Beiträge von auratico

    Die Frage nach dem weiteren Verlauf des Dollarkurses ist so bedeutend, dass wir ihr hier weiterhin genügend Platz einräumen sollten.
    Heute ist wieder einmal ein Dollar-Recherche-Tag für mich.


    Die Spreads bei US-Junk Bonds schiessen inzwischen in unglaubliche Höhen - einzelne Langläufer von GM rentieren schon bei sagenhaften 50%:


    Average yields on US junk bonds have topped 20 per cent for the first time amid rising concerns about a protracted recession and a wave of corporate defaults.



    Some long-term bonds issued by General Motors, one of the biggest non-investment grade issuers, have been yielding more than 50 per cent.


    http://www.ft.com/cms/s/0/e86c…fd18c.html?nclick_check=1


    Die Emittenten von Kreditausfallderivaten (CDS) auf solche Papiere sehen sich nun einer noch nie dagewesenen Welle von Nachschusspflichten gegenüber. Alle diese Papiere sind in Dollar notiert. Um das nötige Geld aufzutreiben, müssen weiterhin alle verfügbaren Assets im In- und Ausland liquidiert werden, einfach alle. Solange diese Pleitewelle andauert - und sie wird andauern - bleibt der Bedarf nach Dollars hoch. Um die Nachschusspflicht bedienen zu können, hinterlegt man die kurzfristig sicherste Anlage, also US-Treasuries - u.a. daher rührt das ungebrochene Interesse an US-Schatzanleihen, obwohl sie keine Rendite abwerfen. Ein Anhalten der Verwerfungen auf den praktisch zur Gänze in US$ notierten Derivatemärkten (vor allem Junk Bonds und Schwellenländeranleihen) sorgt für ein ordentliches Kissen unter dem US$.


    Als Gesamtvolumen der ausstehenden in US$ notierten Derivate wird oft die Zahl von US$ 40 Billionen genannt. Diese Zahl als solche ist freilich weniger aussagekräftig (weil sich die Derivate im Idealfall gegenseitig ausgleichen sollten) als die Frage nach der Solvenz der Gegenparteien.


    grüsse
    auratico

    Der Kongressabgeordnete (und ehemalige Präsidentschaftskanditat) Ron Paul befragt Ben Bernanke zu seiner Sich auf den Dollar und will dann noch wissen, ob es bei der Fed Überlegungen gebe zu einer Alternative zum gegenwärtigen monetären Regime - und ob Gold in den Überlegugnen der Fed eine Rolle spiele:


    (...)


    Ron Paul: My question is, in your meetings, and you had a meeting just recently with other central bankers, does this thought come up about a new international world reserve currency, and if so, does the subject of gold ever come up?


    Could you tell me what kind of conversations you’ve had regarding a new reserve currency?



    Ben Bernanke: Yes, Congressman. I don’t think the dollar system is dead. I think the dollar remains the premier international currency. We’ve seen a good deal of appreciation in the dollar recently during the crisis precicely because there’s been a lot of interest in the safe haven and the liquidity of dollar markets.


    And the Federal Reserve has been engaged in swap agreements to make sure there’s enough dollar liquidity in other countries because the need for dollars is so strong. So I think the dollar system remains quite strong.


    I do agree with you very much on one point, which is about the current accounts. The current account imbalances have proved to a very serious problem. It was in fact the large capital inflows in those current accounts which created a lot of the financial imbalances we saw and have led to some of the problems we are seeing, and one of the silver linings in this huge grey cloud is that we’re seeing some improvement and greater balance in our current account deficits.


    Ron Paul: But does the subject of a new regime ever come up?


    Ben Bernanke: No, it doesn’t.


    Ron Paul: And does the subject of gold ever come up in any of your conversations?


    Ben Bernanke: Only in terms of the sales that the central banks are planning.


    http://www.ronpaul.com/2008-11…nke-about-world-currency/


    grüsse
    auratico

    JPMorgan gibt schon mal die Marschrichtung vor: Sie sagen voraus, dass die Fed die Zinsen in den nächsten Monaten auf NULL senken wird. Ist es dann endlich vorbei mit der gegenwärtigen Dollarstärke und kann dann das Gold endlich wieder hochmarschieren? NULLER als NULL geht ja nun wirklich nicht mehr.


    Fed to Cut Rates to Zero on Deflation Risk, JPMorgan Predicts


    By Jason Clenfield


    Nov. 20 (Bloomberg) -- The U.S. Federal Reserve will probably cut interest rates to zero percent over the next two months to staunch deflation, according to JPMorgan Chase & Co.


    The Fed will lower borrowing costs by 50 basis points at each of the next two policy meetings on Dec. 16 and Jan. 28, JPMorgan economist Michael Feroli wrote in a note to investors yesterday. The central bank will hold rates at zero for the rest of 2009 to prevent prices from spiraling down as companies cut jobs and banks reduce lending, stifling spending, Feroli said.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=anPQsS_15Tl4&refer=home


    grüsse
    auratico


    Ich glaube nicht, dass "tight money and a fiscal surplus" in der gegenwärtigen Rezession die unbedingt eingeforderten Bedingungen der Bondkäufer an die USA sind. Jeder weiss, dass es das nicht geben wird, und dennoch kommt es zu einem unglaublichen Andrang bei US-Schatzbriefen. Vielmehr zeigt sich, dass die Macht des US$ als Reservewährung gerade in Zeiten einer zugespitzen Krise eher noch zunimmt, ungeachtet von ansonsten belastenden Faktoren wie Handels- und Budgetdefiziten. Die Verluste an den zuvor mit billigem Kredit hochinflationierten Aktien- Rohstoff- und Immobilienmärkten sind derart aberwitzig hoch, dass die seitdem weiterhin hohe Geldmengenausweitung dagegen - zumal bis jetzt - nur wie ein laues Lüftchen wirkt.


