Beiträge von Wayne Schlegel

    Überhaupt schadet es nicht, Vorüberlegungen zu einem evtl. noch möglichen finalen Hamsterkauf anzustellen. Also Papiergeld, Transportkapazität und Plan zurechtlegen.


    Nicht vor der Haustür einkaufen, denn dann hat man nicht mehr die Entscheidungshoheit, wen man - wenn es darauf ankommt - mitversorgen/beschenken will, denn die Gesichter hinter megavolle Einkaufswagen prägen sich bei evtl. zu kurz gekommenen und auch in nur minderer Panik befindlichen Zeitgenossen vielleicht schon ein.

    thunfisch oder schmalzfleisch - beides ist aber in dosen , wie lange halten sich die vitamine und vitalstoffe bei eingedosten lebensmitteln . wenn das zeug nach 2 jahren nur noch " fett" ist ohne vitamine kann ich besser gedreideKÖRNER und öl einlagern . was ist mit ganseschmalz ? -kalorien pur , erdnussbutter , haselnusmus ... fett fett fett !!! .
    fehlte den leuten inden hungerjahren eigendlich generell was zu essen oder mehr das Fett ? also die energiekalorien


    So wie man liest, hat in Hungersnotzeiten Kalorienhaltiges gefehlt. Brennesseln, Löwenzahn, Baumrinde und Gänseblümchen hat es zu Lande genug gegeben und viele sonstige Kräuter, über deren Verzehrbarkeit die Ahnen eher wußten, als der zivilisierte Mensch.


    Eventuelle Vitaminen und Vitalstoffe (?) in gedostem Thunfisch/Fleisch ist m.E. sekundär, da eine frische Vitaminversorgung über Brennesseln, Löwenzahn und Gänseblümchen leichter sichergestellt werden kann als über Abbau-/Zerfallsüberlegungen in heutigen Industriekonserven. Oder/ergänzend halt ALDI-Multivitamintabletten lagern. Die kann man vielleicht aber auch noch ganz zum Schluss ergattern, weil bei massenhaften Hamsterkäufen der Denkhorizont der Menschen nur einige Wochen/wenige Monate beträgt und, da Vitaminmangel heutzutage kein breites Thema mehr ist, zuerst kalorienbezogen eingekauft werden dürfte.


    Wegen der höheren Energiedichte habe ich mich ausschließlich für Fischdosen in Öl statt in Wasser/Lake entschieden.

    Beides Grünfutter liegt um 50 kcal/100 g, Tomaten lagen bei 17 kcal. Löwenzahn und Brennessel haben also eine 3 x höhere Kaloriendichte, als die Tomaten, außerdem wächst das Zeug ohne Pflege am Wegesrand.


    Super und vielen Dank für die Angaben des Nährstoff-, Vitamin-, MIneralstoff-, Spurenelemente,- Kohlenhydrat-, Ballaststoff-, Amínosäuren- und Fettsäuerengehaltes.


    Ich habe mir die Angaben bzgl. Brennesseln und Löwenzahn mit dem vormals von Dir geposteten "Gehaltes" von Tomaten tabellarisch gegenübergestellt.
    Ergebnis: Zwar ist der Nährstoffgehalt pro Gewichtseinheit bei allen drei Naturprodukten gering (deutlich am geringsten bei Tomaten wie Du auch hervorhebst), sodass alle drei Pflanzen keinen ausreichenden Beitrag für die Kalorienversorgung leisten können, aber sehr wohl kann man seinen Vitaman-, Mineralstoff, Spurenelementebedarf damit decken. Supi.


    Tisc1: kannst Du uns dankenswerterweise und der Vollständigkeit halber noch sagen, woher die Angaben stammen?


    @alle: gibt es sonstige Pflanzen, die Mutter Natur uns massenhaft und ohne aufwändige Anbaubemühungen mit Ernteausfallrisiko zur Verfügung stellt und deren Verzehrbarkeit und Gehalt uns, weil kein industrielles Geschäft aufgezogen werden kann, offenbar weitestgehend verschwiegen werden?


    Iring: Fuchsbandwurmgefahr gibt es potenziell bei allen Pflanzen, die unterhalb Kniehöhe stehen, nicht auf hermetisch eingezäunten Flächen wachsen und ungewaschen/ungekocht verzehrt werden. Sämtliche Salate, (Erd-)Beeren, Pilze, Fallobst usw.. Kleintierzüchter (Stallhasenfans) verfüttern insbesondere Löwenzahn in größeren Mengen und regelmäßig. Sind die Tiere nun gegen Fuchsbandwurm resistent oder ist die Gefahr verschwindend gering?

