Beiträge von freeminder

    Okay, wenn der Dr. Foellbach meint, daß wir 7,29 $ einkalkulieren müssen, dann meine ich, daß wir auch einkalkulieren müssen, daß Merkel und Münte heiraten und Guido adoptieren ...:D


    Natürlich kann man nichts ausschließen und wenn die interessierten Kreise genügend Power haben, können sie das Silber auch kurzfristig bis auf 7,29 $ drücken. Aber welche Wahrscheinlichkeit hat dieses Szenario - angesichts aller Fakten und sonstiger Erkenntnisse über Silber, die den Shorties entgegenstehen? Für mich ist diese Analyse ein Muster ohne Wert, da sie keine Hilfe für strategische Dispositionen gibt und bestenfalls einen Hinweis für eine Extrem-Spekulation beinhaltet.



    eisnaddel


    Mit welchem Analyseverfahren bist Du denn auf Deine Kursziele gegen Ende August gekommen? - Vermutlich mittels einem Verfahren der Chartanalyse, oder? Dann gehst Du sicherlich davon aus, daß der Gold- und Silbermarkt frei von jeglichen regulierenden und manipulativen Eingriffen großer Spieler ist, so daß wiederkehrende Verhaltensmuster der Marktteilnehmer durch den Chart dargestellt werden und somit konkrete Prognosen auf 6-Wochen-Sicht möglich sind !? Dann würde mich ernsthaft interessieren, warum Du von einem unmanipuliertem Markt ausgehst (wäre ja mal etwas besonderes hier im Board).


    Sollte dieses wider Erwarten doch nicht so sein, fände ich es auch spannend, erklärt zu bekommen, wie man manipulative Eingriffe in den Markt mittels der Charts analysiert und daraus fundierte Prognosen ableitet. Da die Kursabstürze besonders beim Silber Muster bei der Tageszeit erkennen lassen (und auch die Intensität von 5% in 30 min.), könnte diesbezüglich vielleicht ein Ansatz fder Berechenbarkeit und Prognose gesehen werden? :D


    Für Deine Antwort besten Dank im voraus!


    Gruß
    freeminder

    [quote]Original von wolfswurt
    ...
    Da wir die wahren Hintergründe sehr selten aus Presseerzeugnissen erfahren, stelle ich mir die Frage, zu welchem Zweck/Absicht die Investition seitens der Vers. in Rohstoffen dienlich ist? Ausgehend von der Erfahrung im Umgang mit Vers. und deren Informationen, wird uns wohl vorenthalten bleiben, in welcher Form in Rohstoffe investiert wird.
    ....




    wolfswurt


    Der langsam aufkeimende Wunsch der Versicherer nach Investitionsmöglichkeiten in Edelmetallen hat einen sehr einfachen Hintergrund: die Suche nach Rendite!


    Die Position der deutschen Versicherer bezüglich ihrer Anlagemöglichkeiten ist derzeit und seit einigen Jahren sehr schwierig. Das wichtigste Standbein, die Anleihen, Jumbos, Hypothekenkredite ect., bringt so schwache Rendite, daß schon der minimale Garantiezins der Lebens- und Rentenversicherungen mittelfristig zum Problem wird. Das wichtige Immobiliengeschäft ist in Deutschland auch unter langfristige Renditesätze gefallen und kann keinen Ausgleich für niedrige Kapitalmarktzinsen bringen. Die dritte Säule, der Aktienmarkt, ist aus Sicht der Versicherer derzeit mit hohem Risiko behaftet und die sehr lukrative Zeit März 03 bis Mai 06 hat man größtenteils eh verpaßt (da man ja den Forderungen der Aufsicht gefolgt ist). Also woher Rendite holen, um auch nur annähernd eine langfristige Durchschnittsverzinsung von knapp 6% den Versicherten wieder bieten zu können? Da liegt ein (maßvoller) Ankauf von Gold und Silber durchaus im Interesse mancher Entscheider bei den Versicherern. Das Metall gilt in diesen Kreisen als relativ risikoarm (im Vergleich mit Aktien) aber bis vor wenigen Jahren eben auch als renditeschwach. Das hat sich nun geändert und dadurch entstehen langsam Begehrlichkeiten. Wären da nur nicht die Anlagerichtlinien diverser Aufsichtsämter und auch intern bei den Versicherungen ...


