Beiträge von auratico

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    Original von GOLD_Baron


    Jetzt müssten Banken und Finanzinstitute ihre Bücher gegenüber externen Prüfern öffnen. Man könne davon ausgehen, daß es um eine ganze Reihe von Bilanzen weit schlechter bestellt sei, als zunächst für das 4. Quartal angegeben wurde, was zu Konkursverfahren von Banken und Finanzinstituten führen werde.


    Die Ankunft der externen Prüfer bei den US-Großbanken ist in der nächsten Zeit eines der entscheidenden Ereignisse für den Finanzsektor. Diese Prüfer haben, schon aus Gründen der Haftung, alle Veranlassung, diesmal sehr genau hinzusehen und sich nicht um die inzwischen obsolet gewordenen internen und externen Ratings der Vergangenheit zu bekümmern. Inzwischen rechnet aber alle Welt schon damit, daß hier noch etliche Abschreibungen in Milliardenhöhe auftauchen werden - der Überraschungseffekt dürfte also, zumindest bei informierten Zeitgenossen, ziemlich gedämpft ausfallen.


    Andererseits zeigt sich die Tendenz, daß eben diese Großbanken, die ja zu den Eignerbanken des Federal Reserve Systems gehören, nun noch ganz rasch einige der extrem angeschlagenen großen Hypothekenfinanzierer, wie z.B. Countrywide durch die Bank of America, aufkaufen (müssen). Daß dies auf Druck der FED hin zustande kommt, scheint ausgemacht zu sein. Man darf gespannt sein, ob in den nächsten Tagen noch einige ähnliche solcher Deals in letzter Minute nachfolgen werden.


    Im Hintergrund solcher Überraschungskäufe steht nicht nur der verzweifelte Versuch, die Handlungsfähigkeit des Wall Street-Systems zu retten, sondern auch eine ganz klare Form der Sozialisierung von Verlusten zu Lasten der Steuerzahler. Wer sich jetzt unter Druck eine Leiche wie Countrywide zulegt, wird auf Jahre hin wohl kaum mehr einen einzigen Dollar Steuern abführen müssen. Ganz ähnlich wurde ja schon in den 80er Jahren beim Zusammenbruch der US-Sparkassen verfahren, als die Verluste praktisch zur Gänze ins US-Budget übertragen wurden. Hinzukommt wahrscheinlich eine erweiterte Staatshaftung à la Fannie Mae und Freddie Mac sowie alle möglichen "freezes" bei den Hypothekenzinsen.


    Ob sie mit dieser Masche diesmal wieder durchkommen, kann man freilich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Der erneute Versuch in diese Richtung jedoch ist inwischen deutlich zu erkennen.


    http://money.cnn.com/2008/01/1…tm?postversion=2008011114


    grüsse


    auratico

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    Original von Pauli


    Kennt jemand einen englischen/lesbaren Link zu den jew. aktuellen Au-Future-Kursen in Shanghai? Würde das gerne weiter beobachten.
    Got Gold?


    Zuerst die die Frage nach der chinesischenSprachinstallation wegklicken.
    Dann einfach oben rechts das Datum eingeben und unter "Aurum" nachsehen, da sind dann die einzelnen Futures aufgelistet - bisher hat es ja erst drei Handelstage in Shanghai gegeben. Die Preise beziehen sich auf 1g Gold, die Währung natürlich Yuan/Renminbi .So schloß z.B. am Eröffnungstag am 9.1. der Juni-Kontrakt bei:


    0806 : 224.74


    und heute 11.1. bei:


    0806 : 217.79 = in € 20,28/g



    Link zu Shanghai Exchange:


    http://www.shfe.com.cn/estatem…ubjectid=9052&startpage=1


    grüsse


    auratico

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    Original von GOLD_Baron


    Was, so Gross, für eine Seite der CDS, die dann "einspringen" müsste, einen Verlust von 250 Mrd USD bedeuten würde. Das läge in Höhe der Subprime-Verluste, wobei beides zunächst überhaupt nichts miteinander zu tun hat.


