Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    Wenn man nicht die Indices, wie den HUI oder XAU traden will.


    Hab ich jetzt aber erstmalig ab HUI 165 gemacht und bin froh damit. Werde auch bald verkaufen und wieder abwarten. In der Vergangenheit : immer brav und gierig alle saftigen Gewinne bei Einzeltiteln mitgenommen (was richtig war), aber auch fast alle Verlustminen weiter - bis heute - behalten (was freilich falsch war). Dadurch insgesamt nur relativ geringe Verluste, aber auch das Gefühl vergeblicher Mühe und, neben mangelndem Spielraum, auch für die Zukunft die Erkenntnis gewonnen, nur noch minimale Verluste zu akzeptieren. Die Gebühren beim berühmten "Hin und Her macht Taschen leer" sind lächerlich - zumindest bei dem, was ich zeitweise drinnen hatte - im Vergleich zu den aberwitzigen Verlustmöglichkeiten, wenn man den Karren einfach laufen lässt. Edel handelt wohl schon lange so bedächtig, wie es scheint. Ich hingegen muss heute manchmal darüber schmunzeln, wenn es hier bei uns damals im Forum oft hiess: wenn der Standard- Aktienmarkt abkackt, werden auch die Minenwerte erstmal kurzzeitig betroffen sein, aber da muss man dann durch. Denkste! Raus und an die Seitenlinie und Abwarten heisst dann die Devise. Wer die ersten und letzten 20% eines Aufschwungs kassiert, interessiert mich heute nicht mehr. Mir reicht die Spanne dazwischen bei den Minen vollends. Da wird jetzt in Zukunft darauf hingearbeitet. Vom Physischen wurde noch nie eine Unze abgegeben. Bei Minenwerten geht das nicht, niemals.


    grüsse
    auratico

    Sind Edelmetallaktien Käse? Wie eben immer ist alles eine Frage des richtigen Timing. Seit dem Tiefststand bei 150 Ende Oktober hat der HUI in einem ansonsten desaströsen Aktienumfeld inzwischen um 100% zugelegt.
    Also nicht mehr einfach grosso modo über die Minenwerte schimpfen (gell, Milly), sondern zum richtigen Zeitpunkt rein und raus und Gewinne sichern. Was interessieren da die oft geringen Dividenden?
    Nur das ist die hohe Schule, die sauschwere, die zu meistern erstrebenswert wäre und worauf man sich als Mineninvestor und Beobachter der Finanzmärkte dann ein klein wenig etwas einbilden dürfte. Der Rest ist rhetorische Beschäftigungstherapie...


    grüsse
    auratico

    Sie mal einer an - Hugo hat seine (Noch)-Freunde aus Ecuador über Kreditausfallderivate abgesichert, und zwar mit einem ganz ausgefuchsten Produkt: "First-to-default-baskets". Nun brennt der Laden.
    Vielleicht sind es ja pikanterweise gar die " komplexen strukturierten Produkte " (vulgo Derivatenmüll) aus sozialistischer Manufaktur, die den längst fälligen Zusammenbruch dieses gesamten Schrotthaufens aus CDS-Derivaten in unfreiwilliger Kumpanei begleiten werden. Interessant daran ist auch, dass selbst Chavez gar keinen Cash für den Kauf von Anleihen seiner Kumpels in die Hände genommen hat, sondern in bester Wall Street-Manier nur mit Ausfallsrisiken handelt:


    Der Zahlungsausfall Ecuadors könnte Venezuela hart treffen. Laut den Analysten von Barclays Capital zeichnete die venezolanische Regierung unter Hugo Chávez strukturierte Produkte auf die Anleihen Ecuadors. Die mögliche Folge: Verluste von rund 400 Mio. $. "Im Falle eines Zahlungsausfalls wird Chávez der größte Gläubiger von Ecuador sein", schrieb Barclays-Capital-Experte Alejandro Grisanti in einem Researchbericht.


