Beiträge von Wayne Schlegel

    Ich habe schon einige Packungen von dem NGR 5.
    Diese will ich allerdings noch aufstocken. Weil viel "Essen" auf kleinsten Raum.(...)


    Servus,
    "auf kleinstem Raum" bringt einem auf den Gedanken, dass man als Bevorrater vielleicht auch daran denken sollte, dass man die Situation, wofür man bevorratet, vielleicht gar nicht in der Nähe des eigenen Kellers oder in seinem Tomatengewächshaus aussitzen kann, sondern möglicherweise ziemlich pronto die Kurve kratzen muss.
    Dafür kann es zig Anlässe und zig dann situativ tatsächlich durchführbare Fluchtvarianten geben: per Vierrad (wenn Sprit verfügbar und Fluchtroutenstraßen passierbar), per Zweirad, per pedes mit Rucksack ...(exotischer wäre es im Privatflieger, Heli, Motorboet) ... in einer Gruppe, mit Familie, als Individualist ...
    In so einem Fall wäre es sicher vorteilhaft, Hochkomprimiertes, leicht Transportierbares schnell greifbar zu haben ...

    Wayne Schlegel:
    Die Überlegungen sind richtig.Ich gehe aber nicht von so einem harten Cut aus,also dass von gleich auf plötzlich solche Hungersnot herrscht. :S

    Naja, das schätzt jeder für sich und die Seinen nach individueller Zukunftserwartung eigenverantwortlich ein. Kein Thema. Auszuschliessen ist aber, dass verkündet werden wird: Achtung in 4 Wochen/4 Monaten ist Versorgungsengpass mit unabsehbarem Ende. Jetzt die Setzlinge in den Boden schieben, Fallen und Karnickelställe kaufen. "Hungersnot" gibt es erst, wenn der Versorgungsengpass nicht zeitnah abgestellt werden kann. Dann aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
    "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen" wird vollmundig und unisono solange zu hören sein, bis die Mauer steht.

    Ich habe keinen Lebensmittelvorrat...oder eben von höchstens 1 Woche.
    Dafür einige Survival-Bücher,z.b.von Rüdiger Nehberg oder Militär.


    In den Büchern müßte auch stehen, dass man als gesunder Erwachsener schon einige Zeit ohne Lebensmittel (falls ausreichend Wasser vorhanden ist) durchhält. Mit einem 1 Wochenvorrat dürfte man also 4 Wochen freilich mit deutlichem Hungergefühl und Gewichtsreduktion - aber ohne verhungert zu sein - durchstehen. Je mehr Hüftgold vorhanden, umso länger ...
    Wenn man weder Zeit, Lust und übergroßes Vorsorgebeschäftigungsinteresse hat, könnte man dennoch für ein paar lächerliche Groschen ein paar Kilo Zucker in eine Ecke stellen. Der verdirbt nie und damit kann man im Eventualfall Hungernahrung kalorienmäßig gut strecken. Wer an Karies denkt, kann sich dann noch ein paar Zahnpastatuben dazulegen ...


    Da ich ein grosses Grundstück mit vielen alten Apfelbäumen usw.habe,könnte ich mir auch zur Not etwas anbauen oder Tiere halten.


    Dabei natürlich erwägen, dass wir in unseren Breiten nicht 3 Ernten pro Jahr haben, sondern grds. nur 1.
    Und die Äpfel, die im September reif werden, nützen einem z.B. von Januar bis Juni rein gar nichts, mal von dem geringen Kalorienwert abgesehen. Auf Dünnpfiffprobleme bei überwiegendem Obstgenuss als Kaloriendeckung achten. Wenn man erst bei den ersten Unterversorgungssituationen oder beim ersten Hungergefühl Kartoffeln, Mais, Tomaten usw. "sät", dann erntet man wann? Da wird es mit einem Wochenvorrat und Bauchspeck womöglich knapp. Alles natürlich im Augenblick angesichts der vollen Discounter nur hypothetisch.


    Meine Großeltern hatten es besonders nach Kriegsende komplett bewirtschaftet.Jetzt sieht es aus wie eine Parklandschaft mit allerlei Getier,wie Waschbären,Füchsen,Siebenschläfern,Rehwild,Wildschweinen..... ;(


    Ob man diesen Tieren im Falle des Falles in ausreichender Zahl habhaft wird (ein Karnickel nährt die 4-köpfige Familie wie lange?), wo alle in einer hypothetischen Krisen-/Unterversorgungs-/Hungersituation auf dieselbe Jäger- und Sammler-Idee kommen, ist ebenfalls zu überlegen.

