Beiträge von Wayne Schlegel

    Servus Tiberius,
    Donnerwetter, da hast Du schon viele Krisen profund miterlebt. Da kann selbst Scholl-Latour nicht mit (Späßle).


    Also eine Krise in der Vergangenheit nennen, in der man trotz Gold verhungert ist? Habe eben bei Jared Diamond (Kollaps) nachgeschlagen, aber auf Anhieb ausser Osterinseln nichts gefunden. Der liebe Gott spricht in seinem Bestseller (Bibel) von Hungersnöten, gegen die nur der feste Glaube hülfe, und nach Betrachtung seines Gesamtwerkes kann man nicht davon ausgehen, dass er damit den festen Glauben an Gold gemeint haben könnte.


    Sonst fällt mir spontan leider nur noch Sahel, Eritrea, ein paar tausend Stadtbelagerungen in Antike und Mittelalter, zehntausende Missernten und hunderttausend Hungersnöte ein, wo dies der Fall hätte sein können, aber wir können nunmal keinen mehr Fragen, der vor Jahrhunderten verhungert ist, ob ihm Gold genutzt hätte oder nicht. Ach ja, da gab es laut den Anthropologen auch Steinzeitleute, die gar nicht wussten, was es mit dem glänzenden Metall in manchen Bachläufen auf sich hat. Da wird schon der ein oder andere im Verlauf von 100.000 Jahren mit Nuggets neben sich verhungert sein. Die gingen davon aus, dass man Gold nicht essen kann. Wie dumm von ihnen.


    In Mexiko soll zu Revolutionszeiten auch ein Gringo mit Gold versucht haben, Brot zu kaufen. Dem wurde der Hals aufgeschlitzt, Steine statt Brot reingelegt und das Gold im übrigen akzeptiert. Okay, er ist nicht mit Gold verhungert, insofern als Beispiel in unserem Fall wohl untauglich. Aber vielleicht kann man bei einer so schwierigen Aufgabenstellung ein Doktorvaterauge zudrücken. Quelle: Karl May. (scho widda a klois Spässle, gell, s'isch Fasnacht).


    Ist aber einerlei und insofern will ich der Fangfrage auch nicht weiter aufsitzen, weil wir nicht in der Vergangenheit leben, sondern in der Gegenwart und unsere Investments zukunftsorientiert ausrichten. Da Zukunftsinvestments nunmal eine Spekulation auf die Zukunft sind, steht es frei, Szenarien auszuschliessen oder einzubeziehen, die eine umfassende Katastrophe/Kollaps/Game Over mit Nahrungsmittelproduktionsausfällen umfassender Art beinhaltet. Nicht vergessen, wir haben Just-in-time-Distribution und immer noch eine jahreszeitenabhängige und vorallem nunmehr eine wenig fehlertolerante Massenproduktion (geh mal in eine moderne, vollklimatisierte Massenmilchkuhmelkfabrik, lasse Dich entkeimen und mit Schutzkleidung ausstaffieren und klatsche drinnen dann in die Hände: 10% der Überzüchtungen fallen vor Schreck sofort tot um, weitere 20% brauchen eine Farbtherapie. Alle miteinander gehen sie innerhalb weniger Tagen ein, wenn die Melkanlage nicht mehr funktioniert, weil der Servicetechniker mangels Gold zum Tauschen auf der Anfahrt verhungert ist. Gäbe zwar viel Notschlachfleisch, aber die Kühlkette, eine Pökelanlage für 1.000 Viecher, der Servicetechniker ... ihr wißt schon.


    Die Läger befinden sich auf den LKWs und was derzeit bei ALDI, LIDL usw. sicht-und essbar ist. Das ist alles. Der Bund hat noch für 2 Wochen eingelagert, aber natürlich nur für seine Leut. Die Wehrmacht dürfte etwas mehr haben, aber wenn die personell schrumpft, schrumpt die Logistik auch mit. Wenn Du natürlich ein Bundeswehrdepot in der Nähe hast und der Wachmanschaft einen Barren zuschiebst, dann rücken die ein paar EPAs raus - vorausgesetzt die haben genug davon und tuen in Chaos und Anarchie ihren Dienst wie eh und je. Oder die haben zuhause Ehekrise und beschützen daher lieber ihre Dienststelle denn ihre Familien. Aber nicht jeder hat so ein militärisches geschütztes Depot um die Ecke, wo sich Plünderer mit nur leichten Waffen nicht rantrauen.


