Beiträge von auratico

    Mann mann mann, blicken die Beteiligten überhaupt selber noch durch, welche der vielen Lügengeschichten jetzt die wahre ist?


    Doch, man kann schon durchblicken, wenn man sich die Mühe macht. Die oben von Imperator eingestellte Meldung gibt die Situation durchaus korrekt wieder. Die Einzelheiten dieses infamen Deals, der keinesfalls der letzte in dieser Art bleiben wird, sind interessanterweise in der deutschen Presse in ihrer vollen Bedeutung noch gar nicht angekommen.


    Bear Stearns ist/war bei vielen Derivatgeschäften von JP Morgan die Gegenseite. Wenn etliche dieser Papiere, was sehr zu erwarten steht, weiteren Abschreibungsbedarf haben oder - was ebenso wahrscheinlich ist - irgendwann in näherer Zukunft einmal gänzlich wertlos werden sollten, fällt der Verlust aber eben nicht mehr beim ursprünglichen Verlierer dieser Transaktionen (JP Morgan) an, dessen Counterparty ja insolvent wäre, sondern bei der FED, sprich beim Steuerzahler. JP Morgan muss schlimmstenfalls noch mit 2 Milliarden Verlust aus diesen Monstergeschäften mit Bear Stearns rechnen. Die Risiken im mittleren zweistelligen Milliardenbereich hingegen werden damit sozialisiert.


    Vor diesem Hintergrund ist es dann ein Leichtes, ein Quartalsergebnis abzuliefern, dass "besser als von Analysten" erwartet ausfällt, weil man die Risiken ja schon zuvor im Expresstempo aus den eigenen Büchern weg auf die Allgemeinheit hin verschoben hat. Das ist die US-Variante der deutschen Situation bei den Landesbanken. Vom Marketing-Standpunkt aus betrachtet ist die Sache bislang hüben wie drüben perfekt gelaufen. Noch ist z.B. den meisten Bundebürgern überhaupt nicht bewusst, was die Katastrophe bei den Landebanken inkl. IKB wirklich bedeutet. Die Leute haben es zwar irgendwo auf Seite 24 der lokalen Tageszeitung überflogen, doch dass damit der finanzielle Spielraum von Bund, Ländern und Gemeinden dramatisch eingeschränkt wird, werden sie wohl erst im Laufe der Zeit erkennen. Vom Schwimmbad über Strassenerhalt wird jeder kommunale Bereich leiden, und die entsprechenden Trägergesellschaften werden auch niemanden mehr neu einstellen können. Aber hierzulande ist jeder dämliche Zumwinkel für wochenlange Gespräche am Arbeitsplatz und in der Kneipe gut, während die wahre Bedeutung der kriminellen Vorgänge eines vollkommen korrupten globalen Finanzsystems, in dem die teutonischen Provinzmichels sich so pudelwohl gefühlt haben, schlechterdings nicht "rüberkommt" bei der apathisch gewordenen Wählerschaft.


    grüsse


    auratico

    Also, wenn sich die in dem untenstehend verlinkten Artikel geäusserten Bemerkungen irgendwann als zutreffend erweisen sollten...dann Gute Nacht!


    Noch kann das wohl nicht endgültig bewiesen werden, was hier von einem langjährigen Optionshändler ausgeführt wird, doch im Grunde sagt er nichts anderes, als dass das Bear Stearns-Grounding alles andere als mit ganz glühendheisser Nadel gestrickt war, sondern bereits einige Zeit zuvor in der Pipeline lag. Allein das genaue Procedere stand bis kurz vor Bekanntgabe des spektakulären Bail Out-Deals noch nicht fest. Es scheint jedenfalls, dass der Aktion höchst merkwürdige und unglaublich profitable Geschäfte mit Put-Optionen in zwei Etappen vorausgingen, die der Autor genau auflistet. So gelangt er zu der Auffassung, dass sich Insider mit Kenntnissen über die Pläne der FED sehr genau auf diese scheinbar überraschende Aktion vorbereiten und davon profitieren konnten. Oder doch vielleicht etwas zu verschwörungstheoretisch? Time will tell us:


    In this article John makes the case that the Bear Stearns collapse was artificially created so that insiders could take large short positions in Bear Stearns stock prior and so that J.P. Morgan would in effect be paid $55 Billion of US tax payer money to shore up themselves and to buy Bear Stearns.


