Beiträge von Wayne Schlegel

    Servus,
    hierzu:
    1. seit Bretton Woods gibt es nur noch Konfetti und es hat bis dato "funktioniert" (natürlich mit den zivilisatorischen Begleiterscheinungen wie Mord, Totschlag, Krieg und Ausbeutung), was überhaupt nicht heißt, dass es noch einen nennenswerten Zeitraum weiter funktionieren wird.
    2. Die Bestie Mensch sollte man in einer anarchischen Zeit erstrecht niemals ausblenden. Schon gar nicht in einem multiethnischen Umfeld.
    3. "Immer gewisse Überschüsse", die für zig Millionen reichen? Die Geschichte und heutzutage bestimmte Kontinente sind voll von Beispielen, wo Überschüsse irgendwo sind aber gar nicht dort ankommen, wo sie überhaupt verkonsumiert werden könnten.
    4. Die Ersetzung der herrschenden c)-Gruppe von bisher Währungsbesitzer durch künftige EM-Besitzer ändert am System nichts. Nur einzelne steigen in Eichelburgs Fantasia vielleicht zur herrschenden Klasse auf, andere fallen herunter. Da es noch weniger EM-Beistzer als Geld-Besitzer gibt, wie wird dann die gesellschaftl. Bilanz sein? Den Aufsteigern sei dieser Aufstieg nicht mißgönnt, nur es würde überhaupt nichts ändern.


    Eichelburg als Wohltäter der Krise? Glaubst Du das wirklich? Wie muss man sich seine Wohltaten dann konkret vorstellen?

    Die vorbeschriebenen Crash-Szenarien sind insofern nach meinem Geschmack etwas einseitig, als dass sie unterstellen, dass das gegenwärtig gesetzl. Zahlungsmittel per Gesetz oder durch die Macht des Faktischen durch ein anderes ersetzt werden, während die Produktions- und Handelsketten im wesentlichen bleiben. Also Euro, DM2 oder sonstwas ersetzt durch Edelmetallwährung, ob nun mit oder gegen den staatlichen Segen.


    Alles andere, so wird regelmäßig unterstellt, bleibt im wesentlichen gleich. Wer also genug von dem künftigen "werthaltigen" Zahlungsmittel besitzt, der ist dann ein König (Arbeitgeber/Auftraggeber) und kann andere (Arbeitnehmer, Lieferant) für sich schuften lassen. Nennen wir das mal Eichelburgs Fantasia.


    Bei Lichte betrachtet haben wir Eichelburgs Fantasia-Zustände heute schon, nur wird das System heute halt mit den bekannten Währungen betrieben. Wer heute einige 100.000 Euros Cash sein eigen weiss, der kann es heute als Arbeitgeber/Auftraggeber knallen lassen. Eichburgs Fantasten warten nun auf die Situation, wo ihre Spekulation aufgeht und mit ihren Rettungsbooten Kapitän oder Admiral spielen dürfen - und sie dann die elitäre Position der verhassten MBAs, Bosse, Altreichen, Politikerratten und sonstiger Brückenoffiziere einnehmen und diese wiederum Knechten können. Fantasia. Dasselbe Spiel nur die Täter-Opfer-Rolle wird einfach umgedreht.
    Ausgleichende Gerechtigkeit oder immer dasselbe, mag jeder selbst entscheiden. In der Bergpredigt steht das nicht, aber die kennt man im (un)christlichen Abendland nicht mehr, da sie kapitalistisch-ausbeuterisch kontraproduktiv wäre und in den anderen abrahamitischen Religionen (Judentum, Islam), denen das Christentum ideologisch geistig-moralisch überlegen war, kein Pendant hat. Aber egal, vorbei ist vorbei, die Werte des Christentums haben fertig, stehen in einem verschlossenen Buch, obsiegt haben/werden Judentum und Islam. Was aus Asien kommt, bleibt abzuwarten.


