekenzinsen nicht herunter - von 4,75% vor einigen Wochen auf nunmehr 5,45% angestiegen.


    Boris Sobelev verweist darauf, dass die meisten Goldkäufer im Gold nach wie vor einen Schutz vor Inflation sehen, sodass sich die Kursentwicklungen für Gold und inflationsgeschützte Anleihen, von kurzfristigen Ausreissern (wie z.B. im Februar 2009) abgesehen, sehr ähnlich verhalten.


    Er sieht den Kampf gegen die kommende Inflation als jetzt schon, da noch etliche Stimmen von einer langandauernden Deflation ausgehen, als verloren an und will in dem jetzigen Geschehen beim Gold eine Konsolidierungsphase vor dem nächsten - dann von Inflationsängsten getriebenen - Preisaufschwung erkennen:


    The ability of the Fed to control the mortgage market is practically non-existent and despite its attempts, the MBA refi index fell by 43% in the past four weeks. Liquidity is shrinking again. How could one believe that the Fed could soon afford to begin fighting inflation?


    What does all of this mean for gold and gold stocks?


    The market views gold above all else as an inflation hedge. Providing excellent evidence for this is an almost ideal correlation between inflation-protected TIPS and gold.


    Soon the illusions about the Fed's intent to begin fighting inflation will disperse and gold's correction will end. What we have been witnessing in the gold market in the past 15 months is a long-term bullish consolidation. The most probable resolution to this gold consolidation is the beginning of a new bull phase in the next several months.


    http://www.321gold.com/editorials/sobolev/sobolev060909.html


    grüsse


    auratico

    Ambrose Evans-Pritchard mit einer neuerlichen Breitseite gegen die "German Angst". Er sieht die Gefahr, dass diejenigen, die am lautesten vor Inflation warnen, am Ende dafür verantwortlich sein könnten, dass die Deflation in Fahrt kommt und die Depression nicht mehr verhindert werden kann.[/url]


    Ähnlich heute auch Wolfgang Münchau in der englischen Financial Times. Er glaubt, daß sich die USA über einen längerfristig tieferen Dollar einigermaßen sanft entschulden bzw. stabilisieren werden können, während ein hoher € und Yen die exportorientierten Länder, allen voran Deutschland und Japan, in eine schwierige Situation bringen, die sich kaum wird ändern lassen. Die Orientierung am Export bleibt, der hohe Aussenwert der Währung hingegen verhindert eine nachhaltige Erholung, während die Sparraten kaum zurückgehen werden, weil die Leute keinesfalls konsumfreudiger werden:


    Exchange rate devaluation would greatly help the US and others to reduce their current account deficits, but it will impair the economic recovery in countries with large trade surpluses and free-floating exchange rates. Last week’s remarks by Angela Merkel, who criticised the Federal Reserve and other central banks for running inflationary policies, sharpened investor perceptions of transatlantic policy divergence and decoupling. Many investors are now starting to bet on a strong appreciation of the euro – the last thing Ms Merkel wants.


    Neither Germany nor Japan is politically equipped to deal with an exchange rate shock. China may continue to manage its exchange rate, but the Europeans are much less likely to intervene in foreign exchange markets. For the time being, the governments of the classic export nations cling on to their export-based economic model, the model they know best. Their only strategy, if you call it that, is to hope for a miraculous bail-out from the US consumer – which is not going to happen this time.


    If my predictions prove correct, Germany will be down and out for a long time with a huge and still unresolved banking crisis, an overshooting exchange rate and lower net exports, presided over by politicians who panic about domestic inflation. This will not end well.


    http://www.ft.com/cms/s/0/5901…abdc0.html?nclick_check=1


    grüsse


    auratico

    Jetzt seh ich klarer. Danke. Also einfach Minen/Explorer, die schon mal was gefunden haben. :)


    Nein, Jemineh, du hast es immer noch nicht richtig geschnallt. Das Geschäftsmodell einer Royalty-Minengesellschaft besteht darin, dass sie, vereinfacht gesprochen, für ihr finanzielles Engagement mit einem gewissen Prozentsatz am Metalloutput einer bereits bestehenden oder zukünftigen Mine beteiligt wird. Es werden also keine Aktien oder Optionen einer Gesellschaft erworben, sondern das direkte Durchgriffsrecht auf einen bestimmten Anteil an der Produktion. Man hält sich damit aus dem operativen Geschäft raus, aus Umweltverträglichkeitsverfahren, Lohnverhandlungen, Baukosten, mögliche Aktienverwässerungen etc.


