Beiträge von auratico

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    Original von Eldorado
    Ich bin sauer, nun kaufe ich gleich die selbe menge nach wie ich schon habe, ich muss dem Beispiel von Rob folgen.
    XEX


    Was die brauchen, sind Geologen, die endlich mal etwas finden auf dem grossen Terrain. Daß McEwen viel Geld hat und wohl auch etwas Nougat, ist bekannt. Es mangelt ja auch gar nicht an einem Explorationsbudget, sondern offensichtlich an Leuten mit der rechten Nase für Goldadern.
    Hoffentlich ist die angedeutete Erholung von heute nicht nur ein spekulatives Strohfeuerchen.


    Ich war neulich jedenfalls so sauer, daß ich ihnen geschrieben habe, sie sollen sich in ihrer Aussendarstellung nicht immer auf Gold im Allgemeinen beziehen und ihren CEO permanent goldige Nougat-Reden schwingen lassen, sondern sich als aggressiver Explorer ausweisen, der seine Aktionäre und mögliche Neuinvestoren über die Explorationsarbeiten, die Gebiete etc. besser auf dem Laufenden hält.


    Zurück kam dann:


    "I understand your frustration. The share price has performed very poorly as you know. Rob McEwen increased his ownership position in the company by investing an additional $4 million.

    You are correct. The market wants results and nothing else. US Gold continues to have a strong treasury, a large land position and a solid leader in Rob McEwen.

    We are working hard in order to update our shareholders on our exploration results."


    Na dann mal zu from nougat to the real stuff !


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado
    . However, to play this game well you need a lot of patience because short periods of frenetic price increases are usually separated by very long periods when the stocks drift sideways or downward. The idea is to methodically build positions during the long periods of 'drift' and to harvest profits during the relatively short periods of speculative frenzy.



    http://www.321gold.com/editorials/saville/saville120407.html


    "Harvest profits during periods of speculative fenzy". - Natürlich ist das so. Es zeigt aber auch, daß dies ein Feld wilder, kurzzeitiger Spekulation ist, bei dem stets eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Warum gibt es in dem Bereich so wenige solide Werte, die einfach kontinuierlich wachsen und sich deshalb auch als längerfristiges Investment eignen?


    grüsse


    auratico

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    Original von cowboy_sam
    Tja, so unentschlossen wie die letzten Wochen war ich noch nie!!


    Hab da noch so 2k zu investieren und weiß einfach nicht ob ich mir zwei Minenwerte zulegen soll oder es in physisch umwandeln soll. Bei den Minen ist ja tote Hose, oder ich schaue immer bei den falschen Minen nach.


    Mit nur 2k in der Tasche würde ich im Moment nie und nimmer in Minenwerte gehen, nur physisch. Diese Summe habe ich als Buchverlust zuletzt mehrfach an einigen Tagen hintereinander bei gleich etlichen Minen eingebüßt. Selbst schuld?


    Ja, schon auch, aber: die Lage bei den Juniorminenwerten ist äußerst angespannt, nicht zuletzt wegen der jüngsten Ereignisse bei Novagold. Worum geht es?
    Wenn ein Explorationsriese wie Novagold zugeben muß, daß man im Grunde keine Ahnung hat, wie hoch die Produktionskosten einer geplanten Mine sein werden und die diesbezüglichen Schätzungen sich innerhalb von nur einem Jahr von 1,75 Milliarden $ auf 5 Milliarden $ erhöhen, ist jede Glaubwürdigkeit dahin und darüberhinaus gerät die gesamte Branche in Zeiten stark steigender Kosten ins Zwielicht.
    Diese Meldung hat eine regelrechte Schockwelle durch die Explorerszene laufen lassen.


