Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='Minos',


    Gold ist nicht in backwardation, sondern schwach im Contango. Ich dachte das haben wir geklärt. Fekete, Fekete, wohin geht Dein Weg?


    Jedenfalls hat er nun damit eine heftige Diskussion um dieses Thema ausgelöst - hoffentlich aus fachlichen/sachlichen Gründen und nicht aus Eitelkeit heraus.


    Nun meldet sich auch noch Rob Kirby zu der Sache:


    Backwardation: Facts from Fiction


    Professor Fekete’s siren “Red Alert” article was first published on Friday, Dec. 5, 2008. It ALARMED many. It will be interesting to note, going forward, whether market data might surface suggesting that “interested parties” [or conspiring parties, perhaps?] perhaps cajoled the COMEX gold futures at the close of business Friday, Dec. 5, 2008 to create a favourable close – painting the tape - lowering the level of concern?


    So, we can clearly see that the “backwardation” which first manifested itself on COMEX gold futures Dec. 2, 2008 – remained through Dec. 3 and Dec. 4 - but these subject futures settled “in contango” at the close of business Friday, Dec. 5, 2008.


    http://financialsense.com/fsu/…ials/kirby/2008/1208.html


    grüsse
    auratico

    Antal Fekete mit Update zu der derzeit so vielbeachteten "Backwardation Debatte". Er bleibt bei seinen bisherigen Ableitungen und wird im Tonfall noch dringlicher.
    Fazit: Endgame für Comex, Depression total etc. Und einige filmreife mögliche Szenarien sind auch dabei. Wenn es so kommen sollte, wird sich Gysi wohl (siehe obenstehendes Posting) doch nochmals neu erkundigen müssen:


    HAS THE CURTAIN FALLEN ON THE
    LAST CONTANGO IN WASHINGTON?
    by Antal E. Fekete,
    Gold Standard University Live
    December 8, 2008


    Here is an update on the backwardation in gold that started on December 2. It continued and worsened on December 3, 4, and 5. So far this is the most serious signal of the economic crisis: the world is rushing headlong into a Great Depression, possibly worse than that of the 1930’s (...)


    What I see coming is that gold will be declared ‘extralegal’ by the U.S. government to prevent gold from becoming a world currency, by withholding legal protection from contracts made in terms of gold. For example, if crude oil was bought for gold and the supertanker carrying it was hijacked, and if the U.S. Navy captured the boat from the pirates, then the U.S. government would confiscate the oil as ‘contraband’, arguing that it was paid for in gold. No court in the world would give relief to the rightful owners( ...)


    This is why this battle is so crucial: it is the first real confrontation between physical gold and the paper dollar. Paper gold is marginalized. We know that, in the long run, the paper dollar cannot stand up to physical gold. However, as Keynes has warned us, in the long run we are all dead. This time it’s different. The long run ends on December 31, 2008 (...)


    http://financialsense.com/editorials/fekete/2008/1208.html


    grüsse
    auratico



    Diese Sache wird immer doller, denn wenn es zu einer solchen Interbanken-Clearingstelle kommen sollte, die den Banken jegliches Risiko abnimmt, würde dies auch das Ende der Bundesbank als unanbhängige Instanz bedeuten - inklusive deren Devisen- und Goldreserven . Aber wahrscheinlich wollen sie ja gerade das erreichen...


    Banken loben Clearingstelle



    Die Überlegungen der Bundesregierung, den Geldmarkt über eine Clearingstelle und staatliche Garantien wieder anzukurbeln, stoßen in Bankenkreisen grundsätzlich auf positive Resonanz. Allerdings stellen Experten den nationalen Ansatz infrage.



    Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Idee stehe im Widerspruch zur Unabhängigkeit der Bundesbank, die sich damit unter die Aufsicht des Bundsfinanzministeriums stellen müsste. Außerdem stelle sich die Frage der Haftung: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesbank mit ihren Gold- und Währungsreserven für Ausfälle der Clearingstelle haften wird."


    http://www.ftd.de/boersen_maer…learingstelle/449037.html


    grüsse
    auratico

    Doch: 35 Billionen Dollar Marktkapitalisierung vernichtet


    Eine weitere Möglichkeit sind Bankrotte, wie z.B. von Lehman-Brothers, etc.


    Da die Japaner sich in Sachen Anlagevernichtung bestens auskennen, attestieren sie Obama nun die Möglichkeit eines "japanischen Zeitalters" für die USA, d.h. die japanischen Anleihenmanager glauben, dass aufgrund der derzeitigen "Vermögensvernichtung" auf der einen Seite zum anderen der mögliche nachfolgende Verschuldungsrahmen für Obama noch sehr gross sein wird, ohne dass es zu massgeblichen Inflationsfolgen kommen würde. Die Grundfrage eben, auch für das Gold:


    Obama Bonds to Give Buyers Taste of Japan Lost Decade



    By Wes Goodman


    Dec. 8 (Bloomberg) -- Japan’s biggest bond investors say Barack Obama has room to unleash a flood of Treasuries without driving up borrowing costs as he tackles the worst economy since World War II.


    The U.S. is starting to look like Japan in the 1990s, when the Bank of Japan struggled to revive growth as the combination of deflation and recessions stranded the nation in the so-called Lost Decade. Yields on Treasuries are falling as the government sells a record amount of debt to prop up the American economy. Two-year note yields have fallen to 1 percent, compared with 0.57 percent for Japanese government bonds of similar maturity. The gap last week touched the narrowest since 1992.


    “History repeats itself,” said Hiroyuki Bando, chief manager for fixed income, equities and currencies in Tokyo at Mitsubishi UFJ Trust & Banking Corp., which manages the equivalent of $200 billion and invests on behalf of Japan’s biggest bank. “Based on our experience in Japan, the same thing will happen in the U.S. The U.S. has more room to borrow.”


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=afquUqTFjEkc&refer=bond


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man
    Soweit, so gut. Nur, wer konnte dies, und wer tat dies? Auch sei mal dahingestellt, ob diese Strategie Phase 1 wirklich Vermögensrettung bedeutet.
    Jedenfalls ist auch sie eine Spekulation, ganz deutlich gesagt, wenngleich BISLANG mit positivem Ergebnis....