    Löwenzahn ist nicht jedermanns Sache...Was aber auf jeden Fall sehr viel enthält, sind Brennnesseln. Die sind halt nur etwas schwerer zu ernten...aber immerhin einwandfrei zu erkennen. Beim Löwenzahn soll es tatsächlich Menschen gegeben haben, die ihn mit Herbstlöwenzahn und anderem verwechseln...


    Danke fred und Wurschtler für die bisherigen Antworten. Ich habe die Infos aus Wiki einfach mal wie folgt geguttenbergt, damit die unzähligen Millionen Forumsfadenleser es mundgerechter haben:


    Was ist Herbstlöwenzahn? Ungeniessbar oder schädlich/giftig? Unterscheidungsmerkmal laut Wiki: Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Löwenzahn ist der Blütenstandsschaft des Herbstlöwenzahnes nicht hohl. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Herbstl%C3%B6wenzahn


    Zum gewöhnlichen Löwenzahn steht bei Wiki u.a.: Nahrungs- und Genussmittel [Bearbeiten]
    Die gelben Blüten eignen sich zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees als Brotaufstrich. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Mit einer Speck-Rahmsauce gilt dieser als Delikatesse. Aus der getrockneten Wurzel der Pflanze wurde in der Nachkriegszeit ein Ersatzkaffee hergestellt (Zichorienwurzelersatz). -> http://de.wikipedia.org/wiki/G…ahrungs-_und_Genussmittel


    Zu Brennesseln schreibt Wiki u.a. wie folgt: Das Kraut, die Wurzel und die Samen der Pflanze werden verwendet. Als Frühjahrsgemüse werden die jungen Brennnesseltriebe wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, an Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Silizium, an Vitamin A und C, an Eisen, aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts, der höher ist als bei der Sojabohne und ihres feinsäuerlichen Geschmacks geschätzt.


    Besondere Verbreitung fanden Brennnesselgerichte in Notzeiten, in denen Blattgemüse wie Spinat oder Gartensalat zugunsten nahrhafterer Pflanzen kaum angebaut wurden, und bei der armen Bevölkerung, da Brennnesseln auf Brachflächen und in lichten Wäldern reichlich gesammelt werden können. Eine weitere bekannte Zubereitungsart ist die Nesselsuppe. Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen Pflanzen im Frühjahr oder bei größeren Pflanzen die Triebspitzen. Der unangenehmen Wirkung der Nesselhaare kann man entgegenwirken, indem man die Triebe in ein Tuch wickelt und stark wringt, sie kurz blanchiert oder ihnen eine kräftige Dusche verabreicht. Ist die Pflanze getrocknet, verliert sie ebenfalls ihre reizende Wirkung.


    Übliche Zubereitungen sind roh als Salat (wobei die Nesselhaare durch das Vermischen mit der Sauce zerstört werden) oder blanchiert und wie Spinat verwendet als „Brennnesselspinat“ oder Brennnesselsuppe.
    Die Blätter können auch getrocknet und als Tee zubereitet werden.
    Früher wurden gelegentlich Butter, Fisch und Fleisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Tatsächlich verhindern die Wirkstoffe der Brennnessel die Vermehrung bestimmter Bakterien. Diese Praxis ist sogar gerichtsnotorisch: 1902 wurde eine Berliner Milchhändlerin auf Grund der Brennnesselblätter in ihrer Milch wegen Lebensmittelverfälschung angeklagt. Mit der Begründung, dass dies ein „allgemein geübtes Verfahren“ sei, wurde die Händlerin jedoch freigesprochen. In Mitteleuropa, unter anderem den Niederlanden, Luxemburg, Österreich und Deutschland, werden Brennnesseln auch als Zutat für Brennnesselkäse verwendet.
    Noch heute gibt man Brennnesseltriebe oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen; auch als ganze Pflanzen gibt man sie Hausschweinen in der biologischen Landwirtschaft gern als Beifutter.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Brennesseln#Lebensmittel


    Offen bleibt die für mich interessante Frage, ob man durch o.g. Pflanzen, die eine fast mühelose Verfügbarkeit im Krisenszenario haben (man muss es vielleicht nur wissen), einen aufwändigen und anfälligen Tomatenanbau u.ä. vitaminös ersetzen.
    Wenn hier ein Leser/Botaniker etwas in Erfahrung bringen und hier posten könnte, wäre das spitze.