    Alte, immer wichtige Fragen werden neu gestellt: wie glaubwürdig sind die Angaben dieser Unternehmen bzgl. Ressourcen, Kapitalbedarf, Zeitplan etc. Es werden im Zuge der Krise der verbrieften Wertschriften gar Parallelen gezogen zur Minenszene, also wie glaubwürdig sind die diversen Angaben über den Kollateralwert etc.
    Wenn man mit einer kleinen Summe neu einsteigen möchte in dieses Segment, kann man dies auch tun, nachdem eine Gesellschaft einen Explorationserfolg meldet und der Kurs dann anzieht. Natürlich muß man hier dann rasch handeln und nicht bis nach dem Badeurlaub warten. Eine andere Möglichkeit sind neben den wenigen Großproduzenten Explorerwerte, die wirklich kontinuierlich ihre Ressourcen ausweiten, sodaß man das deutlich mitvollziehen kann, wie das z.B. bei Orko Silver (keine Empfehlung!) der Fall ist. Ein aktuelles Negativbeispiel wäre USGold, wo mit jedem Monat ohne eine einzige Unze Explorationserfolg trotz riesiger Liegenschaften der Kurs noch weiter abtaucht.


    Gute Darstellung der aktuellen Bewertungsproblematik von Junior/Explorerunternehmen von Boris Sobolev:


    "There is a striking similarity between the recent events in the mortgage/banking industry and the developments in the junior mining industry.


    Despite the fact that the two industries are positioned on completely different ends of the investment spectrum, both are highly dependent on their ability to effectively raise large amount of capital and therefore, on the integrity of their collateral. For the mortgage/banking industry, collateral is financial paper (Mortgage Backed Securities and Asset Backed Securities) backed by underlying properties and creditworthiness of the homeowners. For the junior mining industry, “collateral” is the in-ground resource supported only by technical documentation (technical reports, feasibility studies, etc.), the quality and reliability of which is essential."


    http://www.financialsense.com/…ls/sobolev/2007/1203.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von linar


    ...immerhin New York Times und nicht einfach ein Käseblatt


    linar :)


    Man sollte die Bedeutung solcher zunehmend kritischer Artikel über Goldman Sachs in der Mainstream-Presse nicht unterschätzen, gerade zu einer Zeit, da der Einfluss von GS ins schier Unermessliche anzuwachsen droht.


    - GS sagt voraus, daß die Hauspreise noch weiter sinken werden: als vermeintlich stupende Supermeldung de luxe durch alle Medien gejagt (hier und anderswo schon tausendmal und wesentlich früher vorausgesagt).
    - GS rät, Gold für 2008 zu shorten: ebenso als Supermeldung quer über den Planeten gejagt, als habe sich Gott persönlich zum Goldpreis zu Wort gemeldet. Hat irgendjemand der Einschätzung von GS zum Goldpreis im vergangenen Jahr eine ähnliche Aufmerksamkeit zukommen lassen? Nein, es war eine Einschätzung unter vielen anderen.


    Und nun, da sie als (bislang) einzige Großbank dem Hypotheken-Dilemma durch Shorten (auch das weiß zumindest ich seit vielen Wochen, für die New York Times scheint es eine Neuigkeit zu sein) ungeschoren davongekommen sind, wird jede Äußerung eines GS-Analysten wie purer Goldstaub aufgenommen. Sie wollen nicht weniger als die Meinungsführerschaft über das globale Finanzsystem übernehmen, und im Moment gelingt ihnen das auch aufgrund ihres Status als Gewinner in allen Lebens- und Marktlagen.


    Doch wie naiv die Sicht auf die Hypothekenkrise immer noch ist, kann man dem Artikel auch entnehmen, wenn er Goldman Sachs vorwirft, sie würden wohl nicht in Betracht ziehen, daß die FED mit reichlich Cash zur Rettung des Häusermarktes einspringen würde. Daß die Hauspreise damit nur nominal, nicht aber in realer Kaufkraft stabilisiert werden könnten, scheint selbst eines dieser Urgesteine des US-amerikanischen Finanzjournalismus nicht zu begreifen.
    Dennoch: jede kritische Beschäftigung mit den unglaublichen Machenschaften von Goldman Sachs ist in dieser kritischen Phase von Bedeutung.


    grüsse


    auratico

    Ahhh, das tut der so oft gebeutelten Goldgemeinde doch einmal gut, wenn einer schreibt, daß wir nicht auch nur eine andere Sorte gieriger Hunde sind, sondern sogar eine Art philosophische Avantgarde an der Schwelle zu einem neuen, notwendigen Verständnis der Vorgänge unserer Zeit. Gold als der Lackmustest einer Gesellschaft, die sich mehr und mehr genötigt sieht, ihre Werte und Handlungen neu zu definieren. Wollen wir mal hofffen, daß da etwas hängen bleibt. Allerdings glaubt er auch, daß die Intelligenz des "Durchschnittsmenschen" deutlich ansteige. Sein Wort in Gottes Ohr. Ab € 600 beim POG zündet dann die transformatorisch-philosophische Brennstufe. ..