    Die Kostenstruktur einer Royalty-Gesellschaft ist dadurch minimal im Vergleich zu einer echten Minengesellschaft. Die Kunst bei der Sache besteht also darin - wie freilich auch bei herkömmlichen Mineninvestments -, frühzeitig aufs richtige Pferd zu setzen und sich darüber hinaus das eigene finanzielle Engagement so teuer wie nur möglich in Naturalien mit Gewinn auszahlen zu lassen. Natürlich gibt es dabei wiederum ganz unterschiedliche Modelle einer solchen "Schmelzbeteiligung" (engl. smelter fee) - das reicht vom direkten Zugriffsrecht ohne Rücksichtsnahme auf Preisschwankungen (Gross Smelter Return Royalty) bis hin zu preisabhängigen Royalty-Verträgen (Sliding-scale royalty). Oftmals sind innerhalb einer einzigen Royalty-Gesellschaft alle möglichen solcher Beteiligungsmodelle versammelt, manche Gesellschaften konzentrieren sich auf einige wenige.


    Royalty-Gesellschaften, falls mit dem richtigen Portfolio versehen, sind ohne Zweifel extrem interessante Varianten eines Goldinvestments.


    grüsse
    auratico

    Returning to the original topic of this “thread”, I have written extensively on this issue. All Western nations lie about unemployment. As with most “statistics”, the lies of the U.S. are much greater than the lies of all other nations.


    Mit gefälschten und dann erst im Nachhinein nach oben - wahrscheinlich immer noch zu wenig - korrigierten Arbeitslosenzahlen konnten in den vergangenen Monaten, ausgehend vom Meisterpinochio USA, zuverlässig jeweils zumindest mehrtägige Kursrallies inzeniert werden. Für die daran Beteiligten ist das eigentlich ein " no brainer", wie man in USA sagt, ein Selbstbedienungsladen.


    Es fragt sich, wie lange sich diese Masche, da es inzwischen derart offenkundig geworden ist, noch durchhalten lässt. Das Schema ist extrem einfach: man wirft irgendeine Zahl kollektiv in die Medien und sagt, dies sei die von den "Analysten" erwartete Schreckenszahl an neuen Arbeitslosen. Dann kommt man mit irgendeiner Zahl darunter daher - und schon lässt sich damit für einige Tage eine Rally anheizen, ehe man die Jetons wieder vom Tisch nimmt. In der letzten Zeit kam es auch mehrfach vor, dass dann einige Monate später die Zahlen rückwirkend doch noch nach oben korrigiert werden, aber das scheint dann keinen Menschen mehr zu interessieren.


    Als Beispiel nehmen wir die Zahlen vom April 2009, die Anfang Mai für Kurssprünge sorgten:


    Sara Lepro May 6th, 2009


    Stocks rise after ADP report reports job losses slowed in April, easing worries about economy. The ADP National Employment Report said private sector employment fell by 491,000 in April.


    Und nun gestern :


    "April’s reading was revised to show a reduction of 545,000 workers, up from a previous estimate of 491,000."


    Das ist immerhin eine satte Differenz von 11% bei derart sensibel aufgenommenen Zahlen, die da nachträglich hinzugekommen sind. Statt der ursprünglich gemeldeten und für die Kurssprünge verantwortlich gemachten "nur" 491.000 (absichtlich unter 500.000 gehalten, weil das eben auch als "eine halbe Million" ausgesprochen werden kann) sind es also doch mindestens 545.000 gewesen. Und wahrscheinlich stimmen auch diese Zahlen nicht. Im Grunde stimmt wohl keine dieser Zahlen auch nur annähernd. Es sind Phantasieprodukte, die man nach börsenpsychologischen Erwägungen zusammenstellt nach dem Motto: Hinter mir die Sintflut bzw. frei nach Adenauer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ?"