    Und wer sich dann darauf verläßt, mit seinem gehorteten Metall den einen/die wenigen in einer Umwelt in Chaos und Anarchie zu finden, der einen Überschuss z.B. in Form von über Bedarf (!) gehorteten Konserven oder so ein Zeugs vor nicht tausch- sondern raubwilligen Zeitgenossen mit und ohne Migrationshintergrund hat bewahren können, der hat hoffentlich nicht zu einseitig auf diese Spekulation gesetzt. Es geht keiner rum mit nem Plakat "Tausche Bohnen gegen Gold" und meint dabei grüne Bohnen. Und ob es den Bauern gibt, der vor Ort ein volles Lager hat und der lieber Gold als Tauschangebot akzeptiert, als einen Kanister Diesel, weil er seine 500 PS Saat-/Ernte/-Sonstwasmaschine nie wirklich leiden konnte und mit Spaten und Setzholz ja leicht ähnliche Erträge erzielt - oder der PS-Koloss ohnehin eine Schraube locker hat und der Servicetechniker auf der Anfahrt ..., wer weiss das so genau. Ferner ist fraglich, ob besagter Bauer in Gewölbekellerritzen vom Großvater noch ein paar Samen der alten Sorten findet. Denn Terminatorsaatgut bzw. der Genkram, der eine 100%ig exakte Düngermischung und sonstige maschinelle Betreuung braucht, geht auch nicht so toll. Blieben da noch die Schrebergärtner und Doppelhaushälftenvorgartensubsistenzwirtschaftler sowie Fensterbanksprossenzüchterinnen. Wieviele Ernten pro Jahr werden damit benötigt, um ein halbes Regal bei ALDI dauerhaft voll und einige Mäuler gemäß dem üppigen Kaloriengehalt von Gemüse satt zu kriegen?


    Wer an Gott, Allah, Jahwe ... fest glaubt, dem ist dieser Glaube nicht zu nehmen. Wer ferner glaubt, er könne mit Gold jederzeit alles kaufen, dem ist auch dieser Glaube nicht zu nehmen und er darf diesen Glauben selbstverständlich gerne behalten. Wer sich glaubend noch nicht festgelegt hat, hat die Freiheit des Denkens und des Entscheidens der Frage, ob man Gold essen kann oder nicht. Amen.

    Wayne Schlegel:
    Das "Gold kann man nicht essen"-Totschlagargument ist sowas von hohl.


    Servus Frosti, das Argument mag hohl sein, aber es ist wahr. Eine Hohlheitsbehauptung ist für sich übrigens kein Argument, sonderen in der Rhetorik allenfalls eine Totschlags-ebensolches.


    Bedeutung hat es allerdings nur in einer einzigen Extremsituation: man hat Gold, aber nichts zu essen und keiner tauscht sein Essen gegen Gold, weil er selbst nicht genug Essen für sich/seine Allerliebsten hat und davon ausgeht, dass sich diese Mangelsituation auch nicht bis zum Ende des vorhandenen Essens ändert.

    Wenn es nichts zu kaufen gibt, hat auch nichts einen Wert. Also ist Gold wertlos. Genialer Zirkelschluss!


    Die Schlussfolgerung muss wie folgt lauten: Wirklichen Wert hat in dem diskutierten Szenario dann nur Existenzielles. Ist Gold existenziell, hat es einen Wert.

    Die "Es-wird-keinen-Überschuss-in-der-Krise-geben-Theorie" klingt für mich nach einer Entschuldigung bzw. einer Ausrede.


    Es sind Krisen vorstellbar, in der lange keine Überschüsse produziert und/oder verteilt werden können und viele aus ihren Vorräten leben müssen (weil das viele (?) so sehen, legen viele auch Vorräte an, ansonsten wäre das irrational und Geld- pardon Goldverschwendung). Wer davon ausgeht, dass immer Überschüsse produziert werden/verteilt werden können, der ist mit dem Thema natürlich fertig und braucht keinen weiteren Gedanken verschwenden.


    Ich halte die Annahme, es würde in der Krise niemanden geben, der etwas gegen Au&Ag herzugeben hat, für sehr unwahrscheinlich.