    Das alles kann den Dollar ungleich länger stärken als das nach dem hyperinflationären Schulbuchwissen der Fall sein sollte. Die vielen Jahrzehnte Dollar-Regentschaft drücken sich in einer enormen Krise paradoxerweise als Stärke aus. In Osteuropa versuchen nun alle wieder panisch an Dollars heranzukommen. Vielleicht wird es in Russland sogar bald zu Kapitalverkehrskontrollen kommen, was den Dollar noch weiter stützen würde. Ist nun wirklich anzunehmen, dass dies nur eine kurzfristige Erscheinung bleibt? Es werden zwar weniger Agency Bonds à la Fannie und Freddie gekauft, dafür aber massenhaft T-Bonds.


    Nachdem der russische Aktienindex ratzfatz um gut eine Billion erleichtert wurde:


    The Kremlin already faces a run on Russia’s banks as depositors rush to switch their roubles into dollars, despite the $200bn financial rescue package. Russia’s Globex bank suspended withdrawals by depositors on Wednesday.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…r-and-bankrupt-state.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    quote='Schoerner',


    auratico,


    ich kenne Deine bisherige Anlagestrategie nicht, aber der obige Kommentar läßt bei mir die Alarmglocken schrillen: Neid ist der absolut garantierte Weg in den Verlust. Er führt dazu, daß man nämlich Vergangenes in die Zukunft projeziert und den WIllen entwickelt, in Zukunft "dabei zu sein".


    Keine Sorge, Schoerner, das mit dem "Neid" war natürlich ironisch gemeint, dafür das Chapeau für eine korrekte Voraussicht umso ernster. Und dass man den Willen entwickelt "dabei zu sein", halte ich für völlig normal, wenn man sich über seine Handlungen im Klaren ist. Oder wärest Du etwa gar stolz darauf, all die guten Anlagemöglichkeiten sowohl der Vergangenheit verpasst zu haben, wie auch die zukünftigen noch zu verpassen? Mein allergrösster Respekt in der gegenwärtigen Situation gilt sehr wohl denen, die die Abläufe am besten verstehen und dementsprechend handeln. Dazu hätte in den vergangenen Monaten (nicht Tagen, sondern Monaten, also im Rahmen einer mittelfristigen Entwicklung) durchaus hinzugehört, sein Spielgeld z.B. nicht in Minentitel sondern in Puts auf Finanzwerte zu stecken. Panik ist zumeist ein schlechter Ratgeber. Und physisches Gold hatte ich mir wahrscheinlich schon sehr lange vor dem Zeitpunkt besorgt, als Du, wie Du schreibst, deine Konten leergeräumt hast. Wenn alle bereits jetzt so radikal gehandelt hätten wie du, würde übrigens längst Blut auf den Strassen fliessen.



    Zitat

    Warum glaubst Du, gibt es so wenige Trader, die langfristig erfolgreich sind? Weil irgendwann der Zeitpunkt kommt, wo das bisherige Schema nicht mehr funktioniert. Irgendwann erwischt es jeden Zocker. Denn solange er erfolgreich ist, läßt er nicht die Finger davon - wäre ja auch absurd. So wie vllt. auch ein Warren Buffet trotz Langfriststrategie diesmal über den Jordan geht.


    Sehe ich auch so. Nur: ich sprach von wenigen, gezielten Trades aufgrund einer korrekten Sicht der Dinge, die die Sache rund machen. Und schon gar nicht von einem schematischen Vorgehen. Nur das ist die hohe Schule für den Privatanleger, der seine Lektionen (und davon gibt es reichlich!) gelernt hat und mit offenen Augen auf das Geschehen blickt ohne Handlungszwang. Ein berufsmässiger Trader handelt in der Regel ständig, lebt von kurzfristigen Spreadgewinnen, sofern vorhanden - und das zur Gänze auch noch monstermässig gehebelt. Nein Danke!
    Rechthaberei und Besserwissertum sind gefährliche Gefährten beim Investieren, und ohne Zweifel neigen viele Goldfreunde (bin selber einer) leider allzu oft zu einer solchen Haltung.


    Wenn Gold durch die Decke schiesst, ist es mir zu diesem Zeitpunkt dann doch völlig egal, ob mein etwaiger Put auf die Autobranche, der Absicherungscharakter hat und ein Nebenschauplatz ist, dabei flöten gehen sollte und im Extremfall sogar, wie derzeit, vielleicht ein Emittent dazu. Im umgekehrten Fall - und genau den haben wir derzeit - hingegen freut es einen zu Recht, wenn man bei dümpelndem oder gar sinkendem Hauptinvestment anderswo richtig liegt. Solche Instrumente sind, bedingt durch ihren Charakter als Inhaberschuldverschreibungen, nur kurzfristig sinnvoll für Menschen mit einem klaren Risikoprofil, keinesfalls als Dauerlanlage oder gar Hauptinvestment, wie sie die schamlosen Banken in Form von Zertifikaten (Lehman) an Abertausende Ahnungslose (z.B viele Rentner) verkauft haben.


