Beiträge von auratico

    @ Bundschuh


    Überspringe doch die englischsprachigen Teile einfach, wenn du mit der Lektüre Schwierigkeiten hast. All diese - oft wichtigen - Zitate und Artikel zu übersetzen, ist völlig unmöglich. Aber gerade das kanadische Forumsmitglied bulionbulls liefert ja immer eine automatisch erstellte deutsche Übersetzung seiner Beiträge mit. Ich allerdings kann das nicht lesen, weil es einem dabei, sofern man sich ein Minimum an Sprachgefühl erhalten hat, "die Grausbirne aufstellt", wie man bei euch in Österreich sagen würde.


    Zurück zum Thema - leider ist auch diesmal etwas Englisch von Vorteil.


    Hier rupft ein Angestellter der Deutschen Bank mit seinem Arbeitgeber, mit dem er allerdings in einen Rechtsstreit verwickelt ist, ein Hühnchen.
    Er verweist darauf, dass gerade im Bereich der gewaltigen Geschäftsabschlüsse mit Gewerbeimmobilien in den letzten Jahren jedes Risikodenken verlorenging, weil man sich vollkommen darauf verlassen hatte, dass ohnehin jedes Geschäft per Derivat abgesichert war - bei AIG zumeist.
    Nochmals zur Erinnerung: allein die vom US-Steuerzahler an die Deutsche Bank überwiesene Summe von 12 Milliarden $ aufgrund der Zahlungsunfähigkeit von AIG entsprach - vor der jüngsten Kursrally - schon mehr als der halben Börsenkapitalisierung der Deutschen Bank:


    In general, my colleagues are hard-working, decent people, but the system of incentives encourages people to take risks. I have seen honest, high-integrity people lose themselves in this cowboy culture, because more risk-taking generally means better pay. Bizarrely, this risk comes with virtually no liability, and this system of O.P.M. (Other People’s Money) insures that the firm absorbs any losses from bad trades.


    As these losses have grown, taxpayers are being forced to absorb these losses. As an example, my firm recently received nearly $12 billion from American International Group (which has effectively been nationalized with $180 billion in taxpayer funds). Essentially, every American household sent my firm a check for $105. The reason for this payment: my firm bought credit default swaps from A.I.G. In plain-speak, we bought unregulated “insurance” from A.I.G. to cover losses from bad trades. What did taxpayers get in return?


    Nothing. Taxpayers simply paid an I.O.U. triggered by our gambling losses. (Note: This $12 billion payment was more than 50 percent of our market capitalization at the time of its disclosure).


    http://zerohedge.blogspot.com/


    grüsse
    auratico


    Consider the parameters and 'methodology' (for lack of a better word). First, the supposed “stress” in this “test” (where it was announced in advance that no bank could “fail”) consisted of economic parameters which were better than the best-case scenario for the U.S. economy. In other words, there was zero “stress” in this “test”...[/url]


    Good analysis as usual, bullionbulls. Take for example the estimated worst case scenario for defaults of the so called prime mortgage loans (not the infamous subprime sector!) as assumed by this cozy stress-test. It lies between 3.5 and 4 pc. If we have a look at the latest alarming data coming out of Fannie Mae as they are reporting just another whopping loss, it can be seen that this estimated maximum default rate has already almost been reached by now. This would mean that they frankly assume that basically all of the stress in the housing sector has already happened. In fact, this so called stress-test assumes a bottom already reached and not a real stress scenario of any kind as far as the future repayment capabilities of US home buyers are concerned.


    And, of course, I would be very curious to know which have been the parameters for potential future losses stemming from commercial real estate, the demise of which has just begun.


    regards


    auratico

    Zitat

    quote='LongDongSilver'
    Mich würde es nicht wundern wenn es kräftig nach oben geht. Man könnte den Stresstest-Deal auch so auslegen, dass die Banken ihre Macht eindrucksvoll demonstriert haben.


    Interessanter Gedanke! Es geht hier schliesslich für alle direkt Beteiligten mehr um die Festschreibung der Meinungshochheit als um ehrliches Zahlenwerk. Wenn es dem Finanzsektor weiterhin gelingen sollte, die Überprüfungsorgane massregeln zu können anstatt umgekehrt, besitzen sie, wie auch schon zuvor, freies Geleit beim fantasievollen und willkürlichen Umgang mit Bilanzen und Risiken.


