Beiträge von trenntWände

    Die Rezession wurde unbestritten durch eine Finanzkrise ausgelöst, nicht durch eine Nachfrageflaute oder Konsummüdigkeit. In 2007 waren Nachfrage und Arbeitsmarkt stabil.

    Grober Unfug, den Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte, für das zugrundeliegende Problem verantwortlich zu machen: Die Nachfrage wurde schon extrem lange künstlich am Leben erhalten (Autorabatte, die zu nicht kostendeckenden Preisen führten, Leasingangebote ohne realistische Weiterverwendungsmöglichkeit, Erfindung hypothekenbesicherter Konsumkredite, 120%-Finanzierungen für Papphäuseln mit darauffolgendem Boom der Baubranche usw. usf.)
    Jetzt ist die Luft raus aus der Aufschuldung, die Gläubiger vertrauen nur noch dem Staat, der damit weiter die Nachfrage künstlich hochhält.
    Ist dieses Vertrauen auch noch weg, ist Schicht im Schacht.

    natürlich mit fatalen Folgen fuer die Liquidität von Verbrauchern und Gewerbe.

    Wer sich verschuldet, ist halt nicht mehr sein eigener Herr. Hätte der Schuldner den Kreditvertrag mal durchlesen sollen, anstatt nur nach der kreditierten Summe zu stieren. :(
    Man sollte den Schuldturm wieder einführen, war eine feine Sache.

    ...und daß Deutschland sparen muss!!!

    Was hat uns denn bisher das ganze Sparen gebracht?
    Wir haben so viel erarbeitet, daß wir hunderte von Milliarden den Amis per Landesbanken-SIVs, den PIGS, den Osteuropäern und was weiß ich noch wem sonst in den Rachen geschmissen haben, und haben unsere Produktion immer noch nicht auslasten können!
    Sollen jetzt alle arbeitslos werden, wenn wir noch mehr sparen?

    Wenn es in einem System immer wieder zu Totalausfällen kommen würde, müsste man doch erwarten können, dass ein ernsthaftes Nachdanken über dieses System stattfinden müsse

    Solange das Schneeballsystem läuft, denken alle, daß sie profitieren.
    Diejenigen, die auf das zwingend notwendige Ende mit den Konsequenzen hinweisen, werden als Schwarzseher gebrandmarkt.
    Danach wird gejammert und nach Schuldigen gesucht.
    Passend hierzu: "Erstens, die große Masse besitzt nicht die Fähigkeit, logisch zu denken und zweitens, dass den meisten, selbst wenn sie das Richtige erkannt haben sollten, ein augenblicklicher Sondervorteil wichtiger scheint als ein dauernder größerer Gewinn"
    von Ludwig v. Mises aus seinem Buch Liberalismus


    So ist er nun mal, der Homo Sapiens Sapiens (der weise weise Mensch) ;)

    Seit einigen Jahren steigt die Versicherungssumme immer um die exakt gleiche Summe, obwohl ich jedes Jahr mehr einzahle.
    Früher war die Steigerung der Versicherungssumme Jahr für Jahr höher als im Vorjahr.

    Wenn es sich um die voraussichtliche Auszahlung einschließlich Gewinnanteile geht, dann liegt das wohl an den inzwischen niedrigeren Gewinnen (Anleihezinsen und Aktienpreise sind die letzten Jahre gesunken).
    Die Garantiesumme müßte exponentiell ansteigen, wenn die Einzahlung auch exponentiell ansteigend ist.


    Man sollte sich mit solchen Abzockern aber am besten gar nicht einlassen. :!:

    Terminguthaben und Sparguthaben sind genauso Geld wie Bargeld und gehören zur Geldmenge bzw. Liquidität im Umlauf, weil sie in Bargeld umgetauscht werden können. Diese Geldmengen könnten bei Bedarf zu 100% auf Papier gedruckt werden, sprich Terminguthaben und Sparguthaben können über kurz oder lang vollständig zu Bargeld werden.

    EBEN NICHT!
    Siehe Merkels Gebrabbel, was in diesem Fall keinen Sinn gehabt hätte.
    Woher kommen die Zinsen auf diese Guthaben, wenn sie nicht weiterverborgt sind?


    Du willst es nicht verstehen, daß deine ganzen Forderungen für'n Arsch sind, wenn's drauf ankommt. :thumbdown:

    M3 ist die Gesamtmenge allen Geldes in Umlauf...