    Die Kette: Bauer - Bäcker - Brötchenesser erweitern wir mal etwas, ohne die oberflächliche Betrachtung aufzugeben:


    Energie-, Maschinen-, Ersatzteil-, Saatgutlieferant - Bauer - Logistiker - Müller - Logistiker - Bäcker - Brötchenesser


    Man erkläre mir bitte, wie das funktionieren soll mit den paar Krümelchen Edelmetall die es statistisch pro Kopf gibt wissend, dass die allermeisten gar nix haben, ein kleine Menge bei Kleinhortern liegt und der Löwenanteil bei den großen Adressen? Dabei unterstellen wir mal, dass es wie bisher auch noch Energie in Hülle und Fülle gibt, der Bauer sich also auf sein PS-Ungetüm setzen kann und per Pedaldruck die in 1 Liter Diesel kondensierte Arbeitskraft von 100 Mannstunden abrufen kann, also nicht selbst den Spaten in die Hand nehmen muss, die 100 Stunden selbst leisten muss oder die Peitsche über seinem Pferdegespann schwingen muss. Denn nur so können diese tollen Überproduktionen erzeugt werden. Ohne Überproduktion kommt nichts in den Handel. Und dieses einfache Prinzip gilt auch für den selbstversorgungsversuchenden Kleingärtner/Subsistenzler.

    Mich würde noch sehr interessieren, ob es neben Brennesseln, Löwenzahn und Gänseblümchen noch andere natürliche und in unseren Breiten in Massen vorkommende, also im wirklichen Ernstfall ohne nennenswerte Mühe, Zutaten, Energie-, Einkoch-, Destillier- und ähnlichem Zeitaufwand praktisch also direkt verzehrbare pflanzliche Vitamin-, Mineralien- u. Spurenelemtträger gibt.


    Ich meine also ausdrücklich nicht Kulturpflanzen/allseits bekannte Obstbäume und Sträucher, wie auch nicht die tausend nützlichen Kräuterlein, wie sie in den vielen Kräutergarten-/Kräuterapothekenbüchern beschrieben werden und die man als ungeübte Kräuterhexe oder Pilzexperte mit der Lupe und Bildliteratur in der Natur suchen muss (Kamille und Wegerich würde ich schon noch erkennen und die gibt es auch in Massen), sondern nicht jedermann als essbar bekannte, weit verbreitete Wildpflanzen.


    Vorallem wäre es nützlich zu erfahren, ob es sich hierbei um angelesene/tradierte Informationen handelt, oder es sich um tatsächlich praktisch Erprobtes und Verzehrtes (Nebenwirkungen?) handelt. Wiederzukäuende Pflanzen möchte ich für mich - auch im Ernstfall - ausschliessen (kleines Spässle, gell).

    Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass jemand sich ausschließlich von Tomaten ernähren will...... :


    Eben und deshalb muss man es vielleicht nicht wiederholt zum wichtigkeitsuggerierenden Schwerpunktthema im hiesigen Faden machen. Und wie zu sehen ist, ist nicht einmal eine nennenswerte (Teil-)Ernährung bezogen auf den Nährstoffgehalt von Tomaten realistisch.

    Es geht hier u.a. auch um exemplarisches Lernen!


    Das ist sehr zu begrüssen, nur das Beispiel Tomate ist das ernährungsphysiologisch ziemlich schlechteste. Darauf kann man redlicherweise aufmerksam machen. Jeder kann seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen und für sich entscheiden.


    Dabei sind - wiederum bezogen auf den Ernstfall - noch nicht einmal andere Kriterien wie die Versorgungssicherheit bei der Abwägung von Ernteausfallrisiken (und das ist wichtig, schließlich ist man in einer unterstellten Ernstfallsituation evtl. existenziell davon abhängig) im Vergleich zu anderen Anbauformen (Kartoffeln, Topinambur, Sprossen, ... was auch immer) bewertet.


    Nochmal und für mich abschliessend: Tomatenzucht aus Freude, emotionalen und wohlgeschmacklichen Gründen prima, aus Ernährungsbeitragssicht in einem Ernstfallszenario schlicht irrational. Es gibt zig rationalere Möglichkeiten.


    Und um auch einem letzten hypothetischen Einwand zu begegnen und das Ganze mit einem Lächeln abzuschliessen: Ja, es ist besser, 5 Kilo Tomaten zu haben als 5 Kilo Baumrinde. Dennoch hätte ich im Fall des Falles lieber 5 Kilo Kartoffeln als 5 Kilo Tomaten.

    Hast wohl die Tomatenzucht hier nicht vollständig verfolgt ? Hatten wir hier nämlich schon mal.

