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Klar, Obama will den Dollar gegeüber dem Yuan abwerten, damit die von den Chinesen gehaltenen Schulden (US-Staatsanleihen) weniger wert werden. Die Chinesen wollen sich das nicht gefallen lassen, weil sie ja so um den Lohn ihrer Arbeit (der Exporte wichtiger Güter nach USA seit mehreren Jahrzehnten) gebracht werden.
Der Anteil der Produktion industrieller Güter in den USA am BIP beträgt noch ca. 10%. Obama ist auf die Waren aus China angewiesen; deren Verteuerung würde die Versorgungslage der amerikanischen Bevölkerung drastisch verschlimmern. Nur der US-Regierung würde die Abwertung des Dollar ... helfen, ihre Schulden real zu reduzieren...
...die Chinesen haben das mE seit ca. 2008 auch genauestens erkannt, seitdem den Kauf von NEUEN amerikanischen Staatsanhleihen auf fast NULL runtergefahren (sie finanzieren damit Obamas Haushaltsdefizit nicht mehr) und versuchen wie die Blöden, ihre eigene Volkswirtschaft von der massiven Exportabhängigkeit zu befreien und ihren Binnenmarkt zu entwickeln ... Die schnellsten Züge in USA fahren 160 km/h, der Transrapid in China 400 km/h..... wer wird hier in Zukunft die Weltmacht sein? ![smilie_happy [smilie_happy]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_happy_058.gif)
Die spannende Frage bleibt: Packen die Chinesen dies, bevor USA in die Knie gehen oder nicht?
ME braucht das riesige Land noch mindestens 5 Jahre...
Wirklich problematisch wird in den USA; wie weiter oben schon erwähnt; kurzfristig aber nicht die Handelsbilanz, sondern das HAUSHALTSDEFIZIT der amerikanischen Regierung.
Weder Inländer noch Government owened institutions (health-, pension-funds,...) noch Ausländer kaufen NEUE STAATSANLEIHEN und damit die neu von den Amis aufgenommenen Schulden zwecks Konjunkturstützung und Wirtschaftsankurbelung.
Die Chinesen haben seit 2008 vermehrt Euros, aber hauptsächlich Sachwerte im Rest der Welt (Rohstoffe, Minen ...) gekauft. Ihre alten US-Staatsschulden behalten sie vorerst bzw. verkaufen diese nur langsam, weil dies ansonsten genauso wie eine Aufwertung des YUAN ihre $-Devisenreserven im Wert vermindern würde. Sie versuchen, so viele ANDERE Güter wie möglich von ihren Dollars zu kaufen - sind ja z.B. trotz größter weltweiter Goldförderung sogar zum Goldimporteur geworden. 
Was die USA wie erwähnt in den nächsten 1-2 Jahren im Gegensatz zu Japans Deflation seit 20 Jahren nun stemmen muß: Das gigantische US-HAUSHALTSDEFIZIT muß finanziert werden. Die Steuereinnahmen brechen aber weg. Folglich muß die Staatsverschuldung zu dessen Deckung erhöht werden. Die Staatsschulden kauft aber KEINER mehr außer der FED als Lender of last resort.
ERGO: DIE FED muß das GELD DRUCKEN und die NEUEN Staatsanleihen in ihre Bilanz aufnehmen, weil im Vergleich zu den ltzt. 100 Jahren das NIEMAND sonst mehr tut!!! Das ist die große Folge der Krise seit 2008 - das Wirtschaftssystem unserer Welt funktioniert nicht mehr so wie früher!
Japan konnte seine ähnlichen Probleme mit seinem Haushaltsdefizit in den ltzt. 20 Jahren als einer der großen Netto-Exporteure massiv durch seine Exportüberschüsse dämpfen. Zudem kauft das eigene Volk die eigenen Staatsanleihen, und das kann man besser kontrollieren/enteignen als irgendwelche Chinesen in einem anderen souveränen Land. Dadurch mußte die BOJ in den ltzt. 20 Jahren zum Systemerhalt NIE vergleichbar große Geldmengen aus dem Nichts drucken, wie das die USA nun tun muß.... die langjährigen deflationären Folgen in Japan sind ja bekannt 
Die USA müssen im Gegensatz nun notgedrungen DIREKTE INFLATIONSPOLITIK betreiben, um nicht die Zahlungsunfähigkeit der Regierung erklären zu müssen. Diese wird sich DIREKT mit nur geringen zeitlichen Verzögerungen u.U. MASSIV PREISTREIBEND bei allen/sehr vielen Gütern in den USA auswirken, mE schon 2011.
Diese Schlußfolgerung ist zwingend, da ein Großteil der gesamten Staatsausgaben (Löhne für Polizei, Gesundheitskosten, Pensionen, Lebensmittel für die 40 Mio. Lebensmittelkartenempfänger....) durch neue, aus dem NICHTS gedruckte Dollars bezahlt werden muß... die Folge muß güterpreistreibende, u.U. sehr starke INFLATION sein!!!
Sollten die USA noch lange genug durchhalten und nur langsam in die Knie gehen, so dass China/Asien noch ein paar Jahre schnell wachsen kann, dann könnte Deuttschland z.B. die wegbrechenden Exportüberschüsse in die USA durch neue in China kompensieren - BRD und Europa bliebe von einem erneuten massiven Zusammenbruch vorerst verschont.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Euroland (hier scheinen übrigens im Gegensatz zu USA die Mechanismen der letzten 60 Jahre noch zu funktionieren-die Reflationierung hat diesen Mai mal wieder geklappt!? Ob das stimmt, werden wir ja in Zukunft sehen...) und wegen der von mir erwarteten hohen Geschwindigkeit der Entwicklungen in den USA glaube ich dies jedoch nicht.
Kurzfristig könnte natürlich der EURO vor den o.a. Entwicklungen sehr stark werden (natürlich nur, wenn hier in Europa inzw. nicht Spanien oder ein anderes Land a la Griechenland in die Knie geht) und vom US-$ Verfall in den nächsten 1-2 Jahren profitieren. Auch EuroGold und EuroSilber könnte deshalb auf dem heutigen Niveau noch länger recht stabil auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben bzw. deutlich LANGSAMER "explodieren" als POG und POS in $. 
Übrigens: Eine Währungsabwertung ist immer NUR kurz- bis max. mittelfristig gut für die Exportwirtschaft! Langfristig ist sie sehr SCHÄDLICH. Das wissen viele nicht. Bester Beweis ist die Bundesrepublik Deutschland, die trotz bombenstarker DM JAHRZEHNTELANG ExportWELTMEISTER war 
Kurzfristig ist eine schwache Währung gut, weil die Exportfirmen zu gleichen Kosten mehr Einnahmen im Ausland (in Landeswährung gerechnet) generieren können. Aber lanfristig steigen die Einkaufspreise importierer Güter (insbesondere Öl und Rohstoffe, die man zur Produktion der Exportgüter braucht) Deshalb sind diese Stimulanzeffekte einer abwertenden/schwachen Währung eher kurzfristig, was viele Ökonomen noch nicht kapiert haben... ![smilie_love [smilie_love]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_love_004.gif)
Auch Obama muß das noch lernen - außer es ist ihm egal oder er denkt sowieso nur kurzfristig 
LG,
Foci