    Servus Thommy,
    habe Anmerkungen unten direkt in blau reingeschrieben. Bitte nicht persönlich und schon gar nicht übel nehmen. Es geht nur um eine sachliche Themenaufarbeitung.

    Servus Fragezeichen,


    ich denke und hoffe, dass Du Dich durch wenig sachdienliche Querschüsse nicht beeindrucken läßt. Bleib Deiner Linie und Aufklärungsarbeit treu. Bitte.


    Weil es im Gelben heute eine muntere und informative Diskussion zum Thema Lebensmittelproduktion und insbesondere die Rahmenbedingungen gegeben hat (ist das für Dich, goldmob, fadeneinschlägig genug? Wenn nicht, dann lies bitte ab hier nicht weiter), möchte ich hier für die Interessierten folgende Links zu den Eckpunkten der Diskussion dorthin setzen (empfehle trotzdem, den Faden komplett zu lesen, denn jeder hat einen anderen Blickwinkel):


    1. http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=259882
    Fundierter und äußerst datenreicher Erfolgsbericht eines Eigenversorgers auf 10.000 qm Bewirtschaftungsfläche (= 100 Ar = 1 Hektar), der damit abschließt " zum Preis einer von Pausen durchsetzten 7 Tage a´ 14 Stunden Woche. Urlaub oder selbst ein Wochenendurlaub ist nicht drin. Und ohne Maschinen geht es sowieso nicht." So schaut es also aus. Balkonien, Gewächshäuschen ist nützliches Hobby, um Längen besser als nichts, schon wegen des Wissens- und Fertigkeitserwerbs, aber kein Anlass für allzugroße Illusionen im Ernstfall, wenn aus dem Stand oder mit geringem Anlauf existenziell produziert werden müßte.


    2. http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=259776
    50qm als ausreichende Bewirtschaftungsfläche ist Illusion


    3. http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=259890
    Flächenbedarfstabelle für einige Früchte. Aber Vorsicht - Berechnung scheint netto zu sein, also Flächenzuschlag für Ertragsausfälle/Erntehalbierung (Wetter, Schädlinge) wären zu machen.


    Nicht vergessen werden darf ferner, dass, wenn es für die Bevölkerungsmassen in einer Krise keine ausreichende (staatliche) Lebensmittelversorgung gibt, diese not- oder giergetrieben zur Selbsthilfe in Form von Diebstahl, Plünderungen usw. greifen müssen, so sie nicht selbst ausreichend produzieren können oder wollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man die Früchte seiner Subsistenzarbeit auch selbst einfahren kann, mag jeder je nach Szenario selbst beurteilen.

    Das war doch eher ein Verkaufsgeschäft.


    So kann man es auch sehen.
    Außerdem noch mal genau nachgefragt, welche der oben aufgezählten (nicht abschließend natürlich (mir fällt eben noch das Entdemokratisierungs- und Fremdbestimmungssystem ein)) Systemänderungsmerkmale sind denn dabei tatsächlich untergegangen bzw. haben sich bei der Vereinigung (Einverleibung?) der beiden Vasallenstaaten zu einem etwas größeren Vasallenstaat denn nun wesensmäßig umgekehrt? Hier nochmal:
    - vom Risiken-/Schuldensozialisierungssystem in welches andere?
    - vom Reichtumssysteme für wenige in welches andere?
    - vom leistungslosen Zinseinnahmesystem in welches andere?
    - vom Machtsystem via Banken-Geldschöpfungssystem in welches andere?
    - vom Staatsgewalt- und Besteuerungssystem in welches andere?
    - vom Natur- und Menschenausbeutungssystem in welches andere?
    - vom Unterwerfungssystem Andersdenkender gegenüber in welches andere?
    - vom soziologischen Multikultisystem in welches andere?
    - vom ressourcenverschlingenden Wachstumstumsystem in welches andere?
    - vom Aufschuldungssystem in welches andere?

    Eine Friedliche Lösung,
    war denke ich noch nie möglich. Aber unsere Politakrobaten glauben sie können ewig so weitermachen . Traurig aber wahr. :boese:
    Chessna


    Genau so sehe ich das auch. ich wüßte nicht, wo es jemals in der Geschichte ein friedliche (Systemänderungs-)Lösung gegeben hätte. Das würde ja bedeuten, dass die Systemprofiteure freiwillig verzichten/abdanken/profit herausgeben müßten. Altruismus ist Profiteuren nunmal wesensfremd.