    Etwas merkwürdig, wenn jemand wie Gross erst jetzt auf diesen Zusammenhang aufmerksam macht. Die Derivate der Kreditausfallsversicherungen sind reine Schönwettermodelle, deren historische Ausfallstatistiken, auf denen das gesamte Geschäftsmodell beruht, ja nun schon längst aus dem Ruder gelaufen sind. Am anderen Ende dieser Kontrakte sitzt schlicht und ergreifend kein entsprechend solventer Counterpart mehr.
    Wenn mit 5 oder 6 Milliarden Kapitalbasis in der gegenwärtigen Situation ca. 500 Milliarden gegen Ausfall versichert werden sollen, kann man sich den Fortgang der Geschichte ausrechnen. Gleichzeitig wird den Rating-Agenturen, die allein die Risiken marktweit bewerten sollten, so gut wie keine Glaubwürdigkeit mehr zugesprochen


    Der heutige Anstieg der Goldnotierungen läßt sich neben der bekannten Fundamentalsituation allem zuvor mit dem drohenden Konkurs von Countrywide erklären. Wenn nun der gößte US-Immobilienfinanzierer hopps gehen sollte, gäbe es wohl kein Halten mehr. Die Gerüchte jedenfalls kochen auf höchster Brennstufe:


    Countrywide Loses Most Since 1987 on Bankruptcy Bets (Update2)


    Jan. 8 (Bloomberg) -- Countrywide Financial Corp. dropped the most in two decades on the New York Stock Exchange amid speculation the largest U.S. mortgage lender will file for bankruptcy.


    ``The rumor was they would file for Chapter 11 this week,'' said Michael Mainwald, head of equity trading at Lek Securities Corp. in New York. ``That spooked all the financials.''


    http://www.bloomberg.com/apps/…a9AFqavGB9IE&refer=stocks


    grüsse


    auratico

    Noch ist Prognose-Zeit, da das neue Jahr erst einige Tage alt ist. Soeben ein wenig in Jim Puplavas Wochenendradio reingehört, und da sagt der gute James Turk, der mit seiner Prognose für 2007 ("POG schwankt zwischen $ 680 und $ 800") schon sehr gut gelegen hatte, seelenruhig:


    - POG vierstellig wohl schon im ersten Quartal; Ausschläge bis $ 1500 im Verlauf des Jahres wahrscheinlich, $ 1200 könnte realistische Notierung bis Jahresende 2008 sein.


    - POS gut und gerne bei $ 20. Er glaubt, es wird DAS Jahr für Silber sein.


    - Und jetzt kommt´s dicke: XAU (seine Referenz eher als HUI) wird sich im Verlauf des Jahres verdoppeln müssen nach all dem aufgestauten Druck des vergangenen Jahres! Zumindest der Jahresanfang gibt ihm bisher recht mit dieser Einschätzung.


    - Aktienmärkte mit Ausnahme der Finanztitel sollten zumindest in nominaler Sichtweise relativ gut laufen, weil die Inflation derart offenkundig wird, dass die Investoren neben Gold nach allem greifen werden, was eine Nähe zu realer Güterproduktion darstellt.


    - Das System der Zentralbanken ist am Ende. Das Papiergeldexperiment ohne jegliche Golddeckung seit 1971 ist dabei, zu kollabieren. Die Zentralbanken sind in einer verzweifelten Situation in dem Bemühen, ihre jeweiligen Währungen abzuwerten, was sich einer rasch grösser werdenden Anzahl von Menschen offenbart.


    http://financialsense.com/fsn/main.html


    grüsse


    auratico

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    Original von freefly
    [
    Was spricht eigentlich gegen die Annahme daß einige Banken ab einem bestimmten Punkt der Krise mit dem verkauf von Aktien beginnen um die Eigenkapitalquote zu heben ? Dann dürfte eine Baisse aber extrem heftig ausfallen - anschnallen.


