Beiträge von carokann

    Ja, habe ich. Die haben ja Beteiligungen an Upstreampositionen (Direktinvestments)/Royalities als Geschäftsmodell. Das hab ich für mich mal vereinfachend unter dem Schlagwort "Uranfonds" abgespeichert. Hatte mich aber nicht sonderlich überzeugt: Die haben mit einer Asset Base von etwa 30m in den letzten 3 Monaten (Nov 20 - Jan 21) einen Profit von 3,4m erzielt (so um 12%). Wenn ich mir anschaue wie der gesamte Uranmarkt in den drei Monaten gelaufen ist, sehe ich eine deutlich höhere Rendite (wenn ich mir z.B. anschaue, wie die Performance der o.g. Shares gelaufen sind).

    Ich habe jetzt zwei kleinere Positionen in Kazatomprom und Cameco aufgebaut. Mal schauen, aber richtig "rein" kommt man ohnehin nur, wenn man auch handelt. Vielen Dank fürs "aufs Pferd helfen", bh, feiner Zug von Dir!

    @bh


    danke für den Link zu Lightbridge. Innovativer Ansatz, wobei ich keinerlei technische Beurteilungskompetenz habe, ob die Methode gut ist und verfängt. Es wäre ein reines Venture-invest mit einer nach meiner Einschätzung hohen Chance auf Totalverlust und einer kleinen auf einen 100-Bagger.


    Die Stromnachfrageseite, auch China und Indien, ist mir gut bekannt. Die Zahlen kann ich einschätzen. Sie sind der Grund, wieso ich angefangen habe, mich mit der Upstream-Seite näher zu beschäftigen. Wie beurteilst Du die Stand-by-Kapazitäten der Supplier? Ich habe sehr häufig gelesen, dass Minen eingemottet wurden, diese aber schnell wieder reaktiviert werden könnten. Das würde einem heilenden Preissprung entgegen laufen, richtige Knappheit würde nicht entstehen.

    So... Immer wieder spannend, sich in ein neues Themenfeld einzuarbeiten. Bitte daher meine Gedanken als erste Gehversuche interpretieren.


    Erstmal Makroökonomisch: Wie schon geschrieben, glaube ich stark an einen massiven Ausbau der Kernenergie Sie ist Co2-frei und für alle Staaten die klimaneutral oder zumindest eine starke Co2-Reduktionsstrategie fahren das Mittel der Wahl. Staaten, die sich sowohl von Fossilen als auch von Kernenergie verabschieden, werden sich künftig auch von ihrer energieintensiven Strategie verabschieden, was über Abwanderungseffekte der Kernenergie wieder zu Gute kommt.


    Wo genau in der Wertschöpfungskette ansetzen? Ich unterscheide mal grob zwischen Förderung Uranerz, Verarbeitung zu Yellow Cake, Anreicherung/Produktion Brennelemente und Betrieb Kraftwerke. Ich glaube daran, dass die Knappheit vor allem in der Wertschöpfungkette auf der Stufe der Anreicherung/Produktion Brennelemente liegen wird. Hierfür ist eine umfangreiche Technik, komplexe Genehmigungsverfahren notwendig. Außerdem haben wir hier mit Urenco, Areva (Framatome) und TVEL drei Spieler, die den Markt beherrschen und es daher aufgrund der oligopolistischen Marktstruktur zu Preissqueezes kommen kann. Leider, Leider sind die nicht gelistet... Da Cameco als integrierter Spieler, der die gesamte Wertschöpfungskette, insbesondere aber auch die Anreicherung, abdeckt wird dies mein erster Pick.


    Mein zweiter Pick geht auf die Upstreamseite und heißt Kazatomprom. Zwar nicht nett, dass es hier nur GDRs gibt, aber ist halt so. Hier überzeugen mich (a) ein laufender etablierter Betrieb; (b) niedrige Grenzerzeugungskosten, (c) die räumliche und politische Nähe zu Russland, Indien und China (die meiner Meinung nach sich die Chance nicht entgehen lassen werden, die Kernenergieverteuflerländer zu deindustrialisieren und darüber hinaus perspektivisch auch schon aus dem eigenen Saft massiv im Energiebedarf steigen) und (d) (zugegebenermaßen Mutmaßung) ein Atomfreundliches politisches Umfeld samt niedriger Auflagen