    Eine Anlage von EM in Zertifikaten und ähnlichen Papieren dürfte kaum interessant sein für einen typischen Versicherungskonzern. Diese Papiere haben auch Sicht der Versicherer ein höheres Risiko als eine Aktie oder gar ein Aktienfonds. Wenn aber für viele Versicherer ein Aktien-/ Aktienfondsanteil von 20% im Porfolio schon ein zu hohes Risiko darstellt, wird ein Zertifikat oder sonstiges strukturiertes Produkt (von Optionen o.ä. ganz zu schweigen) den Versicherern nicht helfen können.


    Gruß
    freeminder

    Zitat

    Original von wolfswurt
    freeminder


    Unabhängigkeit ist wirklich Goldes wert. Ich verstehe Deine Situation und habe für Dich in die PN gewechselt.


    Gruß Wolfswurt


    Danke Wolfswurt,


    habs schon gesehen und auch gerade geantwortet.


    Gruß
    freeminder



    wolfswurt


    Puh - diese Fragen habe ich mir auch schon öfters gestellt - und keine endgültige Antwort gefunden. In einem 4-Augen-Gespräch würde ich auch sehr vieles dazu sagen können. Aber so öffentlich und schriftlich -wer liest hier eigentlich alles mit? (Bin beruflich nicht ganz unabhängig von der BaFin ...)


    Aber die Frage nach den Nutznießern könnte schon zielführend sein. Und natürlich haben große Adressen aus der Bankenbranche und Industrie die Pakete seinerzeit gerne aufgekauft. Aber das derart beabsichtigtes Handeln der Bafin eine Rolle spielte, glaube ich weniger. Die da sitzen, sind wohl nicht die geeigneten Leute für sowas ... nach meinem unmaßgeblichen Eindruck.


    Aber das die BaFin ein wichtiges Werkzeug ist, um in der Finanzdienstleistungsbranche den "Großen" die kleinen Unabhängigen nach und nach vom Hals zu schaffen (Unter dem Etikett "Verbraucherschutz";) und eine einheitliche Sicht der Dinge im Finanzsektor zu installieren, dürfte wohl noch von meinem Recht auf Meinungsfreiheit abgedeckt sein ...


    Gruß
    freeminder

    Zitat

    Original von TeeKay
    Da faellt mir ein: selbst wenn es erlaubt wuerde, kauft doch keine Versicherung physisch Edelmetalle. Da wird eher die Papiergoldquote auf 1:80 hochgetrieben. Fuer die Versicherungen gibts auch keine Absicherung gegen den Papiergeldcrash, die sind doch beim Crash fein raus. Dann sind keine nennenswerten Ansprueche der Kunden mehr vorhanden und man kann von neuem beginnen, ihnen irgendwas zu verkaufen.


    TeeKay


    Ganz so sicher ist das nicht, daß die Versicherer keinesfalls physische EM kaufen würden. Wie ich schon im Silber ETF - Thread schrieb, hat ein Nachdenken bei relevanten Mitarbeitern in dieser Frage durchaus begonnen. Zur Zeit wahrscheinlich noch nicht auf höchster Entscheidungsebene und natürlich nicht bei Massen von Mitarbeitern, aber immerhin...


    Und das ein Finanzcrash den Versicherern egal wäre - nun ja ... Erst nach dem letzten Finanzcrash von 1948 wurde die LV zur Basisanlage eines ganzen Volkes. Davor war die nicht so relevant aus diversen Gründen - u.a. aber auch mangels Masse an Anlagegeldern beim kleinen Mann. Heute hätte die LV einen riesigen Vertrauensbonus einzubüßen. Daß dieses Vertrauen auf Irrtümern basiert, ist dabei nicht relevant, denn die Masse der LV-Kunden wird niemals eine genaue Performance-Analyse ihres LV-Vertrages durchführen wollen und können.


    Gruß
    freeminder

    wolfswurt


    Wenn die Aufsicht nach wie vor skeptisch bei Anlagen in Rohstoffen ist, brauchen wir uns doch eigentlich keine Sorgen über einen Crash in diesem Sektor zu machen.:D Einen zuverlässigeren Kontraindikator als BaFin nebst anderen Aufsichtsbehörden kenne ich zur Zeit nicht.


    Denn Versicherern kann man mit Recht vorwerfen, daß sie erst ab 1999- 2001 ihre Aktienquote deutlich heraufgefahren haben (einige bis zu unglaublichen 30%!):) Aber es war die Aufsicht, die im Januar / Februar 2003 massiven Druck auf die Versicherer ausübte, ihre Aktienbestände massiv auf den Markt zu werfen. Das führte u.a. den Dax bis auf 2.200 Punkte. Ich glaube, es gibt keinen härteren Beweis für völlige Inkompetenz in Finanzfragen, als das Drängeln zum Verkauf von Standardwerten im Frühjahr 2003.