    Das ist natürlich die Gretchenfrage, allerdings gäbe es dann eben kein Halten mehr, und die Aktienmärkte würden in freien Fall übergehen. Wahrscheinlich wird man noch viel mehr Assets an asiatische und arabische Staatsfonds zu verkaufen suchen und damit deren seit etlicher Zeit unübersehbare Devisenüberschüsse in eine dann stark veränderte Eigentümerstruktur an den internationalen Aktienmärkten überführen. Dies wäre das optimistischste Szenario.


    Bis dahin aber wird man -wie derzeit - weiterhin inflationär vorgehen, durch Monetisierung. Die Banken verkaufen Staatsanleihen (bzw. Schrottanleihen werden in der Not zu Staatsanleihen "geadelt") an die Zentralbanken zur Stützung der Eigenkapitalquote.


    Des Weiteren könnte man die jetzt für die Banken zur absoluten Unzeit in Kraft tretenden Basel II-Vorschriften mit einem Moratorium versehen und damit die Eigenkapitalverpflichtungen verwässern. Man sollte nie vergessen, daß die FED sich ihre eigenen Regeln nach Gutdünken machen kann, unabhängig vom Kongress.
    Niemand kann die exakte Reihenfolge kennen - ob deflationärer Crash ohne oder mit vorangehender Hyperinflation. Die Weichen scheinen mir eher für die zweite Möglichkeit gestellt zu sein but who knows....


    grüsse


    auratico

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    Original von EvilGenius
    Das Kartell drückt mal wieder kräftig den Preis. :(



    Wenn der POG in wenigen Tagen um 60$ hochgeht, der HUI mit 40 Punkten mitzieht, wird jeder hochgehebelte, kurzfristige CFD-Differenzkontrakt, der vor Weihnachten eingegangen wurde, völlig risikolos mit Bombengewinn glattgestellt. Die Hedgefonds, die sich diese Millionengewinne auf Tagesbasis entgehen lassen, müssen erst noch erfunden werden.


    Wo ein hochliquider Blue Chip wie Barrick schon ohne Leverage 10% am Tag bringt, während die Standardmärkte abschmieren, müsste man schon arg naiv sein, um hier nicht Kasse zu machen. Also, nach einem solchen kurzfristigen Anstieg braucht man vorerst kein Kartell, da ist sich jeder selbst der nächste und bringt seine gehebelten Schäfchen ins Trockene.


    Ich kann mir gut vorstellen, daß die jüngste Rally bei Gold und HUI (nicht die Explorer, da sind die Hedgefonds wohl noch short, was angesichts der Größe recht einfach ist) auch eine Vorwegnahme für die am 9. Januar startende Gold-Terminbörse in Shanghai sein soll. Wenn man sich einmal vorstellt, daß die Goldpreisfeststellungen dort eines Tages auch nur annähernd die Bedeutung dieser Börse für die Kupfernotierungen erreichen sollte, ja dann...


    grüsse


    auratico

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    Original von Pauli
    In Europa gab es nach dem 1. WK (spät. aber ab 1939) praktisch keine monetär umlaufenden Silbermünzen mehr. In Europa ist Silber daher in der Tat seit mind. 7 Jahrzehnten (ich habe oben sogar 10 Jahrzehnte geschrieben) aus dem kollektiven Gedächtnis als "Geld" verschwunden.