    Bezüglich des "Etwas" stimme ich Dir voll zu. Ich sprach aber von Nahrungsmitteln und nicht von "etwas". Es hilft mir in meinem Hunger nichts, wenn ich für eine Unze eine Eigentumswohnung kaufen kann. Die Frage in diesem Sinn ist also, kann ich in den von mir nicht von vornherein ausgeschlossenen Krisenszenarien mit Sicherheit annehmen, dass ich ohne zu große Risiken für mich und die von mir abhängigen eingehen zu müssen mit Metall stehts in ausreichendem Umfang existenzielle Nahrung kaufen kann von jemandem, der im Überfluss hat. Wenn man diese Frage mit ja beantwortet, dann kann man Gold im übertragenen Sinn essen. Wenn die Antwort nein lautet, dann kann man Gold nicht essen.

    Senf erkennt gewisse Probleme des aktuellen Geldsystems, will aber wieder irgendein neues Staatsgeld einführen. Einige Probleme würden dadurch sicherlich gelöst, andererseits neue geschaffen.


    Ich bin für freies Marktgeld. Wär doch schoen zu schauen was sich durchsetzt. Wahrscheinlich Gold und Silber für die meisten Anwendungszwecke. Jeder der möchte, kann sich ja umlaufgesichertes Geld ala Senf zulegen.


    Senf ist - wie alle Professoren - Staatsbediensteter und dürfte schon aus diesen Gründen ein vitales Interesse daran haben, dass es einen Staat mit Staatsgeld gibt, die ihn und seine Zunft alimentieren.


    Soll kein Vorwurf sein, sondern nur eine Faktenbeschreibung. Idealisten, deren Ideen sich gegen die eigene Alimentierung richten, sind halt höchstselten anzutreffen.


    Frosti: Gold bleibt am Ende tatsächlich. Aber eben als schmuckes Metall. Beim Big Bang nutzlos, denn da zählt nur Essbares und wenn es davon keine Überschüsse gibt, wird Nahrung auch nicht gegen alles Gold der Welt eingetauscht.
    Wenn ich nach dem Absaufen der Titanic mit Eichelburg in seinem doppelbödigen Goldrettungsboot allein auf hoher See sitzen würde und besagter mir eines seiner goldenen Paddel anbieten würde im Tausch mit ein paar Schluck aus meiner kleinen Wasserflasche und uns beide das viele Salzwasser sehr sehr durstig gemacht hätte, sollte ich da tauschen? In solchen Situationen ist bei eher materialistischen Charakteren eher die Gefahr, dass der eine dem anderen das Paddel über den Schädel zieht und Wasser und Gold hat. Gegenmeinungen?

    (...) Mein Wunschtraum ist und bleibt ein weitgehend manipulationssicheres, werterhaltendes und nachhaltiges Geld- bzw. Zahlungssystem. Ob es das überhaupt gibt und ob das jemals im großen Stile praktikabel wäre, keene Ahnung. Aber, versuchen können wir es wenigstens ..


    Nachhaltiges Geld- und Gesellschaftssystem?
    Alle Versuche sind bisher gescheitert. Im aktuellen Versuch eines nachhaltigen Geld- bzw. Zahlungssystems (Ziel natürlich ist es, nachhaltig-ewigen, idealerweise bei sich sich vermehrenden Wohlstand zu generieren) stehen wir kurz vor dem Abschluss. Das Ergebnis ist schon jetzt erkennbar. Der Wohlstand wird nur für herzlich wenige nachhaltig sein.


    Die Empirie belegt lückenlos: Es gibt kein weitgehend manipulationssicheres, werterhaltendes und nachhaltiges Geld- bzw. Zahlungssystem.


    Oder verkürzt: Der Mensch kann kein nachhaltiges Geldsystem schaffen (erhalten).
    Die Theorie (kapitalistische, kommunistische, freigeldige ...) arbeitet immer mit dem Instrument "Geld", denn nur mit "Geld" läßt sich eine Staatsmacht und Extrem-Profiteure (Geldmacht) etablieren, und bettet dieses in ihr jeweiliges Menschen-/Gesellschaftsbild ein, damit sich genügend finden, die mitmachen und es als alternativlos/überlegen präsentieren zu können. Auch das funktioniert im Sinne von Nachhaltigkeit nicht mal auf dem Papier.


    An historischen Quellen über geldlosen Gesellschaftssystemen stehen uns, abgesehen von interpretationsfähigen Höhlenmalereien, diverse heiligen Schriften diverser Religionen zur Verfügung. Geldlosigkeit herrschte ausschließlich in dem Gesellschaftssystem "Paradies". Für dieses Gesellschaftssystem läßt sich aber heutzutage niemand begeistern, weil es dort auch keine Schuhgeschäfte, Handys und billigen Sprit gab. Also finden wir uns auch hier damit ab, dass das Geld, wie jede geldwirtschaftende Gesellschaftsform, nach ihrer Blüte (=maximale Wohlstandsverteilung) einfach untergeht. Dieser Untergang kann dabei langsam oder sich schnell und ziemlich brutal vollziehen. Macht aber auch nix, da Brutalität eben auch zur Lebenserfahrung gehört.


