Beiträge von auratico

    Wenn irgendwo eine Anlageklasse zusammenbricht, muß es ja auch jemand geben, der auf der anderen Seite sitzt und damit auf das richtige Pferd gesetzt gesetzt hat. Wenn man sich die jüngsten Ergebnisse einiger Hedge Fonds ansieht, fällt auf, daß manche mit geradezu phantastischen Zahlen für das laufende Geschäftsjahr aufwarten können, allen voran die von John Paulson (Paulson&Co) geleiteten Fonds, die schon mit über 300% im Plus stehen.


    John Paulson war noch bis vor zwei Jahren bei Bear Stearns angestellt, deren Hedge Fonds das aktuelle Subprime Fiasko mit Pauken und Trompeten eingeläutet hatten.
    Wie also kommt es, daß sein eigener Fonds nun bis Anfang August schon mit + 300% dasteht?
    Paulson muß als ehemaliger Bear Stearns-Manager gewußt haben, wie fundamental faul die Suprime-Anleihen seines ehemaligen Arbeitgebers waren, sodaß er in seinem eigenen Fonds dann einfach das strikte Gegenteil gemacht hat und massive Shortpostionen auf den ABX-Index (misst die Risiken der Kreditbranche für Kreditnehmer schlechterer Bonität) eingegangen ist.


    So einfach kann man Geld verdienen, wenn man seine Investitionen so ausrichtet, wie man auch denkt.
    Wer von den vielen Lesern und Postern hier im Forum, für die die Subprime-Krise in den USA schon seit langem eine ausgemachte Sache war, hat aktiv versucht, dieses ökonomische Wissen z.B. durch den Kauf einer Put-Option auf den US-Häusermarkt für sich zu nutzen?



    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Milly
    Kann einem doch keiner einreden, daß wegen ein paar fauler immokredite Bankaktien um 5-8% fallen, und das als "Katastrophe" dargestellt wird, die Uraner in der gleichen Zeit um 25% oder so.


    Es handelt sich hier ganz bestimmt nicht nur "um ein paar faule Immokredite", sondern um die wachsende Erkenntnis, daß aufgrund der verantwortunglos betriebenen Derivatspekulationen möglicherweise eine nachhaltige Kreditklemme droht, von der sich bisher erst die Anfänge gezeigt haben.


    Was dies mit den Uranwerten zu tun hat? Nun, der vorangegangene Run der Uranexplorer- und Produzenten war ja keine wirklich öffentliche Veranstaltung, sondern den haben fast nur institutionelle Adressen, allen voran diverse Hedgefonds, bestritten und damit gut verdient. Die aktuelle Liquidierungswelle, die ja keine weitere fundamentale Begründung hat - denn an der Energiesituation hat sich ja nichts geändert - kommt also von eben diesen Fonds, welche die hauptsächlichen Investoren der Uranwerte waren. Sie brauchen die Gewinne dringend, um sich mit Liquidität zu versehen.
    Hinzukommt, daß in einer sich verschärfenden Zinsumgebung alle Investments, die auf Jahre hin nur Kreditgeld für die Exploration verbrennen, härter angefasst werden als in Zeiten des ungetrübten Geldflusses.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Fundistephan82
    Den Chinesen gehört doch nur der Wald während dieser aktuellen kranken Kapitalismusphase.
    Wenn wirklich mal die Krise kommt, werden alle Asiaten und andere Fremdlinge sowieso des Landes verwiesen, ob denen nun der Wald gehört oder nicht..
    Also ich sehe das nicht als Gefahr, da es den Chinesen ja nur auf dem Papier gehört...


    Autsch, das tut weh. Nicht böse sein, Fundi, aber manchmal gilt auch hier im Forum: Si tacuisses, philosophus mansisses:
    "...werden alle Asiaten und andere Fremdlinge sowieso des Landes verwiesen, ob denen nun der Wald gehört oder nicht."


    Denk doch besser einmal in Ruhe darüber nach, wie du schon jetzt - als sogenannter "Einheimischer" - kontinuierlich enteignet wirst, und zwar scheinbar völlig legal, ausgetragen über eine sehr einheimische parlamentarische Demokratie und eine öffentlich-rechtliche Institution namens Finanzamt.


    Und ansonsten müssen die Deutschen eben nach US-amerikanischem Vorbild von der Wall Street ein Forest Plunge Protection Team installieren zur Errettung des teutonischen Waldbodens vor chinesischen
    Begehrlichkeiten und für jeden von den Chinesen gekauften Baum eine virtuelle Eiche neu in die Statistik nehmen
    Die Chinesen sind übrigens nur an ganz grossen Waldflächen interessiert, wie sie in Deutschland nur ganz selten zum Verkauf stehen -siehe die aktuellen Waldverkaufsberichte...


