Liebe Leut',
wenn es ernährungsmäßig wirklich darauf ankommt, dass man eine Kleintierzucht oder auch größere Vierbeiner hat, wie oben diskutiert, dies also den Unterschied zwischen Hungern und nicht Hungern ausmacht, was ist dann?
Dann ist man mittendrin im Sterben, Rauben, Plündern und Morden, oder genau dieses ist schon vorbei und die Bevölkerungsdichte hat sich beträchtlich (50-80%) abgebaut.
Glaubt denn irgendwer, Hungernde würden in Ballungsgebieten (auch ein 30.000-Einwohner-Städtchen ist ein Ballungsgebiet) sich ihrem hungernden Schicksal ergeben und da bleiben, wo sie sind? Oder innerhalb von einigen Wochen evtl. Straßenbegleitgrün und Ziergärten roden und einigermaßen ertragbringend nutzen, kampflos ernten/züchten/verwerten können? Ohne Samen, Kunstdünger, Maschinen, Pflanzenschutzmittel, Fähigkeiten und Fertigkeiten, selbstverständlich eine wohlgelaunte Natur ohne Dürre/Kälteeinbrüche o.ä. vorausgesetzt? Glaubt denn irgendwer, dass in einem solchen Szenario die Staatsmacht noch geordnet funktioniert, wenn die Staatsdiener/Exekutive und deren Familien selbst nicht ausreichend versorgt und gesichert sind, die hungernden Städter quasi interniert, entwaffnet oder sonstwie dafür sorgt, dass die, die nichts außer Gewalt Habenden, ebendiese nicht anwenden, um satt zu werden?
Also entweder eine wirkliche ernsthafte und andauernde Versorgungskrise tritt nicht ein und das Hungern passiert nicht oder aber man darf sich Verhältnisse wie im Dreißigjährigen Krieg bei 10-50fach höherer Bevölkerungdichte vorstellen.
Klar wird es in äußerst abgeschiedenen Gegenden mit viek Glück möglich sein, sich all dem zu entziehen. Das werden schon Hunderte sein oder vielleicht Tausende, aber wohl schwerlich Zehntausende und bestimmt keine Hunderttausende oder Millionenen. So schaut es aus in einem solchen Szenario, Freunde.
Dennoch, wenn man sich vorstellt, dass die eigenen Kinder hungern, würde man da nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad alle möglichen Distanzen in Angriff nehmen und Beschaffungsrisiken eingehen, um diese zu retten? Und ob da Tauschmetalle tatsächlich die Rettung sind (getauscht wird ohnehin nur, wenn der Tauschende eine Überproduktion verfügbar hat und glaubt, diese auch bei andauernder Krise nicht zu benötigen und das Metall für ihn wertvoller ist, als Nahrungsmittel). Die, die keine Metalle oder Krisenbrauchbares haben, werden ohnehin mit Gewaltmitteln "tauschen" müssen. Und das ist die Mehrheit, ungeachtet von ethnischer Zugehörigkeit und Gewaltneigung im derzeitigen zivilen Überflussleben.
Wer glaubt, er könne sein Schaf in so einem Szenario retten/behalten und könne es rund um die Uhr über Monate/Jahre lückenlos verteidigen, mit Verlaub, den halte ich selbst für ein Schaf.