    Insofern ist die Beschäftigung mit nachhaltigen Geld- und Gesellschaftsystemen geistig anregend, aber letztlich nutzlos. Schließlich bedeutet nachhaltig auch, dass es kein Wachstum geben darf, denn es gibt außer in der Zahlenmathematik kein unendliches Wachstum. Schwankungen ja, aber eben kein konstantes und schon gar kein exponentielles Wachstum. Auch hier kann es keine Schuhgeschäfte und immer dollere Handys und Autos geben. Da das eben Null-Akzeptanz hat, ohne Wachstum (Wohlstandsmehrung) immer auf einem Level zu verharren, ist der Begriff "Nachhaltigkeit" mit dem Menschsein im heutigen Verständnis nicht vereinbar. Ausnahme: Naturvölker, über deren Lebensform und Riten "wir" uns haushoch überlegen fühlen - und die wir bisher fast komplett ausrotten konnten.


    Helau

    Stimmt schon: Bekommen tue ich zwar bestimmt was von der vfS, habe von denen schon eine Rechnung erhalten. Aber wenn ich an die Jahressätze 2010 denke... davon habe ich 70% retour gehen lassen. Kratzer, Staub n den Kapseln...höchst unprofessionell. Mal sehen, was ich diesmal bekomme. Was nix is, geht retour, ganz einfach.


    Am besten war der Spruch am Telefon: "Wenn Sie mit der Qualität nicht zufrieden sind, dann besorgen Sie sich die doch auf dem freien Markt" [smilie_happy] :thumbup: :wall:


    Kann ich Dir sagen, was du bekommen wirst: Als nächstes bekommst Du 90% zerkratzte und als übernächstes 100%. Die werfen die Zerkratzten doch nicht weg, sondern versenden die retour gegangenen an die nächsten Besteller. Nachgeprägt wird eh nicht mehr.

    Nicht nur Prof. Senf liegt daneben, sondern alle, die das banale Problem nicht erkennen können oder wollen, dass es nicht dauerhaft funktionieren kann, mehr aus einem System zu entnehmen (zu verbrauchen, stoff-/energieumzuwandeln), als dieses System von sich aus im Entnahme-/Verbrauchszeitraum generiert. Eine Geisel der Menschheit, der Krebs, scheint zu denken, dass es aber doch funktioniert, da er sich intensiver entwickelt als seine Ressource dies dauerhaft zulässt, bis zur Disfunktionalität desselben, was auch sein Ende darstellt.


    Die Thematik "Wirtschaften" unter Nichtakzeptanz dieses Sachverhaltes, ob mit Geld, Gold, Gütern, beliebigen Kombination dieser Dinge, unter einem Tauschparadigma oder Schuldenparadigma, zentral oder dezentral, dirigistisch/planwirtschaftlich oder frei, global oder regional, unter ständiger Technik-,Komplixitäts-, und zugleich Risikozunahme, ist also stets begrenzt und hat seine Ablaufzeit , wie das individuelle Leben, und wird am Ende systemisch überrollt. Damit muss der Mensch sich nunmal abfinden. Er findet sich doch auch mit seinem individuellen Ableben ab, wieso tut er sich so schwer mit anderen überdeutlichen Begrenztheiten? Hybris? Gier?


    Alle Diskussionen und Sichtweisen zu Wirtschaftsmodellen sind freilich interessant und spannend, deshalb werden sie von dem Menschen jeglichen Verbildungs- und Intelligenzgrades heftigst geführt, mache da gerne selbst mit, und real gelebt, sind aber letzlich nur akademisch, solange sie dem Menschen den ganz banalen Sachverhalt nicht verdeutlichen: Mit welchen Wirtschaftsmodell kann ich für mich/meine Familie/meinen Stamm/meine Gesellschaft/mein Volk/die Menschheit das Ende des raubbauenden Lebens am längsten Hinauszögern, so ich mich nicht mit einer Nichtentwicklung (=Nichtmehrverbrauch von allem) abfinden will.