    Aber angesichts der Tatsache, dass die überprüfende FED ja keinesfalls eine unabhängige Institution ist, sondern sich selbst im Besitz der zu überprüfenden Kandidaten befindet, könnte es auch - wieder einmal - ein abgekartetes Spiel sein: die FED zeigt öffentlichkeitswirksam die Krallen und macht auf übervorsichtig, der Bankensektor hingegen beweist seine trotz Krise verbliebene "Stärke" durch Aufmüpfigkeit und fordert erfolgreich Korrekturen ein. Das veröffentlichte Ergebnis ist dann ein Kompromiss nach der weit verbreiteten Volksmeinung, dass die Wahrheit ohnehin meistens irgendwo in der Mitte zu finden sei.


    grüsse


    auratico

    Wie soll so eine Behoerde da erst mit dem mittlerweile groessten Finanzinstitut der USA fertigwerden, zumal man motivierte Generalstaatsanwaelte ganz einfach ausschalten kann.


    Wenn man Euch - wahrscheinlich sehr jungen - Kerlen so zuhört, könnte man ja noch den letzten verbliebenen Rest an Hoffnung aufgeben !


    Aber der hier ist doch ein Guter, wenngleich leider wegen einer läppischen Weibergeschichte aus dem Amt getrieben. Immerhin hat die Sache sofort Wirkung gezeigt und Friedman, zugegeben nicht ein wirklicher big shot, musste postwendend zurücktreten:


    Fed Dread
    The New York Fed is the most powerful financial institution you've never heard of. Look who's running it.
    By Eliot Spitzer


    The kerfuffle about current New York Federal Reserve Bank Chairman Stephen Friedman's purchase of some Goldman stock while the Fed was involved in reviewing major decisions about Goldman's future—well-covered by the Wall Street Journal here and here—raises a fundamental question about Wall Street's corruption. Just as the millions in AIG bonuses obscured the much more significant issue of the $70 billion-plus in conduit payments authorized by the N.Y. Fed to AIG's counterparties, the small issue of Friedman's stock purchase raises very serious issues about the competence and composition of the Federal Reserve of New York, which is the most powerful financial institution most Americans know nothing about.


    http://www.slate.com/id/2217811/


    Heute auf Deutsch:


    Big Business in Amerika
    Ein Gold-Mann verfängt sich im politischen Netz
    Von Norbert Kuls, New York


    http://www.faz.net/s/RubEC1ACF…Tpl~Ecommon~Scontent.html



    grüsse
    auratico

    Es wäre interessant zu wissen, welche wahre Agenda Kassandra-Roubini eigentlich auf dem Radar hat. Letztes Jahr hat er seinem geschätzten Mitarbeiter Larry Summers noch 157.000 $ Gehalt bezahlt.


    Eigentlich nicht allzuschwer zu erkennen - Roubini soll Geithner aus der Schusslinie nehmen und dessen Schrottaufkaufprogramm wissenschaftlich nobilitieren und sie als eine Art Volksanleihe propagieren.


    Habe ich es mir doch gedacht! Roubini als vermeintlich neutraler Crashprophet fern der Institutionen, der die Finanzkrise korrekt vorausgesagt hat und nun ein publizistischer Superstar ist, spielt in Wahrheit das Sprachrohr für Geithners geplante Schrottverwertung toxischer Wertschriften. So läuft der Hase:


    One thing we learned years ago working at the Fed of New York, the senior man never talks to the media and never goes to the meeting. Maybe our friend Nouriel Roubini could whisper this into Secretary Geithner's ear next time they spend quality time. We hear from the Big Media, BTW, that Tim Geithner's growing corps of handlers directs media inquiries to Roubini for "an objective view" of the Secretary's handling of the financial crisis. One Democrat asks: Could it be Larry Summers to the Fed, Roubini to the White House?


    http://us1.institutionalriskan…/pub/IRAstory.asp?tag=358


    grüsse
    auratico

    Der Derivate-Markt hat schon Blueten getrieben, da wurden Produkte auf den Markt gebracht, mit denen man auf den Bankrott ganzer Staedte und sogar Staatshaushalte ganzer Laender wetten kann. Gut denkbar, dass da mit zweifelhaften Geschaeften sogar nachgeholfen wurde. Die Justiz ist da eigentlich fehl am Platze, denn unser Rechts- und Wirtschafstsystem hat diese Dinge ja alle legalisiert. Wuerde mich nicht wundern, wenn solche Ermittlungen in Sande verlaufen und die Opfer fuer diesen "Enteignungsversuch" letztendlich als Strafe sogar noch draufzahlen muessen.