    grüsse


    auratico


    Die Risikokontrolle ist eine Schimäre, wenn die Spreads zunehmen, d.h. alle diese Geldmarktinstrumente erweisen sich als hinfällig, wenn die Volatilitäten für einige Zeit deutlich über dem dem fundamentalen Investitionsansatz zugrundeliegenden Rechenmodell liegen. In kleinerem Maßstab ist dies nichts anderes, als was damals den LTCM-Fonds in den Abgrund gerissen hat. Diese Systeme basieren auf historisch niedrigen Spreads und vor allem auf willfährigen
    Rating-Einschätzungen, auf die man sich dann im Verlustfalle zu berufen sucht. Nicht so sehr verschieden von einem Streit im Sandkasten, wo ein Kind das andere beschuldigt, als erstes mit nassem Sand geworfen zu haben.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von linar
    [...eben das bringt mich ins schwitzen :rolleyes: nebst den Aktien auch noch die Währungen auf der Rutschbahn :rolleyes: bin am hin und her überlegen PUT auf €/SFR ?( oder €/YEN ?( den $ lass ich mal lieber - wer weiss, was das "grosse" Geld noch alles im Sinn hat :rolleyes:


    linar :)


    Das "grosse" Geld macht aber im Moment genau dies: Yen und Franken kaufen und vor allem alles Essbare:

    Zitat

    Original von Fundistephan82
    willst du damit sagen dass der Silberpreis in Wahrheit noch viel niedrieger ist???


    Nein, keineswegs geht aus der von mir angedeuteten Möglichkeit , daß es die seit Jahren bestehenden massiven Silber-Shortpositionen an der Comex (ca. 5-8 grosse Positionen) auch physisch geben könnte, hervor, "dass der Silberpreis in Wahrheit noch viel niedriger ist". Wobei ich einräumen muß, daß ich den Satz nicht ganz verstehe ( "der wahre Preis").


    Vielmehr sollte man einmal dieses Denkverbot in Frage stellen, demzufolge es völlig ausgemacht sein soll, daß dieses Silber ausschließlich auf dem Papier existiert. Denn gerade wenn diese Positionen physisch existieren sollten, befinden sich die Besitzer dieses Silbers in einer komfortablen Position, um den Markt, solange er nicht explodiert, nach ihren Bedingungen zu kontrollieren. Und wenn sie das Silber haben sollten, sind sie in einem Bullenmarkt dann erst recht die Kings. Bis dahin kann man profitabel spekulieren, weil man ja ohnehin liefern könnte, aber dies muß eben gar nicht sein.
    Nach meinem Wissensstand ist noch keiner der Inhaber dieser gewaltigen (gewaltig nur auf den Silbermarkt von Münzen/Barren bezogen, den man ja schon mit ca. 15 Milliarden $ gänzlich aufkaufen könnte) Shortpositionen von der Comex dazu aufgefordert worden, "die Hosen runterzulassen" und den Nachweis der physischen Haltung zu erbringen.


    Genau dies geschah vor kurzem aber beim Nickel an der LME vor dem Preisverfall vor einigen Wochen. Und was war die Folge? Die Shorter sind einfach kurzerhand zum Barausgleich aufgefordert worden, was ja eine mächtige Handelsintervention von seiten der Börse darstellt, die damit ihre Handlungsfähigkeit sichern wollte.
    Wenn die Edelmetallbörsen ihre Funktion in Gefahr sehen, werden sie alles mögliche unternehmen, um den Handel wieder zu ermöglichen.
    Das gleiche würde doch auch bei einem mächtigen Preisanstieg bei Silber geschehen. Diese Shortpositionen würden sich einfach in FIAT-Geld auflösen und ganz bestimmt nicht von ihren Besitzern in einer Silber-Hausse auf den Tisch gelegt werden. Und dann werden die Karten neu gemischt, wie zuletzt bei Nickel.


    Mir ging es nur darum, auch andere, mir wesentlich einleuchtendere Erklärungen zur Situation des Silbermarktes an der Comex als jene von Butler (die hier im Forum fast Staatsreligion sind) zur Debatte zu stellen . Mal ehrlich, wenn es nach ihm ginge, dürfte es ja schon seit Jahren kein Gramm Silber ausserhalb der aktuellen Produktion mehr geben.


    Aber gleichgültig, wer nun in dieser Sache recht hat, bullisch für Silber bleibt die Situation allemal, es könnte eben nur sein, daß irgendjemand (z.B. die Chinesen) sehr wohl schon eine Menge Silber physisch gehortet hat. Nicht vergessen: niemand weiß, ob und wieviel Silber das traditionelle Silberland China noch aus früherer Zeit gehortet bzw. später erworben hat. Die Chinesen sind mir allemal für eine Überraschung gut.


    grüsse


    auratico

    Habe mir wieder einmal nach langer Abstinenz einen Artikel von Th. Butler zu Gemüte geführt (hier auf goldseiten.de übersetzt). Interessant, dass er nach all den Jahren noch nicht einmal im Traum daran denkt, daß die vielbeschworene Monster-Shortpostion an der Comex vielleicht doch gar keine nackte ist, sondern ihr beharrliches Fortbestehen eben doch darauf schließen läßt, daß es diese Position physisch gibt.
    Butler hingegen:


    "Ich behaupte, dass die konzentrierte Short-Position aus Gründen des Preisunterdrückung existiert. Darüberhinaus behaupte ich, dass diese konzentrierte Short-Position nicht liquidiert werden kann, ohne das es dabei eines Tages zu einer dramatischen, noch nie da gewesenen Aufwärtsbewegung bei den Preisen kommt. Zudem sollte es für jeden, der darauf achtet, offensichtlich sein, dass der Silberpreis ohne diese konzentrierte Short-Position bedeutend höher läge. Genau das ist die Definition von Manipulation. "


    Ist nicht z.B. die Ansicht von Antal Fekete, derzufolge diese massive Shortposition sehr wohl physisch unterlegt ist, und zwar von China, weitaus realistischer?