    Bei den strukturierten Produkten handelt es sich konkret um "First-to-default-baskets". Das Finanzinstrument funktioniert wie ein Kreditderivat (Credit Default Swap, CDS): Der CDS-Verkäufer bietet dem Käufer einen Versicherungsschutz und muss bei Zahlungsausfall eine bestimmte Summe bezahlen. Im Gegenzug erhält er dann die Papiere, die er versichert hat. Grisanti schätzte ursprünglich das Risiko für Venezuela auf 800 Mio. $, halbierte die Summe dann aber nach Gesprächen mit Vertretern des venezolanischen Finanzministeriums.


    http://www.ftd.de/politik/inte…editderivaten/452227.html


    grüsse


    auratico

    Der Zahlungsausfall Ecuadors könnte Venezuela hart treffen. Laut den Analysten von Barclays Capital zeichnete die venezolanische Regierung unter Hugo Chávez strukturierte Produkte auf die Anleihen Ecuadors. Die mögliche Folge: Verluste von rund 400 Mio. $. "Im Falle eines Zahlungsausfalls wird Chávez der größte Gläubiger von Ecuador sein", schrieb Barclays-Capital-Experte Alejandro Grisanti in einem Researchbericht.


    Bei den strukturierten Produkten handelt es sich konkret um "First-to-default-baskets". Das Finanzinstrument funktioniert wie ein Kreditderivat (Credit Default Swap, CDS): Der CDS-Verkäufer bietet dem Käufer einen Versicherungsschutz und muss bei Zahlungsausfall eine bestimmte Summe bezahlen. Im Gegenzug erhält er dann die Papiere, die er versichert hat. Grisanti schätzte ursprünglich das Risiko für Venezuela auf 800 Mio. $, halbierte die Summe dann aber nach Gesprächen mit Vertretern des venezolanischen Finanzministeriums.


    Einseitiger Zahlungsausfall

    Der Zahlungsausfall Ecuadors könnte Venezuela hart treffen. Laut den Analysten von Barclays Capital zeichnete die venezolanische Regierung unter Hugo Chávez strukturierte Produkte auf die Anleihen Ecuadors. Die mögliche Folge: Verluste von rund 400 Mio. $. "Im Falle eines Zahlungsausfalls wird Chávez der größte Gläubiger von Ecuador sein", schrieb Barclays-Capital-Experte Alejandro Grisanti in einem Researchbericht.


    Bei den strukturierten Produkten handelt es sich konkret um "First-to-default-baskets". Das Finanzinstrument funktioniert wie ein Kreditderivat (Credit Default Swap, CDS): Der CDS-Verkäufer bietet dem Käufer einen Versicherungsschutz und muss bei Zahlungsausfall eine bestimmte Summe bezahlen. Im Gegenzug erhält er dann die Papiere, die er versichert hat. Grisanti schätzte ursprünglich das Risiko für Venezuela auf 800 Mio. $, halbierte die Summe dann aber nach Gesprächen mit Vertretern des venezolanischen Finanzministeriums.


    Einseitiger Zahlungsausfall

    Absolut köstlich: Bernard Madoff erklärt uns in diesem Videomitschnitt von 2007 das Finanzsystem, so wie er es sieht, eine Nachhilfestunde vom Feinsten:


    - "Wenn einer proftieren soll, muss man einen anderen rupfen."


    - " In dem heutigen regulatorischen Umfeld gibt es praktisch gar keine Möglichkeit mehr für einen Betrug. Es ist unmöglich, dass so etwas nicht entdeckt würde etc. etc."


    Noch besser die Einleitung des Moderators, der Bernies Mitarbeiter (man beachte den ahnungsvollen Gesichtsausdruck!) vorstellt als jemand, der per automatisiertem Handelssystem dafür Sorge trage, dass den Kunden stets ausreichende Liquiditätsflüsse garantiert werden.
    Oder der Moderator sagt: "Ich war neulich bei Ihnen in der Firma, und es ist ein erstaunlich ruhiger Ort..." Herrlich!


    http://www.youtube.com/watch?v=auSfaavHDXQ


    grüsse
    auratico

    Sind das schon die Panik-Käufe des vermeintlichen "Big Money", das von Mr. Madoff jahrelang verarscht wurde und nun die Hosen voll und von den Hedge Fonds genug hat? Alle Edelmetalle schiessen im frühen Handel hoch, der USD wird erstmal kräftig abverkauft. Das wird interessant im europäischen und US-Handel, weil ansonsten in Asien keine wirklich wichtigen Impulse gesetzt werden.