    Zum Seitan/Gluten:
    Laut heutiger Antwort eines 5kg-Gebinde-Versenders hat das Zeug eine MHD bis Ende August 2012.
    Bei optimaler Lagerung dürfte die Verzehrfähigkeit zwar deutlich länger sein, mir ist das aber insgesamt denn doch für eine größere Einlagerung zu kurz. Falls jemand andere Informationen/Quellen hat, wäre ich für Mitteilung dankbar.


    Zum Tomatenanbau:
    Wie schon vor einigen Tagen festgestellt: Als Hobby und Spaß an der Freud okay, für Subsistenzzwecke in Krisensituationen nach meiner Einschätzung unbrauchbar, weil
    - zu unsicherer Ertrag,
    - zu kurze Saison in Verbindung mit geringer Lagerhärte
    - zu geringe Nahrhaftigkeit,
    - sehr schlechtes Verhältnis Arbeits-/Zeitaufwand/Ertrag.
    Vielleicht wäre hier ein Apfelbäumchen oder Zwetschgenbäumchen mit Dörrobstoption eine sinnige Alternative? Insofern habe ich mit meinen Kirschbäumchen vor 10 Jahren - natürlich damals ohne an Bevorratung/Haltbarmachung zu denken - eine falsche Variante ergriffen, weil der schmackhafte Ertrag täglich mit gefrässigen Amseln erstritten werden muss und Kirschen sich für Dörrobst nunmal nicht eignen.


    Wie wäre es bzgl. Vitaminzufuhr mit wildwachsendem Löwenzahn? Abzuraten oder empfehlenswert?

    Untergangssehnsucht ist völliger Quatsch. Kein Mensch mit Verstand kann sich so einen Zivilisationsuntergang wünschen.
    Kein Mensch seiner Epoche dürfte sich auch die Auswirkungen und Begleiterscheinungen des Dreißigjährigen Krieges gewünscht haben.


    Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und jeder wird sich gravierend veränderten Zuständen stellen müssen, wie die auch sein mögen. Mögliche Szenarien, Vorbereitungsmöglichkeiten in Form von Bevorratung und Handlungsvarianten pragmatisch und nicht transzendental aufzuzeigen, dem dient dieser Faden. Wer dies für abwegig hält, psychisch nicht verkraften mag oder kann, für den ist das hier keine gute Adresse.


    Noch können wir uns an schöngeistigen Philosophien und Hinterfragungen erfreuen, noch geht es im Okzident nicht ums nackte Überleben. Schön, wenn es so bleiben würde und wir nur Probleme wie Steuererklärungen, Zensus, Rettungsschirme, HartzIV-Regelsätze haben.

    Gute, durchdachte Beiträge! :thumbup:
    Aber, Zustände wie im 30jährigen Krieg kommen nicht über Nacht!


    Hi Robertino,
    gewiss nicht über Nacht, aber nach einigen Monaten schon vorstellbar. Gar nicht abschätzbar ist die Zeitdauer: Jahre oder Jahrzehnte bis eine größere Macht für gewisse Stabilität (wie auch immer - feudal, mafiös, polizeistaatl. ...) sorgt. Zivilisationsniveau auf jeden Fall um einige Stufen unter dem jetzigen für die bezogen auf die Ausgangsbevölkerung nicht mehr so zahlreichen Überlebenden.


    Schauen wir mal, welche von den 3 Standard-Lösungen sämtlicher Lebensprobleme passen könnte (love it, leave it, change it):


    love it: bei Atomkraft nicht möglich, da das Risiko um Dimensionen zu hoch und unvereinbar mit nachhaltigem Leben ist


    leave it: Du nennst evtl. Migrationsziele. Meine Meinung: Wenn schon, denn schon. Man muss auf die Südhalbkugel, weil diese klimatisch und luftaustauschmässig von der Nordhalbkugel getrennt ist. Nur dort gibt es eine reelle Chance. Wir reden im Zivilisationsendeszenario nicht von 1 oder 2 AKWs, die unbeherrschbar werden, sondern von sämtlichen (Europa, Nordamerika, Asien). Aus einer Richtung muss der Wind ja schließlich kommen. Panama halte ich persönlich für höchstgefährlich.


    change it: für sofortigen Atomausstieg kämpfen und aufklären ist mühsam aber nicht ganz aussichtslos


    Hi Wurschtler,
    Zustimmung, wobei nicht für jedermann, der willens ist, 5.000 Euro Peanuts sind.