    China kann damit seine Silberbestände günstig ausbauen und gleichzeitig den Preis manipulieren - aber eben, weil sie das Silber haben und nicht nackt unterwegs sind. Auf diese Weise kann man ständig mit Shorten Geld verdienen und den Kaufdruck bei überkauftem Chart ausnützen - weil man die physische Unterlegung hat und nicht umgekehrt.
    Vielleicht verwendet China das Silber als Versuchballon für seine weiteren Altivitäten auf den Rohstoffmärkten, nämlich in wieweit es möglich ist, den Markt zu beherrschen.


    grüsse


    auratico

    Nun ja, zur Zeit gibt es die Uranplays wirklich fast alle zum Discountpreis. Mancherorts wird vermutet, daß sich die Hedgefonds, die sowohl den Spotpreis als auch die Minenwerte hochgezockt hatten, nun ihre Gewinne gesichert haben, um auf anderem Feld (Hypothekenkrise) für das Allerschlimmste gerüstet zu sein.
    Kurstechnisch schwer angeschlagen auch die Energy Fuels (EFR), die nun ihre eigene Uranmühle bauen werden und mit ihren 32 Millionen $ in der Kasse eigentlich genug Geld für eine längere Kurs-Durststrecke (bei im Moment 35 Angestellten) haben müßten:

    EFR can start mining uranium 6 months from now. No other uranium junior is that near to actually be able to start real mining.
    From mining start and some 12 months thereafter i.o first production year EFR will be able to produce some one million pounds of uranium, second production year possiby 2 million pounds.
    EFR management consideres it´s clear they have som 15 million punds of uranium reserves in the ground (verifyed by Wellington West, in their report dated May 24th). EFR so far has som 657.000 pound of uranium and some 2.17 million pounds of Vanadium as proven according to their latest NI 43-101.
    Managements priority so far has been to get in to production ASAP and thus as they are confident themselves about reserves and how much uraium they have they have not made much effort so far in getting these in to the proven category as their believe this only would have cost them time and money to do so.


    One have to remember that EFR current management are people that managed USAs largest producer in the 80ties - ENERGY Fuels Nuclear Inc. EFNI produced 5 miljoner pounds/annum and it was EFRIs management that built the the White Mesa mill owned by Denison today.


    Due to a pending mill agreement EFR now have decided to build their own mill and estimated production start is assumed to be 2010. Financing most likely will be done via future sale of uranium and thus very limited dilution is to be expected.


    If an agreement not can be reaced e.g with Cotters Canyon mill or SXRs Shootaring mill EFRs cashfow now is delayed some 2-3 years. IF however an agreement would be made then mining can start already withing 6 months and it would be able for EFR to generate cash flow earlier than this.


    In the mean time EFR intends to grow organicly in an aggressive manner. EFR intends to grow it´s proven 43-101 reservs during next coming 12 months. For this purpose EFr has budgeted some US$2.5 m for drillings and they have contracted consultants for further 43-101 certification.


    EFR also intends to grow further via acqusitions and EFRs management is currently evaluating some 12 possible acqusition targets.


    Today EFR has no debt and som C$32 milions in the bank. Given its current burn rate this will allow them to continue some 6 years without the need for extra capital.


    Short term triggers:
    - Mill agreement e.g with Cotter or SXR. Possibly also Denison? Current situation with Denison could be seen as a first negotiation round intended to try to establish som new future common ground depending on respons. Clear to Denison by now it thar EFRs management not intend to accept whatever T&C´s given to them and that an arrangement whereby all ore delivered by EFR to Denisons mill will be owned by the latter is unacceptable to EFR. Clear also is that Denison will need ore in order to get their mill in full production and this will be quite impossible to acheive without EFR providing any ore to the white mesa mill.
    - improve prooven reserves. In Arizona Strip EFR has 5 confirmed brecca-pipe structures (total 24 targets with some 5.400 acres ). Approximately some 9000 feet drilling with be conducted only in this are during 2007. In this area EFRI produced an addition of 20 mijion ponds of uranium.
    - Acqusitions wherebye EFR will be able to buy additional land and reserves could be presented anytime.
    - Sale of EFR. Givent current extremely low valuation I assume a lot of companies currently are evaluatin buying EFR. Possily at a price with a premium at C$5 would be of interrest to EFRs management?
    -more joint ventures and agreements as the lates drilling activities in the arizona strip.


    Finaly when EFR production have started EFR will be a very profitable company as all uranium production will be financed via sale of Vanadium.


    Given all of the above one must consider EFR as one of the best uranium plays currently available.