    Schon vor jeder Finanzkrise war es so, dass 80% aller Calls und Puts wertlos verfallen sind, was völlig normal ist, denn sie dienen - ausser bei wilden Zockern, die gar kein Hauptinvestment haben, das überhaupt gehegt werden könnte - allem zuvor zur Absicherung. Hat hier auf den Goldseiten.de noch kaum je einer begriffen. Warum man z.B. physisches Gold und Gold Calls gleichzeitig haben sollte, war mir hingegen nie einsichtig. Nochmals zum Abschluss: in den jüngst vergangenen Monaten hätte man mit der rechten Sicht der Dinge ein Vermögen machen können. Das ist ein Faktum und keine Mutmassung. Der panikmässigen Kontenräumung hätte also zur Absicherung zumindest ein kleines, kluges Gegengeschäft zur Seite gestellt werden müssen, ohne jeden Tag auf die finanztechnische Apokalypse zu warten. Für diesen Fall sollte man ohnehin mit physischen Beständen vorgesorgt haben.


    grüsse
    auratico

    Tja, die "Experten" der Gold-und-Silberszene lagen mindestens genauso daneben wie die des Mainstreams. Quakten im Zweifelsfall was von "historischen Kaufchancen" bei Tretminen, statt was vernünftiges zu empfehlen, z.B. Puts auf Finanzwerte, und sei es auch nur als Hedging:


    Das wäre Ihr Preis gewesen


    Da war der 50-Bugger, den alle gesucht haben;)


    Völlig korrekt beobachtet. Wenn ich die letzten Monate geistig Revue passieren lasse, herrschte sowohl bei mir wie auch bei etlichen Freunden (und der überwiegenden Zahl der goldseitenforum-Poster) die Meinung vor, dass der Finanzsektor, angeführt vom US-amerikanischen, in brutale Schwierigkeiten geraten würde. Genauso ist es dann ja auch gekommen. Die Ansichten zur Rolle des Goldes in einer solchen Situation waren und sind naturgemäss unterschiedlich. Wo manche auf einen erheblichen Anstieg der Preise hofften, waren andere schon mit weniger zufrieden. Vom Silber will ich mal gar nicht reden.


    Entscheidend aber bleibt: wenn man (das galt zumindest für mich persönlich) wesentlich stärker von einem Niedergang der Finanzwerte als von einem rapiden Anstieg der Goldnotierungen ausging, hätte man auch dementsprechend handeln sollen, d.h. das physische Gold einfach halten und die freien Mittel dort platzieren, wo man sich "am sichersten" in Bezug auf die unmittelbar bevorstehende Entwicklung war, also logischerweise Puts, Puts und nochmals Puts. Habe das wider besseres Wissen nicht gemacht, und es wird mir eine wichtige Lehre bleiben. Die Chancen hier waren schlicht unfassbar - einen kräftigen Wald-und Wiesen-Put auf einen langjährigen Schrotthaufen mit absehbarer Entwicklung wie GM und verwandte Kandidaten, und das Portfolio würde wieder glänzen wie zu besten HUI-Zeiten.


    Ein unschätzbarer Vorteil bei der geistigen Beschäftigung mit der Rolle des Goldes ist ja, dass man dadurch im Laufe der Zeit regelrecht gezwungen wird, sich für die grossen Entwicklungen in der Finanzsphäre, auch und gerade die mittelfristigen (z.B. die gegenwärtige ,völlig logisch nachvollziehbare Nachfrage nach US$), zu interessieren. Der notwendige Schritt von der Einsicht zur beherzten Tat muss dann aber auch geschehen. Einige wenige strategische Deals im Jahr wären da vollkommen ausreichend, aber eben ohne die hemmende geistige Beschränkung auf nur steigende Werte oder einen einzigen Sektor.


    Und zu dem oben verlinkten Allianz-Put: der weckt bei mir die allerniedersten Instinkte - Neid pur. Dann aber eben doch auch: Chapeau !


    grüsse


    auratico


    Festzuhalten bleibt, dass Leute wie Gerbino mit ihrer seit Jahr und Tag dauerbullishen Haltung gegenüber Goldminen und Juniors zumindest bis zum heutigen Zeitpunkt vollkommen falsch gelegen haben. Juniorminen mit satten Reserven gibt es schon seit Längerem wie Sand am Meer zu Ausverkaufspreisen. Wenn er selbst in dem Sektor noch aus früheren Tagen investiert sein sollte und nicht (not)verkauft hat, müsste er, wie so mancher andere, heute zumindest auf gewaltigen Buchverlusten sitzen. Hatte er und geistesverwandte "Experten", die sich ihren Lebensunterhalt u.a. mit Aussagen zu Goldinvestments verdienen, dies korrekt vorausgesehen? Wohl eher nicht.


    Dies ist insofern von Bedeutung, als es sehr schwierig ist, mit Vorhersagen richtig zu liegen, während eine nachfolgende Analyse des bereits Geschehenen wesentlich leichter fällt, aber eben die analytische Kompetenz jener, die sich ständig öffentlich zu Goldfragen äussern, in Frage stellt. Ein grossprecherischer Silberapostel wie Jason Hommel z.B. ("Silber wird bald unbezahlbar etc. etc.") ist inzwischen zusammen mit seiner Mutti zum simplen Silberhänder mit Online-Shop mutiert und streicht, wie jeder andere ordinäre Silberdealer auch, derzeit einfach fette Spreads ein beim Verkauf an Silber-Kleinanleger, die zwar hohe Aufschläge beim Kauf bezahlen müssen, bei einem etwaigen Verkauf jedoch durch die Spread-Röhre blicken.