    Entweder Revolution und Kollaps oder keine Revolution und genauso Kollaps. Ich tippe auf letzteres.


    P.S. bzgl. "Systemänderung" - da drängt sich bei mir immer die Frage auf, welche Aspekte unseres Systems denn nun in welche andere geändert werden sollen?


    - vom Risiken-/Schuldensozialisierungssystem in welches andere?
    - vom Reichtumssysteme für wenige in welches andere?
    - vom leistungslosen Zinseinnahmesystem in welches andere?
    - vom Machtsystem via Banken-Geldschöpfungssystem in welches andere?
    - vom Staatsgewalt- und Besteuerungssystem in welches andere?
    - vom Natur- und Menschenausbeutungssystem in welches andere?
    - vom Unterwerfungssystem Andersdenkender gegenüber in welches andere?
    - vom soziologischen Multikultisystem in welches andere?
    - vom ressourcenverschlingenden Wachstumstumsystem in welches andere?
    - vom Aufschuldungssystem in welches andere?
    - (...)

    Falsche Annahme.
    Es ist ja nicht so, dass sich über Nacht alle Vorräte, die sich in der Kette vom Erzeuger bis zum Verbraucher befinden, in Luft auflösen. Die dürften ein mehrfaches dieser Menge sein.
    Auch wird weiter produziert. Klar wird es an vielen Stellen erstmal fürchterlich klemmen und da muss eben "zugefüttert" werden.


    Servus taheth,
    das ist wirklich die Frage, für wieviele Tage denn der Bestand in den Verteilungszentren (Supermärkte) reicht, gerade in Form von LKW-Ladungen unterwegs oder "fertig" im Verpackungs-/Verladeverfahren ist. Bei unserer Just-in-time-Fertigung und Verteilung, wo jedes nicht bewegte Kilo als Lagerkostenballast und von Verderbnis bedroht von Betriebswirtschaftlern wegrationalisiert worden ist, dürfte das so wenig wie nur irgend möglich sein.


    Und bei einer richtigen Krise, wo der Staat den Notvorrat herausgibt, da darf man unterstellen, dass da nicht mehr im gewohnten Maß nachproduziert oder über den halben Globus hinweg zugeliefert wird. Ohne Treibstoff, Treibstoffderivate und Strom produziert der heutige Agrarindustrielle gar nichts mehr. Lokal mags vielleicht sogar kurzzeitig Überfluss geben, wenn bei einem Schweinemäster oder einer Geflügelfarm ein paar tausend "Einheiten" infolge Futter-/Strom-/Ersatzteil-/Servicerufbereitschaft oder Sonstwasknappheit notzuschlachten sind (auch das ist dann ein (seuchenfrei-beseitigungs-)logistisches Problem), da wird es kesseln - das Problem ist - wie in allen historischen Krisen - die Verteilung(slogistik), wenn die Logistikketten eben gerissen sind.


    Bei einer kleinen Krise, regional bzw. zeitlich limitiert, ohne Dominoeffekt/Flächenbrandgefahr, droht freilich kein Hungertod. Da bräuchte es sogar nichtmal eines mittleren privaten Lebensmittelvorrats. Aber da es hier diesen Faden gibt, anderswo entsprechende und tatsächlich wenn auch von einem sehr kleinen Prozentsatz (Promillesatz) nicht nur geringfügig bevorratet wird, scheint der Bevorrater ein anderes Szenario als nur ein überschaubares Kriselchen vor Augen zu haben.

    Auf den Staat wird man sich im Zweifel nicht verlassen können (auf eine vernünftig-gerechte Distribution im Chaosfall sowieso nicht), aber immerhin scheint er (noch) etwas in Sachen Vorratshaltung für seine Untertanen vorweisen zu können:


    Zitat

    Knapp 800.000 Tonnen Lebensmittel lagern so in ganz Deutschland, macht pro Bürger etwa zehn Kilo. Wer sich auf 500 Gramm Getreide am Tag beschränkt, kann sich mehrere Monate lang aus der Notfallreserve ernähren. "Es geht nicht darum, ob es schmeckt oder nicht", sagt Müller, "es geht darum, dass die Ernährung gewährleistet ist.