    Mein dritter Pick (noch mit Fragezeichen) geht auf die Upstream- und Verarbeitungsseite und heißt Energy Fuels. Ich betrachte die zur Zeit nicht genutzten, aber erschlossenen Kapazitäten sowohl im Mining als auch im Verarbeitungsbereich als Realoption. Das Unternehmen scheint viel richtig gemacht zu haben, in dem es sich in der siebenjährigen Urandurststrecke in eine Art "Winterschlaf" begeben hat. Die Kapitalstruktur macht mir etwas sorgen. Die Eigenkapitalquote ist mit 83% zwar auf den ersten Blick außerordentlich gut. Auf die Cash-Seite geschaut benötigen die wohl ca. 25 mEUR im Jahr, um operativ weiter Stand-by zu fahren (-27,7 mEUR JÜ zzgl. 2,7 mEUR Abschreibungen). Bei liquiden Mitteln von 22 mEUR und kurzfristigen Verbindlichkeiten von 12 mEUR (bleiben 10) kann in weniger als einem halben Jahr Schluss sein. Eine hohe Eigenkapitalquote, insbesondere auch in Zusammenhang mit dem Fakt, dass sowohl kurzfristige als auch langfristige Verbindlichkeiten von 19 auf 20 sich halbiert haben, kann auch ein Zeichen dafür sein, dass die Banken den Geldhahn zugedreht haben. Wie beurteilt Ihr das?

    danke. ich wühl mich mal rein

    @BH


    Ich halte Uran aktuell ebenfalls für unterbewertet. Die Klimabewegung wird sich nicht aufhalten lassen und Uran/ Kernkraft die einzige Möglichkeit, Ökonomie und Ökologie zusammenzubringen. Und wenn nicht in einzelnen Ländern, dass mittelbar über Abwanderungseffekte der energieintensiven Industrien in Ländern, wo Kernkraft möglich ist. Zarte Stimmen in diese Richtung kommen bei uns seit kurzem ja auch von dem ein oder andern Hinterbänkler. Es wäre für Laschet eine elegante Möglichkeit sich von Merkel abzusetzen (was er m.E. muss, wenn er gewinnen will).


    Auf welche Einzeltitel schaust Du im Moment (wenn Du das teilen möchtest)?

    Kann mir jemand kurz erklären, was der Index aussagt und welche Spezifikationen (=definition) oder wo ich dazu Infos finden kann? Ich verstehe so was wie Dollar vs. Währungskorb aus "allen anderen" Währungen?

    Vielleicht kannst du mir noch ein Paar Tipps zu Bezugsquellen geben. Bis jetzt hab ich auf Goldsilbershop.de bestellt. Die werden überall als Testsieger empfohlen und die Preise scheinen mir auf der Website günstiger zu sein, als bei anderen shops, wobei ich den Versand von 15 (UPS) oder 20 Euro (DHL) schon etwas teuer finde...

    Schau mal auf gold.de Da findest Du zu allen erdenklichen Metallklassen ein best of der Händler inkl. Verlinkung (man muss sich ein wenig an die Haptik gewöhnen).


    Da insbesondere (ganz links unten) die Aufgeldtabelle, die Dir zeigt, was Dir im Moment am meisten Metall fürs Geld bringt.


    Im Forum findest Du zu nahezu jedem Händler Erfahrungsberichte.

    Also aktuell möchte ich gerne wissen, worin es sich am meisten zu investieren lohnt.

    Das wollen alle... Schlechte Nachrichten: Das kann Dir keiner sagen. Es bleibt eine Glaubensfrage und jeder der vorgibt, es zu wissen, hat nicht verstanden, wie Märkte funktionieren (Rat Nr. 1 und gleichzeitig der wichtigste)



    Silber hat ja in den letzten Monaten um einiges besser performt, als Gold. Jetzt sehe ich öfters News, dass Gold vor einer Kursrally steht.

    Siehe zuvor. Die News siehst nicht nur Du, sondern jeder. Welche Information hat der Autor der News, die exklusiv sind und warum sollte er sie ausgerechnet mit allen teilen? Wenn ich eine solche Info hätte, würde ich sie für mich behalten. Autoren und Meinungsmacher verdienen an Auflage und Klicks, nicht an Kursentwicklungen. Und (Rat Nr. 2): Aus vergangenen Kursentwicklungen lassen sich keinerlei Schlüsse für die Zukunft ableiten. Und schon hier kann sich eine Glaubenskrieg mit Charttechnikern, die genau das versuchen, entspinnen.


    Und dann die Frage ob man sich auf eine bestimmte Münze spezialisieren sollte (bei Silber), oder nach welchen Kriterien man die aussucht.
    Ich hab mir einfach mal ein Paar Unzen Maple und ein Paar Unzen Arche Noah gekauft. Duie Maples hab ich genommen, weil der Verkaufswert nah an dem Einkaufswert lag, und die Archen hab ich gekauft, weil mir das Motiv gefällt :)
    Grundsätzlich denke ich aber dass ich die Maple Leafs wahrscheinlich besser verkaufen kann als die Arche Noah. Wobei ich gesehen habe, dass es verschiedene Größen gibt, und es vielleicht Leute gibt, die sich die Arche Noah als Satz kaufen würden. Naja, bis ich einen Satz vollständig habe, werd ich wohl noch etwas sparen müssen. Zumindestens für die 5 Kilo Münze...