    Brian Bloom hebt an zu seinen "Philosophical Crossroads":


    I believe that a meaningful break-up by the gold price into new territory (say over 600 Euros) will represent more than just a move away from fiat currencies. It will represent the beginning of a paradigm shift in society's thinking. It will represent the beginning of a new era where the "old guard" of leaders will be spat out of the system, like obnoxiously distasteful ants that have found their way into our picnic lunch and into our mouths. Arguably, this has already happened in Australia, where our previous Prime Minister was only the second in our country's history to have lost his seat in parliament. The intelligence of the 'average' person is rising. The public is starting to rise up in revolt. We will no longer tolerate being treated like morons - where we are routinely lied to and treated like mushrooms as a matter of course (...)


    To me, the gold price represents a sort of litmus test regarding the mores and values of society, and the feeling I am getting is that the world may be preparing for that paradigm shift in thinking that will be a necessary precondition to choosing the "correct path" forward that I spoke about above.


    Philosophical Crossroads
    Brian Bloom
    Dec 3, 2007


    http://www.321gold.com/editorials/bloom/bloom120307.html


    mit ab nun philosophischen Grüssen


    auratico

    Zitat

    Original von nuggetier
    .
    Man sagt, wenn es sehr starke Bewegungen auf hohem, bzw. tiefem Niveau gibt, deutet sich eine bevorstehende große Trendwende an.


    Ja, so heißt es. Und bitte nicht vergessen, daß man über all den Berichten bzgl. Hypotheken- und Kreditkrise geflissentlich darauf vergessen hat, auch den enormen gegenwärtigen Verschuldungsgrad der Marktteilnehmer an den Börsen ins Auge zu fassen. Es gibt eigentlich nur noch Schulden! Sie wandern einfach weiter, von bereits als schlecht gebrandmarkten Märkten hin zu anderen, in diesem Falle eben die Standardbörsen.
    Man sehe sich die untenstehende Grafik zu den ausstehenden margin debts an der Börse von New York an. Selbst die jüngste "Konsolidierung" ist wieder nur schuldenfinanziert, und dies auf einem Rekordniveau wie zuletzt vor dem Crash der Internetblase:


    grüsse

    auratico


    Was sie wirklich im Goldbereich machen, kann man eben nicht wissen, außer in Tokio, und das dortige Verhalten von Goldman ist doch eigentümlich.


    Im vergangenen Mai 2006 bei Rekord- POG $730 hatten sie dort 55.060 Short-Kontrakte ausstehen. Dann fiel der POG zusammen.
    Nun (29.11.) haben sie nur noch 10.777 Short-Kontrakte offen. Das ist herzlich wenig für ein voll instrumentiertes Angst-Szenario.


    Aber wie schon mehrfach erwähnt, Goldman Sachs ist auch eine Art Drehbuchakademie. Die besten heutigen Regie-Talente heuern nicht mehr in Hollywood an, sondern bei GS und beackern die diversen offiziellen und weniger offiziellen Schauplätze als Spinmeisters.


    grüsse


    auratico

    Was gibt es Neues vom Goldpapiermarkt zu berichten?


    Nun, daß das Gesamtvolumen der Goldoptionen inzwischen bei ca. 30.000 Tonnen liegt, also ungefähr die gesamten bekannten physischen Goldbestände dieser Erde erreicht hat, dürfte wohl schon weitgehend bekannt sein. Niemand freilich weiß, wie hoch der Anteil physischer Glattstellung dieser Geschäfte ist.