    http://www.gold-eagle.com/intra-daykit.html


    grüsse
    auratico

    Nachdem die Rohstoffexperten von Goldman Sachs ihre Ölpreisprognosen von $ 200 auf $ 45 heruntergeschraubt haben, hat man nun auch im Edelmetallbüro die Köpfe zusammengesteckt. Und diese Prognose kann sich nun wirklich sehen lassen - mutig, fundiert und doch auch sehr aussagekräftig: die Dreimonatsprognose wurde von $ 690 auf $ 700 angehoben. Wenn sie sich da mal nur nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt haben:


    LONDON (REUTERS) -
    Goldman Sachs (GS.N) said it is raising its near-term gold and silver forecasts on expectations for a weaker dollar, and as interest in the precious metal as a haven from risk continues to underpin prices.
    The bank said it has raised its three-month gold forecast to $700 an ounce from $690, its six-month price view to $785 from $730 and its 12-month forecast to $795 from $710.


    grüsse


    auratico

    Vielleicht zu wenig beachtet hier auf dem Festland in den vergangenen Wochen: Der Goldpreis in Grossbritannien ist auf Rekordhöhe, ebenso die Verkaufszahlen:


    Gold price hits record high for British investors


    The plunging value of the pound has seen the sterling price of gold climb by more than 33pc over the past year to a record £552 an ounce.


    Last month the World Gold Council said demand for gold had reached an all-time quarterly record of $32bn between July and September as investors around the world sought refuge from the financial meltdown. This was 45pc higher than the previous record in the second quarter of 2008.


    BullionVault said the number of British investors choosing to own gold through its service had risen by more than 130pc.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…or-British-investors.html


    grüsse
    auratico

    Das war zwar zu erwarten, aber man muss es eben gerade deswegen genau verfolgen, zumal die deutsche Wirtschaftspresse hier immer noch schläft:


    Die Summe der von den US-Banken in die sog. "level 3"-Kategorie verschobenen, unverkäuflichen Vermögenswerte steigt weiterhin steil an und erreicht nun die Summe von USD 610 Milliarden. Wichtig dabei ist, dass all diese Zahlen auf reinen Schätzungen der Banken selbst beruhen, weil es ja überhaupt keinen Markt mehr für die diversen Buchstabensuppeninvestments à la CDO, ABS etc. mehr gibt. Also lässt man der Phantasie in den back offices freien Lauf bei der Bewertung.


    Sehr anzunehmen ist, dass man dann ab 2009 wieder Stück für Stück mit Abschreibungen weitermachen muss, während im Moment versucht wird, die ohnehin völlig zerrupften Bilanzen für 2008 noch notdürftig vor Schlimmerem zu bewahren. Es ist natürlich der gleiche toxische Papiermüll, den sich auch die deutschen Landesbanken in schier unfassbaren Mengen aufgeladen haben, und er überschreitet die Marktkapitalisierung der gebeutelten Banken inzwischen bei Weitem.


    Es wäre verrückt anzunehmen, angesichts dieser Schieflagen würden sich die Banken auch nur einen Cent freilwillig leihen, wenn jede von ihnen solche Mengen an Leichen im Keller verborgen hält. Dazu müssten sie wahrscheinlich zuvor erst mit einem Geldregen der Zentralbanken überschwemmt werden, der die bisherigen Riesensummen im Nachhinein wie Peanuts erscheinen lassen - oder eben jede noch so kleine Transaktion würde zur Gänze durch eine staatliche Verrechnungsstelle garantiert, wie sie derzeit in Deutschland durch die Presse geistert.


    Financial groups’ problem assets hit $610bn


    Published: December 10 2008 23:32 | Last updated: December 10 2008 23:32


    The biggest US financial institutions reported a sharp increase to $610bn in so-called hard-to-value assets during the third quarter, raising concerns about the hidden dangers on balance sheets.


    So-called level-three assets, classified as hard to value and hard to sell, rose 15.5 per cent from the second quarter, according to analysis by the Market, Credit and Risk Strategies group of Standard & Poor’s.


    http://www.ft.com/cms/s/0/0627…07658.html?nclick_check=1


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    So etwa, was immer noch nicht die Frage klärt. Fundamental, vom Verschuldungsgrad her, müßte der $ schwächer sein, ist meine Überzeugung.