    Gegen Atomanlagen, die die allergrößter Bedrohung für die Zivilisation/Menschheit sind, kann man schon was tun, auch wenn es aufwändiger ist, weil man sich anstatt insgeheim Vorräte anzulegen outen muss: die Zeitgenossen Sensibilisieren und die Abgeordneten mit dem Thema ständig nerven.


    Das hat überhaupt nichts mit politischen Parteien zu tun, die für mich allesamt widerwärtig weil korrupt sind. Wenn aber unsere Nachkommen überhaupt eine Chance haben sollen, dann müssen diese Dinger weg. So einfach ist das.

    Haste mal was von R. Deutsch gelesen?


    Klar, auch ein ganz Gescheiter. Wegweisend für mich das Silberkomplott. Leider ist Reinhard Deutsch viel zu früh verstorben.


    Vom Traden verstehe ich nix. Vielleicht löst sich eine gewisse scheinbare Widersprüchlichkeit bzgl. Martins Trades dahingehend, dass er neben seinem Wissensfundus und seinen überragenden Fähigkeiten auch ein wenig Spieler/Zocker ist. Vielleicht spielt bei der Kolumnistentätigkeit auch Eitelkeit ein Rolle oder der schiere Mammon.


    Kleine und große menschliche Schwächen sollen bei vielen Zeitgenossen vorkommen, wie wir hier im Forum an uns selber sehen. Ich denke nicht, dass man verlangen sollte, ein Mensch müsse rundum und überall perfekt und konsequent sein, um überzeugend zu wirken. Die Messlatte Jesus, Gandhi und Mutter Theresa sind doch ein wenig zu hoch.

    Da kommen STÄDTER, da bin ich doch ganz entspannt. :hae:


    Hoffentlich werde ich nicht um die Mühe meiner Arbeit gebracht, weil ich mich totlache, wenn die versuchen über die Mauer zu kraxeln oder eine Zange zu benutzen ! :D
    Und dann bleibt da immer noch die Frage, wo die hin gehen . Dort wo es überwiegend ungesichert ist oder dort wo doch schon Widerstand zu erwarten ist ?! 8o
    Im übrigen halte ich in einer Situation mit Plünderungen das allein gelegene Grundstück im Wald für wesentlich gefährdeter.
    Ein Dorf, das zusammen hält kann bestimmt ausreichend Barrikaden bauen so wie Wachen organisieren und sich gegen hunderte Angreifer verteidigen. Im einsamen Haus reichen eine Hand voll Ganoven. ;(


    Hi ECU,
    Du verbesserst natürlich die Chancen für Deine Familie durch Sicherungsmaßnahmen, keine Frage. Wenn sich ein Stamm/Clan bildet (verschworene Dorfgemeinschaft) sowieso. Wobei das eben auf bedingungslose Gegenseitigkeit beruht und Du der Dorfgemeinschaft gleichermassen Schutz und Deine Hühner zu gewähren hast. Urkommunismus in purer Form. Das Eigentums- und Egoistenparadigma wird nicht mehr funktionieren. Je schneller sich man dahingehend umstellt, umso besser.


    Aber eine freudige Erwartung auf sich selbst verletzende Eindringlinge halte ich für verfehlt und ein Lachen darüber für unangebracht. Im günstigsten Fall bekommst Du halt mal als Revanche eine Brandfackel oder etwas Vergiftetes vom Verletzten nächtens rübergeworfen. Im ungünstigsten Fall wird Deine Trutzburg belagert. Es scheint ja was zu holen zu sein, wenn so aufwändige Sicherungsmaßnahmen betrieben werden. Oder einem Clan hat es nicht gefallen, dass Du/Dein Flecken einen aus ihren Reihen demonstrativ aufgeknüpft hat.

    Ist es Voraussetzung supergescheit zu sein, daß man Bildkolumnist wird?
    Der selbe supergescheite Bildkolumnist predigt ja auch seit Jahren die Vorhaltung von Papierbargeld, will auf keinem Konto mehr Geld haben und legt gleichzeitig einen grandiosen Trade nach dem anderen hin...den er dann selbstverständlich hinterher berichtet...