    Auszug:
    But this scenario has enormous implications. It means that the deal was already arranged on March 10 or before. That contradicts the scenario that is promoted by SEC Chairman Cox, Fed Chairman Bernanke, Bear CEO Schwartz, Jamie Dimon of J.P. Morgan (who sits on the Board of directors for the New York Federal Reserve Bank) and others that false rumors undermined the confidence in Bear Stearns making the company crash, notwithstanding their adequate liquidity days before. I would say that the deal was arranged months before but the final terms and times were not determined until maybe March 7 or 8, 2008.



    For example, between March 11-14 inclusive, there was 20,000 contracts traded in the April 20s, 3700 contracts traded in the April 22.5s, and 8000 contracts traded in the April 25s. In the March 25s there were 79,000 contracts traded between March 11-14, 2008.


    Question: Why did the options exchanges not open the far out of the money puts for trading the first time that BSC hit 70, when the Aprils and Marchs had far more time to expiration. Certainly if the requesters were legitimate hedgers or speculators, buying the March and April with two and three months to expiration was more appealing.


    Answer: The insiders were not ready to collapse the stock and did not request the exchanges to open the new series then.



    http://www.itulip.com/forums/s…ead.php?p=33768#post33768


    grüsse


    auratico


    Im übrigen les ich jetzt immer öfter, dass 4 große hedgefonds in die midcaps und Großen drin sind und die Juniors shorten.
    Dass das passieren wird, hab ich ja schon vor fast einem jahr vermutet. Dachte nu, das komme erst Ende 08, Anfang 09......
    Das ist ja nicht negativ an sich....


    Grüße
    Tschonko


    Tschonko, dein letzter Satz zumal scheint doch etwas erklärungsbedürftig. Wer auch immer die Juniors in den vergangenen Monaten geshortet haben sollte, hat dabei jedenfalls einen verdammt guten Job gemacht. Daran hat sich leider auch gezeigt, dass die Explorer sowohl im Aufwind als auch im Kursverfall VOLLKOMMEN von den Hedge Fonds abhängig waren bzw. immer noch sind. Die Hedge Fonds geben hier die Stossrichtung vor und die Retail-Investoren sind völlig bedeutungslos für den Kursverlauf. Eine wichtige Lektion, auch fürderhin. Die tröstlichen Ausnahmen im Depot hingegen sollte man nun ganz besonders im Auge behalten, aber auch da sind m.E. keine Schnellschüsse nötig.


    Mit den hier so verhassten Papiervehikeln auf Gold, Silber Palladium etc. hätte man in der letzten Zeit ohne besonders verfeinerte Kenntnisse ein Vermögen machen können (um dann später mit dieser Kohle in die inzwischen lachhaft bewerteten Explorer einzusteigen), während das Gros der kleinen Minenwerte förmlich in den Orkus geprügelt wurde. Ferner ist inzwischen auch sonnenklar, dass ein erheblicher Teil der US- und der kanadischen Retail-Investoren seit Jahren bei den Minen mit heftigstem Margin unterwegs war und hier wohl einen schnellen Rabatt für ihre überteuerten Hypotheken erwirtschaften wollten. Diese Glücksritter haben nun schon seit einiger Zeit ihre Positionen aufgeben müssen.


    Im Nachhinein lässt sich die Sache natürlich besser übersehen als zuvor, Kunststück. Man sollte sich dieser enormen Fragilität der Explorer aber noch besser bewusst werden als es ohnehin schon jedem Investor in diesem Bereich wohl bekannt ist. Diese Teile MUSS man HANDELN; wer hier auf langjährigen Wertaufbau setzt mit schönen Tabellen über Ressourcen, Reserven u.ä. in der Hand, verkennt die brutale, spekulative Struktur des gesamten Marktsegmentes. In den letzten Monaten war es vollkommen einerlei, was je zuvor getreulich an Informationen über einen bestimmten Minenwert geschrieben und zusammengetragen wurde. Das Kreditdilemma gibt die Richtung vor und nicht die zuvor eingespielten Bewertungsmasstäbe.


    Von den mir bekannten und z.T. geschätzten Minenschreiberlingen hat nicht ein einziger das Debakel bei den Explorern in der tatsächlichen Tragweite richtig vorausgesehen. Und dass Minenwerte, die inzwischen bis zu 80% von ihren Höchstständen entfernt notieren, wahrscheinlich nun eher günstig sind, ist auch keine sonderlich interessante Tiefenanalyse. Das Timing für den gesamten Sektor bleibt der entscheidende Punkt, viel mehr als die einzelne Aktie.


    grüsse


    auratico

    Dieser Thread kann wohl bald geschlossen werden. Denn: wir haben das Schlimmste nun hinter uns und befinden uns in der dritten oder gar schon vierten Phase der Krise. Dies meint zumindest der höchstbezahlte Banker der Wall Street von Goldman Sachs, Herr B(l)ankfein:


    Goldman Sachs' Lloyd Blankfein sees end of credit crisis


    By James Quinn, Wall Street Correspondent



    Last Updated: 12:57am BST 11/04/2008




    Goldman Sachs chairman and chief executive Lloyd Blankfein has declared the beginning of the end of the credit crisis - just as Wall Street rival Lehman Brothers took a further $1.8bn (£900m) credit crunch hit.


