Artikel von La Rouche : Auszug vom 12.10.05
Meine Aufgabe heute ist, Ihnen zwar nicht gerade eine Vorhersage im engeren Sinne zu geben, aber doch eine Vorhersage in dem Sinne, daß ich beschreibe, welche Bedingungen und Realitäten wir berücksichtigen müssen, wenn wir uns vor dem bevorstehenden größten Finanzkrach der Neuzeit retten wollen. Dies ist keine Depression. Wir hatten eine Depression der Börsen schon im Oktober 1987 - ich habe das damals vorhergesagt, und es kam so. Inzwischen sind wir auf eine neue Art von Wirtschaft umgestiegen, die sich auf Derivate stützt, auf Spielgeld. Diese hyperinflationäre Spielgeldwirtschaft befindet sich jetzt in einem Grenzbereich, wo sie zusammenbrechen muß. Man kann nicht mechanisch vorhersagen, an welchem Tag sie einstürzen wird. Aber wir wissen, daß diese Wirtschaft zusammenbrechen wird, wenn sie so weiterläuft, und das bald. Es wird viel mehr als eine Depression sein: Die ganze Weltwirtschaft wird sich auflösen...
Unser jetziges System ist hoffnungslos bankrott. Das derzeitige Währungssystem ist am Ende. Greenspans Machenschaften mit der Federal Reserve seit 1987 haben einen riesigen Berg von Schulden, von Finanzderivaten, "Hedgefonds-Schulden" und ähnlichem geschaffen, den man niemals bezahlen kann. Wir sprechen von einer Weltwirtschaft in einer Größenordnung von nicht mehr als 60 Billionen Dollar. Dem gegenüber stehen Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Finanzderivaten von etlichen Billiarden, vielleicht mehreren hundert Billiarden Dollar. Das kann und wird niemand zurückzahlen!... Deshalb müssen wir die Volkswirtschaft und das Bankenwesen der Vereinigten Staaten einem ordentlichen Konkursverfahren unterziehen. Praktisch die ganze Welt muß sich einem solchen allgemeinen Konkursverfahren unterziehen...
Den Rest (Welt-Konkurs) schaffen wir auch noch!
Weil's so schön ist, zitiere ich aus dem vom TE verlinkten Artikel: 'Die grossen Manipulatoren, Interventionisten und Herren des Papiergeldsystems verursachen Verzerrungen und immer grössere Fehlallokationen im globalen Wirtschafts-, Fiskal- und Finanzbereich. Diese werden den ökonomischen Gesetzen zufolge am Ende durch die niemals auf Dauer ausser Betrieb zu setzenden Marktkräfte wieder in schmerzhafter Weise krisenhaft korrigiert. Dies kann genau so wenig vermieden werden, wie die Wirkungen der Schwerkraft, es sei denn ein Wunder geschieht. Doch Wunder derartigen Ausmasses sind heute extrem selten geworden.
Im gleichen Masse, wie diese punitiven Massnahmen der Märkte greifen, steigen Angst, Unsicherheit und der Preis der Edelmetalle, insbesondere der des Goldes, wobei drei Phasen durchlaufen werden und dem grossen Höhepunkt am Ende von Phase Drei. Die Zentralbanken, Regierungen, Bullionbanken, "Gold-Shorter" und andere Goldhasser spielen dabei unwissentlich die Rolle der grossen Helfer des Goldmarktes. Im Gold haben sie sich einen mächtigen Gegner ausgesucht, der am Ende übermächtige Kräfte entwickelt und als König seinen einst verlorenen Thron wieder besetzen wird - und sei es nur für einige Jahre oder Jahrzehnte. Er muss sich allerdings in der von Deflation gekennzeichneten Schlussphase diesen Thron mit "Königin Bargeld" teilen.'