    Wer dies konnte und wer dies tat? Schlichtweg alle, die das grosse Geld verkörpern! Und die Privatleute erst recht. US-Bonds sind der bekannteste und grösste Anlagemarkt der Welt und zusammen mit dem USD der grösste Gegner von Gold in seiner monetären Funktion. Es sind in den letzten Wochen unfassbare Geldmengen in die Bonds geflossen, das sprengt jeden Vorstellungsrahmen.Vermögensrettung war das natürlich nur bisher, klar, aber immerhin. Wer hingegen mit Aktien im tiefroten Keller sitzt, wird aber auch in Zukunft kein Geld mehr übrig haben, um z.B. Edelmetalle zu erwerben. Nur wenn sich die Aktienmärkte nach dem Obama/Roosevelt-Plan - so wie heute - auf mittlere Sicht erholen könnten, lässt sich diese Bewegung verlangsamen. Psychologie ist hier alles. Verpufft die Obamasche Infrastrukturmanie bald oder wird dies die "Hauptstory" für die Märkte auf absehbare Zeit? Darum geht es.


    Zitat

    Etwas weiter nach vorne geschaut, winkt mE. unabwendbar Inflation; die Aber-Billionen Fiatwährungen verschwinden nicht einfach im Nirvana

    .


    Die Wahrscheinlichkeit einer vehementen Inflation, wenn die jetzt von den Banken noch in Bonds geparkten Kredite der Fed in die anderen Märkte kommen werden, ist hoch. Deswegen muss man - allen voran die US-Amerikaner - für diesen Fall unbedingt physisches Gold vorhalten, also bereits erworben haben oder dies schleunigst tun. Mit dem freien Risikokapital lassen sich aber bis dahin noch feine Stückchen spielen bei dieser mächtigen Volatilität, die, wenn auch nur für kurze Zeit, ganz lemminghaft wie auf Knopfdruck den Verlautbarungen der Politeliten folgt - fleissig und emotionslos kaufen und verkaufen, wie man es früher mit den Juniors vor deren Kollaps machen konnte, weil jede Buy and Hold-Strategie ausserhalb der physischen Edelmetalle sinnlos geworden ist. Den Zeitrahmen kann niemand kennen, vor allem nicht die schreibende Zunft der beruflichen Goldexperten, in deren reale Portfolios ich nicht blicken möchte - sicher alles randvoll mit Bonds wie bei den meisten Amis. Gut, Multimillionär Sinclair wird ganz bestimmt eine Ausnahme sein.
    Seien wir ehrlich - dies alles kann Wochen, aber auch Jahre dauern. Nobody knows...


    grüsse


    auratico


    US-Bonds sind die einzige wahre Konkurrenz zu Gold, solange die Aktienmärkte in Scherben liegen. Es steht hier das Zahlungsversprechen des Staates gegen die Überzeugung, dass Gold die monetäre Inflation (nicht die kurzfristigen Schwankungen der Verbraucherpreisinflation) auffängt. Was viele US-Schreiber à la Hamilton (der mit seinen Ansichten zum Verlauf und Dauer der Rohstoffhausse schon oft sehr beredt danebenlag) nicht sehen wollen, ist, dass in Zeiten von andauernden Zinssenkungserwartungen nicht die niedrige, real gar negative Verzinsung der Bonds die Investoren zu diesen greifen lässt, sondern eine Quasi-Garantie auf steigende Kurse, was durch die jüngste Entwicklung eindrücklich unter Beweis gestellt wird (+ 28% bei Zehnjährigen!). Jede Halbierung der Zinsen ermöglicht eine unglaubliche Ausweitung der Staatsschulden, und solange das Vertrauen in den Staat als Schuldner aufrecht bleibt, ist der Gang in diesen grössten, liquidesten Markt der Welt nachvollziehbar. Hier greift - gerade in der Krise - der Status der in Jahrzehnten in jede Ritze dieser Welt verteilten einzigen globalen Reservewährung, davon 70% in ausländischen Händen. Die Psychologie hat auch in der Krise die Überhand über die scheinbar logischen Schlussfolgerungen vieler Betrachter.


    Richtig interesssant wird es erst, wenn die Zinsen nicht mehr weiter gesenkt werden können, was ja bald der Fall sein dürfte. Wenn die Bond-Investoren auf die dann einsetzende Monetisierung immer noch mit Käufen reagieren, würde das bedeuten, dass das Vertrauen in den Staat trotz Monsterkrise mangels Alternativen (die einzige naheliegende wäre in der Tat Gold) bestehen bleibt. Das Kalkül/die Hoffnung der jetzigen Bondkäufer ist, dass die schier unglaublichen Reflationierungsbemühungen der Zentralbanken Wirkung zeigen und als Folge davon die Aktienmärkte dann wieder steigen werden und sie das Geld planmässig umschichten können. Es ist schon wichtig, sich ganz ehrlich einzugestehen, dass die erste Phase dieses Szenarios (Vermögensrettung durch steigende Bondkurse und nicht über Realverzinsung) bisher aufgegangen ist. Die zweite Phase hingegen steht noch aus und ist höchst ungewiss. Wenn sie nicht wie erhofft sich einstellt, dann bleibt nur noch ? Ja, Gold !


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote von auratico
    Aber es könnte freilich auch so sein (was schade wäre), dass die Eitelkeit mit ihm, dem genialen Mathematiker und geldtheoretischen Autodidakten ein wenig durchgegangen ist, d.h. dass er hier deutlich zu früh Alarm gibt, weil schliesslich seine ganze herausfordernde Betrachtung der Edelmetalle auf dieser Situation der Backwardation als Triggermoment gründet. Wenn die Sache nun gar aber noch auf Jahre hin - oder eben überhaupt - nicht als längeres Phänomen eintreten sollte, hätte er sich doch gewaltig vertan.