    Das, Edel, führe mal bitte etwas deutlicher aus.Inzwischen ist sonnenklar geworden, dass der Verschuldungsgrad der Banken (angeführt von den deutschen Landesbanken) und der sogenannten Realwirtschaft in der Eurozone noch viel höher ist als in USA, schlichtweg aberwitzig hoch.


    Die private Verschuldung hingegen mag in Deutschland und Frankreich und Italien merklich unter dem US-Niveau liegen, nicht aber in Ländern wie Spanien und schon gar nicht in den völlig an der Eurozone hängenden Ländern Osteuropas, wohin die meisten Kredite der letzten Jahre geflossen sind und woraus sich die Exportstärke der letzten Jahre massgeblich ergab - in Österreich z.B. sind gut 80% des BIP im Osten kreditiert. Das begreifen die meisten US-Goldschreiberlinge mit ihrem verfrühten Abgesang auf den USD nicht bzw. sie wissen es einfach nicht. Bei den Staatsschulden greift im Moment die Rettungsfunktion des USD als globaler Reservewährung und Last Resort. Es gibt keine andere Papierwährung, die hier in die Bresche springen könnte, schon gar nicht der €.


    Die relative Dollarstärke gegen andere Währungen ( alles über USDX 80) kann viel länger andauern als die meisten Schlauberger glauben. Interessant ist nur noch, was das Gold in diesem Zusammenhang macht. Der halbwegs schöne Goldkurs in € ergibt sich einzig und allein aus der relativen Stärke des USD. Seien wir ehrlich: als Goldhalter in Europa wünschen wir uns einen Dollar stärker als den Euro und Gold als allmählich - und dann eruptiv - über diesen Fiat-Währungen präsidierendes Korrektiv. Die enormen Verschuldungsmöglichkeiten weit über den "gesunden Menschenverstand" hinaus, die eine global akzeptierte Reservewährung wie der USD bietet, sind doch nicht erst seit den jüngsten Verwerfungen virulent. Solange in Deutschland als der mantrahaft so bezeichneten stärksten Wirtschaft in der Eurozone jede popelige Landesbank mit 50 Milliarden € in den Miesen steht, sollte man sich nicht nur rituell an der US-Verschuldung ergötzen. Bei uns läuft die Verschuldung nur über andere Strukturen ab - Eine Familie mit 10 Jahren Hartz IV- Bezügen (wie hier in Berlin omnipräsent) und ein privater Suprime Loan eines Geringverdieners in USA sind nicht so weit von einander entfernt.


    grüsse


    auratico

    Wie sich die Abläufe wiederholen... Goldman Sachs als ehemals grosse Adresse im Verkauf von Suprime-Hypothekenanleihen hatte diese bekanntlich selbst geshortet und dennoch fleissig weiter an Kunden weiterverkauft, obwohl sie selbst längst ausgestiegen waren. Nun raten sie zum Kauf von Ausfallsderivaten auf US-Kommunal - und Länderanleihen, an deren Verbriefung sie seit Jahren selbst beteiligt sind.


    Inzwischen sind die Spreads tüchtig angestiegen, und während alle Welt weiterhin wie besessen T-Bills (und wahrscheinlich bald auch die geplante Kreation "F-Bills "der Fed) kauft, steigt und steigt derweil das Ausfallsrisiko bei den Anleihen der einzelnen Bundestaaten innerhalb der USA.
    Die Politiker sind natürlich schwer verärgert, doch das ist Goldman Sachs egal und Paulson als Finanzminister in einigen Wochen Geschichte. Sie wollen wie üblich in allen Richtungen Kohle machen, jetzt erst recht:


    Dec. 10 (Bloomberg) -- Goldman Sachs Group Inc., one of the top five U.S. municipal bond underwriters, is angering politicians and public-finance officials in New Jersey, Wisconsin, California and Florida by recommending that investors purchase credit-default swaps to bet against 11 states’ debt.


    Bets against public debt, once unheard of on bonds considered safe enough for retirees, have soared as the National Conference of State Legislatures projects recession-fueled budget crises will cause $97 billion of shortfalls nationwide over the next 18 to 24 months.


