Beiträge von carokann

    Oder wie der Ami sagt : better be prepaired and wrong, than unprepaired and right. :wacko:

    oder wie man bei uns sagt: besser man hat als man hätte :thumbsup:


    Ich versteh die ganze Mainstream-Diskussion ohnehin nicht. Eh Wurscht, wann man einkauft (wenn man nicht gerade ein Liquiproblem hat). Dann kann mans auch direkt kaufen. Außer Lagerplatz keinerlei Zusatzkosten und eine Rendite von Kapitalbindung der Vorräte * Inflationsrate. Vorratshaltung ist das natürlichste auf der Welt. das können sogar die Bienen, die Ameisen und die Eichhörnchen… Unnatürlich empfinde ich. Keine Vorräte zu haben.

    ich weiß nicht, es ist irgendwie schwierig mit Dir zu diskutieren. Du behauptest was, z.B. die Gasnachfrage ist höher wegen Flatterstrom. ich belege Dir das Gegenteil und Du sagst: Ätsch, meine Aussage bezog sich auf 2021. Was macht das für einen Sinn, ein aktuelles Marktphänomen mit alten Zahlen erklären zu wollen? Oder einen Wirkzusammenhang aufzustellen, der von den aktuellen Zahlen nicht nur nicht gestützt, sondern komplett ins Gegenteil verkehrt wird?


    Auch an andere Stelle wiederholst Du immer wieder das gleiche. Das macht’s aber nicht richtiger: Nordstream 2 hat für unsere grundsätzliche Versorgungssituation NULL impact. Die Kapazitäten über NS1, Yamal und die Links über Waidhaus und Baumgarten sind gaswirtschaftlich mehr als ausreichend. Jahrelang ohne ausgekommen, bei Preisniveaus von 12 EUR/Mwh. und jetzt soll NS2 die Erklärung für hohe Gaspreise sein? Nein, NS2 wirkt nicht gaswirtschaftlich, sondern politisch auf die Gaspreise. Wenn man halt denkt, Putin mal so eben ans Bein pissen zu können, hat das eben eine Auswirkung.


    und nach Polen fließt das Gas, weil dort noch höhere Preise erzielt werden als hier. Nicht weil hier irgendwer (wen meinst Du eigentlich genau? Regierung? Endkunden? Uniper? BASF?) was ‚nicht bestellt’. (Wie stellst Du Dir eigentlich vor, wie der Gashandel funktioniert)


    Marktspieler nutzen dies. Mal abgesehen davon, dass die polnischen Speicher bereits unmittelbar nach dem Winter Füllstände von >60% hatten ist es so auch nicht weiter verwunderlich, dass sie jetzt voll sind. Ähnlicher Erhöhung der %-Füllstände wie hier, nur eben auf einem höheren Niveau.


    Das was sich geändert hat ist die Kriegswirtschaft. Putin wäre maximal dämlich, wenn er das nicht nutzen würde. Und wie naiv muss man sein, zu glauben, dass das nicht von Putin genutzt wird, sondern 1000 andere Erklärungen an den Haaren herbeizieht? Er hat in der Marktstruktur massive Marktmacht. natürlich setzt er es durch. Und um es auch noch mal klar festzuhalten:


    - Ich habe volles Verständnis für das Agieren Putins, Verständnis in dem Sinne zu verstehen „Würde ich in seiner Situation genauso machen“.
    - Wir werden ausgesqueezt und sind es selber Schuld. Treiber ist die massiv verfehlte Energiepolitik der letzten Jahrzehnte.

    Nee, im gegenteil. Das ist ökonomisch vollkommen rational. Selbst die halbe Menge zum fünffachen Preis ist ein 1a Deal

    Das ist so nicht richtig. In den ersten 5 Monaten 2022 wurden 14% weniger Gasmenge verstromt als im gleichen Zeitraum 2021.


    schau z.b. mal auf den Seiten vom bdew.


    Wir haben definitiv eine überwiegend angebotsseitige Preissteigerung, weniger eine Nachfrageseitige. Wodurch diese zu Stande kommt - ohne das Verträge verletzt werden - habe ich erklärt.


    Zu yamal Reverse habe ich auch schon mehrfach erklärt, dass der Physische gasfluss das Ergebnis von den vorliegenden handelsaktivitäten ist (hier: Kauf von Gasmenge in Deutschland, zb. Durch Gasprom) und nicht umgekehrt.



    Zumal sich der Kraftwerkspark von 2021 auf 2022 was die stochstische Produktion betrifft nicht sooo sehr geändert hat. Das ist eher der sündenfall der letzten 10-15 Jahre in Summe.

    Falls das auf meinen Post war: ich habe nicht behauptet, dass Putin seine Lieferverpflichtungen nicht erfüllt. Nur, dass gp in 2021 massiv auf der käuferseite aufgetreten ist.