    Oho, sehe gerade, dass Feketes Musterschüler Tom Szabo hier auch einen gewagten Frühstart seines Meisters für möglich hält.
    Szabos Ausführungen sind m.E. zumeist die detailreichsten, wenngleich oft zu selbstverliebt-akademischen Beiträge zu der ganzen Problematik von Basis, Forward Rate und Contango/Backwardation. Er glaubt, dass man die dünn gehandelten Dezember-Futures (Feketes und auch mein Orientierungswert vor zwei Wochen) nicht hätte heranziehen sollen, um gleich in grösserem Stile von Backwardation zu sprechen:


    Even without the interest rate component, the above LBMA forward rate data indicates that, in the London market at least, there was no observable backwardation on December 2 or 3. This brings up the point that there are a number of ways to measure backwardation and by no means am I saying that the Professor’s observation is incorrect. At the same time, I am not able to duplicate it. That is to say, I am still showing gold and silver to be in mild contango. Perhaps the Professor is just a bit early?


    One last note about basis calculation methodology. The professor refers to the December gold and silver contracts but I do not believe it is appropriate at this point to use these contracts because they are very illiquid. If you don’t believe me, construct 5-minute or even 10-minute bar charts of these contracts for the past week and try to find the bars where there are multiple trades. You’ll discover there are very few. In other words, most 5-minute and 10-minute periods during the past week contained just a single trade, if that, in the December futures.


    The following (chart) is one that I’ve done ad hoc for the period of December 3 - 5 using the Kitco spot gold price and the February 2009 COMEX gold futures. In the below charts, you can see that the Kitco spot price is “underneath” the COMEX price overlay, which means the spot price is lower than the futures price and therefore, according to these charts at least, gold is still in contango. More specifically, except for a few price bars here and there during moments of high volatility, these charts indicate no backwardation in gold for the past few days. I haven’t yet done these exact same charts in silver but my data indicates we’ll get a similar result. Finally, I used the February COMEX gold contract because I found it impossible to construct chart overlays using December due to trading volume in the delivery-month contract being too inconsistent. That’s yet another reason to not hold our breaths as we await final delivery notice and warehouse figures for December.



    http://silveraxis.com/todayinsilver/


    grüsse
    auratico

    sorry wenn ich frage, aber bedeutet dass, Späte-Zukunfts-Gold ist zur Zeit billiger als Nahe-Zukunfts-Gold? (Bitte korrigiert mich!)
    Welche Auswirkungen wird das genau haben, werde aus dem Kitko-Artikel nicht so ganz schlau... was sind diese "schmlimmen Aussichten", die als Folge der Backwardation auftreten? ?)


    Ja, vereinfacht gesprochen ist das so bei "Backwardation", nur dass es eben derzeit schon wieder nicht mehr so aussieht - es war vorerst nur ein flüchtiges Aufleuchten einer solchen Situation. "Schlimme Aussichten" wären das dann für alle, die nur Papiergold handeln und keine Ware haben. Oder was würdest du machen, wenn dir jemand garantieren würde, dass du einen billigen Terminkontrakt kaufen kannst, um diesen dann mit Gewinn alsogleich in physisches Material umzuwandeln? Natürlich käme der Gold-Terminmarkt bald zum Erliegen, da man ja nicht eben schnell mal, wie bei Futtergetreide, die Produktion ausweiten kann.


    Es gab hier aber immer wieder mal Überlegungen zu diesem Zusammenhang - Edelman hat das ja brav verlinkt. Das muss jetzt nicht immer neu von Grund auf dargestellt werden.
    Auch stimmt leider Feketes Behauptung nicht ganz, dass es diese Situation noch nie gegeben habe. Nach dem Washingtoner Goldabkommen (ich glaube 1999) war schon einmal eine solche Lage. Aber auch damals kam dies deshalb zustande, weil die Goldmärkte zuerst einmal verunsichert waren, wie sich die Lieferbedingungen nach dem Abkommen verändern würden. Backwardation bei Gold ( nochmals: nicht bei Mais, Kakao etc.) zeigt immer eine Verunsicherung über die abgegebenen Lieferversprechungen an.


    grüsse
    auratico


    Ich hätte nicht gedacht, dass Fekete auf diese sehr kurze, einem wilden Intraday-Anstieg geschuldete Backwardation-Phase schon derart "hysterisch" reagiert. Mit "hysterisch" meine ich, dass sein nun dazu erschienener Kommentar ja schon fast so tut, als sei dieser Zustand über einen längeren Zeitraum eingetreten, was bisher nicht der Fall war, ja er hat sich im Grunde bereits intraday im Verlauf von 2 Tagen immer wieder eingepegelt. Den Comex-Inventories würde ich übrigens auch nicht unbedingt über den Weg trauen - er scheint diesen Zahlen blind zu vertrauen. Gold ist aber nicht Getreide. Durchaus vorstellbar, dass plötzlich deutlich mehr "available for delivery" ist als zuvor, und dann wüsste man auch, wer solche undeklarierten Bestände dort hält.


    Er scheint demnach der festen Überzeugung zu sein, dass hier die Backwardation kurz ihr bedrohliches Haupt gezeigt habe, um dann bald endgültig wie ein Springteufel unter voller Anpannung aus der Kiste zu springen und dann nicht mehr zurückzudrängen wäre. Die Konsequenzen wären - wir haben es hier schon mehrfach erörtert - in der Tat enorm, weil dann die Future-Märkte passé wären und aus der Comex ein reiner Spotmarkt (mit natürlich wesentlich höheren Gold- und Silberpreisen als derzeit bzw. Verkaufsstreik) werden müsste. Die aktuellen Goldpreise haben für Feketes Überlegungen nie eine Rolle gespielt, weil er sie als von den Future-Märkten vollkommen manipuliert ansieht - deshalb seine Konzentration auf die Goldbasis (Differenz zw. Spot- und Futurepreis) als "Frühwarnsystem" vor einer radikalen Trendwende.


    Aber es könnte freilich auch so sein (was schade wäre), dass die Eitelkeit mit ihm, dem genialen Mathematiker und geldtheoretischen Autodidakten ein wenig durchgegangen ist, d.h. dass er hier deutlich zu früh Alarm gibt, weil schliesslich seine ganze herausfordernde Betrachtung der Edelmetalle auf dieser Situation der Backwardation als Triggermoment gründet. Wenn die Sache nun gar aber noch auf Jahre hin - oder eben überhaupt - nicht als längeres Phänomen eintreten sollte, hätte er sich doch gewaltig vertan.