    Obacht geben! Wenn es pro Bürger rund 10 Kilo "Zeugs" gibt und 500 Gramm immer noch 0,5 Kilo sind, dann reichen 500 Gramm "Zeugs" pro Tag pro Kopf nach dieser Gewichtsberechnung 20 Tage lang aus - und nicht Monate. Vorausgesetzt es gibt keinen Schwund.


    Laut Wiki braucht der moderat arbeitende Mensch aber 3.100 kcal täglich. Ebenfalls laut Wiki hat Brot pro 100gr einen Brennwert von 190-250 kcal und Trockenmais/Trockenlinsen pro 100gr bis 150 kcal. -> http://de.wikipedia.org/wiki/P…rennwert#Brennwerttabelle


    Setzen wir mal überschlägig im Schnitt 200 Kcal pro 100 gr "Zeugs" an, dann brächten man pro Tag für die erforderlichen 3.100 kcal 1,5 kg "Zeugs".


    Bei 10 kg Staatsvorräten pro Kopf reicht das 6 Tage für eine Vollversorgung. Bei halber (Hunger-)Ration dann eben 12 Tage. Und das sind nicht "Monate". Oder habe ich mich verrechnet?


    Achja, der Hortungsbericht hier:
    http://www.welt.de/politik/deu…ebensmittel-Vorraete.html

    Gut, so getippte Worte kommen nicht immer so rueber wie gemeint.
    (...)
    ((so ganz sinnfrei kommt mir meine geausserte Kritik weiterhin nicht vor, bin wahrscheinlich unbelehrbar,,, ; ))


    Servus banked,
    Respekt für das von Dir Eingeräumte. Finde ich gut, wenn man einen Schritt zurück gehen kann. Die zurecht zunächst verärgerte Fragezeichen kann das hoffentlich bald nachsehen.


    Wenn Du die vorhergehenden 2 Seiten des Fadens verfolgt hast, in dem angesichts eines möglichen - nach Ansicht einiger (samt meiner) - wahrscheinlichen Worse-Case-Szenarios (nicht Worst-Case) rege, aber streng sachlich und von den Hauptdiskutanten ohne Anfeindung die Bemühungen auf dem Gebiet der Lebensmittelbevorratung (auch Subsistenz) relativierend diskutiert worden sind, dann sind wir uns bestimmt darin einig, dass so ein Thema natürlich nicht für beste Laune im Lebensmittelfaden sorgt.


    Aber es geht weder um gute Laune, noch um Miesmacherei, sondern nur um die nüchterne Bewertung der Aussichten. Haben bestimmte Hard-Core-Themen Bedeutung für die Lebensmittelbevorratung - also die nicht nur marginale Steigerung von (Über-)Lebenschancen - oder eben nicht. Also Information, Information und Extrapolation, das bei dem einen oder anderen zum Nachdenken, zum Infragestellen führen kann und vielleicht animieren, das Thema für sich selbst zu erarbeiten. Eigene Erkenntnis ist bekanntlich nachhaltiger als Belehrung.


    Wenn Du aber einen wirklichen Aufreger haben willst (eine Sichtweise) oder aber schlicht dem Dilemma mannhaft in die Augen sehen kannst (die andere Sichtweise desselben), dann sei Dir folgendes zu lesen empfohlen (dauert keine 2 Minuten): http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=259452 Da geht es um den absolut ausweglosen Worst-Case ..., der aber dummerweise nicht so einfach vom Tisch zu wischen ist.


    banked
    Dieser Dein "Beitrag" kommt aber ziemlich hochmütig und mit viel Ellenbogen rüber. Vielleicht mal innehalten, die Position des Kritisierten einzunehmen versuchen und wirken lassen ...
    So jedenfalls wird es in meinen Augen nichts mit Achtung, Respekt und Wertschätzung. Dies nur als kleine Rückmeldung - wie man auftritt, ist schließlich jedermans eigene Sache.

    Du könnest Politiker sein. Jedenfalls finde ich in Deiner Erklärung keinerelei Antwort weshalb das Thema hier im Thread behandelt werden muss. Und damit höre ich auch auf, es hier in diesem Thread zu thematisieren, es sei denn, ich sehe inhaltliche Zusammenhänge.