    It’s “disturbing” to advise investors to bet against the financial health of a state whose bonds Goldman helps sell, Assemblyman Gary S. Schaer, a Democrat who chairs the Financial Institutions and Insurance Committee, said last week in a letter to Chief Executive Officer Lloyd C. Blankfein.


    http://www.bloomberg.com/apps/…V.yzTCNw&refer=govt_bonds


    grüsse
    auratico

    Nobelpreisträger Joe Stiglitz in der amerikanischen Vanity Fair-Ausgabe vom Januar 2009 mit einer Generalabrechnung der "Capitalist Fools".


    Die entscheidenden Stufen:


    1) Reagan setzt Alan Greenspan als Fed- Chef ein.


    2) Abschaffung des Glass-Steagall Acts (= freie Fahrt für Investmentbanken) und kultische Beteuerung der Selbstregulierung


    3) Steuersenkungen für Reiche, Grossunternehmen und Spekulanten


    4) Zu langes Ignorieren von massiven Buchhaltungstricks und exzessive Vergütungsschemata mit falschem Anreizcharakter


    5) Das hastige Schnüren von enormen Rettungspaketen, ohne sich um die wahren Ursachen der ökonomischen Verwerfungen zu bekümmern


    Quelle: The Economic Crisis
    Capitalist Fools


    http://www.vanityfair.com/magazine/2009/01/stiglitz200901


    grüsse


    auratico


    PS: das angehängte Bild von Kate Winslet als Deneuve-Double befindet sich auf der selben Internet-Seite rechts, sozusagen als Kompensation für all den täglichen Wahnsinn. Irgendwann kann man die Visagen von Paulson & Co ja nicht mehr aushalten...


    Mit was will Super Obama eigentlich das Konjunkturprogramm finanzieren, wenn schon die Fed um Geld bettelt?


    Im Moment sieht die Lage aber noch umgekehrt aus. Es sind die Anleger, die sich darum raufen, bei der US-Regierung (und bald auch bei der Fed ? ) Geld anlegen zu dürfen, sodass zum ersten Mal ,seit überhaupt Anleihen begeben wurden (1929), die Nominalrenditen negativ geworden sind, d.h. die Anleger nehmen sogar einen Verlust in Kauf, nur um ihr Geld - zumindest über die Jahreswende - dort im neuen Stall von Bethlehem unterstellen zu dürfen. So gewaltig ist inzwischen der Vertrauensverlust in den privaten Bankensektor geworden, dass man zumindest unter dem Weihnachtsbaum nicht von einer weiteren Pleite überrascht werden möchte.


    Kein Wunder, wenn man sich die neuesten Nachrichten vom Skandalversicherer AIG ansieht - bis vor kurzem die grösste Versicherungsgesellschaft der USA. Da fehlen nun trotz des irrsinnigen staatlichen Rettungspaketes von 150 Milliarden $ nochmals 10 Milliarden. Diese sind nicht durch das Rettungspaket gedeckt, weil es Verluste aus reinen Derivatwetten ohne jedes Collateral sind - und das bei einer Versicherungsgesellschaft! Nicht verwundern kann mehr, dass die Spur auch hier wieder zu Goldman Sachs führt:



    AIG's problem: The rescue plan calls for a company funded largely by the Federal Reserve to buy about $65 billion in troubled CDO securities underlying the credit-default swaps that AIG had written, so as to free AIG from its obligations under those contracts. But there are no actual securities backing the speculative positions that the insurer is losing money on. Instead, these bets were made on the performance of pools of mortgage assets and corporate debt, and AIG now finds itself in a position of having to raise funds to pay off its partners because those assets have fallen significantly in value...


    Some of AIG's speculative bets were tied to a group of collateralized debt obligations named "Abacus," created by Goldman Sachs.


    Quelle: AIG Faces $10 Billion in Losses on Bad Bets


    http://online.wsj.com/article/SB122887203792493481.html


    grüsse


    auratico

    ... wird endlich gut. Die Zielgerade bei den US-Staatsanleihen ist erreicht. Just in dem Moment, da die Fed plant, sogar erstmals in der Geschichte eigene Anleihen herauszugeben, fällt die Rendite der US-Kurzläufer über 28 Tage auf Null. Durch das gewaltige Interesse im Handelsverlauf wurde die Rendite sogar noch negativ.
    Auch das hat es noch nie gegeben. Hier bietet selbst die Matratze noch bessere Bedingungen.


    grüsse
    auratico

    Die Gerüchteküche brodelt wieder einmal - Gold hat ja auch einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert.
    Diesmal: Heute noch kommt Gold-Weihnachtsgeschenk aus Italien auf den Markt, satte 3000 t.