    Der drängende Tonfall seiner jüngsten Einlassungen nun ist der Prüfstand, auf den er sich selbst begeben hat. Denn andererseits ist das Open Interest bei Gold und Silber derzeit so gering, dass man schon mit geringem Einsatz - weniger denn je - grosse tägliche Preisbewegungen orchestrieren könnte. Aus der Betrachtung der Backwardation-Theorie wiederum hiesse das nichts anderes, als dass sich derzeit kaum mehr jemand findet, der dem Future-Handel noch traut. Aber warum sollten sich die Händler mit den Unwägbarkeiten der Comex herumschlagen, wenn sie derzeit schon seit Wochen mit einfachen Käufen und Verkäufen von US-Bonds Millionen scheffeln können? Es ist ja gerade diese Gewinngarantie für die Bondhändler bei sinkenden Leitzinsen, die Fekete so eindrücklich beschrieben hat.


    Wenn er da nurmal nicht zu früh Backwardation-Alarm gegeben hat. Aber der nun mögliche Ruhm des frühen Propheten ist wahrscheinlich auch für einen älteren Herrn wie ihn eine verlockende Aussicht...


    grüsse
    auratico

    Die neueste Idee des teutonischen Krisenstabs: Die Regierung soll für schlechterdings alle Interbankenkredite geradestehen, sodass die Banken bei gegenseitigen Geschäften überhaupt kein Risiko mehr einzugehen brauchen - das Bankenschlaraffenland wie aus dem Märchenbuch und Ausdruck der grössten nur vorstellbaren Verzweiflung. Die Banken hingegen haben aber in der gegenwärtigen Situation gar keine Veranlassung, sich gegenseitig Geld zu leihen, da sie es ja ohnehin direkt aus den diversen Rettungstöpfen bekommen, um es dann bei den aktuell steigenden Kursen einfach in US-Bonds anzulegen, die seit Jahresbeginn um gut 28% zugelegt haben. Da wäre man ja blöde, die Kohle dem Konkurrenten auszuleihen, der damit auch nichts anderes machen würde.


    Und immer beinhalten diese Wahnsinnsaktionen keinerlei Verpflichtungen für die Banken. Ganz im Gegenteil nützen all die Pleitechefs im ganzen Land die Situation weiterhin schamlos aus, indem sie nun - nach einer kurzzeitig theatralisch inszenierten Demutsphase - schon wieder forsche Forderungen an die Regierung stellen wie zu Zeiten, als sie die politische Agenda mit ihren nun ad acta gelgten neoliberalen Forderungen bestimmt haben.


    Man kann schon darauf gespannt sein, ob sich die gesamte westliche Welt nach Obamas Regierungsantritt auch noch auf eine supranational zusammengesetzte Clearingstelle für die ungeregelten Derivatemärkte zusammenschliessen muss. Die einzigen Neueinstellungen in der Bankbranche dürften nun wohl einige abgewickelte Ost-Ökonomen auf Hartz IV sein, die mit ihren Kenntnissen über die Transferrubelgeschäfte des Comecon zu den neuen Bankenstars der Krise mutieren werden.


    Regierung stützt Banken
    Garantie für Interbanken-Kredite


    Die Bundesregierung erwägt einem Magazinbericht zufolge, die Kreditvergabe zwischen Banken durch eine zwischengeschaltete Instanz wie die Bundesbank oder die staatliche KfW zu garantieren.


    Die Pläne, die zwischen der Bundesbank, dem Kanzleramt und dem Finanzministerium bereits mehrfach diskutiert worden seien, sähen vor, dass die einstige Zentralbank wie eine Art Clearingstelle für den Geldhandel fungieren könnte. Eine Bank, die einer anderen Geld leihe, würde den Betrag bei der Bundesbank hinterlegen, die dann die Rückzahlung garantiere.


    Die Zentralbank reiche den Betrag dann an das entsprechende Institut weiter, berichtet das Magazin weiter. Mit dieser Lösung hätten die Banken keinerlei Risiko mehr, da die Bundesbank die Rückzahlung des Kredits garantiere. Kritiker monierten deshalb, dass sich die Banken an eine solche Garantie gewöhnen könnten und auch nach Überwindung der Krise darauf bestehen würden.


    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/896/450616/text/


    grüsse
    auratico

    Ein abenteuerlich spannender Artikel auf den Seiten von seekingalpha, dessen Argumentation mitzuvollziehen allerdings erheblichen Denkaufwand erfordert.
    Ausgehend von der leidlich bekannten Thematik der "Goldpreismanipulation" an der Comex erklärt der Autor en detail den monetären Funktionszusammenhang der jüngsten Aktionen von Fed und Treasury im Zusammenspiel mit den cashhortenden Banken und das derzeit perfekt funktionierende USD-Management durch die Fed.


    Der Autor glaubt, dass Bernanke - seine diesbezüglichen Schriften sind nur ein Indikator - in Anlehnung an Roosevelt bald eine vehemente Abwertung des Dollars gegen Gold zulassen wird - als die praktikabelste Lösung, um all die jetzt noch in den Fed-und Bankbilanzen schlummernden Exzess-Dollars der letzten Zeit zu kanalisieren und einen weiteren Verfall des DOW zu stoppen. Die bislang garantierte Unterstützung der Shorties an der Comex durch die Fed werde dann einfach aufgegeben werden, weil dann überflüssig. Die drohende Insolvenz von Pensionsfonds und Versicherungen werde Vorrang bekommen.
    Es ist schon interessant zu sehen, wie weit sich gegenwärtig manche Autoren aus dem Fenster lehnen, um mit den täglichen Aktionen der globalen monetären Krisenstäbe Schritt halten zu können.


    Die Sache ist natürlich wesentlich komplexer und deswegen auf die Schnelle nicht so einfach zusammenzufassen.