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    FNV und TNX sind in meinem Depot, FNV seit Anbegin


    Guck mal, Edel, wie sauer Sinclair in letzter Zeit auf die vielen Anfragen seiner Leser und den mangelnden Absatz seines Kompendiums reagiert. Nun will er nur noch Anfragen von registrierten Aktionären seiner TRE beantworten - ob das ein glücklicher Griff ist, wenn er andererseits immer betont, dass es ihm zuvörderst um Aufklärung geht und nicht darum, für sein eigenes Minenunternehmen zu werben ?
    Ab nun bist du unser Mann für den direkten Draht zu jsmineset.com:


    "My registered stockholders have an absolute right to my time without exception to inquire with me on any subject and to receive my answer. From this moment forward only REGISTERED TRE stockholders have absolute right to my time on whatever subject they require help on. There has to be a triage, or no one can maintain this degree of workload."


    http://www.jsmineset.com


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Ijon',wie interpretierst Du denn diese Prognose in Bezug zu dem von Dir HIER dargestellten fundamentalen Zusammenhang bezüglich einer Gnadenfrist des USD - oder ist 1,60 noch gnädig


    Das war im März, und nun nähern wir uns dem Sommer. Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass die "Gnadenfrist" nun eindeutig vorbei ist, weil der Dollar trotz deutlicher Abwärtstendenz immer wieder einen interimistischen Schub bekommen kann, wenn - wie schon in den vergangenen Monaten geschehen - periodisch grosse Refinanzierungsvolumina von Anleihen im Ausland in Dollar anstehen. Was man zurzeit sehen kann, ist vor allem ein reines Momentum-Spiel, d.h es springen alle möglichen Adressen sehr nervös auf einen sich etablierenden Trend auf (z.B. Dollar Short/Gold und Goldminen long) und wechseln dann ebenso hektisch auf die Gegenseite.


    Man kann am heutigen Tag ganz deutlich erkennen, wie panisch Dollar-Shorts glattgestellt werden (ohne auslösende News und bei schwachem Aktienmarkt) und auf dem zuletzt sehr profitablen Goldsektor inkl. der Minen eilends Gewinne mitgenommen werden. Es ist offenkundig, dass man mit allen gemeinsamen Kräften der Zentralbanken versucht, den Dollar wieder in den Bereich von 80 beim USDX zu hieven. Gold bleibt der Antidollar und wird bei einer Erholung des Dollars abverkauft, wobei Goldhalter, sofern sie nicht auch traden, eben mitansehen müssen, dass sich solche Tendenzen dann doch recht heftig verstärken lassen. Die globale Clique der Währungsspekulanten versucht im Grunde vor allem, stets einen mehrwöchigen Trend zu orchestrieren, ehe sie wieder das Pferd wechseln, begleitet von den entsprechenden Medieninszenierungen.


    Ich schätze die Analysen von Jim Willie, aber er ist mir zu geheimniskrämerisch mir seinen vermeintlich allwissenden Informanten. Wenn er am lautesten schreit, drehen die Märkte nicht selten bald -zumindest vorübergehend - in die umgekehrte Richtung.


    grüsse


    auratico

    Very strong demand at T-bill auctions is belying the movement toward risk underway in the markets.


    Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit steckt vor allem China seine Dollars nun vermehrt in die extremen US-Kurzläufer, während am langen Ende die Zinsen hochgehen. Dreimonatsanleihen sind nur eine Möglichkeit, Geld kurzfristig zu parken. Im Grunde ist das eher eine Drohung: unser Vertrauen bzw. die Kreditlinie reicht für drei Monate und keinen Tag länger. Das hohe Interesse an diesen Kurzläufern wird vermutlich anhalten - sie werden vorerst einfach weitergerollt ohne Renditeerwartung.


    grüsse


    auratico