    For those of you that might need some extra insight in evaluating and assesing the opportunity for mining juniors I recomend "The business of mining" third hour first part in this weekends financial sence broadcast.


    Again at current levels and given its long term very significant uppside potential this is a great opportunity.



    http://www.financialsense.com/fsn/main.html


    Und hier noch eine positive Einschätzung über die Aussichten von EFR:


    One stock we will be adding to our portfolio will be Energy Fuels (EFR.TO) which has been beaten down recently over mill concerns. They announced that they will seek permitting to build their own mill as
    Denison seems to be bullying them around (along with BRD.v which is also in our portfolio), but this should work itself out. First Denison has a monopoly on the geographic area, so they better behave or they could face the wrath of the Justice Department.


    http://www.theinvestar.com/allin.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Fundistephan82
    Vieleicht ist eine bewaffnete Bürgerwehr auf lokaler Ebene die preiswerteste und effektivste Variante gegen plündernde und schwadronierende Horden.


    Schutz gegen "schwadronierende Horden"? Da reicht es doch, den Fernseher auszumachen. Schwieriger wird es schon beim Schutz gegen "marodierende Horden", die ehrlichen Bürgern wie unsereinem auch noch das letzte Gramm Edelmetall abluchsen wollen - wie zur Zeit in den USA Mode, wo sich der Diebstahl von Auto-Katalysatoren zum neuesten Schrei unter den Mobstern entwickelt, die eben partout nicht glauben wollen, dass die neuen Platin- und Palladium- ETFs auch wirklich mit physischem Material unterlegt sind und die sich deshalb an den Auspüffen der mächtigen SUV-Autos schadlos halten. Gibt es eine bessere "street credibility" für die Edelmetallhausse inmitten des finanzpolitischen Chaos?


    "Catalytic converters are increasingly lucrative targets for thieves, who chop them off for the precious metals inside, such as platinum and rhodium, which are trading at higher prices than gold and fueling an industrial boom in Asia.


    The thefts, which can take less than a minute, are an international problem and are committed in large part by drug addicts who sell the converters to backyard mechanics or scrap dealers for $100 to $150 each, said Baltimore County Detective Sgt. Bob Jagoe, a member of the Regional Auto Theft Task Force."


    http://www.baltimoresun.com/ne…ic02aug02,0,5418992.story


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von kalle14
    auratio,


    was ist,wenn Japan jetzt im August die Zinsen um 0,5% anhebt?? Gehst Du wirklich davon aus,das Metalle und deren Aktien nicht mit den yen carry trades verstrickt sind?? Man darf nicht nur in eine Richtung denken.
    gruss


    kalle


    Kalle


    Natürlich sind die Metalle und deren Aktien auch in die Carry Trades eingebunden, vor allem über Hedge Fonds. Aber welche Anlageklasse ist in den vergangenen Jahren ohne Geld aus den Carry Trades gefahren? Richtig, keine.
    Allein im laufenden Jahr sind die Carry Trades im Metallbereich bereits mehrfach zurückgefahren und dann wieder aufgenommen worden. Ich sehe da nicht mehr einen solchen immensen Druck wie noch im vergangenen Jahr, aber unterschätzen sollte man den Effekt einer solchen Zinserhöhung nicht ( ist sie vielleicht schon eingepreist, da ja längst erwartet?)
    Aber was soll man sagen, wer weiss schon, was sich auf den globalen Märkten noch so alles zusammenbraut im zweiten Halbjahr. Werden Futtergetreide und andere Ceralien die neuen Trendsetter nach den Metallen - nunmehr das wogende Gold?


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von dau2006
    Also bei mir scheint sich 2006 zu wiederholen. Noch ein paar so Tage wie der gestrige und mein Depot ist wieder annähernd so stark im Minus wie vor 1 Jahr. Ein Jahr und absolut nichts ist weitergegangen. Ich denke, ich werde es in Kürze gut sein lassen.


    Kopf hoch, nicht zur falschen Zeit rausspülen lassen nur weil man nicht zum exakt richtigen Punkt eingestiegen ist. Hattest du deine PM-Aktien nicht erst kurz vor dem Höhepunkt Anfang 2006 erworben? Auch die Auswahl ist natürlich nicht beliebig...


    Trost und Hoffnung von Doug Casey, der hier einräumt, früher auch etliche schwächere Entscheidungen getroffen zu haben. Wir sind nun in der wall of worry-Phase, und natürlich kann die noch etwas andauern, wenn auf der anderen Seite praktisch die geballte Macht des nun zwar schon arg gebeutelten Weltfinanzsystems sitzt.


    WHAT TO DO NOW


    If you are going to be successful as an investor in this phase of the market, you are going to have to suppress your fight-or-flight response and take the time to identify those companies with the goods: adequate financing, great management, realistic market capitalization, and solid properties in the right locations.


    How long will you have to wait for your payoff? Not long.


