Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    Dein Beitrag trifft alles auf den Punkt; habe dieses mal herausgegriffen; Das trickreiche Agieren Chinas versus IMF hatten wir auch hier diskutiert

    .


    @ Edel


    Tatsächlich habe wir diese Zusammenhänge hier und in anderen Fäden mehr als nur einmal diskutiert. Dass China einen Grossteil seiner Goldreserven über die heimische Produktion abdeckt, ist ebensowenig ein Geheimnis. Der Staat sitzt in China bei praktisch jeder Goldmine mit im Boot. Im Übrigen gibt es keine einzige Zentralbank auf der Welt, die ihre Goldreserven einer öffentlichen Prüfung unterziehen wird, auch wenn es das in USA vor 60 Jahren einmal gegeben haben sollte. Hierin stellen die USA keine Ausnahme dar.


    @ bullionbulls


    Please have the kindness to restrict your postings to the English version. For a German native speaker these automatically generated translations are nothing short of being just horrible. It hurts with every single word and is more often misleading than to give an accurate account. It also damages the function of this forum as an archive. Browsing through tons of comments written in this robotic German will be of no help to anyone.
    And, btw, people will be able to refer to this unsatisfying way of text processing on their own if necessary.


    grüsse
    auratico

    Der Generalstaatsanwalt von New York, Andrew Cuomo, wird im Rückblick als eine der wichtigsten Figuren in die Geschichtsschreibung dieser epochalen Krise eingehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass er seinen Hormonhaushalt im Griff hat und nicht wie Spitzer wegen irgendwelcher Weibergeschichten aus dem Amt gedrängt werden kann.


    Diese Meldung von heute sorgt hoffentlich für den nötigen weiteren Treibstoff in der juristischen Aufarbeitung dieses gewaltigen Betrugszusammenhangs. In einem der FT jüngst zugespielten Brief vom Februar an den Senat, das SEC und andere Aufsichtsorgane, deutet Cuomo an, dass sich im Verlauf der Untersuchung über die aberwitzigen Bonuszahlungen an die Merrill Lynch-Bosse bei der Übernahme durch die Bank of America noch ganz andere Verdachtsmomente ergeben haben.


    Es geht darum, ob Hank Paulson die Bank of America schlicht und ergreifend gezwungen hat, Merrill zu übernehmen, obwohl die Bank of America deutlich von dem Deal zurücktreten wollte, nachdem ihnen das wahre Ausmass der Misswirtschaft bei Merrill durch Einsicht in die Bücher klar wurde. Paulson soll dem BoA-Chef Ken Lewis dann damit gedroht haben, dass im Falle einer Verweigerung der gesamte Führungsstab der Bank of America rausfliegen würde. Ausserdem sollten die Aktionäre der BoA nicht über die astronomisch angewachsenen Verluste bei Merrill informiert werden.


    Hot Stuff, wie er hoffentlich noch reichlich zutage treten wird:


    Bank of America’s attempt to exit the merger came to a halt on December 21, 2008. That day, Lewis informed Secretary Paulson that Bank of America still wanted to exit the merger agreement. According to Lewis, Secretary Paulson then advised Lewis that, if Bank of America invoked the MAC, its management and Board would be replaced:


    ‘[W]e wanted to follow up and he said, ‘I’m going to be very blunt, we’re very supportive on Bank of America and we want to be of help, but’ –as I recall him saying “the government,” but that may or may not be the case -”does not feel it’s in your best interest for you to call a MAC, and that we feel so strongly,” –I can’t recall if he said “we would remove the board and management if you called it” or if he said “we would do it if you intended to.” I don’t remember which one it was, before or after, and I said, “Hank, let’s deescalate this for a while. Let me talk to our board.” And the board’s reaction was of “That threat, okay, do it. That would be systemic risk (...)


    Secretary Paulson has informed us that he made the threat at the request of Chairman Bernanke."


    Ken Lewis´Aussage vor den Untersuchungsbehörden:


    http://online.wsj.com/article/SB124050112892948367.html



    grüsse
    auratico

    Es wird weiterhin gekauft, was das Zeug hält. Die Zuflüsse der ETFs explodieren förmlich:


    Gold: Inflows into ETFs up by more than 300pc


    Figures from the World Gold Council show that investors appetite for gold showed no sign of abating with record inflows in to gold exchange traded funds.

