Beiträge von freeminder


    gutso


    Auch sehr schön geschrieben - ganz in meinem Sinne!


    Gruß
    freeminder

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    Original von dagny


    Als langfristig orienterter Mensch verstehe ich das nicht (oder ist es für mich nur schlecht formuliert) - warum muss der Ölpreis sinken bzw. gedrückt werden, wenn der Sturm nachlässt? (der Rest der Argumentation ist mir klar).
    Oder meinst Du, dass die einfach Ihre Zertifikate mit denen sie auf eine Unwetterkatastrophe gesetzt haben mit dem neuen Wetterbericht auf den Markt geschmissen haben?


    dagny


    Die Kurzfrist-Trader kaufen auf dem Ölpreis basierende Papiere (z.B. CRB-Index), wenn die Meldung über das Entstehen des Hurricanes herauskommt; in der Erwartung von Produktionsausfällen beim Öl durch zerstörte Plattformen im Golf von Mexiko. Wenn nun der Hurricane zum Sturm degradiert wird, schwindet die Hoffnung auf zerstörte Plattformen und die mit dem Ölpreis verbundenen Papiere werden wieder gegeben ... Also das selbe Szenario, was passieren würde, wenn z.B. der Iran plötzlich im Atomstreit ganz klein beigeben würde ...


    Wenn morgen "Ernesto" auf Hurricane-Stufe 5 befördert würde, hätten wir den Ölpreis wieder ein paar USD höher (und Gold ebenso).


    Ebenso wie Du halte ich von diesen simplen Kurzfrist-Spielchen auch nichts, aber Jedem das Seine ...


    Gruß
    freeminder

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    Original von SalonHelga
    Ach mein persönlicher Kontraindikator hat wohl wieder zugeschlagen. Was ist eigentlich passiert?


    SalonHelga


    Was eigentlich passiert ist? - Nun, ziemlich weltbewegendes: Da seit letzter Nacht der aktuelle Sturm über dem Atlantik ein bißchen weniger stürmisch beurteilt wird, müssen die "Finanzexperten" natürlich den Rohölpreis drücken. Und wenn man das über diverse Rohstoff-Indizes macht, ist halt unglücklicherweise fast immer ein bißchen Gold dabei ... Also muß Gold fallen, weil es ein bißchen weniger bläst ...


    Vielleicht gibt es noch einen weiteren Grund, der fundamental ebenso tiefschürfend ist. Aber viel komplizierter ist die Denke vieler Kurzfrist-Trader nun mal nicht.:D


    Gruß
    freeminder

    Hallo Hlghtekki,


    habe Deinen interessanten Beitrag erstmal schnell gelesen und keinen offensichtlichen Denkfehler gefunden. Aber wie gesagt: Schnelldurchgang und es ist jetzt 2.40 Uhr ... Werde morgen mal genauer lesen.


    Ich halte ein weltweites Deflationsszenario für sehr unwahrscheinlich und oft geführte Verweise auf das Beispiel Japan für absurd, wenn man eine weltweite Deflation begründen will. Deswegen gefallen mir auch Deine Gedanken zum erstgenannten "Deflationsszenario, in dem der Goldpreis steigt". Ich glaube, Du schätzt den i.d.R. unterschätzten Faktor "Asien excl. Japan" richtig ein. Aber meines Erachtens bedeutet das beschriebene Szenario nicht nur, daß der Goldpreis nicht fallen muß, sondern auch, daß in Asien nicht zwingend ebenfalls eine Deflation entstehen muß. Ist das für Dich auch vorstellbar - Deflation in USA und Europa und keine Deflation in Asien?


    Soviel erstmal für heute Nacht und morgen vielleicht mehr.


    Gruß
    freeminder

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    Original von Homm13
    Wenn Ihr meint und schlauer sein wollt, als gängige Logistiktheorien, dann bitte. Aber beschwert Euch ja nicht, wenn mal in schlechten Zeiten keiner mehr bestellt. ;)


    Ich glaube, niemand stellt hier gängige Logistiktheorien in Frage und Dein spezielles Wissen darüber.
    Es geht nur darum, die speziellen Eigenheiten eines ganz bestimmten Unternehmens mit ganz bestimmten Kundenprofilen zu beachten. Und für diese spezifischen Besonderheiten sind gängige Logistiktheorien nun mal nicht erdacht worden - was vielleicht auch der immer wiederkehrende größte Fehler von Unternehmensberatern ist ... Und das hat weniger mit schlau oder dumm zu tun, sondern vielleicht mehr mit gesundem Menschenverstand, Lebenserfahrung u. ä.