    Mr Blankfein believes markets are probably in the late stages of the global credit crisis that began last summer.


    However, he chose not to predict when it will end.


    http://www.telegraph.co.uk/mon…2008/04/11/cnsachs111.xml


    grüsse


    auratico

    Unerbittlich optimistisch eingestellt für die Preisentwicklung von Gold und Silber bleibt Jim Willie. Geldtheoretisch zwar ungleich gebildeter als etwa ein Herr Eichelburg und im Gegensatz zu diesem auch mit der Logik und den Profitmöglichkeiten von Terminmarktgeschäften vertraut, neigt aber auch er m.E. dazu, die diversen lebensverlängernden Tricks aus dem Arsenal der Zentralbankarmada zu unterschätzen.


    Daher sieht er die erfolgte heftige Korrektur als im Grunde beendet an und rechnet von hier an nun wieder, angefeuert von weiteren Zinssenkungen und andauernden Verwerfungen bei den Derivatenmärkten, mit einem neuen Anlauf auf die letzten Höchststände bzw. darüber hinaus. Besonders optimistisch fällt dabei der Blick auf die Silbernotierungen aus:


    "Silver is behaving with more of a stiff backbone than gold. Sure, it took a big hit, enough to give investors a nice discount on silver additions to the portfolio. Silver displays a stronger adherence to its uptrend line. It too has rising moving averages. All the volatility seen since mid-March remarkably has not done much technical damage on the chart. A new base is being created, for a price advance into the 20s soon, like this spring. Do not be surprised if silver vaulted toward the 25 level within two or three months."


    http://www.financialsense.com/…als/willie/2008/0408.html


    grüsse


    auratico

    Um all den nervenschwachen zittrigen Händen im Goldsektor seine Entschlossenheit zu demonstrieren, hat Jim Sinclair sich nun nach dem letzten rapiden Preisrückgang beim Gold zu einer markanten Wette herbeigelassen: Er wettet um 1 Milllion $ (sic!), dass der Goldpreis noch vor der zweiten Woche im Januar 2011 bei mindestens $ 1650/Oz stehen wird. Gesucht wird nun ein finanzkräftiger Bär, der sich auf diese Wette einlässt.



    So, nun hat er offensichlich schon einige Tage nach Verlautbarung dieser Wette einen Goldbären gefunden, der sich auf die Wette eingelassen hat. Ob dies ein gutes Zeichen ist für den Goldpreis? Es haben sich wohl etliche junge Derivatenhändler gemeldet, und wahrscheinlich ist Sinclair mit einem von denen die Wette eingegangen:




    Dear Friends,


    My reason for proposing this wager is to demonstrate the conviction I have to my viewpoint on gold. In order to ease the pain of the latecomers to this normal to gold market action, I am putting my money where my mouth is.


    In all honesty I actually believe $1650 is low for that date.


    Serious inquiries on this have been primarily from young derivative dealers, which I was expecting.


    By Monday I expect the wager contract to be finalized with a party that has offered to take me up on this bet. Details will be posted once the process is complete.


    I believe this is a sucker bet. I am not the sucker.


    Respectfully yours,
    Jim


    grüsse


    auratico

    6 Wochen wäre besser, meine Put OS der Deutschen Peanutsbank laufen nur noch bis Mitte Juni (bin zwar dick im Plus aber noch dicker wäre )


    Take the money and run. Zur Zeit sind doch alle short und wollen abcashen wie zuletzt die Longies beim Gold.


    Vielleicht hilft ja Soros´ genauere Analyse weiter - sein neues Buch soll noch heute online gestellt werden:


    "Mr Soros, who believes asset prices have yet to bottom, made the comments in his latest book, The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crisis of 2008 and What it Means.


    The book, which includes his outlook for the global economy in 2008, will be published online later today."


    http://www.telegraph.co.uk/mon…008/04/03/bcnsoros103.xml


    grüsse


    auratico

    Sechs bis acht Wochen gibt George Soros der gegenwärtigen "Erholung" auf den Aktienmärkten, dann werde die Talfahrt wieder aufgenommen.