    Last Updated: 5:31PM BST 22 Apr 2009


    Inflows into gold ETFs continued to grow throughout the quarter, with investors buying a record 469 tonnes of gold, dwarfing the previous quarterly record of 145 tonnes, set in the third quarter of last year. This took the total amount of gold in ETFs to 1,658 tonnes, worth US$48.6 billion, the World Gold Council said.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…p-by-more-than-300pc.html


    grüsse
    auratico


    Warum sollten sie auch, das lässt man hinkünftig die Steuerzahler machen.


    Und was sich die Anleihehalter so ungefähr vorstellen, kann bei Chrysler sehen. Die Anleihen werden derzeit zu 15c auf den Dollar gehandelt, was ca. 1 Milliarde USD entspricht. Die Anleihehalter (JPMorgan und Citigroup natürlich) wollen aber 65c (!) und dazu obendrauf noch 40% Anteile an einer Nachfolgekonstruktion, wie auch immer die dann konkret ausfallen möge. Wenn diese Selbsbedienungsmentalität sich weiter durchsetzen kann, werden die Banken mit dem Geld der Steuerzahler mächtig billig einkaufen gehen, um ihnen später wieder die Aktien der "restrukturierten" Unternehmen (ohne oder mit wenig Pensions- und Gesundheitskosten) zum "Vermögensaufbau" anzudrehen. Die USA steuern auf Mussolinis faschistisches Bankenmodell zu, wenn die Leute dort nicht endlich aufwachen:


    On Monday the banks, led by JPMorgan Chase and Citigroup, rejected the administration’s plan outright, with some of the debtholders arguing that they would rather break up Chrysler and sell its assets — notably its Jeep brand — because they believed that they would receive more money selling the assets than they were being offered by the administration.


    In a plan submitted to the administration on Monday night, the debtholders insisted that they receive about 65 cents on the dollar, or about $4.5 billion, and roughly a 40 percent stake in whatever car company emerges as a re-engineered Chrysler.


    http://www.nytimes.com/2009/04…er.html?_r=1&ref=business


    grüsse
    auratico

    Man kann sich kaum vorstellen, dass die unglaublichen Sprachverdrehungen von Steinbrück nicht wahrgenommen werden. Der Bund übernehme keine Haftung, sondern "nur" eine Garantie. Nach fünfzehn Jahren irgendwann hebt dann die nachfolgende Generation von Politikern scheinbar unschuldig und neugierig wie Neugeborene den Deckel vom schleimigen Topf der Bad Bank hoch, in dem der ganze Mist so faul ist wie schon zu Beginn. Die Vorstellung ist wohl, diese Wahnidee funktioniere ähnlich wie eine Biomassekraftwerk.


    Wann endlich wird der Oeffentlichkeit einmal mitgeteilt, welche "strukturierten Papiere" da genau abgeschirmt werden sollen? Es würde ein Aufschrei durch die Massen gehen, vor denen man mit allen zur Verfügung stehenen Manipulationstechniken zu verschleiern sucht, dass die Ausfälle immens sein werden. Wäre dem nicht so, gäbe es diese Krise gar nicht und sie wäre nur ein schlechter Witz der Geschichte.

    "Eine Haftung des Bundes und zusätzliche Belastungen für den Steuerzahler werde es nicht geben, sagte der Minister.


    Der Bund trete nur als Garant auf. Die Frage, ob der Staat diese Garantieposition auch ausfüllen müsse, werde sich erst am Ende der Laufzeit der Wertpapiere beantworten lassen. Die betrage in der Regel 15 bis 20 Jahre, sagte der SPD-Politiker. "


    http://www.ftd.de/politik/deut…uro-einlagern/503219.html


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='auratico',
    Wenn es nicht nur ein Internet-Joke ist, sondern tatsächlich das durchgesickerte Ergebnis dieses ominösen Stresstests sein sollte, würde kein Stein mehr auf dem anderen bleiben

    .



    Auf die Schnelle ein wenig nachrecherchiert: die angebliche Quelle der obigen Meldung, Turner Radio, scheint höchst zweifelhaft. Das scheint irgendeine Ku Klux Klan-Quatschbude zu sein.


    In seinem Blog aufgefordert, den Stresstest zu veröffentlichen, sofern er ihn denn wirklich schon vorab habe, antwortet dieser gewisse Hal Turner:



    https://www.blogger.com/commen…771221485989&isPopup=true



    Ich glaube, das ist ein wichtigtuerischer Spinner. Diese Meldung kann man also wohl abhaken.


    grüsse


    auratico


    Inzwischen ist dieser Hal Turner mit seiner exklusiven Fake-Meldung weltweit in allen Medien. Mehr konnte er sich nicht wünschen. Als Mediencoup durchaus geglückt.


