Zitat
Original von silberelfe
Das gewissenlose Gesindel von "Bankern"drüben, jenseits des Teiches, ist für noch so dreckige Manipulationen nicht gut genug.
Der T... möge sie holen......
Selbst einem Bloomberg-Kommentator war es, spät aber doch, im vergangenen Sommer aufgefallen: "Die dunklen Mächte im Bestseller „Sakrileg“ seien dagegen harmlos, lautete ein Kommentar im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg: „Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman Sachs ansehen.“
Sich und andere über die Machenschaften von Goldman Sachs aufzuklären, gehört heute zur ethischen Mindestvoraussetzung eines halbwegs aufgeklärten Zeitgenossen. Die Macht von Goldman wächst mit jeder Stunde und, wie leicht zu erkennen ist, mit jeder Krise. Ihr Informationsvorsprung und die immer aberwitzigere personelle Durchdringung von Regierungen, Regulierungsbehörden und Lobby-Gruppen mit Leuten von Goldman Sachs wirft die Frage auf, ob sie tatsächlich schon so machtvoll geworden sind, daß sie den gesamten Finanzsektor nach ihrer Pfeife tanzen lassen können. Sie scheinen immer zu gewinnen, in allen Bullen- und Bärenmärkten. Sind sie in der Lage, solche Bewegungen zu orchestrieren, weil sie wissen, daß in der heutigen Voodoo-Ökonomie die psychologische Lufthochheit ident geworden ist mit den dann eintretenden Entwicklungen?
Goldman verkauft im großen Stil Schrott-Hypotheken und geht dann massiv short in diesem Segment, während die Konkurrenten noch ahnungslos weiter verbriefen, weil sie glauben, Goldman mache es auch so. Goldman redet nun den Dollar hoch und Gold für 2008 herunter und, voilà, schon machen sich die Märkte in diese Richtung auf. Jetzt wird es ernst: Wenn Goldman diesen rhetorischen Kampf ("rhetorisch", weil niemand weiß, was sie wirklich machen) ums Gold und den Dollar gewinnen sollte, dann wissen sie endgültig, daß sie machen können, was immer sie wollen, es wird zu ihren Gunsten sein.
Heute war Joseph Stiglitz in Wien - von ihm habe ich den passenden Terminus von der Voodoo-Ökonomie übernommen. Was man von seiner Idee einer künstlichen Weltreservewährung aus Sonderziehungsrechten hält, sei dahingestellt:
Wien - Als "Woodoo-Economics" und "Systemfehler" bezeichnete Nobelpreisträger Joseph Stiglitz heute in Wien die in den letzten Jahren aufgekommene Praxis der US-Banken, gute und schlechte Kredite in eigenen Produkten zu vermischen und mit hohen Kommissionen weiterzuverkaufen. Einige informierte Banken hätten bereits im Vorfeld der Hypothekenkrise wieder Geld aus dem System genommen. Die US-Wirtschaft und der Rest der Welt seien die Käufer dieser Produkte gewesen.
Die komplexen Rückversicherungen seien nicht mehr durchschaubar. Auch sollte das Problem der asymmetrischen Information beleuchtet werden. Auch diesmal hätten wie schon in den neunziger Jahren Informierte Banken Vorteile gegenüber den weniger Informierten gezogen. Es sei dies bereits die dritte große Krise der US-Banken in den letzten 20 Jahren. (...)
Der starke Euro sei eigentlich ein schwacher Dollar, das Vertrauen in den Dollar als Reservewährung sei erodiert, meinte Stiglitz. Schuld daran trage die desaströse Politik in den USA in den letzten 7 Jahren und auch die hohen Kosten des Irak-Krieges, die Stiglitz auf noch 2 Billionen Dollar schätzt. "Das Land hat ökonomische Probleme", so der Nobelpreisträger. Der schwache Dollar sei der einzige Weg, damit die US-Wirtschaft noch funktioniere, weshalb dieser auch von der US-Regierung - nicht direkt - unterstützt werde.
Stiglitz sprach sich für eine neue globale Reservewährung aus, die jedoch nicht aus der Duo-Währung Euro und Dollar bestehen sollte. Das würde nur zu Instabilitäten führen. Besser wäre eine Kunstwährung in Form von Sonderziehungsrechten SDR ("Special Drawing Rights"). Für die US-Konjunktur erwartet Stiglitz auf jeden Fall ein "hartes Landing", stelle sich nur die Frage, wie hart es ausfallen werde. (APA)
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grüsse
auratico