    ( ... ) Nur Natur, ein paar kleine, teilweise verfallene/verlassene Dörfer, Flüsse, guter Boden. Sie kann kaufen, was sie will, Angebot über mehrere ha hat sie bekommen (nur ein paar 100 €), Risiko hält sich also in Grenzen.
    ( ... )
    Aber wie gesagt, das finanzielle Risiko hält sich in Grenzen. Sollte es hier knallen, wisst ihr, wo ihr mich finden könnt. Druckt euch mein Avatar aus und zeigt es rum im Pskover Gebiet. So eine Type erkennt jeder wieder. [smilie_happy]


    Wenn im Umkreis von 1.000 km kein AKW, Zwischen- oder Endlager ist und sein wird, dann hört sich das sehr interessant an.
    Wenn auch das Geldinvestitionsrisiko vergleichsweise gering ist, so ist es doch eher der Zeitaufwand, den man zu betreiben hat, will man sich eine wirklich krisentaugliche Fluchtburg aufbauen. Und wenn schon ernstgemeinte Fluchtburg (und nicht nur Sommer-Datscha), dann muss man in das Kalkül ziehen, dass in einer Großkrise das GAU-Risiko bei AKWs mangels Personal, das sich womöglich verdünnisiert, oder mangels Ersatzteilen und Kontrollen steigt.

    Ohne das jetzt schönreden zu wollen, aber im Sozialismus war es üblich, dass die Frau ebenfalls arbeitete und sich somit einen eigenen Rentenanspruch erwarb. Die (im Westen) typische Hausfrau gab es im Osten nicht.


    Zur Präsisierung: besagte Witwe bekommt insgesamt 80 Dollar staatl. Transfer (Witwenrente in unserem Sinne gibt es nicht; ist aber auch einerlei, ob es einen Transfer von 40 eigene Ansprüche + 40 abgeleitete Ansprüche oder alles "in einer Summe" = 80 gibt).
    Fakt ist, man muss damit zurecht kommen oder noch andere Einnahmen generieren können).

    Wie sicher ist die Rente?
    Damit meine ich nicht, wie viel oder wenig wir später mal aufgrund der Demografie bekommen werden, sondern ich frage mich, wie sicher die gesetzliche Rente im Bezug auf Währungsreform / Hyperinflation /Hyperdeflation ist.


    Theoretisch müsste die gesetzliche Rentenversicherung in dieser Hinsicht doch sehr viel Sicherheit bieten.
    Man erwirbt ja nur „Punkte“ in der Rentenversicherung und keine nominalen Ansprüche.
    Anhand dieser Punkte wird dann die Rente in der zum Auszahlungszeitpunkt vorherrschenden Währung und im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen berechnet.


    PS: Wie sieht es bei Beamtenpensionen aus?


    So gesehen ist die Rente tatsächlich sicher, da es irgendetwas geben wird, sofern nicht die ganze Gesellschaft in Chaos und Anarchie versinkt. Anders formuliert: Wenn alles gut geht, also richtig gut geht (ohne Kollaps, GO, großen Krieg, Ende des Öls) dann gibts immer Rente. Hurra!


    Etwa so wie z.B. in der Ukraine. Da gibt es umgerechnet 80 Dollar für die Witwe eines Ingenieurs. Damit kann man entweder in einer warmen Mietwohnung sitzen oder damit - relativ fleischarm aber durchaus "wertige" - Lebensmittel für einen Monat kaufen. Beides gleichzeitig geht damit natürlich nicht.


    Wenn man also erhebliche Reserven hat, im Alter noch hinzuverdienen kann bzw. sich lebensmittelmäßig überwiegend autark versorgt oder verlässlich unterstützende Kinder hat, wie das auch bei unseren Ahnen der Fall war (habe ich so mal irgendwo gelesen), dann kann man jedenfalls der Rentenentwicklung mit großer Gelassenheit entgegen sehen und hoffen, dass wirklich alles wirklich gut geht und insbesondere alle jetzigen und künftigen Rettungsschirme gut funktionieren, kein umfassender Bank-Run passiert, die globale Nachschuldnersuche weiterhin prächtig funktioniert, die Atommächte dabei friedlich bleiben und allenfalls begrenzte Stellverteterkriege führen und billiges Öl wie gewohnt die nächsten Dekaden zur Verfügung steht. Ach ja, ein Atomkraftwerks-Gau im dicht besiedelten Europa mit einem Schaden von ein paar Billionen Euro darf natürlich auch nicht passieren. Die Wahrscheinlichkeit ist zum Glück gering - es gibt ja nur ein paar hundert solcher Anlagen "bei uns".