    Hmm… weiß jetzt nicht wie das eine mit dem anderen direkt zu tun hat (wind-Backup). Hab auch nix dagegen, mich drauf zu einigen, dass ‚wir‘ uns die Grube selber noch tiefer gegraben haben durch den verstärkten Nachfrage bedarf.


    was ich weiß, ist dass Gasprom 2021 atypisch verstärkt als Käufer aufgetreten ist. Passt im übrigen auch zum Reverse Flow.

    Dein Fehler zeigt aber sehr deutlich, da der Artikel der Tagesschau aus Oktober 2021 stammt, dass die Erhöhung der Gaspreise nun so gut we nichts mit dem Ukraine Krieg zu tun hat. Gasknappheit und Preisexplosion stammen ganz klar auch noch während Merkels Wirken.


    wurde natürlich durch Rot Grün und den Krieg noch verschärft.

    kann man so oder so sehen. Gazprom hat in 2021 angefangen, Mengen vom Markt zurückzukaufen.

    Noch eine Frage zu Sämereien und Saatgut: bringt da Einfrieren einen Haltbarkeits-Benefit ? Oder ist das eher kontraproduktiv?

    Gibts da nicht so ein Saatgut-Tresor auf Spitzbergen? Einfrieren geht, die Sämereien müssen aber trocken sein. Aber die meisten halten sich doch auch so ein paar Jahre… Gleub nicht, dass das viel praktischen Nutzen hat.

    @Toni Hängt natürlich von vielem ab. 4 Köpfe, EFH, freistehend, 140qm und mittlere energetische Güte (ich sag Mal: Haus aus den späten 80ern) ungefähr 20.000 kWh Gas. Früher: 1.000 EUR/Jahr, aktuell bei Neuabschlüssen: 5.000 EUR/Jahr.


    Im Strom kriegst Du im Moment die besten Angebote bei einem Lieferantenwechsel für um 50 ct/KWh. Es kann in Ausnahmen besser sein, seinen Vertrag zu kündigen und in die Grundversorgung des lokalen Versorgers zu fallen (davon gibt es allerdings für jede Lieferstelle genau einen, Du hast kein Wahlrecht. Da fallen all diejenigen automatisch rein, die nicht aktiv einen anderen Vertrag abgeschlossen haben.). beim Geundversorger ist es möglich, preislich noch von vergangenen Tranchen, die zum niedrigeren Preis eingekauft wurden, zu profitieren. Aber das wächst sich aus mit der Zeit…

    Unser Gasvertrag läuft ende August aus. Bisher 5,3 cent neu dan 23,4 cent die kwh. Danke an unsere Regierung mit ihrer in allen bereichen katastrophalen Politik für die eigene, länger hier lebende Bevölkerung.


    Mir graut vor der Zukunft. Bin zwar vorbereitet, aber wenn dann breite Bevölkerungsschichten nix mehr zu verlieren haben werden radikale politische Figuren gewählt. Dann darf mann schon froh sein wenn Geschichte sich nur reimt und nicht wiederholt.


    BG Toni

    …und damit bist Du bestens bedient.


    Großhandelspreis Gas: 170 EUR/Mwh
    Mineralölsteuer: 5 EUR/Mwh
    CO2-Abgabe: 6,5 EUR/Mwh
    Netznutzung (je nach Netzbetreiber, ca.) 16 EUR/MWh


    197,50 EUR Netto, 235 EUR inkl MwSt (23,5 ct/kWh)


    Das heißt, am Ende reicht Dein Versorger grade ‚nur‘ den nackten Großhandelspreis weiter. Ohne die Kosten für eine weitere energiewirtschaftliche Veredlung, etc.

    @Rowi Kann ich nur bestätigen. Die Teige leben und sind Diven. 20ml mehr oder weniger Flüssigkeit sind entscheidend. Ml abmessen hilft wenig, da jedes Mehlsorte, auch bei gleichen Typen, anders bindet. Selbst bei gleichem Mehl macht es einen Unterschied, ob es lange gelagert wurde (und entsprechend schon etwas Feuchtigkeit gezogen hat) oder kurz. Man muss es ‚in die Finger‘ kriegen. Die Brötchen müssen sich beim Schleifen anfühlen wie die B-Cup Möpse einer 22-Jährigen. Die Hefen sind alle unterschiedlich. und und und. Wenn dann noch der Naturofen dazukommt, hat man noch eine Variable mehr.


    Vorgestern erst ist mir ein Kümmelbrot in die Fritten gegangen. sah am Ende aus wie ein Kuhfladen. Aber: Versuch macht kluch.