    Und sonst eben per Fallschirm ab in den Kongo:


    Further, I’m convinced that if I were wiped out tomorrow, I could start with a small grubstake and recoup most of my losses in a few years’ time. In fact, I believe I could do it even if I was airdropped into the Congo, with no money at all. And so could anyone with an entrepreneurial spirit, who knows the difference between something’s price and its value, and understands how to balance risk and reward.


    http://www.financialsense.com/…ials/casey/2007/0801.html


    grüsse


    auratico

    Was würde eigentlich mit den "Big Boys" der Finanzindustrie geschehen, wenn im Zuge eines "global economic collapse" unweigerlich auch Strafverfahren eingeleitet werden müssten und wilde Details über die abenteuerlichen Finanzvehikel der letzten Jahre publik gemacht würden?


    Wahrscheinlich nicht viel, denn anders als noch zu Zeiten von Michael Wilken, dem "Erfinder" der Junk Bonds in den 80er Jahren (auch damals schon, um für leveraged buyouts Kohle zu beschaffen), haben sich die meisten Hedge-Fonds und Private Equity-Gesellschaften offshore registrieren lassen und sich damit sowohl steuerlich als auch juristisch weitgehend abgesichert.


    Und Wilken? Gut, er bekannte sich in sechs Fällen (von 98 angeklagten) schuldig, legte $ 900 Millionen auf den Tisch und mußte für 22 Monate in den Knast. Das Restvermögen betrug damals immer noch ca. 1 Milliarde $.
    Und heute? Wilkens heutiges Vermögen wird mit US$ 2,1 Milliarden angegeben.


    Kollaps hin oder her, um die Big Boys auf den Seychellen wird man sich keine Sorgen machen müssen. Niemand wird sie - dies haben sie gelernt - überhaupt noch vor ein Gericht bringen können ausser wegen vorgeschützten Nichtigkeiten...



    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von gutso


    Nur ... wie kriegt man das im Einzelfall zuverlässig raus.
    Wenn einem Produzenten nicht mal über Hedgings gerne Infos rausrücken wollen, wie kommt man dann an solche Miniklauseln ran.


    Gruss,
    gutso


    @ gutso


    Deswegen sagt Sinclair ja sinngemäss: Schei... auf die Miniklauseln, die ihr ohnehin nicht erfahren werdet, sondern fragt schlicht und einfach: hat diese Gesellschaft einen solchen non recourse loan oder nicht?
    Wenn ja, Finger weg, weil in diesem Fall sind sie nicht mehr Herr im eigenen Hause.


    grüsse


    auratico

    Hier noch einmal zum besseren Verständnis eine knappere Definition lt. Jim Sinclair dieser "non recourse loans" (regresslose Darlehen), wie sie wohl etliche Explorer mit Majors eingegangen sind:


    "The way it works is that the production loans are secured by a sale of gold in over-the-counter derivatives either by the producer or by a third party on behalf of the loan with the short sales of gold built into the loan agreement and therefore secreted from general view. "


    Aus einem US-Forum - sarkastisch, aber hilft vielleicht ein wenig zu verstehen, warum so etliche Explorer relativ leicht an diese production loans herangekommen sind. Der Major erfüllt dabei im Grunde die Rolle der short ausgerichteten Geschäftsbank, die sich eine Beteiligung an dem Explorer mit wasserdichten Bedingungen absichert: "Heads we win, tails you lose.":


    OK we'll give you a non recouse loan that you can hide in the shadows of your books.
    But.
    We want to be protected in case you don't pay us back.
    So.
    Deep in the loan document we put in place the fact that "all this gold etc. you now have in the ground or might hope to find in the ground" will be priced at X dollars if we need to foreclose the loan.
    Now, also being that all this money that you want to borrow is coming from our 'friends' at the big bullion banks, (who are short gold and want to keep the price down) we'll establish a price for X at (just guessing) 25% below whatever the price is when we foreclose. Or we'll adjust the price at time of forecloseure to cover our 'friends' short postions.


    Also one other 'tiny little' detail.
    Although we will be happy to just collect interest and be paid back and don't plan to do anything else as long as you are paying us back, we are still going to add the tiny little detail that this loan we are giving you can turn into a Demand Note at any time we choose to (or not.)
    Just in case interest rates and or the price of gold goes thru the roof.
    Heads we win, tails you loose. Ha Ha It's our money, take it or leave it.
    Hidden strings attached.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Schablonski
    Kalle
    es sind nicht alle in Carry Trades verstrickt
    [


    Die Hedgefonds, die seit einigen Jahren massiv im Metallbereich engagiert sind (bei Öl und Gas natürlich schon viel länger) und deren Verhalten ganz wesentlich die Future-Märkte prägt, sind so gut wie alle in Carry Trades engagiert. Sie wären ja blöde gewesen, hätten sie es anders gemacht: Geld zum Nulltarif in Japan in Milliardenhöhe abholen und damit Metallkontrakte kaufen, welche Kupfer, Nickel, Zink, Blei und nun auch schon Zinn in den Orbit schiessen. Die Gewinne aus diesen Geschäften waren phänomenal.
    Gold und Silber hingegen hält man immer noch einfach an die Aktienmärkte angeschlossen und behandelt sie in etwa so wie die Notierungen der Emerging Markets. In dieser Hinsicht ist der heutige bisherige Verlauf wieder typisch - die Aktienmärkte holen wieder mächtig auf und das Gold lässt man fleissig mitsteigen. Richtig interessant wird es erst, wenn es einmal zu einer Entkoppelung dieses Knotens kommen sollte.
    Ausser Gold/Silberbesitzern hat noch niemand Lust auf ein solches Szenario.