    Nochmals, Tollar, mit dieser Einschätzung dürftest du falsch liegen, zumindest hoffe ich dies. Es geht erst jetzt langsam los mit der juristischen Durchleuchtung all dieser "legalen" Derivatedeals der vergangenen Jahre. Dies ist eine der wichtigsten, weil endlich in die öffentlichkeit gelangenden Komponenten derAufarbeitung und strafrechtlichen Vefolgung dieses fälschlicherweise bislang nur als Kollateralschaden der Finanzkrise angesehenen Finanzverbrechertums. Leider aber hat man andererseits z.B. der Bank of America schon Straffreiheit zugesagt, wenn sie sich kooperativ zeigt. Was für ein korrupter Haufen!


    Have a look:


    JPMorgan May Be Sued by SEC Over Alabama Bond Deals



    By Martin Z. Braun and William Selway


    May 8 (Bloomberg) -- JPMorgan Chase & Co., the biggest U.S. bank by market value, says it may be sued for violating federal securities laws for selling fixed-income financing that helped push Alabama’s most-populous county to the brink of bankruptcy.


    The potential sanctions by the U.S. Securities and Exchange Commission, disclosed yesterday in two sentences of a 162-page quarterly regulatory filing, relate to a series of bond and interest-rate swap sales in 2002 and 2003 for sewers in Jefferson County, which covers about 1,125 square miles including Birmingham, the state’s largest city with more than 240,000 residents.


    Since credit markets seized up in 2007, Jefferson County’s annual sewer debt payment more than doubled.


    At least seven banks and insurers, including Charlotte, North Carolina-based Bank of America Corp. and UBS AG of Zurich, have received so-called Wells Notices saying they may be sued by the SEC in conjunction with an investigation into bid rigging or collusion in the sale municipal derivatives. Other institutions that have received notices from the SEC, such as Wachovia Corp., have since been taken over by other banks.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aMbZibnvqg8U&refer=home


    grüsse
    auratico

    Nein, meint dieser Autor und liefert einen entsprechenden Chart mit. Jede bisherige Knappheit während der letzten Monate habe nur Münzen und kleine Barrengrössen betroffen. Gold in den massgeblichen Grössenordnungen war und ist ständig ohne jeden Engpass erhältlich:


    Is COMEX Running Out of Gold?


    The chart clearly shows the amount of gold in the COMEX warehouses vs. long positions is at all time highs. In fact, during Q4 2008 the percentage of stocks vs. long positions hit a 5 year high. This occurred while the financial markets were melting down and demand for physical gold was surging. While there have been shortages of coins and small bars the availability of large bars has actually increased as a percentage of long positions.


    http://seekingalpha.com/articl…comex-running-out-of-gold


    grüsse
    auratico

    Die Chinesen werden immer deutlicher in ihren Befürchtungen bzgl. eines Zusammenbruchs der Bondmärkte angesichts des uferlosen Quantitive Easing durch die westlichen Staaten. Noch nennen sie es einigermassen diplomatisch Konsolidierung, doch in der Sache sieht es anders aus. Sie erkennen Inflation als das, was es ist, nämlich ein monetäres Phänomen. Immer deutlicher zeigt sich, auch durch den wieder steigenden Ölpreis, dass die jüngste Aktienrally im Grunde nur die aufziehende Inflation widerspiegelt und nicht eine konjunkturelle Erholung. China kauft nun schon seit Monaten immer weniger neue Bonds - ohne freilich die bereits erworbenen abzustossen und damit den Dollar umstandslos in die Hölle zu schicken - und setzt stattdessen die grosse Einkaufstour mit Rohstofflieferabkommen, direkten Beteiligungen an Rohstoffunternehmen etc. fort:


    China fears bond crisis as it slams quantitative easing


    China has given its clearest warning to date that emergency monetary stimulus by Western governments risks setting off worldwide inflation and undermining global bond markets.