    Immer noch deutlicher als je zuvor erweist sich, dass die alles entscheidende Frage in Zusammenhang mit Gold nur jene nach dem zukünftigen Schicksal des Dollars ist. Zur Zeit jedenfalls ist die Nachfrage nach Dollars enorm. Einige der hinlänglich bekannten Gründe hierfür führt Gerbino an (Repatriierung von US-Hedge Fonds-Geldern aus ausländischen Anlagen, Margin Calls in US$ etc.). Ob er aber mit der üblichen Ami-Perspektive auch weiss, wie ungeheuer gross die auf US$ lautenden Privatschulden weltweit sind? In Osteuropa dreht sich, wie schon in den turbulenten 90ern, inzwischen schon alles wieder um den Dollar. Jeder will nun russische Rubel, ukrainische Grewina usw. loswerden und wieder in den Dollar gehen wie vor der grossen Rohstofffhausse. Angestellte wollen dort wieder in Dollar bezahlt werden, um die enormen Kaufkraftverluste ihrer notleidenden Regionalwährungen abzufedern.


    Nun ist die grosse Gretchenfrage, ob all dies nur eine kurze Phase vor einem nachfolgenden brutalen Inflationsschub (aufgrund des riesigen Finanzbedarfs der US-Regierung) sein wird, oder ob der US$ im grossen globalen Abwertungswettkampf trotz allem noch die begehrteste aller Fiat-Währungen bleiben wird. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen, dass das Gold immer noch fast ausschliesslich die täglichen Bewegungen des US$ in umgekehrter Richtung wiedergibt. Was aber, wenn der US$ auf dem bestehenden Niveau doch im Grossen und Ganzen einen Boden gefunden hätte (bis 89 im USDX scheint nun nur noch eine Frage von Tagen - und wird es das dann gewesen sein?)?


    Oder kommt es doch eher so à la Gerbino?


    These three reasons and the fact the dollar needed some sort of rest from the continuing multi-year down trend were why the dollar has been so strong while the Feds have been debasing it beyond belief in the last few months. As the dollar became in demand for the above reasons, gold which is denominated in dollars came down.


    The reasons above have most likely played out. This means the dollar should resume it weakness because when the trillions of new dollars that are being created start circulating in the economy, inflation will return to the U.S. with a vengeance.



    Wer in den letzten paar Jahren ein guter, beweglicher und vor allem unvoreingenommer Investor mit der richtigen Nase gewesen wäre, hätte:


    1) die Rohstoffhausse einige Jahre beherzt mitgemacht und dann mit satten Gewinnen raus - ja, erstmal in Fiat, wohin denn sonst?


    2) Öl bei den letzten Mondpreisen ebenso beherzt geshortet.


    3) nach all dem jahrelangen Lamentieren über die ausufernde Monsterverschuldung via Carry Trades in Yen diesen spätestens im vergangenen Sommer gekauft, als sonnenklar wurde, dass es zu massivsten Liquidierungen und nachfolgendem Bedarf nach den entsprechenden Schuldwährungen (ja, auch US$!) bei den strukturierten Finanzvehikeln kommen wird.


    Mit den Gewinnen aus einem solchen rationalen Vorgehen hätte man sich bei Lust und Laune eine Menge zusätzliches Gold kaufen können.
    Hätte, könnte, wäre....Fakt bleibt, dass nur wenige wirklich in der Lage waren/sind, den Verlauf der Ereignisse korrekt vorherzusehen. Geld z.B. in Goldminen zu investieren mit den scheinbar überzeugenden Argumenten eines "Experten" wie Gerbino war bis dato definitv eine falsche Entscheidung. Dass es in Zukunft einmal anders sein könnte, versteht sich von selbst, aber meinen Respekt als langjähriger Leser im Goldsektor hat nur noch, wer neben einer einleuchtenden makroönomischen Sicht auch kürzerfristige Entwicklungen (z.B. die gegenwärtige Liquidierungswelle) korrekt einzubeziehen bzw. vorherzusehen versteht. Das allein wäre die hohe Schule, und die gelehrige Analyse post festum bleibt intellektuell interessant, aber aus Investorensicht recht unerheblich.


    grüsse


    auratico


    Was ist bloß bei GM los!!!Wenn man bedenkt, dass GM mehr Umsatz macht als viele Staaten an BSP haben.
    Gruß Henry


    Die Frage , was bei GM los sein soll, erübrigt sich doch, wenn man dort seit 2004 gut und gerne 73 Milliarden US$ verloren hat und nun der ohnehin schon schlechte Absatz nochmals um 20% eingebrochen ist. Pro Monat wird eine Milliarde Cash verbrannt.


    Geld in der Autobranche verdient man nur noch als automobiler Hedgefonds, der seine Optionsgeschäfte auf der richtigen Seite tätigt.