    grüsse


    auratico


    @ Tschonko


    Es gibt da eigentlich keine ausgesprochenen Artikel von Sinclair, denn, obwohl er sehr geistreich formuliert, verfasst er keine Artikel, sondern es sind eher Einlassungen und auch Reden. Eine Zusammenfassung einer seiner Reden, worin er sich auf diese Junior/Major-Problematik bezieht:


    http://www.mineweb.net/mineweb…age67?oid=19552&sn=Detail


    Jetzt habe ich doch noch einen etwas ausführlicheren Text von Sinclair zu der Problematik gefunden - ich glaube, der stammt aus dem letzten Jahr. Ich stelle ihn hier einmal rein, damit der Thread auch ein wenig als Archiv zu diesem Thema benutzt werden kann:


    What is a Non Recourse Loan and Why is it a Terminal Risk to the Gold Industry?


    Author: Jim Sinclair


    A non-recourse loan is made by a financing entity which states clearly that the only asset taken as collateral (the guarantee to a loan in case of failure to pay the principle and interest) to the lender is clearly defined, stated and emphatically singular.
    In terms of a gold production loan, this means that if the borrower, the gold producer, fails to pay the loan, the lender can only take the singular asset defined in the loan agreement which is the project that is being financed. It cannot make any claim on the other assets of the company including its cash flow or anything else.
    Now think for a moment what this means to the major gold producer. It means that they can borrow on a gold project in Tanzania like Bulyanhulu hypothetically $750,000,000 and if the Bulyanhulu project was to fail all the borrower has to do is hand over the failed project to the lender.


    Isn’t that the sweetest deal you ever heard of? It allows a producer to finance a major mine and never lose a night’s sleep over it. In 95% of the cases of a new gold mine the only consideration for success of the project is the price of gold versus the cost of mining the gold.
    This deal, non recourse borrowing, is perfectly legal and is so enticing that no one can really blame any company for having shifted from the normal combination of recourse borrowing and equity issues in order to develop a new mine.


    Recourse borrowing means that if the loan fails the lender has the right to attach all and every asset of the borrower to liquidate in order to satisfy the loan defaulted upon. An equity issue means selling new shares to the public to raise money for a specific reason. In this case, the sale of stock would be for raising money to finance the construction. Therefore, if you can avoid putting all your assets on the line to a lender and issuing shares to the public and get what appears as free money, how can you possibly criticize an MIT MBA, a engineer or an geologist running a major gold producer for taking the non recourse loan way?


    I clearly recall a conference call with the supposed derivative free Homestake mining when the president was questioned about the derivative connection to non recourse borrowing. The surprised president asked the stockholder if he really wanted Homestake to risk all their assets and issue more shares to finance projects. The Stockholder then went silent withdrawing the question.
    However, there is one problem with all of this. The deal is too good to be true. Even the tenets of the deal are almost unbelievable in how it permits the major to avoid margin calls (they are tied to balance sheet condition and bond ratings), deliver forward and in many cases in a window of one day a year. What maniac lends money with so little protection?
    Well there are no maniacs lending money in the billions. It simply does not work that way. The way it works is that the production loans are secured by a sale of gold in over-the-counter derivatives either by the producer or by a third party on behalf of the loan with the short sales of gold built into the loan agreement and therefore secreted from general view.


    I have this week taken you through the impact on the majors step-by-step in the case of gold rising to incredible levels. There is a case study staring you right in the face and that is Ashanti. If you want to see the problem, the explosion, the resolution and the enrichment, it is all right there for your review. This will be the form of the result on the major gold producers still independent of the consolidation process. In all probability, the stockholders at the end of the day and with gold over $1000 will not be financially hurt by owning the major company that consolidates the industry. I will leave that to a missive itself, but I am right even on that apparent contradiction.


    The real loser on all of this is the percentage JV that has signed on the non recourse loan which they must do. If you do a percentage JV deal with a major and have for example 25% of the partnership, then you are ABSOLUTELY responsible for 25% of the loan. You ABSOLUTELY must sign over your 25% of the property to the non recourse property loan agreement with the major as no lenders, lends on a fractured asset.


    A fractured asset is less than 100% of the asset. Yes, the only asset that will be turned over to the lender is the project but in most cases how many projects does a junior have? The answer is one. If the price of gold buries the short of gold derivative and the balance sheet of the major gold producer due to new accounting rules , how can the major fail to pass along to the junior the demands made upon the major producer as a result of the short of gold derivative that is the foundation of the non recourse loan.


    Majors are the only living heart donors. They are not into philanthropic activities except for PR. They will not spare their juniors when the contract says that if a cash call is made by the major and junior fails to meet that cash call they are diluted from a percentage arrangement to 10% of net profits. In the industry 10% of net profits equals ABSOLUTELY ZERO!


    This is what non recourse loans are and what backs them, how they will impact the majors and how they will decimat totally, IMO, the junior exploration and development industry who have JV deals with majors and do not pay down their percentage of the entire development loans in the next 2 years.


