Die vorbeschriebenen Crash-Szenarien sind insofern nach meinem Geschmack etwas einseitig, als dass sie unterstellen, dass das gegenwärtig gesetzl. Zahlungsmittel per Gesetz oder durch die Macht des Faktischen durch ein anderes ersetzt werden, während die Produktions- und Handelsketten im wesentlichen bleiben. Also Euro, DM2 oder sonstwas ersetzt durch Edelmetallwährung, ob nun mit oder gegen den staatlichen Segen.
Alles andere, so wird regelmäßig unterstellt, bleibt im wesentlichen gleich. Wer also genug von dem künftigen "werthaltigen" Zahlungsmittel besitzt, der ist dann ein König (Arbeitgeber/Auftraggeber) und kann andere (Arbeitnehmer, Lieferant) für sich schuften lassen. Nennen wir das mal Eichelburgs Fantasia.
Bei Lichte betrachtet haben wir Eichelburgs Fantasia-Zustände heute schon, nur wird das System heute halt mit den bekannten Währungen betrieben. Wer heute einige 100.000 Euros Cash sein eigen weiss, der kann es heute als Arbeitgeber/Auftraggeber knallen lassen. Eichburgs Fantasten warten nun auf die Situation, wo ihre Spekulation aufgeht und mit ihren Rettungsbooten Kapitän oder Admiral spielen dürfen - und sie dann die elitäre Position der verhassten MBAs, Bosse, Altreichen, Politikerratten und sonstiger Brückenoffiziere einnehmen und diese wiederum Knechten können. Fantasia. Dasselbe Spiel nur die Täter-Opfer-Rolle wird einfach umgedreht.
Ausgleichende Gerechtigkeit oder immer dasselbe, mag jeder selbst entscheiden. In der Bergpredigt steht das nicht, aber die kennt man im (un)christlichen Abendland nicht mehr, da sie kapitalistisch-ausbeuterisch kontraproduktiv wäre und in den anderen abrahamitischen Religionen (Judentum, Islam), denen das Christentum ideologisch geistig-moralisch überlegen war, kein Pendant hat. Aber egal, vorbei ist vorbei, die Werte des Christentums haben fertig, stehen in einem verschlossenen Buch, obsiegt haben/werden Judentum und Islam. Was aus Asien kommt, bleibt abzuwarten.
Die Kette: Bauer - Bäcker - Brötchenesser erweitern wir mal etwas, ohne die oberflächliche Betrachtung aufzugeben:
Energie-, Maschinen-, Ersatzteil-, Saatgutlieferant - Bauer - Logistiker - Müller - Logistiker - Bäcker - Brötchenesser
Man erkläre mir bitte, wie das funktionieren soll mit den paar Krümelchen Edelmetall die es statistisch pro Kopf gibt wissend, dass die allermeisten gar nix haben, ein kleine Menge bei Kleinhortern liegt und der Löwenanteil bei den großen Adressen? Dabei unterstellen wir mal, dass es wie bisher auch noch Energie in Hülle und Fülle gibt, der Bauer sich also auf sein PS-Ungetüm setzen kann und per Pedaldruck die in 1 Liter Diesel kondensierte Arbeitskraft von 100 Mannstunden abrufen kann, also nicht selbst den Spaten in die Hand nehmen muss, die 100 Stunden selbst leisten muss oder die Peitsche über seinem Pferdegespann schwingen muss. Denn nur so können diese tollen Überproduktionen erzeugt werden. Ohne Überproduktion kommt nichts in den Handel. Und dieses einfache Prinzip gilt auch für den selbstversorgungsversuchenden Kleingärtner/Subsistenzler.