    Auch die FT kann nicht mehr umhin:


    http://www.ftd.de/boersen_maer…stest-Meldung/502712.html


    Nachfolgend etwas detaillierter dargestellt. Wenn es nicht nur ein Internet-Joke ist, sondern tatsächlich das durchgesickerte Ergebnis dieses ominösen Stresstests sein sollte, würde kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Andererseits: der Stresstest wird ja weitgehend von den betroffenen Banken selbst durchgeführt. Kaum vorstellbar, dass die zu solchen Ergebnissen kommen, wo sie doch gerade wieder die Lizenz zur Bilanzmärchenstunde erhalten haben:


    The Turner Radio Network has obtained the stress test results. They are very bad. The most salient points from the stress tests appear below.


    1) Of the top nineteen (19) banks in the nation, sixteen (16) are already technically insolvent.


    2) Of the 16 banks that are already technically insolvent, not even one can withstand any disruption of cash flow at all or any further deterioration in non-paying loans.


    3) If any two of the 16 insolvent banks go under, they will totally wipe out all remaining FDIC insurance funding.


    4) Of the top 19 banks in the nation, the top five (5) largest banks are under capitalized so dangerously, there is serious doubt about their ability to continue as ongoing businesses.


    5) Five large U.S. banks have credit exposure related to their derivatives trading that exceeds their capital, with four in particular - JPMorgan Chase, Goldman Sachs, HSBC Bank America and Citibank - taking especially large risks.


    6) Bank of America`s total credit exposure to derivatives was 179 percent of its risk-based capital; Citibank`s was 278 percent; JPMorgan Chase`s, 382 percent; and HSBC America`s, 550 percent. It gets even worse: Goldman Sachs began reporting as a commercial bank, revealing an alarming total credit exposure of 1,056 percent, or more than ten times its capital!


    7) Not only are there serious questions about whether or not JPMorgan Chase, Goldman Sachs,Citibank, Wells Fargo, Sun Trust Bank, HSBC Bank USA , can continue in business, more than 1,800 regional and smaller institutions are at risk of failure despite government bailouts!


    The debt crisis is much greater than the government has reported. The FDIC`s "Problem List" of troubled banks includes 252 institutions with assets of $159 billion. 1,816 banks and thrifts are at risk of failure, with total assets of $4.67 trillion, compared to 1,568 institutions, with $2.32 trillion in total assets in prior quarter.


    Put bluntly, the entire US Banking System is in complete and total collapse.



    Robert Barry


    Investment Advisor


    Worldsource Securities Inc.



    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='goldcore'. Goldman hat durch die einmalige Situation, die bei der Umwandlung von einer reinen Investmentbank hin zu einer Bank mit Lizenz als Geschäftsbank enstand, einen ganzen Monat gewonnen (Dezember 2008 ), der in keine Bilanz hinein muss aufgrund des unterschiedlichen Geschäftsjahresbeginns zwischen Investmentbank und Geschäftsbank. In dieses Dezemberloch hat man eben mal auf die Schnelle fast eine Milliarde bilanzunwirksame Verluste hineingeschrieben.


    Die Hälfte dieser Gewinne haben sie schon als Bonizahlungen zur Seite gelegt, deswegen wollen sie nun auch so rasch wie möglich aus dem TARP-Schema raus. Erfreulich an der Sache ist einzig, dass es diesmal private Investoren sind, die Goldman auf den Leim gehen und nicht schon wieder die zwangsverpflichteten Steuerzahler. Die Idee der Investoren ist zweifellos, dass die dominierende Position von Goldman Sachs nur noch grösser werden kann, sodass sie es immer irgendwie hinbekommen werden, zusammen mit JP Morgan Branchenprimus vor allem beim Informationsvorsprung zu bleiben. Die zuletzt erzielten Gewinne stammen mit grosser Wahrscheinlichkeit aus unzähligen Deals im Währungsbereich, wo man mit etwas Informationsvorsprung prächtig absahnen kann.
    Ausserdem haben sie nach dem Wegfall von Bear Stearns und Lehman wichtige Marktanteile im Brokergeschäft hinzubekommen, sodass hier schon ein einfacher Masseneffekt greift. Und dass sie auch bei der Buchhaltung die cleversten Köpfe sein dürften - davon geht ganz bestimmt jeder Beobachter aus.