    As always, you cannot wake up people who are pretending to be asleep. The disaster will come to their doorstep and to their shareholders if they allow this to simply run along. Without taking defensive action today, they will be reduced to ashes in 2008. They can cure the problem but the first step is to admit the problem exists. Let any junior exploration and development company deny it. I call upon them to review their agreements then release to their shareholders clearly and absolutely that I am wrong because, I firmly believe they CANNOT do this.


    You have a non recourse loan, you have a derivative risk - even if you cannot see it. I invite proof to the contrary in the form of company releases to their shareholders. IMO, this cannot be done without accepting severe legal exposure. By having a non recourse loan, it means you have a derivative risk. Now what else do you still need defined? It is my delight to answer your's and our reader’s questions."



    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Tschonko


    Könntest du Sinclair mal verlinken.
    :(


    Den kennst aber hoffentlich schon, Tschonko, den Jim Sinclair von: http://www.jsmineset.com, den CEO der Tanzanian Royality und bekannten Edelmetallpädagogen, der im letzten Goldrausch zum Multimillionär wurde durch rechtzeitigen Ausstieg.


    Jetzt habe ich ihn einmal selbst in dieser Sache angemailt und folgende Antwort erhalten, nachdem er schon mehrfach ohne Anfrage ähnliche Mitteilungen an seine "Schülerschar" ( zu der ich mich auch zählen muss) übermittelt hat:


    "Juniors do not hold derivative. Rather they have subordinated the
    percentage of the property they have to the production loan. The
    production loan has a embedded short of gold derivative. Therefore the
    junior has their percentage of the derivative loss equal top their
    percentage of the property. To make it simple call your junior and ask
    the following question. Does the major you are dealing with have a
    recourse or non recourse loan for development. If they answer non
    recourse then your junior has a derviative risk even if they are so
    stupid as not to know it. RY, Jim"


    Im Grunde sind das die gleichen Praktiken wie bei den nun crashenden Hypotheken-Derivaten. Sinclair geht davon aus, daß auch die Kreditverträge, die so mancher Junior mit einem Major eingegangen ist, solche - für den normalen Investor nicht in der Bilanz aufscheinenden -, versteckten Over -the -Counter-Derivate in der Form von langlaufenden Shortpositionen enthalten. Während sich der potentielle Investor an Ressourcenhöhe, an Unzen mithin orientiert, liegen in Wahrheit am anderen Ende dieses Kredits an den Junior nicht mehr reale Unzen, sondern ein kompliziertes Derivategeflecht, mit dem er dann z.B. die monströsen Hedgebooks von Barrick (sprich der Geschäftsbanken als Perma-Gold-Bears) auf seine Kappe nimmt. Dies bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass man ganz genau Bescheid wissen muss, wie die Finanzierungsstruktur eines solchen Deals zwischen Junior und Major aussieht, weil man sonst möglicherweise nur dazu beiträgt, die Schuldenlast des Majors zu tilgen, während die eigentliche Gesellschaft, die man sich ausgeguckt hat, durch die derivative Verquickung mit dem Major nur noch einen Bruchteil dessen wert ist, was sie nach Ressourcenhöhe zu sein scheint.


    grüsse


    auratico

    Hallo GermanLong!


    Tolle Idee für diesen neuen Thread und eine gute Zusammenstellung der anstehenden Fragen. Angeregt vor allem durch Sinclairs Ausführungen zu dem seiner Ansicht nach völlig unterschätzten Finanzierungsrisiko etlicher Explorer/Juniors, habe ich in der Vergangenheit hier im Forum schon etliche diesbezügliche Postings platziert, wenn auch mit wenig Echo bisher.


    Gestern z.B. warnte Sinclair schon wieder vor einem Investment in Gesellschaften mit non recourse loans und schlägt vor, man solle sich vor einem Investment - z.B. telefonisch - über diesen wesentlichen Punkt sachkundig machen. Ich selbst hege wenig Zuversicht, daß es Privatanlegern wie uns so mir nichts dir nichts möglich ist, die in dieser Sache wesentlichen Details der Finanzierungsverträge zwischen einem Major und einem Explorer (in den man möglicherweise investieren möchte) herauszubekommen.


    Auch sehe ich kaum eine wesentliche Diskussion dazu aufkommen, wenn man von Sinclair, der ja als Investor auf das Royality-Modell setzt, einmal absieht. Warum ist das so, wenn die Angelegenheit doch anscheinend von so grundlegender Bedeutung ist für die finanzielle Zukunft von Explorer/Junior-Unternehmen?
    Er selbst sagt, dass er als CEO einer börsennotierten Gesellschaft nichts namentlich über andere Gesellschaften und deren Finanzierungsmodell sagen darf. Gut, geschenkt, aber es sollte doch möglich sein, über Umwege an solche Daten heranzukommen. Das alles selbst zu sammeln scheint mir unmöglich und sprengt die verfügbare Zeit.