    Verkündet der IWF am 10.12.08 den Verkauf von 3.000 Tonnen Gold ?


    Quelle: Der Goldreport 09-12-2008


    Gerücht: Massive Goldverkäufe in dieser Woche!


    ... haben wir aber auch ein anderes Gerücht aufgeschnappt, das aufgrund der Quelle nicht zu unterschätzen ist. Michael Bolser, ein Physiker und sehr kritischer Analyst der weltweiten Märkte kam mit erschreckend konkreten Aussagen über geplante Goldverkäufe des IWF (Internationaler Währungsfonds) an die Öffentlichkeit.


    Sicherlich sind solche Gerüchte nicht immer ernst zu nehmen, doch in den vergangenen Jahren trafen seine Analysen immer ziemlich genau ein und er analysiert gerade den Goldsektor sehr genau.


    Laut seinen Aussagen soll der IWF morgen, am 10.12.2008 den Verkauf von 3.000 Tonnen Gold bekanntgeben. Doch Bolser ist kein Goldgegner, sondern ein Verfechter für Gold und er beschäftigt sich seit Jahren mit den Manipulationen der Märkte durch die Regierungen.


    grüsse


    auratico

    Zusammengenommen werden an den fernöstlichen Terminbörsen inzwischen mehr Goldkontrakte gehandelt als an der Comex. Wenn man einmal davon ausgeht (leider ohne die Zahlen zu haben), dass die durchschnittliche Auslieferungsquote der asiatischen Kontrakte deutlich höher liegt als es bis vor Kurzem noch an der Comex der Fall war, könnte von hier aus im Laufe der Zeit noch weiterer Druck auf eine Papierbörse wie die Comex entstehen.
    Die Vorliebe der Asiaten für physisches Gold stellen die Verkaufzahlen dort seit Jahren immer wieder unter Beweis. Aber mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit sind auch die Kontrakte viel näher an der Lieferung als im Westen. Ein fernöstlicher Terminhändler muss jederzeit mit Auslieferungsforderungen rechnen.


    Asia beats US in gold futures trading



    Tuesday, December 09, 2008 (New Delhi)


    Asia, which accounts for 60 per cent of the world gold imports, has overtaken the US in gold futures trading, with Mumbai and Shanghai exchanges growing rapidly, leading trade magazine Futures Industry has reported.


    According to the latest edition of the US-based magazine, data from the first eight months of this year show that the combined volumes in gold futures trading at exchanges in Shanghai, Tokyo, Taiwan and Mumbai reached 49.8 million contracts, far ahead of the 34.3 million contracts traded in the US.


    "From January through August this year, seven of the top 10 gold contracts in the world were Asian," it said, adding that much of that growth was in Mumbai and Shanghai.


    Volume on Shanghai was 17,831,455 contracts, while on Multi-Commodity Exchange (MCX) in Mumbai it was 13,709,106 contracts and on Tokyo 10,840,658 contracts.


    http://profit.ndtv.com/2008/12…s-US-in-gold-futures.html


    grüsse
    auratico

    Die Reaktionen auf Feketes Backwardation-Artikel vom 4. Dezember wollen nicht mehr abreissen. Er hat da schon ein brisantes Schlangennest aufgeschreckt, aber nun häufen sich eben auch die Einwände.
    Der vielgelesene Dennis Gartman vom gleichnamigen "Gartman Letter" (lag mit seinen Aussagen zur Goldpreisentwicklung allerdings schon häufiger superprominent daneben) bringt eine andere Erklärung ins Spiel für die jüngst züngelnden Backwardation-Ereignisse. Ähnlich wie auch Tom Szabo erklärt er er diese kurzzeitigen "Ausreisser" aus dem Contango mit den sich überschlagenden Zinssenkungen bzw. die Erwartung weiterer Zinsschritte. Während bei Gold, im Unterschied zu volumengrossen Rohstoffen, die Lagerkosten aufgrund der hohen Dichte/ des Preises nur eine verhältnismässig geringe Rolle auf die Future-Preise haben, ist das in Bezug auf die Zinsfrage bei der Goldleihe natürlich ganz anders. Gegen Null tendierende Zinsen beeinflussen die Terminkontrakte. Gartmann sieht hier wohl nur kurzzeitige Arbitrage-Verwirrungen am Werk, die sich wieder einpendeln, wenn alle Zinsfaktoren in die jeweiligen Kontrakte eingepreist sind.