    "A policy mistake made by some major central bank may bring inflation risks to the whole world," said the People's Central Bank in its quarterly report.


    "As more and more economies are adopting unconventional monetary policies, such as quantitative easing (QE), major currencies' devaluation risks may rise," it said. The bank fears a "big consolidation" in the bond markets, clearly anxious that interest yields will surge as western states try to exit their QE experiment.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…-quantitative-easing.html


    grüsse


    auratico


    Edit:


    Hier noch ein interessanter Artikel eines chinesischen Autors zum Thema:


    China is aware it must become independent from the dollar at some point. Its recent decision to turn Shanghai into a financial centre by 2020 reflects its anxiety over relying on the dollar system. The US will not pay attention to something so distant. However, if global stagflation takes hold, as I expect it to, it will force China to accelerate reforms to float its currency and create a single, independent and market-based financial system. When that happens, the dollar will collapse.


    http://www.ft.com/cms/s/0/46db…de-8cfe-00144feabdc0.html

    Hallo auratico, genau das möchte ich nicht.
    Gruss, zhuzhu99


    War nur eine Anregung u.a. zur Revitalisierung der Minenberichterstattung hier im Forum.


    Inzwischen gucken offensichtlich wieder mehrere Leute auf Northgate. So z.B heute die "hauseigene" Abteilung von goldseiten.de:


    Northgate - intakte Aufwärtsbewegung
    Das kanadische Minenunternehmen Northgate Minerals Corp. verlor im Zuge des schwächelnden Edelmetallgesamtmarktes während der vergangenen 12 Monate - wie kann es auch anders ein - kräftig an Wert. Obwohl aus charttechnischer Betrachtung die Aktie bereits ab Mai 2007 erste Signale für eine sich ausdehnende Korrekturbewegung lieferte. Hintergrund dieser Signale waren die sich damals abzeichnenden Fächerbewegungen der Aufwärtstrendlinien, welche insbesondere ab Mai 2007 für eben diese Trendwende sprachen. Weitere Bestätigung fand sich aufgrund des deutlichen Durchbruchs durch die Unterstützungslinie bei 2,90 Dollar während der Monate Juni und Juli 2008.



    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=10475


    grüsse
    auratico

    - einige grosse Banken eigentlich insolvent
    http://online.wsj.com/article/…1175584985.html#printMode


    Es wäre interessant zu wissen, welche wahre Agenda Kassandra-Roubini eigentlich auf dem Radar hat. Letztes Jahr hat er seinem geschätzten Mitarbeiter Larry Summers noch 157.000 $ Gehalt bezahlt.


    Eigentlich nicht allzuschwer zu erkennen - Roubini soll Geithner aus der Schusslinie nehmen und dessen Schrottaufkaufprogramm wissenschaftlich nobilitieren und sie als eine Art Volksanleihe propagieren:


    "First, while Treasury Secretary Timothy Geithner's public-private investment program (PPIP) to purchase financial firms' assets is not particularly popular, we hope the government doesn't give up on it. True, the program offers cheap financing and free leverage to institutional investors, which will lead to the investors overpaying for the assets. But it does promote price discovery and remove the assets from the bank's balance sheets -- necessary conditions to move forward.


    And to minimize the cost to taxpayers, banks must not be allowed to cherry-pick which legacy assets to sell. All the risky loans and securities banks were never meant to hold should be on the block. With enough investors participating in the PPIP program, the prices of the assets should be competitive, and there should be no issue of fairness raised by the banks."


    grüsse
    auratico

    Mein Tip vor Monaten war ist heute Quadra Mining, die sprengt mittlerweile mein Depot !!!
    Gruss, zhuzhu99


    zhuzhu99


    Wenn du diesen Wert als Aktionär ohnehin verfolgst, könntest du vielleicht bei Gelegenheit hier einmal einen eigenen Thread dazu aufmachen ?
    Ich bin mir noch nicht so recht darüber im Klaren, ob die von Quadra vorangetriebene Finanzierungmethode der "Bought Deals", die ja nun seit Kurzem der letzte Schrei im Minenbusiness ist, nachhaltige Vorteile bringt. Wenn du darüber etwas weisst, wäre dies bestimmt für etliche hier interessant, die sich trotz der herben Rückschläge im vergangenen Jahr nach wie mit Minenwerten befassen. Bei Quadra scheint es trotz der erheblichen Verwässerung bisher sehr gut funktioniert zu haben. Man wird sehr aufpassen müssen, welche Broker bei solchen "Bought Deals" die Finger mit im Spiel haben. Hochinteressant daran ist, dass man damit die Banken weitgehend umgehen kann.