    Für die ganz Eiligen das aberwitzige Fazit vorneweg:



    It won’t matter much if you purchase gold at $750, $800, $850, $900 per ounce, or even much higher. All of these prices will be looking extraordinarily cheap in a few months. The price of our pretty yellow metal is about to explode, and it is probably going to soar, eventually, to levels that not even most gold bugs imagine. COMEX gold shorts will be playing the price a bit longer, in an attempt to shake out some remaining independent leveraged longs. Once that is finished, however, and it will be finished soon, the price will start to rise very quickly.


    It is only a matter of time before gold is allowed to rise to its natural level. Assuming that about half of the current increase in Fed credit is eventually neutralized, the monetized value of gold should be allowed to rise to between $7,500 and $9,000 per ounce as the world goes back to some type of gold standard. In the nearer term, gold will rise to about $2,000 per ounce, as the Fed abandons a hopeless campaign to support COMEX short sellers, in favor of saving the other, more productive, functions of the various banks and insurers.




    Aus der Passage über das USD-Management der Fed:


    The net effect is that the U.S. dollar, in spite of terrible fundamentals, is now King of the Currencies once again, at least temporarily. The rising value of the dollar happens also to support naked short sellers of gold and silver, on COMEX, and these are old friends of the Federal Reserve. Supply and demand ultimately determine the price of gold but, in the shorter term, it is inversely tethered to the dollar. When the dollar is artificially high, gold prices will often plunge artificially low.


    But, in short, the Fed currently has gained complete control over the value of the dollar. It can now adjust and micromange the dollar on a day-to-day basis. All it needs to do is open and close the “dollar spigot.” When they want the dollar to rise, the Fed can reduce the number of sequestered dollars. When they want it to fall, they simply ease up, releasing dollars into the financial markets. There is only one problem. Real investors are fleeing the stock market, and stock indexes are becoming more and more dependent upon government cash in order to avoid collapse.


    People are liquidating holdings in mutual funds, and redeeming against hedge funds at a fantastic rate. This has created heavy downward pressure on stock prices. If the DOW falls below 8,000 for any significant amount of time, most big American insurance companies will be forced to recognize huge losses on their portfolios, and will become insolvent. Insolvent insurers, like insolvent banks, must be closed by their regulators as a matter of law. Obviously, mass insurer bankruptcies would be yet another major destabilizing slap in the face to an increasingly unstable economy.



    http://seekingalpha.com/articl…nipulation-of-gold-prices


    grüsse
    auratico

    Was war 2008 das beste konservative Investment? Die US-Treasury Bonds (30Jährige) aus dem Ausgangsland des globalen Finanzdesasters USA liegen seit Jahresanfang mit für US-Staatsanleihen unfassbaren 28% im Plus - für Leute aus der Eurozone sogar noch deutlich mehr, wie man bei den entsprechenden Fonds sehen kann.


    Bei flüchtiger Durchsicht älterer, von mir zum Thema US-Bonds abgespeicherter Artikel, fällt auf, dass mindestens seit 2004 (!) jeder zweite Artikel von einer Bond-Bubble spricht, die demnächst platzen müsse. Passiert ist bislang nichts Dergleichen, und immerhin vier ganze Jahre sind seitdem verstrichen.
    Stellvertretend einige Sätze vom Februar 2008 von Clive Maund, der darin jeden als Narren bezeichnet, der weiterhin US-Anleihen halten wolle. Seitdem haben sie gut 20% zugelegt:


    "Sometimes you have to be cruel to be kind. While Treasuries have undeniably made impressive gains over the past 8 months, anyone continuing to hold them forthwith given the now appalling and worsening fundamental outlook and the recent technical deterioration must be classed as a fool. The only exception being those elements on Wall St and elsewhere who are intentionally misallocating the resources of others into Treasuries for abstruse reasons."


    http://www.321gold.com/editorials/maund/maund021508.html


    Dass die US-Bonds in einem Bubble-Modus sind, scheint mir ausgemacht, aber wie so oft steht auf einem ganz anderen Blatt geschrieben, wie lange diese Dauerblase (die wichtigste Blase überhaupt, wesentlich bedeutsamer als z.B. die zurückliegende sogenannte Rohstoffblase) andauern kann. Auch ohne allzu pathetisch zu werden, kann man sagen, dass ein eventuelles Platzen dieser Mutter aller Blasen einer kaum je gesehenen Finanz-Stampede gleichkäme. Mit Sicherheit haben die US-Banken (und auch die europäischen) einen erheblichen Teil ihrer Rettungspakete bereits, statt wie offiziell gewünscht in den Interbankenmarkt, nach dem Platzen der Ölblase ganz einfach in US-Bonds gesteckt und liegen damit saftig im Plus. Solange weitere Zinssenkungen mit äusserster Wahrscheinlichkeit kommen werden, sind Kurssteigerungen für Anleihehalter garantiert. Die grotesk niedrigen Renditen interessieren dabei niemanden mehr, solange der Dollar nicht zusammenfällt. Noch bedeutet "quantitative easing" (die berüchtigte Druckerpresse aus Bernankes Notarsenal) für Anleihehalter einen Freibrief für Kurssteigerungen. Ausser Gold gibt es da auf weiter Flur keinen monetären Gegner mehr, weil die Währungen aller Länder mit dem USD in einem Abwertungswettkampf stehen.


    Es ist und bleibt interessant, dass die meisten Entwicklungen (relative Dollarstärke, schwächelnde Edelmetalle etc.) viel länger andauern können als bei nüchterner Betrachtung wahrscheinlich wäre - ganz nach dem Motto, dass Totgeglaubte eben länger leben.



    Long Bond Returns Most Since 1995 Amid ‘Bubble’ Talk



    By Daniel Kruger and Dakin Campbell


    Dec. 2 (Bloomberg) -- Thirty-year Treasury bonds are returning the most since 1995 as investors bet the Federal Reserve will buy the securities to help bring down long-term borrowing costs.