    Hast Du mal ein paar Bücher von dem Mann gelesen oder urteilst Du aufgrund von Kolumnen/Einzelaussagen?
    Ich halte es auch nicht prinzipiell für eine schlechte Idee, einen Papierbargeldvorrat zu haben, um vielleicht im letzten Moment noch die Chance zu haben, einen Großeinkauf zu machen, wenn die Geldautomaten oder elektronischen Bezahlsysteme klemmen oder man sich nicht unbedingt in langen Schlangen einreihen will. Vielleicht taugt ein Papierbargeldvorrat dann aber auch nur zum Feuer machen. Wer weiß. Mit unerreichbaren binären Zahlen auf dem Konto kann man das jedenfalls nicht.


    Ob Deflation oder Inflation oder beides zusammen oder nichts dergleichen nun wahrscheinlicher ist, darüber gibt es bergeweise sich widesprechende Literatur von gescheiten Leuten. Kann sich jeder selbst raussuchen, was er für überzeugender hält.


    An einen weltweiten Zivilisationsverlust glaube ich nicht. Wie sollte es dazu kommen?
    Ich befürchte "nur" längere lokale Konflikte in Europa, so wie es sie schon immer mal gegeben hat.


    Hi Notopfer,


    wie es dazu kommen sollte? So, wie in der Geschichte Hochkulturen (Zivilisationen) stets und ausnahmslos untergegangen sind. Die Frage müßte daher eher lauten, wie soll es gelingen, dass es diesmal zum ersten Mal in der Geschichte nicht so kommt.


    Selbst wenn Du "nur" lokale Konflikte in Europa befürchtest - werden da die Atomkraftwerke ausgespart bleiben? Oder müssen die Heruntergefahren werden, damit nichts Großes passiert? Auch heruntergefahrene Atomkraftwerke müssen jahrelang gekühlt werden. Sonst wird es im Umkreis von hunderten Kilometern sehr ungemütlich (wenn es übel läuft, sind es tausende (und zwar sowohl Kilometer als auch Jahre), denn wer würde bei lokalen Konflikten nötigenfalls die Logistik aufbringen können, Sarkophage zu bauen). Hoffentlich ist bei lokalen Konflikten für Kühlung noch Strom, ausreichend Ersatzteile und im übrigen Bewachung der sensiblen Anlagen vorhanden.


    Heute ist die Zivilisations-Fallhöhe unvergleichbar größer, weil eine extreme Technikabhängigkeit besteht und Selbstverantwortungs-/Selbstversorgungskenntnisse, -fertigkeiten und -fähigkeiten in den westlichen "Hochkulturen" weitestgehend verloren gegangen sind. Wer ist denn außer ein paar Subsistenzler noch zu nennenswerter Urproduktion ohne Dünger, Spritzmittel, Großmaschinen und industrielle Verarbeitung fähig?

    (...) Die Bewachung wäre für eine einzelne Familie unmöglich. Die einzige Lösung die mir gerade einfällt wäre es gemeinschaftlich ein größeres Gelände für diesen Fall vorzubereiten und zu befestigen. Das klappt - wenn überhaupt - nur in ländlicher Umgebung. In dem Szenario hat man als Einzelner kaum eine Chance. Da hilft nur eine Gemeinschaft mir gestreuten Fähigkeiten.
    Für das Szenario seh ich schwarz


    So sehe ich das auch.
    Sogar supergescheite Leute wie Paul C. Martin predigten vor Fukushima, dass es in the long run einen Rückfall der Menschheit in Stammesgesellschaften geben wird und die Technik sich auf Bronzezeitniveau einpendeln wird (wenn das oberirdisch von der jetzigen Zivilisation Hinterlassene aufgebraucht sein wird).


    Jetzt, nach Fukushima, darf man wohl nicht mehr so optimistisch sein. Wie wollen Stammesgesellschaften die Nuklearanlagen auf Dauer sichern? Wie wollen die alle paar Jahrzehnte Sarkophage bauen/erneuern? Und da genügen auf Dauer auch keine Sicherheitsabstände von Hunderten von Kilometern (die es in Zentraleuropa gar nicht gibt). Also für Europa und alle Territorien mit Atomanlagen sieht es überhaupt nicht gut aus. Unsere Kindeskinder werden uns dereinst deswegen verfluchen, so sie überhaupt überleben.


    Guter Beitrag Blackpearl - danke.
    Zur Zitierung: Ich hatte nicht vollständig formuliert, ich meinte "aus logistischen und kostenmäßigen Gründen für die meisten kaum möglich".