    The gold backwardation theory


    Posted by Izabella Kaminska on Dec 09 15:22



    It certainly sounds like the talk of conspiracy theorists. Could it really be as bad as all that? As an interesting aside, even Gideon Rachman writes in the FT today about how, for the first time in his life, he sees as plausible the formation of some sort of world government.


    But before you rush out to stock up on tinned goods, there is, of course, a more muted explanation for gold backwardation out there too. The gold bugs have misinterpreted all says Dennis Gartman, of the Gartman Letter:


    Normally, we would join them in their enthusiasm for the backwardation if we were talking about soybeans, or cotton, or sugar or crude; but in the case of gold, we are far less given to this sort of enthusiasm, for the “Bugs” are misinterpreting what is happening there.


    Simply put, o/n funding rates are so low, with the o/n fed funds rate as effectively near zero as it can get, that there are strange distortions taking place in gold lending operations. The “Bugs” want very badly to see collusion and manipulation and intervention and all sorts of mischief taking place in the gold market. Instead, we see rather boring, inordinately prosaic interest rate arbitrage taking place and little else. Yes, there are shortages of gold coins in the market, and yes the spot/1st and even to the 2nd future gold future is backwardated, but this is hardly the stuff of manipulation and central bank intervention. We would counsel everyone to take a deep breath; to sit down and count to ten. The “Bugs” won’t, however, for the air is ripe with visions of manipulation rather than sugar plums and St. Nick!


    So there you go, no need to panic at all.


    http://ftalphaville.ft.com/


    Der zitierte FT-Artikel über eine denkbare "Weltregierung": http://www.ft.com/cms/s/0/7a03…07658.html?nclick_check=1


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote Edel Man


    Hier noch jemand, der sich mit dem inzwischen populären Aertikel von Fekete --sehr ausführlich-- auseinandersetzt


    Und hier gleich noch jemand - wenn das so weitergeht, kann man bald einen eigenen "Backwardation-Thread eröffnen.
    Hier gibt´s zur Abwechslung innerhalb der apokalyptischen Grundstimmung wieder mal etwas Trost für die Halter von Goldminenaktien, allerdings mit Verweis auf die bekannten Vorgänge aus der Vergangenheit (Homestake Mining):


    THE BACKWARDIZATION OF GOLD
    AND THE UPWARDIZATION OF GOLD AND SILVER PRICES


    Those fortunate enough to attend the final session of Gold Standard University Live in Canberra, Australia (attendees from Europe, North America, South Africa, Asia as well as Australia and New Zealand), heard Professor Antal E. Fekete explain the origin and significance of trading the basis with respect to gold and silver.


    Professor Fekete recently posted his article, Red Alert: Gold Backwardization!!!, in which he alerted readers that for the first time in history the cash price of gold is higher than the nearest futures price, indicating that buyers value the present physical possession of gold more highly than future possession.


    Professor Fekete stated that when gold recently moved into backwardization on December 2nd, a historical line had been crossed, a line which signified whether or not the present system could be saved. Now, according to Professor Fekete, with gold in backwardization, it cannot.


    While the war between paper money and gold and silver is still being waged, according to Professor Fekete the outcome is no longer in doubt as the present system is now beyond redemption. This has profound implications for the future price of gold and silver and for gold mining shares.


    In the last Great Depression, the shares of Homestake Mining, the world's largest gold mine, went from $4.19 in 1929 to $495 in 1935, paying a $56 dividend that year. In the coming depression, gold and gold mining shares should do just as well - and, after the onset of the depression, just imagine what they will do during hyperinflation.


    THE COMING CAPITULATION OF PAPER


    Physical gold and silver, whether in hand or in the ground will be the last refuge for the trillions of dollars still invested in paper assets. With an estimated $27 trillion of wealth already lost this year, the day is coming when the last believers in paper assets will finally look to gold and silver to preserve their dwindling wealth.


    But when that day comes, those owning monetary metals will not exchange their gold and silver for paper money at any price, i.e. permanent backwardization; and the last believers in paper assets will be stuck with now worthless government issued coupons which previously had passed for money.