    The so-called long bond has returned 27.8 percent this year, including a 15.6 percent gain in November, Merrill Lynch & Co. index data show. The debt is poised for the best annual performance since rallying 34 percent 13 years ago.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aXcsV_IWtDRs&refer=bond


    grüsse
    auratico


    Nachgereicht ein Fundstück von heute (Thema eigentlich die COT-Daten), in dem nochmals deutlich wird, dass das Schicksal des Goldes am Schicksal der US-Bonds bzw. des Dollars hängt. Andes als von allen "Goldexperten" und wohl auch Goldinvestoren vorausgesagt, ist der riesige Markt für US-Schatzbriefe nicht kollabiert, sondern hat soeben zu einer weiteren Rally angesetzt. Der Bondmarkt ist der grösste Marktplatz weit und breit, der Goldmarkt einer der kleinsten. Der Staat ist nun der vorerst ultimative Fluchtpunkt für schlechthin alles, was mit Geld zu tun hat. Früher war es bekanntlich Gold. Denkbar ist inzwischen sehr wohl, dass die aberwitzige, für Gold enorm bedeutsame Rally der US-Bonds noch für längere Zeit anhalten wird, was das Gold sehr in Bedrängnis bringen könnte (die $ 600 der Elliot-Tüftler?), ehe es dann zu einem wilden, hyperinflationären Run nach oben ansetzen müsste. Das kann aber sehr wohl noch Jahre dauern.



    The US bond market has been a mystery to many gold investors. It "should" have topped out according to most gold analysts. And sent a wave of money from the world's largest market, bonds, into the world's smallest market, gold. Causing an astro blast in the gold price.

    That hasn't happened. Instead of topping out, the bond market, incredibly, seems to be starting a new leg up. Most gold investors are wondering if this could have dire consequences for gold.


    http://www.321gold.com/editori…n_s/thomson_s_120208.html

    In den letzten Wochen gab es innerhalb der Gold-Community, die wie die Mainstream-Ökonomie auch, ihre eigenen Trendthemen hat, die mal mehr, mal weniger in den Vordergrund gespielt werden, vermehrte Apelle (z.B. von Jim Sinclair), sich Goldkontrakte an der Comex physisch ausliefern zu lassen. Der Hintergedanke dabei ist natürlich die altbekannte Tatsache, dass die Anzahl der Futures das lieferbare Gold um ein perverses Vielfaches überschreitet. Je mehr physische Ware eingefordert wird, desto schwieriger, so die Hoffnung, würde die Lage für die Papiertiger an der Comex werden.


    Auch wenn der heutige Tag eine ganz andere Sprache spricht - hier ist ein Link, der sich anschickt, die physischen Lieferungen an der Comex hinkünftig graphisch mitzuverfolgen. Noch gibt es erst einen einzigen Eintrag, aber die Sache ist eben noch ganz taufrisch:



    http://meltdown2011.wordpress.…vaporize-comex-countdown/


    grüsse
    auratico


    Ich wage mal die Prognose, dass es das jetzt war mit der USD-Rally. Die Liquidationen bei den Hedgies sollten vorerst auch abgeschlossen sein, so dass sich ein allmähliches Erstarken des Euros bzw. eine sukzessive Abschwächung des Dollars abzuzeichnen scheint.


    Dennoch sollte man nicht vergessen, dass diese globale Finanz/Wirtschaftskrise paradoxerweise zumindest vorerst zu einer anhaltenden Flucht in die Währung eben jenes Landes geführt hat, das eindeutig der Hauptverursacher derselben ist. Etwas derartig Absurdes ist einzig und allein im Falle der USA mit ihrem berühmten "ausserordentlichen Privileg" möglich , wie schon der alte De Gaulle richtig erkannt hatte. Dieses ungeheuerliche Faktum ist von entscheidender Bedeutung, und ohne den globalen Reservestatus des USD (ob´s einem nun gefällt oder nicht) eben nicht zu erklären. Auch sind die jüngsten Kursverluste des Dollar äusserst bescheiden, wenn man in Rechnung stellt, welch schier unglaubliche Mengen an neuen "Rettungsaktionen" allein in den vergangenen zwei Tagen hinzugekommen sind (Citibank-Bailout, Aufkauf der Agency Bonds von Fannie und Freddie durch Fed, 200 Milliarden für Konsumkredite etc.)


    Und: Noch ist ja der völlig unregulierte Markt der äusserbörslichen OTC-Derivate nicht kollabiert, sondern nimmt ganz im Gegenteil sogar noch zu. Wenn es dort zu einer ähnlichen Liquidierungswelle kommen sollte wie an den Aktien- und Rohstoffbörsen, bräche abermals ein gewaltiger Bedarf nach USD los - und das könnte sich dann eine schöne Weile hinziehen.


    Captain Hook weist als einer der Wenigen auf diesen Umstand hin:


    The big problem is the speculation game is not isolated to the $. What's more, one must understand that on a related note, which in fact could be the next big card to fall as credit cycle continues to collapse, there are multi-trillion dollar Credit Default Swap (CDS) and Interest Rate Swap (IRS) bubbles which are ticking time bombs that will cause further deleveraging next year, possibly maintaining the synthetic squeeze in the $ far longer than most can contemplate. Of course the good news for precious metals is when this starts to unwind it will essentially take the banking system with it (because these bubbles are gargantuan) via either hyperinflation or deflation, or both, possibly in that order. This would sponsor the need for a grounded monetary system in due course.


    http://www.gold-eagle.com/edit…08/captainhook112408.html


    Vielleicht ist es wirklich so, dass der USD noch für eine ganze Weile die Währung bleibt, welche innerhalb einer Leprakolonie den Schönheitspreis gewinnt. Gold kann nur mächtig gewinnen, wenn das Vertrauen in die Papiergeldwährungen insgesamt verschwindet. Das Vertrauen in Politik, Banker, Aktienmärkte etc. mag am Tiefpunkt sein, doch noch gilt das keinesfalls für das FIAT-System als solches. Die US-Bonds gehen, Krise hin oder her, weg wie die warmen Semmeln, obwohl sie keine Rendite mehr abwerfen - was bekanntlich ja das Hauptargument der Edelmetallverächter gegen Gold war und bleibt.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote='SunCobalt'
    ich habe diesen Chart in den letzten Tagen öfter gesehen. Aber ich verstehe ihn nicht ganz. In dem Chart werden die Goldreserven mit 35 US4 / oz eingezeichnet. Rechnet man dagegen mit 800 US$ / oz, wären die Goldreserven höher als die FIAT-Zentralbankreserven. Worin besteht jetzt die Aussage des Charts?