    Gruß
    freeminder

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    Original von Homm13
    Du hast aber den größten Vorteil vergessen, nämlich die Zeit. Zeit ist Geld und wenn man (...)


    (...) Der Kunde wäre dann sicher bereit die Kosten dafür zu tragen. Schellservice ist auch bei Anbietern wie Amazon teuerer. ;)Wie man sieht haben schnelle Zahlungen nicht nur Nachteile ;)


    Homm13


    "Zeit ist Geld" ist doch in diesem Fall eine inhaltsleere Floskel. Wenn ich bei Amazon einen Drucker bestelle, weil der alte kaputt - dann kann Zeit natürlich Geld sein. Aber ich nehme doch meine Silberunzen von Argentarius nicht funktionell in Gebrauch und benutze sie dann in einem produktiven Prozess ... Vielleicht mag ein Sammler ein paar Euros drauflegen, wenn er sein lange gesuchtes Stück Goldmünze etwas früher anschauen kann, aber der bestellt doch nicht bei Herrn Ewers ..


    Ich kann mir kaum vorstellen, daß Du selbst an Deine Argumentation glaubst (?) ;)


    Gruß
    freeminder

    Ich bin etwas verwundert, daß die Resonanz auf Eichelburgs Artikel nahezu Null ist. Ist doch eine sehr übersichtliche und komprimierte Darstellung diverser Theorien, die gerade Neulingen in der Materie einen schnellen Überblick verschafft.


    Vielleicht ist Herr Eichelburg in "Ungnade" gefallen, weil er massiv einen sehr schnellen Krisenverlauf präferiert? - Ja, mit seinem Timing komme ich auch nicht mit, aber grundsätzlich halte ich sein favorisiertes 1970er Szenario für recht logisch durchdacht. Wie aber in kürzester Zeit aus einer allgemeinen weltweiten Dollar-Stützung ein massives Fluchtverhalten entstehen soll, bedarf schon einiger Phantasie.


    Andererseits überraschen mich Größen aus Politik und Wirtschaft bezüglich des Ausmaßes Ihrer dummen und dreisten Maßnahmen noch immer aufs Neue, obwohl ich diesbezüglich im Bekanntenkreis schon lange als Schwarzmaler gelte ... Dennoch glaube ich zur Zeit an ein noch mehrere Jahre währendes Siechtum des derzeitigen Finanzsystem mit weiter steigender Inflation und weiteren Bemühungen, diese zu verschleiern. In dieser Zeit werden die Politiker der westlichen Welt auch Ihren Ent-Demokratisierungsprozess verstärkt fortsetzen - wahrscheinlich in der Hoffnung, dann ohne die Hemmnisse eines Rechtsstaates mit diktatorischen Maßnahmen das System irgendwie am Leben zu erhalten.


    Goldesel


    Ich kenne den NOAH Mix OP, aber danke für Deinen Hinweis. Mit dem hohen Silberminen-Anteil ist der Fonds sehr außergewöhnlich. Als vermögensverwaltender Fonds ist dieser Silberminenbestand aber immer nur eine Momentaufnahme und kann im Extremfall auch auf Null im nächsten Monat gehen. Also nicht das Wahre für Anleger, die Ihre Asset-Allocation selbst betreiben wollen und z.B. bewußt Ihren Silberminenanteil auf der Fondsebene gegen Goldminen übergewichten wollen.
    Ansonsten aber ein interessanter Fonds für den weniger an Eigenarbeit interessierten Anleger!


    Gruß
    freeminder

    Ich finde es immer erfreulich, wenn einer "unserer" EM-Händler sich die Zeit nimmt, auf entsprechende Beiträge im Forum einzugehen - also Dank an Herrn Ewers!


    Ansonsten kann ich seine Ausführungen zur telefonischen Erreichbarkeit nur bestätigen. Erst gestern hatte ich Grund wegen eines kleinen Problems mit einer Bestellung bei Argentarius anzurufen und habe Herrn Ewers sofort erreicht (wie bei mehreren anderen Anlässen zuvor ebenfalls). Im Fall von Homm13 wird es wohl eine unglückliche Zusammenführung von diversen Umständen gewesen sein, daß seine telefonischen Versuche nichts brachten...