    Vielleicht machen in absehbarer Zeit die Versicherer Druck auf die Regierung, weil sie mit ihrem Garantiezins bei den Lebens-/Rentenversicherungen selber unter Druck geraten. Aber die Bafin wird sich nicht freiwillig bewegen ...


    Gruß
    freeminder



    Pauli


    Den Instis als Gesamtheit mangelnde Flexibilität und Trantütigkeit zu unterstellen, wäre sicherlich falsch. Meine beschriebenen Erkenntnisse aus Gesprächen betroffen eher die Fondsbranche und noch mehr die Versicherungen mit ihrer vermögensverwaltenden Tätigkeit. Und da ist nicht nur das oftmals beamtenähnliche Denken und Handeln das Problem, sondern auch extrem einengende Regularien der diversen Aufsichtsinstitutionen nebst gesetzlichen Vorgaben, die zur Zeit Anlagen in Edelmetallen unmöglich machen. Ich kann diesbezüglich zwar nur den deutschen Markt betrachten, aber weltweit gibt es ja einen sich beschleunigenden Wettlauf um mehr Bürokratie - da dürften schon etliche die Deutschen hinter sich gelassen haben ...
    Aber mindestens einige Leute der 2. Reihe denken darüber nach, wie man mit physischen Edelmetallen Portfolioabsicherung machen kann, wenn man nicht direkt diese kaufen darf. Und wenn es bessere Lösungen als den ETF von Barclays am Markt gibt (und die Preise sich in Richtung Deiner genannten Zahlen entwickeln), werden wahrscheinlich auch die Entscheider bei Versicherungen und Pensionsfonds realisieren, daß Gold und Silber mehr sind als "Risiko pur"...

    Zitat

    Original von Pauli
    tja freeminder
    Damit sprichst Du sicherlich vielen aus der Seele.
    Andererseits: wenn diese Dauermanipulation NICHT stattfände, wären wir wohl alle viel zu spät gekommen, um überhaupt noch in diese Edelmetallmärkte reinzukommen. Dann wäre Gold seit 10 Jahren vierstellig und Silber heute schon dreistellig.
    Wie Du schreibst: "eine Weile" wird es noch so bleiben.


    Hallo Pauli,


    danke für Deine tröstenden Worte! :] Im Ernst, der Aspekt des Noch-Rein-Kommens ist wirklich sehr positiv bei diesem Spiel. Aber ich für meinen Teil bin jetzt drin ... und war es auch schon mal vor gut 20 Jahren. ;(


    Gruß
    freeminder

    [quote]Original von Pauli
    ....
    Ich denke, die ETF-Manager sind schon in der Pflicht, wenigstens einen Teil des Silbers tats. physisch zu kaufen, zu halten und auch nicht zu verleihen. In diesem Fall wäre dann doch der Marktpreis positiv beeinflusst. Ob nun durch 130m Unzen oder vielleicht nur durch 50m - wer weiß das schon. Jedenfalls hat er mittelfristig dann einen POSITIVEN Effekt und das halte ich für die realistischste Annahme, weil es ja doch einige Kunden des ETF gibt, die nach PHYSISCHER Ware fragen und genau die auch haben wollen.


    Das wichtigste ist doch, dass dieser ETF aller Welt aufzeigt, welche Anlagevolumina in kürzester Zeit für physisches Silber zu ANLAGEzwecken mobilisiert werden können. Das ist eine völlig neue Erkenntnis für den Markt, dessen Nachfrage bislang zu 95% INDUSTRIELL getrieben war. Insofern ein tolles Incentive auch für andere Emittenten als Barclays, weitere ETFs aufzulegen, die dann hoffentlich auch wenigstens teilweise physisch unterlegt sind.


    Silber wird sich vom reinen Industriemetall zum Anlagemetall entwickeln. DAS ist die Message des ETF und diese Signalwirkung ist m.E. wichtiger als das vielleicht oder auch nicht gehortete physische Material des ETF! 8)


    ....


    Pauli


    Seit ich hier im Thread am 15.6.06 auf den Artikel aufmerksam machte, wonach der ETF wohl kein physisches Silber selber kauft, habe ich nach verläßlichen Infos gesucht, um diese Aussage zu verifizieren. Das ist mir leider nicht gelungen. Durch meine berufliche Tätigkeit in der Anlagebranche habe ich allerdings in den letzten Wochen einige informelle Gespräche mit Vertretern institutioneller Anleger über deren Einschätzung zum ETF führen können. Kurz zusammengefaßt lauten die Meinungen in der Tendenz: keine physische Hinterlegung von Silber, aber geringfügige echte Zukäufe bei "Dritten", über die der ETF die Hinterlegung managed.


