Tatsächlich war die Belastung der Immobilieneigentümer aufgrund der jahrzehntelangen Abschreibung und der niedrigen angesetzten Werte überschaubar. Immobilieneigentum war also deutlich besser als Guthaben bei der RM/DM Umstellung.
Diese Währungsumstellung als Entscheidungsgrundlage für eine künftig zu erfolgende heranzuziehen wird aber nicht funktionieren. Wir leben heute in einer ganz anderen Welt und haben ganz andere regierende politische Parteien. Ich vermute Eigentümer von Sachwerten jeglicher Art werden dieses Mal deutlich schlechter dastehen falls es tatsächlich zu einer solchen Währungsreform kommen sollte. Ich vermute mit Aktien wird man dieses Mal am besten dastehen aber das ist nur meine nicht belegbare Meinung.
Im übrigen würde ich mir darüber keine Gedanken machen, da weder der Eintrittszeitpunkt noch die wahrscheinlichkeit des Eintretens noch die Art der Umsetzung bekannt ist, macht es keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen. Diversifikation ist immer die beste Antwort!
Das stimmt. Dennoch hilft ein Blick in die Vergangenheit (danke dafür) zu sehen, was passieren kann. Meinen Großeltern war die Währungsreform noch sehr präsent, meinem Bekanntenkreis eher nicht. Entsprechend wird dort "investiert".
Klar ist, dass bei einer Währungsreform an das Vermögen der Bevölkerung gegangen wird. Das geht umso einfacher, je (a) transparenter und (b) immobiler es ist und je (c) es mit dem gleichen Verwaltungsakt abzuschöpfen gibt. Was auch klar sein dürfte, dass "Reiche" mehr relative Last zu tragen haben werden als "Arme". Über Prozentzahlen, Freibeträge, o.ä. kann man sich sicher streiten, vielleicht würde es auch etwas mehr ausgefeilt (Freigrenzen, Kinderzuschüsse, o.ä.). Wenn es dazu kommt, wird es nach meiner Einschätzung Grunde genau so laufen wie seinerzeit.
Was ich zusätzlich für wahrscheinlich halte, ist eine manifestierte Befristung von Bargeld mit dem Ziel, der kompletten Abschaffung. Der fehlenden Möglichkeit, negative Zinsen zu erheben wird die Schuld gegeben werden, warum das bisherige Währungssystem nicht aufrecht erhalten werden konnte. Rückkehr zum Goldstandard? Bitte weiterträumen... never ever. Gold wird bestenfalls Schattengeld. Das würde durch ein Verbot natürlich erschwert, je höher die Repressalien sind umso mehr.
Auswege? Wenige...
Für mich:
(a) Edelmetalle, um wenigstens Schattengeld zu haben
(b) Einigermaßen wertstabiler, mehr oder weniger mobiler "Investitionsgüter" (z.B. Massivmöbel statt Wegwerfregale, hochwertige Spirituosen,...)
(c) Bildung und Weiterbildung für mich und die Kinder
(d) Nett zu den Kindern sein, in der Hoffnung, dass sie dem alten Vater in ein paar Jahrzehnten ein warmes Süppchen bringen, wenn es ganz daneben geht.