    Grüße
    Thomas


    Auf diese Rechnung wäre ich gespannt, bei der die Goldreserven der Zentralbanken auch nur annähernd die Höhe der Zentralbank-Fiat-Reserven erreichen würden. Dazu müsste sich der Goldpreis vom derzeitigen Niveau glatt verzehnfachen. Der derzeitige Wert liegt wohl eher bei ca. 550 Milliarden €.
    Die Reserven werden eigentlich immer mit den offiziellen 35$/Oz angegeben, weil die US-Regierung das Gold mit dieser Bewertung in den Büchern hat, was aber völlig bedeutungslos ist.


    grüsse
    auratico

    Die englische FT druckt nun auch schon Artikel, die sich mit einer Rückkehr zum Goldstandard beschäftigen - Das ist einigermassen neu.
    Mit dem immer wichtigen Verweis auf Nixons Sündenfall von 1971 - deshalb der angehängte Chart mit den ausufernden Fiat-Reserven der Zentralbanken seitdem. "Breathtaking", wie man in England wohl sagen würde, oder in USA "Oh, my God !"


    Bring back the link between gold and the dollar



    The lesson that must be learnt from this disaster is that “free market” capitalism under a fiat money regime does not produce the same blessings (sustainable prosperity) that are produced by true free market capitalism within a monetary system anchored by gold. When President Nixon severed the link between the dollar and gold, he changed the nature of the Anglo-American economic model and ultimately destroyed it.


    The world cannot return to a gold standard overnight without provoking a brutal contraction of credit and a global depression. However, neither can we afford to pretend that nothing has changed and that the global economy can continue to function on the dollar standard. The time has come to convene a forum of the world’s leaders to hammer out and begin the transition to a new rule-based international monetary system predicated on sound money and balanced trade. Current Group of 20 efforts fall well short of what is required.


    http://www.ft.com/cms/s/0/ba67…fd18c.html?nclick_check=1


    grüsse
    auratico


    Sollte diese noch junge Backwardation-Situation anhalten, bedeutet es nichts anders, als dass der zuletzt offiziell gesunkene LIBOR im Grunde - um mit Jim Sinclair zu sprechen - ein "LIE-BOR "ist - dass die Banken sich also gar nicht wirklich zu diesem Satz in grösserem Umfang Geld leihen, sondern mehr oder weniger nur Scheingeschäfte zu diesem Zinssatz abschliessen, während sie den Grossteil der Rettungskohle einfach bei FED und EZB unterstellen oder sonstige Geschäfte ( eventuell auch Goldkauf) tätigen. Es ist auch kaum vorstellbar, dass der Interbankenmarkt ausgerechnet zu dem Zeitpunkt wieder einigermassen in Gang kommen sollte, da die bis vor Kurzem grösste Bankgesellschaft der Welt am Rande des Abgrunds steht. Die Backwardation beim Gold, sollte sie denn anhalten, wäre hier dann der Kanarienvogel in der gasverseuchten Mine.


    Danke noch, Minos ,für die Erläuterungen zur Gold Forward Rate - ich wusste nicht mehr, ob wir das in der Vergangenheit hier schon ausgeführt hatten.
    Eine Erklärung in englischer Sprache: http://www.wpbrokers.com/forward_prices_rates.htm


    Vorerst jedenfalls werden heute früh in Asien die Gewinne vom Freitag eingesackt, die Personalie aus Obamas geplanter Ministerriege , in diesem Falle als "Geithner-Effekt", macht die Runde.


    grüsse


    auratico

    Wir haben hier im Forum in Vergangenheit gelegentlich die Thesen von Antal Fekete diskutiert, der auf die Frage nach einem "sicheren" Zeichen für einen nachhaltigen Anstieg des Goldpreises (bei ihm auch Silber, das er ebenfalls als monetäres Metall ansieht) stets anmerkte: "Wenn Gold in Backwardation geht, wenn der letzte Contango gespielt wird". Einfach gesprochen also dann, wenn der Spotpreis über demjenigen des Terminmarktes liegt (in Wirklichkeit etwas komplizierter wg. "Gold Forward Rate") .Was bei Verbrauchsrohstoffen aufgrund saisonaler und anderer Gründe (Erntemengen, Produktionsknappheiten etc.) durchaus üblich ist, hat sich hingegen beim Gold als monetäres Metall seit 1999 ( Goldabkommen von Washington) nur ganz selten einmal ereignet, da es eigentlich immer in Contango gehandelt wurde.


    Das hat sich zumindest am vergangenen Freitag vorerst einmal umgedreht, d. h. im Moment könnte man - Comex-Lieferung vorausgesetzt - einfach einen Terminkontrakt erwerben, der unter dem Spotpreis liegt und diesen bei Fälligkeit mit Gewinn als physisches Material verkaufen, was freilich nicht lange gutgehen kann. Sollte diese Situation auch nur einige Zeit weiter anhalten, bedeutet es jedenfalls mit Sicherheit, dass das Vertrauen in die Lieferfähigkeit der Comex-Akteure drastisch abnimmt und der Bedarf nach physischer Auslieferung zunimmt bzw. die Währungsfunktion des Goldes in den Vordergrund tritt (Angst vor Dollarverfall - ziemlich sicher wg. Riesenproblem bei der Citigroup). Dann wären die erheblichen Preisaufschläge der Edelmetallhändler in den vergangenen Monaten eine Art Vorläufer der Backwardation am Terminmarkt gewesen.


    Möglich wäre freilich auch, dass diese Situation nur ein kurzzeitiger Ausrutscher wg. des heftigen Anstiegs des Goldpreises am Freitag war. In diesem Fall würde das "Goldkartell" wohl die Future-Händler mit wieder steigenden Terminpreisen dazu bewegen, auf physische Auslieferung zu verzichten und ihre dann wieder einsetzenden Papiergewinne weiterzurollen.


