Zitat]Original von PMChris[/i]
Das Problem liegt nicht bei den Bondversicherern selbst. Ob die mit mit ein paar Milliarden Pleite gehen oder nicht, ist egal. Das Problem sind deren versicherte Bonds. Die behalten ihr Rating von z.B. AAA nur, wenn auch deren Versicherer ein AAA Rating hat. Verliert der Versicherer sein Rating, verliert der Bond sein Rating. Jetzt gibt es jede Menge
Sorry, aber diese Argumentation ist gewagt. Da den Bonds mit Mißtrauen begegnet wird, muß dies angesichts der dünnen Kapitaldecke von deren Versicherern und Rückversicheren natürlich auch für diese gelten. Genau dies geschieht im Moment.
Wenn mein Haus abbrennt und die Versicherung kann den Schaden bezahlen, ist die Sache halb so schlimm. Wenn die Versicherung aber von vornherein bereit war, das Haus angesichts des Risikos viel zu wertvoll einzustufen, ist das eine andere Sache, nämlich ein systemisches Risiko, wenn eine solche überzogene Einschätzung zur Regel wird.
Völlig unzureichend ist das ganze Rating-System als solches. Anstatt einen offenen Markt mit herkömmlichen Geld/Brief-Spannen, Clearing-Stellen etc. zu schaffen, beruht das gesamte Schicksal eines riesigen Anlagesegments auf den Einschätzungen einiger Agenturen, die umso mehr verdient haben, je besser ihrer Ratings ausfielen. Auf Dauer, wie man sieht, ein Selbsmordkommando.
Zitat
Warren Buffet möchte nur Municipal Bonds also Schulden von Kommunen und dem Staat versichern. Hat für die schon ausgegebenen Bonds also keinen Einfluß.
Da die eigentlich wesentlich sicheren Municipal Bonds nun zusammen mit ihren Bondversicherern auch mit in den Dowgrading-Strudel geraten, ist es sehr wohl möglich, daß große Tranchen davon neu aufgestellt werden und dann z.B. von Warrren Buffet übernommen und refinanziert werden. Im Moment ist in USA Staatsinterventionismus pur angessagt, grundsätzlich sind nun fast alle Eingriffe zur Systemrettung vorstellbar.
grüsse
auratico