    Porsche: Zocken statt Auto bauen - Gewinn explodiert auf 8,57 Milliarden € - Dividende wird angehoben


    Gewaltiger Gewinnsprung bei Porsche. Das Konzergebnis vor Steuern explodierte auf 8,569 Milliarden €. Mit Aktienoptionsgeschäften auf das VW-Papier verdiente der Konzern stolze 6,834 Milliarden €.


    http://www.wirtschaftsblatt.at…ome/index.do&_vl_pos=1.DT


    grüsse


    auratico

    Zitat

    [quote='Edel Man',index.php?page=Thread&postID=301076#post301076


    Beim nächsten Aufschwung sind mE auch einige 100 % drin.
    Das könnte auch für OK zutreffen, warten wirs ab.....
    Grüsse[/quote]


    Die ersten 100% vom Low weg sind schon geschafft. Die ganz Tapfereren, die noch Mut und Kohle hatten, um seriöse Explorer wie Orko am Tiefpunkt zu kaufen, sehen sich schon jetzt belohnt, falls sie auf Nummer sicher gehen und den Einsatz herausnehmen wollen.


    Wenn die derzeitige Erholung der Minenindexe kein Strohfeuerchen sein sollte, hat Orko, wie schon beim ersten Anlauf, noch einen schönen Weg nach oben vor sich.
    Kann einem Wert wie Orko, wo seit Monaten praktisch nur gute Explorationsergebnisse gemeldet werden, eine gewisse Indikatorfunktion für den gesamten Explorationssektor (nur die seriösen Werte mit nachgewiesenen Ressourcen) zugeschrieben werden? OK jedenfalls sollte man nun wieder genauer beobachten.
    Die nächste Ressourcenschätzung sollte noch im November kommen, das Geld für die Exploration reicht offenbar noch für 8 Monate. Letzteres ist bei den meisten Explorern nun die grosse Frage.


    Wenn ihnen das Geld ausgeht noch vor einer breitgefächerten Erholung des Sektors, könnten viele für Appel und Ei einfach aufgekauft werden -vielleicht sogar mit den gehorteten Zentralbankkrediten der "geretteten" Wall Street-Banken?



    grüsse


    auratico

    Für die Amis herrscht momentan einfach eine komplette Deflation, einschließlich ausländischer Assets, die sie schnellstens loswerden wollen/müssen. Das drückt sich natürlich für uns in einen steigenden Dollar aus. Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Aktienhausse war z.B. auch von Amerikanern, die nicht mehr wussten wohin mit dem billigen Geld, aufgebaut. Wenn die nun ihre Aktien hier wieder verkaufen, was machen sie? Genau, Dollar kaufen und nach Hause tragen. Selbst Dollar-Konten im Ausland lösen die Amis sicherheitshalber auf und nehmen die Dollars wieder nach Hause. Was muss die ausländische Bank dabei machen? Richtig, Dollar kaufen


    Wenn man beständig in seinen Überlegungen zur Finanzkrise immer nur von den USA ausgeht, besteht die Gefahr, wesentliche Punkte zu übersehen.
    Die gegenwärtige Stärke des Dollar hängt mindestens zur Hälfte gar nicht von US-Investoren ab, die nun ihre ausländischen Assets abziehen und in den Dollar repatriieren.


    Es ist vielmehr so, dass eigentlich erst jetzt, inmitten dieses ganzen Fiaskos, überdeutlich wird, dass sich gerade Fonds und andere Investoren aus UK und Europa für ihre globalen Investments (z.B. Rohstoffe und Schwellenländer) in einem Ausmass per Carry Trade in US-Dollar (und freilich auch in Yen) verschuldet haben, der jeden zuvor vorstellbaren Rahmen bei weitem sprengt. Daten hiezu sind ja kaum zu bekommen, deshalb wohl auch nun die grosse Verwunderung. Nur die allerklügsten Köpfe der Finanzwelt - und davon gibt es eben herzlich wenige - hatten dieses Szenario mitbedacht. Anscheinend sind die Investitionen aus England und Eurozone in den Schwellenländern auf Dollarbasis fünfmal so hoch wie durch US-Adressen selbst.Wenn man sich nur einmal vorstellt, welch unglaublicher Bedarf an US-Dollars dadurch bei erzwungener Glattstellungszwang entsteht !
    Das hätte ich, ehrlich gesprochen, ganz gern schon früher gewusst. Das Ganze riecht schon verdächtig nach "Zurück auf Pari" zwischen Dollar und Euro.


    Die grosse Frage ist nun, ob diese panikartig anmutenden Glattstellungen im Nu vorüber sein werden, oder ob der € weiterhin wie eine Schwellenländerwährung abverkauft wird. Dadurch wird ein immer dickeres Polster unter den US-Dollar gelegt, wenn dort bald einmal die Druckerpressen auf Volldampf laufen sollten. Auch ein möglicher Obama-Bonus nach der Wahl könnte dann eine Rolle spielen.


    Der Goldpreis kann in einer solchen Situation nur dann signifikant sich erholen, wenn es zu einem generellen Misstrauen gegen Papierwährungen kommen sollte. Bis dahin spielt es eigentlich nur die gegenwärtig betrübliche Rolle des € nach, leider. Die grosse Kohle jedenfalls ist im Moment wieder einmal eindeutig auf den Währungsmärkten zu machen . Der Yen ist schon seit Wochen ein "No-Brainer", mit dem dem sich anderweitige Verluste abfedern liessen und weiterhin lassen.


    Die an den Dollar gekoppelten Währungsblöcke von China bis arabischer Halbinsel freuen sich über schöne Überschüsse im kommenden Jahr, das am € orientierte Osteuropa wird heftig bluten.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    'Edel Man',
    Umso deutlicher sollte eigentlich zumindest eine Korrektur eintreten.