    Du könntest es mit Naturheilpräparaten oder Tees versuchen. Hängt natürlich von der Krankheit ab, aber es gibt keine Krankheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Wir wissen es nur vielleicht nicht mehr, welches in welcher Dosierung wirksam ist. ;)


    Zustimmung. Wenn man von einem Krisenszenario ausgeht, bei dem es keine lebensnotwendigen (industriell gefertigte) Medikamente und/oder Verteillogistik mehr gibt, hat man 4 Alternativen:
    1. Medikamente bis zum geschätzten natürlichen Lebensende einlagern und auf lange Haltbarkeit/Wirksamkeit sowohl der Medikamente als auch des Lebens hoffen
    2. Medikamente/natürliche Ersatzstoffe selbst erzeugen/herstellen und die Fähigkeit und Ausgangsstoffe hierfür bereit halten/erzeugen können
    3. Sich mit einem gegenüber einem medikamentenversorgten Leben vorzeitigen Ableben abfinden
    4. Darauf vertrauen, dass Eichelburg recht hat und man mit dem "richtigen" Geld alles kaufen kann egal, ob die Welt um einem herum zusammenbricht/zusammengebrochen ist
    Ich persönliche favorisiere eine Kombination aus Alternative 2 und 3. Das mag natürlich jeder anders sehen.

    der kopp-verlag arbeitet genau mit diesem unwissen seiner leser und schürt dadurch panik.


    Er macht also genau das, was Hollywood, Eichelburg, Versicherungsbranche, Klimaretter, Waffenindustrie und jeder Terror-Innenminister auch machen?

    das heißt nicht, dass der yellowstone nicht ausbrechen kann. nur die wahrscheinlichkeiten wird der verständige beobachter möglicherweise anders bewerten.

    Eben. Das mit den Wahrscheinlichkeiten ist so eine Sache. Die Wahrscheinlichkeit, dass Marco aus Grefrath einer solchen Wahnsinnstat zum Opfer fällt, war bis kurze Zeit vor dem Mord eins zu zig Millionen (? ). Dann hat sich das aber ziemlich rasch auf 100% verändert. Du als Niederrheiner solltest das wissen.

    Dazu benötigst du aber erst mal eine Standortkarte aller AKW weltweit, nicht dass du ins "sichere Ausland" wanderst und genau auf einen ungekühlten Reaktor zuläufst ! :D ;(


    Genau ECU. Wenn man dieses Szenario zu Ende denkt, gibt es auf der gesamten Nordhalbkugel kein absolut "sicheres Ausland", solange dort zuhauf AKWs Brennstäbe nutzen und abgenutzte Brennstäbe gekühlt werden müssen.


    Denn in den Szenarien, die anläßlich des Vorsorgethemas ernsthaft oder nur als Denksportaufgabe diskutiert werden (abgesehen von der vorübergehenden Notsituation (ala 3 Wochen eingeschneit, Überschwemmung usw.)), gibt es auch keine Infrastruktur mehr, die in der Lage ist, Sarkophage wie in Tschernobyl zu machen und auf ein paar Tausend Jahre ständig zu erneuern, um das Problem nur auf einige Hundert Quadratkilometer begrenzt zu halten.

    Nr 1 Atmen, der Mensch überlebt ca. 3 Minuten ohne Sauerstoff!!
    Nr 2 Wärme, Überlebensdauer bei starker Unterkühlung ca. 3 Stunden!!!
    Nr.3 Wasser, ca. 3 Tage überleben ohne flüssigkeitszufuhr!!
    Nr.4 Nahrung, ohne Essen überlebt der Mensch ca. 3 Wochen!!!
    [smilie_blume]


    Als durchschnittliche Annahmen in Situationen ohne besondere zusätzliche Erschwernisse und bei einem normalkonstituierten, erwachsenen gesunden Menschen in den besten Jahren, trifft das Gesagte bestimmt zu. Vielleicht aber nicht bei von dieser "Norm" abweichenden Menschen, von denen viele einen in der Familie/im sozialen Nahfeld haben werden. Aber gucken wir uns das Versorgungsthema nochmal systematisch an:


    1. Für welches Szenario will ich bis zu welcher Grenze (finanziell, Dauerhaftigkeit, Komfortabilität) Vorsorge treffen?
    Geht es um eine Notsituationen (vorübergehender "limitierter" Versorgungsausfall) oder gar das Ende der Zivilisation nach heutigen Maßstäben (dauerhafter Versorgungsausfall mit entspr. Begleiterscheinungen wie Anarchie, Mord und Totschlag) oder gar das Ende aller Tage (dauerhafter Versorgungsausfall mit Globalkatastrophen (Seuche, Impakt, A-Krieg, ...)? Will ich nur Basislebenserhalt hochverdichtet mit dauerhafter Lagerfähigkeit (Zentner Zucker, Berg Fischkonserven ... dazu selbstgepflückten Löwenzahn) oder will ich mir Kaffee und Kuchen gönnen, den DVD-Player betreiben und ordentlich die Zähne putzen können?