    Ein Halbsatz noch zu Northgate: Diese Aktie wurde einst von dem damals noch sehr einflussreichen US-Börsenclown Jim Cramer mächtig gepusht und hatte darauf dann einen schönen Höhenflug. Aber natürlich waren die Zuseher seiner Sendung mit ihren schwachen Händen eine allzuleichte Beute für die lauernden Shortseller, die der Sache bald wieder den Garaus gemacht haben.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man
    Mutig, denn eine Vorhersage, wann der $ kollabiert,--- und er wird es --- ist nahezu unmöglich.


    Andererseits hat Martin Armstrong Juni als einen so wichtigen Monat für die Weltwirtschaft und Gold prophezeit.


    @ Edel


    Weisst du eigentlich etwas Genaueres über Armstrongs Sicht auf den Dollar? Seine Äusserungen zu DOW und Gold habe ich gelesen, doch gibt es auch ähnlich detaillierte Anmerkungen zum USD?


    Für den Dow sagt er bekanntlich ein Absinken auf 4 200 voraus nach Ende der derzeitigen Rally, und das sollte ihm zufolge noch bis Juli geschehen.


    Wer Schwierigkeiten hat mit der mühsamen Lektüre seiner typographierten Memos aus dem Knast - es gibt sein Buch über den dem Crash von 1929 vorausgehenden Bullenmarkt im Internet. Das hätte Bernanke besser mal gelesen:


    http://www.scribd.com/doc/3932…-History-Martin-Armstrong


    grüsse
    auratico

    Gerüchteweise war/ist Northgate eines jener mittelgrossen Minenunternehmen, das in den letzten Monaten mit am stärksten von aggressiven Shortsellern und nackten Leerverkäufen attackiert wurde.
    Der Kurs rutschte zeitweilig trotz überzeugender Produktionszahlen ins Nirwana. Nun aber zeigt sich seit einiger Zeit eine interessante Gegenbewegung. Ich hatte sie schon mal 2006 und bin nun zumindest wieder interessiert und beobachte die Sache. Heute hat sie in einem allgemein freundlichen Umfeld gleich einen Satz nach oben um 10% gemacht.
    Interessant ist die Sache auch insofern, als es ja bald deutlich verschärfte Regeln bzgl. Shortselling geben wird.
    Zur Erinnerung:


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aFM9Gu7lm6W8&refer=home



    grüsse
    auratico


    My own recent reading on China revealed that their consumers are CURRENTLY increasing consumption of domestic “brands”. However, it is the natural progression of all economies with growing wealth (and “spending power”) that they develop a greater and greater “appetite” for QUALITY, imported goods.


    @ bullionbulls


    Do you have similar data coming out of China like those quoted in the article linked below? This is quite impressing, if true. China´s rural folks seem to be on a spending spree unseen before and the banks are lending like never before:


    Unlike U.S. and European consumers, China’s consumers are spending. China’s retail sales for January and February jumped 15.2 percent overall, with urban sales up 14.4 percent and rural sales up 17 percent.


    Total first-quarter retail sales jumped 15 percent in the urban areas and 17 percent in the rural countryside. Auto sales for March surged an amazing 27.2 percent!


    Unlike U.S. and European banks, China’s banks are lending. In fact, new lending in China has surged more than 600 percent from a year ago, with March lending exceeding $277 billion.


    http://www.moneyandmarkets.com…s-china-asia-gold-3-33487


    grüsse/regards


    auratico

    Die Justiz ist da eigentlich fehl am Platze, denn unser Rechts- und Wirtschafstsystem hat diese Dinge ja alle legalisiert. Wuerde mich nicht wundern, wenn solche Ermittlungen in Sande verlaufen und die Opfer fuer diesen "Enteignungsversuch" letztendlich als Strafe sogar noch draufzahlen muessen.