    Eine Korrektur nach oben aber. Es sind die unvorstellbar vielen Wetten gegen den Dollar, ausgedrückt in Abermilliarden an Währungsspekulationen (u.a. durch die Zentralbanken vieler Schwellenländer), die nun - bei erzwungener Glattstellung in der Krise - genau das Gegenteil bewirken und den Dollar hochtreiben. Der Dollar steigt und steigt, ja man konnte in den letzten Wochen mit kaum etwas anderem so gut und einfach von der Finanzkrise profitieren wie durch Befolgen dieses Trends. Alle brauchen im Moment verzweifelt Dollars - Ungarn, Ukraine, Pakistan, koreanische Banken, russische Banken, kasachische Banken etc, um nur einige wenige zu nennen. Natürlich auch die deutschen staatlichen Trotttelbanken von Bayern bis zur Ruhr. Das nennt man dann eben Payback. Die europäischen Banken stecken bis zum Hals in der Scheisse - und dies war den wirklich dafür Verantwortlichen schon bewusst, als alle Welt noch hämisch nur nach USA blickte, aber im von Feigheit geprägten Euro-Bankenwesen wird alles immer erst in der letzten Minute ans Licht kommen, was eben typischer Beamtenmentalität entspricht: Man weiss, dass im Ernstfall immer der Steuerzahler ran muss, doch bis zum letzten Tag zuvor lässt man den Bürokratenkönig raushängen.


    Ein Währungsverfall sieht anders aus, und wenn er eintreten sollte, wird man dies auch rechtzeitig erkennen können, u.a. am Goldpreis, der über seine angestammte Rolle als Antidollar noch nicht hinauskommt. Diese Ereignisse zu betrachten ist von grosser Bedeutung, wenn man den Dingen mit offenen Augen begegnet und nicht mit rostigen Scheuklappen.


    Der Dollar kann beim gegenwärtigen Stand des globalen Finanzdebakels nur dann erneut deutlich fallen, wenn China einfach aufhören würde, US-Schatzanleihen zu kaufen. Punkt. Werden sie das machen? In Bezug auf den Dollar gibt es keine andere Frage von Bedeutung. Ausser natürlich die direkte Monetisierung durch die USA selbst. Aber, wunderlich, die letzten Cash-Injektionen sind ohne Verkauf von Treasuries durch die Fed vonstatten gegangen, was den Dollar stark hält.Es scheint, dass die Qualität der bei der Fed untergestellten "Sicherheiten" durch die umfassenden Garantien als ausreichend eingestuft wird. Wie lange noch, dies freilich ist die entscheidende Frage, aber Geld verdienen kann man auch jetzt nur durch das rechte Timing und nicht durch sture Grundsatzüberzeugungen mit weissem Rauschebart.


    Und bitte Schluss mit mit jedem albernen Manipulationsgerede. Mehr als die halbe Welt braucht im Moment nichts so dringend wie den verpönten Dollar, um zerbröselte, auf Dollar lautende Schuldinstrumente zu bedienen. Die gesamte Welt agiert unfreiwillig wie das so oft zitierte "PPT".


    grüsse


    auratico

    Grrrr...Neid kommt auf, wenn man den "Abschiedbrief" des Hedge Fonds-Managers Andrew Lahde an die korrupte Finanzwelt liest. Er sagt tschüss mit einem Riesengewinn dank richtiger Markteinschätzung (Subprime- und Banken-Shorts) und scheint nun in das Lager der Hanf- und Marijuana-Jünger überzuwechseln. Wie es scheint, war man mit der Tüte in der Hand am besten in der Lage, sich dem "Global Economic Collapse" erfolgreich zu entziehen:


    Oct. 17 (Bloomberg) -- Andrew Lahde, the hedge-fund manager who quit after posting an 870 percent gain last year, said farewell to clients in a letter that thanks stupid traders for making him rich and ends with a plea to legalize marijuana.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aVUE96d.HKyw&refer=home


    grüsse


    auratico

    Ein Durchhalteartikel von John Embry. Wir sind wohl alle nun sehr vorsichtig geworden mit Prognosen und Prophezeiungen angesichts der gewaltigen deflationären Abverkäufe von buchstäblich jeder Investmentklasse, eingeschlossen leider natürlich auch Gold, Silber, Öl, Metalle und was weiss ich noch.


    Er aber hält das Gold-Fähnlein hoch mit der Aussicht auf "surreal hohe Goldnotierungen" und fragt sich, wie so viele derzeit, wann die Comex-Notierungen von der physischen Nachfrage überrannt werden. Sicher ist gar nix mehr, so viel steht fest. Auch Embry als Goldmineninvestor hat sich natürlich in den letzten Monaten kräftig geirrt. Aber gut:


    Rescue will send gold to surreal price levels



    http://www.sprott.com/pdf/investorsdigest/digest.pdf


    grüsse


    auratico

    50$ in drei Minuten50$ runter für das Gold in drei Minuten, in einem Ruck (http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=n…id=aiRGAOZJja9g). Jeder Verkauf in Tranchen hätte zumindest noch einen besseren Durchschnittspreis für diese "grosse Adresse" bedeutet. Notverkäufe durch Hedge- und andere Fonds, Zentralbankverkäufe?


    Gold darn it


    Oct 16 15:53
    by Tracy Alloway


    Gold fell a massive $50 within the space of three minutes today.


    There are whispers (unsubstantiated) of central bank interference or possibly a liquidation trade by a rather large player.


    A hedge fund dumping gold would make sense in this environment as they struggle to meet liquidity and redemption pressures in the pursuit of cold, More…
    Gold fell a massive $50 within the space of three minutes today.



