Für etliche vielleicht erwartbar, aber der deutsche Michel kapiert es wahrscheinlich erst jetzt in der ganzen Tragweite: die sogenannten "privaten Gläubiger" bei dem ganzen griechischen Schuldenschnitttheater sind inzwischen vor allem deutsche verstaatliche Finanzinstitutionen, also der Steuerzahler. Die anderen haben ihren Griechenschrott längst bei der EZB abgeladen, und dort trägt Deutschland bekanntlich ja auch den größten Anteil, falls dort nochmals Verluste anfallen.
Bei den Summen bleibt sogar noch etwas Spielraum, um als Dankeschön einige weitere LKW-Ladungen mit deutschen Flaggen zum Verbrennen draufzupacken:
Griechen-Umschuldung kostet Deutsche 25 Milliarden
Neue Berechnungen ergeben: Die Gläubiger-Beteiligung an der Rettung Griechenlands bleibt zum Großteil am deutschen Steuerzahler hängen.
Inzwischen liegt aber annähernd die Hälfte der griechischen Staatsanleihen faktisch bei staatlichen Institutionen – sie halten an die 120 der insgesamt 250 Milliarden an Anleihen. 15 Milliarden Euro entfallen alleine auf die deutschen Landesbanken, die teilverstaatlichte Commerzbank sowie die Abwicklungsanstalten für Hypo Real Estate und WestLB, für die die öffentliche Hand geradestehen muss.
Unter dem Strich hätte die „private Gläubigerbeteiligung“ den deutschen Steuerzahler in diesem Szenario rund 26 Milliarden Euro gekostet.
http://www.welt.de/wirtschaft/…utsche-25-Milliarden.html