    Gruß
    freeminder


    Hallo gutso,


    schon manchmal erstaunlich, wie sich Einschätzungen sogar in einigen Details gleichen. Allerdings habe ich schon öfters bei Deinen Beiträgen in anderen Threads zustimmend genickt, ohne das gleich zu posten.


    Deine Aussage über die genannten Foren-Mitglieder haben mich daran erinnert, daß ich schon seit Monaten mir immer wieder vornehme, von den Beiträgen dieser Mitglieder mehr zu lesen und damit dazuzulernen. Ist bisher nur immer am Zeitmangel gescheitert - aber guter Hinweis von Dir! Wegen zu knapper Zeit habe ich in den letzten Jahren auch immer mehr meine Minen-Investments über Fonds abgedeckt. Da das bei den Goldminen auch hervorragend klappt, werde ich diesbezüglich auch nichts ändern. Aber das Thema Silberminen kann man halt über Fonds nicht befriedigend abdecken, so daß ich mich diesbezüglich mal in die Forumsdiskussion tiefer einlesen sollte ...


    Gruß
    freeminder

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    Original von Homm13
    Ich habe das mal hier gelöscht und nehme alles zurück, da ich keinen Ärger machen will. Entschuldigung nochmals für meine Entgleisung, es wird schon irgendwie werden ;)


    Homm13


    Ich war gerade dabei, etwas zu Deiner Version vor dem Löschen zu schreiben - aber Du hast ja noch die Kurve gekriegt. Also ist mein noch nicht abgesendetes Geschreibsel nicht mehr nötig.


    Eine Bemerkung aber dennoch, weil mir solche Händler wie Herr Ewers sehr wichtig sind:
    Die Erwartung von besten Preisen bei bestem Service ist weltfremd! Wobei ich keinesfalls finde, daß Herr Ewers schlechten Service bietet. Aber Kleinigkeiten gehen schon mal schief und Herr Ewers tut dann mehr als das Notwendige, um Fehler zu korrigieren. Vielleicht (!) kann man mehr Service bieten, wenn man einen höheren Kapitaleinsatz mit hohen Personalkosten kombiniert - aber dann müssen die Verkaufspreise deutlich höher kalkuliert werden! Mir ist es so lieber, weil ich auch nicht weiß, was mir eine paar Tage frühere Lieferung physischer Ware wirklich bringt.


    Übrigens: Bei Deinen Händler, wo es angeblich besser klappt - entweder hast Du bisher ungewöhnliches Glück gehabt oder nur ganz wenige Bestellungen getätigt. Nach meinen Erfahrungen gibt es überall mal was zu regeln oder man wartet länger als normal ...


    Gruß
    freeminder

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    Original von bayernsilber
    (...)


    aber jungs mal ehrlich : die metalle werden auch noch mal ein großen verlust hinnehmen bevor sie wieder steil nach oben durchziehen!


    mfg


    @ bayernsilber


    Da kann ich Dir voll zustimmen!


    Trotzdem kann es Sinn machen, sich eine langfristige Strategie für das Scenario X zu überlegen, um dann nicht durch Emotionen wie Gier oder Angst vollkommen irrational zu handeln. Und wenn man von starken Rücksetzern auf dem Weg zum Ziel ausgeht, sollte man sich überlegen, ob und wie man diesen Holperweg mitspielt, ignoriert oder was auch immer. Meinst Du nicht auch?


    Gruß
    freeminder


    Hallo gutso,


    ich nehme an, daß Deine "frühzeitigen" Umschichtungspläne bei 23 / 24 USD sich auf Silberminenaktien beziehen? - Zu diesem Zeitpunkt umzuschichten (aber auch früher) kann ich mir ebenfalls vorstellen, wobei ich meine Investments in EM-Aktien eh nie als Buy & Hold - Anlagen verstanden habe und da schon seit vielen Jahren versuche, die Wellen mitzuschwimmen. Ich würde dann aber nicht in andere EM-Investments umschichten, sondern erstmal mit Cash auf den nächsten Rücksetzer warten. Auch wenn ich im Silber das mit Abstand höchste Wertsteigerungspotential sehe, werden Gold, Minen-Schlachtschiffe, Platin und Palladium keinen gegenläufigen Trend sehen ...