    Goldman Sachs dominiert immer stärker mit grossem Vorsprung den Programmhandel, der sich deutlich ausweitet. Da dürften wahrscheinlich die grössten Gewinne in einem ansonsten zusammengefallenen Markt herkommen. Die Black Boxes machen mehr denn je - zumindest kurzfristig - die Kurse. Die anderen müssen mitziehen oder sitzen selbst mit im Boot.


    grüsse
    auratico

    Orlandini hält es für wahrscheinlich, dass der Goldpreis nochmals auf ca. 850 USD herunterkommt, ehe es zu einer spürbaren Erholung kommen kann. Ein zuletzt oft prognostizierter möglicher Rückgang auf ca. 650$ erscheint ihm, obwohl Deflationist, völlig unbegründet. An den Aktienmärkten erwartet er den Rückfall der jüngsten Rally ab ca. 17. 4 (was sich ungefähr mit Martin Armstrongs Prognosen decken würde):


    Gold:


    Everyone is busy talking about the coming inflation but these are the same people who never saw the present inflation on the horizon, so it really doesn't worry me that much. I don't see inflation. In fact I see increases in deflationary pressure and that really worries me. Nowhere is deflation more obvious than in the failure of gold's price to advance.


    A couple of days ago the price dipped below what had been strong support at 886.50 and has yet to recover. On Friday the June gold closed down 2.60 at 883.30 with an intraday low of 876.00. Two weeks ago it looked as if gold was ready to make a significant move as the HUI staged a major breakout to the upside and physical gold was in tow. Euphoria turned to despair and you could just see the Johnnie-come-lately's abandon ship. I know I've told you this before but a gold bull market is perhaps the most difficult bull market to invest in. The emotions reach extremes and that leads to unreasonable expectations as we hang on every tick of the price on our computer.


    The current leg up in gold began at 681.00 and ran without much interruption all the way up to 1007.70 before we saw a good reaction. The current counter trend move has retraced 43% of the rally in 34 sessions and will run up against stiff support at the 50% retracement coming in at 844.35. That is also quite close to the old historical high at 850.50 and should have everyone completely demoralized. Timewise this reaction could take another nine sessions to complete before we begin to head higher. Right now I see the flood of analysts projecting gold all the way down at 640.00 or even lower, but there is no basis for that line of reasoning. There is also absolutely no truth to the rumor that the bull market in gold is over. Paper assets are in bear markets, commodities are still in a secondary reaction to the downside, and that leaves gold, silver, and gold stocks as the only shelter in the storm. I am the first to admit that I don't like it when the price declines but I look at it as a gift. Gold is cheap at the 1981 price of 850.00 and that means that I have to buy since I search for value. That's the bottom line: gold is the only store of value right now.


    Aktien: We can see that the bear market began in October 2007 and, with the exception of the first reaction, no countertrend move has lasted more than thirty days. The current rally has now run twenty-two sessions and I have projected a possible end on Friday, April 17th based on past performance.


    http://www.gold-eagle.com/editorials_08/orlandini041309.html


    grüsse
    auratico

    Aber die Dinge scheinen sich zum Positiven zu wenden: Vorgesehene Wiedereinführung der 2007 gestrichenen "Uptick Rule":


    Vorerst einmal hat die Uptick Rule aber gar nicht primär mit nackten Leerverkäufen zu tun, sondern sie bezieht sich ganz allgemein auf den akzeptierten Zeitpunkt, an dem Leerverkäufe überhaupt gestattet werden, also unter einer solchen Regel, die in ähnlich volatilen Zeiten wie heute eingeführt wurde, nur nach einem -wie gering er auch sein mag - vorangegangenen Anstieg des Kurses. Sinclair ist der Überzeugung, dass es ab 2007 ohne diese Regel vor allem bei den Junior-Minen möglich war, diese über Wochen und Monate in Grund und Boden zu shorten, wobei dann noch nach dieser Einschätzung die offiziell ohnehin verbotene Praxis des nackten Leerverkaufens hinzukam. Wird sich diese Sicht der Dinge bald irgendeinmal beweisen lassen? Wäre nicht unwichtig.