    Auf jeden Fall habe ich erstaunliches Interesse einiger Institutioneller am Thema ETF und damit am Silber erfahren können - verbunden mit dem Bewußtsein über die Problematik physisches Silber versus Papiersilber. Nach meinem Eindruck sind die Denk- und vor allem Entscheidungsprozesse zwar noch nicht weit gediehen, aber vor einem Jahr habe ich in diesem Personenkreis nur völliges Desinteresse für das Thema Silber vorgefunden. Daher meine Einschätzung (und Zustimmung zu Deiner): Der ETF bewirkt etwas - selbst wenn er bis jetzt noch keine Unze gekauft haben sollte. Aber es kann noch ziemlich dauern, bevor wir echten Grund zur Freude haben werden ...


    Gruß


    freeminder

    Okay, als der Silberpreis vorhin über die 11,70 USD ging, habe ich regelrecht auf den Einbruch binnen Minuten gewartet. Insofern alles normal, da unsere Big Player natürlich auch wußten, daß einige Leute diesen Preis als charttechnisch wichtig empfinden. Aber auch wenn das erwartete geschieht, nervt es doch etwas - diese Manipulationen mit Ansage. Irgendwie freut man sich ja doch ein bißchen für kurze Zeit, wenn es den ganzen Tag nach oben geht ...


    Was aber besonders nervt, sind die Kommentare irgendwelcher Finanzleute, die uns dann morgen erklären werden, das alles ganz normale Gewinnmitnahmen waren, die ja kommen mußten, weil das Silber so doll gestiegen ist ... Vom gezielten Kursdrücken kann dann nicht die Rede sein, weil es natürlich völlig normal ist, daß ein über einen ganzen Handelstag gestiegener Silberkurs binnen Minuten (ohne relevante Nachrichten) wie ein Stein nach untern krachen und dann natürlich das Ausgangsniveau sogar noch unterschreitet ...


    Es ist so wie es ist und wird wohl auch ne Weile noch so bleiben. Mußte mein kurzfristiges Genervtsein trotzdem mal artikulieren ...

    Unser Kompetenzzentrum hat heute mal wieder alles verkauft, da Gold die 642 USD überschritten hat (s. heutigen Marktbericht von Mirko Schmidt) . Mal schauen, wie kompetent sich diese Handelsstrategie erweisen wird ...


    Mir persönlich ist es eigentlich schnuppe, was der Goldpreis auf Sicht von einigen Tagen oder Wochen macht. Derart kurzsichtiges / kurzfristiges Handeln habe ich mir zwar auch noch vor 20 Jahren zugetraut, aber nach vielerlei Erfahrungen an den Märkten bin ich diesbezüglich demütig geworden. Trotzdem interessant, ob unser Kompetenzzentrum wieder richtig liegen wird - die letzte Korrektur haben sie ja ganz gut erahnt.



    Die durch Inflation bedingten unsichtbaren Steuererhöhungen sind ein wichtiger Punkt, an den oft nicht gedacht wird. Aus Sicht der Regierungen hat die Inflation - wenn schon ein Übel in Kauf genommen werden muß - so klare Vorteile gegenüber der Deflation, daß ich keinen Zweifel habe, was von den Zentralbanken angestrebt wird -trotz (oder gerade wegen) aller Verbal-Interventionen.


    Klar, die Dinge können aus Sicht der Zentralbanken auch unbeabsichtigt schief laufen, aber davon abgesehen ist die Gefahr der weltweiten Deflation für mich eine rein theoretische und sehr unwahrscheinliche.

    Zitat

    Original von SalonHelga


    Eine gesunde Risikovorsorge mit einem gewissen Anteil am Portfolio in Edelmetallen ist sicher sehr sinnvoll. Aber um bei einer Krise von den dramatischen Umverteilungen zu profitieren, müßte man eben ungefähr wissen, wann sie kommt. Denn es macht eben schon einen erheblichen Unterschied, ob Dank einer neuerlichen gigantischen Geldspritze der Dow bis zum Ende des Jahrzehnts auf 40.000 klettert oder eben nicht...


    Auch vermute ich, daß es im Falle einer dramatischen Krise noch Wochen vorher deutliche Anzeichen geben wird und dann kann man immer noch eher zur Bank als seine Mitbürger gehen.