    2. Wie ist mein familiäres Umfeld mit welchen Versorgungsbesonderheiten in den verschiedenen Szenarien?


    3. Wie ist mein Wohnumfeld mit welchen Versorgungsbesonderheiten in den verschiedenen Szenarien?


    4. Wie ist das weitere Umfeld (Ballungsraum in 10, 100 oder 200 km Entfernung) mit welchen Versorgungsbesonderheitn in den verschiedenen Szenarien?


    5. Gibt es für den Fall der Beschäftigung mit den umfassenderen Szenarien (Ende der...) in welcher Strahlungsreichweite AKWs (weil die Kühlung der aktiven und abgebrannten Brennstäbe über viele Jahre absolut lückenlos gesichert sein muss, sonst wirds böse und "Völkerwanderung" ist angesagt oder recht bald das Erbrechen der eigenen Eingeweide)? Wer davon ausgeht, dass es egal bei welchem Szenario immer lückenlos mindestens für die nächsten Dekaden Kühlung, Bedien- und Bewachpersonal für die AKWs geben wird, braucht für diesen Aspekt natürlich keinen Gedanken zu verschwenden.

    Warum bezahlt man die "Experten" eigentlich noch??? Der eine Vogel redet von Deflation, der Andere von Inflation.....
    Ja was den nun???


    Was denn nun - das hängt davon ab, wie man Inflation/Deflation definiert und welchen Wirtschaftssektor man betrachtet.


    Definiert man unrichtigerweise Inflation als Preiserhöhung und Deflation als Preissenkung, dann haben wir bei Energie und Lebensmittel Inflation und bei Immobilien, Löhnen und verfügbarem Einkommen (= Nettopreis für die monatliche Arbeit) beim Durchschnittsmichel eher Deflation, jedenfalls keine Inflation auf breiter Front. Kann sich jeder das aussuchen, was er "beweisen" will. (So gesehen haben wir seit 1 Woche bei den Edelmetallen Deflation)


    Definiert man Inflation im eigentlichen Sinne, dann ist Inflation eine Steigerung der ungedeckten (also nicht durch produzierte Güter und Dienstleistungen gedeckten) Geldmenge. Auswirkungen einer Steigerung der ungedeckten Geldmenge werden üblicherweise als Preissteigerungen wahrgenommen, denn mehr Geld steht einer gleichen/geringeren Gütermenge gegenüber und nach den Marktgesetzen bedeutet dies üblicherweise, dass eine bestimmte Gütermenge nur mit mehr Geld gekaufen werden kann. Preissteigerungen können sich aber auch als Folge von Knappheit/erhöhter Nachfrage unabhängig von der Geldemenge ergeben.


    Die Frage, ob nun Inflation oder Preissteigerungen aus oder in Kombination mit anderen Gründen vorliegt, liesse sich also nur bei Kenntnis der Entwicklung der Geldmenge (neu im Geldschöpfungsprozess produziertes Geld abzüglich abgeschriebenes Geld) und der Gütermengen (BIP) in der jeweiligen Volkswirtschaft bzw. im Währungsraum beurteilen.


    Da die Zahlen hierzu aber auch unzuverläßlilch, mutmaßlich interessengeleitet gefälscht sind, gibt es keine beweisbare Antwort, ob Infla/Defla herrscht. Beobachtbar sind allerdings Preissteigerung von existenziellen Gütern und Preissenkungen/Stagnation in anderen wichtigen Sektoren (Lohnentwicklung Niedriglohnsektor; Lohnentwicklung der Masse (ohne die 10% der Spitzeneinkommen und 10% der untersten Einkommen)).


    Niemand weiss nix ungenaues nicht.


    Du bist wirklich peinlich, Wayne. Bevor du Leuten etwas vorwirfst, solltest du mal mehr als ein, zwei Beiträge von ihnen gelesen haben, um dich wenigstens ein bisschen abzusichern. Aber man plappert halt gern, gelle?


    Und was willst DU, progress78, uns denn nun in der Sache sagen?