    Klar, ich weiss sogar noch, was andere (Tisc1, wurschtler) und ich zum Komplex Tomaten, Löwenzahn, Brennesseln zusammengetragen und geschrieben hatten. Weisst Du es auch noch oder lies einfach besser nochmal nach. Kleiner Tipp: es war im Mai 2011.

    Trotzdem ist es sehr gut, sich mit dem Anbau von Nahrung zu beschäftigen, da man dabei eine Menge lernt, egal ob es Tomaten oder Kartoffeln sind ! Und dieses Wissen kann in der Not hilfreich sein !


    Ei freilich doch, ECU. Nur bitte keine Illusionen auslösen/bekräftigen, man könne mit Balkon- und Kleingewächshausbepflanzungen mit einer extrem nährwertarmen Pflanze wie es die Tomate nunmal ist, im Ernstfall (Du schreibst sogar "in der Not") etwas Nennenswertes bewirken.


    Es ist überhaupt nichts gegen Tomatenanbau aus Liebhaberei, Passion, wohlgeschmacklichen oder Gourmetgründen zu sagen.


    Aber bezogen auf eine Versorgung im Ernstfall und was da wichtig und ergiebig ist, sehe ich es aus obiger Argumentation (Post 3454) heraus als eine Ressourcenverschwendung an. Wer in Kenntnis des Ernährungsbeitragspotenzials von Tomaten diese trotzdem mit Akribie, Perfektionswille und Energie hegen und pflegen will, der tut das halt. So what?

    Tomaten können leider keinen nennenswerten Beitrag zur Versorgung im Ernstfall liefern. Ich zerstöre ungern Illusionen, aber so sind nun mal die Fakten. Jeder kann sich unschwer ausrechnen, wieviele Kilo er täglich (!) an Tomaten zu sich nehmen müßte, um einen ordentlichen Prozentanteil am täglichen Kalorienbedarf zu decken:


    Tomaten
    Hauptnährstoffe pro 100 g Kalorien: 17 kcal Kilojoule: 73 kj Wasser: 94291 mg Eiweiß: 0.95 g Fett: 0.21 g davon ungesättigte Fettsäuren: 131 mg Kohlenhydrate: 2.6 g davon Zucker: 2509 mg Ballaststoffe: 950 mg Alkohol: 0 mg Broteinheiten: 0 BE Gesamtkochsalz: 15 mg


    Laut Wiki braucht ein junger 68-Kilo-Mann bei moderater körperl. Betätigung täglich 3.100 Kilokalorien. Näheres hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kalorienbedarf


    Also: 3.100 kcal : 170 kcal/Kilo = 18,23 Kilo. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, muss besagter Mann täglich 6 Kilo Tomaten essen, um 30 % seines Energiebedarfs zu decken. Wenn täglich 6 Kilo geerntet werden können und der Magen das mitmacht, dann natürlich nur zu.


    Bezüglich des Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementgehaltes usw. wird die Kulturpflanze Tomate von Gratispflanzen wie Brennesseln und Löwenzahn klar geschlagen.


    Nichts für ungut liebe Tomatenfreunde, aber wäre der Austausch von Tomatenanbau-Tipps nicht eher etwas für ein Kleingärtnerforum, denn Ernstfallinteressierte werden sonst leicht auf die falsche Fährte gesetzt?

    Desertfighter hat am Sonntag vollkommen richtig alles erkannt. Zur Info noch ein Link :http://www.deutsches-reich-exil.info/
    Sicherlich wisst Ihr über unsere Passfarbe (rot) und den Adler vorne drauf bescheid?


    Soll man jetzt suchen, welcher von wahrscheinlich vielen Posts gemeint sein könnte, weil man sonst nix zu tun hat? Bitte freundlicherweise einen Link setzen oder Zitierfunktion nutzen. So ist das eine Zumutung.
    Was hat es denn mit der Passfarbe u. dem Adler auf sich?

    Gott oder wer auch immer - am besten wir selbst - bewahre uns vor den Chinesen!
    Man muss sich nur mal anschauen, wie sie mit den unrechtmäßig okkupierten Gebieten verfahren, z.B. Tibet.