    Genug Zeit für etliche Grossakteure, sich von ihren Beständen halbwegs in Ruhe zu verabschieden. Vollkommen richtig, dass Soros den Finger in die eigentliche Wunde legt, die Credit Default Swaps. Trotz all der jüngsten Aufregung an den Finanzmärkten und der Konzentration auf allerlei Rettungsaktionen diesseits und jenseits des Atlantiks, scheint die Mainstream-Presse dieses eminent wichtige Thema nach kurzzeitiger Beachtung im Zuge des AMBAC-Debakels schon fast wieder vergessen zu haben. Doch dieser Springteufel wird wieder aus seiner Kiste springen, wenn die bislang tatsächlich virtuos von FED und Paulson gesteuerte Krisenpsychologie/Gehirnwäsche sich wieder verselbständigen wird. Derzeit schaffen sie es ja, eine Art überstaatliches Kuschelsentiment zu schaffen, indem sie ihre Institutionen wie einen Stall zu Bethlehem führen, in dem jeder seine erschöpften, zahnlosen Tiere zur kostenlosen Pflege abstellen darf. Immer noch zu wenige Menschen wollen oder können im vollen Umfang begreifen, dass sie es sind, die sowohl die Stallmiete als auch die Pfleger bezahlen müssen, während der vermeintliche Besitzer sein Vieh schon mehrfach verkauft hat und gar nicht mehr auffindbar ist:


    George Soros erwartet nach der Erholung neue Tiefs



    Investmentguru hält die gegenwärtige Finanzkrise für die schlimmste seit der Großen Depression in den 1930er Jahren.


    Die gegenwärtige Erholung der Finanzmärkte ist nach Ansicht des US-Milliardärs, der einst gegen die Bank von England spekulierte und durch den Erfolg seines Quantum-Hedgefonds zum "Investmentguru" wurde, nur ein kurzes Intermezzo.


    "Wir hatten ein gutes Bodenniveau erreicht", sagte Soros im Bezug auf die Rally am Aktienmarkt, die im März auf die angekündigte Übernahme von Bear Stearns durch JPMorgan gefolgt war. "Um ein endgültiges Bodenniveau dürfte es sich aber nicht gehandelt haben." Die derzeitige Erholung dürfte sechs Wochen bis drei Monate dauern. Danach werde es weiter abwärts gehen.


    Aus Sorge um die Verwerfungen an den Finanzmärkten infolge der Subprime-Krise war der 77jährige Soros vergangenen Sommer zu einer aktiveren Rolle beim Quantum Endowment Fund zurückgekehrt.


    Einen möglichen nächsten Krisenherd sieht Soros in den Kreditausfall-Swaps. Mit diesen Kontrakten sichern sich Anleihegläubiger gegen eine Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen ab. Soros warnt, dass der Markt für die Ausfall-Swaps unreguliert sei. Niemand wisse, ob die Gegenpartei be einem Swap-Kontrakt ihren Verpflichtungen bei der Insolvenz eines Anleieemittenten auch wirklich nachkommen kann.


    http://www.wirtschaftsblatt.at…l_backlink=/home/index.do


    grüsse


    auratico

    Naja mal nicht gleich den Teufel an die Wand malen. 2030 steht Gold sicher auf 1200$und Silber bei 25$. Das ist zwar nicht ganz die Inflationsrate aber man kann eben nicht alles haben. :D


    Überzeugte Gold-Bullen denken und handeln anders. Um all den nervenschwachen zittrigen Händen im Goldsektor seine Entschlossenheit zu demonstrieren, hat Jim Sinclair sich nun nach dem letzten rapiden Preisrückgang beim Gold zu einer markanten Wette herbeigelassen: Er wettet um 1 Milllion $ (sic!), dass der Goldpreis noch vor der zweiten Woche im Januar 2011 bei mindestens $ 1650/Oz stehen wird. Gesucht wird nun ein finanzkräftiger Bär, der sich auf diese Wette einlässt.


    Etwas komische Methoden inzwischen vom guten Jim, der auch etwas esoterisch angehaucht ist mit seinem immer wiederkehrenden Maya-Datum von 2011, aber wie es scheint, heulen sich seine Comrades in Golden Arms derart stark bei ihm aus, dass er sich nun zu solchen Aktionen bemüssigt fühlt. Also, wer kennt oder ist ein Goldbär, der nach erfolgter Bonitätsprüfung sich auf diese Wette gegen Jim Sinclair einlässt?


    "My position on timing and price is that Gold will trade at USD $1650 before the second week of January 2011.


    I am offering a $1,000,000USD wager to a financially qualified party that this will occur within the stated timeframe. Any party on Bloomberg, CNBC or CNN-Business stating an opposite opinion on the price of gold should be informed of this challenge.


    Please communicate to ANY vocal bearish so-called gold expert that I challenge them to put their money on their views.