    Ich stelle hier mal zu Archivzwecken den Link zu "der klassischen" Studie über Silber als Geld, "Silver Money" von Dickson H. Leavens aus dem Jahr 1939 rein. Sehr gut geeignet, um historische Fakten zu reherchieren, vor allem auch die damalige Situation in China. Es weiß ja im Grunde bis heute niemand mit Sicherheit zu sagen, wo all die Unmengen an chinesischem Silber abgeblieben sind. Manche, wie z.B. Ted Butler, vermuten ja die Chinesen hinter den seit Jahren an der COMEX bestehenden großen Silber-Shortpositionen


    Link zum Buch von Dickson H. Leavens:


    http://cowles.econ.yale.edu/P/cm/m04/index.htm


    Ferner noch aus neuerer Zeit: "Silver is Money" von Douglas V. Gnazzo:


    http://www.honestmoneyreport.com/archives/2005/silver4.html


    grüsse


    auratico

    Goldman Sachs kommt nun mit seinen Prognosen hinsichtlich der bei den Großbanken zu erwartenden Abschreibungen aus dem Subprime-Fiasko so langsam in die Bereiche, die hier und anderswo (Sinclair, Willie, Eichelburg etc.) schon seit langem für wesentlich realistischer angesehen wurden.


    Das Ganze ist nur noch ein einziger Abschreibungsalptraum und zeigt einmal mehr, welches Desaster hier unter dem Deckmantel einer vermeintlich modernen Finanzwirtschaft angerichtet wurde. Bei Merrill Lynch und JP Morgan rechnen sie gar mit einer glatten Verdopplung der bisher bekannten Verluste. Da werden wahrscheinlich noch etliche asiatische und arabische Staatsfonds auf den Plan treten müssen:


    Goldman Sachs erwartet drastische Abschreibungen bei Rivalen


    Donnerstag, 27. Dezember 2007, 19:38 Uhr New York (Reuters)


    - Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet bei anderen US-Großbanken deutlich größere Abschreibungen als bislang.


    Der Branchenprimus Citigroup werde voraussichtlich im vierten Quartal Wertberichtigungen von 18,7 Milliarden Dollar auf Hypotheken-Produkte vornehmen müssen, prognostizierte Goldman Sachs am Donnerstag. Bislang war Goldman Sachs lediglich von elf Milliarden Dollar ausgegangen. Für Merrill Lynch und JPMorgan verdoppelte das Institut seine bisherigen Prognosen für Abschreibungen: Bei Merrill auf 11,5 Milliarden Dollar, bei JPMorgan auf 3,4 Milliarden.


    Bislang ist Goldman Sachs in der Hypothekenkrise deutlich besser weggekommen als seine großen Konkurrenten. Das Institut warnte jedoch, dass die kommenden Monate schwierig werden dürften.


    http://de.reuters.com/article/…ews/idDEHAG75223220071227


    grüsse


    auratico

    Wieder einmal ist Geduld gefragt, sagt der olle Russell - inzwischen müsste der ja über 80 sein. Und ob die starke Vorstellung des Platinpreises auch für Gold&Silber ein gutes Omen für die nächste Zeit ist?
    Feststeht, daß die Riesenprobleme der Banken und Bond-Versicherer nach dem Jahreswechsel weitergehen werden und die Liquiditätsinjektionen der Zentralbanken schon deshalb wiederholt werden müssen.


    "The Russell advice -- as always, "sit on it, better known as patience." Remember, we're not holding gold to make a killing. We hold gold because gold is real, Constitutional money.


    By the way, platinum often leads precious metals. Yesterday, platinum broke out above 1500 to an all-time high. I've long recommended those pretty, shiny platinum coins. They're kind of expensive now. Besides jewelry, platinum is used in auto catalytic converters, and the Chinese and Indians are buying a LOT of cars . I look for platinum to reach $2000 an ounce by the end of 2008."


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von GoldHeinz
    [ Oder sind das kapitalerhöhungen mittels Geld gegen neue Aktien?


    Ja, so läuft der Hase, bzw. im Falle des Abu Dhabi-Deals handelt es sich um eine mit 9% rentierliche Wandelanleihe, die dann zwischen März 2010 und September 2011 innerhalb einer Kursbreite zwischen 32 bis 37 Dollar in Aktien umgetauscht werden kann. Damit würden die Scheichs dann wohl zu den größten Einzelaktionären der Citigroup werden. Man darf wahrscheinlich noch mit mehreren solcher Deals in Zukunft rechnen.


    grüsse


    auratico

    [quote]Original von GoldHeinz
    Wo ist mein Denkfehler?


