Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz fand ernüchternde Worte für die “lockere”, wenn nicht ” leichtsinnige” Geldpolitik der Notenbanken. Entgegen ihrer Aufgabe, die Devisenmärkte zu stützen und zu stabilisieren, würde die extrem lockere Geldpolitik die Welt in ein Chaos stürzen. Bisher gab sich Stiglitz als Befürworter der Zentralbankpolitik, doch nun befürchtet er durch die extremen Liquiditätsschwemmen erhebliche Verwerfungen weltweit.
Beispielsweise forderte der Präsident der Fed von Chicago, Charles Evans, eine weitere Stützung der Wirtschaft durch die US-Zentralbank. Er sprach sich im Interview mit dem “Wall Street Journal” für ein neues Kaufprogramm von T-Bonds aus.
Durch die massiven Verwerfungen an den Devisenmärkten entwickeln sich solche Vorhaben jedoch als geldpolitische Zeitbombe, deren Auswirkungen denen eines atomaren Holocausts gleichen dürften.
Nach der EZB und den USA machen sich auch die Japaner und Engländer auf, den Markt mit Liquidität einzudecken. Dem Himmel sei Dank, dass dieses Geld bisher nur zum Zocken und Frisieren der Bankbilanzen dient und die Hyperinflation daher ausbleibt.
Der Markt erwartet von der FED im November die QE2, welche sich im sagenhaften Bereich um die 2-3 Billionen US-Dollar abspielen soll. China wehrt sich offensichtlich gegen die Entwertung der Devisenreserven und die Maßnahmen reichen vom Abschuss der Japaner über eine Stützung der Griechen bis hin zur offenen Drohung an die USA.
Carpe diem