    Oh, schiessen die Chinesen dort auch mit Uran-Munition so wie andere Imperien im Irak, Afghanistan und Libyen und schädigen so das Genom der okkupierten Bevölkerung auf Generationen hinaus?
    Wie heißt eigentlich das chinesische Pendant zu Abu Ghraib bzw. Guantanamo? Platz des himmlischen Friedens?

    Je mächtiger China wird, umso weniger Rücksicht werden die auf andere Staaten nehmen. Die lachen doch jetzt nur noch über das Menschenrechtsgequatsche unserer Politiker.


    Erinnert mich ein wenig an die Rechtfertigung von westlichen Waterboarding-Praktiken sowie das Verschleppen und jahrelange Festsetzen von Menschen ohne Gerichtsurteil.

    Hab' vor ein paar Jahren mal ein Buch gelesen, das sich mit dem Umweltverhalten bestimmter Kulturen - auch in der Vergangenheit - beschäftigt (kann den Titel noch mal raussuchen); darin wird festgestellt, dass die Chinesen eigentlich kein Umweltverhalten kennen, sondern rücksichtslos gegen Natur, Ressourcen und ihre eigene Leute Raubbau betreiben.


    Zum Glück kennt der westliche Kapitalismus ein solches Verhalten überhaupt nicht.

    Wie Aliens schwärem die ja schon aus, z.B. nach Afrika, um dort ganze Landstriche aufzukaufen und in meinen Augen über kurz oder lang diese Staaten zu kolonisieren.


    Die einen kaufen auf, die anderen okkupieren mit Militärmacht. Vielleicht auch mal umgekehrt.

    Hab' gestern was von Interesse an Wäldern / Holz hier in der BRD gehört...na, prost Mahlzeit. das müsste man staatlicherseits unterbinden.


    Etwa so wie man den Ausverkauf unserer Kanalisation per Cross-Boarder-Leasing, die Maut-Privatisierung, die Shale-Gas-Rechte usw. unterbunden hat?

    Ich erkenne darin eine sozialdarwinistische Strategie: Nur der Stärkere wird überleben.


    Zustimmung. Das christliche Kernelement wie in der Bergpredigt (u.a. "liebe Deinen Feind") kennt heute keiner mehr und passt sowieso nicht in das Wertekonzept.

    Dann doch lieber in Gr versenken, da haben ein paar Banken noch was davon... :D

    Na wenn Anteilseigner dieser Banken aber Chinesen wären? Was dann?

    (...) Jeder sollte in Gedanken mal durchgehen, was wäre, wenn der weltweite Hegemon nicht mehr USA sondern China heissen würde. Wäre die Welt dann besser? Oder schlechter? Womöglich wenigstens friedlicher? Oder noch nicht einmal das?


    Das sind so die Fragen. die niemand beantworten kann. Genauso wie die Frage, ob es vor 50, 500 oder 5.000 Jahren besser, schlechter oder friedlicher war.
    Vielleicht ist die Antwort aber auch ganz simpel. Etwa so: Solange es Menschen gibt, werden diese ihre Artgenossen für sich arbeiten lassen, versklaven, auspressen, quälen, foltern und morden. Zu ihrem Besten natürlich.
    Da ist Hautfarbe, Genom, Sprache, Stammeszugehörigkeit, Nationalität, Gesinnung usw. völlig einerlei.


    Wenn es ein Himmelreich gibt, mag es dort anders sein. In der diesseitigen Welt ist es aber so.


    Dem ist mit nichten so mein gutster. Ebensowenig wird es dann ganze Straßenzüge für 10 Unzen geben.
    Ihr habt den Papiergelddenkfehler.


    Da will ich doch gleich entschieden widersprechen. Selbstverständlich gibt es die Eichelburgschen ganzen Straßenzüge für 10 Unzen. Die gibt es sogar jetzt schon. Im Irak, in Afghanistan und in Teilen von Libyen.


    Und mit Sicherheit wird es die in unseren Breiten auch geben exakt zu dem Zeitpunkt, wenn die Verhältnisse hier genauso sind wie dort. Alles klar?