    Servus,
    selbstverständlich akzeptiert, wobei ich schade finde, dass es mir nicht gelungen ist zu verdeutlichen, dass gerade in diesem Lebensmittel-Vorsorge-Faden eine rationale, zukunftsvorausschauende und sogar handelnde und damit tendenzielle sensibilisierbare Zielgruppe sich bewegt und immer wieder neu hinzukommt, die rational, angst- und polemikfrei zu diskutieren im Stande ist und es auch als im Prinzip gegen-den-Strom-Schwimmer das eigene Tun gelegentlich zu hinterfragen und sich auch mit Hard-Core-Themen gegen den Strom stellt. Wenn das nicht so ist, ist es halt so. Auch kein Problem.

    (...) Bitte erkläre mir, worum es Dir geht, wenn nicht um Angst?

    Servus,
    ich bin nicht mein eigener Tiefenpsychologe, dennoch glaube ich keine Angst zu haben und vermute daher, dass das bei vielen anderen auch so ist. Denn es gibt für Angst keine rationalen Gründe. Bleibt natürlich noch die Irrationalität. Rational: Am Ende sind wir ohnehin alle nicht mehr im Diesseits, ob dieser Ab- manche glauben Übertritt jetzt "natürlich" oder nicht als natürlich "vorzeitig" empfunden geschieht, durch äußere Einwirkung, vermeidbar oder nicht vermeidbar (im Sinne von verschiebbar) ändert am Faktum nichts.


    Der Lebensmittbevorrater und Survivallerner tut sein Werk - wenn ich nochmal von mir auf andere schließen darf - auch nicht (nicht ausschließlich) aus Angst, sondern aus rationaler Überlegung und Kalkül. Vielleicht nur für sich, vielleicht aus Verantwortungsgefühl für die Seinen, so er welche hat. Es wird zig weitere Motivationen geben.


    Wenn man sich nun aus Rationalität, jedenfalls mit rationalen (und rationellen) Mitteln mit Lebensmittelbevorratung/-Krisenbewältigungskompetenz beschäftigt, bleibt noch die Frage, tut man das nur für sich im Stillen oder versucht man andere von der (rationalen) Sinnhaftigkeit zu überzeugen, zu bestärken oder zu unterstützen.


    Bei den Forumsaktiven dürfte es sich um letztere Fallgruppe handeln. Gerade da wäre also ein erhöhtes Maß an Rationalität und damit weitestgehende Angstfreiheit (zumindest Angstbeherrschung) zu vermuten, da sie sich ja in gewisser Weise outen (=Mut) und logisch folgerichtig vorgehen.


    Da läßt es sich also mit Angst(macherei) überhaupt nicht sensibilisieren, sondern ausschließlich mit Information, Transparenz, Geduld und nachvollziehbarer Argumentation. Erklärung nachvollziehbar? Wie das Ganze nun wirkt, auf sensiblere oder unsensiblere, rationalere oder mehr bauchmäßigere Zeitgenossen ist eine ganz andere Frage. Wir wissen, dass im Grunde jeder "Typ" seine individuelle Ansprechweise "braucht", damit ein Thema keine Aversion a priori auslöst. Das ist in so einem Form durch einen Schreiber nunmal nicht möglich. Umso sinnhafter ist es, dass andere Schreiber so sie thematisch überzeugt sind auf ihre Weise sensibilisieren. Wir wissen auch, dass sich Averse eher zu Wort melden als die, bei denen ein Nachdenkprozess ausgelöst würde.

    Servus Diana,
    die von Dir aufgezählten Punkte sind in der Tat bedrohlich und wirken nicht nur einzelfallbezogen bzw. regional, sondern können die Gesellschaft unter Umständen heftig erschüttern - aber wohl nicht endgültig auslöschen. Das oben mittlerweile sehr breit und lebhaft diskutierte Thema hat aber das Potenzial, die Zivilisation komplett und nachhaltig zu zerstören. Das ist wie ich finde schon ein gradueller Unterschied.