    Hallo SalonHelga,


    in der Tat ist auch ein Dow von 40.000 bis Ende des Jahrzehnts denkbar - man muß es ja nicht für das Wahrscheinlichste halten. Aber selbst das "Argument" der Wahrscheinlichkeit ist kein handfestes - schließlich passiert an den Märkten sehr oft das wenig Wahrscheinliche...


    Gruß
    freeminder


    Okay, denkbar ist alles und auszuschließen fast nichts. Wer sich auf den großen Crash vorbereiten will, Bankenschließungen ins Szenario aufnimmt und auch eine große Abwertung des Euro gegen den USD einplant, wird erst recht statt einer Asset-Deflation auch die umfassene Inflation als mögliche Option einplanen müssen - dummerweise nur mit teils völlig anderen Schlußfolgerungen. Nur Bares ist dann wohl auch nicht Wahres. Also alles einstellen - vielleicht das Leben einstellen?:D


    Nein, ich denke, die gesamte persönliche Finanzplanung auf bestimmte Szenarien hin abzustellen, kann nicht der Weg sein. Neben allen Risiken gibt es nach wie vor Chancen - auch an den Aktienmärkten. Und sollte etwas schief gehen, dann wäre es gut, mit einem Teil des Ersparten die dann neuen Chancen wieder wahrnehmen zu können. Dazu reicht eben auch ein Teil des Vermögens ...


    Ich kenne einige "Anleger" persönlich, die sich schon vor 20 Jahren auf den großen Crash und sonstige Worst Case Szenarien vorbereitet haben - leider ist aus Ihrem kleinen Vermögen (Bargeld und ähnlich sicheres) inzwischen ein noch kleineres geworden.


    Natürlich bereite auch ich mich auf Schlimmes vor: Vorhalten von Gold, Silber, Palladium und Bargeld gehört dazu. Aber woher will jemand wissen, daß genau jetzt der internationale Unternehmensgewinnzyklus auf dem Höhepunkt ist? Warum nicht demnächst im Herbst wieder Aktien kaufen? (- oder auch derzeit einen Teil des Geldes in diesen belassen).Das kann man sich doch zumindest offenlassen und dann gemäß der Situation entscheiden.

    Zitat

    Original von SalonHelga
    M.E. sehr empfehlenswerter Artikel. So wie ich den Autor verstanden habe, muß man sich wohl bzgl. aller seiner Investments für Deflation vs. Inflation in USA entscheiden. Und wenn ich den Unterton richtig verstanden habe, dann tendiert der Autor zum Inflationsszenario...


    Genau - Inflationsszenario als das kleinere Übel gegenüber der Deflationsspirale. Zwar hält er auch kurzfristig Aktionismus der FED zur Inflationsbekämpfung für möglich, aber dann müssen im Anschluß die Geldschleusen umso mehr geöffnet werden.


    Wichtig finde ich auch die daraus resultierende Schlußfolgerung, daß die Aktienmärkte nominal auf hohen Ständen verharren (bzw. auch stark steigen können), aber im Vergleich zu Edelmetallen sinken werden. Und natürlich wird die Kaufkraft der sonstigen Assets leiden, wenn die Schuldeninflation noch deutlicher in eine offene Preisinflation einmündet (was m.E. mittelfristig passieren wird).

    Zitat

    Original von Silberfuchs
    Und?


    Silberfuchs


    Soll ich meine mit dem Artikel übereinstimmende Meinung nochmal mit eigenen Worten wiederholen??(


    Es geht u.a. um wichtige Frage künftiger Deflation vs. Inflation und damit auch um Weichenstellung für die Preisentwicklung nahezu aller Assets. Da im Forum kontrovers über die künftige Geldpolitik diskutiert wird, könnte der Artikel ja hilfreich sein ...


    Gruß
    freeminder


    Hallo nodollar,


    okay, 50 Punkte Erhöhung wären schon ein starkes Zeichen. Und die Folgen an den Aktienmärkten könnte man durch Stützung des Dow Jones wieder mildern und die erneute verstärkte Flucht des Geldes aus den Emerging Markets (und vielleicht wieder aus den Edelmetallen) wäre dann auch den Amis sehr recht. Also alles mit einer gewissen Logik.


    Ich glaube aber trotzdem noch etwas mehr, daß das tägliche Warnen der FED-Fürsten die Wirkung einer 50-Punkte-Erhöhung erzeugen sollte, wobei man es dann doch bei 25 Punkten belassen kann.


    Deiner These, daß Zinserhöhungen die Inflation fördern (können), kann ich problemlos zustimmen.