    Das sehe ich anders, wenn auch verhalten. Gerade durch die hochgradige Verwicklung von zahllosen öffentlichen Gesellschaften und kommunaler Träger in das in Europa unglaublich ausgeweitete Derivategeschäft könnte eine hartnäckige juristische Aufarbeitung sehr viel zur Klärung der Sachlage beitragen. In Italien hat man nun erstmals Nägel mit Köpfen gemacht. Dies mag voreilig bzw. ohne Prozess auch nur vorübergehend sein. Bisher jedoch sind die Prozesse um die Derivatgeschäfte in erster Instanz immer zugunsten der Emittenten entschieden worden. Man wird abwarten müssen, ob dies weiterhin so bleiben wird.


    Im Falle des spektakulären Verlustes, den die österreichischen Staatsbahnen mit Derivaten der Deutschen Bank erlitten haben, geht die Sache nun in die nächste Instanz - und das, nachdem man jetzt in Italien einen Präzedenzfall gesetzt hat. Nachweislich hatten die Richter in Österreich keine Ahnung von der Materie und haben - was durchaus nachvollziehbar ist - deshab einfach vor allem eine Reihe von Gutachtern aufmarschieren lassen und bei jeder Gelegenheit betont, wie schwierig die gesamte Sachlage für die Richter sei. Na und? Die Rechtmässigkeit dieser Riesendeals steht keinesfalls schon von vornherein fest. Dies nun juristisch zu klären ist absolut notwendig, denn entscheidend werden viele Details sein, die die Herren Banker möglicherweise verschwiegen haben. Man wird sehen. Wichtig bleibt, dass diese Seite des "Global Economic Collapse" in die Öffentlichkeit gerät und dort auch bleibt und nicht als bloss zufälliger Kollateralschaden schnell abgebucht wird, wie das vor allem die beteiligten deutschen Banken mit ihren starken Lobbygruppen vorzugaukeln versuchen.


    Derivatives Hit Austrian Railroad With Record Loss
    2009-04-29
    By Zoe Schneeweiss


    April 29 (Bloomberg) — OeBB-Holding AG, Austria’s state- owned railroad company, reported a record 966 million-euro ($1.3 billion) loss after writing down the value of derivatives that went awry.


    OeBB’s 2008 loss compared with a profit of 42.4 million euros a year earlier after the company wrote down the entire 613 million-euro notional value of synthetic collateralized debt obligations. The Vienna-based company, which bought the contracts from Deutsche Bank AG in 2005 and 2006, is appealing a February court ruling dismissing a claim that the lender didn’t disclose the risks associated with the derivatives.


    State-owned companies and local authorities from Germany to Italy reported more than 1.13 billion euros of losses on derivatives that allow buyers to speculate or protect against risk, leaving taxpayers to pick up the tab.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=agr8OZvrLXsE&refer=home


    grüsse
    auratico

    Wenn das Schule machen sollte, müssen sich die Derivatekönige warm anziehen - In Mailand hat die Polizei auf richterlichen Befehl kurzerhand erhebliche Vermögenswerte der üblichen Verdächtigen aus dem Derivatedschungel (selbstverständlich inklusive Depfa Bank der HRE, die bei keinem Flop fehlen darf) beschlagnahmt. Dies wäre von entscheidender Bedeutung, sollte es europaweit zu ähnlichen Entscheidungen kommen. Denn hierzulande haben sich die Gerichte bisher immer die Ansicht der Deutschen Bank zu eigen gemacht, die behauptete, man habe die Kunden, Kommunen zumeist, ausreichend über die Risiken der diversen Zinsswaps aufgeklärt.


    Die Italiener gehen dabei ungewohnt resolut vor und haben sogar direkt die Bankmanager angeklagt und Häuser beschlagnahmt. Das sollte sich die deutsche Justiz einmal genauer ansehen - schliesslich wurde dieser Derivateschrott überall in der EU aufgelegt, damit Joe auf seine heissgeliebte 25% Eigenkapitalrendite kommen konnte:


    Italien friert Vermögen von Banken ein


    Mit betrügerischen Mitteln sollen ausländische Banken die Stadt Mailand um 100 Millionen Euro geprellt haben. Im Zuge ihrer Ermittlungen greifen die italienischen Staatsanwälte nun zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sie haben Aktien, Immobilien und Konten im Wert von insgesamt 340 Mio. Euro eingefroren. Auch die Deutsche Bank ist betroffen.