    Andererseits hatte sich die Führung von Lehman kurz vor dem Kollaps plötzlich als armes Opfer von rücksichtslosen Leerverkäufern dargestellt. Als man dann aber den zuletzt noch an einem möglichen Kauf interessierten Koreanern Einblick in die Bücher gewährte, haben die Hals über Kopf das Weite gesucht. Die Shortverkäufer hatten den Zustand der Bank wohl äusserst realistisch eingeschätzt.


    grüsse
    auratico

    Noch etwas verhalten, aber immerhin merklich, mehren sich Artikel in den grösseren Mainstream-Wirtschaftsblättern, die sich mit der Möglichkeit eines Goldstandards auseinandersetzen. Heute z.B. in der englischen Financial Times. Interessant der Hinweis auf eine Zahl, die man bei UBS errechnet haben will. Demzufolge müsste der Goldpreis bei Wiedereinführung einer goldgedeckten Währung nur in USA auf über $ 6000 steigen, zusammen mit Japan, China und USA wären es dann mehr als $ 9000.
    Keine Ahnung, wie das errechnet wurde, aber interessant, dass es solche Szenarien inzwischen ausserhalb der Goldforen überhaupt öffentlich gibt:


    Of course, for the moment all this muttering about gold is simply wild speculation. Even if western leaders suddenly were to decide they wished to turn back the clock, the logistics of embracing a new gold standard would be mind-boggling. UBS, for example, calculates that the US reserves of gold are so small, relative to its monetary base, that a price above $6,000 an ounce would be needed to reintroduce a gold standard. To implement that standard in Japan, China and the US, the price would be more than $9,000. Moreover, right now few western governments have any motive to even entertain the debate, given that inflation may soon seem the least bad way to tackle the current overhang of debt.


    http://www.ft.com/cms/s/0/d29f…de-9a01-00144feabdc0.html


    @ Milly


    Der muslimischen Welt braucht man das nicht zweimal sagen. Die sind längst dabei, die Innenkuppeln ihrer Moscheen wieder mit dem alten Goldglanz zu versehen.
    In Samarkand sollen es 5 kg Blattgold gewesen sein für die Kuppel. Das Ergebnis ist absolut gelungen - siehe Anhang.


    grüsse
    auratico


    Wir sollten vielleicht nicht denken, alles hätte sich nur gegen uns verschworen. Es gibt auch objektive Gründe, z.B. eine wohl nachlassende Schmucknachfrage im Nahen Osten. Oder überhaupt "weiter nachlassende Solvenz". Wird hier leider immer abgestritten.


    Unbestreitbar befinden wir uns in einer Phase "weiter nachlassender Solvenz". Doch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die gebetsmühlenhaft wiederholte "Schmucknachfrage im Nahen Osten" nicht viel zu tun hat mit der Schmuckindustie europäischen Zuschnitts bzw. mit der Funktion von Goldschmuck im Westen. Im Nahen Osten und auch in Indien erfüllt Goldschmuck die Funktion, die hierzulande Anlagemünzen und Barren haben. Während man im Westen beim Erwerb eines goldhaltigen Schmuckstücks ( anders als im Osten zumeist natürlich aus minderwertigem Gold) 50% und mehr für die Arbeit und die Gewinnspanne des Juweliers bezahlt als für den zugrundeliegenden Rohstoff, ist das in Asien vollkommen umgekehrt. Die 5% - 10% Preisaufschlag auf den Rohwarenwert für den Juwelier entsprechen den bei uns kassierten Spreads der Edelmetallhändler. Die asiatische Schmucknachfrage ist also weitgehend als preisgünstig ästhetisierte Form der Wertanlage zu sehen, die zwei Funktionen gleichzeitig erfüllt. Wenn Indien (wie auch die Türkei) in den den letzten Wochen vom Importeur zum Nettoexporteur von Gold geworden ist, hat das im Grunde mit dem ganzen Schmuckgebrabbel nichts zu tun. Es bedeutet nur, dass die Leute mehr und mehr klamm sind. Die Funktion des Goldes ist aber hier wie dort die gleiche.


    Zitat

    Und im Unterschied zu Aktien, die gekauft und verkauft werden, kommt bei Gold ständig neue Masse in den Markt, die vom selbigen aufgesogen werden muß.