    P.S. gehört gewiss nicht in den Bevorratungsfaden, aber weil von Dir angesprochen ganz kurz zur islamischen Radikalisierung: Ich will den Islam nicht verteidigen und gewiss keine kriminellen Handlungen, Töten und Ausmordung, aber ich habe den Eindruck, dass "wir" in den letzten paar Dutzend Jahren erheblich mehr (wohl um Zehnerpotenzen) Menschen islamischen Glaubens bombardiert und massakriert haben, als islamische Menschen uns bombardiert und massakriert haben. Oder täusche ich mich? Dass in diesem Zeitraum islamische Menschen verärgert sind, manche sich radikalisieren und manche davon zu kriminellen Handlungen schreiten ist selbstverständlich unerhört und rechtfertigt natürlich wiederum präventives Bombardieren und Massakrieren. Wir sind in jedem Fall die Guten und die anderen die Bösen, daran gibt es doch keinen Zweifel, oder? Dass die anderen es genau andersrum sehen, ist grundverkehrt und beweist ihre Schlechtigkeit. Meine ich das jetzt so, oder nicht?

    Ach Scheiße nochmal, ich kann das AKW BummBumm Geheule langsam nicht mehr hören. Einfach mal irgendwo ein verdammtes scheiß Geschichtsbuch aufmachen und nachschauen, wie oft es schon Engpässe von unter 6 Monaten gegeben hat, wo es ansonsten relativ unproblematisch war, schon hat man eine mehr als ausreichende Rechtfertigung, sich für einen solchen Zeitraum die Hütte vollzupacken und Maßnahmen gegen Plünderer bzw. für die Möglichkeit einer spontanen, zeitweiligen Absetzung zu ergreifen. Man muß echt nicht jedes Thema mit der ewig gleichen Leier vollmüllen, ist zwar seit Fukushima en vogue, aber trotzdem.

    Tja Oliver, entweder ist man hart im Nehmen oder man liest zu dem Thema in der Tat die letzten 50 der über 4.700 Beiträge halt nicht. Vielleicht hat die Menschheit insofern Glück, als dass nach Tschernobyl und Fukushima ein 3. Wachrüttler singulär und nicht innerhalb einer globalen Krisensituation vorkommt. Dies ist keinesfalls zu wünschen (also bitte nicht mißverstehen), weil dies viel menschliches Leid, Mißbildungen und Krankheit in Konsequenz bedeutet, aber die 2 Ereignisse haben wohl offenbar immer noch nicht gereicht.


    Nur eine Meinung: Es ist gewiss kein Fehler, sich zu bevorraten und sich survivalmäßig zu befähigen, wenn man aber nichts bezüglich der allergrößten Gefahr macht, gegen die in the long run weder Bevorratung noch Survivalkönnen hilft, dann ist man vielleicht final zu kurz gesprungen. Einfach mal darüber angstfrei ein paar Tage nachdenken und handel oder eben nicht handeln. Kann doch jeder für sich selbst entscheiden und für sich, vor sich und seinen "Schutzbefohlenen" verantworten. No problem.


    Zu dem von Dir aufgeworfenen Thema Geschichtsbücher: In den Geschichtsbüchern der letzten 5.000 Jahre mit den dort beschriebenen Engpässen unter 6 Monaten und den Untergängen restlos sämtlicher Imperien und Hochkulturen war in der Tat ein "AKW BummBumm Geheule" nie zu lesen. Warum bloss?

    Servus Dark

    Wayne
    Langfristige Stromlosigkeit für den normalen Bewohner kann auch eben deshalb herrschen, weil eben der noch vorhandene Strom rationiert wird, um einen GAU zu verhindern. Warum blendest du diese "Zwischenstufe" ständig aus?

    Na, weil das auf der Hand liegt, dass eine solche Zwischenstufe versucht wird, wenn nicht alles zu plötzlich gehen sollte. Wer sich allerdings schon mal mit der heute schon schwierigen Aufgabe der Stromnetzausbalancierung beschäftigt hat, wird einräumen, dass ein Rationierung/Kontingentierung sehr schwierig zu gestalten ist, ohne dass die Netze komplett zusammenbrechen. Fragezeichen kann hierzu vielleicht weiter informieren.

    Wenn du erreichen willst, dass die ganze Weltbevölkerung zum Präsidentenbunker mit dem roten Knöpfchen schreitet, um über Public Broadcast der Welt mitzuteilen, "Atomanlagen jetzt abstellen, oder wir drücken den Knopf, um das unvermeidliche vorzuhiehen!", bündle dein Engagement in der Einrichtung entsprechender Gruppen und Pläne, wie wir das erreichen können. (ich denke mal eine gebündelte Masse von mind. 1 Milliarde Menschen wird niemand aufhalten können)... Mit dem Forum erreichst du, nur ein paar Tausend und diejenigen welche bei deinen Aktionen mitmachen würden, hast du schon erreicht und bist aber langsam dabei, diese wieder zu verlieren.