    Older werden die gezwungen?
    Oder ist das nur Show um die Märkte psychologisch zu beruhigen?
    Oder ist das eine Vorbereitung dass am Ende FED und EZB den Superfonds auf Kosten des Volkes aufkaufen?[/quote


    GoldHeinz


    Brauchen wir dafür wieder einen eigenen Thread? Das gehört eigentlich in einen der Banken-Threads.


    Diesen Superfonds wird es aller Voraussicht nach nicht geben, nachdem die Citigroup dazu übergegangen ist, die außerhalb der Bilanzen gehaltenen SIV´s (Structured investment vehicles) nun doch in die eigenen Bücher zu nehmen. Andere werden hier folgen müssen. Außerdem zieht nun jede in die Klemme geratene Großbank einen asiatischen oder arabischen Staatsinvestor aus dem Hut.


    Die Idee hinter dem Superfonds war, die notleidenden Papiere in einem solchen Fonds einfach für etliche Zeit zu parken bzw. durch internen Handel innerhalb eines solchen Fonds eine gewisse Marktfähigkeit vorzugaukeln. Diese Idee war aber wohl zu offenkundig, um nicht sogleich durchschaut zu werden.


    Und deine letzte Frage hat sich in den vergangenen Tagen auch schon beantwortet. Die FED agiert ja schon wie ein solcher Superfonds, indem sie nicht nur, wie zuvor, erstklassige Staatsanleihen als Sicherheit für die Tendergeschäfte akzeptiert, sondern eben auch den gesamten wertlosen Hypothekenramsch, der diese Krise erst ausgelöst hatte, mit einer Quote von 85% zum Nennwert in Zahlung nimmt. Dies bedeutet, daß diese zusätzliche Geldmenge nun eben doch im System verbleibt, also eine klare Monetisierung schlechter Wertschriften darstellt.


    Wichtig zu wissen ist, daß die FED j e d e r z e i t ihre Regeln selbst ändern kann - sie braucht dazu keine Bewilligung vom Kongress o.ä. So hätte man sich noch vor einem halben Jahr bestimmt an die Stirn getippt bei der Vorstellung, daß die FED je Geld gegen notleidende Hypothekenanleihen ausgeben würde.
    The times, they are a-changin´...


    grüsse


    auratico

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    Original von SilVisconti
    [Für mich völlig überraschend ist nicht Silber – sondern plötzlich Platin in der Backwardation:


    Gruß, Sil


    Noch sagt so etwas leider nicht viel aus außer einer kurzfristigen Lieferverknappung.
    Wir brauchen Gold und Silber in längerer Backwardation, dann ist die Geldfunktion endgültig wieder hergestellt und die Terminmärkte könnten sich erstmal brausen gehen, der große FIAT-Schwindel wäre endlich aufgeflogen.
    Bei Platin könnte es leider so sein, daß es da nur eine Verknappung wegen irgendwelcher kurzfristigen Katalysator-Lieferungen gibt, also ein reines Rohstoff-Kurzfristproblem. Jede andere Erklärung wäre natürlich höchst willkommen, aber warum gerade Platin?


    grüsse


    auratico

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    Original von Eldorado
    .
    Ich frage mich immer wo sie die Aktien herbekommen.Oder sind das auch Leerverkaeufe ? :rolleyes:


    Drecksbande ... X(


    @ Eldo


    Sie leihen sich die Aktien von den Fonds, die zum Imperium gehören.