    = totes Kapital


    Na dann doch lieber im schlimmsten Fall totes Kapital als garantiert verlorenes Kapital. Das ist nämlich das, was in Lebensversicherungen, Zertifikaten und dergleichen steckt, das Finanzfachleute wie romario und dergleichen verkaufen.


    Die Aktivierung des menschlichen Gier-Gens (Zins, Rendite, Gewinn statt "totes" Kapital) zur Befriedigung der eigenen Gier (Provision, Bonus) ist die einzige Masche dieser Branche.

    Romario scheint nicht verstanden zu haben, dass die 10er gesetzliches Zahlungsmittel zum Nennwert von 10 Euro sind, also seine Geschichte mit der Abgabe von etwas mit einem Wert von 7 Euro für 10 Euro er allenfalls seiner Oma erzählen kann.

    @ Wayne: Irgendwo hab' ich heute was von "Revanchisten und Spinnern" hier im Forum gelesen :P


    In diesem Sräd ja zum Glück nicht, denn hier geht es gesittet zu.


    Wünsche allseits einen guten Rutsch und Wohlergehen. Eine Bitte für die paar Stunden bis ins Neue: Keine Revolutionen/Währungsreformen/Paradigemenwechsel, ohne dass ich dabei bin. Wir sehen/sprechen uns wieder im Neuen Jahr.

    Aber es bleibt dann immer noch die Frage, wer die großen Brocken abräumt und wer mit den Peanuts zufrieden sein muß. Denn auch zwischen Wölfen und Haifischen gelten die Wolfs- und Haifischgesetze. Und sowohl Daimler als auch Telekom haben sich bei ihren internationalen Expansionsversuchen nicht besonders intelligent angestellt. Man vergleiche das mal mit dem Fall Vodafone/Mannesmann.
    Gruß
    Klaus_H.


    Servus Klaus,
    die Frage bleibt, läßt sich aber beantworten, wenn man den Weg des Geldes verfolgt. Wo sind unter Ron Sommer (1949 in Haifa als Ron Lebowitsch geboren) per Voicestream die Milliarden hingeflossen und wo hat Ron Sommer nach Auftagserfüllung eine Anstellung gefunden und welche Personen stecken da wiederum dahinter? Aus eigener Erfahrung: Selbstrecherche überzeugt einem mehr als Vorgekautes.

    Ok Focus.
    Der Vorstand von Daimler, der war aber vielleicht nicht so dumm, sondern halt nur "gut gecasted".
    Da war übrigens auch mal eine Story mit Telekom und einer US-Telefon-Klitsche für zig Milliarden Dolores.
    So schafft man Volksvermögen beiseite.


    Servus Milly,
    genau so sehe ich das auch. Was da abgeht, hat objektiv gesehen mit Dummheit nichts zu tun. (Allenfalls kann man in einem fatalistischen Anflug gelten lassen: für den Durchschnitts-Deutschen dumm laufend.)


    Man kann die Politikerkaste, viele Wirtschaftskapitäne, ein Großteil der Eliten absolut nicht als dumm bezeichnen, derweil sie genau das tun, was sie sollen: Das Maximale aus der hiesigen Volkswirtschaft herausholen und in die richtigen Hände zu transferrieren. Und das möglichst für den Normalo unauffällig, sich gegenseitig Deckung und Schützenhilfe gebend und das solange es irgendwie geht. Lufthoheit über die Medien ist dafür unabdingbare Voraussetzung. Deshalb ist das Internet die größte Gefahr und deshalb ist man daran, dieses Aufklärungsrisiko zu beseitigen.


    Focusianer, wechsele einfach die vordergründige und daher zunächst in der Tat nahe liegende "Dummheitstheorie/Versagertheorie" gegen eine "Auftragserfüllungstheorie" aus - und schon Klären sich Ungereimtheiten der ersteren Theorie auf.


    Aus Sicht der um den Lohn ihrer eigenen Arbeit gebrachten und um die Zukunft ihrer Kinder betrogenen Landsleute sind diese Figuren Kollaborateure, Volksverräter, willige Vollstrecker, diktatorische Aufseher hinter Demokrattenmasken versteckt usw.


    Aus Sicht der Auftraggeber und Profiteure sind diese Figuren ausgezeichnet funktionierende Mitarbeiter und werden schon in Amtszeiten oder unauffälliger kurz danach fürstlich belohnt. Das Amts- oder Mandatssalär ist für die Portokasse.


    So einfach ist es.