    A hedge fund dumping gold would make sense in this environment as they struggle to meet liquidity and redemption pressures in the pursuit of cold, hard cash.


    What confuses us though is why the trade was done in a massive clump as opposed to a series of smaller trades — which may well have fetched better prices.


    So we leave you with this mystifying comment from Peter Grandwich at Agoracam, aptly titled “Gold-What the *&^%&” :


    Earlier this morning, I commented to Marketwatch that gold was being sold off in the worldwide drive for any liquidity. And of course, when Crimnex opened for trading, it fell $50 in about 3 minutes. In 25 years watching gold trade, I don’t recall ever seeing such a drop in such a short time. It’s as if all traders move aside and a seller sold into thin air.


    http://grandich.agoracom.com/2008/10/gold-what-the/


    grüsse


    auratico

    Es wird jeden Tag noch deutlicher, dass das Verhalten der meisten europäischen Grossbanken (inkl. deutsche Landesbanken) im Grunde alles in den Schatten stellt, was im Vergleich dazu die US-Banken sich an Hebelinvestments geleistet haben. Nun nimmt ihnen die EZB erstmals jedes, aber auch wirklich jedes in Dollar notierte Schrottpapier (inzwischen schon BBB-Ratings !) ab, weil sie sonst an ihren in Dollar zu zahlenden Schulden sofort ersticken würden. Gut 12 Billionen US$ Verbindlichkeiten türmen sich in den Büchern der europäischen Banken.


    Falls es da draussen immer noch jemanden gibt, der sich über sie derzeitige Dollarstärke wundern sollte:


    The standard for collateral has been slashed from A- to the once unthinkable level of BBB-, allowing distressed banks to offload securities that cannot be sold on the open market. It greatly widens the range of instruments and – crucially – lets banks use their dollar assets for the first time.


    The radical shift in policy suggests that the ECB is now deeply alarmed by the crunch facing European banks as a violent unwinding of debt leverage across the world forces them to repay huge sums in dollars.


    Goldman Sachs estimates that non-US banks have liabilities of $12 trillion (£6.8 trillion) on dollar balance sheets. The European, British, and Swiss banks make up the lion's share, and they have used leverage far more aggressively than US banks. Analysts say the European banks will need to raise $400bn in fresh capital – no easy feat at a time when burned investors are keeping their distance.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…-civilise-capitalism.html


    grüsse


    auratico

    Das heißt, das die Verkäufer bzw. Halter der CDOs 91,25 cent pro versichertem Dollar auszahlen müssen. Das ist auch für eine Bankpleite sehr viel, normalerweise liegt bei einem
    Bankrott die Auszahlungsrate im bereich von 50-60% und nicht bei über 90%. Da werden nun einige Firmen zusammen über 270 Milliarden Dollar auftreiben müssen.


    Das Netto-Exposure bei Kreditausfallderivaten ist aber normalerweise nur ca. 2% des Bruttonominalvolumens. 7 Milliarden $ dürften dann wohl realistischer sein, und verteilt auf wieviele und wen? Ein paar kleinere Hedge Fonds könnte es da schon terminal erwischen, wenn sie nicht rechtzeitig Gegengeschäfte geschrieben haben. In zwei Wochen wird man wahrscheinlich wissen, wen es da getroffen hat. Ansonsten ist das ja ein in sich geschlossener Kreislauf - wenn an einer Stelle Verluste anfallen, gewinnt eben auch immer jemand in dem CDS-Karusell. Der Grossteil der Verluste musste bereits bei der Lehman-Pleite in die Bücher genommen worden sein, wenn es stimmt - wie unten angeführt -, dass die Verkäufer der Derivate ihre Positionen täglich neu anpassen müssen. Statt wie vor der Auktion angenommenen ca. 85 Cents sind es nun eben 91,25 nach dem "Settlement".


    Eraj Shirvani, chairman of International Swaps and Derivatives Association (ISDA), the industry body that manages the auctions, said these concerns were misplaced.


    “Sellers of protection mark their positions to market every single day. So those firms have already marked down and provided collateral against their positions. As a result, there should be little or no unanticipated additional cost involved in the settlement of Lehman CDS,” said Mr Shirvani, who is co-head of European credit at Credit Suisse. Net exposures were usually about two per cent of the gross amount, which vastly reduced the potential cashflows. Assuming $360bn of gross exposure, this would translate into $7.2bn if these estimates are correct.


    http://www.ft.com/cms/s/0/d967…07658.html?nclick_check=1


    grüsse
    auratico

    Sollte es so kommen, wie hier (aus "Midas") beschrieben, dann könnte man sich als Goldbesitzer jetzt eigentlich nur noch zurücklehnen, weil man seinen Teil erledigt hat.
    Höchstens noch einige Tage Krampf und Gewurstel, und dann " wird sich das Gold für den Normalbürger als unerreichbar erweisen. So muss der Plan lauten, denn der einzige Weg, um die Banken zu rekapitalisieren besteht darin, das Gold um das Zehnfache, das Hundertfache oder gar das Tausendfache aufzuwerten."


    "I don't think there are any band aids left that can last more than 3-5 days at a time. Gold and Silver [and the shares] will catch a bid that has never been seen before. Couple this bid with virtually no supply and the results will be a move to the upside in an asset class as has never been seen nor imagined before. I spoke over the weekend with a liaison to several European banks and he advised me that a waiting period of at least 3-4 weeks for Gold delivery is now the norm. He has never seen anything like this in his thirty years. As the banking system unravels, whatever little physical supply that is left will disappear. The jig is up, either you are out of the paper system or you go down with it. There will be NO paper survivors, either you are a charter member of the next banking system or you will be leapfrogged and left behind.