    MAILAND. Im Zuge der Untersuchung des Verkaufs von Derivaten an die Stadt Mailand haben die italienischen Staatsanwälte zu einem ungewöhnlichen Mittel gegen Banken gegriffen: Sie haben Aktien, Immobilien und Konten im Wert von insgesamt 340 Mio. Euro eingefroren. Betroffen sind vier ausländische Banken: Deutsche Bank, UBS, JP Morgan und Depfa Bank.


    Nicht nur den Banken hat die Staatsanwaltschaft Vermögenswerte eingefroren. Im Zuge der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft bereits zwölf Bankmanager und zwei Gemeindemitarbeiter beschuldigt, deren Häuser ebenfalls beschlagnahmt worden sind.


    http://www.handelsblatt.com/un…en-von-banken-ein;2257934


    grüsse
    auratico

    Ein wilder gegenseitiger Verklagungswettkampf findet derzeit statt zwischen JPMorgan und der übriggebliebenen Holding von Washington Mutual.


    Hiess es bis vor einigen Tagen:


    JPMorgan sues Washington Mutual over $13 billion case


    http://www.reuters.com/article/ousiv/idUSTRE52O3IB20090325


    So wird jetzt sofort zurückgeschossen mit pikanten Details, wie sie hoffentlich noch in zahlreicher Form an die Öffentlichkeit geraten werden. Die WaMu Holding behauptet, ihr stünden noch 4 Milliarden zu aus Konten der von JP Morgan für nur 1, 9 Milliarden übernommenen Washington Mutual Bank:


    Washington Mutual Sues JPMorgan To Recover $4 Billion In Deposits

    WaMu has had enough and has filed a suit against JPM, trying to recover its $4 billion in deposits. WaMu, claims the money is being held by its former subsidiary, Washington Mutual Bank, which JPMorgan bought for $1.9 billion last year (not a bad deal if we may say so ourselves: you buy $1 for less than 50 cents on the follar, with the FDIC guaranteeing any potential losses on the transaction). Seattle-based Washington Mutual has been trying to recover the money since filing for bankruptcy in September.


    JPMorgan has declined to return the money, saying it may have a claim on the funds itself and that it cannot give Washington Mutual the money without receiving a so-called set-off right from the bankruptcy court, according to court papers filed by WaMu. The set-off would ensure JPMorgan is paid for any claims it has against WaMu.


    http://zerohedge.blogspot.com/



    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='bullionbulls',
    Auratico, regarding your question on China, yes, the numbers DO “add up”.


    I did not ask a question but gave an answer myself to a question posed by user "tollar".


    Zitat

    Regarding the concern expressed about Germany's economy, perhaps I am naïve as an “outsider”? However, it would seem to me that the most important adjustment which Germany must make is to simply find NEW trade partners – who actually have the money to PAY for Germany's products. Naturally this means Asia, and especially China.


    Germany, as a strongly export oriented economy, already does have strong trading relations with China. The export volume into the USA even before the utter outbreak of the current crisis has come down to a mere 10pc of Germany´s total export volume. This used to be quite different some 15 years ago.


    The big problem at stake is the sheer over-indebtedness of many of Germany´s trading partners, with China being the notable exception. Add to this fact the huge excess capacities that have been built up in sectors like the German car industry and the huge corporate debts and so the outlook remains quite grim. German companies usually are refinancing their debts directly via bank loans and not so much with corporate bonds or the issuing of stock. Most of the formerly strong mid-size companies in Germany, its true economic backbone, are not stock listed and totally dependent on direct loans coming from banks. The other big trading partners of Germány in the last decade have been the emerging economies of Eastern Europe after the downfall of the communist governments. Also there we are now confronted with a wall of debt. Surrounded by an empire of debt, it remains a huge task to find solvent clients. In the meantime, the German government itself is pushing up the fiscal debts to levels unseen before in order to cope with the rising costs of an extremely expensive welfare budget.