    Any commentator unable to financially meet this challenge should not be opining. If they really knew the gold and currency market they could easily meet the challenge.


    I am relying on you CIGAs to forward this challenge to any vocal bear, suggesting they stop flapping their lips by putting up or shutting up. It is one thing to hide behind a computer screen. It is another to bet the ranch on the view you promote.


    The technical procedure of a serious wager is:


    [list=1]
    [*]Prove you can in fact wage the challenge by an attorney's letter.
    [*]Segregate the funds in cash or near cash kind in the hands of your attorney.
    [*]Execute an agreed upon binding contract stating the terms of the wager.
    (This offer is void in all areas where wagering is illegal if any such areas still exist in our algorithm-geek casino world)


    Respectfully yours,
    Jim Sinclair


    Quelle: jsmineset.com


    grüsse


    auratico




    auratico

    Zitat

    Original von Hephaistos
    Klingt hoch interessant - hast du eine Empfehlung bezüglich Einstiegslektüre?


    Meine bisherigen zwei Fachbücher sind in französischer Sprache, aber als Einstieg eignet sich auch ein guter Wikipedia-Eintrag in englischer Sprache.


    Hier ein Auszug. Man braucht nur statt "Daimyos" und "Samurai" die heutigen Akteure einsetzen und schon ergibt sich das gleiche Gemenge aus Staatsschulden, Inflation und counterparty risk. Die Folgen waren natürlich wiederholt Aufstände, Kriege und Unterdrückung der steuerzahlenden Untertanen sowie moralischer Verfall:


    Thus, a system of rice warehouses arose, evolving naturally out of the rice storehouses which formed a part of this trade network. Centered in Osaka, the rice brokers bought the daimyo's rice and issued paper bills, representations of value, in exchange. This was probably the first paper money in Japan, but the concept was picked up quickly, and the credit of the brokers was good enough to warrant the kind of trust that such a system relies upon. Many merchants throughout the country were willing to exchange the paper bills for metal coins or bars, recognizing that the Osaka brokers would take back the bills, as payment for rice.


    Soon afterwards, these rice brokers took the next natural, logical, step towards becoming true financial institutions. They began to loan the paper money to daimyo and samurai, who promised to pay it back with the tax revenue of future seasons. For a time, this worked quite well for both samurai and brokers, whose system developed into something much more akin to a modern bank; transactions began to be done entirely in paper, with the rice only nominally serving as reserve backing. This, however, quickly led to the problem of samurai living beyond their means, spending more in order to maintain the kind of lifestyle expected of their status than they could hope to repay. The rice brokers, more often than not, found it easiest to simply allow samurai and daimyo to postpone repayment of the loans, or to default on them entirely. The last decade or so of the 17th century, the Genroku period, is today widely considered to have been the peak of Edo period extravagance; daimyo and samurai spent beyond their means, and merchants, who on the whole enjoyed immense profits, spent frivolously as well.
    This inflated economy came crashing down at the end of Genroku, in the first decade of the 18th century. By this point, many samurai and daimyo were so indebted to the brokers that they could never hope to be able to pay them back; this was a huge problem for the brokers.


    Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Fudasashi


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von GOLD_Baron
    [QUOTE]R E I S ! Droht ein neues 1789?
    verfasst von dottore, 28.03.2008, 18:32
    ]


    Ich studiere gerade die lange Geschichte der japanischen Reisbörsen, der wohl ältesten entwickelten Terminmärkte der Welt. Da tun sich mitunter unglaubliche Parallelen zur gegenwärtigen Situation auf den globalen Finanzmärkten auf, weil dieser Sektor in Japan schon wesentlich weiter entwickelt war als im Westen - was z.B. Ricardo oder Marx damals noch nicht wissen konnten, weil es darüber, als Japan noch isoliert war, noch kaum Informationen gab.


    Reis war das Fundament des Geldwesens und die Reisbroker mit all ihren Manipulationen, Korruptionstechniken und willentlich herbeigeführten Teuerungs- und Hungerwellen die unmittelbaren Vorläufer des Bankensystems.
    Demnächst, wenn wieder mehr Zeit zuhanden, einmal mehr davon, weil hochinteressant...


    Aus der New York Times vom 19. August 1919:


    "JAPAN SHAKEN BY FOOD RIOTS; Disorders in Many Cities as a Result of High Prices and Low Wages. HOMES OF RICH ATTACKED Middle and Lower Classes Complain of Exploitation--Dynamite and Torch Employed. Attacked Ministry of the Interior. Government and Emperor Act.