    The recent historic backwardization of gold is a clear indication that sometime in the future a state of permanent backwardization will occur - and on that day, the world will finally be free from the tyrannical slavery of central bank induced indebtedness.


    http://www.321gold.com/editorials/schoon/schoon120808.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    [quote='Minos',
    Wir sind dicht dran, das sit schon richtig! Wie alt ist Fekete? :D[/quote]


    Wikipedia: Antal E. Fekete was born in Budapest, Hungary, in 1932. He graduated from the Loránt Eötvös University of Budapest in mathematics in 1955. He left Hungary in 1956.


    Fekete's contribution to the development of economic thought is his Theory on the Formation and Origin of Interest, on Hoarding and on Speculation. By merging the Time Preference Theory on the Origin of Interest with the Productivity of Capital, resulting in what he calls a Hexagonal Model, Fekete maintains that economic thinking has been enriched, since the above has been missing in both Austrian and traditional economic thought.


    Professor Fekete has several points of criticism against mainstream economics, the main being that equilibrium models are not fitting for a highly non-linear world.


    His contribution to the science of mathematics is his development of stepnumbers, a number system using infinitely many numbers most economically, the opposite of the binary number system.


    http://en.wikipedia.org/wiki/Antal_E._Fekete


    Inzwischen versuchen sich auch andere Fekete-Schüler an apokalyptischen Szenarios, die in etwa so klingen wie die Prognosen von Leap 2020, nur noch wesentlich härter, ohne jede Chance für Europa, aus diesen Verwerfungen merklich besser herauszukommen als die USA -z.B. Fekete-Schüler Krassimir Petrov in Verbindung mit einem osteuropäischen Edelmetallhändler:


    The Initial Phase – Financial Crisis


    Unfortunately, the depth and length of the crisis are currently being discounted. At the moment, the crisis is in its initial phases. What is taking place only has affected mostly the financial sector; there has been only a minimal effect on the real economy. However, at the latest by next year, the second phase of the crisis will begin, with spillover effects into the economy. In 2009, the weakness of the global economy will become central.


    The Second Phase – Economic Crisis


    The lack of money becomes evident in the second phase of the crisis – the financial crisis is replaced by an economic crisis, triggering massive bankruptcies that would spread globally in a chain reaction. In the second stage of the crisis, unemployment will begin to grow along with the wave of bankruptcies. The final quarter of 2008 is only the beginning. Remember that in 1931-1932, the unemployment rate in the USA was 20%, with one in five people unemployed.


    The Third Phase – Hyperinflation


    Throughout the series of crises, politicians will attempt to interfere in the game, but the third stage of the crisis will nevertheless begin. Since banks were “saved” with large bailouts, politicians will also begin to lavish corporations with various aid packages. The recent charade of automakers begging for money is only the beginning.
    Perhaps the government will lavish the banks with a lot more money than it does today, just to keep them lending. Perhaps the central bank will directly monetize private debt. Perhaps the government will guarantee many more corporate loans, just like it recently guaranteed the securities/loans of the GSEs. Perhaps GSEs will proliferate throughout the economy, transforming the U.S economy into the “GSE Economy”, transforming a former great capitalist economy into a modern-day nationalsozialistische economy. Perhaps the government will implement all of the above.


    Final Phase – Monetary Collapse


    In the event that democracy survives, then the fourth and final phase will begin, a phase which can be called The Darkness before Dawn, the final agony before the rising of the sun. This is the ultimate destruction of the monetary and financial system, the loss of all electronic and financial values that is accompanied by monetary reform throughout most of the world.
    In the worst case scenario, this will result in the creation of a Global Government; in the best case scenario, the process will take place separately in each country.


    The new economic system will be different than the current one. Its type, shape, or form is impossible to predict at the moment. Similarly to the end of the slave-holding system, it was not possible to see the creation of the feudal system. It was also impossible to foresee the blossoming of capitalism before the industrial revolution in England in 1785. So, it now is impossible to predict all the changes, although those changes are inevitable. Each process must go through its historical development and must reach its natural conclusion.


    aus: CREDIT CRISIS - THE WORST IS YET TO COME
    Financial System Upside Down


    http://financialsense.com/editorials/petrov/2008/1208.html


    grüsse
    auratico