    Nun aber noch kurz zu der Problematik, um die es eigentlich geht und die, falls zutreffend, ein Schlag ins Auge für etliche Investoren von Goldminenexplorer und Juniors sein könnte, sollten die Edelmetallpreise massiv und rasch anziehen. Denn wenn es so sein sollte, daß ein Major seine Beteiligung an einem Junior über eingegangene Shortpositionen ohne weitere Regressmöglichkeit (non recourse) abgesichert hat, dann steigt im Falle eines rasch anziehenden Gold/Silberpreises nicht der Aktienkurs eines solchen Unternehmens, sondern vielmehr die Schulden bis hin zur Nachschusspflicht.


    Also, damit das nochmals klar gesagt wird: Laut Sinclairs Argumentation wäre es nicht nur so, dass die von solchen regressfreien Krediten belasteten Juniors von einem massiven Goldpreisanstieg nicht entsprechend profitieren würden, sondern etliche davon würde es unter den explodierenden Kosten für die Aufrechterhaltung der in den Kreditverträgen vereinbarten Shortpositionen förmlich zerreissen - eine reichlich paradoxe Situation, die vielleicht einmal jemand hier kommentieren sollte, der sich in dieser Materie auskennt. Dagegen wäre ja normales Hedging, das zu unrealisierten Verlusten führt, noch richtig harmlos.
    Ich denke, daß es bei uns kaum vergleichbare Kredit-Situationen gibt, am ehesten noch das Forfatiting im Exportgeschäft, dort aber mit überschaubarem Zeitrahmen.


    Was ich aber bei all dieser Problematik nicht recht verstehen kann, sind Sinclairs Bemerkungen, etliche der betroffenen Explorer/Juniors seien sich dieser Risiken nicht bewusst (gewesen). Kleinanleger ,ja, die sind mit solch komplizierter Materie überfordert, aber die Explorergesellschaften selbst?


    Wenn sich jemand da auskennen sollte, bitte um Aufklärung!


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von vatapitta


    Dieses Modell werden in ferner Zukunft auch die Minenunternehmen durchspielen.
    Dann ist es an der Zeit auszusteigen. Nicht vorher!


    Vatapitta


    Das ist nicht ganz richtig und bei Minengesellschaften nicht unbedingt erst in ferner Zukunft der Fall. Vor allem etliche Explorer-Unternehmen agieren schon seit längerem mit einer ähnlichen Methode, zwar nicht über Anleihen, sondern über eine schiere Unmenge an viel zu billigen Optionen, die an Privatplatzierungen angehängt werden mit minimaler oder gar keiner Haltefrist. Im darauffolgenden Kursjojo werden die Aktien auf höherem Niveau in den Markt geworfen und der bis vor kurzem noch ach so aussichtsreiche Minenwert fällt rapide, um dann z.B. 2 Jahre oder länger seitwärts zu laufen.


    Sie machen also zwar noch keine neuen Schulden über Anleihen, sondern ziehen ihr Ding über gnadenlose Verwässerung durch und laden damit die Zinslast, die bei einer Finanzierung über Kredite oder Ausgabe von Anleihen entstehen würde, bei den bisherigen Anteilseignern ab. Daraus erklärt sich auch, dass sich im Minenbereich das Interesse der Anleger so rasch von einem zum anderen Wert verlagert. Gerade vielen Anlegern im deutschen Sprachraum sind diese Praktiken, über die man vor einem Investment unbedingt Bescheid wissen sollte, zumeist nicht geläufig, weil sie sich von reinen Unzenzahlen u.ä. blenden lassen und die Finanzstruktur einer Minengesellschaft zu wenig unter die Lupe nehmen.
    Also, bis zur Ausgabe von Anleihen würde ich beim Verkauf einer Minengesellschaft nicht warten.


    grüsse


    auratico


    Diese Preiserhöhung bei Butter war schon seit längerem abzusehen, da können die Chinesen nun wirklich nichts dafür. Vielmehr läuft am 31. 7. die Preisbindung aus. ZDF sollte mal besser recherchieren.
    Die Agroflation ist aber dennoch in vollem Gange - es wird interessant sein zu sehen, ob diese so offenkundige, weil täglich erfahrbare inflationäre Erfahrung, weitere Kreise als bisher über Gold nachdenken lässt...



    Vom 12. 7. 2007


    Butter wird fast 40 Prozent teurer


    Ende des Monats läuft die Preisbindung von Butter aus, weshalb der Preis deutlich steigen wird: Ein 250-Gramm-Paket wird dann wohl 1,09 Euro kosten, knapp 30 Cent mehr. Und das wäre wenig: Einige Anbieter wollen Butter noch teurer machen.

    Die "Lebensmittel Zeitung" berichtet unter Bezug auf Marktbeobachter, im August werde der Preis für ein 250-Gramm-Päckchen im Discount um mindestens 30 Cent auf dann 1,09 Euro steigen. Das wäre ein Preissprung von fast 38 Prozent. Bislang gilt zwischen Herstellern und Handel noch ein Kontrakt, der einen Preis von 2,85 Euro pro Kilo Butter festlegt. Diese Vereinbarung läuft Ende Juli aus.


    http://www.welt.de/wirtschaft/…st_40_Prozent_teurer.html


    grüsse


    auratico