    I agree with your thoughts regarding the bubble in US bonds. But it still makes a difference if you can print the so called world reserve currency. Please note that the last sale of German short term bonds came under heavy pressure, a situation not seen for decades. At the same time US bonds are still selling well despite all the grim underlying economic facts. It looks very much like a beauty contest in a lepracy colony.


    regards


    auratico

    Dirk Müller:


    "Die in der letzten großen Lageeinschätzung vom 19.03. beschriebene Bärenmarktrally hat sich wie erwartet bis nach Ostern weiterentwickelt. Nach aller Wahrscheinlichkeit (Sie wissen, Garantien gibt es an der Börse nicht) liegt diese Bärenmarktrally nun in den letzten Zügen. Vielleicht zieht es sich noch einige Tage, vieles deutet jedoch darauf hin, dass es in den nächsten Tagen wieder auf den Weg Richtung Süden geht.


    Diese Bärenmarktrally hatte es in sich - es war der vehementeste Anstieg seit 1938 - , und das erkennen inzwischen auch jene, die sie geschickt inszeniert hatten. Also trennen sie sich nun dankbar von den zuletzt erworbenen Aktien. Und zwar in einem ähnlichen Ausmass wie 2007, als die Aktienmärkte ihr Top ausbildeten. Man nennt diese Leute bekanntlich Insider.


    Danke, es hat uns sehr gefreut:


    Insider Selling Jumps to Highest Level Since ‘07 as Stocks Gain


    By Michael Tsang and Eric Martin


    April 24 (Bloomberg) -- Executives and insiders at U.S. companies are taking advantage of the steepest stock market gains since 1938 to unload shares at the fastest pace since the start of the bear market.


    ... While the Standard & Poor’s 500 Index climbed 26 percent from a 12-year low on March 9, CEOs, directors and senior officers at U.S. companies sold $353 million of equities this month, or 8.3 times more than they bought, data compiled by Washington Service, a Bethesda, Maryland-based research firm, show. That’s a warning sign because insiders usually have more information about their companies’ prospects than anyone else, according to William Stone at PNC Financial Services Group Inc.


    “They should know more than outsiders would, so you could take it as a signal that there is something wrong if they’re selling,” said Stone, chief investment strategist at PNC’s wealth management unit, which oversees $110 billion in Philadelphia.


    Insiders from New York Stock Exchange-listed companies sold $8.32 worth of stock for every dollar bought in the first three weeks of April, according to Washington Service, which analyzes stock transactions of corporate insiders for more than 500 mostly institutional clients.


    That’s the fastest rate of selling since October 2007, when U.S. stocks peaked and the 17-month bear market that wiped out more than half the market value of U.S. companies began.


    http://www.bloomberg.com/apps/…sarchive&sid=arl3VgxA0FAA


    grüsse


    auratico

    Chinas Exporte sind um 20% runter, trotzdem soll das GDP der Chinesen 6%+ wachsen in 2009. Nun machten die Exporte Chinas zuletzt 40% am GDP aus, gewichtet muesste die Wirtschaft Chians also in den restlichen Bereichen um 23% wachsen. Entweder brummt es wirklich dermassen in China oder die GDP-Zahlen sind falsch. Kann mir das jemand erklaeren ?


    In der gegenwärtigen Situation ist jede realistische Wachstumsprognose nahezu unmöglich, und das gilt natürlich auch für die chinesische Wirtschaft. Dennoch liegt die Erklärung für deren relativ strammes Wachstum trotz Krise auf der Hand und erklärt sich zum einen durch drastisch gefallene Rohstoffpreise, die für Chinas Wirtschaft von elementarer Bedeutung sind. Wenn Öl- und Stahlpreise um die Hälfte zurückgehen, kann das einen Rückgang der Exporte um 20% in einem nicht unerheblichen Maß abfedern. Zum anderen brummt das dortige "Konjunkturpaket", anders als in den westlichen Industrieländern mit ihren lächerlichen Abwrackprämien, schon längst auf Hochtouren. Nach wie vor gibt es in China unendlich viele Infrastrukturprojekte, die langfristig sinnvoll sind und nun eben vorgezogen werden.


    grüsse
    auratico