    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat nun, neben ihren halbjährlichen Berichten über die globalen OTC (over the counter)-Geschäfte der großen Banken und Broker, auch den ersten Teil einer Dreijahresübersicht veröffentlicht. Darin sind auch die bekannt gewordenen Goldgeschäfte anderer Marktteilnehmer erfaßt.
    Bei Goldderivaten kommen sie auf einen Anstieg von $ 359 Milliarden von Juni 2004 auf knapp $ 1 Billion bis Ende Juni 2007, also von
    28.200 t auf 50.250 t.


    Merkwürdig nun ist, wie man auf http://goldensextant.com nachlesen kann, daß sich für diesen eklatanten Anstieg in den halbjährlich veröffentlichten Zahlen der US-Banken durch die amerikanische Bankenaufsicht OCC (Comptroller of the Currency) keine rechte Entsprechung finden läßt.
    Daß unsere Freunde von Goldman Sachs, anders als etwa J.P. Morgan Chase, HSBC Bank USA and Citibank, ihre Geschäfte dort gar nicht veröffentlichen (warum, weiß ich nicht), konnte man sich denken. Es steht die Vermutung im Raum, daß eine oder mehrere Banken immer mehr Goldderivatgeschäfte außerhalb der halbjährlich erfassbaren Berichte laufen haben, die dann aber merkwürdigerweise in dem Dreijahresbericht der Bank für internationalen Zahlungsausgleich doch wieder auftauchen.
    Komplizierte Materie, das wäre eigentlich eher etwas für einen OTC-Experten wie Jim Sinclair...


    goldensextant:


    "Accordingly, the finger of suspicion with respect to the reporting snafu seems to point in the direction of one or more big U.S. investment banks, e.g., Goldman Sachs, which are not included in the OCC data. But whoever the culprit, the numbers themselves suggest that the gold options involved in the revisions have now been transferred to market participants outside the regular semi-annual reporting system but covered by the triennial survey.


    Indeed, it would appear that these options were never intended to be picked up in the regular semi-annual report. One plausible hypothesis is that one or more big U.S. investment banks are effectively running large gold options books through non-reporting entities covered only in the triennial survey, and that due to errors of accounting, timing or otherwise, these banks were forced by their auditors to recognize on their own books at year-end gold options that they believed were on the books of others (...)


    The unfolding collapse of the fiat monetary system makes fascinating theater. However, notwithstanding the recent improvement in the gold price as expressed in Federal Reserve Notes, the gold market continues to remain firmly in the grip of the central banks and their agents."


    Quelle: http://goldensextant.com/


    grüsse


    auratico

    Die Buchgewinne aus den US$-Shortpositionen der letzten Wochen und Monate müssen gigantisch sein. Jetzt wird zum Jahresende abgecasht und der Dollar bekommt einen kräftigen Zwischenschub nach oben. Grandich ist der Meinung, daß der US$-Index kurzfristig schon wieder auf 80 hochgehen kann.
    Andererseits: Was spricht dagegen, daß die Shorties nach Neujahr zurückkommen und das Spiel von neuem beginnen, wohl wissend, daß die Verwerfungen auf den Kreditmärkten wohl andauern werden, auch wenn die FED im Dezember den Basissatz noch einmal senkt ?


    Grandich:


    U.S. Dollar –


    "Even beaten-up Uncle Sam is entitled to some holiday cheer. Again, remembering that the drain on liquidity is likely to come as December unfolds, and knowing the big paper profits out there on short U.S. Dollar positions, it would come as no surprise to see the U.S. Dollar Index move back towards, or even above, the 80 level. While it would cause agita for the individual speculator whose time horizon these days appears to be just hours and minutes, it would actually be healthy and
    useful if it did. Because 80 was a key support area for years, it’s only natural for the market to try and confirm it’s now resistance.


    http://www.grandich.com/docs/GL_12-01-07.pdf


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von newtechxl
    Könnte interessant sein. Irgendwelche Meinungen?