    Wenn man unter "Geld" auch Terminguthaben und Sparguthaben versteht, vielleicht. Für mich sind diese Guthaben KEIN Geld, sondern nur Ansprüche bzw. Forderungen, da sie von der Bank per Geldmarkt weiterverborgt worden sind!!!!
    Wären sie wirklich Geld, hätte sich das Merkel nicht hinstellen müssen mit ihrer lachhaften Garantie.

    ich glaube, die Welt hat noch nie so sehr wie heute verstanden, dass mit dem Geld, das chinesische Arbeiter erarbeiten und japanischen Pensionsfonds anlegen, in den USA Kampflugzeuge, Sozialprogramme und das Stützen völlig bankrotter Banken finanziert wird.


    Und es wird der Tag kommen, an dem die Gläubiger Einfluß auf den US Staatshaushalt nehmen werden - oder kein Geld mehr leihen.

    Die Pensionsfondsmanager wissen das vielleicht, aber die Einzahler definitiv nicht! Die denken garantiert: DIE RENTE IST SISCHER! :thumbup:

    FED-Zinsen bei Null, aber Marktzinsen explodieren. Wenn die Zinsen steigen, sinkt logischerweise die Nachfrage nach Krediten, obwohl die Banken mit Rettungsgelder vollgepumpt werden.


    Nur wollen einige solche Zusammenhänge nicht gerne sehen, und machen ihr Ziel zum Argument, vermutlich weil sie Wetten auf Hyperinflation und Dollar-Crash abgeschlossen haben.

    Zitiere Kostolany:
    'Unterhalte ich mich mit einem Börsenkollegen, so brillant er auch sein mag, merke ich nach zwei Sätzen, dass er Volkswirtschaft studiert hat. Seine Argumente und Analysen sind in ein Korsett eingezwängt, aus dem er nicht herausfindet.'
    Gelddrucken (nichts anderes ist der Staatsanleihenkauf der Zentralbanken; 1923 war es nicht anders) führt nun einmal zum Vertrauensverlust und Hyperinfla; vor allem, wenn die zugrundeliegende Wirtschaft zerfällt.

    Hyperinflation ist nicht etwa einfach eine gesteigerte Inflation, sondern ein Währungsereignis, d.h. der unkontrollierbar anwachsende Vertrauensverlust in das jeweilige Papiergeldsystem insgesamt. Das ist kein Vorgang mehr, den eine Notenbank mit ihren im Vergleich dazu bescheidenen Mitteln dann noch steuern könnte.

    Daran wird auch ein Dollar-gläubiger Tollar nix ändern können. Öl wird es nur noch gegen wahre Werte geben.


    Der Beitrag ist auch sonst druckreif!!! :thumbup:

    Im Handelsblatt gefunden:
    'Da GM Europe die Vertriebs- und Verwaltungskosten nicht so stark senken konnte wie die Umsätze einbrachen, verfünffachte sich der Betriebsverlust von GM Europe 2008 von 557 Mio. auf 2,7 Mrd. Dollar. Im gesamten GM-Konzern stand Umsätzen von 147,7 Mrd. Dollar ein Betriebsverlust von 21,3 Mrd. Dollar gegenüber. Die operative Marge bei GM Europe ist mit minus 7,8 Prozent daher weniger schlecht als beim Gesamtkonzern mit minus 14,4 Prozent.


    Für 2009 erwartete GM laut Financial Times, dass Opel und Vauxhall 2009 einen Verlust vor Zinsen und Steuern in Höhe von drei Mrd. Dollar einfahren. Um Opel fortzuführen, ist unmittelbar eine hohe Liquidität nötig. Dabei ist es nur eine Seite der Medaille, Opel schuldenfrei zu machen. Der Autobauer braucht darüber hinaus Geld für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in seine Werke.'


    Die Bude endlich zumachen!!! :evil:

    dpa-Meldung, hier gefunden:
    '...
    Bis zum vergangenen Mittwoch sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) insgesamt 480.160 Anträge auf Gewährung der Umweltprämie nach dem alten Verfahren und 1.098.373 Anträge nach dem Reservierungsverfahren eingegangen. Bei den unterstellten zwei Millionen möglichen Anträgen können damit laut BAFA noch 421.467 Anträge gestellt werden.
    Laut Berechnungen des ARD-Hauptstadtstudios könnte nach derzeitigem Stand die Abwrackprämie vor der Bundestagswahl Ende September ausgeschöpft sein.
    ...'


    Beim Ankurbeln ist der Motor durch Überhitzung kaputtgegangen...

    "Die volle Wucht des dreifachen Schocks" ist ja mal erfrischend aufrichtig. Dann werden womöglich die Verantwortlichen für Aufschwung-Lüge und die Märchen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit unerbittlich zur Rechenschaft gezogen werden. Tja, Lügen haben nunmal kurze Beine...