    Das hängt davon ab, was Du willst. Kernfrage: Hast Du Spaß an verschiedenen Münzbildern, schaust Dir die Stücke gerne an? Falls es Dir nur ums Metall und die Investition geht, machst Du nichts falsch damit, Dir jeweils die günstigste Anlagemünze (Zuletzt meist Kangaroos, aber auch Maples und Philharmoniker und Arche) zu besorgen. Achte in dem Fall darauf, gängige Größen zu nehmen (1 Oz oder 1 KG). Maples sind in der Tat etwas beliebter als Arche, macht aber den Kohl nicht fett, da es beides Anlagemünzen sind. Wenn Du "sehr viel" kaufen und verkaufen willst, geht das Verkaufen von einer großen, einheitlichen Position einfacher als das von vielen verschiedenen kleinen Positionen. Ich selber bekomme auch immer Augenkrebs, wenn hier über 30 Zeilen jeweils ein oder zwei Münzen mit alle ihren Spezifikationen angeboten werden. Ich kann aber mit der Sammelklimperei auch nix anfangen. Wenn bei Dir das Anlagemotiv vorne steht und es im Moment kleine Beträge sind, hast Du schon ganz gut gestartet. Wenn Du auf Gold schaust, versuche es mit Vrenelis oder 1/10 Oz Philharmoniker, die sind meistens mit sehr geringem Ankauf/Verkauf-Spread zu bekommen



    Im Prinzip such ich einfach eine gute Strategie, mit der ich mittelfristig gut darstehe.
    Aber ich finde auch die Soziale Komponente interessant, und weiß eine gute Konversation zu schätzen.

    tja, die kann Dir keiner nennen. Siehe oben. Mach Dir klar, dass Metall im Wesentlichen eine Versicherung gegen den Systemcrash (Währungssystem) ist und Dir langfristig Inflationsausgleich ist. Man kann sogar so weit gehen, dass Du drauf hoffen solltest, dass die Preise nicht exorbitant steigen, denn das würde bedeuten, dass die Versicherung greift. Und Du willst ja auch nicht, dass Dein Haus brennt, nur weil Du eine Feuerversicherung hast. Diese Versicherung allerdings zu haben ist aus meinen Augen absolut notwendig. 3. und letzter Rat: Informiere Dich umfassend, bilde Dir aus allen Information eine eigene Sicht und handele konsequent danach, ohne alles auf eine Karte zu setzten (Damit meine ich nicht Maple oder Philharmoniker, das ist Wurscht, sondern Aktien, Immobilien, Edelmetalle, Gold/Silber, ...)

    beim 2. _es_ ist nicht mehr das Besteck, sondern das Tuch gemeint!woran du allerdings erkennst, dass die Schicht schon dünn ist, ist mir nicht einleuchtend


    mesodors Vergleich zum Edelstahl ist nur semi hilfreich, weil allenfalls der Wärmeleitvergleich zu KufperNickelZink (Alpacca) wichtig ist
    allerdings hat auch Alpacca eine merklich niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Silber (aber nicht so niedrig wie die von Edelstahl)
    leichter ist die Wärmeleiteinschätzung, wenn man von beiden Möglichkeiten Vergleichsobjekte hat


    1) Rechtes Foto unten, rechtes Besteckstück, untere 0,5 cm siehst du was blättern. Gleiches Stück, ca 2,5 - 3cm auf der linken Hälfte siehst Du einen "Pickel" mit einem schwarzen Krater drum, wo es ebenfalls blättert. Wenn es anfängt zu blättern, ist die Schicht dünn.
    2) Vergleichsstücke hat er ja, wie er selbst geschrieben hat, und zwar diverse 800er von seiner Urgroßoma

    CM, sehr interessant vom ersten Draufschauen, werd mich morgen mal mit beschäftigen. Danke.


    Die Fundamentals, insbes. die Forecasts 22/23 vs. 2021 werfen bei mir noch ein paar Fragen auf. Aber KBV 0,77 in einem sich deutlich erholenden Marktumfeld ist schon mal sehr ok. In der industriekostenkurve scheinen sie schon mal nicht hinten zu liegen, sonst wären sie schon tot.


    Ich hatte mir vor zwei Wochen aus den von Dir genannten Gründen mal Maersk näher angesehen, aber die waren mir schon zu teuer mit zu wenig Phantasie drin.


    1,5 Mrd Marketcap spricht auch dafür, dass sie nicht jeder Depp kennt.


    Ich investiere ähnlich (Antizyklisch). Hat mir z.B. RWE zu 11, Conti zu 22, Deutsche Post zu 23 beschert. (Nicht falsch verstehen: Ich liege auch oft genug falsch).


    Freundin vom Vater hat sich vor Jahren eine Schiffsbeteiligung andrehen lassen ("Steuersparmodell"). Mitte letzten Jahres hiess es: Lohnt sich nicht mehr, Schiff soll verschrottet werden, die Bank wollte 5% vom Nominal geben. Hat sie nicht angenommen. Mittlerweile sind sie schon bei 60%.