    Was man daran wieder einmal sehen kann: der Markt der Edelmetallaktien ist im Vergleich zu allen anderen Märkten so klein, daß er immer noch recht leicht in einer konzertierten Aktion erfolgreich geshortet werden kann. Und vor allem die margin-players kann man damit zum Verkauf zwingen. Hoffentlich dringen sie nicht bis zu einem ehrlichen PM-Comrade wie dir durch mit dieser verspäteten Halloween-Aktion.


    Ich war neulich auch etwas zu naiv und dachte schon, der HUI hätte sich von den Standardmärkten etwas freigeschwommen. Kaum war der Kopf durchs Fenster gesteckt, schon wurden die Prügel aus dem Sack gezogen. Niemand kann wissen, wie lange das noch wiederholt werden kann, frei nach dem bekannten Motto: "The market can stay irrational longer than you can stay solvent".


    grüsse


    auratico

    Während der Dollar eine heftige Gegenrally hinlegt (dead cat´s bounce?), bedrängen Vertreter des wahabitischen Klerus die Machthaber in den Golfstaaten, etwas gegen die mit dem US$-Peg importierte Inflation zu unternehmen. Sie drohen mit einer Dollar-Fatwa.


    Mir hingegen bleibt nicht einsichtig, welche Währung - außer Gold - den aus der Dollarabwertung sich ergebenden Aufwertungsdruck längerfristig aushalten sollte. Die wahre Währung in einer solchen Zeit ist eindeutig das Öl.


    Der € ist bereits seit längerem deutlich überbewertet (bei 1,15 liegt die Kaufkraftparität zum US$!), der Yen hätte eigentlich schon längst viel heftiger aufwerten müssen und tut dies aber nur bescheiden. Logisch wäre eine Aufwertung des US $, falls es zu einer Rezession kommt, wie inzwischen vielerorts vermutet.


    Anders sieht die Sache freilich aus, wenn man, wie etwa Jim Sinclair, davon ausgeht, daß die Schieflage bei den Derivaten schier unlösbar ist. Aber davon hat man ja auch einen gewaltigen Teil längst in Europa versenkt. Bestimmt nicht in den Golfstaaten mit ihrem Zinsverbot.


    Ach so, ich hatte ja mit den Scheichs und ihrer Wut auf den Dollar begonnen. Hier also die Meldung:


    To all intents and purposes, the Wahabi religious establishment of Saudi Arabia has just issued a fatwa against the US dollar. This bears watching.


    Anti-dollar clerics have lobbied Ali al-Naimi, the Saudi oil minister.


    A message issued by 26 leading clerics warns that inflation has reached intolerable levels in the Gulf kingdom.


    We direct this message to the rulers and officials: we remind you of Prophet Mohammad’s words that you are shepherds who are responsible for your flock,” it said.


    http://blogs.telegraph.co.uk/b…hard/december07/fatwa.htm


    grüsse


    auratico

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    Original von elefant_111
    Das verstehe ich nun beim besten Willen nicht mehr - das Papier ist in den letzten Tagen komplett abgeschlachtet worden????????


    Es sind wahrscheinlich die Fonds, die keinen Jahresendloser wie NG in ihren Büchern ins neue Jahr übernehmen wollen. NG war/ist ein Proxy für die Kategorie der avancierten Juniors, und ihr Fall hat einen veritables Blutbad im gesamten Bereich ausgelöst. Hinzukommt, daß hier in jedem Fall auch automatisierte Verkaufprogramme greifen und ein Stop Loss nach dem anderen durchstossen wird.