    Aber grundsätzlich plane ich wie Du: Mit physischem Silber auf mind. 100 USD warten (bei 50 USD vielleicht etwas mitnehmen) und für das wahrscheinliche Auf und Ab der näheren Zukunft gibt es ja noch die EM-Aktien / Aktienfonds.


    Als zweites und wesentlich kleineres Standbein der spekulativen physischen Anlage sehe ich das Palladium, wo ich geduldig auf Kurse von ca. 1000 USD (nach heutiger Kaufkraft) warten möchte. Für mein physisches Gold habe ich keine Preis-Ziele, da dieses lediglich die Notreserve für die absolute Krise sein soll.


    Gruß
    freeminder

    Merowinger


    Nicht unerwartet schreibst Du, daß die Prognosen etwas zu hoch gegriffen sein. Das mag schon sein und ich halte es grundsätzlich bei meinen Investments so, daß meine Erwartungen an die Rendite nicht ins Kraut schießen ... Deshalb nehme ich i.d.R. auch Gewinne z.B. bei Emerging Markets - Aktien bereits mit, bevor der Höchstpunkt erreicht ist - was sich über die Jahre auch unter dem Strich als richtig erwiesen hat.


    Beim Silber halte ich es ausnahmsweise doch für sinnvoll, utopisch anmutende Kursziele zu benennen. Wer sich schon länger mit Silber-Investments beschäftigt, hat die Lektion gelernt, schnell zu verkaufen, wenn sich mal ein hoher zweistelliger Prozent-Gewinn ergibt. Somit werden etliche Anleger wohl rasch aussteigen, wenn wir Preise von z.B. 20 USD sehen - ich selber sähe mich da auch in Versuchung. Da ich mir die im Artikel beschriebenen Phasen aber sehr gut vorstellen kann, wäre ein Ausstieg auf diesem Niveau sehr schade... Wer das auch so ähnlich sieht, sollte sich schon jetzt an unvernünftig erscheinende Zahlen von 50 oder 100 USD "gewöhnen", um nicht im Fall der Fälle bei 20 USD auszusteigen. Wenn die Phase zunehmender Knappheit und kulmulierender Short-Eindeckungen ins Laufen kommt, wird es Übertreibungen geben - und die liegen dann deutlich jenseits von 20 USD!


    Gruß
    freeminder


    Die Prognosen von mehr als 100 USD mögen gewagt sein und manch einer wird da mit seinem Vorstellungsvermögen an Grenzen gelangen. Für mich ist diese Spekulation (ich benutze diesen Begriff, obwohl konträr zur Überschrift ...) aber eine reale Chance, die aufgrund ihrer relativ hohen Eintrittswahrscheinlichkeit vielleicht zu den 2 - 3 besten Investitionschancen eines normalen Anleger-Lebens zählt. Natürlich gibt es immer mal wieder die High-Flyer am Aktienmarkt, die mehrere tausend Prozent machen - aber wer geht da schon mit 20 oder 30% seines Kapitals rein, wenn auch der Totalverlust droht?


    Ich empfinde diese Silber-Chance als außergewöhnlich, weil ich keinen Totalverlust befürchten muß (Silber bleibt immer etwas wert, auch wenn die Nachfrage tatsächlich oder vermeintlich das Angebot temporär unterschreiten sollte) und die Chance auf hohe Wertsteigerungen sehe ich als wahrscheinlicher an als das gegenteilige Szenario. Natürlich gibt es da eine Reihe von "wenn"´s. "Wenn" der Nachfrageüberhang beim Silber bestehen bleibt, werden eines Tages die Short-Attacken der großen Commercials keinen wesentlichen Erfolg mehr verbuchen, weil die Verbraucher schon bei kleinen Preisrückgängen nachkaufen werden. Dann gibt es Short-Eindeckungen der Commercials und diese werden umso heftiger ausfallen, je weniger durch vorherige Short-Attacken erzielte Gewinne die Finanzkraft der Commercials gestärkt haben. "Wenn" dieses geschieht, werden Anleger durch die resultierenden Gewinne angelockt ...usw, usw.


    Ich kann nicht ausschließen, daß China oder wer auch immer plötzlich die doppelte Menge Silber fördert oder ein "Ersatzstoff" für das industriell benötigte Silber gefunden wird. Oder daß das vermeintliche Spiel der Big Player endlos funktionieren wird - aber wie wahrscheinlich ist das?