    http://www.klondikesilver.com/


    Die werden schon seit Jahren von Hommel immer wieder hochgeschrieben, wenn er wieder mal Anteile oder Warrants gekauft hat - ein Wert, bei dem man sehr genau hinsehen muß, wann wieder ein Riesenpaket Warrants hinzukommt, wie zuletzt im November. Jetzt steht sie nach dem letzten PP mit 5 Millionen neuen Aktien in der Nähe des Allzeittiefs. Der Hauptgrund dürfte in dieser Verwässerung in der Vergangenheit liegen, und der Chart sieht traurig aus:


    http://finance.yahoo.com/q/bc?s=KS.V&t=2y


    Sie haben nun eine alte Gesteinsmühle renoviert und vor kurzem in Betrieb genommen - das soll für Cash Flow sorgen. Jetzt wartet man auf die ersten Quartalsergebnisse aus der Gesteinsmühle und vor allem auf Bohrergebnisse. Die Grab Samples waren sehr gut, aber das ist ja relativ oft der Fall. Wenn die etwas Positives berichten können, geht der Wert endlich hoch, keine Frage. Aber ob er seinen Boden jetzt schon gefunden hat?


    Bericht von smartstox anläßlich der Restaurierung der Sandon-Mühle:


    http://www.smartstox.com/reports/KS.pdf


    z.B.Hommel vor einigen Monaten:


    Klondike Silver
    http://www.klondikesilver.com/
    69 million shares fully diluted (inzwischen schon 83 Millionen)
    $.37/share Cdn x .85 = $.31/share
    $22 million Market Cap


    Klondike has a majority land position at the Slocan camp in Canada; and they have many former producing mines on their properties, and they could, if they wanted to, start producing silver very quickly.


    I own 371,713 shares. I own 571,713 warrants at $.20 Cdn that expire in November, 2007.
    My purchase price: $.20. Current gain: 85%
    I own 5 days worth of average daily trading volume.


    http://silverstockreport.com/2007/5_Silver_Explorers.html


    grüsse


    auratico

    Zitat


    Das ist ein sehr aufschlußreicher Bericht aus arktischen Gefilden, weil man daran erkennen kann, daß kein Ort auf der Welt vor der schwarzen Finanzmagie der Wall Street verschont bleibt. Und ferner kann man sehen, daß Stadtkämmerer heillos überfordert waren, wenn sie glaubten, ihren Gemeindefinanzen mit dem Engagement in strukturierte Kreditderivate auf die Sprünge helfen zu können.


    Man kann sich nur schwer vorstellen, daß diesem Befund aus dem reichen Norwegen nicht noch zahllose andere Schreckensmeldungen über finanzielle Verwerfungen bei den Budgets der Kommunen in USA und Europa folgen werden.
    Fest steht indes, daß die bis vor kurzem noch so mächtige US-Finanzindustrie in den nächsten Jahren bei europäischen Kommunen keinen Fuß mehr in die Türe bekommen wird - das war immerhin einer der am schnellsten wachsenden Teilbereiche für diesen finanziellen Nuklearabfall aus Übersee.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Delphin
    [QUOTE]zu CDO's:
    Stellt Euch vor ihr habt die Aufgabe Apfel zu kaufen und einzulagern. Zweck der Übung ist die Äpfel müssen 1 Jahr haltbar sein, ihr wollt ja auch kurz vor der nächsten Ernte etwas zu essen haben. Boskop und CoxOrange sind prima dafür geeignet. Golden (pardon) Delicius und Mostäpfel weniger, ihr würdet sie nicht kaufen wollen, sie sind im Schnitt nach einem halben Jahr verfault.


    @ Delphin


    Deine Beispielreihe aus der Obstwelt zur Erläuterung der CDO-Tranchen ist witzig und anschaulich. Doch müßte man, um noch etwas genauer im Bild zu bleiben, eine weitere, wesentliche biologische Eigenschaft hinzunehmen, um den Prozess zu verdeutlichen: ein fauler Apfel steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit die neben ihm liegenden mit der Fäulnis an.


    Und ferner: Du kennst den Wert eines Boskop-Apfels. Du kennst sein Aussehen, seinen Geschmack, die Lagerfähigkeit etc. Es kann dir keiner einen halbfaulen Mostapfel für einen Boskop andrehen. Dies gilt nicht für die strukturierten Kreditderivate (ob offiziell Subprime oder nicht), deren Boskop-Dasein sich nur einer Einschätzung durch Rating-Agenturen verdankte, also allem zuvor einer aufgeklebten Etikette: "Boskop aus bester Lage, lange Lagerfähigkeit bei fruchtigem Geschmack."