    Der Wertverfall ist so groß und vor allem so rasch vonstatten gegangen, daß er eine Schockwelle ausgelöst hat. Außerdem sind alle margin traders rausgeflogen, die bei einem HUI-Schwergewicht wie NG eine ganz erhebliche Rolle gespielt haben.
    Nun aber natürlich ein Schnäppchen de luxe, doch ich selbst werde eine Bodenbildung abwarten.


    grüsse


    auratico

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    Original von Osterhase


    Nur die wenigsten Anleger kaufen reales physisches Gold auf Pump ;)


    Ganz anders hingegen die Situation an den Terminmärkten, wo die Preise gemacht werden und mit hohem Verschuldungsgrad operiert wird. Dies gilt auch für die Minenindexe, wo prozentual gesehen ebenso viel Kreditpositionen unterwegs sind wie bei den Standardaktien. Deswegen werden die Edelmetallaktien nun mit den Standardwerten abverkauft. Den HUI hat es, zusammen mit den anderen Märkten, böse erwischt.


    Da sich nun alle einig zu sein scheinen, daß es keine Jahresendralley mehr geben wird, wird geshortet, was das Zeug hält, die Bären kommen nicht zu ihrem Winterschlaf, z.B. Richard Gorton, der zwar bullish für Gold ist, die Goldaktien hingegen für überteuert hält und glaubt, daß sie mit den Standardaktien weiterfallen werden. Auch eine Sichtweise:



    I. Short precious metal stocks because they are disconnecting from the price of gold.


    1) GDX Precious metal mining stocks are disconnecting from the price of gold.


    The fall of GDX, a tradeable investment of the HUI indexed precious metal mining shares, will be gradual at first, as it tenaciously struggles to hold on to the price of gold; but capitulation is now inevitable; and one will profit greatly from the fall of these tremendously highly run-up and greatly over-priced stocks, many of which, such as Barrick Gold, ABX, have a P.E. in excess of 33.


    Aber auch:
    " Short Goldman Sachs. It's an excellent time to short sell Goldman Sachs as it's a ticking time bomb "


    Today's slip away will be into "the Bear Market Of All Time", which is going to result in the total elimination of fiat wealth several years out.


    Gold and gold alone, has become the defacto means of garnering and accumulating wealth.


    http://financialsense.com/fsu/editorials/2007/1217b.html


    grüsse


    auratico

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    Original von mesodor39


    All das ist extrem schlecht für das GS-Geschäftsmodell.


    Meine Meinung dazu: die kommen nur etwas später an die Reihe.


    Dein Wort in Gottes Ohr, doch ich wäre mir da nicht so sicher. GS hat nur ein einziges Geschäftsmodell, nämlich Geld zu verdienen, egal womit. Sie sind nicht so schwerfällig wie viele Konkurrenten und natürlich auch nicht so dämlich wie z.B. deutsche Landesbanker, die wahrscheinlich nicht einmal die Namen der von ihnen im Milliardenmaßstab gekauften exotischen Kreditderivate aussprechen können.


    Sie verkaufen Derivate und shorten sie dann sogleich. Sie setzen auf steigende oder fallende Märkte, deren zumindest kurzfristige Richtung sie mehr und mehr selbst mitinszenieren. Goldman ist im Grunde ein riesiger Hedgefonds, der sich in allen nur denkbaren Richtungen engagieren kann, von Hypotheken, Währungen, Aktien, Krediten, Private Equity, über Schweinehälften bis hin zu Edelmetallen. You name it...


    Durch ihre extreme - manche meinen: kriminelle - Stallnähe zur US-Regierung, zu IMF und anderen Institutionen, haben sie immer einen uneinholbaren Informationsvorsprung, von dem die Konkurrenten nur träumen können, wie man an der aktuellen Geschäftsentwicklung sehen kann.


    grüsse


    auratico

    Ich habe gestern in der Kneipe mit einem befreundeten Psychoanalytiker gesprochen, der sich seit einiger Zeit bei mir nach ökonomischen Zusammenhängen erkundigt, weil er in diesem Bereich bisher zu wenig Kenntnisse hat, wie er glaubt.
    Allerdings war ich es, der, anders als sonst, gestern ziemlich aufs Maul gefallen war - Dazed and Confused.