    A dispatch to the Exchange Telegraph from Tientsin dated Friday says: "The Japanese rice riots are proving the worst outbreak against the constituted authority witnessed in many years.


    http://query.nytimes.com/gst/a…13ABC4152DFBE668383609EDE
    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von SebiBergi.
    .
    tortzdem habe ich wohl den schlechtesten trade meines lebens gemacht, als ich gold noch schnell nachgekauft habe vor der entscheidung.


    bis dann


    Vor einer längst eingepreisten Zinssenkung ganz nahe bei Rekordständen noch schnell nachzukaufen, ist tatsächlich eine merkwürdige Entscheidung, die wahrscheinlich von dem gefährlichen Schweinchen-Schlau-Syndrom herrührt, das bei Neuinvestoren im Goldbereich recht verbreitet ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiss - Mai 2006 lässt grüssen, und da war ich schon seit zweieinhalb Jahren mit von der Partie.
    Ob dies indes auf längere Sicht der schlechteste Trade deines Lebens bleiben wird, wage ich aber stark zu bezweifeln. Das ist viel eher eine notwendige Erfahrung, die einem in diesem wilden Markt die angebrachte Bescheidenheit beschert.


    In einer derart zugespitzen Situation wie derzeit hast du unmittelbar vor einer Zinssenkung, die noch dazu einhergeht mit einem staatlichen Freibrief für 50% des amerikanischen Hypothekenmarktes (repräsentiert durch Fannie Mae und Freddie Mac, in die nun massiv die Gewinnmitnahmen aus den Rohstoffmärkten fliessen) die cleversten Jungs gegen dich - und das sind nun mal eben die Shortseller. Ob es einem gefällt oder nicht, was nicht heisst, dass sie auch auf längere Sicht die Nase vorn haben werden.


    Was machen die? Sie versuchen einzig und allein zu antizipieren, was die market leaders (nicht die Fundamentaldaten!) machen werden und positionieren sich entsprechend. Wenn sich ein erster Trend ausbildet, folgen die noch unentschiedenen Marktteilnehmer sofort nach und auch die automatisierten Handelsprogramme beginnen wie gewohnt zu schnurren. Das Tempo, in dem solche Aktionen heutzutage ablaufen, ist atemberaubend und vom Retail-Investor in der Regel nicht profitabel zu nützen.


    Sie haben wieder einmal alle schwachen Hände erfolgreich aus dem Markt geworfen, und solange dies so einfach mir nicht dir nichts möglich ist, gönne ich es ihnen auch. Man sieht daran, dass hier immer noch sehr viele Adressen dabei sind, die einfach im Tagesrhythmus die Anlageklasse wechseln - und warum auch nicht, solange es profitabel ist?


    Man kann es gar nicht oft genug wiederholen, vor allem, weil sich hier im Forum bei jedem Anstieg der Edelmetallnotierungen stets viele neue enthusiastische Rookies einfinden (was ja gut ist): die Akteure an den Terminmärkten leben vom Handel in beiden Richtungen, nicht vom Horten für den Sanktnimmerleinstag. Sie werden immer versuchen, das je AKTUELLE Sentiment zu ergründen und danach handeln. Ausserdem denken sie alle recht ähnlich, und so war es nur logisch, nach den weniger schlimm als erwartet ausgefallenen Zahlen der Grossbanken (ausser natürlich Bear Stearns) Gewinne bei Gold mitzunehmen und sich vorerst in der massiv erweiterten Staatsgarantie von Fannie Mae und Freddie Mac zu suhlen. Die Händler-Meute wartet immer darauf, ein kollektives Signal zu erhalten, das stark genug erscheint, um Buchgewinne, sofern vorhanden, auch zu realisieren. In diesem Falle reicht ein albernes Argument wie jenes, dass man noch 25 Basispunkte mehr Zinssenkung erwartet habe. Und dann geht die Post ab, aber eben immer im Rudel.


    Warum lege ich dies so ausführlich dar? Weil es einfach wichtig ist, sich einzugestehen, dass diese hochnervösen Märkte viel komplexer reagieren als es sich so mancher denkt, der an einem vorläufigen Hoch recht spät einsteigt und sich dann wundert, wenn sich die Lage scheinbar irrational entwickelt . Es ist aber sehr wohl mitzuvollziehen, dass nach einer längst eingepreisten Zinssenkung+ vorläufigem Aufatmen erstmal eine Phase von Gewinnmitnahmen folgt, wenn sich eine Anlageklasse meilenweit von ihrem mehrmonatigen Durchschnitt entfernt hat.