    Diesen Satz kann nicht nachvollziehen. Nichts ausser Zentralbankgeld vermehrt sich rascher als die Anzahl ausgegebener Aktien. Die Weltmeister in dieser Disziplin waren ja eben diverse Gold- und Silber-Juniors, die bestimmt zur Hälfte eine reine Spitzbubenbranche darstellen. Mit jedem kleinen Bohrungserfolg (und oft genug nicht einmal das) gingen Kapitalerhöhungen mit unmässiger Verwässerung einher. Die jährlich tasächlich neu hinzukommende Goldmenge hingegen ist bekanntlich recht leicht überschaubar.


    grüsse
    auratico

    Seit Tagen bereits will an der Comex keine Seele Gold physisch ausgeliefert haben. Ein ziemliches Trauerspiel ist das und natürlich ein Fressen für die Papiertiger. Ohne physische Nachfrage ist der (Papier)goldpreis leicht zu kontrollieren.
    Derzeit findet eigentlich nur in Europa und Asien ein nenneswerter physischer Handel statt.


    Diese 10956 starren einen nun schon seit drei Tagen unverändert an:


    TRADE DAY 04/08/2009 COMEX DELIVERY REPORT 04/08/2009 08:27:41


    TENDERED/ACCEPTANCES GC APR 09 SI APR 09 HG APR 09
    DEL ACC DEL ACC DEL ACC
    PRUDENTIAL BACHE COMODITIES, LLC 75 38
    NFI DIVISION OF NEWEDGE USA,LLC 0 1
    MF GLOBAL INC. 0 6
    RBC CAPITAL MARKETS CORPORATION 0 30
    TOTAL 75 75
    ===============================================================================================================================


    ===========================================================================================================================================
    CUMULATIVE NOTICES 10,956 327


    http://www.cmegroup.com/tradin…metals/files/delivery.pdf


    grüsse


    auratico

    Inmitten all des Geredes von Bodenbildung und möglicher Erholung platzt der zuletzt von den G 20-Regierungen doch so sehr aufgewertete IWF schon wieder mit einer eher unpassenden Meldung. Schlappe 4 Billionen $ (amerik. trillions) an Schrottpapieren ächzen noch in den Bilanzen vor allem amerikanischer Banken vor sich hin. Wann kommt endlich jemand und traut sich klipp und klar zu sagen, dass es hier einfach nicht mehr um wie auch immer geartete "assets" oder "notleidende Wertpapiere" geht, sondern schlicht und ergreifend um nichts anderes mehr als reine Verluste? Punktum. Und für diese gilt: Follow the money - die Spur führt wieder zurück zum Emittenten: USA


    Toxic debts could reach $4 trillion, IMF to warn


    Toxic debts racked up by banks and insurers could spiral to $4 trillion (£2.7 trillion), new forecasts from the International Monetary Fund (IMF) are set to suggest.


    The IMF said in January that it expected the deterioration in US-originated assets to reach $2.2 trillion by the end of next year, but it is understood to be looking at raising that to $3.1 trillion in its next assessment of the global economy, due to be published on April 21. In addition, it is likely to boost that total by $900 billion for toxic assets originated in Europe and Asia.


    http://business.timesonline.co…inance/article6047929.ece


    grüsse
    auratico

    @ Tollar


    Wie reagieren denn die Amis, wenn sie so etwas sehen und hören wie die unten verlinkte Sendung? Ich hätte nicht gedacht, dass derart akkurate, für jedermann verständliche Darstellungen des kriminellen Hintergrunds dieser "Finanzkrise" im US-Fernsehen alltäglich sind. Da muss ein Vorurteil korrigiert werden. Wer das als Wähler und Steuerzahler nach dem Rasenmähen und vor der Baseball-Übertragung sieht, kann doch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und das nächste Sixpack aufmachen!


    Dem Mann kann man nur alles Gute für seine körperliche Unversehrtheit wünschen:


    http://www.pbs.org/moyers/journal/04032009/watch.html


    grüsse
    auratico

    ...so der aufgeregte Jason Hommel über den Papiersilbermarkt.


    Aufregend ist das Verhältnis Papiersilber zu physischem Silber = 50 : 1 !!


    Besonders aufgeregt zeigt er sich über die Quelle seiner Informationen:


    http://www.bis.org/statistics/otcder/dt21c22a.pdf


    "In 10 years of reading and writing and searching, I've never known the numbers of paper silver in the OTC "Over the Counter" market until a reader informed me, just today."


