Beiträge von trenntWände

    Was die Bewertungen der Rating-Agenturen in der Vergangenheit wert waren, kann heute selbst jeder Vorschüler schön an dem Subprime-Schrott sehen.

    Vor anderthalb Jahren hat A. Heil im Spiegel.Online-Forum zu den falschen Einschätzungen der Investoren über die zukünftige Entwicklung ihrer "Anlagen" u.a. folgendes geschrieben: 'Die Geldblase aus der new economy blieb im Prinzip unverdaut und wurde nach einem Jahr langsamen Niedergangs durch die Rekord-Niedrigzinsen mit 9/11 noch erheblich verschärft.


    Das hat dazu geführt, dass Immobilien im Gegensatz zu Aktien und anderen Wertpapieren plötzlich als sicher betrachtet wurden, ohne ihren realen Wert in Relation zum mit der normalen Wirtschaftsleistung Bezahlbaren zu sehen.


    Und die CDOs waren dann der Stein der Weisen, der bei den Banken das Risikomanagment komplett ausschaltete, weil man ja sämtliche Risiken weiterreichen zu können glaubte.
    ...'
    http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=1706273#post1706273
    Nun ist es mit den Staatsanleihen das Gleiche, nur in noch viel größerem Ausmaß. Und die Ratingagenturen schreien wieder AAA!


    Naja, bald ist Schluß mit dem Betrug. X(

    Der Edelmetallmarkt ist vom Handelsvolumen um einiges kleiner als Aktienmärkte und kann schon durch eine geringe Menge von Futures in die eine oder andere Richtung gelenkt werden.

    Immerhin kommen pro Handelstag durchschnittlich 10 Tonnen Gold aus Förderung neu auf den Markt, was ein durchschnittliches Kaufinteresse in Höhe von über 200 Mio. € pro Tag bedeutet (außerbörsliche Käufe eingeschlossen). Wieviel Frischfleisch kommt denn bei den Aktienmärkten in Form von Neuemissionen und Kapitalerhöhungen auf den Markt?

    Erstaunlich, daß denen, die drücken, die Vorräte nicht ausgehen.

    Hat sich g_g mal zu geäußert:
    'Aber genau das ist nicht der Fall. Der Käufer muß das Geld ebensowenig haben wie der Verkäufer die Ware, solange er seine Position vor Lieferung wieder glattstellt. Er hinterlegt lediglich einen Bruchteil des Kaufpreises als Margin. Die Aussage hat also nach wie vor Bestand. Die Käufer müssen das Geld für die gekaufte Ware nicht nachweisen und (!) haben, wie wir wissen, zu sehr großen Teilen auch gar kein Interesse, die physische Ware gegen Geld abzunehmen. Sie spekulieren auf temporäre Preisveränderungen. Genauso wie die shorts, die nicht nachweisen müssen, daß sie die Ware haben, aber eben liefern müssen, wenn sie den Kontrakt nicht vor Lieferung glattstellen.'
    Aus: Ist physische Ware wirklich knapp?


    Ähnlich hier: 'Kommt zu diesem natürlichen Angebot und dieser natürlichen Nachfrage aber solches von Spekulanten hinzu, so ändert sich der Marktpreis in die eine oder andere Richtung - völlig unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch bzw. von der tatsächlichen Produktion. Ein Privatanleger, der einen für die Industrie bestimmten Silberbarren im Keller bunkert, verknappt künstlich das Angebot, genauso wie ein Verkäufer von Silber-Futures das Angebot künstlich erhöht. Merke: der Markt weiß nicht, ob der Verkäufer das Silber bereits besitzt oder noch eindecken muß, und der Markt weiß ebenso wenig, ob der Käufer das Silber tatsächlich verbrauchen oder nur aus Gründen der Spekulation im Keller lagern will.
    ...
    Manipulation braucht keine Intention. Wer ein Gebrauchsgut kauft, ohne es zu brauchen, und bereits plant, es wieder zu verkaufen, spekuliert genauso wie ein Verkäufer, der die Ware zurückkauft, bevor er liefern muß. Das ist gehupft wie gesprungen, auch wenn Dir das eine geläufig und das andere neu sein mag...'
    Aus: re: "Manipulation"

    Als ob unsere Regierung die HRE untergehen lassen würde...völlig egal, was denen in den Bilanzen fehlt, Merkel und Steinbrück werdens zahlen, niemals gehen die noch ein Risiko ein und lassen sie pleite gehen!
    Man bedenke, wie knapp es letztes Jahr im Oktober war, das wird nicht nochmal riskiert, der BUND zahlt alles bis er selbst pleite ist, und das könnte noch dauern...