    Deine Einschätzungen im übrigen teile ich voll und ganz. Nur eine Relativierung: Bei einem schnellen und heftigen Hereinbruch des Endes der Zivilisation ist die größte Gefahr das Außerkontrollegeraten der Atomkraftwerke. Seit Fukushima weiss jeder, dass, wenn die nicht lückenlos gekühlt werden, auch über viele Jahre die Abklingbecken, ist es ganz schnell für Gesamteuropa vorbei, ob mit oder ohne Vorräte. Das muss man ganz illusionslos sehen. Und dann noch auf die Südhalbkugel zu kommen, ist im Chaos wohl aussichtslos. Insoweit hat sich unsere Wachstums- und Konsumgesellschaft das zivilisatorische Todesurteil selbst gegeben. Das Todesurteil wartet nur noch auf die Vollstreckung. Nur die Hoffnung bleibt auf einen guten Ausgang.


    An H. Löns mit dem Wehrwolf kann ich mich ganz schwach vom Hörensagen erinnern. Ich habe den Roman aber soeben bei booklooker bestellt. Bin gespannt.


    Was hat es mit Alexander Bean auf sich?

    was sind denn die besten vitamin und mineralienreichsten lebensmittel zum bevorraten . gläßer und dosen sind ja offensichtlich tot - wozu also lagern , da lagere ich lieber öl - honig - gedreidekörner - salz und dörrobst anstatt all den dosenzeugs nebst nudeln ...


    Schon schon lieber Iring. Aber es ist auch eine Frage der Effektivität, der Lagekapazität und der einsetzbaren (Geld-)Ressourcen.
    Schließlich hoffen wir doch hoffentlich, dass das Bevorratete niemals zum Einsatz kommen muss.


    Effektiv, billig und sehr lange haltbar sind eben Zucker, Reis, Nudeln, Öl-Fischkonserven. Es gibt natürlich x-Sachen, die ernährungsphysiologisch und geschmacklich viel viel besser sind. Jeder kann, wenn er sich für Bevorratung entscheidet, selbst schauen, welche Möglichkeiten und Neigungen er hat. Anregungen gibt es in diesem Faden und in den Vorsorgeforen/Selbstversorgerforen zur Genüge.

    Vielen Dank fred für Deinen guten Beitrag und vorallem für die mir bislang unbekannte Gluten-/Seitan-Info. Dazu habe ich unten noch Fragen. Zunächst noch kurz zu einigen Aspekten des Beitrages:



    (... ) Realistischerweise gehen wir ja auch nicht davon aus, dass unser Vorrat 2 Jahre ausreichen muss. Wenn eine Krise so lange vorläge, wäre eg alles aus. Länger wie ein Jahr dürfte es nicht dauern, dass ist die Zeit die benötigt wird, um eine neue Ernte einzufahren, und in dem einen Jahr wird man vieles essbares finden, dass man bisher nicht genutzt hat.


    Ich bin ein Freund von Optimismus, dennoch sollte diese Grundeinstellung nicht den realen Blick auf ein umfassendes Krisenszenario, das nennenswerte Vorratshaltung überhaupt erforderlich macht, versperren. Wenn schon, denn schon.
    Mir ist klar, dass eine Vorratshaltung für 2 Jahre aus logistischen und kostenmäßigen Gründen kaum möglich ist. Allerdings wäre eine solche in dem umfassenden Krisenszenario angezeigt. Und wer kann, der sollte tun.


    Denn wie in Post 3096 und 3098 diskutiert wird es bei mehrmonatigem Versorgungsausfall und Ausfall der Staatsmacht zu massenhaftem Raub, Mord, Plünderung usw. kommen. Komplettzusammenbruch der Zivilisation, der (Bürger-)krieg ernährt sich ein Zeit selbst. Einhergehend natürlich mit Seuchengefahr und sonstigen überraschenden Begleiterscheinungen (Massenmigration). Davon auszugehen, dass in einem solchen Umfeld gesät und geerntet werden kann, halte ich für Wunschdenken. Da werden bestellte Mais- und Kartoffelfelder geplündert, sobald Supermärkte, Lagerhäuser, Schweine- und Viehställe leergefegt sind. Wer soll da die Möglichkeit haben, für die nächste Saison eine nennenswerte Saat auszubringen und zwar manuell ohne Dünger, Großmaschinen, die wenigstens eine Notversorgung von größeren Bevölkerungsteilen sicherstellten kann? Wenn da irgendwo ein Huhn gackern sollte, wird es gemeuchelt. Denn der Hunger kennt nur das Jetzt (Fleisch) und nicht das Morgen (Ei-Lieferant)


    Erst wenn (fast) alles leergeräumt ist, dann würde das richtige Hunger- und Seuchensterben losgehen.