    Es ist nichts als nackte Gier, die sowohl die Konstrukteure der Derivate als auch deren Abnehmer angetrieben hat. Die Aufkäufer haben, um ein letztes Mal die frugale Welt zu zitieren, gar nicht genau in die Kiste blicken wollen/können, wo unter einer einzigen Schicht Boskop die restlichen Lagen nur aus bereits angefaultem Fallobst bestanden.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von silberelfe
    Das gewissenlose Gesindel von "Bankern"drüben, jenseits des Teiches, ist für noch so dreckige Manipulationen nicht gut genug.


    Der T... möge sie holen......


    Selbst einem Bloomberg-Kommentator war es, spät aber doch, im vergangenen Sommer aufgefallen: "Die dunklen Mächte im Bestseller „Sakrileg“ seien dagegen harmlos, lautete ein Kommentar im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg: „Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman Sachs ansehen.“


    Sich und andere über die Machenschaften von Goldman Sachs aufzuklären, gehört heute zur ethischen Mindestvoraussetzung eines halbwegs aufgeklärten Zeitgenossen. Die Macht von Goldman wächst mit jeder Stunde und, wie leicht zu erkennen ist, mit jeder Krise. Ihr Informationsvorsprung und die immer aberwitzigere personelle Durchdringung von Regierungen, Regulierungsbehörden und Lobby-Gruppen mit Leuten von Goldman Sachs wirft die Frage auf, ob sie tatsächlich schon so machtvoll geworden sind, daß sie den gesamten Finanzsektor nach ihrer Pfeife tanzen lassen können. Sie scheinen immer zu gewinnen, in allen Bullen- und Bärenmärkten. Sind sie in der Lage, solche Bewegungen zu orchestrieren, weil sie wissen, daß in der heutigen Voodoo-Ökonomie die psychologische Lufthochheit ident geworden ist mit den dann eintretenden Entwicklungen?


    Goldman verkauft im großen Stil Schrott-Hypotheken und geht dann massiv short in diesem Segment, während die Konkurrenten noch ahnungslos weiter verbriefen, weil sie glauben, Goldman mache es auch so. Goldman redet nun den Dollar hoch und Gold für 2008 herunter und, voilà, schon machen sich die Märkte in diese Richtung auf. Jetzt wird es ernst: Wenn Goldman diesen rhetorischen Kampf ("rhetorisch", weil niemand weiß, was sie wirklich machen) ums Gold und den Dollar gewinnen sollte, dann wissen sie endgültig, daß sie machen können, was immer sie wollen, es wird zu ihren Gunsten sein.


    Heute war Joseph Stiglitz in Wien - von ihm habe ich den passenden Terminus von der Voodoo-Ökonomie übernommen. Was man von seiner Idee einer künstlichen Weltreservewährung aus Sonderziehungsrechten hält, sei dahingestellt:


    Wien - Als "Woodoo-Economics" und "Systemfehler" bezeichnete Nobelpreisträger Joseph Stiglitz heute in Wien die in den letzten Jahren aufgekommene Praxis der US-Banken, gute und schlechte Kredite in eigenen Produkten zu vermischen und mit hohen Kommissionen weiterzuverkaufen. Einige informierte Banken hätten bereits im Vorfeld der Hypothekenkrise wieder Geld aus dem System genommen. Die US-Wirtschaft und der Rest der Welt seien die Käufer dieser Produkte gewesen.


    Die komplexen Rückversicherungen seien nicht mehr durchschaubar. Auch sollte das Problem der asymmetrischen Information beleuchtet werden. Auch diesmal hätten wie schon in den neunziger Jahren Informierte Banken Vorteile gegenüber den weniger Informierten gezogen. Es sei dies bereits die dritte große Krise der US-Banken in den letzten 20 Jahren. (...)