    Aber Du siehst ja gerade, wenn Du die heutige Diskussion hier im Faden verfolgt hast, dass es unmöglich ist, selbst die Lebensmittelbevorratern, die also dem ständigen Funktionieren unseres Systems ausweislich nicht trauen, nur zu sensibilisieren geschweige denn zu aktivieren. Die völlig Unkritischen und konsumieren Wollenden sind absolut unerreichbar, solange sich das Thema nicht täglich sehr nachteilig sehr spürbar für sie konkret auswirkt. Ich bin kein Illusionist.


    Hier noch ein einschlägiges Zitat:

    Zitat

    Wie wappnen sich Survivalisten gegen Radioaktivität?
    verfasst von Zarathustra, Helvetistan, 07.01.2011, 10:36
    ... wenn nach dem Tag des jüngsten debitistischen Gerichts in der Anarchie in hunderten von AKW's abertausende Brennelemente unbetreut und ungekühlt vor sich hinköcheln, lieber Bär?
    Müssten sich Survivalisten und Goldkäfer nicht auch mit aller Kraft im Netz und/oder auf der Strasse in dieser alles entscheidenden Angelegenheit um Aufklärung bemühen? Ich denke schon, denn sonst werden alle Alleingänge und Vorbereitungen auf das Kommende sinnlos. Mir scheint jedenfalls, dass die Survivalisten nach den Beiträgen von @offthsp und CrisisMaven erschreckend ruhig waren.
    Grüsse in den dunklen Wald


    Nimmst du mir die "Hoffnung" auf den Selbsterhaltungstrieb* der Elite, gebe ich sofort sämtliche Vorratshaltung (und auch jegliche andere Vorbereitung, EM, etc.) auf, da sie im GAU-Fall sinnlos ist und genieße lieber 1 Jahr Leben in Saus und Braus in Australien, um mich dann dem Freitod hinzugeben. (Achtung triefende Polemik!)

    Die wissende Elite baut sich doch ihre Fluchtburgen.


    *Wenn 500 AKW-Reaktoren auf der Nordhalbkugel vor sich hin strahlen und Kernschmelzen stattfinden, bleibt auch die Südhalbkugel davon nicht verschont. Es gibt noch andere Verbreitungswege als Luft/Atmosphäre.

    Stimmt, so zum Beispiel die Nahrungskette, auf der sich zuvor Verdünntes wieder anreichert bis es die Krone der Nahrungskette denn doch erreicht. Soweit ich weiss, hat man von Tschernobyl auf der Nordhalbkugel viel, auf der Südhalbkugel nichts gefunden, also doch eine gewisse, natürlich keine hermetische Abschottung?


    Schonmal dran gedacht was mit den ganzen Kernen passiert, die sich bis zum Erdmittelpunkt durchfressen würden?

    Dafür scheint es keine Anhaltspunkte zu geben (weder theoretische Physik nocht praktisches Tschernobyl/Fukushima), wobei das gut wäre, denn dann war das Zeug für genügend lange Zeiträume weg (so wir nicht vulkanisch wieder damit bedacht werden), sodass in dem Fall die Devise lauten müßte: aller abertausende Brennstäbe und die hunderttausende Tonnen Atommüll gleich hinterherwerfen.


    Dann gibts da ja noch das Szenario "Polsprung", wo die natürliche Barriere zwischen NHK und SHK nicht mehr vorhanden ist.

    Mag sein, aber Polsprung ist für mich Terra inkognita.


    Und bei 500 glühenden Reaktoren schließe ich auch mal nicht aus, dass deren Hitzeentwicklung und Erzeugung diverser Spaltprodukte (Gase!) keinen Einfluss auf die Atmosphäre und Schutzhülle und das allgemeine Klima der Erde hätte.

    Na ja, wenn man seine Eingeweide erbricht, wird man sich über eine Zecke in der Kniekehle nicht mehr aufregen.

    die ganzen überlegungen zum 400-fachen atom-gau auf der nordhalbkugel sind ja schön und gut. nur einmal eingeworfen reichts auch.