    Ganz wichtig hingegen: Der DOW macht bislang ausserhalb der geprügelten Banken und Fannie Mae und Freddie Mac keinen Mucks.
    Nur eine Frage von wenigen Wochen, bis der gesamte Rohstoffsektor wieder hochgeht.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von GOLD_Baron


    Einer der grössten Clearer (Futures- und Optionenbroker) der Welt bricht um 70% ein. Noch weiß keiner warum!

    Eine finanzielle Atombombe!


    :


    Nun, es wurde schon am Freitag nachbörslich bekannt, dass sie eine Sammelklage am Hals haben und wahrscheinlich auch noch sehr viele Einzelklagen. Das war ja die Gesellschaft, bei denen ein einzelner Trader zuletzt mit Weizenkontrakten Abermillionen verloren hat. Vielleicht haben sie sich ja auch noch mit Edelmetallfututures verspekuliert?


    http://biz.yahoo.com/bw/080314/20080314005878.html?.v=1


    grüsse


    auratico

    Eine Bitte zuerst: Lasst uns bei den einzelnen Threads beim Thema bleiben. Dieser hier heisst "Bank Run" und verträgt die immergleichen themenfremden Einlassungen ebenso schlecht wie leider so manche andere Thread. Also bitte mehr argumentative Disziplin walten lassen.


    Zurück zum Thema - Monty Guild fasst die Dramatik um den jüngsten Bail Out von Bear Stearns durch die FED allein (nur schlecht kaschiert durch die vorgeschobenen JP Morgan) sehr deutlich zusammen. Die FED wird nie und nimmer einen an den Offenmarktgeschäften beteiligten Primary Dealer hops gehen lassen, weil dies aufgrund der Verflechtungen (Bear Stearns hat riesige Counterparty-Verpflichtungen) das gesamte System zum Einsturz brächte.


    Es ist vollkommen klar, dass dies dann zu der zuletzt immer wieder mal beschworenen "Kernschmelze" des Finanzsystems und sofort zu Bank Runs führen würde. Die FED wird also garantieren, dass die Counterparty-Risiken dieser Banken zumal bedient werden, was auch immer mit dem Aussenwert des Dollars geschehen sollte.
    Dies bedeutet also anhaltende Inflationssteigerung, Kursverfall bei den Anleihen und weiterhin hohe Gold- und Rohstoffnotierungen. So einfach ist das.



    BEAR STEARNS AS A PRIMARY DEALER CANNOT BE ALLOWED TO FAIL WITHOUT UNDERMIINING THE CONFIDENCE IN THE U.S. AND THE WORLD FINANCIAL SYSTEM.


    BEAR STEARNS WAS PROTECTED FROM FAILING TO MEET ITS COMMITMENTS TO COUNTERPARTIES BECAUSE TO LET A PRIMARY DEALER FAIL WOULD MEAN A RUN ON EVERY MAJOR BANKING AND INVESTMENT BANKING INSTITUTION IN THE DEVELOPED WORLD. AND THAT WOULD ALMOST CERTAINLY LEAD TO A MASSIVE GLOBAL DEPRESSION. THIS IS MY CONSIDERED AND FIRM OPINION.


    CONCLUSION


    NO MAJOR U.S. BANKING INSTITUITON WILL BE ALLOWED TO FAIL TO MEET ITS COMMITMENTS TO DEPOSITORS AND COUNTERPARTIES. To do so would be an admission of defeat by the governmental agencies and institutions that exist to prevent events like these from happening including the Great Depression of the 1930’s. (...)


    WHAT LIES AHEAD?


    THE SHORT ANSWER TO WHAT THE FUTURE HOLDS IS MORE INFLATION, HIGHER GOLD PRICES, HIGHER COMMODITY PRICES AND A LOT LOWER PRICES FOR BONDS.


    Quelle: http://www.jsmineset.com


    grüsse


    auratico

    Ginge es nach der Gerüchteküche, die zuletzt bei Bear Stearns ja durchaus richtig gelegen hatte, könnte Lehman Brothers der nächste Kandidat für eine Rettungsaktion durch die FED sein. Das, so wird heute in der englischen "Times" gemutmasst, könnte womöglich dann gar einen abrupten "Bank Holiday", eine kurzfristige Schliessung der Banken erforderlich machen.
    Zuletzt war so etwas zu Roosevelts Zeiten geschehen -bekanntlich mit nachfolgendem Bank Run.Ob man sich angesichts dieser Erfahrung wirklich auf eine solch drastische Methode einigen könnte?


    Die Banker jedenfalls gehen davon aus, dass die FED sich noch während dieses Wochenendes einen resoluten, umfassenden Plan zurechtlegen muss, wie sie im Falle weiterer insolvenzgefährdeter Brokerhäuser vorgehen wird.
    Bei Bear Stearns ist JP Morgan ja nur pro forma vorgeschaltet, faktisch ist das wie bei Northern Rock in England bereits eine Verstaatlichung.