    Viele Worte und ein kurzes Fazit: Eine tolle Chance auf Verzehnfachung (oder mehr?) des Kapitals mit einem Verlustrisiko von etwa 50% - vorausgesetzt man hat u. U. ein paar Jahre Geduld!


    PS.: Mögliche Hinweise auf die Frage "Welche Kaufkraft haben dann noch 100 USD" habe ich bedacht. Wenn meine Kaufkraft sich um den Faktor 10 mindern sollte (was ich mir leicht vorstellen kann), bleibt trotzdem die Chance auf die hohe Gewinne erhalten. Silber kann ja auch auf 1.200 USD / oz steigen mit entsprechender Inflation ...


    Gruß
    freeminder


    Merowinger


    Auch ich verspreche mir vom Silber am meisten; habe Silber im physischen Depot mit rund 70% gewichtet (der Rest Palladium und Gold). Könnte aber nicht empfehlen, gleiches zu tun, wenn der Anleger hauptsächlich seinen Vermögenserhalt im Auge hat. Meinen hohen Anteil an physischen Silber verstehe ich auch mehr als eine außerordentliche Chance zur Vermögensmehrung und nur sekundär zur Sicherung. Aber dieses spekulative Element ist für mich in Ordnung, da ich mir des Risikos bewußt bin und mein Anlagegeld ansonsten sehr breit gestreut ist.

    Zitat

    Original von Jürgen
    Es bringt nichts, sich nach Analysten zu richten"


    Holger Benke.
    Klein- und Privatanleger sollten ihr Geld nicht aufgrund der Analysen und Empfehlungen von Banken und Analysten anlegen. „Wer eine Münze wirft und danach handelt, verdient im Zweifel mehr“, sagte Holger Benke, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.


    http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/w…0/SH/0/depot/0/index.html


    Der Grundaussage muß wohl jeder zustimmen, der sich mal mit der Prognosequalität der Banken / Analysten beschäftigt hat.


    Die Aussage mit dem Münzen werfen, sehe ich kritischer, da hier suggeriert wird, daß der Münzwurf eine akzeptable Anlagestrategie sei...


    Ich denke, daß es genügend wirklich erfahrene Leute im Finanzbusiness gibt, deren Anlageberatung für den relativ unbedarften Anleger einen Mehrwert gegenüber dem Münzwurf ergibt. Aber wer natürlich meint, er könne völlig kostenlos und ohne eigene Recherchen von den an die Presse verteilten Analysen und Empfehlungen profitieren, der ist vielleicht ein bißchen zu naiv für das Börsen- oder Anleihengeschäft ...

    Merowinger


    Kann Dir da nur zustimmen - an einer Aufteilung des Risikos geht kein (vernünftiger) Weg vorbei.


    Auch wenn ich mir von meinen Edelmetallanlagen viel verspreche, gehe ich doch nicht das Risiko ein, alles auf diese Karte zu setzen! Bei der Diskussion der verschiedenen Crash- und Krisenszenarien reden wir hier im Forum über Wahrscheinlichkeiten - immer aufgrund der momentan verfügbaren Infos und deren Über- und Untergewichtung in der Bedeutung. Aber schon über die Nachrichtenlage oder Geschehnisse von morgen wissen wir nichts!


    Wenn also Anlageentscheidungen mehr als einen Glücksspielcharakter haben sollen, sollte die (fast) ganze Palette der Assets Berücksichtigung finden. Mein "fast" bezieht sich natürlich darauf, daß wohl kaum jemand eine neu abzuschließende Kapital-Lebensversicherung o.ä. braucht und der Kauf von 10-jährigen Bundesanleihen wohl auch nicht gerade das Chance- / Risiko-Verhältnis eines Anlageportfolios optimiert ... Aber das ist dann halt eine Sache der Unter- bzw. Übergewichtung der einzelnen Assets entsprechend der persönlichen Vorstellung, was mit der globalen Wirtschaft und dem Finanzsystem passieren wird. Und wenn ich z.B. eine Anlageklasse wie Aktien komplett auf Null gewichte, kann ich das tun - aber in dem Bewußtsein, daß ich nun die Diversifikation meines Depots mindere und damit mein Anlagerisiko erhöhe!


    Gruß
    freeminder