option63 :
Danke Dir sehr herzlich für das nette PS, das mir zeigt, daß meine Postings nicht für jeden mißverständlich sind.
Umgekehrt möchte ich ein Kompliment für Deinen Beitrag machen, der den überaus wichtigen Faktor Zeit anspricht (hast Du evt. noch einen Link, wo man den ganzen Text nachlesen kann 
Der Faktor "Zeit" ist es auch, der in meinem o.g. Posting eine Rolle spielt:
Wenn Du nachkaufst, weil es Dir Dein finanzielles Polster oder Budget gestattet, dann kann ein Nachkauf selbstverständlich u.U. absolut sinnvoll sein. Und es zeigt dann vielleicht, daß Du sehr klug die Käufe verteilt hast. Wenn (!) unsere Gesamtrechnung in Hinsicht auf Gold + Silber über die Jahre aufgeht, dann hast Du einen attraktiven Durchschnittseinkaufspreis. Ehrlicher Glückwunsch.
Bei mir ist es z.B. einfach so - bin wie gesagt seit Herbst 2001 dabei und halte seitdem ALLE Positionen komplett durch-
daß ich mir selbst eine finanzielle Grenze
gezogen habe, bis wohin ich mit einem Engagement in Gold und Silber
gehe:
Ich möchte in der Lage sein, egal was kommt, noch so viel finanzielles Polster zu haben, daß ich auf "absehbare" Zeit (ja, was heißt absehbare Zeit - na, sagen wir mal, ich spreche von einem Zeitraum von auf jeden Fall 5 Jahren, was kurz genug ist)
jedenfalls NICHT GEZWUNGEN bin, meine Hardcore-Positionen, womöglich zu Tiefstpreisen, verschleudern zu müssen, ganz einfach,
weil ich Kapital in Form von Cash (Euro) benötige, um meine laufenden
Lebenshaltungskosten bestreiten zu können.
Ich stelle mir vor: Was muß wohl für einen Goldbug schmerzlicher sein,
als -gezwungen aus einer Notsituation (Berufsverlust, Krankheit etc.,), zu einem schlechten Zeitpunkt seine Gold-Positionen, ob nun als Minen oder
-noch schlimmer- den physischen Anteil, so er ihn denn hat,
VERKAUFEN ZU MÜSSEN ,
ganz einfach, weil er sich zeitlich verschätzt hat
und dann SOFORT das Geld (Cash) benötigt ???
Ich stelle mir DAS extrem bitter vor.
Und hier spielt eben der von Dir ins Feld geführte
Faktor ZEIT die übergeordnete Rolle.
Und ich meine eben lediglich, daß man immer diesen Faktor
Zeit berücksichtigen sollte bei seinen Engagements,
in Verbindung mit der Überlegung "Worst case",
"Was passiert wenn..."
Wer Millionen Euros auf dem Konto hat, wer ein sicheres (!) Einkommen hat,
der kann sicher immer nachkaufen - Aber auch er sollte sich m.E, für ein Einzelinvestment eine persönliche Grenze setzen.
Nur vermute ich, daß es hier auch viele stille Mitleser
gibt, die zB nur einen einmaligen Betrag X haben
und davon träumen, diesen zu mehren.
Wenn die nun dazu verleitet werden,
unkontrolliert immer weiter nachzukaufen,
weil es ja alles so super günstig ist und man jetzt
kaufen muss ,
dann könnte das übel ausgehen und würde nicht einmal
der Gold-Sache dienen.
Denn das ist es ja teilweise, was uns Leute wie zB dottore (Dr.Paul Martin) im Elliott-Wellen-Forum immer prophezeien:
Daß wir auf eine Deflation zusteuern,
inder nur Cash König ist,
in der die Massen gezwungen sind, alles auf den
Markt zu werfen (verbunden mit fallenden Kursen),
wofür sie noch irgendwie Cash bekommen können,
um Dinge wie Steuern, Miete usw. zahlen zu können.
(wobei man m.E. in der Tat trefflich darüber streiten kann, wie viele Leute
nun tatsächlich zB physisches Gold in nennenswertem Umfang haben.)
Darum plädiere ich nur für ein bißchen mehr Vorsicht und vor
zu großer Jubelstimmung oder zu großer Überzeugtheit in bezug
auf die eigene Meinung, insbesondere,
was den Zeitfaktor angeht.
Man ist ja geneigt, sich selbst zu suggerieren:
Heute habe ich gekauft, also muß es doch
morgen rauf gehen.
Russel hat neulich einmal sinngemäß geschrieben,
daß man nicht gegen den Markt argumentieren kann.
Der Markt hat immer recht.
Und deshalb , ob manipuliert oder nicht,
sollte jeder für sich stets im Hinterkopf behalten und auch
gerade dann, wenn man an die Manipulationen glaubt:
Was passiert, wenn ich z.B. nur in den nächsten 5 Jahren mit meiner
Einschätzung der Lage bei Gold und Silber falsch liege ?
Werde ich das finanziell überleben, weil ich genügend
Reserven habe ?
Oder bin ich runiiniert, weil ich vor lauter Gold und Silber im Depot
nicht mehr laufen kann ?
Meine nur: Man sollte versuchen, sich gegen alle denkbaren Szenarien zumindest
ein bißchen abzusichern.
Unsere Enkel werden dann später wissen, was heute die
richtige Entscheidung gewesen wäre.
meint Spieler