    @ Iring und andere die ständig Angst haben zu verhungern
    (...)
    Ich selbst praktiziere eine milde Form dessen seit gut zwanzig Jahren, einmal pro Jahr ... mein persönlicher "Rekord" sind immerhin 100 Tage ohne feste Nahrung, nur Wasser und Tees ... Gewichtsabnahme während dieser Zeit: 4-5% des Körpergewichtes, nicht mehr und nicht weniger.
    (...)
    Nichtsdestotrotz ist auch mein Keller bis zur Decke hin gut gefüllt, allerdings eher im Hinblick darauf, dass meine Kinder in Grossstädten leben und im Falle des Falles heimfinden könnten


    Wie kommst Du zu der Behauptung, Iring und andere haben ständig Angst zu verhungern? Weil sie Vorräte haben, genauso wie Du, wie Du im letzten Satz Deines im übrigen lesens- und bedenkenswerten Beitrages einräumst?


    Inhaltlich habe ich folgende Fragen und wäre für eine Antwort sehr dankbar:
    1, Wieviele kcal in Form von Kalorien/Fetten hast Du in den 100 Tagen im Schnitt schätzungsweise täglich in flüssiger Form aufgenommen (gezuckerte Tees, Milch, Säfte mit Fruchtzucker usw.)?
    2. Hast Du diese Diät in der warmen Jahreszeit gemacht oder hattest Du auch mit der Flüssignahrungsaufnahme winterliche Körperwärmeverluste auszugleichen?
    3. In welchem Alter befindest Du dich, da bekanntermaßen die Stoffwechselprozesse im Alter langsamer ablaufen?
    4. Wie hoch war in den 100 Tagen der Anteil an Schlaf, Ruhephasen, Geringaktivitäten im Vergleich zu mittleren bis schwereren körperlichen Betätigungen?


    Ja ich habe ca. 120 Dosen Ravioli, Linsen mit Suppengrün und Erbsen mit Speck und hoffe darauf niemals in die Situation zu kommen mich ausschließlich davon ernähren zu müssen. :boese:
    EDIT: Ich halte es aber eher für unrealistisch in Europa nichts mehr zu fressen zu bekommen. Egal wie schlimm es kommen wird.


    Ersteres hoffen wir alle, hoffentlich. Wobei ich nicht verstehe, wieso bei der Unrealismus-Einschätzung doch eine nicht nur marginale Vorratshaltung betrieben wird.

    Bez. Fukushima: die Radioaktivitaet wird sich im Meer viel mehr verduennen als auf dem Land wo es runter regnet, das Meer um Japan hat tausende km3, waerend wenn es auf Land kommt bleibt es in einer duennen schicht die von den Pflanzen genutzt wird und sich dadurch in der Nachrungskette konzentriert. (...)


    Das hört sich nur auf den ersten Blick plausibel an, ist es aber (leider) nicht.


    Denn warum gibt es z.B. bei Muscheln und Fischen so hohe Schwermetallkonzentrationen?


    Weil sich das eben in stark stoffwechselnden Organismen anreichert. Insbesondere bei wasserfilternden und kiemenatmenden Organismen einschließlich Plankton. Und so konzentrieren sich die radioaktiven Isotope in der Nahrungskette wieder auf und konterkarieren den "Verdünnungseffekt". Wer in Zukunft Pazifikfisch bedenkenlos konsumieren will, der soll es tun. Ich jedenfalls nicht.


    P.S. Sonst wären abgewrackte Atom-U-Boote mit einem Bruchteil des Inventars eines normalen AKWs doch kein Problem und die Tiefsee wäre ein prima Endlager. Ist aber nicht so.

    wayne - aufgrund deines fischreichtums habe ich gestern auch 40 dosen thunfisch in öl gekauft - 24 ,-- schlappe euronen ,nachdem ich eine getestet habe habe ich den mayonaise vorrat aufgestockt ! (...)


    Die Fangsaison für Konservenfisch ist eh bald für die nächsten paar hundert Jahre abgelaufen. Ich will mir keinen über die Nahrungskette radioaktiv angereicherten Fukushima-Fisch in das Regal stellen.

    Überhaupt schadet es nicht, Vorüberlegungen zu einem evtl. noch möglichen finalen Hamsterkauf anzustellen. Also Papiergeld, Transportkapazität und Plan zurechtlegen.