    Der starke Euro sei eigentlich ein schwacher Dollar, das Vertrauen in den Dollar als Reservewährung sei erodiert, meinte Stiglitz. Schuld daran trage die desaströse Politik in den USA in den letzten 7 Jahren und auch die hohen Kosten des Irak-Krieges, die Stiglitz auf noch 2 Billionen Dollar schätzt. "Das Land hat ökonomische Probleme", so der Nobelpreisträger. Der schwache Dollar sei der einzige Weg, damit die US-Wirtschaft noch funktioniere, weshalb dieser auch von der US-Regierung - nicht direkt - unterstützt werde.


    Stiglitz sprach sich für eine neue globale Reservewährung aus, die jedoch nicht aus der Duo-Währung Euro und Dollar bestehen sollte. Das würde nur zu Instabilitäten führen. Besser wäre eine Kunstwährung in Form von Sonderziehungsrechten SDR ("Special Drawing Rights"). Für die US-Konjunktur erwartet Stiglitz auf jeden Fall ein "hartes Landing", stelle sich nur die Frage, wie hart es ausfallen werde. (APA)


    http://www.derstandard.at


    grüsse


    auratico

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    Original von Eldorado
    Der Hype und Druck kommt von den Moos aus Abu Dhabi fuer Citi Bank damit sie wieder Bankaktien kaufen.


    .


    Dieser Deal ist hochinteresssant, vor allem, wenn ihm nun noch rasch einige ähnliche folgen sollten z.B. aus China. Die extrem günstigen Bedingungen (11% Dividende, Umwandlungsmöglichkeit in reguläre Aktien bis 2011 - bedeutet letzlich Kapitalkosten für die Citi von gut 20%!) weisen darauf hin, daß die Citigroup diese Geldspritze mit zitternden Händen erwartet hat und dafür im Gegenzug bereit ist, immer mehr Einfluß an ausländische Staats-Investoren abzugeben.


    Auf den gesamten US-Markt umgelegt, bedeutet dies, daß man die nationale "Zwangsversteigerung" der Hypothekenderivate graduell über den Ausverkauf an Dollarhalter bei den Finanztiteln abwickelt. Man zeige mir den, der dies vor drei Wochen schon geahnt hatte - ich jedenfalls nicht. Die haben schon noch etliche Tricks auf Lager....


    Als Folge davon steigen daraufhin die Finanztitel sofort querbeet wieder an und die Märkte versuchen sich an einer Jahresendralley. Und nun doch noch eine kleine Prophezeiung: dieser Anstieg wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor Weihnachten/Jahresende wieder abverkauft werden, denn auf diese Weise kommen die US-Fonds doch noch zu einem halbwegs akzeptablen Jahresergebnis.


    Und wie es scheint, geht nun alle Welt davon aus, daß die FED noch einen ganzen Prozentpunkt runter gehen wird mit dem Leitzins. So lindert man die Not der Hausbesitzer, was politisch von größter Bedeutung ist, und bietet andererseits den ausländischen Gläubigern dafür einen Teil des US-Finanzsystems an.


    All dies bleibt längerfristig positiv für Gold, kurzzeitig wird jede Dollar-Erholung/Stabilisierung aber natürlich das Gegenteil bewirken. Als Privatanleger hier zeitnah im Haifischbecken der Währungsmärkte erfolgreich mitmischen zu wollen, halte ich für wenig erfolgversprechend.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von silverchiller
    Hier mal was aus meinen bookmarks .. pick or kick


    waterstocks


    Ich habe zwei Wasserwerte aus dieser interessanten Auflistung. Mit dem einen (Hendrx) habe ich ein Totalfiasko erlebt, der andere (Seprotech) hat sich prächtig entwickelt.
    Die kleinen Wasserwerte, bei denen es zumeist um "revolutionäre" Produkte zur Wasserreinigung, Wasseraufbereitung bzw. Wassergewinnung aus der Luft ( z. B. Hendrx) geht, sind vom Investment-Sentiment den Explorerwerten durchaus ähnlich. Wer möchte nicht als Aktionär mit von der Partie sein, wenn eine Klitsche durch gute Ingenieursarbeit ein Produkt entwickeln kann, das in einem von zunehmenden Mangel an sauberem Wasser geprägten Umfeld einen Weg in die Zukunft weist?