    Diese frei erhätlichen Zahlen der BIS werden hier im Forum seit Jahr und Tag immer wieder mal mitgeteilt, wenn sie denn im Halbjahresrhythmus veröffentlicht werden. Für Hommel scheint das absolutes Neuland zu sein. Auch ist ihm wohl nicht aufgefallen, dass die Anzahl der Derivate ganz allgemein stark zugenommen hat. Silberderivate bilden da keine Ausnahme, sondern stehen hier im Verbund mit Gold und auch allen übrigen zuletzt stark angestiegenen Rohstoffderivaten, von der explodierenden Zahl der Währungs- und Zinsderivate ganz abgesehen. Nicht weiter verwunderlich in Zeiten hochvolatiler Währungsmärkte.


    Diese absoluten Zahlen sagen leider herzlich wenig aus, sofern ihre genaue Natur nicht bekannt ist (long, short, Zinsswap etc.) Aus einem starken Anstieg der OTC-Derivate mit irgendeinem Silberbezug als Basis einfach darauf zu schliessen, dass deren Charakter mit direkten Lieferverpflichtungen zu tun hätte, ist abwegig. Viel wahrscheinlicher ist - und das legen die Zahlen nahe -, dass ein Grossteil der neuen Silber- und übrigen OTC-Rohstoffderivate im Grunde Zinsswaps sind. Dies ist umso wahrscheinlicher, als die Gesamtzahl der Zinsderivate erheblich zugenommen hat bei gleichzeitigem relativem Abbau der hochgefährlich gewordenen CDS-Derivate. Wenn nach der Krise der CDS-Derivate nun auch die Zinsswaps in eine erhebliche Krise geraten sollten, würde eine solche natürlich auch die betreffenden Silberderivate betreffen - zusammen allerdings mit etlichen ähnlichen Derivaten, ohne dass dabei den auf Silber beruhenden Zinsderivaten, die z.B. nur auf den Leasingraten aufgesetzt sein können, irgendeine Sonderstellung zukäme.


    Ich warte darauf, dass endlich einmal jemand daherkommt und über die genaue Zusammensetzung der edelmetallbezogenen OTC-Derivate Bescheid weiss. Dazu aber müsste der gesamte OTC-Markt völlig transparent gemacht werden, was recht unwahrscheinlich bleibt.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Armstrong ist faszinierend mit seinen Aussagen, geradezu legendär; selbst Dr.Bandulet hat ihm kürzlich 7 Seiten seines G & M Intelligence gewidmet.


    Allerdings weisen seine Pamphlete immer auch die typischen Charakteristika von "Jail mail" auf - bis hin zu dem in der Gefängnisbibliothek in vielen Jahren vertieften historischen Übersichtswissen, das dann professoral ausgebreitet wird (bezeichnend dafür sind in früheren Ausgaben die vielen fehlerhaft zitierten lateinischen Passagen). Seine emphatische Verteidigung der offshore tax havens ist natürlich auch eine in eigener Sache.


    Und wenn er davon spricht, dass die Steuerbehörden die grossen Fische in Ruhe lassen, um dem kleinen Bürger den letzten Penny aus der Tasche zu ziehen, so trifft dieser weithin bekannte Umstand zumindest auf ihn selbst nicht zu, denn zusammen mit LTCM und Enron war sein eigener Fall damals einer der grösseren Finanzskandale der USA. Die Behauptung, dass die Hedge Fonds aus ihren Steueroasen heraus wesentliche Triebfedern für substanzielle Investitionen in die Realwirtschaft betreiben, fällt in die gleiche tendenziöse Richtung bzw. verschweigt einen anderen wesentlichen Aspekt dieses Gewerbes. Armstrong ist selbst einer der Pioniere der OTC-Derivate. Auch die absurde, beständige Gleichsetzung des gegenwärtigen kapitalistischen Finanzsystems (mitsamt seiner intakten Belohnungsstruktur für fremdfinanziertes Spekulationskapital) als vermeintliches Erbe von Karl Marx ist eher nervend denn erhellend.


    Bleibt auf der anderen Seite die Frage nach der Stichhaltigkeit seiner Wellen- und Zyklentheorie, in die ja so gut wie alles bereits Vorhandene ( Kontratieff, Elliott etc.) eingearbeitet sein soll. Diese Passagen sind, zumindest für mich, wesentlich interessanter als sein Auftritt als Grosshistoriker. Und da braucht man ja nur abzuwarten - der laufende April müsste in dieser Hinsicht aufschlussreich sein vor allem mit Blick auf den Goldpreis.