    Das ist Deine Meinung. Aber vielleicht gibt es auch gelegentlich neue Leser neben den Stammlesern, die sich informieren möchten und nicht die letzten 4.000 Posts von vorne lesen? Lass die doch selbst entscheiden, was sie lesen möchten und was sie ignorieren möchten.

    sicher sollte man sich dessen bewusst sein. nur die vorbereitung darauf lautet keinesfalls "lebensmittelvorrat"! und darum geht es hier. also führt eure diskussionen über "lebensmittelvorrat auf der südhalbkugel" bitte an anderer stelle.

    Jawoll Herr Blockwart bzw. kleiner Tipp: Lies die Diskussion einfach nicht, wenn sie Dich stört und bringe doch einfach fadenspezifische Lebensmittelinfos hier ein. Dann wird bestimmt alles gut.

    Es ist nicht mein Thread, mir ging es nur darum, Dir zu zeigen, das eine oder vielleicht mehrere aufgeschlossene Menschen eher das Gefühl haben könnten, es ginge Dir vielleicht eher um rethorisches und argumentatives Kräftemessen und "Klugscheissen" (im Sinn ich habe stringentere Überlegungen angestellt als Du) als um die Sache.

    Mir gehts um die Sache, aber wer kann sich schon stets von jedweden Eitelkeiten frei sprechen? Deinen Rat, eine "fordernde" Wirkung zu vermeiden, die nicht beabsichtigt ist, weil es nach meiner innersten Überzeugung nichts von anderen zu fordern gibt, denn jeder ist autonom und vice versa auch verantwortlich, werde ich beherzigen.

    Wenn ich auf dieser Grundlage zu mache, wenn ich das Gefühl habe, es versucht jemand die Übrigen dazu zu zwingen, Vorbereitungen vor allem unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten, gehe ich davon aus, das es mir nicht alleine so geht. Menschen lassen sich ungern zwingen, das erzeugt Gegenwehr und ich finde eine Vorgehensweise, die so wirkt, nicht produktiv für Dein Anliegen. Das teile ich ja durchaus.

    Wenn man Zwang gleichsetzen würde mit vielleicht schwer widerlegbarer, stringenter und (damit "erschlagender"?) Argumentation, dann wäre es freilich Zwang. Dagegen spricht aber nach meinen Begriffen:
    a) stringente Argumentation ist das Gegenteil von Beliebigkeit aber kein "Zwang"
    b) "Zwang" dürfte die falsche Vokabel in einem offenen Diskussionsforum mit jederzeitiger Gegenargumentationsmöglichkeit sein
    c) jeder hier dürfte Mann/Frau genug sein, sich von nichts und niemandem zwingen zu lassen. Im Zweifel auf "ignore" setzen.
    Im übrigen jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Gerne werde ich Ideen für andere Transportformen der Sensibilisierungsanliegen adaptiert.

    Eine Vorgehensweise in Richtung, lasst uns überlegen, welche Vorbereitungen machen Sinn, für den Fall eines längeren Stromausfalls und wo liegen die Grenzen, würde mir eher liegen.

    Keine Frage, das ist Deine Stärke und Dein Feld, wo ich und jeder lernen kann. Dennoch möchte ich auch hierbei zu bedenken geben, dass keine Illusionen beim Leser und evtl. daraufhin Handelnden erzeugt werden sollten. Ich - und Du vermutlich auch - halten den unumstößlichen Glauben an die dauerhafte und lückenlose Beherrschbarkeit der 500 Atomanlagen schon in leichten und mittleren Krisenszenarien, in denen es auf Lebensmittelbevorratung ankommt (schon gar in Stromlos-Szenarien) für ziemlich gewagt. Wenn man also die Message vermitteln würde (Du bemerkst den "Irrealis" in der Formulierung), mit Stromgeneratoren, perfektionierter Bevorratung und ein paar Kanonen im Schrank kann man rundum-sorglos in die Krise gehen nach dem Motto die anderen wirds erwischen, mich nicht, wäre das meiner Meinung nach (nur Meinung, keine Argumentation) mit einer Verantwortungsethik nicht in Einklang stehend.

    PS: Ich habe mal grinsend bemerkt, das ich mich wundere, dass DIR keiner Hysterie vorwirft, weil mir das schon bei einem Viertel eines Deiner Beiträge von Tomster und Co. vorgeworfen würde, (...).

    Ein Hysterievorwurf durch hiesige Diskutanten fände ich auch reichlich deplaziert, zumal wer im Lebensmittelbevorratungsfaden unterwegs ist, sollte nicht mit solchen Steinen werfen. Alles in kühler Sachlichkeit dargeboten ...