    Aber die gute Nachricht: Essen kann man das alles (und darum gehts in der Krise) und das allermeiste ist besser als beim örtlichen Standardbäcker. Bin jetzt so drei Monate dabei…

    wo wir gerade beim brennholz sind. Bei uns gibt es ab und an mal kleine Waldfläche zu kaufen . Welche Verpflichtungen hab ich da eigentlich als Waldbesitzer. Da gibt es doch sicher ausreichend Vorschriften ;(
    Und kann ich da meinen benötigten Brennholzvorrat einfach ernten?


    Gruß Rowi

    Am tückischsten ist wohl die Verkehrssicherungspflicht. Wenn Dein Wald z.B. an einer Straße ist und ein Baum fällt drauf, musst Du ihn beseitigen bzw. Für die Beseitigung zahlen. Da der Wald für jedermann grds. frei zugänglich ist, geht das auch so weit, dass wenn einer, der von einem morschen, herunterfallenden Ast erschlagen wird, Du ggf. ein Problem hast. Die Wahrscheinlichkeit ist jetzt nicht soooo groß, geb ich zu.


    Du kannst ernten. Musst dabei aber die Grundsätze ordentlicher Forstwirtschaft einhalten. Ein Kahlschlag geht z.B. nicht, auch nicht, nur die schönen alten Bäume zu fällen, da sich das Holz hier bequemer ernten lässt. Wenn das Stück klein ist, wird sich da wahrscheinlich keiner drum scheren.


    Vorsicht beim verführerischen Abgreifen von Subventionen, da gehen meist weitere, tiefgreifende Verpflichtungen für die Zukunft einher.


    Wenn der Borkenkäfer kommt, hast Du ein weiteres Problem… Dann musst Du Dich kümmern, und nicht zu knapp.


    Auf der Positivseite steht: Eigentlich macht es Spaß, im Wald rumzuwerkeln.

    1. ist der Umbruch von Dauergrünland rechtlich nicht ganz einfach. Zumindest hier in Bayern, woanders ist es vermutlich ähnlich.
    2. Mit nur "einmal zu Fräsen" funktioniert das nicht.


    3. Aus jahrzehntelangem Dauergrünland schnell mal einen Gemüseacker machen, funktioniert nicht so ohne weiteres. Da sind ein paar Sachen zu beachten, die den Gemüseanbau erschweren.


    4. ist der Fleck doch recht klein, ist ja nicht mal ein Tagwerk. Da hast ja mehr Vorgewende als Feld. Und von jeder Ecke wandern die Mäuse und Schnecken zu.

    Im Essener Süden gibt es so ein Ding. Die Parzellen sind zwischen 100 und 300 m2 groß. Pacht 1 Eur/m2/ Jahr. Würde nicht sagen, dass sich das nicht lohnt. Aber bei uns wollen viele so etwas. Riesige Nachfrage. Davon hängt es ab.


    dass darauf keiner rentabel Landwirtschaft oder auch nur Gartenbau betreiben kann, klar. Aber man verkauft Hipstern ein gutes Gefühl

    so wird‘s gemacht!

    Doch, denn wenn man nix mehr zu verkaufen hat nützen die besten Preise auch bloß nix. :D

    nö. Problem macht die Gassparte (gewaltig). Die wird grade staatlich saniert. Der Rest ist im Grünen.


    @durran: Der Experte hat Recht. die Preiserwartung allerdings ist zu hoch. es werden ‚nur‘ 1000 Euro/Monat sein. Vor EnsiG hatte ich 5-600/ Euro prognostiziert für einen 4-Familienhaushalt.



    Der Abschlag ist erstmal irrelevant. Wichtig ist, was in Deinem Preisschreiben steht. Am Ende wird dann scharf abgerechnet: Preis * Menge - geleistete Abschläge = Nachzahlung


    Bestandskunden profitieren i.d.R. Von in der Vergangenheit noch relativ günstig beschafften Tranchen. Das Thema wächst sich aber mit der Zeit auch aus und Du kriegst die Preiserhöhungen ebenfalls. Die EnsiG-Weiterverrechnung auch.



    Darum geht es ja gerade... alle Leute sollen nach dem Winter maximalst verschuldet sein, damit sie dann den Schuldenerlass im Zuge des universellen Grundeinkommens auf bargeldloser, digitaler Zentralbankgeldbasis eingehen.


    Und dann ownst du nothing und bist happy!


    Das mit dem explodierenden Gaspreis ist in dieser Hinsicht einfach nur genial. Es kommt zeitversetzt, man merkt es erst wenns zu spät ist, nämlich mit der Abrechnung und dann gibts nen großen Aufschrei und die Politik präsentiert dann die Lösung ala WEF Great Reset.

    Ob das was mit Schwab er al zu tun hat. keine Ahnung. Du hast aber Recht mit dem tückischen zeitlichen Nachlauf. Daher warne ich hier schon seit Dezember vor den sicheren Auswirkungen auf die Energiekosten der Endkundenpreis.