    The Price of Gold will be beyond the reach of the common man. This has got to be the plan, the only way to recapitalize the banks is to revalue Gold up 10 fold, 100 or even 1000 fold."


    grüsse


    auratico

    Mann, wovon träumst Du denn nachts! Ich schätze eher, dass die neue "Strategie" der FED bereits auf die F&F Papierchen ausgerichtet war! Ich sehe in den Medien nur Nachrichten wie "FED-Rettungsaktion verpufft!"... Ben geht der Arsch auf Grundeis und Hank fürchtet um seine GS-Aktien, George will keinen negativen Eindruck im Geschichtsbuch hinterlassen ...


    Ich ersuche um Mässigung im Tonfall, zumal dann, wenn auch noch Inkompetenz im Spiel ist.
    Die jüngst erlassene neue Ankaufstrategie der Fed hat eben so gut wie keine Bedeutung gehabt für die Versteigerung der Fannie- und Freddie-Kreditausfallderivate, weil diese durch die längst ausgegebene Garantie für die Schulden der beiden Institute einen Schutzschirm übergestülpt bekommen haben. Deshalb auch habe ich darauf hingewiesen, das die echte Nagelprobe für das weitere Schicksal der unbesicherten CDS (z.B. jene von Lehman) noch aussteht, in diesem Falle am kommenden Freitag.


    Ferner sollte hier endlich ein für allemal mit dem Unsinn aufgeräumt werden, dass Hank Paulson noch Aktien oder Optionen von Goldman Sachs hält. Wer in USA ein öffentliches Amt bekleidet, muss sich von Aktien, die einen Interessenkonflikt bedeuten könnten, trennen. Als Ausgleich für diesen Zwangsverkauf fallen beim Verkauf keine Steuern an. Genau dies hat Paulson mit Amtsantritt gemacht, und das hat nun den paradoxen Nebeneffekt, dass ihn alle um diesen Vermögenserhalt beneiden. Nein, Paulson hat keine Goldman Sachs-Aktien mehr - könnten die Herren Nachwuchsweltverschwörungtheoretiker diesen Umstand endlich einmal zur Kenntnis nehmen?


    grüsse


    auratico

    So, die ersten Zahlen von der von vielen mit Schrecken erwarteten Auktion der Fannie und Freddie-Kreditausfallderivate sind da. Wie hier schon in den letzten Tagen von mir angedeutet, war die Panik angesichts der Rundum-Garantie für die Schulden von Fannie und Freddie durch die US-Regierung unbegründet. Tatsächlich liegen die Zahlen deutlich über dem, was noch bis zuletzt von all den sogenannten professionellen Analysten vorhergesagt wurde - relativ nah bei pari sogar die meisten Tranchen:


    Fannie Mae Senior -91.51%
    Fannie Mae Subordinated - 99.90%
    Freddie Mac Senior - 94.00%


    VIEL interessanter wird es am Freitag, wenn die unbesicherten Lehman-Derivate im Nominalwert von 400 Milliarden „gesettlet“ werden müssen.


    Und das wissen Bernanke und Paulson ganz genau. Die heutige Brachialaktion der Fed, nun auch unbesicherte kurzfristige Unternehmensanleihen (commercial papers) aufzukaufen, die derzeit völlig unverkäuflich sind, passt genau in dieses Bild. Nach einem solchen Schritt könnten sie dann durchaus noch einen weiteren tun und sich im Falle einer Bieterkatastrophe, die bei Fannie und Freddie-Derivaten ausblieb, dann auch solche Lehman-Schrottpapiere in den Bilanzen der Banken einfach zu übernehmen.


    Damit würde die Fed, die ohnehin nun praktisch bankrott ist und bald wirklich mit dem schon legendären Helicopter- Gelddrucken anfangen muss, auch noch zum ultimativen CDS-Broker. Man beachte dabei, dass die Fed nun exakt so vorgeht, wie es das Schattenbanksystem der globalen Bankrotteure in den letzten Jahren vorgemacht hat: der ganze Schrott wird nun in einer bzw. wahrscheinlich mehreren eigens gegründeten - diesmal staatlichen - Zweckgesellschaft(en) entsorgt.


    Die alles entscheidende Frage dabei wird aber sein, wie viel von diesem finanztechnischen Nuklearschrott an OTC-Derivaten könnten auf diese Weise entsorgt werden, ohne dann wirklich den absoluten Crash herbeizuführen. Das würde wohl nur funktionieren, wenn es zu einer Art totalen, kollektiven Verdrängungsleistung käme, wobei alle Beteiligten einfach so tun, als ob es all den modrigen Derivaten in diesen dann staatlichen Zweckgesellschaften ohnehin halbwegs gut geht, weil sie nun unter den Fittichen des „lender of last resort“ firmieren, der dann Phantasiepreise ausweisen könnte bzw einfach gar keine Meldung dazu mehr verlauten lässt. Die Wette der Fed scheint zu sein, dass sich die hochinflationären Implikationen einer solchen Vorgangsweise mit dem gegenwärtigen hochdeflationären Szenario an den Kredit-Aktien- und Rohstoffmärkten im Laufe der Zeit gegenseitig irgendwie aufheben wird.


    grüsse


    auratico