    Grüße
    Clarius


    PS @ Tengu: Ich sehe das übrigens ähnlich wie du - maximal ein Jahr noch, dann wird jeder wissen, was unter einer Wirtschaftskrise zu verstehen ist...

    Haben unsere Politiker und Zentralbanker doch noch so lange durchgehalten, Respekt!


    Noch etwas zum Thema "Knall an den Finanzmärkten":
    Zitiere aus einem Kommentar zu "US-Kreditpyramiden" auf wirtschaftquerschuss.blogspot.com


    ' "Mit der Neuverschuldung des Staates können gerade die Zinsansprüche der Gläubiger aufrecht erhalten werden."


    Richtig, Festan.
    Nun wurde ja hier schon darüber diskutiert, dass man die Schulden weginflationieren könnte.
    Die Sache hat nur zwei Haken:
    erstens platzt bei einem Anziehen der Inflation in Bereiche über 5% die Staatsanleihenblase, was zu einem quasi-Staatsbankrott führt,
    zweitens würde eine Inflation in Bereichen von 5% bis 10% oder gar darüber die zinsvarialblen Teile der Schulden (und das sind in den USA ein erheblicher Teil der Gesamtschulden) in der Zinslast dermaßen verteuern, dass die Schuldner wegen dieser steigenden Last reihenweise insolvent würden.


    Und diese beiden Punkte würden eintreten, BEVOR die Schulden durch jahrelange galoppierende Geldentwertung signifikant entwertet worden sind.
    Absichtliches Weginflationieren fällt also als Option aus.
    Auch eine Währungsreform mit weitgehender Enteignung aller ausländischen Gläubiger hätte neben den Vorteilen für die USA extreme Nachteile, weil nie wieder jemand den USA einen Kredit einräumen würde. Ist auch aus anderen Gründen kaum durchführbar.


    Bleibt nur noch, per "Blut, Schweiss und Tränen" die Schulden per Tigung langsam abzubauen. Das würde jedoch die US-Volkswirtschaft in eine derartige Rezession im 2-stelligen Prozentbereich stürzen, wenn Verbraucher und Staat plötzlich drastisch auf die Ausgabenbremse treten, dass dadurch die Schuldentilgung schon wieder scheitern würde.


    Es ist eine völlig ausweglose Situation. Selbst wenn durch diverse neue Schulden und etliche Kunstgriffe ein Aufschwung herbeigezaubert werden könnte, so würde dieser keine 3 Jahre anhalten und die Situation wäre dann noch verzweifelter.


    Das amerikanische Jahrhundert ist zu Ende. Da hilft auch keine militärische Macht und Overkill-Kapazität. Die Folgen von astronomischer Verschuldung und exzessivem Lebensstil kann man nicht wegbomben.
    M.E.'

    Kommt es unausweichlich zu Dominoeffekt der verschiedenen Regionalwährungen?

    Ja, siehe hier:
    SNB-Geschäftsbericht 2008 kommentiert auf Goldseiten
    'Eine hohe Liquidität der Devisenreserven wird durch einen grossen Bestand an liquiden Staatsanleihen in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar erreicht. Die Liquidität der Staatsanleihen in US-Dollar sowie von deutschen und französischen Staatsanleihen in Euro war auch während der Finanzkrise gewährleistet.'
    Die Anleihen des einen sind die Devisen des anderen.
    Alles nur heiße Luft.


    Noch ein Schmankerl: ebenda, Seite 13
    'Damit Banken längere Stressperioden bewältigen können, müssen gemäss Basler Ausschuss auch die Liquiditätspuffer im System erhöht werden.


    Pyramidenspiele sind gegen Schluss mit Stress verbunden. Da helfen auch keine Puffer.'


    Da hilft nur, sich beizeiten rauszuhalten.

    Unmittelbar nach der Wahl fliegt uns das ganze System um die Ohren. Und zwar schärfer, als hätte die Regierung nicht einen einzigen Cent in die Hand genommen, um irgendetwas zu retten.


    Wetten?

    Diesen Mai lagen die PKW-Neuzulassungen bei 140 % des Vorjahres. Nächstes Jahr werden sie wohl bei 70 % (bezogen auf 2008 ) liegen, bezogen auf dieses Jahr werden es also nur noch 50 % sein. Es sei denn, es gibt nächstes Jahr 5000 € Prämie (2011 dann 10.000 € Prämie usw. usf.).
    Danke, danke, liebe CDU/CSU/SPD-Regierung, kann man da nur jubilieren! [smilie_blume]