    Das ist bitter und krass, aber Szenarienrealität: Erst wenn die Zivilisation soweit dezimiert ist, dass nicht überall sogar der Samen oder Setzlinge verzehrt werden, kann es eine Stabilisierung geben. Das kann allerfrühestens nach 2 Jahren angenommen werden. Im ersten Jahr "danach" leben einfach noch zu viele, die aber nicht die Zeit haben, Wachstum und Reife abzuwarten.



    Am schlimmsten sind eher die ersten Wochen, und genau dafür reichen Salz, Zucker, Seitan und Öl völlig aus.
    (...) Alles Essen in dem Vitamine und so drin sind. Öl, Zucker, Salz und Seitan sichern nur ab, dass du im Notfall die nötige Energie zusammenbekommst.


    Da habe ich eine andere Meinung. Am Schlimmsten sind nicht die ersten Wochen, sondern die mindestens 2 Jahre danach.


    Allerdings meinte ich auch nicht wirklich Mehl. Dann lieber Getreide als Korn. Seitan ist aber nur das Weizeneiweiß, auch Kleber uder Gluten genannt. Für Glutenallergiker natürlich nix, aber für alle anderen praktisch reines Eiweiß in Pulverform, das Kilo für knapp 2 €, lange haltbar. Außerdem kann man daraus Fleischersatz machen, der wirklich gut ist. Mit diesen 4 Sachen sind also Fette (Öl), Mineralien (Salz), Kohlenhydrate (Zucker) und Eiweiß (Seitan) abgedeckt, die restlichen Dinge sind Spurenelemente und Vitamine, wie der Name schon andeutet, brauchts da nur winzige Mengen.
    Gruß fred


    Sehr gut zusammengefasst.


    Das mit dem Gluten (Seitan-Basis) hört sich sehr interessant an, wenn eine lange Haltbarkeit (Lagerfähigkeit) zu geringen Gestehungskosten möglich ist.
    Aus dem Netz habe ich folgendes an Infos zusammengetragen:

    • Seitan (übersetzt Kleber) , auch als Gluten, Klebereiweiss oder Weizenfleisch bezeichnet, ist ein wasserunlöslicher Teil des Getreideproteins, welcher ca. 80 % des Gesamteiweißes im Weizen ausmacht und aus den beiden Proteinen Gliadin und Glutenin besteht.
      Einfach mit der gleichen Menge Wasser zu einen Teig kneten und in einem starken Sud aufkochen. Dann als Braten, Hack oder Gyros weiterverwenden. Wenn man vor dem Kneten Gewürze direkt in das Pulver mischt hat man noch mehr Einfluss auf den Geschmack, muss dann aber eventuell mit der Menge an Wasser etwas variieren.
      Nährwerte pro 100g:
      Energie: 393 kcal / 1644 kJ
      Eiweiß: 81g
      Fett: 4g
      Kohlenhydrate: 7g
      Ballaststoffe: 1g

    Einige Infos gibt es hier: http://www.chefkoch.de/forum/2…llung-und-verwendung.html
    Eine Bezugsquelle scheint hier zu sein: http://www.vegan-wonderland.de…-Seitan-Basis-p-1053.html (Kilopreis offenbar 3 Euro)


    In den Beitägen in dem verlinkten Forum ist die Rede von langer Haltbarkeit und evtl. Bezugsmöglichkeiten von Gluten über das Bäckerhandwerk und Mühlen. Leider ist ausser diesen Andeutungen nichts zu finden (genaue Haltbarkeitsdauer in Jahren, günstigere Bezugspreise bei größeren Mengen usw.).


    Hat jemand von euch Ahnung bzw. Beziehungen in das Getreideverarbeitende-/Bäckereigewerbe und kann das dankenswerter Weise recherchieren? Falls forumsöffentlich nicht möglich, gerne auch per PN an mich.

    Liebe Leut',


    wenn es ernährungsmäßig wirklich darauf ankommt, dass man eine Kleintierzucht oder auch größere Vierbeiner hat, wie oben diskutiert, dies also den Unterschied zwischen Hungern und nicht Hungern ausmacht, was ist dann?