    Nicht vor der Haustür einkaufen, denn dann hat man nicht mehr die Entscheidungshoheit, wen man - wenn es darauf ankommt - mitversorgen/beschenken will, denn die Gesichter hinter megavolle Einkaufswagen prägen sich bei evtl. zu kurz gekommenen und auch in nur minderer Panik befindlichen Zeitgenossen vielleicht schon ein.

    thunfisch oder schmalzfleisch - beides ist aber in dosen , wie lange halten sich die vitamine und vitalstoffe bei eingedosten lebensmitteln . wenn das zeug nach 2 jahren nur noch " fett" ist ohne vitamine kann ich besser gedreideKÖRNER und öl einlagern . was ist mit ganseschmalz ? -kalorien pur , erdnussbutter , haselnusmus ... fett fett fett !!! .
    fehlte den leuten inden hungerjahren eigendlich generell was zu essen oder mehr das Fett ? also die energiekalorien


    So wie man liest, hat in Hungersnotzeiten Kalorienhaltiges gefehlt. Brennesseln, Löwenzahn, Baumrinde und Gänseblümchen hat es zu Lande genug gegeben und viele sonstige Kräuter, über deren Verzehrbarkeit die Ahnen eher wußten, als der zivilisierte Mensch.


    Eventuelle Vitaminen und Vitalstoffe (?) in gedostem Thunfisch/Fleisch ist m.E. sekundär, da eine frische Vitaminversorgung über Brennesseln, Löwenzahn und Gänseblümchen leichter sichergestellt werden kann als über Abbau-/Zerfallsüberlegungen in heutigen Industriekonserven. Oder/ergänzend halt ALDI-Multivitamintabletten lagern. Die kann man vielleicht aber auch noch ganz zum Schluss ergattern, weil bei massenhaften Hamsterkäufen der Denkhorizont der Menschen nur einige Wochen/wenige Monate beträgt und, da Vitaminmangel heutzutage kein breites Thema mehr ist, zuerst kalorienbezogen eingekauft werden dürfte.


    Wegen der höheren Energiedichte habe ich mich ausschließlich für Fischdosen in Öl statt in Wasser/Lake entschieden.

    Beides Grünfutter liegt um 50 kcal/100 g, Tomaten lagen bei 17 kcal. Löwenzahn und Brennessel haben also eine 3 x höhere Kaloriendichte, als die Tomaten, außerdem wächst das Zeug ohne Pflege am Wegesrand.


    Super und vielen Dank für die Angaben des Nährstoff-, Vitamin-, MIneralstoff-, Spurenelemente,- Kohlenhydrat-, Ballaststoff-, Amínosäuren- und Fettsäuerengehaltes.


    Ich habe mir die Angaben bzgl. Brennesseln und Löwenzahn mit dem vormals von Dir geposteten "Gehaltes" von Tomaten tabellarisch gegenübergestellt.
    Ergebnis: Zwar ist der Nährstoffgehalt pro Gewichtseinheit bei allen drei Naturprodukten gering (deutlich am geringsten bei Tomaten wie Du auch hervorhebst), sodass alle drei Pflanzen keinen ausreichenden Beitrag für die Kalorienversorgung leisten können, aber sehr wohl kann man seinen Vitaman-, Mineralstoff, Spurenelementebedarf damit decken. Supi.


    Tisc1: kannst Du uns dankenswerterweise und der Vollständigkeit halber noch sagen, woher die Angaben stammen?


    @alle: gibt es sonstige Pflanzen, die Mutter Natur uns massenhaft und ohne aufwändige Anbaubemühungen mit Ernteausfallrisiko zur Verfügung stellt und deren Verzehrbarkeit und Gehalt uns, weil kein industrielles Geschäft aufgezogen werden kann, offenbar weitestgehend verschwiegen werden?


    Iring: Fuchsbandwurmgefahr gibt es potenziell bei allen Pflanzen, die unterhalb Kniehöhe stehen, nicht auf hermetisch eingezäunten Flächen wachsen und ungewaschen/ungekocht verzehrt werden. Sämtliche Salate, (Erd-)Beeren, Pilze, Fallobst usw.. Kleintierzüchter (Stallhasenfans) verfüttern insbesondere Löwenzahn in größeren Mengen und regelmäßig. Sind die Tiere nun gegen Fuchsbandwurm resistent oder ist die Gefahr verschwindend gering?