    Allerdings ist auch hier höchste Vorsicht geboten. Ganz wichtig sind in diesem Bereich Patente. Ständig sind diese Wasserklitschen in Rechtsstreitigkeiten um ihre vermeintlichen Eigenpatente verwickelt, die sich dann bei genauerem richterlichen Hinsehen als leicht veränderte Klone erweisen.
    Und: ich bin inzwischen davon überzeugt, daß bei manchen wasserbezogenen Erfindungen von den Regierungen in diesem lebenswichtigen Sektor einfach Force Majeure ausgerufen wird, d.h. China wird sich z.B. nicht sehr darum kümmern, wer ein Patent zur Wasseraufbereitung hält, sondern wird einfach Nachbauten gestatten.
    Grundsätzlich bin ich weiterhin vor allem an chinesischen/asiatischen Wasseraktien interessiert, sofern sie nicht Hendrx heissen. Hinweise wären willkommen, am liebsten natürlich die nächste Wuhan.


    grüsse


    auratico

    Eine Meldung aus der amerikanischen Justizprovinz, die letzte Woche auch hier im Thread verlinkt wurde, schlägt in den USA inzwischen landesweite Wellen:


    http://reggiemiddleton.typepad…7/11/deutsche-bank-f.html


    Zur Erinnerung: Ein Bundesrichter in Ohio hatte in einem von der Deutschen Bank angestrengten Zwangsversteigerungverfahren wegen 12 Hypotheken die Rechtsvertreter der DB aufgefordert, ihm die Unterlagen vorzulegen, aus denen eindeutig hervorgehe, daß sie auch wirklich am anderen Ende der in Frage stehenden Hypotheken sitzen. Da dies den Anwälten der DB nicht möglich war, weil die Hypotheken längst in irgendwelchen Sammelpaketen gelandet waren, setzte der Richter die Zwangsversteigerungen aus. Inzwischen hat dieser noch vereinzelte Richterspruch Furore gemacht. Es könnte sein, daß, wenn diese Spruchpraxis Nachfolger findet, die gesamten Hypothekenpakete der vergangenen Jahre neu auf - bzw. entschlüsselt werden müssten - mit dann wohl jahrelangen Verzögerungen bei möglichen Zwangsversteigerungen und natürlich enormen Kursverlusten bei den betroffenen Banken - also bei praktisch allen. Irgendwie schwer vorstellbar, daß nun landesweit abertausende Zwangsversteigerungsverfahren angehalten werden sollen, aber wer weiss schon, was hier noch alles geschehen kann.


    Jetzt hat sich William Engdahl mit der Sache beschäftigt:


    http://financialsense.com/editorials/engdahl/2007/1124.html


    grüsse
    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado
    Ich vermute mal das in den naechsten 10-14 Handelstagen die letzte Chance fuer Gold / Silber/HUI ist das Jahreshoch zu erreichen.
    Danach brauchen die Leute Weihnachtsgeld, erst in den ersten 3-4 Monaten 2008 geht das Tauziehen dann weiter mit dem PPT und USD.


    Ein abermaliges Hochfahren auf das bisherige Jahreshoch mit anschließendem Weihnachtsschlußverkauf scheint dennoch ziemlich naheliegend. Auf der Long-Seite war letztens nur mit Öl und Gold ordentlich etwas zu verdienen. Das Sentiment bei Gold ist da, und ein bereits erreichter Höchststand als logische Benchmark auch. Viel mehr noch als Privatanleger mit Weihnachtsgeldbedaf könnten Hedge-Fonds-Manager, die im Tages- und Wochenrhythmus ihre Gelder anlegen und z.T. ein maues Jahr hingelegt haben, in der Versuchung sein, den POG nochmals hochzutreiben. Eine größere Adresse drückt dann, noch bevor alle Kerzlein brennen, beherzt auf den Sell-Button, die anderen ziehen nach - sie wollen schließlich auch ihre Ferien in Ruhe verbringen. Natürlich in dem Wissen, daß um die Feiertage herum dann keine wesentlichen Aktionen mehr stattfinden werden. In USA funktioniert das sogar mit einem einzigen Tag , wie man zuletzt vor Thanksgiving wieder einmal sehen konnte.


    grüsse


    auratico