    Dann ist man mittendrin im Sterben, Rauben, Plündern und Morden, oder genau dieses ist schon vorbei und die Bevölkerungsdichte hat sich beträchtlich (50-80%) abgebaut.


    Glaubt denn irgendwer, Hungernde würden in Ballungsgebieten (auch ein 30.000-Einwohner-Städtchen ist ein Ballungsgebiet) sich ihrem hungernden Schicksal ergeben und da bleiben, wo sie sind? Oder innerhalb von einigen Wochen evtl. Straßenbegleitgrün und Ziergärten roden und einigermaßen ertragbringend nutzen, kampflos ernten/züchten/verwerten können? Ohne Samen, Kunstdünger, Maschinen, Pflanzenschutzmittel, Fähigkeiten und Fertigkeiten, selbstverständlich eine wohlgelaunte Natur ohne Dürre/Kälteeinbrüche o.ä. vorausgesetzt? Glaubt denn irgendwer, dass in einem solchen Szenario die Staatsmacht noch geordnet funktioniert, wenn die Staatsdiener/Exekutive und deren Familien selbst nicht ausreichend versorgt und gesichert sind, die hungernden Städter quasi interniert, entwaffnet oder sonstwie dafür sorgt, dass die, die nichts außer Gewalt Habenden, ebendiese nicht anwenden, um satt zu werden?


    Also entweder eine wirkliche ernsthafte und andauernde Versorgungskrise tritt nicht ein und das Hungern passiert nicht oder aber man darf sich Verhältnisse wie im Dreißigjährigen Krieg bei 10-50fach höherer Bevölkerungdichte vorstellen.


    Klar wird es in äußerst abgeschiedenen Gegenden mit viek Glück möglich sein, sich all dem zu entziehen. Das werden schon Hunderte sein oder vielleicht Tausende, aber wohl schwerlich Zehntausende und bestimmt keine Hunderttausende oder Millionenen. So schaut es aus in einem solchen Szenario, Freunde.


    Dennoch, wenn man sich vorstellt, dass die eigenen Kinder hungern, würde man da nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad alle möglichen Distanzen in Angriff nehmen und Beschaffungsrisiken eingehen, um diese zu retten? Und ob da Tauschmetalle tatsächlich die Rettung sind (getauscht wird ohnehin nur, wenn der Tauschende eine Überproduktion verfügbar hat und glaubt, diese auch bei andauernder Krise nicht zu benötigen und das Metall für ihn wertvoller ist, als Nahrungsmittel). Die, die keine Metalle oder Krisenbrauchbares haben, werden ohnehin mit Gewaltmitteln "tauschen" müssen. Und das ist die Mehrheit, ungeachtet von ethnischer Zugehörigkeit und Gewaltneigung im derzeitigen zivilen Überflussleben.


    Wer glaubt, er könne sein Schaf in so einem Szenario retten/behalten und könne es rund um die Uhr über Monate/Jahre lückenlos verteidigen, mit Verlaub, den halte ich selbst für ein Schaf.


    Danke Tisc1,


    darum gehts. Nichts gegen Tomatenzüchtung, mir schmeckt das Nachtschattengewächs auch. Aber für Vorsorgeinteressierte, die man im Faden "Wer hat einen Lebensmittelvorrat" vermuten darf, muss leider festgehalten werden,


    dass Tomaten keinerlei Beitrag zur Deckung des Kalorienbedarfes leisten können, es sei denn, man verputzt und verträgt täglich einen nicht zu kleine Teil der 100 bis 200 kg, die man für eine Vollkalorienversorgung bräuchte (abhängig von Körpergewicht, Arbeitsaktivität, Wärmebedarf(Winter)).

    Weil das Thema Tomaten hier eifrig besprochen wird:


    Hat schonmal jemand theoretisch ausgerechnet, wieviele Kilo Tomaten täglich ein erwachsener, arbeitender Mensch zur Deckung seines täglichen Kalorienbedarfes zu sich nehmen müßte?


    Wäre doch mal interessant zu wissen, oder?


    Desert,
    das wäre nur dann so, wenn die Flagge mit den 12 Pentagrammen tatsächlich und einzig für die EU stünde.
    Sogar auf Wikipedia gibt es unter der Rubrik inoffizielle Deutungen (runterscrollen) Einordnungen ganz anderen Inhaltes. U.a. auch apokalyptische und auserwähltheit-messianische Deutungen.