    Interessant auch ein anderer Wellentheoretiker, Ian Gordon, mit deflationärem Ausblick, der für Gold positiv gestimmt ist. Und zwar eben nicht als möglicher Inflationsschutz, sondern zunehmend als einzig verbleibendes monetäres Fluchtinvestment. Er sieht das ultimative Tief des DOW bei 1000 und davor durchaus noch etliche Bärenrallys:


    "There's a time to be in stocks and there's a time to be in gold. When you're in one, it's because the other doesn't work. In this kind of environment, the only thing that has ever made sense is gold, because people will be so scared of anything else."


    A bear's bear: We're only at beginning of collapse


    http://business.theglobeandmai…RGORDON02/TPStory/?query=


    grüsse
    auratico

    Sakura, Timing ist natürlich - wie immer - alles, und "langfristiges Investieren" ist zur Zeit ca. 1 Woche :P


    Schließlich verändern sich derzeit die Kurse in 1 Woche mehr als früher in einem Jahr.



    Ein gutes Beispiel dafür ist der jüngste Kursverlauf einiger "Sin Stocks", also vor allem die Aktien von Casinobetreibern in Las Vegas. Nachdem die meisten seit 2008 bis zu 90% verloren haben und dann lange seitwärts liefen, haben einige in den vergangenen drei Handelstagen gut 100% zugelegt. Hier wird eindeutig ein Boden der Rezession eingepreist. Deshalb sind solche Werte ein recht interessanter Indikator, weil sie die zukünftige Ausgabefreude der Klientel vorhersehen wollen, d.h. auch eine Bärenrally viel aggressiver und rascher angehen als Industriewerte.


    Als Beispiel MGM Mirage, die nachbörslich bis $ 5, 10 hochgegangen ist. Noch am 2. April war sie für $ 2.50 zu haben:


    http://finance.yahoo.com/echar…scale=on;source=undefined


    grüsse
    auratico


    passend dazu - wie man aus 100 Milliarden 5 Billionen macht. Gordon Brown ist der ultimative Alchemist:


    G20 - Lies, damned lies and Gordon Brown lies


    Gordon Brown has really surpassed himself in creative alchemy. He has turned $100 billion of G20 new commitments into $5 trillion of air!


    http://matterhornassetmanageme…es-and-gordon-brown-lies/

    Der IWF behauptet heute steif und fest, es seien keine Verkäufe über das bereits bestehende Goldverkaufsabkommen hinaus geplant. Dennoch kann man am heutigen Handelsgeschehen erkennen, dass es nach wie vor keine allzugrosse Schwierigkeit darstellt, den Goldpreis kräftig bei Bedarf nach unten zu drücken. An dieser Tatsache führt kein Wunschdenken vorbei, und das war bestimmt ein wesentlicher Teil der Übung. Bleibt die Frage, wie lange sich Gordon Brown seines kleines Triumphes wird freuen können.


    IMF says no talks on selling more gold than already announced



    The International Monetary Fund said there have been no talks about selling more gold than the 403.3 metric tons proposed a year ago.


    Leaders from the Group of 20 said yesterday that revenue from previously proposed IMF gold sales will be used to help the worlds poorest countries.


    The IMFs board approved a proposal in April 2008 to sell 403.3 tons of bullion as part of a plan to close the Washington-based lenders annual deficit.


    "The gold sales are part of what we have already announced a year ago," IMF spokesman Bill Murray said by phone today from London. There have been no talks about additional sales and the proposal is subject to US Congressional approval, he said.


    decision to sell gold requires the backing of 85 per cent of the IMFs executive board, and the board representative from the US needs the approval of Congress to vote in favor of any sales, according to the bank.


    G-20 leaders said they will use the IMF gold sales to help provide poor countries with 6 billion dollar over the next two to three years.



    http://profit.ndtv.com/2009/04…o-talks-on-selling-m.html


    Nicht zu unterschätzen ist auch die psychologisch geschickte Formulierung bzgl. Gold beim Gipfel von London: die Entwicklungsländer bekommen nicht direkt die "kostbaren" selbsgeschaffenen Dollars und wieder herbeigezauberten Sonderziehungsrechte, sondern man wird in die Asservatenkammer gehen und das olle, nutzlose Gold abstauben und die Verkaufserlöse dann scheibchenweise nach Afrika weiterreichen. So entsteht, natürlich uneingestanden, eine psychologische Hierarchie. Heute zumal hat das eindeutig gewirkt. Man sehe sich nur den Kursverfall beim HUI an.



    grüsse
    auratico