    Der Analytiker kam mit der zuerst spaßhaft anmutenden Idee daher, daß man die jüngste Aktion der weltweiten Zentralbanken, allen bedürftigen Bankenkindlein Geld in Hülle und Fülle zur Verfügung zu stellen, nicht mehr ökonomisch sondern nur noch psychologisch verstehen sollte.


    Die globale Überbankmutter tritt auf und läßt alle hungernden Kinder an die Brust - ein ultimativeres Bild des Vertrauens gebe es gar nicht: "Kinder, vergesst fürs Erste auf die lästige Rechnerei, ab jetzt gilt für alle wieder wie gehabt " 2x3 macht 4 - Widdewiddewitt..."


    Nur müssten die Kindlein das nun nicht mehr in ihren geheimen Hinterzimmern von Goldman Sachs machen oder an dem schmuddeligen discount window, sondern trotz schmutziger Schuhe durch den Haupteingang.
    Als ich ihm erklärte, daß die FED nun entgegen der üblichen Praxis inzwischen auch notleidende Schrottpapiere anonym in Zahlung nimmt und in Zukunft vielleicht auch noch Aktienpakete, fühlte er sich bestätigt: "Auf deine Goldpreisexplosion wirst du wohl noch einige Jahre warten müssen." So what....



    2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ....


    http://www.youtube.com/watch?v=N5VLzRyyfA0


    Das einzig wirklich sichere Investment mit hoher Hebelwirkung im Moment wäre eine konzentrierte Longposition bei einem weiteren Led Zeppelin-Konzert. Garantiert weltweit absetzbar bei Infla-Defla-Stagflation in jedweder Währung.


    Led Zeppelin in Tokio 1969: Dazed and Confused


    http://www.youtube.com/watch?v=5ssI83i_ApI


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von chB
    Kann mir einer den Ruck nach unten erklären nach ner Senkung der Zinsen um 25 Punkte.


    Waren 50 Punkte beim Gold eingepreist. Oder was ist da los.


    War gerade etwas sprachlos.


    Genau so ist es. 50 Punkte waren erwartet worden und entsprechend müssen nun diverse Shortpositionen beim US $ glattgestellt werden. Im Gegenzug werden nun rasch Long-Positionen beim Gold aufgelöst.
    Es wird gerade eine bescheidene Dollar-Rally inszeniert, die schon noch ein wenig anhalten könnte.


    grüsse


    auratico


    Die möglichen Fahrstuhletagen ( aus einem US-Forum):


    - Wall Street stocks will stabilize and begin to rise


    - The acute credit crunch will ease off


    - US Real Estate price decline will decelerate


    - The Financial Sector will have bottomed (saving the likes of Citibank, Countrywide et al from the brink of bankruptcy)


    - The price of gold and silver will soar,


    - As the value of the US$ Index plunges toward 72


    - HUI & XAU will rocket to all-time highs


    - Goldman Sachs will eat crow ( da wäre ich mir leider nicht so sicher)


    Von großer Bedeutung wird sein, welche unterschiedlichen Arten von Rettungsbooten die FED und die US-Regierung nun konstruieren werden, von eingefrorenen Hypothekenzinsen über grosszügige Bilanztoleranz bei Fannie Mae und Freddie Mac bis hin zur Inzahlungnahme von nicht marktfähigen Derivaten. Wenn sie den Eindruck zu erwecken vermögen, daß sie derart grosse Krisen irgendwie managen können, könnte das ganze Spielchen mit einem Dollar auf niedrigerem Niveau wieder anlaufen: "Ja gut, der Dollar, tut uns leid, aber seht doch mal auf unsere tollen DOW- und S&P-Werte. Die werden jetzt wieder exportstark! Die Kreditexzesse sind vorüber!"


    98.5% aller US-Zins-und Kreditderivate werden von nur 5 Grossbanken gehalten:
    JPMorgan Chase, Bank of America, Citibank, Wachovia and HSBC.


    http://www.moneyandmarkets.com…px?NewsletterEntryId=1238


    grüsse


    auratico