    “This is going to go all the way up the chain. There is a risk that all broker dealers are going to become an endangered species if the credit crisis is not sorted out. If they can’t fund themselves, they will have to shrink. All the other firms are in danger, too.”


    He said that should the US Federal Reserve, the US Treasury and the Securities and Exchange Commission not devise a broad rescue plan to address the credit turmoil on Wall Street this weekend, “I would not be surprised to see an emergency bank holiday announced. That hasn’t happened since Roosevelt.” During the Depression, 75 years ago almost to the day, Franklin Roosevelt declared a four-day bank holiday, which stemmed a frantic run on banks. Mr Whalen added that should banks such as Lehman continue to be unable to sell the billions of dollars of mortgage-backed securities held, they were doomed. He said: “Broker dealers have to be able to get rid of assets. If they are illiquid, they die.”


    http://business.timesonline.co…inance/article3556815.ece


    grüsse


    auratico

    Besser mal nachsehen in so einem hitzigen Bullenmarkt, was man denn da so alles zusammenkauft. Wie es aussieht, hat die äthiopische Zentralbank ihr Gold wohl auch bei Ebay eingekauft. Jetzt müssen die gesamten Bestände überprüft werden - sie hatten sich mit Gold überzogene Stahlplatten in die staatlichen Tresore gelegt.
    Ob dies wohl der einzige solche Fall bleiben wird?



    Fake fears over Ethiopia's gold


    By Elizabeth Blunt
    BBC News, Addis Ababa


    The price of real gold is currently soaring
    Ethiopia's national bank has been told to inspect all the gold in its vaults to determine its authenticity.


    It follows the discovery that some of the "gold" it had bought for millions of dollars was gold-plated steel.


    The first hint that something was wrong reportedly came when the Ethiopian central bank exported a consignment of gold bars to South Africa.


    The South Africans sent them back, complaining that they had been sold gilded steel.


    Whether the bank bought fake gold in the first place, or whether real gold from the vaults has been swapped for gilded steel, the fraud has cost the bank many millions of dollars, and it must have involved collusion on a considerable scale.


    http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/africa/7294665.stm



    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von EvilGenius
    Nein, wir sind erst bei 999,70!


    Der April Future war schon kurz über 1000, der Spot wird bald folgen .


    Noch viel interessanter erscheint mir nun die Frage, ob die Minen in der nächsten Zeit diese Bewegung nachhaltig mitvollziehen werden. Ein erstes Zeichen wird heute gesetzt, wenn der HUI sich dem Abverkauf an den Standardmärkten weiterhin entziehen könnte.
    Dennoch sollte man freilich nichts verschreien, denn ähnliche Signale hat es in den vergangenen Wochen schon ab und an mal gegeben, ohne dass eine klare Absetzbewegung sich hätte halten können.


    Wichtig für das Verständnis der Sachlage ist, ob man sich der Sichtweise z.B. eines Jim Sinclair anschliesst oder nicht. Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass die Junior-Werte noch in den Fesseln der Shortpositionen der Hedge Fonds liegen, dann müssten etliche der kleineren Minen bald förmlich explodieren, denn jetzt geht es vielen Hedge Fonds im Tagesrhythmus an den Kragen. Denen fliegen nun die Nachschussverpflichtungen aus ihren Derivatengagements nur so um die Ohren. Wenn sie im Gefolge dieser Ereignisse nun genötigt würden, ihre Shorts bei den Juniorwerten aufzugeben, ja dann...


    Dagegen spricht neben den rapide steigenden Förderkosten leider nur die Tatsache, dass es eigentlich nicht schwer ist bzw. war, viele der kleinen Minen zu shorten, weil das Retail-Publikum dort zu schwach und hasenfüssig veranlagt ist und mir nichts dir nichts wieder aus seinen Positionen vertrieben werden kann. Eine solche nachhaltige Aufwärtsbewegung bei den kleinen Minenwerten müsste in der jetzigen Phase also schon durch Käufe institutioneller Adressen bestätigt und bekräftigt werden.


    Aber wo ausser in Öl, Agrar und Edelmetalle sollen die denn sonst ihre Gelder in diesen Zeiten veranlagen? Nur in Shortpositionen bei Dollar und DOW?
    Und wie viele dieser Minenwerte liegen immer noch jämmerlich am Boden ? Jetzt oder nie also für die Minen, sonst stimmt mit diesem Goldbullenmarkt irgendetwas doch nicht.


    grüsse


    auratico