    So, diesen April hätte die HRE erst mal überstanden...
    Kommt Zeit, kommt Bankrott.

    Der Staatsbankrott auf den viele jetzt warten wird auf den St. Nimmerleinstag verschoben.
    Es ist schon klar, die öffentlichen Haushalte sind mit 1,5 Billionen Euro verschuldet und 90 Prozent der Steuereinnahmen müssen für den Zinnsdienst nebst Sozialausgaben und Pensionszahlungen ausgegeben werden. Die Zinsen werden gleich wieder durch neue Kredite bedient, die Schuldenlast ist niemals mehr zurückzahlbar.
    Doch alle leben prima mit diesem System, der Staat, die Banken und die Kreditgeber. Das geht immer so weiter. Die Mächtigen des Kapitals und der Wirtschaft werden schon dafür sorgen dass unsere Politiker das richtige tun und eben nicht den Staatsbankrott ausrufen. Sie werden sich doch nicht den Ast absägen auf dem sie sitzen und zulassen, dass ihr schönes Papiergeld entwertet wird.
    Oder sind die schon alle im Gold?
    Was meint ihr dazu? Kommt der Staatsbankrott oder nicht?

    Meinung von Kenneth Rogoff, Harvard-Professor und ehemaliger Chefökonom des IWF, zu dieser Frage:
    'Während die Schulden steigen und die Rezession anhält, werden wir erleben, wie eine Reihe von Regierungen versucht, ihre Last durch Eingriffe am Finanzmarkt, höhere Inflation, teilweisen Staatsbankrott oder eine Kombination aus allem zu erleichtern. Das Endspiel der großen Rezession am Anfang des 21. Jahrhunderts wird kein schönes Bild abgeben. '

    es war doch wörtlich die Rede davon, dass eine Übernahme momentan "nicht wirtschaftlich sinnvoll" sei ;)


    (und wenn der Absatz von VW im 1. Quartal 2009 einbricht, dann kann man ja weitersehen 8) )

    Es bleibt spannend, wie lange diese Verluste schreibende Bude von den Marktteilnehmern und finanzierenden Banken noch wie sonstwas Tolles gesehen wird.

    ... so dass es die Frauen nicht mehr in der Hand hatten, wann und von wem sie Kinder haben wollten.
    ...


    Quelle: Sloterdjik, Peter: Du mußt Dein Leben ändern.

    Ach, mit den Hebammen hatten sie es also in der Hand, wann und von wem sie Kinder haben wollten?
    Glaube nicht, daß Sloterdijk so etwas behauptet hat.


    Mir ging es darum, daß J.G. einerseits anerkennt, daß wir ein perverses System haben, aber andererseits an böse Verschwörer glaubt, die es abschaffen wollen.
    Darum schrieb ich, daß für die dumme Masse, die genauso verquer denkt, wir Goldbugs die bösen Verschwörer sein werden.


    War früher die Ernte schlecht, fix eine Hexe verbrannt. War sie im nächsten Jahr wieder schlecht, noch eine. War die Ernte gut, gab's kein Hexenfeuer.


    Sloterdijk hat übrigens den Kettenbriefcharakter des Systems seit langem erkannt, er weiß, das das Pyramidenspiel ohne Ausweitung endet.

    Bemerkenswert, was dort über China geschrieben wird:
    ' * Gemäß Merrill Lynch ist Chinas Wirtschaft im letzten Quartal von 2008 überhaupt nicht gewachsen. Und sie kontrahiert immer noch schnell seit Anfang dieses Jahres.
    * Natürlich stieg das offizielle chinesische Wachstum im letzten Jahr über 9 %. Aber wenn Sie so rechnen würden, wie es in den USA und in Europa gemacht wird, dann wäre die reale Wachstumsrate - in den letzten drei Monaten von 2008 - Null.
    * Beachten Sie, dass China mindestens 9 % Wachstum benötigt, um die 24 Millionen neuen chinesischen Arbeiter aufzusaugen, die jedes Jahr volljährig werden - etwas, was sogar der chinesische Ministerpräsident nicht gern erwähnt.
    * Warum die Lügen? Es ist ein riesiger Schwindel. Sagt der im Ausland arbeitende Prof. Tian Xie von der Drexel University [private Universität in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania], Chinas wohl durchdachte Kampagne, BIP-Zahlen zu fälschen, "ist alles Teil einer hoch entwickelten Strategie, um die Welt zu betrügen." Aber China kann den Schwindel nicht viel länger aufrechterhalten...'