    Löwenzahn ist nicht jedermanns Sache...Was aber auf jeden Fall sehr viel enthält, sind Brennnesseln. Die sind halt nur etwas schwerer zu ernten...aber immerhin einwandfrei zu erkennen. Beim Löwenzahn soll es tatsächlich Menschen gegeben haben, die ihn mit Herbstlöwenzahn und anderem verwechseln...


    Danke fred und Wurschtler für die bisherigen Antworten. Ich habe die Infos aus Wiki einfach mal wie folgt geguttenbergt, damit die unzähligen Millionen Forumsfadenleser es mundgerechter haben:


    Was ist Herbstlöwenzahn? Ungeniessbar oder schädlich/giftig? Unterscheidungsmerkmal laut Wiki: Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Löwenzahn ist der Blütenstandsschaft des Herbstlöwenzahnes nicht hohl. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Herbstl%C3%B6wenzahn


    Zum gewöhnlichen Löwenzahn steht bei Wiki u.a.: Nahrungs- und Genussmittel [Bearbeiten]
    Die gelben Blüten eignen sich zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees als Brotaufstrich. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Mit einer Speck-Rahmsauce gilt dieser als Delikatesse. Aus der getrockneten Wurzel der Pflanze wurde in der Nachkriegszeit ein Ersatzkaffee hergestellt (Zichorienwurzelersatz). -> http://de.wikipedia.org/wiki/G…ahrungs-_und_Genussmittel


    Zu Brennesseln schreibt Wiki u.a. wie folgt: Das Kraut, die Wurzel und die Samen der Pflanze werden verwendet. Als Frühjahrsgemüse werden die jungen Brennnesseltriebe wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, an Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Silizium, an Vitamin A und C, an Eisen, aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts, der höher ist als bei der Sojabohne und ihres feinsäuerlichen Geschmacks geschätzt.


    Besondere Verbreitung fanden Brennnesselgerichte in Notzeiten, in denen Blattgemüse wie Spinat oder Gartensalat zugunsten nahrhafterer Pflanzen kaum angebaut wurden, und bei der armen Bevölkerung, da Brennnesseln auf Brachflächen und in lichten Wäldern reichlich gesammelt werden können. Eine weitere bekannte Zubereitungsart ist die Nesselsuppe. Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen Pflanzen im Frühjahr oder bei größeren Pflanzen die Triebspitzen. Der unangenehmen Wirkung der Nesselhaare kann man entgegenwirken, indem man die Triebe in ein Tuch wickelt und stark wringt, sie kurz blanchiert oder ihnen eine kräftige Dusche verabreicht. Ist die Pflanze getrocknet, verliert sie ebenfalls ihre reizende Wirkung.


    Übliche Zubereitungen sind roh als Salat (wobei die Nesselhaare durch das Vermischen mit der Sauce zerstört werden) oder blanchiert und wie Spinat verwendet als „Brennnesselspinat“ oder Brennnesselsuppe.
    Die Blätter können auch getrocknet und als Tee zubereitet werden.
    Früher wurden gelegentlich Butter, Fisch und Fleisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Tatsächlich verhindern die Wirkstoffe der Brennnessel die Vermehrung bestimmter Bakterien. Diese Praxis ist sogar gerichtsnotorisch: 1902 wurde eine Berliner Milchhändlerin auf Grund der Brennnesselblätter in ihrer Milch wegen Lebensmittelverfälschung angeklagt. Mit der Begründung, dass dies ein „allgemein geübtes Verfahren“ sei, wurde die Händlerin jedoch freigesprochen. In Mitteleuropa, unter anderem den Niederlanden, Luxemburg, Österreich und Deutschland, werden Brennnesseln auch als Zutat für Brennnesselkäse verwendet.
    Noch heute gibt man Brennnesseltriebe oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen; auch als ganze Pflanzen gibt man sie Hausschweinen in der biologischen Landwirtschaft gern als Beifutter.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Brennesseln#Lebensmittel


    Offen bleibt die für mich interessante Frage, ob man durch o.g. Pflanzen, die eine fast mühelose Verfügbarkeit im Krisenszenario haben (man muss es vielleicht nur wissen), einen aufwändigen und anfälligen Tomatenanbau u.ä. vitaminös ersetzen.
    Wenn hier ein Leser/Botaniker etwas in Erfahrung bringen und hier posten könnte, wäre das spitze.