    Interessant ist es allemal...


    grüsse


    auratico


    "Ich sehe KEINE MÖGLICHKEIT, daß diese SCHULDEN JE ZURÜCKGEZAHLT werden können ohne erhebliche Abwertung des Dollar." :rolleyes:


    http://jsmineset.com/index.php…s-charts-from-trader-dan/


    Grüsse


    Nur, Edel, das ist keine neue Erkenntnis, dass dieser Schuldenberg nie mehr annähernd Pari zurückbezahlt werden kann. Das gilt aber ebenso für die Staatsschulden der Eurozone, die ja prozentual noch höher sind als jene der USA (freilich ohne deren riesiges Handelsbilanzdefizit).


    Dass hinter dem jüngsten massiven Anstieg der Treasuries vor allem die Chinesen stehen, dürfte auch ausgemacht sein. Kurzfristig gesehen kann es den USA eigentlich egal sein, ob Agency Bonds oder Staatsanleihen in US$ erworben werden, solange der Zustrom insgesamt nur anhält. Man überlässt nun die Finanzierung der Bonds von Fannie und Freddie eben ganz offiziell dem US-Schatzamt, nachdem ja eine Verstaatlichung defacto stattgefunden hat. Treasuries erscheinen da dann einfach liquider als Agency Bonds, auch wenn diese die gleiche Staatsgarantie aufweisen.


    Allerdings stellt sich die Frage, was die ausländischen Käufer ( nochmals: es SIND die Chinesen) der US-Schatzbriefe damit bezwecken. Die nächstliegende Begründung wäre, dass sie einem unkontrollierten Dollarverfall und damit einem Dahinschmelzen ihrer enormen Bondbestände eben nicht tatenlos zusehen wollen, sondern - während sie sich intern neu aufstellen -einen gebremsten Verfall in Kauf nehmen würden, wie er ja prägend für die letzten Jahre war. Nur brechen ihnen nun die Exporte weg, die als einzige Begründung für eine solche Lieferantenfinanzierung der letzten Jahre gelten dürfen.


    Dann noch die auffallenden Ankündigungen u.a. der Chinesen, dass man a) ein gewaltiges Binnenkonjunkturpaket auf den Weg bringen werde und b) dass man beabsichtige, die Goldreserven deutlich aufzustocken. Prompt schiesst der Goldpreis am heutigen Tag, nachdem zudem noch Gerüchte Fuss fassen, dass die USA die Zinsen bald auf NULL setzen werden, hoch. Klar dürfte aber freilich auch sein, dass der Dollar, sollte seine derzeitige Erholung andauern, bei USDX 90 einen ähnlichen bzw. einen viel, viel härteren Kampf als jenen bei USDX 80 auszufechten hätte. Dazu gehört dann natürlich auch ein schwerer Clinch mit dem Gold als Antidollar schlechthin. Ein Sieg des US$ über das Gold nach hartem Kampf wäre ganz bestimmt das ideale Szenario in den Köpfen von Fed und Schatzamt.Dann wäre die Entwicklung in Richtung Papier wieder "freigekämpft".


    Die andere Möglichkeit: das war´s fürs Erste mit der Rally von US$ und US-Bonds.
    Noch stinkt die Sache nach bewusster Inszenierung bzw. ist völlig unentschieden. Aber endlich wieder spannend nach dem langweiligen Goldgedümpel der letzten Wochen.


    grüsse
    auratico

    Chris Laird gibt dem Dollar noch 2-4 Jahre. Spätestens dann wird keiner mehr US-Bonds haben wollen. Vorerst jedoch geschieht genau das Gegenteil - alle wollen ihn, den US$:


    USD prospects


    First, as far as the USD goes, things don't look good. The USD already had big problems with the US fiscal and trade deficits totaling $1 trillion a year for the last 5 years. Now, the fiscal deficit alone will be over $1 trillion and growing. Sure, a slowing economy will bring down the US trade deficit, but the pressures on the USD are becoming big enough to cause real trouble.


    Another thing is that the USD has been held up for decades by the US appetite for imports. As the US economy falls into depression, the incentive for our trade partners to keep buying US bonds to fund our fiscal deficits dwindles.


    Right now, there is seemingly unlimited demand for US treasuries. But, that will change. Right now, there is flight to safety of any kind. Since every government on the planet is carrying a huge public debt, the US seems one of the best bets - for now.


    But, at a $trillion a year US fiscal deficit, and with other governments now needing to use their excess dollars to support their own fiscal deficits and try to prop up their economies (China for example), the appetite for US treasuries will fall dramatically at some point. Again, this is guaranteed by a big drop in US import demand.


    Currency crises, USD


    As we mentioned in the last public article, there are ongoing currency crises brewing right now. Russia is literally chewing through those foreign reserves they built up in the last 5 years commodity boom to defend the Ruble. They have been forced to give up.


    Korea has big trouble with the Won. They also have chewed through a lot of their foreign reserves defending it. And it's doubtful they have enough foreign reserves to handle a lot of short term commercial credit that is not rolling over, and their businesses are in big trouble from that, and that is building to a head in the next month. Russia has the same issues with having to roll over hundreds of billions of short term credit in the next month, aside from trying to defend the Ruble.


    The USD has strengthened from all this in several ways. It is in demand as the main settlement currency worldwide. That is why the US Fed has had to make unprecedented amounts of currency swaps with the world's central banks recently (currency swaps are where central banks trade currencies to get dollars or whatever between themselves).


    And then, as we mentioned before, the US treasury bonds are regarded as safe, for now.


    But the USD is reaching a tipping point. What's keeping it alive now is the flight to cash and safety. But that process will peter out, and then the $trillion dollar US fiscal deficits, combined with the pullback of trade partner interest in US treasury bonds will end up killing the dollar.


    How far off is that stage? Maybe 2 to 4 years. Frankly, I think it's nearer than we all might think. It certainly is now an imminent concern, not a thing far out in the future. It's even possible the USD could have a drastic fall in 09.



    http://www.gold-eagle.com/editorials_08/laird112008.html


    grüsse


    auratico